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Dokumentenidentifikation DE102004027192B4 03.05.2007
Titel Anordnung zur Verbrennung kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets
Anmelder Fachhochschule Lausitz, 01968 Senftenberg, DE
Erfinder Biegel, Peter, 01968 Senftenberg, DE;
Grönke, Matthias, 03130 Spremberg, DE;
Kosel, Peter, 02991 Lauta, DE;
Langheinrich, Gerd, 01968 Senftenberg, DE;
Loose, Peter, 03050 Cottbus, DE;
Magister, Jan, 01968 Senftenberg, DE;
Noack, Michael, 01983 Großräschen, DE;
Schäfer, Michael, 01561 Weißig a Raschütz, DE;
Schwanzara-Bennoit, Rolf, 02977 Hoyerswerda, DE
Vertreter Hanelt, H., Ing. Dipl.-Ing. Faching. f. Schutzrecht., Pat.-Anw., 03055 Cottbus
DE-Anmeldedatum 03.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004027192
Offenlegungstag 22.09.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse F23B 40/04(2006.01)A, F, I, 20051220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F23H 15/00(2006.01)A, L, I, 20051220, B, H, DE   F23N 1/02(2006.01)A, L, I, 20051220, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Verbrennung kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets, auch unterschiedlicher Zusammensetzung, in einer Unterschubverbrennungsanlage gemäß Anspruch 1.

Im Allgemeinen werden Feuerungsanlagen zur Erzeugung von Wärme, die insbesondere zum Erwärmen eines Wärmeträgermediums, wie das bei Wasser der Fall ist, dienen, mittels Kohle, Elektrizität oder Öl betrieben. In der Regel liegt die Kohle naturgemäß als disperses Material und mit unterschiedlicher Korngrößenverteilung vor, oder es werden aus Kohle geringerer Stückigkeit über eine zweckentsprechende Formgebung größere Stückigkeiten erzielt. Für andere Sonderbrennstoffe oder Energieträger, wie das Sägespäne, Holzhackschnitzel und Pellets sind, sind Sonderausbildungen üblich, die die spezifischen Eigenschaften dieser Brennstoffe wie Heizwert sowie Wassergehalt und dergleichen Eigenschaften berücksichtigen. Diese spezifischen Eigenschaften bestehen zum einen in einer relativ geringen Dimensionierung des Einzelkorns, sodass der Rost entsprechend ausgelegt werden muss. Zum anderen führen diese Schwierigkeiten der Rostauslegung neben den Brenneigenschaften dieser Heizmittel zu einem schwierig zu beherrschenden Schlackeanfall, da Temperaturen entstehen, bei denen Energieträger schmelzen.

Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen. So wird in der DE 32 00 194 A1 ein Verfahren zum Betreiben einer Feuerungseinrichtung vorgeschlagen, bei dem mittels Druckluftimpulsen das angehäufte Brennmaterial aufgelockert wird und leichte Teile wie Flugasche, Kohlestaub und dergleichen in eine benachbarte Kammer transportiert werden. Der Betrieb der Feuerung und somit ebenfalls der Druckluftimpulse lässt sich steuern, wobei die Auswahl der Parameter an Hand von Erfahrungswerten erfolgt, die im Weiteren fest eingestellt werden. Die Beschickung der Brennkammer erfolgt von oben her. Damit ist ein Betrieb mittels Pellets nicht zweckmäßig und die Steuerung erfolgt an Hand voreingestellter Werte, die keine Beziehung zu eintretenden Veränderungen während des eigentlichen Brennprozesses haben.

Nach der DE 35 38 511 A1 wird eine Brennstoffzufuhr vertikal von unten nach oben vorgeschlagen, indem über eine Schnecke der Eintrag des Brennmaterials erfolgt, der vertikal ausgebildete Kanal einen konstanten Querschnitt aufweist, seine Länge teleskopisch veränderbar ist und am freien Ende nach oben hin abschließend eine Feuermulde ausgebildet ist. Unter der Feuermulde ist eine Luftzuführungskammer ausgebildet, über die durch den als Feuermulde ausgebildeten Rost dem Brennstoffbett von unten her Luft zugeführt wird. Die Verbrennung wird durch die Höhenverstellung des Brennstoffkanals herbeigeführt, indem durch seine Verstellbarkeit die Höhe des Feuerbettes und der Strömungswiderstand der Verbrennungsluft beeinflusst werden sollen. Über die vertikale Zuführung des Brennmaterials wird Asche nach außen abtransportiert. Aussagen zur Schlackebildung sind nicht vorhanden.

Der Brennprozess wird durch eine Veränderung der Geschwindigkeit der Brennstoffzuführung sowie der Veränderung der Länge des vertikalen Kanals gesteuert. Auf Grund der Ausbildung einer ringförmigen Zuführung der Verbrennungsluft verbleibt im Zentrum der Feuermulde ein Bereich, in dem die Verbrennung bezogen auf den vollen Querschnitt zeitlich differenziert erfolgt und Unregelmäßigkeiten im Verbrennungsprozess nicht auszuschließen sind.

Eine häufig anzutreffende Anordnung bei einer Unterschubverbrennungsanlage wird in der AT 398 826 B beschrieben. Die Primärluft wird hierbei über einen Torus dem Brennstoff gleichmäßig von unten zugeführt. Außer der Oberseite des Torus ist keine nennenswerte Rostfläche vorhanden. Zur Erzielung einer möglichst vollständigen Verbrennung erfolgt außerdem eine Beimischung von vorgewärmter Sekundärluft in den Rauchgasstrom, wozu in einem gewissen Abstand oberhalb des Torus eine als Doppelmantel ausgeführte Ringdüse angeordnet ist.

Aus der EP 0 945 676 A2 ist ein von oben beschickter Brennertopf für feste Brennstoffe, insbesondere Holzpellets, bekannt, bei dem zur Erzielung eines gleichmäßigen Abbrandes die Primärluftzufuhr durch einen als Mittelluftdüse ausgebildeten zentralen Dorn und am äußeren Umfang angebrachte Öffnungen erfolgt.

Aufgabenstellung

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Anordnung bei einer Unterschubverbrenungsanlage zu entwickeln, mit deren Hilfe eine Verbrennung von unterschiedlichen Qualitäten kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets, ermöglicht wird und eine Bildung einer eine geregelte Verbrennung behindernden Schlackenkrone auf dem Rost sowie Versinterungen reduziert werden.

Die Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei weist die Unterschubverbrennungsanlage zunächst eine vertikale Brennstoffzufuhr über einen im Wesentlichen vertikal ausgeführten Schacht auf, der mit seiner Mittelachse ebenfalls in Grenzen von der Lotrechten abweichen kann. An dessen nach oben hin freiem Ende ist ein Brennteller mit mittig freiem Querschnitt ausgebildet.

Der Übergangsbereich zwischen einem im Wesentlichen vertikal ausgeführten Schacht der Brennstoffzuführung und dem horizontal ausgebildeten Brennteller ist stark gerundet ausgeführt. Diese Ausbildung begünstigt zunächst die Verlagerung der Verbrennung in das freie Ende des sich ständig bewegenden Volumenstrom des Brennstoffes hinein.

Die erfindungsgemäße Lösung sieht des Weiteren vor, dass der Übergangsbereich Austrittsöffnungen für den Eintritt der Primärluft aufweist.

Erfindungsgemäß wird des Weiteren vorgesehen, dass auf der durch den Brennteller verlaufenden Mittelsenkrechten liegend eine Mittelluftdüse für eine weitere Zuführung von Primärluft ausgebildet ist. Diese liegt im Bereich oberhalb der abgerundeten Erweiterung und weist von oben her eine Luftzuführung auf und gibt diese nach unten ab. Damit ist ein weiteres Detail vorhanden, das die Verlagerung der Verbrennung in den sich ständig bewegenden Volumenstrom des Brennstoffes hinein begünstigt. Daraus folgt, dass sich über den gesamten Brennteller ein Glutbett ausbildet und sich der heiße Kern dieses Glutbettes in dessen Zentrum befindet.

Die erfindungsgemäße Variante weist damit eine Mittelluftzuführung von oben nach unten auf.

Diese kann in einen Doppelkörper integriert sein, der aus zwei kegelähnlichen Körpern besteht, die mit ihren Grundflächen, miteinander verbunden sind und dessen Mittellängsachse eine Verlängerung der durch den Brennteller verlaufenden Mittelsenkrechten darstellt. Damit ist es möglich, über den unteren kegelähnlichen Körper die Mittelluftzuführung von oben her zu realisieren und über den oberen kegelähnlichen Körper nach oben austretend Sekundärluft zuzuführen. Damit wird im Weiteren eine Strahlungsabschirmung erreicht, indem unterhalb des Doppelkörpers und in Nähe des Brenntellers befindlich eher eine niedere Temperatur entsteht, sodass eher eine Vergasung des Brennstoffes stattfindet und sich die höheren Temperaturen, bei denen eher eine Verbrennung stattfindet und ein optimales Ausbrennen der Brenngase erricht wird, bei dem letztendlich in erhöhtem Masse Schlacke anfällt, sich oberhalb des Doppelkörpers vollziehen.

Die Kegelähnlichkeit kann in der Form eines Kegels bestehen. Es kann sich aber ebenfalls um eine vielflächige Pyramide, einen Kegel mit konkav gestaltetem Mantel oder ähnliche Gestaltungen handeln. Maßgebend sind letztlich die Verhältnisse in der Brennkammer.

Statt als Doppelkörper aus zwei kegelähnlichen Körpern kann die Mittelluftzuführung auch tropfenförmig ausgebildet sein.

Es versteht sich von selbst, dass die Mittelluftzuführung aus einem hinreichend hochwarmfesten Material gefertigt wird, indem Titan, Keramik oder dergleichen hochwarmfeste Materialien eingesetzt werden. Vorzugsweise ist die Mittelluftdüse zweiteilig ausgeführt, indem beide Teile über eine Steckverbindung miteinander verbunden sind.

Alle Ausführungsformen der Mittelluftdüse können ebenso seitlich und über ihren Umfang verteilt Luftaustritte aufweisen.

In der Relation zum Brennteller kann die Mittelluftdüse hinsichtlich ihrer Höhenlage ebenfalls verstellbar eingerichtet sein, um angepasst an die Werte des Brennstoffes eine optimale Verbrennung einstellen zu können. Diese Verstellbarkeit kann beispielhaft erreicht werden, wenn die Mittelluftdüse an einer trapezähnlichen hochwarmfesten Aufhängung an deren unterer Quertraverse befestigt ist, die in Langlöchern im Verhältnis zu den beiden kurzen gleichlangen Seiten festgelegt ist. Werden beide kurzen gleichlangen Seiten mittels einer mit gegenläufigem Rundgewinde versehenen Spindel verbunden, verändert sich der Abstand der unteren Quertraverse im Verhältnis zu den Festpunkten. Es ist ebenso möglich, von oben her ein einfaches Gestänge vorzusehen, das die Mittelluftdüse trägt, und höhenverstellbar im umhüllenden Gehäuse befestigt ist. Unabhängig davon kann im Randbereich des Brenntellers noch immer eine Verkrustung von Verbrennungsrückständen auftreten, die einer Beseitigung bedarf.

Diese Rückstände entstehen im Glutbett, das in seinem Inneren eine Temperatur von weit über 1000°C aufweist. Es entstehen zunächst glaskugelähnliche Gebilde, die im Weiteren zu größeren festen Gebilden zusammenwachsen. Um das zu verhindern, weist die unmittelbar an die Verbrennungszone angrenzende Randzone des Brenntellers spezifische die Beseitigung von Verbrennungsrückständen begünstigende Ausbildungen auf.

Eine Variation sieht vor, dass einen Umfangskreis des Brenntellers tangierende und in dessen Randzone mit ihrer Mittellängsachse horizontal liegende und im rechten Winkel zur Senkrechten sowie die Oberfläche des Brenntellers durchbrechende Walzen ausgebildet sind, die einen autarken Antrieb sowie auf ihrer zylindrischen Außenseite Längsnuten sowie Luftdüsen aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige Ausbildung ein Versintern der Verbrennungsrückstände verhindert.

Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass unter dem Brennteller sternförmig angeordnet zum Mittelpunkt des Brenntellers zu sich verjüngend und dessen Oberfläche durchbrechend konisch zulaufende Kegelrollen, die äußerlich einen Drall aufweisen und derartig angetrieben sind, dass im Drall befindliche Ablagerungen nach außen transportiert und für einen Weiteren Abtransport bereitgestellt werden. Da sie aus dem Bereich der Beeinflussung durch die Primärluft entfernt sind, ist ein Verschlacken nicht mehr gegeben.

Ein anderer Vorschlag sieht vor, dass im rechten Winkel zur Mittelachse des vertikal ausgeführten Schachtes vorzugsweise sternförmig dazu in den Brennteller seine obere Abschlussfläche sowie den Übergang vom obere Bereich des im Wesentlichen vertikal ausgeführten Schachtes zum Brennteller überragend Volumenstromteiler integriert sind, die das Ausbilden einer geschlossenen Schlackenkrone verhindern. Jeder dieser Volumenstromteiler ist scheibenartig und auf einer querliegenden Achse lose drehbar ausgebildet. Durch den sukzessiven Vorschub des Brennstoffes werden die anfallenden Verbrennungsrückstände darüber geschoben und ein sich bildender Ring wird radial segmentiert geteilt. Selbst wenn aus welchen Gründen auch immer ein Drehen der Volumenstromteiler unterbleibt, sorgt die scheibenartige Ausbildung der Volumenstromteiler für ein Teilen der vom nachdrängenden Brennstoff darüber geschobenen möglichen Anhäufung der Verbrennungsrückstände.

In allen Fällen kann der Brennteller in seiner äußeren Randzone leicht konvex nach außen gekrümmt sein. Damit wird das Abrollen der Verbrennungsrückstandssegmente beziehungsweise der Schlackenteile erleichtert und Anbackungen werden verhindert. Die in Form von Asche und Schlacke anfallenden Verbrennungsrückstände folgen der Schwerkraft und fallen in den unteren Teil der Umhüllung der Unterschubverbrennungsanlage. Hier können sie durch eine zweckmäßig gestaltete bekannte fördertechnische Einrichtung zum Aufhalden abtransportiert werden.

Es ist ebenso möglich, die vorgeschlagene Kombination vorteilhaft so zu betreiben, dass vorzugsweise in der Oberluftzuführung, also oberhalb der Mittelluftzuführung, eine Feuchtigkeitsanreicherung erfolgt. Das kann zum einen ein Verdüsen von Wasser, vorzugsweise Brauchwasser, sein, zum anderen kann eine Feuchtigkeitsanreicherung ebenfalls durch Einspritzen erfolgen. In bei den Fällen neigt Schlacke, falls sie sich bildet, zum Brüchigwerden und sie haftet weniger an der Brenntelleroberfläche. Insoweit wird die Verschmutzung der Brenntelleroberfläche durch Anbackungen von Verbrennungsrückständen verringert. Die Oberluft kann ebenfalls ein Rauchgas-Wasser-Luftgemisch sein.

Im Rauchgasbereich kann eine übliche Einrichtung angeordnet sein, über die der enthaltene Restsauerstoff mittels &lgr;-Sonde und der CO-Anteil über eine CO-Sonde festgestellt werden. Ebenso kann eine Einrichtung integriert sein, die ein Feststellen der Rauchgasmengen ermöglicht. Die in zeitlichen Intervallen ermittelten Werte können ebenso einer mit diesen Einrichtungen verbundenen Rechnereinheit aufgegeben werden, die zunächst nach Vergleich mit einem Normal eine Veränderung der Geschwindigkeit der Brennstoffzuführung und, falls erforderlich, im weiteren die Primär- und Sekundärluftmenge je Zeiteinheit neu einregelt.

Um die Brenngase optimal auszubrennen, wurde zusätzlich, wie bereits beschrieben, über der Mittelluftdüse eine heisse Brennkammer ausgebildet, in der den Flammen geregelt Sekundärluft zugeführt wird. Die ermittelten Werte und infolge einer Differenzermittlung ergriffenen Massnahmen werden ebenso im Rechner gespeichert und stehen dort für eine online-Abfrage zur Verfügung.

Die Unterschubverbrennungsanlage kann durch sicherheitsrelevante Baugruppen komplettiert werden. So kann die Brennstofffördereinrichtung eine schnellschliessende vorzugsweise temperaturgesteuerte Absperrung aufweisen. Ebenso kann, um die Brennstofffördereinrichtung und/oder um den Brennteller eine vorzugsweise temperaturgesteuerte Löscheinrichtung ausgebildet sein.

Mittels der vorgeschlagenen Konstruktion ist es möglich, unterschiedliche Pellet- und Granulatarten, sortiert oder in der Mischung, so zu verbrennen, dass ein Schlackeanfall sich nicht hinderlich auf die Verbrennung dieser Pellets oder Granulate auswirkt. Auch regional unterschiedliche Qualitäten nichtfossiler kleinstückiger Brennstoffe führen nicht zu Störungen des Brennprozesses. Insoweit ist die erfindungsgemässe Lösung vorteilhaft einsetzbar.

Die Lösung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt

1 einen erfindungsgemäss gestalteten Brennteller mit Übergangsbereich zum vertikal ausgeführten Schacht der Brennstoffzuführung sowie in der Variante mit Volumenstromteilern und Mittelluftdüse mit nach unten gerichtetem Luftauslass in einer Seitenansicht,

2 die Draufsicht auf die Darstellung gemäss 1,

3 den Schnitt A-A' nach 2,

4 eine perspektivische Ansicht der Kombination von Mittelluftdüse und Brennteller mit Volumenstromteilern.

Sich anschliessend an einen vertikal ausgeführten Schacht 1 einer über eine angetriebene Schnecke mit Pellets versorgten Unterschubverbrennungsanlage ist ein Brennteller 2 ausgebildet. Der Übergangsbereich 3 zwischen vertikal ausgeführtem Schacht 1 und Brennteller 2 ist mit einem Radius, der dem Durchmesser des vertikal ausgeführten Schachtes 1 entspricht, gerundet. In dieser Rundung sind unmittelbar nach Abweichung aus der Senkrechten für den Eintritt der Primärluft symmetrisch über den Umfang verteilt Luftaustrittsöffnungen 4 vorhanden, die sich im unmttelbar inneren Randbereich des Brenntellers 2 in einer konzentrischen Anordnung fortsetzen. Die Zuführung der Luft erfolgt über die Lufteintrittsöffnungen 8 beziehungsweise 8'. Des weiteren sind in den Brennteller 2 scheibenförmig ausgebildete Volumenstromteiler 5 integriert, die den Brennteller 2 nach oben hin überragen. Im äusseren Randbereich ist der Brennteller 2 nach aussen hin abfallend leicht konvex gekrümmt ausgeführt, damit die Verbrennungsrückstände leicht nach aussen hin abfallen können, wenn von innen her Brennstoff im vertikal ausgeführten Schacht 1 nachgeschoben wird.

Über dem Brennteller angeordnet befindet sich eine Mittelluftdüse 6, über die Verbrennungsluft nach dem Zünden des Brennstoffes in das Zentrum des sich bildenden Glutbettes zugeführt wird. Diese Mittelluftdüse 6 ist beispielhaft aus Keramik gefertigt und weist eine kegelähnliche Form auf, indem sich diese bezogen auf die seitliche Projektion der Mantellinie zur Spitze zunächst nach innen gewölbt im weiteren parabelförmig verjüngt. Zum Zweck der Luftzuführung weist die Mittelluftdüse 6 im konkreten Fall seitlich eine Aufnahme 7 für eine lösbare Fixierung einer Zuleitung für die zuzuführende Luft auf.

Durch das Einblasen der Luft in das Zentrum des Glutbetts bildet sich dort ein heisser Kern, indem sich die Verbrennung der Pellets dort besonders intensiv vollzieht.

Der Abstand der Mittelluftdüse 6 im Verhältnis zum Brennteller 2 ist einstellbar, um in Abhängigkeit vom Heizwert des zur Verfügung stehenden Brennstoffes und seiner Beimengungen eine optimale Verbrennung an Hand der stöchiometrischen Messungen im Abgas beeinflussen zu können.

1
vertikal ausgeführter Schacht
2
Brennteller
3
Übergangsbereich
4
Luftaustrittsöffnungen
5
Volumenstromteiler
6
Mittelluftdüse
7
Aufnahme
8, 8'
Lufteintrittsöffnungen


Anspruch[de]
Anordnung zur Verbrennung kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets, auch unterschiedlicher Zusammensetzung, in einer Unterschubverbrennungsanlage die eine in ein umhüllendes Gehäuse einem Brennteller (2) untergelagerte vertikale Brennstoffzuführung umfasst, an deren nach oben hin freiem Ende der horizontal ausgebildete Brennteller (2) mit mittig freiem Querschnitt ausgebildet ist, der Übergangsbereich (3) zwischen einem im Wesentlichen vertikal ausgeführten konisch erweiterten Schacht (1) der Brennstoffzuführung und dem Brennteller (2) stark gerundet ausgeführt ist, in diesem in den Brennteller (2) übergehenden Übergangsbereich (3) Luftaustrittsöffnungen (4) für den Eintritt von Primärluft ausgebildet sind sowie auf der durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten liegend eine Mittelluftdüse (6) für einen weiteren Primärlufteintrag ausgebildet ist, die Mittelluftdüse (6) den Lufteintrag von oben nach unten ermöglichend ausgebildet und diese mit ihrer unteren Abschlusskante in der Nähe einer waagerechten Projektion der Oberfläche des Brenntellers (2) liegend angeordnet ist. Anordnung nach Anspruch 1, bei der die Mittelluftdüse (6) in Form zweier kegelähnlicher Körper ausgeführt ist, bei dem die beiden kegelähnlichen Körper mit ihren Grundflächen miteinander verbunden sind und die Mittellängsachse des aus kegelähnlichen Körpern zusammengesetzten Doppelkörpers eine Verlängerung der durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten darstellt sowie der untere Kegel des Doppelkörpers die Mittelluftzuführung von oben her zum Brennteller (2) ermöglichend ausgebildet ist. Anordnung nach Anspruch 1, bei der die Mittelluftdüse (6) als tropfenförmiger Körper ausgeführt ist, dessen Mittelängsachse eine Verlängerung der durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten darstellt sowie der untere Teil des tropfenförmigen Körpers die Mittelluftzuführung von oben her zum Brennteller (2) ermöglichend ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, bei der der obere Teil der jeweiligen Mittelluftdüse (6) eine weitere Luftzuführung nach oben hin ermöglichend ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Mittelluftdüse (6) einen weiteren, seitlichen Luftaustritt ermöglichend ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Mittelluftdüse (6) im Verhältnis zum Brennteller (2) hinsichtlich ihres Abstandes höhenmäßig verstellbar ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der im Brennteller (2) die unmittelbar an die Verbrennungszone angrenzende Randzone des Brenntellers (2) eine Einrichtung zur Beseitigung von Verbrennungsrückständen aufweist Anordnung nach Anspruch 7, bei der einen Umfangskreis des Brenntellers (2) tangierende und in dessen Randzone mit ihrer Mittellängsachse horizontal liegende und die Oberfläche des Brenntellers (2) durchbrechende Walzen ausgebildet sind, die einen autarken Antrieb sowie auf ihrer zylindrischen Außenseite Längsnuten sowie Luftaustrittsdüsen aufweisen. Anordnung nach Anspruch 7, bei der im Brennteller (2) sternförmig angeordnet, zum Mittelpunkt des Brenntellers (2) zu sich verjüngend und die Oberfläche des Brenntellers (2) durchbrechend konisch zulaufende Kegelrollen ausgebildet sind, die äußerlich einen Drall aufweisen und derartig angetrieben ausgestaltet sind, dass im Drall befindliche Ablagerungen von Verbrennungsrückständen nach außen transportiert und für einen weiteren Abtransport bereitgestellt werden. Anordnung nach Anspruch 7, bei der sternförmig zur durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten in den Brennteller (2) Volumenstromteiler (5) integriert sind, die scheibenartig ausgebildet sind und jeder derselben auf einer horizontal liegen dem Achse lose drehbar ausgeführt ist, und die die obere Abschlussfläche des Brenntellers (2) und den oberen Bereich des im Wesentlichen vertikal ausgeführten Schachtes überragen. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der der Brennteller (2) in seiner äußeren Randzone leicht konvex nach außen gekrümmt ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der der untere Teil des umhüllenden Gehäuses eine fördertechnische Einrichtung zum Abtransport der über den Rand des Brenntellers (2) hinaus geratenen und im unteren Teil des umhüllenden Gehäuses gesammelten Verbrennungsrückstände aufweisend ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der der in das umhüllende Gehäuse für die Abluft integrierte Rauchgaskanal einen mit einer Rechnereinheit verbundenen Sensor aufweist, der den enthaltenen Sauerstoff hinsichtlich der absoluten Größe seines Anteils im Abgas in zeitlicher Abhängigkeit feststellt und einen dem Sauerstoffgehalt adäquaten Wert der Rechnereinheit übermittelnd ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der der Rauchgaskanal eine mit einer Rechnereinheit verbundene Einheit aufweist, die die Menge Rauchgas in zeitlicher Abhängigkeit pro Zeiteinheit feststellt und einen adäquaten Wert der Rechnereinheit übermittelnd ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, bei der der dem Sauerstoffgehalt adäquate Wert als Steuergröße für eine Veränderung der Geschwindigkeit der Brennstoffzuführung herangezogen ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, bei der der dem Sauerstoffgehalt adäquate Wert als Steuergröße für eine Veränderung der Primärluftmenge je Zeiteinheit herangezogen ist.






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