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Dokumentenidentifikation DE102005000145A1 03.05.2007
Titel Hakenvorrichtung
Anmelder Hilti AG, Schaan, LI
Erfinder Bader, Thomas, 86899 Landsberg, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 27.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005000145
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B25H 3/00(2006.01)A, F, I, 20051027, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25H 3/04(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Hakenvorrichtung (2) für ein elektrisch betriebenes Werkzeuggerät (12) weist einen Verbindungsbereich (4) auf, an dem ein vom Verbindungsbereich (4) weggerichteter und an das Werkzeuggerät (12) anlegbarer erster Anpressbereich (16) sowie Rastmittel (20) vorgesehen sind, die bedarfsweise an dem Werkzeuggerät (12) verrastbar beziehungsweise von diesem lösbar sind. Zudem erstreckt sich von dem Verbindungsbereich (4) weg ein Aufhängemittel (10) zum bedarfsweisen Aufhängen des Werkzeuggerätes (12). Es ist vorgesehen, dass an dem Verbindungsbereich (4) zusätzlich zu den Rastmitteln (20) ein dem ersten Anpressbereich (16) entgegengesetzt gerichteter zweiter Anpressbereich (24) vorgesehen ist, der auf einer dem Aufhängemittel (10) zugewandten Seite des ersten Anpressbereiches (16), bezogen auf eine Aufhängerichtung (H) des Aufhängemittels (10), angeordnet ist.

Beschreibung[de]
Aufgabe der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Hakenvorrichtung für ein elektrisch betriebenes Werkzeuggerät, wie beispielsweise ein Bohr- oder Schraubgerät. Die Hakenvorrichtung weist einen Verbindungsbereich auf, an dem ein vom Verbindungsbereich weg gerichteter und an das Werkzeuggerät anlegbarer erster Anpressbereich sowie Rastmittel vorgesehen sind, die bedarfsweise an dem Werkzeuggerät festlegbar und auch wieder von diesem lösbar sind. Ferner steht von dem Verbindungsbereich mindestens ein Aufhängemittel ab, das zum bedarfsweisen Aufhängen des Werkzeuggerätes durch Hintergreifen eines Gegenstandes, wie beispielsweise einem Gürtel, Ständerprofil oder Gerüst-, Absperr-, Schalungs- oder Baustoffelement, dient. Ferner betrifft die Erfindung ein elektrisch betriebenes Werkzeuggerät, an dem die Hakenvorrichtung angebracht ist.

Derartige Hakenvorrichtungen können auch nachträglich an einem Werkzeuggerät angebracht werden um dieses an am jeweiligen Arbeitsbereich vorhandenen Gegenständen zeitweise aufhängen zu können. Hierdurch ist es dem Bediener des Werkzeuggerätes möglich, das Werkzeuggerät zeitweise aus der Hand zu nehmen, wobei es jedoch sicher, trocken und weitgehend schmutzfrei aufbewahrt werden kann.

Aus der DE 42 33 239 ist eine Hakenvorrichtung eines Werkzeuggerätes bekannt. Diese weist ein sich über 180° erstreckendes gekrümmtes Basisteil auf, von dessen Mitte ein flaches Aufhängemittel quer absteht. Das Basisteil ist aus federndem Stahl gebildet und weist an seinen Enden jeweils ein Eingriffsteil auf. Durch die federnden Eigenschaften des Basisteils wirken die Eingriffsteile als Rastmittel, die mit zwei Schlitzen verrastet werden können, die an gegenüberliegenden Seiten eines Gehäuses des Werkzeuggerätes vorgesehen sind.

Durch die gegenüberliegende Anordnung der Eingriffsteile der Hakenvorrichtung und der Lüftungsschlitze am Gehäuse kann diese Hakenvorrichtung je nach Bedarf in zwei verschiedenen Positionen am Werkzeuggerät angeordnet werden. Ferner kann die Hakenvorrichtung ach vollständig vom Werkzeuggerät entfernt werden, falls sie nicht benötigt wird.

Nachteilig an der bekannten Hakenvorrichtung ist jedoch, dass ein Gegenstand, der beim Aufhängen des Werkzeuggerätes zwischen das Aufhängemittel und das Gehäuse des Werkzeuggerätes geschoben wird relativ grosse Kräfte erzeugt, die von der Rastverbindung zwischen den Eingriffsteilen und den Schlitzen aufgenommen werden müssen. Hierdurch kann es zu einem ungewollten Lösen der Hakenvorrichtung und zu Beschädigungen am Werkzeuggerät kommen. Zudem weist eine derartige Hakenvorrichtung, insbesondere wegen der Verwendung von Stahl, relativ hohe Herstellungskosten auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine lösbare Hakenvorrichtung bereitzustellen, die die genannten Nachteile vermeidet und ein sicheres Aufhängen eines Werkzeuggerätes ermöglicht.

Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass an dem Verbindungsbereich zusätzlich zu den Rastmitteln ein dem ersten Anpressbereich entgegen gesetzt gerichteter zweiter Anpressbereich vorgesehen ist. Auf diese Weise kann ein am Verbindungsmittel auftretendes Belastungsmoment, das beim Aufhängen des Werkzeuggerätes an einem Gegenstand durch Wegdrücken des Aufhängemittels vom Werkzeuggerät entsteht, über die beiden Anpressbereiche am Werkzeuggerät abgetragen werden. Hierdurch wird eine besonders stabile Verbindung zwischen der Hakenvorrichtung und dem Werkzeuggerät gewährleistet. Zudem müssen somit lediglich die Verbindungen zwischen dem Aufhängemittel und dem Verbindungsbereich sowie zwischen den Anpressbereichen ausreichend stabil ausgeführt werden, um das Belastungsmoment aufnehmen zu können. Die übrigen Elemente der Hakenvorrichtung können dagegen allein entsprechend ihrer jeweiligen Funktion ausgelegt werden. Dadurch können die Herstellungskosten der Hakenvorrichtung reduziert werden.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist dabei der zweite Anpressbereich, bezogen auf eine Aufhängerichtung der Hakenvorrichtung, auf einer dem Aufhängemittel zugewandten Seite des ersten Anpressbereiches beabstandet zu diesem angeordnet. Die beiden Anpressbereiche bilden hierdurch zwischen sich einen inneren Hebelarm aus, wodurch ein beim Aufhängen des Werkzeuggerätes auftretendes Belastungsmoment besonders gut am Werkzeuggerät abgetragen werden kann.

Vorteilhafterweise sind dabei der erste Anpressbereich durch eine erste Anlegefläche, die an eine Aussenseite eines Werkzeuggehäuses des Werkzeuggerätes anlegbar ist und der zweite Anpressbereich durch eine zweite Anlegefläche eines hakenförmigen Hintergreifelementes gebildet, die an eine Innenseite des Werkzeuggehäuses anlegbar ist. Hierdurch bewirkt das beim Aufhängen erzeugte Belastungsmoment ein Anpressen der beiden Anpressbereiche gegen die jeweilige Gehäuseseite, wobei die dabei entstehenden Druckkräfte infolge des inneren Hebelarmes zwischen den Anpressbereichen relativ gering sind und somit gut vom Werkzeuggehäuse aufgenommen werden, ohne dass es zu Beschädigungen kommt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Rastmittel auf einer vom Aufhängemittel abgewandten Seite bezogen auf den zweiten Anpressbereich angeordnet und weisen wenigstens eine Kontaktfläche auf, die dem ersten Anpressbereich entgegen gerichtet ist. Dabei ist die Kontaktfläche bezogen auf die Ersteckungsrichtung des Aufhängemittels beabstandet zum zweiten Anpressbereich angeordnet. Hierdurch kann die Hakenvorrichtung das Gehäuse des Werkzeuggerätes an zwei Stellen hintergreifen, die bezogen auf die Aufhängerichtung zueinander beabstandet sind. Auf diese Weise erreicht man eine sichere Festlegung der Hakenvorrichtung. Zudem wird durch die Anordnung der Rastmittel auf der vom Aufhängemittel abgewandten Seite bezogen auf den zweiten Anpressbereich sichergestellt, dass an den Rastmitteln keine Kräfte in Folge des Belastungsmomentes auftreten. Somit müssen die Rastmittel lediglich dafür ausgelegt werden, die unbelastete Hakenvorrichtung sicher am Gehäuse zu halten beziehungsweise einen versehentlichen Druck von einer freien Seite auf die Hakenvorrichtung aufzunehmen.

Vorteilhafterweise sind zwei zueinander beabstandete Rasthaken vorgesehen, die an jeweils einem Federarm ausgebildet sind, wobei sich die Federarme zueinander parallel erstrecken. Hierdurch ist eine sichere Verrastung der Hakenvorrichtung an dem betreffenden Werkzeuggerät möglich.

Bevorzugterweise sind die beiden Federarme jeweils mit einem Betätigungselement verbunden, das von einer freien Seite des Verbindungsbereiches her zugänglich ist. Hierdurch wird eine einfache Betätigung der Rasthaken zum Lösen einer Rastverbindung ermöglicht.

Dabei ist es besonders günstig, wenn die Betätigungselemente durch einseitig flexibel gelagerte Rippenelemente gebildet sind, die durch Ausnehmungen gewonnen sind, die von der freien Seite bis zum ersten Anpressbereich durchgängig sind. Derartige durchgängige Ausnehmungen ermöglichen neben einer ausreichenden Flexibilität der Betätigungselemente zudem auch eine Be- oder Entlüftung des Werkzeuggerätes durch die Hakenvorrichtung hindurch.

Vorteilhafterweise sind die beiden Rasthaken dabei voneinander weg gerichtet und die beiden Betätigungselemente zusammen mit den beiden Federarmen aufeinander zu bewegbar. Auf diese Weise können die Betätigungselemente beispielsweise mittels Daumen und Zeigefinger einer Hand betätigt werden, um die Rastverbindung zu lösen. Somit kann die Hakenvorrichtung mit nur einer Hand vom Werkzeuggerät gelöst werden, während die andere Hand beispielsweise das Werkzeuggerät hält.

Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn die Hakenvorrichtung an einem elektrisch betriebenen Werkzeuggerät angebracht ist, das an einem Werkzeuggehäuse eine Schlitzanordnung aufweist, durch die das Hintergreifelement hindurch ragt, um die Innenseite zu hintergreifen. Hierdurch kann eine besonders stabile Verbindung zwischen der Hakenvorrichtung und dem Werkzeuggerät hergestellt werden.

Dabei ist es besonders günstig, wenn an der Schlitzanordnung in der Aufhängerichtung der Hakenvorrichtung zwei entgegengesetzt wirkende Längsanschläge vorgesehen sind, an denen jeweils ein Anschlagselement des Verbindungsbereiches anliegt.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist die Schlitzanordnung durch Lüftungsschlitze gebildet und die Hakenvorrichtung weist Ausnehmungen auf, die in Breite und Anordnung an die Lüftungsschlitze angepasst sind. Hierdurch kann die Schlitzanordnung neben der Be- und Entlüftung des Werkzeuggerätes zusätzlich zur Befestigung der Hakenvorrichtung dienen. Auf diese Weise kann an dem Werkzeuggerät auf zusätzliche Mittel zur Festlegung der Hakenvorrichtung verzichtet werden. Dadurch kann die Hakenvorrichtung auch an älteren Werkzeuggeräten nachgerüstet werden. Die Ausnehmungen der Hakenvorrichtung gewährleisten dabei, dass zur Be- und Entlüftung nach wie vor ein ausreichender freier Strömungsquerschnitt zur Verfügung steht.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Hakenvorrichtung,

2 eine Ansicht der Unterseite der Hakenvorrichtung in Richtung II aus 1,

3 eine perspektivische Ansicht der Hakenvorrichtung nach 1 und ein Gehäuse eines Werkzeuggerätes in getrenntem Zustand

4 eine Draufsicht auf das Gehäuse in Richtung III aus 2,

5 eine perspektivische Ansicht der Hakenvorrichtung und des Gehäuses nach 3 in verbundenem Zustand und

6 einen Schnitt durch die am Gehäuse befestigte Hakenvorrichtung nach 5.

1 zeigt eine Hakenvorrichtung 2 mit einem Verbindungsbereich 4, der eine Verbindungsseite 6 und eine von dieser abgewandte freie Seite 8 ausformt. Von dem Verbindungsbereich 4 weg erstreckt sich ein plattenförmiges Aufhängemittel 10 entlang einer Aufhängerichtung H.

Wie in 1 angedeutet ist die Hakenvorrichtung 2 an einem Werkzeuggerät 12, insbesondere in Form eines Schraubgerätes, festlegbar, um dieses an einem Gegenstand 14, wie beispielsweise einem Gürtel, einem Absperr-, Konstruktions- oder Schalungselement, aufhängen zu können.

Hierzu weist der Verbindungsbereich 4 an der Verbindungsseite 6 einen ersten Anpressbereich 16 auf, der an eine Aussenseite 17 eines Gehäuses 18 des Werkzeuggerätes 12 anlegbar ist. Um die Hakenvorrichtung 2 an dem Werkzeuggerät 12 zu sichern, sind an der Verbindungsseite 6 Rastmittel 20 vorgesehen, die das Gehäuse 18 hintergreifen. Auf einer dem Aufhängemittel 10 zugewandten Seite der Rastmittel 20, sind in Aufhängerichtung H beabstandet zu diesen zusätzlich zwei hakenförmige Hintergreifelemente 22 vorgesehen. Diese Hintergreifelemente 22 bilden jeweils einen dem ersten Anpressbereich 16 entgegen gerichteten und in Aufhängerichtung H versetzten zweiten Anpressbereich 24 aus, der an einer Innenseite 26 des Gehäuses 18 anliegt und dieses somit ebenfalls hintergreift.

Wie aus 2 zu entnehmen ist, sind sowohl die Rastmittel 20 als auch die Hintergreifelemente 22 jeweils paarweise, quer zur Aufhängerichtung H beabstandet zueinander angeordnet. Die Rastmittel 20 sind dabei an zwei zur Aufhängerichtung H parallelen Betätigungselementen 28, 28 gehalten. Die Betätigungselemente 28, 28 sind dabei als einseitig eingespannte, flexible Rippenelemente ausgeformt, die durch ebenfalls zur Aufhängerichtung parallele Ausnehmungen 29 gebildet sind. Diese sind durch einen gegenseitigen Druck D, D, der beispielsweise durch Daumen und Zeigefinger einer Hand aufgebracht wird, in einer jeweiligen Schwenkrichtung S, S aufeinander zu schwenkbar.

Wie in 2 und 3 dargestellt, weisen die Rastmittel 20 jeweils einen Federarm 30, 30 auf, an dessen freien Ende jeweils ein Rasthaken 32, 32 vorgesehen ist. Die Rasthaken 32, 32 sind dabei voneinander weg gerichtet und bilden eine dem ersten Anpressbereich 16 entgegen gerichtete Kontaktfläche 33, 33 aus. Am anderen Ende sind die Federarme 30, 30 mit dem jeweiligen Betätigungselement 28, 28 verbunden und somit mit diesem zusammen in Schwenkrichtung S, S verschwenkbar. Zudem ragt auf der Verbindungsseite 6 des Verbindungsbereiches 4 ein zylinderförmiges erstes Anschlagelement 34 aus dem ersten Anpressbereich 16 heraus, wie insbesondere aus 3 zu entnehmen ist.

In 3 bis 5 ist zur besseren Darstellung lediglich ein hinteres Schalenteil des Gehäuses 18 gezeigt. Dieses weist, wie insbesondere aus 4 zu entnehmen ist, eine Schlitzanordnung 36 auf, die in erster Linie zur Be- und/oder Entlüftung des Werkzeuggerätes dient. Die Schlitzanordnung 36 weist mehrere in Aufhängerichtung H gerichtete Lüftungsschlitze 38 auf, von denen zwei, wie angedeutet, etwa an die Breite der Hintergreifelemente 22 angepasst sind und von diesen hintergriffen werden. Dabei fungieren die in Aufhängerichtung H angeordneten Begrenzungen dieser Lüftungsschlitze 38 als Längsanschläge 40, mit denen zweite Anschlagselemente 41 in Anlage kommen, die durch in Aufhängerichtung H gerichtete Stirnseiten 41 der Hintergreifelemente 22 gebildet sind.

Ferner ist in die Aussenseite 17 eine Bohrung 42 eingelassen, deren Querschnitt etwa an das erste Anschlagelement 34 angepasst ist, um dieses, wie angedeutet, aufnehmen zu können. Alternativ hierzu könnte das erste Anschlagelement 34 auch an eine entgegen der Aufhängerichtung H angeordnete Begrenzung eines Lüftungsschlitzes 38 anlegbar sein, die somit ebenfalls als Längsanschlag 40 fungiert. In jedem Fall ist die Hakenvorrichtung 2 hierbei sowohl in Aufhängerichtung H als auch quer dazu beidseitig gegenüber dem Gehäuse 18 festlegbar.

Um die Hakenvorrichtung 2 an dem Werkzeuggerät 12 zu befestigen, werden zunächst die Hintergreifelemente 22, wie durch die Montagepfeile V1 in 3 angedeutet, so durch zwei Lüftungsschlitze 38 der Schlitzanordnung 36 geschoben, dass diese von den Hintergreifelementen 22 hintergriffen wird. Anschliessend werden das erste Anschlagelement 34 und der erste Anpressbereich 16 in Montagerichtung V2 auf die Aussenseite 17 des Gehäuses 18 geschwenkt. Hierbei werden die in die Schlitzanordnung 36 eintretenden Rasthaken 32, 32 zusammen mit dem jeweiligen Federarm 30, 30 und Betätigungselement 28,28 entlang ihrer jeweiligen Schwenkrichtung S, S aufeinander zu bewegt. Sobald die Rasthaken 32, 32 vollständig durch die Schlitzanordnung 36 hindurch verschwenkt sind, schnappen sie durch die Wirkung der nun vorgespannten Federarme 30, 30 und Betätigungselemente 28, 28 wieder zurück in ihre Ausgangsstellung und hintergreifen das Gehäuse 18. Hierbei liegen die Rasthaken 32, 32 der jeweiligen Kontaktfläche 33, 33 an der Innenseite 26 an. Folglich ist die Hakenvorrichtung 2 am Gehäuse 18 beziehungsweise dem Werkzeuggerät 12 festgelegt, wie in 5 dargestellt. Gleichzeitig wird das Gehäuse 18 auch von den Hintergreifelementen 22 hintergriffen, die ebenso wie die Rasthaken 32, 32 an der Innenseite 26 anliegen. Zudem wird das erste Anschlagelement 34, wie aus 6 zu entnehmen ist, in der Bohrung 42 aufgenommen, wodurch eine genaue Positionierung und Sicherung der Hakenvorrichtung 2 gegenüber dem Gehäuse 18 erfolgt. Die Lüftungsschlitze 38 stehen dabei zumindest grösstenteils in gemeinsamer Flucht mit den Ausnehmungen 29 der Hakenvorrichtung 2.

Um das Werkzeuggerät 12 an dem Gegenstand 14 aufzuhängen, wird die fest verbundene Anordnung aus Hakenvorrichtung 2 und Werkzeuggerät 12 derart auf den Gegenstand 14 aufgeschoben, dass sich dieser in einen Aufnahmebereich 44 zwischen dem Aufhängemittel 10 und der Aussenseite 17 des Gehäuses 18 schiebt. Je nach Breite b des Gegenstandes 14 wird dabei das Aufhängemittel 10 mit einem Lastdruck L beaufschlagt und mehr oder weiniger weit von der Aussenseite 17 weg gedrückt. Dieser Lastdruck L erzeugt über das Aufhängemittel 10, das als Hebel wirkt, am Verbindungsbereich 4 ein Belastungsmoment ML, das über die Anpressbereiche 16, 24 am Gehäuse 18 abgetragen wird. Dem Belastungsmoment ML entgegen wirken dabei Auflagerkräfte L1, L2 des Gehäuses 18, die aufgrund des relativ grossen Abstandes IHi zwischen den Anpressbereichen 16, 24, der als innerer Hebel wirkt, relativ gering sind. Das Belastungsmoment ML kann somit problemlos an dem Gehäuse 18 abgetragen werden.

Da die Rastmittel 20 hierbei auf der vom Aufhängemittel 10 abgewandten Seite der zweiten Anpressbereiche 24 angeordnet sind, tritt an den Rasthaken 32, 32 keine Last infolge des Belastungsmomentes ML auf. Folglich können diese so ausgelegt werden, dass sie lediglich in der Lage sind, die Hakenvorrichtung 2 bei versehentlichem Druck auf die freie Seite 8 an dem Gehäuse 18 zu halten.

Um die Hakenvorrichtung 2 bei Nichtverwendung wieder vom Werkzeuggerät 12 zu trennen, müssen die beiden Betätigungselemente 28, 28 lediglich wieder in die Schwenkrichtungen S, S aufeinander zu bewegt werden. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass von der freien Seite 8 aus beide Betätigungselemente 28, 28 mit Zeigefinger und Daumen einer Hand mit Druck beaufschlagt werden. Sobald die Rasthaken 32, 32 nicht mehr die Schlitzanordnung 36 hintergreifen, können sie wieder aus dieser heraus bewegt werden und die Hakenvorrichtung 2 kann somit vom Werkzeuggerät 12 entfernt werden.


Anspruch[de]
Hakenvorrichtung (2) für ein elektrisch betriebenes Werkzeuggerät (12), mit einem Verbindungsbereich (4), an dem ein vom Verbindungsbereich (4) weg gerichteter und an das Werkzeuggerät (12) anlegbarer erster Anpressbereich (16) sowie Rastmittel (20) vorgesehen sind, die bedarfsweise an dem Werkzeuggerät (12) verrastbar beziehungsweise von diesem lösbar sind, und von dem sich ein Aufhängemittel (10) zum bedarfsweisen Aufhängen des Werkzeuggerätes (12) weg erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verbindungsbereich (4) zusätzlich zu den Rastmitteln (20) ein dem ersten Anpressbereich (16) entgegen gesetzt gerichteter zweiter Anpressbereich (24) vorgesehen ist. Hakenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anpressbereich (24) bezogen auf eine Aufhängerichtung (H) der Hakenvorrichtung (2), auf einer dem Aufhängemittel (10) zugewandten Seite des ersten Anpressbereiches (16) beabstandet zu diesem angeordnet ist. Hakenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anpressbereich (16) durch eine erste Anlegefläche gebildet ist, die an eine Aussenseite (17) eines Werkzeuggehäuses (18) des Werkzeuggerätes (12) anlegbar ist und der zweite Anpressbereich (24) durch eine zweite Anlegefläche eines hakenförmigen Hintergreifelementes (22) gebildet ist, die an eine Innenseite (26) des Werkzeuggehäuses (18) anlegbar ist. Hakenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel (20) auf einer vom Aufhängemittel (10) abgewandten Seite des zweiten Anpressbereiches (24) angeordnet sind und wenigstens eine Kontaktfläche (33, 33) aufweisen, die dem ersten Anpressbereich (16) entgegen gerichtet ist. Hakenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander beabstandete Rasthaken (32, 32) vorgesehen sind, die an jeweils einem Federarm (30, 30) vorgesehen sind, wobei sich die Federarme (30, 30) zueinander parallel erstrecken. Hakenvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Federarme (30, 30) jeweils mit einem Betätigungselement (28, 28) verbunden sind, das von einer freien Seite (8) des Verbindungsbereiches (4) her zugänglich ist. Hakenvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungselemente (28, 28) durch einseitig flexibel gelagerte Rippenelemente gebildet sind, die durch Ausnehmungen (29) gewonnen sind, die von der freien Seite (8) bis zum ersten Anpressbereich (16) durchgängig sind. Hakenvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rasthaken (32, 32) voneinander weg gerichtet sind und die beiden Betätigungselemente (28, 28) zusammen mit den beiden Federarmen (30, 30) aufeinander zu bewegbar sind. Elektrisch betriebenes Werkzeuggerät (12) mit einer daran angebrachten Hakenvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeuggehäuse (12) eine Schlitzanordnung (36) aufweist, durch die das Hintergreifelement (22) hindurch ragt, um die Innenseite (26) zu hintergreifen. Elektrisch betriebenes Werkzeuggerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schlitzanordnung (36) zwei entgegengesetzt gerichtete Längsanschläge (40) in Aufhängerichtung (H) vorgesehen sind, an denen jeweils wenigstens ein Anschlagselement (34, 41) des Verbindungsbereiches (4) anliegt. Elektrisch betriebenes Werkzeuggerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzanordnung (36) durch Lüftungsschlitze (38) gebildet ist und die Hakenvorrichtung (2) Ausnehmungen (29) aufweist, die in Breite und Anordnung an die Lüftungsschlitze (29) angepasst sind.






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