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Dokumentenidentifikation DE102004018241B4 03.05.2007
Titel Elastisches Fahrerhauslager
Anmelder Jörn GmbH, 71336 Waiblingen, DE;
MAN Nutzfahrzeuge AG, 80995 München, DE
Erfinder Zawadzki, Bernd, 71409 Schwaikheim, DE;
Mursinsky, Jörg, 71364 Winnenden, DE;
Wunderlich, Walter, Behamberg, AT;
Täuber, Klemens, Steyr, AT;
Schaffer, Friedrich, 82229 Seefeld, DE;
Großkopf, Rainer, 85356 Freising, DE
Vertreter Neubauer Liebl Bierschneider, 85051 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 15.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018241
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B62D 33/067(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16F 1/38(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elastisches Fahrerhauslager für ein schwenkbares Fahrerhaus eines Nutzfahrzeuges nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Ein bekanntes elastisches Lager (DE 28 16 742 C2, 7 bis 10) besteht aus einem Elastomer-Festkörperteil als Gummimetallteil mit einem Innen-Festkörperteil als innerem Metallteil und aus einem rohrförmigen Lagergehäuse, wobei das innere Metallteil und das Lagergehäuse der Krafteinleitung und Kraftausleitung dienen. Das Gummimetallteil weist zudem eine Außenschale auf, wobei zwischen der Außenschale und dem inneren Metallteil Elastomerkörper als Gummikörper festhaftend angeordnet sind. Der Außendurchmesser des Gummimetallteils ist im Herstellzustand zumindest in Teilbereichen größer als der Innendurchmesser des Lagergehäuses, so dass das Gummimetallteil im fertig montierten Montagezustand unter radialer Vorspannung in das Lagergehäuse eingepresst ist.

Das elastische Lager ist mit einem prismatischen inneren Metallteil und einem zylindrischen Lagergehäuse ausgebildet. Die Elastomerkörper liegen einander gegenüber und am inneren Metallteil sind versetzt zu den Elastomerkörpern Elastomeranschläge als einfache, freiverformbare Längsstege festhaftend angeordnet. Im Einbauzustand im Fahrzeug liegt die Lagerachse etwa horizontal und im statisch mit dem Fahrerhaus belasteten Zustand liegt die Längsmitte des inneren Metallteils im Bereich der Lagerachse. Zudem haben in diesem Zustand die Elastomeranschläge einen Anschlag-Abstand zur Lagergehäuseinnenwand und/oder zur Außenschaleninnenwand. Lagerbewegungen innerhalb dieses Abstands werden molekular in den Elastomerkörpern aufgenommen, bei größeren Lagerauslenkungen kommt jeweils ein Elastomeranschlag mit relativ gering progressiv ansteigender Federkennung zur Wirkung. Die Elastomerkörper und die Elastomeranschläge sind vulkanisierte Gummikörper.

Solche elastischen Lager werden im Fahrzeugbau an unterschiedlichen Lagerstellen, wie beispielsweise als Motorlager, Getriebelager oder Hinterachs-Hilfsträgerlager eingesetzt.

Zudem ist es allgemein bekannt ähnliche elastische Lager in einer modifizierten Ausführung für eine vordere Lagerung eines schwenkbaren Fahrerhauses eines Lastkraftwagens einzusetzen, wobei die Lagerachse etwa horizontal liegt. In einer axialen Bohrung des inneren Metallteils ist ein Kunststoffrohr montiert, in das ein Achsbolzen der Schwenkachse für das Fahrerhaus eingesteckt ist. Die Kunststoffrohrinnenfläche gleitet hier leichtgängig und wartungsfrei auf der Achsbolzenaußenfläche. Die Aufnahme des Achsbolzens unmittelbar in einer Bohrung des inneren Metallteils ist zwar möglich, jedoch wegen ersichtlicher Korrosionsprobleme und Probleme bei der Fahrzeugakustik nicht praktikabel.

Weiter ist ein Fahrerhauslager mit einem Kunststoff-Innenteil bekannt (DE 195 17 640 A1), in dem unmittelbar ein Achsbolzen eingesetzt werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes elastisches Fahrerhauslager so weiterzubilden, dass bei einfachem Lageraufbau eine leichtgängige Schwenkung eines Fahrerhauses möglich ist und eine stark progressiv ansteigende Federkennung beim Anliegen eines Elastomeranschlags erreichbar ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Gemäß Anspruch 1 ist das Innen-Festkörperteil aus Kunststoff als Innen-Kunststoffteil hergestellt, so dass eine klapperfreie Halterung des Achsbolzens im Lagerinnenteil sowie gute Gleiteigenschaften für eine leichtgängige Schwenkbewegung erhalten werden.

Zudem ist am Innen-Kunststoffteil für die Elastomeranschläge jeweils ein im Einbauzustand nach oben bzw. unten weisender offener Längskanal mit schrägen Kanalseitenwänden als Anlageschultern für das Elastomermaterial eines verformten Elastomeranschlags ausgeformt. In einem solchen Längskanal liegt der jeweils walmdachförmig ausgebildete Elastomeranschlag ein und ist am Kanalboden angehaftet. Damit wird erreicht, dass nach einem jeweils freien Federweg, vorzugsweise von ca. 5 bis 6 mm der Anschlag in seine Wirkstellung kommt, wobei die Federkennung des Anschlags mit einem weichen übergangslosen Einlauf beginnt, indem zunächst die pyramidenförmige Spitze/Linie der Walmdachform wirkt und bei weiterer Einfederung schnell eine Erhöhung der belasteten Flächen erfolgt. Im weiteren Anschlagweg mit zunehmender größerer Anschlagmaterialverformung füllt sich der Kanalinnenraum mit Elastomermaterial, welches sich an den schrägen Kanalseitenwänden in der Art von Anlageschultern abstützt und seitlich nicht mehr verdrängt werden kann, so dass die Federkennung des Elastomeranschlags stark progressiv ansteigt. Diese Maßnahme trägt wesentlich dazu bei, dass die vorzugsweise als 6-Hz-Lagerung ausgelegte Lagerstelle ohne zusätzlichen Dämpfer auskommt, so dass die Lagerstelle vergleichsweise kostengünstig zu realisieren ist.

Der vorstehend verwendete Begriff „Festkörper" soll bedeuten, dass das entsprechende Festkörpermaterial im Vergleich zum Elastomermaterial wesentlich weniger verformbar, d. h. bei den auftretenden Kräften nahezu unverformbar ist.

Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Kunststoff-Innenteils ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich dieses aufgrund der Materialeigenschaften des Kunststoffs im Gegensatz zu einem stabilen Metallteil beim Einpressen in das Lagergehäuse durch den sich aufbauenden Elastomerdruck der Elastomerkörper etwas verformen kann. Dies kann dazu führen, dass die Aufnahmebohrung für den Achsbolzen dann oval verformt wird. Dadurch kann möglicherweise der Achsbolzen nach der Montage verklemmen, so dass keine leichtgängige Schwenkbewegung für das Fahrerhaus gegeben ist. Als Gegenmaßnahme kann hier vorgesehen werden, die Bohrung bei aufgebrachter Elastomervorspannung zylindrisch dem Durchmesser des Achsbolzens angepasst auszureiben.

In einer bevorzugten Weiterbildung nach Anspruch 2 ist auch die Außenschale aus Kunststoff als Kunststoffaußenschale hergestellt. Dies trägt zu einer weiteren Kostenreduzierung bei. Vorteilhaft kann auf jegliche Korrosionsschutzmaßnahme verzichtet werden.

Gemäß Anspruch 3 ist wenigstens ein Außenschalenteilbereich zwischen den Elastomerkörpern durchgehend geschlossen ausgebildet. Dieser Außenschalenteilbereich ist im Herstellzustand des Elastomermetallteils mit einer flacheren Auswölbung im Vergleich zur Innenwölbung des zugeordneten Lagergehäuseteilbereichs ausgebildet dergestalt, dass im eingepressten Montagezustand bei aufgebrachter Vorspannung die Anbindungsstellen des Außenschalenteilbereichs an den Elastomerkörpern so relativ aufeinander zu verlagert sind, dass damit der Außenschalenteilbereich im Vergleich zum Herstellzustand weiter ausgewölbt ist und unter Vorspannung angepasst an die Innenwölbung am zugeordneten Lagergehäuseteilbereich anliegt.

Damit wird vorteilhaft einerseits die für eine gute Lagerfunktion erforderliche radiale Vorspannung bei der Anlage des Außenschalenteilbereichs zum zugeordneten Lagergehäuseteilbereich hin aufgebracht. Andererseits liegt aber keine Teilung in diesem Außenschalenteilbereich wie im Stand der Technik vor, so dass im eingepressten Montagezustand unter Vorspannung aneinander liegende Außenschalenlängsränder vermieden werden, welche bei den vorbekannten Ausführungen bei wechselnden Belastungsrichtungen über wechselnde Abstützkräfte und kleinere Relativbewegungen ein axiales Auswandern und Verdrehen des Elastomermetallteils im Lagergehäuse aus einer Soll-Position begünstigen. Auch ein fehlerhaftes Überlappen der Außenschalenränder, welches auch bei einem unfachmännischen Einpressvorgang erfolgen kann, ist bei dem erfindungsgemäß geschlossenen Außenschalenteilbereich nicht mehr möglich. Aufgrund dieser verbesserten Lagestabilisierung des Elastomermetallteils im Lagergehäuse kann ggf. auf zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung von axialen Auswanderbewegungen oder Verdrehungen verzichtet werden.

Gemäß Anspruch 4 kann je nach den Gegebenheiten und dem konkreten Einsatz eines elastischen Fahrerhauslagers nur ein unterer Außenschalenteilbereich zwischen den gegenüberliegenden Elastomerkörpern durchgehend geschlossen sein, wobei der gegenüberliegende Außenschalenteilbereich auch im eingepressten Montagezustand ohne aneinanderliegender Außenschalenränder weit offen verbleibt. Für die Außenschale ist hier somit nur ein einziges Schalenteil als Kunststoffteil erforderlich, was zu günstigen Herstellungskosten führt.

In einer bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 5 ist das Lagergehäuse kreiszylindrisch ausgeführt, wobei die Außenschalenform im Bereich der Elastomerkörper entsprechend einem Zylinderabschnitt ausgebildet ist. Der geschlossene Außenschalenteilbereich hat dabei im Herstellzustand des Elastomermetallteils eine geringere Auswölbung als die durch den Radius des zylindrischen Lagergehäuses vorgegebene Auswölbung. Erst beim Einpressen des Elastomermetallteils in das Lagergehäuse wird dann der Außenschalenteilbereich unter Vorspannung entsprechend zylindrisch weiter ausgewölbt und gegen die zylindrische Anlagefläche des Lagergehäuses gepresst.

Grundsätzlich ist die Maßnahme nicht auf zylindrische Lagergehäuse beschränkt, sondern kann beispielsweise je nach den Gegebenheiten auch bei einem elliptisch geformten Lagergehäuse verwendet werden.

In an sich bekannter Weise können die Elastomerkörper nach Anspruch 6 für eine Vergleichmäßigung des Spannungsverlaufs mehrlagig ausgeführt sein und Zwischenbleche und/oder Kunststoff-Zwischenplatten enthalten.

Zweckmäßig werden nach Anspruch 7 als Elastomerkörper und als Elastomeranschläge vulkanisierte Gummikörper verwendet.

Bei Bedarf kann das Elastomer-Festkörperteil nach Anspruch 8 mittels einer Klipp- oder Schnappverbindung zwischen der Kunststoff Außenschale und dem Lagergehäuse axial gesichert werden. Beispielsweise kann die Kunststoff-Außenschale wenigstens eine abstehende Rastnoppe aufweisen, die in eine zugeordnete Bohrung im Lagergehäuse einschnappt. In einer anderen Variante können an den Stirnseiten Schnapp-Verbindungen realisiert werden, indem beispielsweise die längere Außenschale mit nach außen abstehenden endseitigen Ringschultern über die Stirnseiten des kürzeren Lagergehäuses schnappt. Die bei Metall-Außenschalen bekannten Sicherungsmaßnahmen, z. B. umgebördelte Ecken sind jedenfalls bei den erfindungsgemäßen Kunststoff Außenschalen nicht möglich.

Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

1 ein Elastomer-Kunststoffteil im Herstellzustand in axialer Ansicht,

2 das Elastomer-Kunststoffteil nach 1 in einer Seitenansicht,

3 ein elastisches Fahrerhauslager mit dem in ein Lagergehäuse eingepressten Elastomer-Kunststoffteil bei betriebsmäßig statischer Belastung, und

4 eine Seitenansicht des Fahrerhauslagers nach 3.

In 1 ist ein Elastomer-Kunststoffteil als Gummi-Kunststoffteil 1 im Herstellzustand in axialer Ansicht gezeigt, welches aus einem prismatischen Kunststoffinnenteil 2, aus zwei einander gegenüberliegenden Elastomerkörpern 3, 4 und einer Kunststoffaußenschale 5 besteht. Die Elastomerkörper 3, 4 sind schräg nach oben aufeinander zu weisend angestellt und sowohl mit etwa vertikal verlaufenden Stützflächen 6, 7 des Kunststoffinnenteils 2 sowie mit entsprechend zugeordneten Befestigungsflächen 8, 39 an der Innenseite der Kunststoffaußenschale 5 festhaftend verbunden. Die Elastomerkörper 3, 4 sind vorzugsweise festhaftend anvulkanisierte Gummikörper. Das Kunststoffmaterial der Kunststoffteile ist in seiner Konsistenz so gewählt, dass sich dieses bei den betriebsmäßig auftretenden Lagerkräften nahezu nicht verformt. Auf der Ober- und Unterseite des Kunststoffinnenteils 2 ist jeweils ein Elastomeranschlag als Gummianschlag 9, 10 festhaftend angebracht, vorzugsweise anvulkanisiert. Dazu ist am Kunststoffinnenteil 2 für die Gummianschläge 9, 10 jeweils ein nach oben bzw. unten weisender offener Längskanal 11, 12. mit schrägen Kanalseitenwänden als Anlageschultern 13, 13' und 14, 14' für das Gummimaterial eines verformten Gummianschlags 9' ausgeformt. Die Gummianschläge 9, 10 sind, wie insbesondere aus 2 ersichtlich, walmdachförmig bzw. pyramidenförmig ausgeführt mit jeweils einer pyramidenförmigen Spitze/Linie 15, 16.

Die Gummikörper 3, 4 enthalten etwa parallel zu den Stützflächen 6, 7 verlaufende Zwischenbleche oder Kunststoff-Zwischenplatten 17, 18.

Die Kunststoffaußenschale 5 ist in einem unteren Außenschalenteilbereich 19, der zwischen den Gummikörpern 3, 4 liegt, durchgehend geschlossen und mit flacherer Auswölbung ausgebildet, im Vergleich zur Innenwölbung eines zugeordneten zylindrischen Lagergehäuseteilbereichs (sh. 3). Dagegen ist die Außenschalenform im Bereich der Gummikörper 3, 4 nach außen weisend zylindrisch entsprechend der Zylinderform des Lagergehäuses (sh. 3) ausgebildet. Dort sind zudem nach außen abstehende Rastnoppen 20, 21 angeformt.

Das Kunststoffinnenteil 2 ist axial länger als die Kunststoffaußenschale 5 und die Gummikörper 3, 4 (sh. 2).

In 3 ist ein fertig montiertes Fahrerhauslager 22 dargestellt, mit in einem zylindrischen Lagergehäuse 23 eingepressten Gummi-Kunststoffteil 1. Dabei sind die Rastnoppen 20, 21 der Kunststoffaußenschale 5 in zugeordnete Rastausnehmungen 24, 25 des Lagergehäuses 23 eingerastet.

Das Fahrerhauslager 22 ist bereits mit der statischen Belastung durch ein (nicht gezeigtes) Fahrerhaus dargestellt, wodurch die Achse 26 des Kunststoffinnenteils 2 und die Lagerachse 27 entsprechend der Lagergehäuseachse zusammenfallen.

Im eingepressten Montagezustand bei aufgebrachter Vorspannung sind die Anbindungsstellen 28, 29 des Außenschalenteilbereichs 19 an den Gummikörpern 3, 4 so relativ aufeinander zu verlagert, dass damit der Außenschalenteilbereich 19 im Vergleich zum Herstellzustand weiter ausgewölbt ist und unter Vorspannung angepasst an die Innenwölbung am zugeordneten Lagergehäuseteilbereich mit zylindrischer Form anliegt.

Weiter ist strichliert in 3 oben mit dem Bezugszeichen 9' der verformte Gummianschlag 9 bei einer stärkeren Lagerausfederung nach oben eingezeichnet. Dabei kommt nach Überwindung des freien Federwegs der Anschlag 9 in seine Wirkstellung, wobei die Federkennung mit einem weichen übergangslosen Einlauf beginnt, indem zunächst die pyramidenförmige Spitz/Linie 15 mit wenig Materialverformung wirkt. Bei weiterer Verlagerung und Vergrößerung des Anschlagwegs wird der Kanalinnenraum des Längskanals 11 zwischen den Anlageschultern 13, 13' mit Elastomermaterial gefüllt, welches sich dort abstützt und seitlich nicht mehr verdrängt werden kann, wie dies strichliert eingezeichnet ist. Dadurch steigt die Federkennung des Gummianschlags stark progressiv an.

Das Kunststoffinnenteil 2 ist mit einer zentralen Längsbohrung 30 versehen, in die ein Metallrohr als Achsbolzenrohr 31 eingesteckt ist. Das Achsbolzenrohr 31 ist zwischen zwei Lagerplatten 32, 33 verdrehfest mittels einer durchgehenden Verschraubung 34 eingespannt. Die Lagerplatten 32, 33 sind Bestandteil eines (nicht dargestellten) Lagerbocks, welcher mit dem Fahrerhaus verbunden ist. Das Lagergehäuse 23 ist mit dem Fahrzeugaufbau verbunden. Eine Gleitfläche 35 für die Schwenkung des Fahrerhauses ist damit zwischen der Umfangsfläche des metallischen Achsbolzenrohrs 31 und der Kunststoff-Innenfläche der Längsbohrung 30 geschaffen.


Anspruch[de]
Elastisches Fahrerhauslager für ein schwenkbares Fahrerhaus eines Nutzfahrzeugs,

bestehend aus einem Elastomer-Festkörperteil mit einem Innen-Festkörperteil, mit Elastomerkörpern und mit einer Außenschale und weiter bestehend aus einem rohrförmigen Lagergehäuse, wobei

das Innen-Festkörperteil und das Lagergehäuse der Krafteinleitung und Kraftausleitung dienen,

zwischen dem Innen-Festkörperteil und der Außenschale zu beiden Seiten des Innen-Festkörperteils die Elastomerkörper festhaftend angeordnet sind,

der Außendurchmesser des Elastomer-Festkörperteils im Herstellzustand zumindest in Teilbereichen größer ist als der Innendurchmesser des Lagergehäuses und somit das Elastomer-Festkörperteil im fertig montierten Montagezustand unter radialer Vorspannung in das Lagergehäuse eingepresst ist,

im Einbauzustand die Lagerachse etwa horizontal liegt, wobei die Elastomerkörper etwa in einer Horizontalebene gegenüberliegend und an etwa vertikal ausgerichteten Stützflächen des Innen-Festkörperteils angehaftet sind und sich dort abstützen dergestalt, dass im statisch belasteten Zustand die Längsmitte des Innen-Festkörperteils etwa im Bereich der Lagerachse liegt,

das Innen-Festkörperteil prismatisch ausgeführt ist und eine lagerachsparallele Bohrung aufweist zur Aufnahme eines Achsbolzens der Schwenkachse, und

am Innen-Festkörperteil gegenüberliegend versetzt zu den Elastomerkörpern wenigstens zwei radial wirkende Elastomeranschläge festhaftend angeordnet sind, die im dynamisch unbelasteten Einbauzustand in Vertikalrichtung jeweils nach unten und oben einen Anschlag-Abstand zur Lagergehäuseinnenwand und/oder zur Außenschaleninnenwand aufweisen, wobei

das Innen-Festkörperteil mit einer Längsbohrung hergestellt ist, in der unmittelbar der metallische Achsbolzen für das schwenkbare Fahrerhaus aufgenommen ist mit einer Gleitfläche zwischen der Achsbolzenumfangsfläche und der Bohrungsinnenfläche, und die Elastomerkörper und die Elastomeranschläge unmittelbar am Innen-Festkörperteil festhaftend angebracht sind, bevorzugt als Gummiteile anvulkanisiert sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Innen-Festkörperteil aus Kunststoff als Kunststoff Innenteil (2) hergestellt ist, und

dass am Kunststoff Innenteil (2) für die Elastomeranschläge (9, 10) jeweils ein im Einbauzustand nach oben bzw. unten weisender offener Längskanal (11, 12) mit schrägen Kanalseitenwänden als Anlageschultern (13, 13', 14, 14') für das Elastomermaterial eines Elastomeranschlags (9, 10) ausgeformt ist, in dem jeweils der Elastomeranschlag (9, 10) walmdachförmig ausgebildet einliegt und am Kanalboden angehaftet ist, so dass zu Beginn eines Anschlagwegs beim Anliegen und Verformen der pyramidenförmigen Dachspitze/Linie ein sanfter Anschlag erfolgt, der im weiteren Anschlagweg mit zunehmender größerer Anschlagmaterialverformung sowie mit einem Ein- und Anliegen des Elastomermaterials im Längskanal (11, 12) und den schrägen Kanalwänden zu einer progressiv steigenden Abstützung führt.
Elastisches Fahrerhauslager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschale aus Kunststoff als Kunststoff-Außenschale (5) hergestellt ist. Elastisches Fahrerhauslager nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass wenigstens ein Außenschalenteilbereich (19) zwischen den Elastomerkörpern (3, 4) durchgehend geschlossen ausgebildet ist,

dass dieser Außenschalenteilbereich (19) im Herstellzustand des Elastomer-Kunststoffteils (1) mit flacherer Auswölbung ausgebildet ist im Vergleich zur Innenwölbung des zugeordneten Lagergehäuseteilbereichs dergestalt,

dass im Montagezustand bei aufgebrachter Vorspannung die Anbindungsstellen (28, 29) des Außenschalenteilbereichs (19) an den Elastomerkörpern (3, 4) relativ aufeinander zu verlagert sind und damit der Außenschalenteilbereich (19) im Vergleich zum Herstellzustand weiter ausgewölbt ist und unter Vorspannung angepasst an die Innenwölbung am zugeordneten Lagergehäuseteilbereich anliegt.
Elastisches Fahrerhauslager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein unterer Außenschalenteilbereich (19) zwischen den gegenüberliegenden Elastomerkörpern (3, 4) durchgehend geschlossen ist und der gegenüberliegende obere Außenschalenteilbereich auch im eingepressten Montagezustand weit offen ist. Elastisches Fahrerhauslager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (23) zylindrisch ist und die Außenschalenform im Bereich der Elastomerkörper (3, 4) entsprechend einem Zylinderabschnitt ausgebildet ist. Elastisches Fahrerhauslager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerkörper (3, 4) mehrlagig ausgeführt sind und wenigstens ein Zwischenblech und/oder eine Kunststoff-Zwischenplatte (17) enthalten. Elastisches Fahrerhauslager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomerkörper (3, 4) vulkanisierte Gummikörper sind. Elastisches Fahrerhauslager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das eingepresste Elastomer-Kunststoffteil (1) im Lagergehäuse (23) mittels einer Klipp-Verbindung (20, 21, 24, 25) zwischen der Kunststoff-Außenschale und dem Lagergehäuse axial gesichert ist.






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