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Dokumentenidentifikation DE102004042315B4 03.05.2007
Titel Patienten-Umlagerungsvorrichtung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Weiler, Herbert, 82239 Alling, DE
DE-Anmeldedatum 01.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042315
Offenlegungstag 16.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A61G 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Umlagerungsvorrichtung für Patienten, mit einem u-förmigen Fahrgestell für eine Patientenlagerungsplatte.

Eine derartige Umlagerungsvorrichtung dient zum Transport eines akuten Patienten von der Notfallaufnahme in die Radiologie zur Röntgenuntersuchung, in den Operationsraum zur Behandlung, bis hin in ein Patientenzimmer zur stationären Aufbewahrung des Patienten. Dabei liegt der Patient auf einer am Fahrgestell gelagerten Patientenlagerungsplatte. Die Patientenlagerungsplatte ist vom Fahrgestell abnehmbar an diesem fixiert, so dass der auf der Lagerungsplatte liegende Patient zusammen mit der Patientenlagerungsplatte beispielsweise zur Röntgenuntersuchung auf einen Computertomographietisch umgelagert werden kann.

Eine derartige Patienten-Umlagerungsvorrichtung ist aus der DE 101 13 855 A1 bekannt. Darin ist ein Transportwagen mit einer Patientenlagerungsplatte vorgeschlagen, welche über Auslegearme des Transportwagens an diesem fixierbar angebracht ist. Die Auslegearme wiederum sind an sogenannten Teleskopsäulen des Transportwagens befestigt. Demnach ist die Patientenlagerungsplatte über die Teleskopsäulen in der Höhe verstellbar. Die u- oder c-förmige Ausführung des Fahrgestells ermöglicht es, dass ein auf der Lagerungsplatte liegender Patient beispielsweise für eine Röntgenuntersuchung direkt über einen Computertomographietisch gefahren werden kann. Durch die Anhebung des Computertomographietisches wird der Patient zusammen mit der am Fahrgestell lösbar angeordneten Patientenlagerungsplatte auf den Computertomographietisch gehoben.

Dabei ist die u- bzw. c-förmige Ausführung des Fahrgestells für eine bestimmte maximale Länge von typischen Computertomographie- oder Operationstischen ausgelegt.

Aus der US 6 651 280 B2 ist eine Hebevorrichtung für einen Patienten zu entnehmen, mit dessen Hilfe beispielsweise auf dem Boden liegende Patienten wieder ins Bett hoch gehoben werden können. Zur Höhenverstellung ist ein Gestänge vorgesehen, welches bei einer Höhenverstellung zwangsweise eine Längsverstellung von Basiselementen hervorruft, über die die Hebevorrichtung auf dem Boden steht. Weitere Patientenumlagerungsvorrichtungen sind aus der GB 2 319 226 A sowie WO 02/098294 A1 zu entnehmen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur besonders einfachen Umlagerung eines Patienten zwischen Patientenbehandlungstischen beliebiger Größe anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Dazu umfasst die Vorrichtung für eine Patientenlagerungsplatte ein u-förmiges Fahrgestell, dessen Fahrgestelllänge nach Art einer Bahnführung mittels zweier gegeneinander verschiebbarer Teile einstellbar ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass der auf der Patientenlagerungsplatte befindliche Patient durch die u-förmige Ausführung des Fahrgestells über einen Patientenbehandlungstisch beliebiger Länge gefahren werden kann. Dabei ist das Fahrgestell u-förmig ausgeführt derart, dass es an zwei gegenüberliegenden Enden eines Längsrahmens dazu abgewinkelte Querrahmen umfasst. Die Querrahmen weisen dabei ein vergleichsweise geringeres Ausmaß in der Länge auf und sind vorzugsweise rechtwinklig zum Längsrahmen angeordnet.

Somit kann das Fahrgestell an den Patientenbehandlungstisch, beispielsweise einen Computertomographietisch oder einen Operationstisch, herangeschoben werden. Des Weiteren wird der Patient auf Grund des vorzugsweise in der Länge verstellbaren Längsrahmens des Fahrgestells mitsamt der Patientenlagerungsplatte über den Patiententisch gefahren, derart, dass das u-förmig ausgeführte Fahrgestell den Patiententisch nach Art einer in Richtung des Patiententisches geöffneten, eckigen Klammer umgibt. Demnach kann die Patientenlagerungsplatte mit dem darauf befindlichen Patienten durch Anheben des Patientenbehandlungstisches vom Fahrgestell abgekoppelt werden.

Ferner umfasst das Fahrgestell zur Einstellung dessen Fahrgestelllänge zwei den Längsrahmen bildende und gegeneinander verschiebbare Teile. Da ein erstes Teil des Längsrahmens des Fahrgestells einen Gehäuseinnendurchmesser aufweist, der im Vergleich zum Gehäuseaußendurchmesser des zweiten Teils des Längsrahmens des Fahrgestells geringfügig größeren Ausmaßes ist, bilden beide Teile am Längsrahmen zur Einstellung der Fahrgestelllänge eine Bahnführung.

In zweckmäßiger Weiterbildung ist die Patientenlagerungsplatte auf dem Fahrgestell lösbar fixiert. Dazu ist die Patientenlagerungsplatte an einem ersten Plattenende mit dem ersten Teil des Fahrgestells mittels eines Formrichtgesperres in einer Verriegelungsstellung arretiert. Hinsichtlich der Wirkungsweise eines solchen Formrichtgesperres sei verwiesen auf "Krause, Konstruktionselemente der Feinmechanik", 2. Auflage, Carl Hanser-Verlag München-Wien, 1993, ISBN 3-446-16530-4, S. 445 ff.

An einem dem ersten Plattenende der Lagerungsplatte gegenüberliegenden zweiten Plattenende ist die Patientenlagerungsplatte auf dem Fahrgestell zweckmäßigerweise nach Art einer Gleitführung verschiebbar gelagert, so dass beide Teile des Fahrgestells zur Einstellung der Fahrgestelllänge ohne eine Längenverstellbarkeit der Patientenlagerungsplatte gegeneinander verschoben werden können. Die Gleitführung der Patientenlagerungsplatte auf dem Fahrgestells dient auch der Zentrierung des zweiten Plattenendes der Patientenlagerungsplatte auf dem Fahrgestell. Hinsichtlich der Wirkungsweise einer Gleitführung sei verwiesen auf "Krause, Konstruktionselemente der Feinmechanik", 2. Auflage, Carl Hanser-Verlag München-Wien, 1993, ISBN 3-446-16530-4, S. 411 ff.

Zur Verbesserung der Gleitführung und der Zentrierung der Lagerungsplatte auf dem Fahrgestell sind die Außenflächen des Fahrgestells, auf denen das zweite Plattenende der Lagerungsplatte verschiebbar gelagert ist, zweckmäßigerweise als Führungsflächen ausgebildet, die mit am zweiten Plattenende der Lagerungsplatte vorgesehenen Flanken für eine verbesserte Verschieblichkeit der Lagerungsplatte auf dem Fahrgestell bei Einstellung der Fahrgestelllänge und zur Zentrierung der Lagerungsplatte auf dem Fahrgestell beitragen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Fahrgestell zusätzlich zu den gegeneinander verschiebbaren Teilen eine Schiene auf, deren Gehäuseaußenflächen mit den Innenflächen der aus rahmenförmigen Gehäusen ausgebildeten Teile des Fahrgestells eine Bahnführung zur verbesserten Verschieblichkeit der Teile bilden. Dabei können die Innenflächen der Teile des Fahrgestells, die die Führungsflächen für die Gehäuseaußenflächen der Schiene bilden, als Innenfläche nach Art eines Zylinders oder als Innenflächen nach Art eines Quaders ausgebildet sein. Ist der Gehäuserahmen der Teile des Fahrgestells quaderförmig mit zueinander rechtwinklig angeordneten Gehäuseinnenflächen ausgeführt, so ist es zweckmäßig, dass die Außenflächen der Schiene ebenso rechtwinklig zueinander ausgebildet sind derart, dass die Gehäuseinnenflächen der Teile mit den Gehäuseaußenflächen der Schiene zur Einstellung der Fahrgestelllänge eine Bahnführung bilden.

Für eine lösbare Fixierung der Patientenlagerungsplatte auf dem Fahrgestell ist an dem ersten Plattenende der Lagerungsplatte zweckmäßigerweise mindestens ein Führungsauge vorgesehen. Zur Fixierung der Patientenlagerungsplatte ist an dem ersten Teil des Fahrgestells ein Führungsbolzen vorzugsweise senkrecht abstehend angeordnet, der beim Aufsetzen der Lagerungsplatte auf das Fahrgestell durch das Führungsauge in der Lagerungsplatte geführt wird.

Um die Lagerungsplatte besonders zeitsparend und einfach auf das Fahrgestell aufzusetzen und zu fixieren, ist das in die Lagerungsplatte eingearbeitete Führungsauge einerseits senkrecht zur Lagerungsplatte von einer Plattenseite zur einer dieser gegenüberliegenden Plattenseite der Lagerungsplatte ausgebildet. Andererseits ist es zweckmäßig, das Führungsauge als Langloch in Längsrichtung der Patientenlagerungsplatte auszubilden. So ist ein Aufsetzen einer beispielsweise nicht waagrecht über dem Fahrgestell angeordneten Patientenlagerungsplatte ohne Umstände möglich.

Für einen sicheren Transport des Patienten auf der Patientenlagerungsplatte ist diese zweckmäßigerweise am Fahrgestell fixiert derart, dass ein Entgleiten der Lagerungsplatte vermieden wird. In zweckmäßiger Weiterbildung ist die Lagerungsplatte über ein am Führungsbolzen des Fahrgestells angeordnetes Rastelement auf dem Fahrgestell fixiert. Das Rastelement ist zweckmäßigerweise einstückig mit dem Führungsbolzen ausgeführt und dient bei am Fahrgestell angekoppelter Patientenlagerungsplatte als Sperrglied. Um die Patientenlagerungsplatte beim Sperren besonders zuverlässig zu beaufschlagen, ist das mit dem Führungsbolzen einstückig ausgeführte Rastelement als Lenker ausgeführt, der zweckmäßigerweise mit einem Festende an dem Führungsbolzen angelenkt ist und die Patientenlagerungsplatte mit einem dem Festende abgewandten Freiende sperrend beaufschlagt.

Um das Fahrgestell nicht nur an die Länge, sondern auch an die Höhe des Patientenbehandlungstisches geeignet anzupassen und damit den Patienten ohne größeren Aufwand auf den Patientenbehandlungstisch umlagern zu können, ist das Fahrgestell zusätzlich zur Längenverstellbarkeit auch höhenverstellbar ausgebildet. Zur Verstellbarkeit des Fahrgestells in der Höhe und in der Länge ist am Fahrgestell zweckmäßigerweise eine Hydraulik-Vorrichtung vorgesehen, die über am Fahrgestell angeordnete Pedale bedient werden kann. Vorzugsweise ist die Hydraulik-Vorrichtung als Trendelenburg-Hydraulik ausgebildet.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Patientenlagerungsplatte, auf der sich der Patient befindet und die durch Anhebung beispielsweise eines Computertomographie- oder Operationstisches vom Fahrgestell abgekoppelt wird, aus einem strahlungsdurchlässigen Material hergestellt. Demnach bildet eine mitsamt des Patienten zur Röntgenuntersuchung auf dem Computertomographietisch gelagerte Patientenlagerungsplatte kein Hindernis.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt die Figur in Explosionsdarstellung eine Vorrichtung für eine Patientenlagerungsplatte mit einem u-förmig ausgeführten Fahrgestell.

Die Vorrichtung umfasst ein Fahrgestell 4 und eine Patientenlagerungsplatte 6. Zum Transport eines auf der Patientenlagerungsplatte 6 befindlichen Patienten ist diese auf dem mit Laufrollen 8 versehenen Fahrgestell 4 fixiert. Für eine besonders leichtgängige Steuerung des Fahrgestells 4 sind die Laufrollen 8 in horizontaler Richtung 10, 12 drehbar mit dem Fahrgestell 4 verbunden.

Das gezeigte Fahrgestell 4 umfasst einen u-förmigen Rahmen 14, der wiederum einen Längsrahmen 16 und zwei an diesem abgewinkelt angeordnete Querrahmen 18, 20 aufweist. Dabei weist der Längsrahmen 16 ein vergleichsweise größeres Ausmaß in der Länge als die Querrahmen 18, 20 auf. Die Länge der Querrahmen 18, 20 ist geeigneterweise derart auszuführen, dass beim Lagern und beim Transportieren des Patienten ein Kippen des Fahrgestells 4 sicher vermieden wird.

Die Vorrichtung mit dem in Höhe und Länge verstellbaren Fahrgestell 4 dient dazu, den Patienten von der Notfallaufnahme bis ins Patientenzimmer lediglich mitsamt der Patientenlagerungsplatte 6 umzusetzen und diese ohne Umlagerung des Patienten vom Fahrgestell 4 zu entkoppeln sowie auf beispielsweise einem Computertomographietisch oder einem Operationstisch abzusetzen.

Um den Patienten, der sich auf der Patientenlagerungsplatte 6 befindet, auf einen Patientenbehandlungstisch, beispielsweise an einem Computertomographietisch, umzulagern, wird das Fahrgestell 4 in Richtung 22 an den nicht dargestellten Patientenbehandlungstisch herangefahren. Abhängig von der Größe des Patientenbehandlungstisches ist einerseits die Höhe der Patientenlagerungsplatte 6 über das Fahrgestell 4 an den Säulen 28 verstellbar. Damit die Patientenlagerungsplatte 6 über den Patientenbehandlungstisch gebracht werden kann, ist andererseits das Fahrgestell 4 u-förmig ausgeführt. Daher wird der Patientenbehandlungstisch von dem Längsrahmen 16 und dem Querrahmen 18, 20 des Fahrgestells 4 umgeben. Um dies zu ermöglichen, ist die Länge des Fahrgestells über den Längsrahmen 16 verstellbar.

Die Einstellung der Höhe der Patientenlagerungsplatte 6 über das Fahrgestell 4 an den Säulen 28 und die Einstellung der Fahrgestelllänge am Längsrahmen 16 erfolgt über Pedale 30. Durch Betätigen der Pedale 30 wird eine am Fahrgestell 4 angeordnete (nicht dargestellte) Hydraulik, vorzugsweise eine für Patiententrolleys üblicherweise eingesetzte Trendelenburg-Hydraulik, angesteuert. Mit der Hydraulik erfolgen die Höhenverstellung des Fahrgestells 4 in und gegen die Richtung 26 sowie die Längenverstellung des Fahrgestells 4 in und gegen die Richtung 24.

Ist das Fahrgestell 4 an den Patientenbehandlungstisch herangefahren derart, dass sich der Patient mitsamt der Patientenumlagerungsplatte 6 unmittelbar über dem Patientenbehandlungstisch befindet, kann die Patientenlagerungsplatte 6 durch Hochfahren des Patientenbehandlungstisches vom Fahrgestell 4 angehoben und von diesem abkoppelt werden. Da der obere Teil des Fahrgestells 4, auf dem die Patientenlagerungsplatte 6 gelagert ist und der die Rahmenstücke 32 und 34 umfasst, zu beiden Seiten des Fahrgestells 4 offen ist, kann das Fahrgestell 4 nach erfolgter Abkopplung der Lagerungsplatte 6 vom Patientenbehandlungstisch weggefahren werden.

Zur besseren Steuerung des Fahrgestells 4 sind am Rahmenstück 34 zwei Griffe 36 angebracht. Die Griffe 36 sind zweckmäßigerweise am Rahmen 34 in vertikaler Richtung 38 drehbar angeordnet.

Nach dem Wegfahren des Fahrgestells 4 vom Patientenbehandlungstisch befindet sich der Patient weiterhin auf der Patientenlagerungsplatte 6, die nun nicht auf dem Fahrgestell 4, sondern auf dem Patientenbehandlungstisch gelagert ist. Da die Möglichkeit besteht, dass der Patient einer Röntgenuntersuchung unterzogen wird, ist die Patientenlagerungsplatte 6 zweckmäßigerweise aus einem strahlungsdurchlässigen Material ausgebildet. Nach der Behandlung des Patienten kann dieser durch Ankopplung der Patientenlagerungsplatte 6 an das wieder an den Patientenbehandlungstisch herangefahrene Fahrgestell 4 weiter transportiert werden.

Für eine sichere Lagerung der Lagerungsplatte 6 am Fahrgestell 4 sind an einem Plattenende 40 der Lagerungsplatte 6 zwei Führungsaugen 42 vorgesehen, durch die beim Ankoppeln der Lagerungsplatte 6 an das Fahrgestell 4 an diesem vorgesehene Führungsbolzen 44 hindurch geführt werden. Die Führungsaugen 42 sind zweckmäßigerweise derart ausgebildet, dass diese von der einen Plattenseite 46 zur gegenüberliegenden Plattenseite 48 der Lagerungsplatte 6 durch diese hindurchgreifen. Für ein vereinfachtes Ankoppeln des Plattenendes 40 der Lagerungsplatte 6 an das Fahrgestell 4 sind die Führungsbolzen 44 vorzugsweise senkrecht am Rahmenstück 32 abstehend angeordnet und zweckmäßigerweise mit diesem einstückig ausgeführt.

Um das Ankoppeln der Lagerungsplatte 6 an das Fahrgestell 4 besonders zu erleichtern, sind die Führungsaugen 42 als Langlöcher in Längsrichtung 24 der Lagerungsplatte 6 ausgebildet. Dies dient insbesondere einem unproblematischen Ankoppeln einer durch einen geneigten Patientenbehandlungstisch nicht parallel zum Fahrgestell 4 angeordneten Patientenlagerungsplatte 6 an das Fahrgestell 4.

Wohingegen die Patientenlagerungsplatte 6 am Plattenende 40 im angekoppelten Zustand mit den durch die Führungsaugen 42 geführten Führungsbolzen 44 in Richtungen 22 und 24 fixiert ist, ist ein dem Plattenende 40 gegenüberliegendes Plattenende 50 als Freiende auf dem Rahmenstück 34 gelagert. Dabei bilden die Außenflächen 52 des Rahmenstücks 34 des Fahrgestells 4 zwei Führungsflächen als Bestandteile der mit Flanken 54 der Lagerungsplatte 6 gebildeten Gleitführung zur Führung der Patientenlagerungsplatte 6 bei der Längenverstellung des Fahrgestells 4. Diese Gleitführung dient einerseits zur Zentrierung der Patientenlagerungsplatte 6 beim Ankoppeln an das Fahrgestell 4 und andererseits zur verbesserten Verschieblichkeit der Lagerungsplatte 6 auf dem Fahrgestell 4. Damit ist die Lagerungsplatte 6 am Plattenende 50 in Richtung 22 fixiert und in Richtung 24 verschiebbar gelagert.

Für einen sicheren Transport der Lagerungsplatte 6 mitsamt des Patienten auf dem Fahrgestell 4 sind an den Führungsbolzen 44 Rastelemente 56 angeordnet. Diese Rastelemente 56 sind vorzugsweise einstückig mit den Führungsbolzen 44 ausgebildet. Im angekoppelten Zustand der Lagerungsplatte 6 am Fahrgestell 4 dienen die Rastelemente 56 als Sperrglieder zur Beaufschlagung der Lagerungsplatte 6 beim Sperren. Damit ist das Plattenende 40 der Lagerungsplatte 6 auch in Richtung 26 fixiert. Das jeweilige Rastelement 56 stellt eine Art Lenker dar, der mit einem Festende am jeweiligen Führungsbolzen 44 angelenkt ist und die Patientenlagerungsplatte 6 mit einem dem Festende abgewandten Freiende beim Sperren beaufschlagt.

Im Ausführungsbeispiel weist der quaderförmig ausgeführte Gehäuserahmen sowohl des Rahmenteils 62 als auch des Rahmenteils 64 die gleiche Rahmenbreite 66 und die gleiche Rahmenhöhe 68 auf.

Zur Einstellung der Fahrgestelllänge in oder entgegen der Richtung 24 dient eine Schiene 72, deren Außenflächen 73 geringfügig kleinere Ausmaße aufweisen als die Innenflächen der Rahmengehäuse der Rahmenteile 62, 64. Dabei ist die Schiene 72 am Rahmenteil 64 mit einem Bolzen 74 fixiert und am Rahmenteil 62 durch eine Führungsschiene 76 verschiebbar gelagert. Bei der Einstellung der Fahrgestelllänge mittels der Trendelenburg-Hydraulik verhindert ein Bolzen 78 ein Herausgleiten der Schiene 72 aus dem Rahmenteil 62 einerseits und ein Herauslösen der Patientenlagerungsplatte 6 mit dem Plattenende 50 aus der durch die Außenflächen 52 des Rahmenstückes 34 und die Flanken 54 der Lagerungsplatte 6 gebildeten Gleitführung. Die Höhenverstellung am Fahrgestell erfolgt ebenso mit jeweils einer am Rahmenteil 62 und am Rahmenteil 64 verschiebbar angeordneten Schiene 72.

Zur Einstellung der Fahrgestelllänge des Fahrgestells 4 besteht eine nicht gezeigte Möglichkeit darin, die Ausmaße eines Gehäuserahmens 61 des Rahmenteils 62 derart auszubilden, dass die Außenflächen des Gehäuserahmens 61 des Rahmenteils 62 als Führungsflächen Bestandteile einer mit den Innenflächen eines Gehäuserahmens des Rahmenteils 64 gebildeten Bahnführung bilden und die Gehäuserahmen beider Rahmenteile 62, 64 direkt ineinander verschiebbar sind.

Aufgrund der erfindungsgemäßgen Vorrichtung mit verstellbarer Fahrgestelllänge 70 des Fahrgestells 4 kann ein Patient besonders einfach und zeitsparend von der Notfallaufnahme zu einzelnen Patientenbehandlungstischen transportiert und auf diese umgelagert werden. Durch die einfache Verstellung des Fahrgestells 4 in der Höhe und in der Länge ist die Patientenumlagerungsvorrichtung an einen Patientenbehandlungstisch praktisch beliebiger Größe anpassbar. Des Weiteren wirkt sich die einfache Höhen- und Längenverstellung des Fahrgestells 4 mittels der Trendelenburg-Hydraulik insgesamt Kosten sparend auf einen Krankenhausbetrieb aus. Durch die Ausbildung der Rahmenstücke 32, 34 des Fahrgestells 4 für die Lagerung der Patientenlagerungsplatte 6 ist sowohl ein einfaches An- und Abkoppeln der Patientenlagerungsplatte 6 mitsamt des Patienten vom Fahrgestell 4 als auch ein besonders zuverlässiger Transport des Patienten mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gewährleistet.


Anspruch[de]
Patienten-Umlagerungsvorrichtung mit einer Patientenlagerungsplatte (6) und mit einem u-förmigen Fahrgestell (4), das an zwei gegenüberliegenden Enden eines Längsrahmens (16) zu diesem abgewinkelt angeordnete Querrahmen (18, 20) aufweist, die jeweils Rahmenstücke (32, 34) umfassen, auf denen die Patientenlagerungsplatte (6) aufliegt, wobei die Fahrgestelllänge des Fahrgestells (4) nach Art einer Bahnführung mittels zweier gegeneinander verschiebbarer Teile (62, 64) des Längsrahmens (16) einstellbar ist derart, dass mit der Verstellung des Längsrahmens (16) auch die Querrahmen (18, 20) mit den Rahmenstücken (32, 34) verstellt werden. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Patientenlagerungsplatte (6) mit einem ersten Plattenende (40) mittels eines Formrichtgesperres in einer Verriegelungsstellung an einem ersten Teil (62) des Fahrgestells (4) arretiert und mit einem dem ersten Plattenende (40) gegenüberliegenden zweiten Plattenende (50) auf einem zweiten Teil (64) des Fahrgestells (4) nach Art einer Gleitführung verschiebbar gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der zur Ausbildung der Bahnführung eine Schiene (72) vorgesehen ist, die in die Teile (62, 64) eingeschoben ist, so dass Innenflächen der Teile (62, 64) und Außenflächen (73) der Schiene (72) Führungsflächen der Bahnführung bilden. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Innenflächen zueinander rechtwinklig angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der Außenflächen (65) eines Rahmenstücks (34) des einen Querrahmens (20) Führungsflächen als Bestandteile der mit Flanken (54) der Patientenlagerungsplatte (6) gebildeten Gleitführung zur Zentrierung des zweiten Plattenendes (50) am Fahrgestell (4) und zur Verschieblichkeit der Patientenlagerungsplatte (6) auf dem Fahrgestell (4) bilden. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der an einem Rahmenstück (32) des anderen Querrahmens (18) ein im wesentlichen senkrecht abstehender Führungsbolzen (44) angeformt ist, der durch ein in der Patientenlagerungsplatte (6) vorgesehenes Führungsauge (42) führbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das Formrichtgesperre ein am Führungsbolzen (44) angeordnetes und als Sperrglied wirksames Rastelement (56) und die von diesem beim Sperren beaufschlagte Patientenlagerungsplatte (6) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, bei der das Führungsauge (42) als Langloch in Längsrichtung (24) der Patientenlagerungsplatte (6) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei der das Rastelement (56) einen Lenker darstellt, der mit einem Festende an dem Führungsbolzen (44) angelenkt ist und die Patientenlagerungsplatte (6) mit einem dem Festende abgewandten Freiende beim Sperren beaufschlagt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das Fahrgestell (4) durch Rahmenstücke (32, 34), die gegen die Teile (62, 64) verschiebbar sind, höhenverstellbar ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der das Fahrgestell (4) mittels einer Hydraulik in der Höhe und in der Länge verstellbar ist.






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