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Dokumentenidentifikation DE102004026630B4 03.05.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Makrofotografie
Anmelder doctorseyes GmbH, 88416 Ochsenhausen, DE
Erfinder Henninger, Klaus, 88416 Ochsenhausen, DE
DE-Anmeldedatum 27.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004026630
Offenlegungstag 29.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse G03B 15/03(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21S 2/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung fotografischer Makroaufnahmen vorzugsweise zur bildlichen Darstellung von Zähnen und Zahnbögen sowie eine Vorrichtung zur Realisierung des Verfahrens.

Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Makroaufnahmen in der Fotografie sind aus der Patentliteratur bekannt.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 199 11 522 A1 offenbart eine Ringleuchte mit LED-Bestückung auf einer Leiterplatte, die im Bereich einer zentralen Öffnung an einem Kamera-Objektiv befestigt werden kann. Die Leiterplatte besteht dabei aus einer flexiblen Kunststoffscheibe, welche je nach Beleuchtungszweck nach innen oder nach außen gewölbt werden kann. So ist es möglich den Brennpunkt der Leuchtquellen in Bezug auf den Abstand zum Objektiv zu variieren.

Die europäische Patentschrift EP 1 150 154 B1 beschreibt ein Ringlicht, insbesondere eine Auflichtbeleuchtung bei Mikroskopen, mit einem um die optische Achse orientiertem Ringträger zur Aufnahme von vorzugsweise lichtemittierenden Halbleiterdioden (LED). Die LEDs können in Gruppen mittels Schaltkreis angesteuert werden und sind in der Helligkeit regelbar.

Die europäische Patentanmeldung EP 1 327 851 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Vermessung der Topologie einer Zahn- oder Zahnreihenoberfläche mit einer Beleuchtungsvorrichtung, die über eine telezentrische Optik auf die zu vermessende Oberfläche abgebildet wird und einer Camera mit einem Bildverarbeitungsrechner, wobei die zu vermessende Oberfläche über die telezentrische Optik und einen Strahlteiler auf den Bildaufnehmer der Camera abgebildet wird. Die US-Patentschrift US 6 404 984 B1 betrifft eine CCD-Camera für die Dentalfotografie mit einem um die Optik der Camera herum angeordneten Ringlicht mit wenigstens einer weißen, lichtemittierenden Diode (LED) und einer Vorrichtung zum Übertragen des Videosignals der Camera, wobei eine Batterie vorgesehen ist, die die Camera, die Beleuchtungsvorrichtung und die Übertragungsvorrichtung mit Energie versorgt.

Die PCT-Anmeldung WO 00/69 333 A1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Untersuchung von Defekten am Zahnschmelz oder am Zahnhals eines Zahnens, wobei das Untersuchungsobjekt mit Licht bekannter Polarisation beleuchtet wird und bei dem vom Zahhngewebe zurück gestreuten Licht der Grad der Depolarisation gemessen wird.

Ringleuchten mit oder ohne fokussierbare Lichtquellen, vorzugsweise unter Verwendung von Leuchtdioden als Leuchtmittel, bieten bei der Makro- und Dentalfotografie den Vorteil der schattenfreien Ausleuchtung von auf der optischen Achse des Kameraobjektives und der Ringleuchte im wesentlichen senkrecht stehenden Flächen. Derartige Ringleuchten sind als Stand der Technik bekannt. Derartige Ringleuchten weisen jedoch den Nachteil auf, daß auf Grund der nahezu direkten Lichteinfallsrichtung parallel zur Richtung der optischen Achse der Kamera und des definierten Durchmessers des Ringlichtes bei frontseitigen Aufnahmen des Zahnbogens Molaren und Prämolaren nicht ausreichend ausgeleuchtet und die Oberflächen der Frontzähne zu stark ausgeleuchtet werden. Das Ergebnis sind überbelichtete Frontzähne und zu dunkel abgebildete Molaren. Des weiteren treten an den Zahnoberflächen störende Reflexionen auf. Verstärkt werden diese noch bei Speichelfilmen an und zwischen den Zähnen.

Bei der Dentalfotografie ist von Bedeutung, daß das Reflexionsvermögen des Zahnschmelzes von der Wellenlänge des einfallenden Lichts abhängt.

Der Zahnschmelz wirkt wie ein Spektralfilter, der aus dem Tageslicht die kurzwelligen, blauen Anteile reflektiert, während die langwelligen, beispielsweise orangefarbenen Lichtwellen den Zahnschmelz passieren. Diese Opaleszenz dominiert im incisalen Bereich, wo die eigentliche Zahnfarbe in den Hintergrund tritt. Darüber hinaus weist der Zahnschmelz eine Struktur auf, die eine Abhängigkeit des Reflexionsvermögens vom Einfallswinkel bewirkt.

Ferner sind sowohl im Dentin als auch im Zahnschmelz der Zähne fluoreszierende Substanzen enthalten, wobei das Dentin stärker fluoresziert als der Zahnschmelz. Weiterhin zeigt ein Zahn durch seine variierende Topographie unterschiedliche Helligkeitswerte.

Bei der Dentalfotografie ist es wünschenswert, opake und transluzente und fluoreszierende Strukturen eines Zahnes oder einer Zahnreihe derart darzustellen, daß insbesondere bei einer frontseitigen Aufnahme des Zahnbogens die Oberflächen der Zähne und die Molaren und Prämolaren so ausgeleuchtet werden, daß vorhandene Zahnstrukturen auf den Aufnahmen sichtbar werden. Derartige Aufnahmen sollen die Bildkommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker unterstützen. Aufnahmen unter Verwendung von bekannten Ringleuchten liefern wegen des nahezu senkrechten Lichteinfalls keine befriedigende Darstellung der opaken, transluzenten oder fluoreszierenden Strukturen; vielmehr werden die Lichtquellen der Ringleuchte als Reflexionen auf der Zahnoberfläche abgebildet.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Herstellung von Makroaufnahmen in der Dentalfotografie bereit zu stellen, mit dem die opaken, transluzenten und fluoreszierenden Strukturen von Zähnen und Zahnbögen gut sichtbar und ohne störende Reflexionen dargestellt werden.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gelöst, die an Hand der Abbildungen näher erläutert werden.

In 1 und 2 ist schematisch die erfindungsgemäße Anordnung bei der Makrofotografie, insbesondere der Dentalfotografie dargestellt. Ein Zahnbogen 11 wird mit einer Kamera 8 mit einer optischen Achse 12 aufgenommen. Bei der Kamera 8 handelt es sich vorzugs- aber nicht notwendigerweise um eine Kamera mit einem elektronischen Bildaufnehmer (Digitalkamera). Vor dem Objektiv der Kamera 8 ist auf der gleichen optischen Achse 12 eine Nahlinse 10 und ein Polarisationsfilter 9 mit um die optische Achse drehbarer Polarisationsebene angeordnet. Eine bezüglich der optischen Achse 12 ausgerichtete Ringleuchte 1 und seitlich davon angeordnete Lateralleuchten 2, 2' sind mit einer Vielzahl von Lampen 4, 4' ausgestattet. Vorzugsweise werden Leuchtdioden mit Kollimatorlinsen als Lampen verwendet. Die Lateralleuchten 2, 2' weisen Halterungen 6, 6' für optionale Filter auf, die bei Bedarf zwischen den Lampen 4, 4' und dem Zahnbogen 11 angeordnet werden können. Bei den optischen Filtern kann es sich beispielsweise um Farbfilter, Diffusorfilter oder Polarisationsfilter 7, 7' handeln. Die Lateralleuchten 2, 2' sind verstellbar an dem Ringlicht 1 gelagert; vorzugsweise ist die Lagerung als Kugelgelenk 3, 3' ausgeführt. Es sind jedoch auch Lagerungsvorrichtungen vorgesehen, bei denen lediglich eine Drehung der Lateralleuchten 2, 2' um senkrecht zur Papierebene der 1 stehende Achsen zugelassen ist. Im Ausführungsbeispiel der 1 sind schematisch elektrische Schaltvorrichtungen 5, 5' dargestellt, mit denen wahlweise alle oder lediglich ein Teil der Lampen der Lateralleuchten eingeschaltet werden können.

In 3 ist ein erfindungsgemäße Leuchte mit Gruppen von Lichtquellen schematisch dargestellt. Dabei bezeichnet die Bezugsziffer 14 beispielhaft einzeln oder gruppenweise ein- und ausschaltbare Lampengruppen auf den Lateralleuchten. Dadurch ist es möglich, eine große Anzahl von anisotropen Beleuchtungssituationen für den Zahnbogen 11 zu realisieren. Die Lampengruppen 14 werden vorzugsweise von einer Mikrocomputersteuerung, die mit der Kamerasteuerung synchronisiert ist, geschaltet. Einzelne, vorgewählte Beleuchtungssituationen können ähnlich einem Lauflicht geschaltet werden; es ist auch vorgesehen, einzelne Beleuchtungssituationen mittels eines Drehwahlschalters zu schalten.

In 4 ist eine Ansicht der Leuchte von unten dargestellt. Der Abstandshalter 15 ist über eine Rändelschraube 16 befestigt und besitzt eine Millimeterskala, die eine reproduzierbare und dokumentierbare Einstellung erlaubt.

Es ist vorgesehen, im Strahlengang zwischen wenigstens einigen der Lampen 4, 4' und der Kamera 8 einen Polarisator 13 im Bereich der Ringleuchte 1 oder Polarisationsfilterfolien 7, 7' im Bereich der Lateralleuchten 2, 2' anzuordnen. Zusammen mit dem hinsichtlich seiner Polarisationsebene einstellbaren Polarisationsfilter 9 vor der Nahlinse 10 der Kamera 8 wird erreicht, daß störende Reflexionen der Zahnoberflächen durch den Polarisationsfilter 9 aus dem Strahlengang heraus gefiltert werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Ebene des linearpolarisierten Lichts der Ringleuchte 1 oder/und der Lateralleuchten 2, 2' annähernd senkrecht auf der Polarisationsebene des Polarisationsfilters 9 steht. Dadurch ist es möglich, das Objekt reflexionsfrei zu beleuchten und darzustellen. In der Praxis zeigt es sich aber, daß bei derartigen Aufnahmen einem Zahn ein unnatürlich stumpfes "kunststoffartiges" Aussehen verliehen wird. Zur Erzeugung von Bildern, die natürlich wirkende Zahnoberflächen wiedergeben, wird der Zahn von der Ringleuchte 1 mit linearpolarisiertem Licht und von einer oder mehreren Lateralleuchten mit unpolarisiertem Licht angestrahlt, wobei die Einfallsrichtung des unpolarisierten Lichts auf die Zahnoberfläche so gewählt wird, daß im Bereich des Interesses (region of interest, ROI) keine störenden Reflexionen auftreten. Durch geeignete Wahl des Einfallswinkels der unpolarisierten Strahlung kann beispielsweise auch die Opazität im ROI sichtbar gemacht werden. Durch die Überlagerung der Grundausleuchtung mit polarisiertem Licht und einer unpolarisierten Spotbeleuchtung wird eine Beleuchtungssituation erreicht, das Aufnahmen von Zahnstrukturen bei kurzen Belichtungszeiten ermöglicht.

Unabhängig von der Einstellung verschiedener Beleuchtungssituationen sind die Lateralleuchten 2, 2' vorzugsweise an den Kugelgelenken 3, 3' in horizontaler und in vertikaler Richtung in Bezug auf die Papierebene der 1 verstellbar.

Durch die Anordnung der Lampen in der Ringleuchte 1 und den Lateralleuchten 2, 2' sowie durch die Verstellbarkeit der Lateralleuchten in den Kugelgelenken 3, 3' ist es möglich, eine homogene frontseitige Ausleuchtung des Zahnbogens bis in den Bukkalbereich zu erreichen. Mittels eines Polarisators 13 vor der Ringleuchte 1 und eines Polarisationsfilters 9 im Objektiv der Kamera 8 ist es möglich, den Zahnbogen reflexionsfrei auszuleuchten.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Makrofotografie, insbesondere der Dentalfotografie, bei dem wenigstens zwei Aufnahmen des Objektes mit unterschiedlichen Beleuchtungssituationen angefertigt werden und die Aufnahmen in einem Bildverarbeitungsrechner verarbeitet werden. In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen eine Reihe von 5 bis 10 Aufnahmen zu erstellen und wenigstens ein aus den Bildinformationen von mehreren Einzelbildern zusammengesetztes künstlich zusammengesetztes Bild zu errechnen. Ein Auswerteverfahren sieht vor, den Helligkeitswert eines Pixels oder eines Clusters von Pixeln von den Werten vergleichbarer Pixel einer Folgeaufnahme zu subtrahieren und die Ergebnisse in einer Fehlfarbendarstellung zusammen zu führen.

Es ist ferner vorgesehen, von den Einzelaufnahmen lediglich bestimmte Bildbereiche auszuwählen und diese dann zu einem kompletten, künstlich zusammen gesetzten Panoramabild zu vereinen.

Verzeichnis der Abbildungen:

1: Schematische Anordnung zur Makrofotografie

2: Ansicht der Leuchte in Richtung der optischen Achse

3: Leuchte mit einzeln schaltbaren Lichtquellen/Segmenten

4: Ansicht der Leuchte von unten mit Abstandshalter

1
Ringleuchte
2, 2'
Lateralleuchte
3, 3'
Kugelgelenk
4, 4'
Lampe
5
elektrische Schaltvorrichtung
6
Halterung für optische Filter
7
Polarisationsfilterfolie
8
Kamera
9
Polarisationsfilter
10
Nahlinse
11
Zahnbogen
12
optische Achse
13
Polarisationsfilterring
14
Lampengruppen/Segmente
15
Abstandshalter
16
Rändelschraube
17
Millimeterskala
18
Energieversorgung


Anspruch[de]
Verfahren zur Makrofotografie von Objekten wie Zähnen und Zahnbögen mittels einer Kamera 8 mit Nahlinse 10 und einem Polarisationsfilter 9, einer zur optischen Achse 12 der Kamera 8 zentrierten Ringleuchte 1 mit Polarisationsfilterring 13 und einer ersten und einer zweiten an der Ringleuchte 1 verstellbar angeordneten Lateralleuchte 2, 2', bestehend aus folgenden Verfahrensschritten:

(1) Ausrichtung der Kamera 8 auf das abzubildende Objekt mit eingeschalteter Ringleuchte 1

(2) manuelle Verdrehung der Polarisationsebene des Polarisationsfilters 9 oder des Polarisationsfilterrings 13 bis Reflexionen der Ringleuchte 1 auf dem Objekt im Sucher oder auf dem Display der Kamera verschwunden sind

(3) Zuschalten einer vorgegebenen Anordnung von einzelnen Lampen der Lateralleuchten 2, 2' zur Erzeugung einer zusätzlichen seitlichen Beleuchtung mit unpolarisiertem Licht

(4) Veränderung der seitlichen Beleuchtung des Objekts durch Wechsel zu einer unterschiedlichen Anordnung der zugeschalteten Lampen der Lateralleuchten 2, 2' mit einer wählbaren Wechselfrequenz

(5) Auswahl einer Lateralbeleuchtungssituation mit Hilfe eines Auswahlmittels und Auslösung des Aufnahmevorgangs.
Verfahren zur Makrofotografie von Objekten wie Zähnen und Zahnbögen mittels einer Kamera 8 mit Nahlinse 10 und einem Polarisationsfilter 9, einer zur optischen Achse 12 der Kamera 8 zentrierten Ringleuchte 1 mit Polarisationsfilterring 13 und einer ersten und einer zweiten an der Ringleuchte 1 verstellbar angeordneten Lateralleuchte 2, 2', bestehend aus folgenden Verfahrensschritten:

(1) Ausrichtung der Kamera 8 auf das abzubildende Objekt mit eingeschalteter Ringleuchte 1

(2) manuelle Verdrehung der Polarisationsebene des Polarisationsfilters 9 oder des Polarisationsfilterrings 13 bis Reflexionen der Ringleuchte 1 auf dem Objekt im Sucher oder auf dem Display der Kamera verschwunden sind

(3) Aufeinanderfolgendes Zuschalten von vorgegebenen Anordnungen von einzelnen Lampen der Lateralleuchten 2, 2' zur Erzeugung von unterschiedlichen zusätzlichen seitlichen Beleuchtungsmustern mit unpolarisiertem Licht

(4) Belichtung wenigstens einer Aufnahme für die jeweilige Beleuchtungssituation nach Verfahrensschritt (3)

(5) Auswahl eines Bildes der Aufnahmeserie aus Verfahrensschritt (4).
Verfahren zur Makrofotografie von Objekten wie Zähnen und Zahnbögen mittels einer Kamera 8 mit Nahlinse 10 und einem Polarisationsfilter 9, einer zur optischen Achse 12 der Kamera 8 zentrierten Ringleuchte 1 mit Polarisationsfilterring 13 und einer ersten und einer zweiten an der Ringleuchte verstellbar angeordneten Lateralleuchte 2, 2', bestehend aus folgenden Verfahrensschritten:

(1) Ausrichtung der Kamera 8 auf das abzubildende Objekt mit eingeschalteter Ringleuchte 1

(2) manuelle Verdrehung der Polarisationsebene des Polarisationsfilters 9 oder des Polarisationsfilterrings 13 bis Reflexionen der Ringleuchte 1 auf dem Objekt im Sucher oder auf dem Display der Kamera verschwunden sind.

(3) Aufeinanderfolgendes Zuschalten von vorgegebenen Anordnungen von einzelnen Lampen der Lateralleuchten 2, 2' zur Erzeugung von unterschiedlichen zusätzlichen seitlichen Beleuchtungsmustern mit unpolarisiertem Licht

(4) Belichtung wenigstens einer Aufnahme für die jeweilige Beleuchtungssituation nach Verfahrensschritt (3)

(5) Übertragung der Bilddaten auf einen Bildverarbeitungsrechner, Bearbeitung der Bilder und Erzeugung eines aus den Bildinformationen von mehreren Einzelbildern zusammengesetzten künstlichen Bildes.
Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das künstliche Bild ein Panoramabild des Zahnbogens ist, das aus Teilbereichen der einzelnen Bilder zusammengesetzt ist. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß aus wenigstens zwei Aufnahmen der Aufnahmeserie jeweils ein Bildbereich mit einem vorbestimmten Merkmal ausgewählt wird und durch arithmetische Operationen der Pixelinhalte der einzelnen Bildbereiche wenigstens ein künstliches Bild zusammen gesetzt wird. Vorrichtung zur Realisierung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1–5 mit einer Kamera 8 mit Nahlinse 10 und einem Polarisationsfilter 9, einer Beleuchtungsvorrichtung und einer Ablaufsteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungsvorrichtung eine zur optischen Achse 12 der Kamera 8 zentrierte Ringleuchte 1 mit Polarisationfilterring 13 und wenigstens zwei seitlich an der Ringleuchte 1 verstellbar angeordnete Lateralleuchten 2, 2' aufweist, welche Lateralleuchten 2, 2' eine Mehrzahl von im wesentlichen in einer Fläche angeordnete Lampen 4, 4' enthält, die mittels der Ablaufsteuerung einzeln oder in Gruppen ansteuerbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lateralleuchten 2, 2' mittels eines Adapters an eine vorhandene Ringleuchte 1 der Kamera verstellbar angeordnet werden können. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils einzelne Lampen der Ringleuchte 1 und der Lateralleuchten 2, 2' zu Gruppen zusammen gefaßt sind und diese Lampengruppen einzeln zu- und abschaltbar sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–8, dadurch gekennzeichnet, daß als Lampen Leuchtdioden mit Kollimatorlinse und einem Öffnungswinkel von < 20 Grad vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–9, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen der Lateralleuchten 2, 2' eben sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–9, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen der Lateralleuchten 2, 2' zum Aufnahmeobjekt hin gekrümmt sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–11, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv der Kamera 8 einen Polarisationsfilter 9 trägt, dessen Polarisationsebene um die optische Achse 12 stufenlos drehbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lateralleuchten 2, 2' in einer die optische Achse 12 der Kamera 8 enthaltenden Ebene verstellbar sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lateralleuchten 2, 2' an der Ringleuchte 1 angeordnet und jeweils um Achsen drehbar gelagert sind, die im wesentlichen senkrecht auf der optischen Achse 12 der Kamera stehen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringleuchte 1 und die Lateralleuchten 2, 2' an einer vorzugsweise am Stativgehäuse des Kameragehäuses zu befestigende Energieversorgung angeschlossen sind über jeweils eine elektrische Schaltvorrichtung ein- und ausschaltbar sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–15, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieversorgung der Lampen der Ringleuchte 1 und der Lateralleuchten 2, 2' über eine Schaltermatrix mit der Energieversorgungseinheit verbunden ist und daß die Schaltermatrix von der Ablaufsteuerung gesteuert wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–16, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufsteuerung mit der Serienbildfrequenz der Kamera synchronisiert ist und daß die Ablaufsteuerung bei jeder Aufnahme das Einschalten einer vorbestimmten Anordnung von Lampen bewirkt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–17, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen Abstandshalter 15 mit einer Millimeterskala 17 aufweist, der am Kinn des Patienten angesetzt wird und bei wiederkehrenden Aufnahmesituationen eine gleichbleibende Orientierung zwischen Kamera und Zahnbogen gewährleistet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–18, dadurch gekennzeichnet, daß die Lateralleuchten 2, 2' in jeweils einem arretierbaren Kugelgelenk am Umfang der Ringleuchte 1 mehrfach verstellbar angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–19, dadurch gekennzeichnet, daß in den Strahlengang zwischen den Lampen 4, 4' der Lateralleuchten 2, 2' und dem Aufnahmeobjekt optische Filterelemente einbringbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Filterelemente aus Polarisationsfilterfolien 7, 7' bestehen, die in Halterungen 6, 6' für optische Filter an der jeweiligen Lateralleuchte 2, 2' gehalten werden. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6–21, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufsteuerung Eingabemittel aufweist, mittels derer eine Bedienperson eine Auswahl aus einer Vielzahl von Beleuchtungssituationen trifft, von denen jede durch eine Gruppe von eingeschalteten Lampen repräsentiert wird. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Eingabemittel ein elektrischer Drehwahlschalter vorgesehen ist, bei dem jeder Schaltposition eine vorbestimmte Beleuchtungssituation zugeordnet ist.






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