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Dokumentenidentifikation DE102004057521B4 03.05.2007
Titel Schlüsselsafe
Anmelder Braasch, Karl-Michael, 23775 Großenbrode, DE
Erfinder Braasch, Karl-Michael, 23775 Großenbrode, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Anmeldedatum 08.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004057521
Offenlegungstag 13.04.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse E05B 19/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schlüsselsicherung zum Schutz vor dem Gebrauch eines mit einem Schlüsselbart versehenen Schlüssels durch Unbefugte.

Zum Schutz von Eigentum werden regelmäßig Schlösser verwendet. Diese oftmals auch zu Schließanlagen zusammengefassten Sicherungssysteme findet man regelmäßig in Autos, Häusern und Banken und überall dort, wo Werte gesichert oder, etwa bei der Verwahrung von Arzneimitteln oder zur Sicherung von Bereichen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, ein leichter Zugriff oder Zugang durch einen unbefugten Personenkreis verhindert werden soll.

Der Nachteil bei dieser Art von Sicherungssystemen liegt darin, dass bei Verlust des Schlüssels prinzipiell jeder, der den Schlüssel findet, auch Zugriff auf die verschlossene Sache oder Zugang zu dem verschlossenen Bereich hat. Um zu verhindern, dass der zur Benutzung des Schlüssels nicht befugte Finder den Schlüssel benutzen kann, ist es deshalb regelmäßig notwendig, das Schloss oder sogar die komplette Schließanlage auszutauschen und damit den verlorenen Schlüssel funktionslos werden zu lassen. Der unbefugte Zugang oder Zugriff kann dann aber auch nur verhindert werden, wenn der Verlust schnell bemerkt und das Auswechseln des Schlosses sofort vorgenommen wird, wobei insbesondere beim Austausch von Schließanlagen hohe Kosten aufgewendet werden müssen.

Daher wurde bereits in der DE 3 61 488 C eine Schlüsselsicherung für einen Hohlschlüssel vorgeschlagen, die in Form einer im Hohlraum des Schlüssels schraubenden Madenschraube ausgebildet ist, die das Schließen des Schlüssels in dem dazu passenden Schloss nur ab einer bestimmten Einschraubtiefe im Hohlschlüssel erlaubt. Dieser Sicherungsmechanismus hat jedoch den Nachteil, dass sowohl Schlüssel als auch Schloss besonders ausgebildet sein müssen, der Sicherungsmechanismus also nur für eine begrenzte Anzahl von Schlüsseln verfügbar ist. Weiterhin ist nachteilig, dass die bekannte Schlüsselsicherung durch Ausbohren des Hohlschlüssels entfernt werden kann ohne dass der Schlüssel selbst zerstört wird.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Sicherung zum Schutz vor dem Gebrauch eines mit einem Schlüsselbart versehenen Schlüssels jeglicher Art durch Unbefugte zu schaffen.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Schlüsselsicherung zum Schutz vor dem Gebrauch eines mit einem Schlüsselbart versehenen Schlüssels durch Unbefugte wenigstens einen zur Aufnahme wenigstens einen Teils des Schlüsselbarts eingerichteten Abschnitt, wenigstens einen Schließmechanismus zum Verriegeln des Schlüsselbarts im zur Aufnahme des Schlüsselbarts eingerichteten Abschnitt der Schlüsselsicherung und eine nach Art eines Kombinationsschlosses ausgebildete Einrichtung zum Entriegeln des Schließmechanismus.

Die Unteransprüche geben bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schlüsselsicherung an.

Die Erfindung wird anhand einer bevorzugten Ausgestaltung in Form einer Schlüsselsicherung für einen Tresorschlüssel unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 einen mit einem Schlüsselbart versehenen Schlüssel und eine erfindungsgemäße Schlüsselsicherung in Seitenansicht;

2 die auf den Schlüssel aufgesteckte Schlüsselsicherung in Seitenansicht.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Schlüsselsicherung 10 und einen Schlüssel 20 in Seitenansicht. Der beispielhaft dargestellte Tresorschlüssel 20 besteht aus einem Griffteil und einem Schlüsselbart 30. Die Schlüsselsicherung 10 weist wenigstens einen zur Aufnahme wenigstens einen Teils des Schlüsselbarts 30 eingerichteten Abschnitt und wenigstens einen Schließmechanismus zum Verriegeln des Schlüsselbarts 30 im zur Aufnahme des Schlüsselbarts 30 eingerichteten Abschnitt der Schlüsselsicherung 10 auf. Die Schlüsselsicherung 10 kann aber auch mehrere Aufnahmen von Schlüsseln 20 aufweisen, deren Schließmechanismus, wie in der Beschreibung zu 2 beschrieben, entweder gemeinsam oder einzeln schließbar ist.

2 zeigt den durch die Schlüsselsicherung 10 gesicherten Schlüssel 20. Durch Aufsetzen der Schlüsselsicherung 10 und Verdecken des Schlüsselbarts 30 des Schlüssels 20 wird der Schlüssel 20 in der Schlüsselsicherung verriegelt und verliert somit durch Aufsetzen und Verriegeln der Schlüsselsicherung seine Funktion.

Die Verriegelung kann beispielsweise durch Ringarretierung oder durch federgelagerte Stifte erfolgen, die sich an die Form des Schlüsselbarts 30 anpassen und – bei vorzugsweise vollständigem Einführen des Schlüssels 20 in die Schlüsselsicherung 10 – arretiert werden, sodass der Schlüssel 20 nicht mehr aus der Schlüsselsicherung herausgezogen werden kann und der Schlüssel vor der Benutzung durch Unbefugte gesichert ist.

Die Entriegelung des Schließmechanismus und damit die Freigabe des Schlüssels erfolgt nach Art eines Kombinationsschlosses bevorzugt unter Einstellen oder Eingeben einer Zahlen-, Symbol- und/oder Buchstabenkombination. Im einfachsten Fall ist der Schließmechanismus selbst ein Zahlen- oder Buchstabenschloss. Es ist aber auch denkbar, die Ver- und Entriegelung bevorzugt elektronisch zu steuern, wobei die Entriegelung des Schließmechanismus durch Eingabe eines Codes in ein Eingabefeld erfolgt.

Der zur Aufnahme des Schlüsselbarts 30 eingerichtete Abschnitt der Schlüsselsicherung 10 ist in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorzugsweise so eingerichtet, dass ein Schlüsselbart 30 mit seinem im Schließvorgang nicht beteiligten Abschnitt in der Schlüsselsicherung 10 arretiert werden kann, wobei die Schlüsselsicherung 10 als Schlüsselgriff dient. Ist die Schlüsselsicherung 10 als Griffteil für einen Schlüsselbart 30 eingerichtet, kann der Schlüsselbart 30 für den Schließvorgang benutzt werden. Durch einfaches Umstecken oder Umklappen und Arretieren des Schlüsselbarts 30 mit seinem am Schließvorgang beteiligten Abschnitt in die Schlüsselsicherung 10 wird der Schlüssel 20 vor der Benutzung durch unbefugte Personen gesichert. Diese Ausführung der Erfindung besitzt den Vorteil, dass auf eine separate Schlüsselsicherung verzichtet wird, da diese in Form des Schlüsselgriffs Bestandteil des Schlüssels 20 ist.

Schließlich kann die Schlüsselsicherung 10 ein Feld zum Beschriften aufweisen, in dem die Adresse, Telefonnummer oder eine andere Registriernummer, die auf den Eigentümer des Schlüssels hinweist, eingetragen werden kann.


Anspruch[de]
Schlüsselsicherung (10) zum Schutz vor dem Gebrauch eines mit einem Schlüsselbart (30) versehenen Schlüssels (20) durch Unbefugte

gekennzeichnet durch

wenigstens einen zur Aufnahme wenigstens eines Teils des Schlüsselbarts (30) eingerichteten Abschnitt,

wenigstens einen Schließmechanismus zum Verriegeln des Schlüsselbarts (30) im zur Aufnahme des Schlüsselbarts (30) eingerichteten Abschnitt der Schlüsselsicherung (10) und

eine nach Art eines Kombinationsschlosses ausgebildete Einrichtung zum Entriegeln des Schließmechanismus.
Schlüsselsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließmechanismus elektronisch gesteuert ist. Schlüsselsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt der Schlüsselsicherung (10) als Griffteil für einen Schlüsselbart (30) eingerichtet ist.






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