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Dokumentenidentifikation DE102004026013B4 03.05.2007
Titel Erdverlegbare Rohrleitung mit Wurzelschutz, und Verfahren zum Verlegen einer Rohrleitung
Anmelder Theodor Cordes GmbH & Co KG, 48308 Senden, DE
Erfinder Schlautmann, Frank, Dipl.-Betriebsw., 48147 Münster, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Anmeldedatum 27.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004026013
Offenlegungstag 22.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse F16L 1/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine erdverlegbare Rohrleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP 1 477 718 A2 ist eine gattungsgemäße Rohrleitung bekannt, mit einer an Betonrohren und Schachtbauwerken verwendbaren Abdichtung, die zwei aus unterschiedlich harten Materialien bestehende Abschnitte aufweist. Es kann vorgesehen sein, dem weicheren und/oder dem härteren Material ein chemisch oder biologisch wirksames Additiv zuzusetzen, um die Widerstandskraft der Dichtung gegen aggressiven Medien zu erhöhen, wobei auch Wurzeln als ein solches aggressives Medium angesehen werden. Da stets sowohl weiches als auch hartes Material an den Innenraum der Rohrleitung grenzen, kann ein Kontakt des Additivs mit einem in der Rohrleitung geführten Fluid nicht ausgeschlossen werden, so dass beispielsweise Wasser auf seinem Weg in eine Kläranlage mit einem bioziden Additiv angereichert werden kann, welches die Wirksamkeit der in der Kläranlage befindlichen Mikroorganismen beeinträchtigen kann.

Aus der DE 33 29 100 A1 ist es bekannt, eine Rohrleitung gegen Einwurzelungen zu schützen, indem um die zu schützenden Gegenstände eine herbizidhaltige Zone geschaffen wird. Dabei kann das Problem bestehen, dass die Hebrizide ausgewaschen werden, so dass sowohl eine unerwünschte Hebizidbelastung im Boden als auch gleichzeitig eine vorschnelle Erschöpfung der gewünschten Herbizidwirkung in der Nähe der Rohrleitung auftreten kann.

Gattungsgemäße Rohrleitungen sind zudem aus der Praxis bekannt. Im Rahmen des vorliegenden Vorschlages werden nicht nur solche Bauten als „Rohrleitung" bezeichnet, die zum Führen von Fluiden dienen, wie beispielsweise Gas- oder Wasserrohre sowie Abwasserkanäle und dergleichen, die sämtlich etwa horizontal verlaufen, sondern es werden unter dem Begriff der „Rohrleitung" auch Schachtbauwerke verstanden, also senkrecht angeordnete Bauwerke, die beispielsweise Personal den Zugang zu einem Rohrleitungsbauwerk ermöglichen, beispielsweise zu Wartungs-, Inspektions- oder Reinigungsarbeiten.

Die einzelnen Rohrleitungsabschnitte können axial, also längs aneinander anschließen, oder sie können etwa Y-förmig oder etwa T-förmig wie beispielsweise bei Hausanschlüssen aneinanderstoßen. Sie können gleiche oder unterschiedliche Durchmesser aufweisen, und beispielsweise aus Metall, aus „Guss", aus Beton, aus Polymerbeton, aus Kunststoff oder aus keramischem Material bestehen, und es können Zusatzbauteile vorgesehen sein wie beispielsweise elastomere Dichtungsringe oder Druck-Übertragungsringe zwischen den Abschnitten einer horizontal verlaufenden Rohrleitung, oder wie beispielsweise aus Holz oder aus Hartschaum bestehende Last-Übertragungsringe zwischen den einzelnen Rohrleitungsabschnitten eines Schachbauwerkes.

Aus der Praxis ist bekannt, dass der ungewollte Wurzeleinwuchs ein großes Problem im Rohrleitungsbau darstellt, da er ungewollte In- und Exfiltrationen hervorrufen kann. Häufig erfolgt der Wurzeleinwuchs im Verbindungsbereich zwischen zwei Rohrleitungsabschnitten. Hierdurch wird die Rohrverbindung und damit die gesamte Rohrleitung undicht und durch Einrieseln von Erdreich sowie durch den weiteren Wurzelwuchs kann die Rohrleitung in diesem Bereich verstopfen. Nachteilig ist weiterhin einerseits, dass durch die Undichtigkeit eine Kontamination des umgebenden Erdreichs mit den in der Rohrleitung geführten Medien nicht auszuschließen ist, und andererseits, dass eindringendes Fremdwasser die der Rohrleitung nachgeschalteten Kläranlagen belastet. Wirtschaftlich ist nachteilig, dass die Beseitigung der Undichtigkeiten mit einem erheblichen Arbeits- und finanziellem Aufwand verbunden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Rohrleitung dahingehend zu verbessern, dass diese eine verbesserte Langzeitdichtheit aufweist und einen reduzierten Wartungs- bzw. Reparaturbedarf aufweist.

Diese Aufgabe wird durch eine Rohrleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, die Rohrleitung wurzelhemmend auszugestalten, indem ein Fugenverschlussprofil verwendet wird, welches einen wurzelhemmenden Stoff aufweist. Das Fugenverschlussprofil stellt ebenso wie ein Last-Übertragungselement ein sogenanntes Zusatz-Bauteil dar.

Die wurzelhemmende Ausgestaltung ist vorschlagsgemäß also unmittelbar an der Rohrleitung vorgesehen. Auch ohne konstruktive Veränderungen an den verwendeten Rohrleitungsbauteilen – also an einem eigentlichen Rohrleitungsabschnitt, oder an einem Zusatz-Bauteil wie einem Last-Übertragungselement – kann durch das nachträgliche Aufbringen einer aufzustreichenden, aufzusprühenden, zu bedampfenden oder anderweitig aufzutragenden Oberflächenschicht eine wurzelhemmende Ausgestaltung des Fugenverschlussprofils bewirkt werden. Bei aus Holz oder anderen, eine Porosität aufweisenden Zusatz-Bauteilen kann statt einer Oberflächenbeschichtung auch eine in die Tiefe gehende Einbringung der wurzelhemmenden Stoffe vorgesehen sein, ähnlich z. B. einer Kesseldruck-Imprägnierung.

Alternativ kann vorgesehen sein, die Rohrleitungsbauteile auch konstruktiv zu verändern und den Wurzelschutz bei der Konstruktion der Rohrleitungsbauteile vorzusehen. So kann beispielsweise in einem ringförmigen, aus Elastomer bestehenden Profil ein Kern aus wurzelhemmendem Material vorgesehen sein, welcher bei der Produktion von dem Elastomer umgeben wird, beispielsweise umspritzt wird.

Bei den Zusatz-Bauteilen oder auch den Rohrleitungsabschnitten selbst kann beispielsweise ein wurzelhemmender Stoff fein verteilt dem Rohrleitungsmaterial zugegeben, beispielsweise während der Produktion beigemischt werden. Im Falle der wurzelhemmenden Ausrüstung des Rohrleitungsmaterials ist über die gesamte Länge der Rohrleitung ein Wurzelschutz gegeben.

Das Zusatz-Bauteil, nämlich das Fugenverschlussprofil, kann im Gegensatz zu einem fein verteilten, gleichmäßig beigemischten wurzelhemmenden Material lokal eingelagerte, wurzelhemmende Elemente aufweisen, so dass im Gegensatz zu einer fein verteilten Beimischung die Materialeigenschaften der Rohrleitungsabschnitte und/oder der Zusatz-Bauteile im Wesentlichen unverändert bleiben: wenn – wie beispielsweise bei Kupfer – durch die Wanderung von Kupferionen eine an der Außenfläche wirksame wurzelhemmende Wirkung erzielbar ist.

Alternativ können die lokal eingelagerten, wurzelhemmenden Elemente sich bis zur Oberfläche des Zusatz-Bauteils erstrecken oder sogar nach außen vorstehen. So können bei der Herstellung der Rohrleitungsabschnitte oder auch der Zusatzbauteile sogenannte Einleger in die jeweilige Herstellungsform eingebracht werden, die wurzelhemmend wirken und die bei dem später fertig gestellten Bauteil an die Oberfläche grenzen oder sogar über die Oberfläche des übrigen Bauteils hinausragen. Je nach „Streuwirkung" der wurzelhemmenden Eigenschaften können derartige wurzelhemmenden Elemente entsprechend verteilt am Zusatzbauteil vorgesehen sein, so dass ein gleichmäßiger wirksamer Schutz gegen das Einwurzeln bei der später verlegten Rohrleitung gegeben ist.

Da insbesondere der Bereich der Rohrverbindung gegen das Einwurzeln zu schützen ist, kann die wurzelhemmende Ausgestaltung der Rohrleitung auf diese Verbindungsbereiche der Rohrleitung beschränkt sein, so dass hierdurch ein in der Praxis ausreichender Schutz der gesamten Rohrleitung geschaffen werden kann.

Als wurzelhemmend bekannt sind bestimmte Herbizide sowie Kupfer, so dass im Rahmen des vorliegenden Vorschlages derartige wurzelhemmende Stoffe Verwendung finden können, ohne dass jedoch der vorliegende Vorschlag auf die Verwendung von Herbiziden oder Kupfer eingeschränkt ist.

Dadurch, dass das Fugenverschlussprofil einen wurzelhemmenden Stoff aufweist, wird die Rohrleitung nicht nur mit dem wurzelhemmenden Stoff ausgerüstet, also biologisch oder chemisch geschützt, sondern eine wurzelhemmende Ausgestaltung der Rohrleitung wird auch konstruktiv, also rein mechanisch bewirkt: Neuere Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Wurzeln bevorzugt dorthin wachsen, wo dem Wurzelwachstum innerhalb des Erdreichs ein möglichst geringer Widerstand entgegengesetzt wird. Bei einer Rohrleitung, die aus mehreren Rohrleitungsabschnitten gebildet ist, von denen jeder Rohrleitungsabschnitt jeweils ein Spitzende und ein Muffenende aufweist, ist konstruktiv bedingt die zwischen Spitz- und Muffenende vorgesehene Dichtung stets im Abstand von der äußersten Stirnfläche des Muffenendes angeordnet. Zwischen dieser äußersten Stirnfläche des Muffenendes und dem in die Muffe eingesteckten Spitzende des benachbarten Rohres ergibt sich somit eine umlaufende Nut, die bis zu der Dichtung reicht. Da bei der Verlegung einer Rohrleitung, insbesondere beim Einbringen einer Verfüllmasse, nicht darauf geachtet wird, diese umlaufende Nut auszufüllen, ergeben sich ausgerechnet an den Stellen, die gegenüber Eindringversuchen von Wurzeln besonders empfindlich sind, die für Wurzeln bevorzugten Wachstumsbedingungen. Vorschlagsgemäß ist daher vorgesehen, einen regelrechten Fugenverschluss zu bewirken und diese vorerwähnte ringförmig umlaufende Nut durch das Fugenverschlussprofil zu verschließen.

Das Fugenverschlussprofil verschließt diese Fuge, ist also zumindest im Bereich der Mündung der Fuge vorgesehen, um das Eindringen von Wurzeln in die Fuge – oder in den weiteren Verlauf der Fuge – zu verhindern. Vorteilhaft kann jedoch das Fugenverschlussprofil die umlaufende Nut, also den Zwischenraum zwischen Rohrende und Spitzende, möglichst vollständig ausfüllen, so dass auch bei einer zunächst teilweise eingedrungenen Wurzel deren weiteres Wachstum in Richtung der Dichtung und damit in den Innenraum der Rohrleitung möglichst stark behindert oder ganz ausgeschlossen wird.

Das Fugenverschlussprofil kann vorzugsweise Hohlräume aufweisen. Es kann beispielsweise als Schaumwerkstoff oder als Elastomerprofil mit eingelagerten Hohlräumen ausgestaltet sein. Die Hohlräume erleichtern die Verformbarkeit des Fugenverschlussprofils, so dass dieses beim Verbinden zweier Rohrleitungsabschnitte keinen hinderlichen Widerstand bietet, aber dennoch beiden Fugenrändern möglichst dicht anliegen kann.

Eine besonders zuverlässige Anbindung an zumindest einen der beiden benachbarten Rohrleitungsabschnitte kann dadurch bewirkt werden, dass das Fugenverschlussprofil während der Fertigung dieses Rohrleitungsabschnitts in an sich bekannter Weise im Material des Rohrleitungsabschnitts verankert wird und hierzu z. B. als Einleger in die Form des Rohrleitungsabschnitts eingebracht wird, bevor diese Form mit dem den Rohrleitungsabschnitt bildenden Material befüllt wird.

Die rein konstruktive Wirksamkeit des Fugenverschlussprofils wird durch wurzelhemmende Stoffe gesteigert. Das Fugenverschlussprofil stellt ein Zusatzbauteil der Rohrleitung dar, so dass die oben ausgeführten Möglichkeiten, Zusatzbauteile wurzelhemmend auszugestalten, bei einem Fugenverschlussprofil verwirklicht werden können.

Das Fugenverschlussprofil kann als eigenes Bauteil ausgestaltet werden und nachträglich auf bereits hergestellte Rohrleitungsabschnitte oder während deren Fertigung an diesen angebracht werden. Alternativ kann das Fugenverschlussprofil jedoch auch als Fortsatz eines ohnehin vorgesehenen Zusatzbauteils ausgestaltet sein, z. B. indem ein Dichtungsprofil entsprechend länger oder ggf. abgewinkelt ausgeführt wird.

Zusätzlich zu der vorgeschlagenen Ausgestaltung des Rohrleitungsabschnitts kann vorgesehen sein, die Rohrleitung innerhalb eines wurzelhemmenden Materials zu verlegen: beispielsweise bei einer horizontal verlaufenden Rohrleitung kann in eine Ausnehmung wie einen Graben zunächst die wurzelhemmende Verfüllmasse eingebracht werden; anschließend kann die Rohrleitung verlegt werden, und schließlich kann die Rohrleitung mit wurzelhemmender Verfüllmasse umgeben werden, so dass ein allseitiger Schutz der Rohrleitung sichergestellt ist. Oberhalb der wurzelhemmenden Verfüllmasse kann vorzugsweise eine bisher übliche, von wurzelhemmenden Stoffen freie Verfüllmasse verfüllt werden, so dass die neu geschaffene Bodenoberfläche in an sich bekannter Weise begrünt werden kann.

An Stelle der Verwendung einer Verfüllmasse, beispielsweise einer rieselfähigen Verfüllmasse, beispielsweise einer Sand- oder Erdreichmischung, die mit wurzelhemmenden Zusatzstoffen versehen ist, kann ein beliebiges anderes wurzelhemmendes Material verwendet werden, beispielsweise eine wurzelhemmende Folie. Diese kann zunächst in die Ausnehmung gelegt werden, anschließend kann die Rohrleitung auf der wurzelhemmenden Folie verlegt werden und anschließend kann die Folie über die horizontal verlaufende Rohrleitung gelegt werden, so dass die Rohrleitung allseits von dem wurzelhemmenden Material, nämlich von der Folie umgeben ist.

Die Folie kann über die gesamte Länge der Rohrleitung vorgesehen sein oder kostensparend lediglich auf die Verbindungsstellen der Rohrleitungsabschnitte begrenzt werden, da dort die Gefahr von Einwurzelungen am Größten ist.

Auch ist möglich, spezielle Ringe oder Profile aus wurzelhemmend ausgestaltetem Material von außen am Rohr anzubringen, so dass mit derartigen Elementen an sich unveränderte Rohrleitungsbauteile problemlos nachträglich wurzelhemmend ausgestaltet werden können. Derartige nachträglich anzubringende Elemente können Idealerweise entlang einem Rohr- bzw. Schachtumfang an jeder Verbindungsstelle der Rohrleitung vorgesehen sein. Diese nachträglich anzubringenden Elemente können entweder bereits bei der Herstellung des Rohrleitungsabschnitts in diesen integriert oder herstellerseitig an den zuvor fertig gestellten Rohrleitungsabschnitt montiert werden, oder sie können erst bei Bedarf an der Baustelle selbst an dem Rohrleitungsabschnitt angebracht werden.

Ein Ausführungsbeispiel einer wurzelhemmend ausgestalteten Rohrleitung wird anhand der nachfolgenden, rein schematischen Zeichnung näher erläutert.

Dabei ist in der Zeichnung der lediglich ausschnittsweise dargestellte Verbindungsbereich einer Rohrleitung 1 dargestellt, wobei zwei Rohrleitungsabschnitte 2 teilweise dargestellt sind sowie Zusatzbauteile 3 in Form einer umlaufenden Dichtung 4 sowie in Form eines ebenfalls umlaufenden Fugenverschlussprofils 5.

In an sich bekannter Weise bildet der rechts dargestellte Rohrleitungsabschnitt 2 ein Muffenende aus, während der links dargestellte Rohrleitungsabschnitt 2 ein mit dem Muffenende korrespondierendes Spitzende bildet, welches in das Muffenende eingeführt ist. In an sich bekannter Weise dient die Dichtung 4, die im Muffenabschnitt verankert ist, zur Abdichtung der Rohrleitung 1 in diesem Verbindungsbereich.

Die Dichtung 4 ist aus fertigungstechnischen Gründen von der äußersten Stirnfläche 6 des Muffenendes beabstandet und weiterhin ist aus fertigungstechnischen Gründen ein Kontakt zwischen einem so genannten Spiegel 7 des Spitzendes mit dieser Stirnfläche 6 des Muffenendes nicht vorgesehen, so dass sich eine etwa L-förmige Nut 8 ergibt, die mit einem ersten Abschnitt radial zwischen der Stirnfläche 6 und dem Spiegel 7 verläuft, und die mit einem koaxial verlaufenden zweiten Abschnitt, der sich aufgrund des Durchmesserunterschiedes zwischen dem Spitzende und dem Muffenende ergibt, bis zur Dichtung 4 verläuft.

Innerhalb der Nut 8 ist das Fugenverschlussprofil 5 vorgesehen. Dieses wird vor der Verbindung der beiden Rohrleitungsabschnitte 2 auf das Spitzende des links dargestellten Rohrleitungsabschnittes 2 montiert und gegen den Spiegel 7 gepresst. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine nachträgliche Montage des Fugenverschlussprofils 5 auf dem Spitzende des zunächst hergestellten Rohrleitungsabschnittes 2 möglich. Abweichend davon kann vorgesehen sein, das Fugenverschlussprofil 5 bereits während der Fertigung des Rohrleitungsabschnittes 2 anzubringen und – ähnlich wie dies bei Dichtung 4 ersichtlich ist – in dem Spiegel 7 mittels entsprechender, am Fugenverschlussprofil 5 vorgesehener Vorsprünge zu verankern.

Während der Verbindung der beiden Rohrleitungsabschnitte 2 wird das Spitzende des einen in das Muffenende des korrespondierenden anderen Rohrleitungsabschnittes 2 eingeführt. Um eine optimale Wirkung der Dichtung 4 und ein vollständiges Eindringen des Spitzendes in das Muffenende zu gewährleisten, ist das Fugenverschlussprofil 5 nicht als Puffer ausgestaltet, welcher die Beweglichkeit des Spitzendes in das Muffenende hinein begrenzt. Vielmehr weist das Fugenverschlussprofil 5 eine Vielzahl von Hohlräumen auf, so dass es angesichts der Kräfte, die beim Einführen des einen in den anderen Rohrabschnitt 2 auftreten, vergleichsweise leicht verformbar ist. Diese Verformbarkeit stellt sicher, dass das Fugenverschlussprofil 5 zuverlässig sowohl dem Spiegel 7 als auch der Stirnfläche 6 anliegt, so dass keine Spalten, Fugen oder dergleichen verbleiben, die das Vordringen von Wurzeln bis zur Dichtung 4 erleichtern würden.

Gegebenenfalls kann abweichend von der vorbeschriebenen Ausgestaltung das Fugenverschlussprofil 5 auch bewusst als Anschlag oder Puffer ausgestaltet sein, der die Bewegung der beiden Rohrleitungsabschnitte 2 gegeneinander begrenzt, so dass eine besonders feste Anlage sowohl der Stirnfläche 6 als auch des Spiegels 7 an dem Fugenverschlussprofil 5 gewährleistet werden kann und damit ein Einwurzeln besonders zuverlässig ausgeschlossen werden kann.

Zusätzlich zu der aus der Zeichnung ersichtlichen, rein konstruktiven Wirkungsweise des Fugenverschlussprofils 5 ist dieses mit wurzelhemmenden Stoffen versehen, wobei auch das andere Zusatzbauteil 3 in Form der Dichtung 4 oder die Rohrleitungsabschnitte 3 mit wurzelhemmenden Stoffen versehen sein können, so dass eine mehrfache Sicherheit gegen das Eindringen von Wurzeln in die Rohrleitung 1 gegeben ist. In ökologisch vorteilhafter Weise können aufgrund der bereits rein konstruktiven wurzelhemmenden Wirkungsweise des Fugenverschlussprofils 5 schwächere oder geringer dosierte wurzelhemmende Stoffe verwendet werden.


Anspruch[de]
Erdverlegbare Rohrleitung,

mit wenigstens zwei Rohrleitungsabschnitten,

wobei die Rohrleitung (1) wurzelhemmend ausgestaltet ist,

gekennzeichnet durch

ein Fugenverschlussprofil (5) im Bereich der Stoßstelle zweier benachbarter Rohrleitungsabschnitte (2),

derart, dass ein sich durch die Geometrie der beiden Rohrleitungsabschnitte (2) ergebender, nach außen offen mündender Zwischenraum zwischen einem Spitzende des einen Rohrleitungsabschnitts (2) und einem Muffenende des anderen Rohrleitungsabschnitts (2) durch das Fugenverschlussprofil (5) verschlossen ist,

wobei das Fugenverschlussprofil (5) einen wurzelhemmenden Stoff aufweist.
Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenverschlussprofil (5) den Zwischenraum vollständig ausfüllt. Rohrleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenverschlussprofil (5) Hohlräume aufweist. Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenverschlussprofil (5) am Spitzende des einen Rohrleitungsabschnitts (2) angeordnet ist. Rohrleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenverschlussprofil (5) einem umlaufenden Vorsprung – wie einem sogenannten Spiegel (7) – des Spitzendes anliegt. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen wurzelhemmenden Stoff, der einem Rohrleitungsbauteil – wie einem Rohrleitungsabschnitt (2) oder einem zwischen den Rohrleitungsabschnitten (2) angeordneten Zusatz-Bauteil (3) – gleichmäßig verteilt beigemischt ist. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein aus wurzelhemmendem Stoff bestehendes Bauelement, welches in ein Rohrleitungsbauteil eingelagert ist – wie einen Kupferdraht als Kern in einem Elastomerdichtungsprofil. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohrleitungsbauteil mit einem wurzelhemmendem Stoff zumindest teilweise beschichtet ist. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohrleitungsabschnitt (2) im Wesentlichen aus Beton besteht. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatz-Bauteil (3) im Wesentlichen aus Kunststoff besteht. Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatz-Bauteil (3) im Wesentlichen aus einem Elastomer besteht. Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatz-Bauteil (3) im Wesentlichen aus Holz oder einem Holwerkstoff besteht. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch außen an der Rohrleitung (1) angebrachte wurzelhemmende Elemente. Rohrleitung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch um die Rohrleitung (1) verlaufende Ringe. Rohrleitung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein wendelförmig um die Rohrleitung (1) verlaufendes Profil. Rohrleitung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine wurzelhemmende, die Rohrleitung (1) zumindest teilweise umgebende Hüllfolie.






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