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Dokumentenidentifikation DE102005005069B4 03.05.2007
Titel Verbindungselement mit Schraube und Mutter
Anmelder Nedschroef Plettenberg GmbH, 58840 Plettenberg, DE
Erfinder Hirschfeld, Henning,, 58840 Plettenberg, DE;
Kirschniok, Joachim, 44369 Dortmund, DE;
Kob, Peter-Wilm, 58849 Herscheid, DE
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Anmeldedatum 03.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005005069
Offenlegungstag 17.08.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse F16B 43/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
I. Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement mit Schraube und Mutter.

II. Technischer Hintergrund

Es ist ein Verbindungselement bestehend aus Schraube und Mutter bekannt, welches durch eine Zusatzausstattung eine Zusatzfunktion, über das rein axiale Verpressen zweier Teile gegeneinander hinaus, erfüllt:

Zwischen dem Schaft und dem Kopf der Schraube, und zwar drehfest hiermit verbunden, ist eine Exzenterscheibe angeordnet, die somit quasi Teil des Schraubenkopfes ist. Die Exzenterscheibe hat eine kreisrunde Außenkontur, sitzt jedoch exzentrisch zur Schraubenachse, wobei der eigentliche, in der Regel sechseckige, Schraubenkopf innerhalb des Umfanges der Exzenterscheibe liegt.

Durch Einstecken der Schraube in eine Bohrung eines ersten Bauteiles, bis diese Exzenterscheibe plan auf der Außenfläche des ersten Bauteiles anliegt, kann ein zweites, am ersten Bauteil ebenfalls plan anliegendes z. B. drittes Bauteil neben der Schraube nur soweit an die Verschraubung in Querrichtung angenähert werden, wie es die Exzenterscheibe zulässt.

Dieses Maß der Annäherung jedoch kann durch Verdrehung der Schraube und damit Veränderung der Drehlage der Exzenterscheibe verändert und genau eingestellt werden, wodurch die Relativlage des ersten und dritten Bauteiles zueinander justiert werden kann.

Die gleiche Exzentereinstellung ist nochmals am mutternseitigen Ende des Verbindungselementes vorhanden, indem dort ebenfalls eine Exzenterscheibe in Form einer Unterlegscheibe zur Mutter vorhanden ist.

Da sich auch diese zweite Exzenterscheibe mit dem Schaft der Schraube mitdrehen soll, um die genannte Funktion auch dort zu erfüllen, weist der Schaft der Schraube eine axial verlaufende Nut auf, in welche eine Nase, die im Innenumfang der Unterlegscheibe ausgebildet ist, formschlüssig eingreift, sobald diese exzentrische Unterlegscheibe vom freien Ende her auf den Schraubenschaft aufgesteckt wird. Wenn die endseitige Mutter aufgeschraubt wird, kann die Exzenterscheibe axial zum Schraubenschaft verschoben werden, behält jedoch seine Drehlage zum Schaft und damit analog zur anderen Exzenterscheibe bei.

Dementsprechend umfasst dieses Verbindungselement drei separat zu handhabende Teile, nämlich

  • – Schraube mit einstückig daran ausgeformter erster Exzenterscheibe,
  • – exzentrische Unterlegscheibe als zweite Exzenterscheibe
  • – Mutter, in der Regel eine selbstsichernde Mutter.

Da bei der Montage diese drei Teile nicht nur zusammengefügt, sondern während des Festziehens auch die gewünschte Drehlage der Exzenterscheiben genau eingestellt werden muss, ist die Handhabung für den Bediener nicht einfach, und vor allem ist die Montage des Verbindungselements mit diesen vielen Teilen nicht automatisierbar mittels eines Schraubautomaten etc.

Aus der DE 460 955 C ist ebenfalls eine mit dem Schraubenbolzen mitdrehende Beilagscheibe bekannt, die gegenüber der Mutter drehbar, aber auch verlierbar ist.

Aus der DE 24 49 897 A1 sowie der DE 14 75 044 A sind weiterhin separate Unterlegscheiben mit exzentrischer oder auch unrunder Außenkontur bekannt.

III. Darstellung der Erfindung Technische Aufgabe

Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, ein Verbindungselement mit der gattungsgemäßen Funktion zu schaffen, welches einfacher zu handhaben und zu montieren ist und dennoch einfach und kostengünstig herstellbar ist, ohne funktionale Nachteile aufzuweisen.

Lösung der Aufgabe

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Durch die unrunde Innenkontur der Unterlegscheibe und entsprechende, formschlüssig zusammenwirkende, Gestaltung des Querschnittes des Schraubenschaftes, vorzugsweise im Längenbereich des Gewindes, ist die Unterlegscheibe einerseits unverlierbar und damit einheitlich handhabbar mit der Mutter verbunden, bleibt jedoch andererseits in ihrer Drehlage aufgrund des Formschlusses mit dem Schraubenschaft immer in Übereinstimmung mit der Drehlage der Schraube.

Beim Festziehen der Mutter wird also wie gewünscht die Unterlegscheibe zunehmend zwischen Mutter und dem zu verschraubenden Bauteil verpresst, dreht jedoch zuverlässig nicht mit der Mutter mit, sondern behält immer die gleiche Drehlage zum Schraubenschaft und damit zu dem zu fixierenden Bauteil bei. Nur wenn von der Schraubenkopfseite her durch Einwirkung auf den Schraubenkopf der Schraubenschaft gedreht wird, wird im gleichen Maße mit dem Schaft auch die Unterlegscheibe mitgedreht.

Da die Unterlegscheibe eine Außenkontur besitzt, die unrund ist oder zwar rund, aber exzentrisch zur Schraubachse angeordnet ist, kann die Außenkontur der Unterlegscheibe als Einstellmittel gegenüber einem dritten Bauteil etc. benutzt werden.

In diesem Fall kann die Verschraubung zusätzlich auf der Seite des Schraubenkopfes der Schraubenkopf eine Kopfscheibe aufweisen, deren Außenkontur der der Unterlegscheibe auf der gegenüberliegenden Seite der Verschraubung entspricht, jedoch mindestens drehfest, insbesondere auch in Längsrichtung fest, mit der Schraube, insbesondere deren Schaft, verbunden sein.

Dies kann beispielsweise erreicht werden durch eine Kopfscheibe, die einstückig zusammen mit Schraubenschaft und/oder Schraubenkopf zusammen hergestellt oder mit diesem drehfest verbunden, insbesondere verschweißt ist.

Eine kostengünstigere Lösung könnte darin bestehen, zwei gleichgestaltete Scheiben als Unterlegscheibe für die Mutter einerseits und Kopfscheibe andererseits auszubilden, und in gleicher Weise durch unrunde Ausbildung der Innenkontur dieser Scheiben und entsprechender Gestaltung der Außenkontur des Schraubenschaftes diese drehfest zusammenwirken zu lassen.

Die unrunde Außenkontur des Schraubenschaftes wird auf einfache Art und Weise dadurch erzielt, dass im Schraubenschaft in dessen Längsrichtung verlaufend an einer oder mehreren Stellen des Umfanges eine Nut eingearbeitet ist, und die Innenkontur der Scheibe, insbesondere der Unterlegscheibe, einen entsprechenden in den inneren Freiraum hinein vorstehenden Fortsatz aufweist.

Das Spiel in Umfangsrichtung zwischen den Flanken des Fortsatzes und den Flanken der Nut, aber auch das Spiel zwischen Innendurchmesser der Innenkontur der Scheibe und dem Außendurchmesser des Schraubenschaftes sollte dabei nicht mehr als 0,6 mm, insbesondere 0,4 mm, insbesondere 0,3 mm, betragen.

Um das Spiel in Umfangsrichtung möglichst gering zu halten und damit bei Drehung des Schraubenschaftes die Unterlegscheibe und/oder die Kopfscheibe möglichst sofort in Umfangsrichtung mitzuführen, sollten die Flanken des Fortsatzes im Idealfall parallel zueinander verlaufen, wenigstens jedoch einen möglichst geringen Winkel zwischen sich bilden, von höchstens 50°, insbesondere höchstens 30°, insbesondere höchstens 20°.

Aus Gründen der Rissverhinderung gehen die Flanken dabei möglichst stark gerundet in den Rest der Innenkontur über. Das freie Ende des Fortsatzes ist vorzugsweise gerundet ausgebildet.

Der Fortsatz hat damit insgesamt eine entweder V-förmige oder rechteckige Kontur mit gerundeten Ecken. Der Rest der Innenkontur ist – abgesehen von dem Fortsatz – entweder kreisrund gestaltet oder hufeisenförmig mit seinen freien Enden beidseits des Fortsatzes.

Durch Anordnung von zwei bezüglich der Schraubachse einander gegenüberliegenden Fortsätzen hängt das Spiel in Drehrichtung zwischen Scheibe und Schraubenschaft nur noch vom Spiel der Fortsätze in den Nuten, nicht mehr jedoch vom übrigen Spiel zwischen Außendurchmesser des Schraubenschaftes und übriger Innenkontur der Scheibe ab. Dieses Spiel kann jedoch leichter minimiert werden, beispielsweise durch konischen, kleiner werdenden, Verlauf der Nut im Schraubenschaft vom freien Ende zum Schraubenkopf hin

Die unverlierbare Drehbarkeit der Mutter, die in der Regel einen Kopfteil zum Ansetzen eines Werkzeuges, z. B. einen Außensechskant, und andererseits einen daran anschließenden Flanschteil zur Anlage an dem zu fixierenden Bauteil umfasst, wird erreicht, indem ein ringförmig oder wenigstens teilweise kreisringförmig umlaufender Vorsprung formschlüssig in einer entsprechenden Hohlkehle anliegt, so dass ein axiales Herausbewegen des umlaufenden Vorsprunges aus der umlaufenden Hohlkehle verhindert ist.

Dabei ist entweder die Hohlkehle oder der umlaufende Vorsprung an der Mutter, insbesondere dem Flanschteil der Mutter, ausgebildet, das jeweilige Gegenstück an der Scheibe, insbesondere der Unterlegscheibe.

Eine besonders einfache und kostengünstige Lösung ergibt sich dadurch, dass Flanschmuttern mit einem nach außen unten schräg abfallenden und dadurch einen Vorsprung bildenden Außenumfang am Flanschteil drehbar aber axial nicht herausnehmbar und damit unverlierbar in einer topfförmigen Zwischenscheibe aufgenommen sind, deren Rand nach oben innen gekrümmt ist und dadurch eine Hohlkehle bildet, in der der vorstehende, insbesondere schräg abfallende äußere Rand des Flanschteiles der Mutter formschlüssig drehbar gehalten ist. Der Boden einer solchen topfförmigen Zwischenscheibe weist eine Durchgangsöffnung auf, die mindestens so groß ist wie das Innengewinde der entsprechenden Mutter, und mit diesem fluchtend.

Durch drehfeste Anordnung der Zwischenscheibe auf einer Seite der Unterlegscheibe, fluchtend mit deren Innenkontur, beispielsweise mittels Verschweißen oder Verkleben, wird eine einzige, einheitlich zu handhabende Baugruppe geschaffen, bei der dennoch die Mutter gegenüber der Unterlegscheibe drehbar ist.

Statt einer topfförmigen Zwischenscheibe kann eine solche Zwischenscheibe auch flachzylindrisch ausgebildet sein mit einer konischen Durchgangsöffnung. Durch Anlage und Befestigen, insbesondere Verschweißen auf einer Außenfläche der Unterlegscheibe, wiederum an der gewünschten Position fluchtend mit deren Innenkontur, steht die Kontaktfläche der Unterlegscheibe über die breite Seite der konischen Durchgangsöffnung der Zwischenscheibe vor und bildet dadurch eine V-förmige Hohlkehle, in welcher ein entsprechend nach außen ragender umlaufender Vorsprung des Flanschteiles der Mutter drehbar sitzt.

Anstelle einer topfförmigen Zwischenscheibe, die insbesondere aus einem Blechmaterial bestehen kann, kann eine solche Zwischenscheibe beidseits der Mittelachse auch jeweils im Querschnitt Z-förmig ausgebildet sein, wodurch die zweite entstehende, nach außen weisende Hohlkehle zum formschlüssig radialen Aufnehmen eines Teils des Umfanges der Innenkontur der Unterlegscheibe und deren Verschweißung, Verklemmung oder anderen drehfesten Verbindung zum Zwecke der Drehfestigkeit dienen kann.

Prinzipiell ist auch die direkte Ausbildung von Hohlkehle bzw. Vorsprung an der Unterlegscheibe statt an einer Zwischenscheibe möglich, dann jedoch vorzugsweise so, dass an der Unterlegscheibe der Vorsprung ausgebildet ist, und zwar nur über einen Teil der axialen Dicke der Unterlegscheibe, und zwar radial über einen vollen Umfang durchgehend, während der Fortsatz in der Innenkontur der Unterlegscheibe nur am Rest der axialen Dicke ausgebildet ist.

Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im folgenden beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:

1: eine gattungsgemäße Verschraubung gemäß dem Stand der Technik,

2: Lösungen mit Zwischenscheibe,

3: eine Lösung ohne Zwischenscheibe, und

4: eine Lösung mit Zwischenklammer.

1a zeigt die fertiggestellte Verschraubung geschnitten entlang der Schraubachse 11, die gleichzeitig die axiale Richtung 10 der Verschraubung ist.

1c zeigt die dabei verwendete Unterlegscheibe 2 in der Aufsicht als Einzelteil, während 1b die verwendete Schraube 3 vom freien Ende her betrachtet, in Querschnittsdarstellung entlang der Linie b-b zeigt.

Die Schraube 3 erstreckt sich dabei durch die in Fluchtung zueinander gebrachten Bohrungen 20, 20' zwei aneinander liegender und gegeneinander zu verspannender Bauteile A, B hindurch.

Der Schraubenkopf liegt dabei mittels der fest – symbolisiert durch die Schweißnaht 19 – mit ihm verbundenen Kopfscheibe 3b1 an der Außenfläche des Bauteils B an, während von der Gegenseite auf das freie Ende des aus dem Bauteil A vorstehenden Schraubenschaftes 3a zunächst eine Unterlegscheibe 2 aufgeschoben ist, und anschließend eine Mutter 1 mit einem Kopfteil 1b und einem Flanschteil 1a aufgeschraubt ist, welche über die Unterlegscheibe 2 gegen die Außenseite des Teiles A presst.

Die Unterlegscheibe 2 und die Kopfscheibe 3b1 besitzen dabei die gleiche Außenkontur, in diesem Fall eine gleichrunde Außenkontur, die bezüglich der Schraubachse 11 jedoch mittig versetzt und in beiden Fällen gleich exzentrisch angeordnet ist.

Im Zustand der fertiggestellten Verschraubung sollen somit die Außenkonturen 4, 4' der beiden Scheiben 2 bzw. 3b1 betrachtet in axialer Richtung 10 fluchtend zueinander liegen. Dies ist sichergestellt, indem sich beide Scheiben in der immer gleichen Drehlage um die Schraubachse 11 relativ zur Schraube 3 befinden:

Für die Kopfscheibe 3b1 ist dies sichergestellt durch drehfeste Verbindung mit dem Rest der Schraube, insbesondere dem Schraubenkopf 3b, beispielsweise durch die dargestellte Schweißnaht 19.

Für die Unterlegscheibe 2 ist dies sichergestellt durch eine Gestaltung der Innenkontur 5 ihrer Durchgangsöffnung 6, die einen in die Durchgangsöffnung 6 so stark hineinragenden Fortsatz 5a aufweist, dass dieser beim Aufstecken der Unterlegscheibe 2 auf den Schaft 3a der Schraube 3 in eine dort im Außenumfang vorhandene Längsnut 8 formschlüssig eingreift.

Durch diese Anordnung kann – zum Beispiel vor dem endgültigen Festziehen der Mutter 1 – durch Ansetzen eines Werkzeuges am Kopf 3b der Schraube 3 diese Schraube geringfügig verdreht und dadurch an dem Außenumfang der Scheiben 2 bzw. 3b1 anliegende weitere Bauteile C, D auf einen definierten und in beiden Fällen gleichen Abstand zur Schraubachse 11 eingestellt werden. Nach endgültigem Festziehen der Mutter 1 kann dieser so eingestellte Abstand zur Schraubachse 11 nicht mehr unterschritten werden.

Während in den 1 die Mutter 1 und Unterlegscheibe 2 noch voneinander getrennte, einzeln zu handhabende Bauteile waren, und die Verschraubung somit aus drei Teilen bestand, zeigen die 2 bis 4 Lösungen der unverlierbaren, jedoch drehbaren Verbindung von Mutter 1 und exzentrischer Unterlegscheibe 2 miteinander:

Die 2a und 2b bedienen sich hierzu einer Zwischenscheibe 14a bzw. 14b, die jeweils eine Durchgangsöffnung 15 aufweisen und auf der Unterlegscheibe 2 mit der Durchgangsöffnung 15 fluchtend mit deren Durchgangsöffnung 6 aufgesetzt und drehfest verbunden, beispielsweise mittels der Schweißnaht 19 verschweißt, sind.

In 2a ist die Zwischenscheibe 14a ein topfförmig gebogenes Blechteil, dessen Ränder nach oben und innen umgebogen sind, so dass eine innen umlaufende Hohlkehle 12 entsteht, in die – vor dem Umbiegen der Ränder nach innen – der nach außen vorstehende Flanschteil 1a der Mutter 1 als Vorsprung 13 umlaufend hineinragt und damit in der so entstandenen umlaufenden Hohlkehle 12 der nach innen gekröpften Ränder der Zwischenscheibe 14a drehfest, jedoch unverlierbar, da in axialer Richtung nicht herausziehbar, gehalten ist.

Da die Durchgangsöffnungen der Mutter 1, der Zwischenscheibe 14 und der Unterlegscheibe 2 so zueinander fluchten, dass beim Aufschrauben der Mutter 1 auf den genuteten Schraubenschaft 3a der Vorsprung 5a der Innenkontur 5 der Unterlegscheibe 2 nach wie vor in die Nut 8 des Schraubenschaftes eingreift, ist die gewünschte Funktionalität nach wie vor erhalten.

Die Anzahl der separat zu handhabenden Einzelteile der Verschraubung ist jedoch auf zwei reduziert und damit die Verschraubung leichter zu automatisieren.

In 2b ist die Zwischenscheibe 14b eine flachzylindrische Scheibe, jedoch von deutlich größere Dicke als das Material der topfförmigen Scheibe 14a, die aus Blechmaterial besteht.

Die Durchgangsbohrung 15 ist dabei konisch sich erweiternd zu derjenigen Seite hin ausgebildet, mit der die Zwischenscheibe 14b an die Unterlegscheibe 2 angelegt und mit dieser wiederum verschweißt wird.

Dadurch, dass die Seite der größeren Öffnung der konischen Durchgangsöffnung 15 größer ist als die hierzu fluchtende Durchgangsöffnung 6 in der Unterlegscheibe 2, entsteht eine V-förmige Hohlkehle 12, in die wiederum ein entsprechend geformter Vorsprung 13 am Flanschende der Mutter 1 formschlüssig, aber drehbar, aufgenommen ist.

Wie bereits bisher üblich, werden die Mutter 1 und die Zwischenscheibe 14a, b einzeln vorgefertigt und durch ein Umformverfahren der Zwischenscheibe nach dem Einsetzen der Mutter 1 formschlüssig, jedoch drehbar, miteinander verbunden. Anschließend muss das Fixieren der Zwischenscheibe 14a, b an Unterlegscheibe 2, beispielsweise durch Verschweißen, erfolgen.

Die 4b zeigt eine zu 2a ähnliche Lösung, bei der eine etwa topfförmige Zwischenscheibe 14a' aus einem Blechteil topfförmig gebogen ist, jedoch zusätzlich an zwei einander gegenüberliegenden Stellen des Umfangs zusätzlich eine Ausbiegung 16 von der Durchgangsöffnung 15 aus nach außen und auf die von der Topfseite abgewandte Gegenseite aufweist.

Diese Ausbiegungen 16 können – sofern sie sich parallel zur Längsrichtung 10 erstrecken – durch die Durchgangsöffnung 6 der Unterlegscheibe 2 durchgesteckt werden. Wenn die Durchgangsöffnung 6 der Unterlegscheibe 2 in diesen Umfangsbereichen ebenfalls konisch ausgebildet ist, mit der kleineren Seite zur Mutter 1 und Zwischenscheibe 14a hin, so können anschließend die Ausbiegungen 16 nach außen gebogen werden und halten in ihrer dann gebildeten Außennut die Innenkontur 5 der Unterlegscheibe 2 in axialer Richtung formschlüssig fest, während ein Verdrehen zwischen beiden verhindert ist durch die unrunde Ausbildung der Innenkontur 5, an die die Ausbiegungen 16 angepasst sein müssen.

Dies ist beispielsweise möglich, indem die Innenkontur 5 – abgesehen von dem nach innen weisenden Fortsatz 5a – keine runde Kontur, sondern eine Kontur mit geraden seitlichen Flanken beidseits des Fortsatzes 5a aufweist, und damit in etwa die Form eines Hufeisens.

Auf diese Art und Weise ist ein Verschweißen und alle damit verbundenen Nachteile zwischen Unterlegscheibe 2 und der Zwischenscheibe 14a' vermeidbar, und ergibt trotzdem eine drehfeste Verbindung zwischen diesen beiden Bauteilen, wobei natürlich die Drehbarkeit der Mutter 1 gegenüber der Unterlegscheibe 2 erhalten bleibt.

3b zeigt eine Lösung, bei der die Mutter 1 direkt an der Unterlegscheibe 2 drehfest, aber unverlierbar, gehalten ist.

Dabei ist vorzugsweise die Hohlkehle 12' an der Mutter 1 ausgebildet, vorzugsweise durch eine Einschnürung zwischen deren Kopfteil 1b und Flanschteil 1a.

In diese Hohlkehle 12' greift formschlüssig ein Vorsprung ein, der an der Innenkontur 5 nach innen vorstehend analog ausgebildet ist, vorzugsweise V-förmig wie die Hohlkehle 12', und zwar über wenigstens etwas mehr als 180° des Umfanges.

Im Bereich der Nase 5a der Innenkontur 5 der Unterlegscheibe 2 kann dieser Vorsprung 13 ebenfalls vorhanden sein, und damit gegebenenfalls auch über den gesamten Umfang durchgehen, jedoch erstreckt sich in axialer Richtung der Vorsprung 13 dann nur über einen Teil der Dicke der Unterlegscheibe 2.

Über den Rest der Dicke erstreckt sich der Vorsprung 5a radial nach innen in das Innere der Innenkontur 5 hinein.

Der Vorsprung 13 wird an der Unterlegscheibe 2 nach Einsetzen der Mutter 1 durch ein Umformverfahren in die Hohlkehle 12' hinein verformt.

3a zeigt im Schnitt entlang der Linie A-A das für das Aufstecken der Mutter mit Unterlegscheibe notwendige, noch nicht vollständig erfolgte Ausrichten der Nut 8 in der Schraube 3 auf den Fortsatz 5a an der Unterlegscheibe 2.

1
Mutter
2
Unterlegscheibe
3
Schraube
3a
Schaft
3b
Kopf
3b1
Kopfscheibe
4, 4'
Außenkontur
5
Innenkontur
5a
Fortsatz
6
Durchgangsöffnung
7
Innengewinde
8
Nut
9
Außengewinde
10
axiale Richtung
11
Schraubachse
12, 12'
Hohlkehle
13
Vorsprung
14a, b
Zwischenscheibe
15
Durchgangsöffnung
16
Ausbiegung
19
Schweißnaht
20, 20'
Bohrung


Anspruch[de]
Mutter (1) mit, relativ zur Mutter drehbarer, Unterlegscheibe (2), wobei die Unterlegscheibe (2) eine unrunde Innenkontur (5) aufweist, die in den Bereich des Innengewindes (7) der Mutter (1), insbesondere in die Durchgangsöffnung (6) des Innengewindes (7) der Mutter (1), hineinragt.

dadurch gekennzeichnet, dass

– die Unterlegscheibe (2) unverlierbar mit der Mutter (1) verbunden ist, und

– die Unterlegscheibe (2) eine unrunde oder exzentrisch zur Schraubachse (11) der Mutter liegende Außenkontur (4) aufweist.
Verbindungselement mit einer Schraube (3) und einer darauf aufschraubbaren Mutter (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenschaft (3a) einen unrunden, formschlüssig mit der Innenkontur (5) der Unterlegscheibe (2) der Mutter (1) zusammenwirkenden, Querschnitt aufweist. Verbindungselement mit einer Schraube (3) und einer darauf aufschraubbaren Mutter (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Kopf (3b) der Schraube (3) eine unrunde und/oder exzentrisch zur Schraubachse (11) der Schraube (3) liegenden Außenkontur (4') aufweist, insbesondere eine Außenkontur (4') gleicher Form und Lage zu derjenigen (4) der Unterlegscheibe (2) der Mutter (1), wenn diese formschlüssig auf dem Schraubenschaft (3a) sitzt. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenumfang der Mutter (1), insbesondere der Außendurchmesser von deren Kopfteil (1b), einerseits und die Unterlegscheibe (2) andererseits im einen Fall eine Hohlkehle (12) und im anderen Fall einen Vorsprung (13) aufweisen, die wenigstens teilweise kreisringförmig umlaufend ausgebildet sind und formschlüssig zusammenwirken, um ein axiales Herausbewegen des Vorsprunges (13) aus der Hohlkehle (12) zu verhindern. Verbindungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkehle (12) im Innenumfang einer topfförmigen Zwischenscheibe (14a) ausgebildet ist, deren Boden zentrisch eine Durchgangsöffnung (15) aufweist, und die auf einer Seite der Unterlegscheibe (2) fluchtend mit deren Innenkontur (5) aufgesetzt und drehfest verbunden, insbesondere verschweißt ist. Verbindungselement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkehle (12) im Innenumfang einer flachzylindrischen Zwischenscheibe (14b) ausgebildet ist, deren Boden zentrisch eine Durchgangsöffnung (15) aufweist, und die auf einer Seite der Unterlegscheibe (2) fluchtend mit deren Innenkontur (5) aufgesetzt und drehfest verbunden, insbesondere verschweißt ist, wobei insbesondere die Hohlkehle (12) durch eine konische Durchgangsöffnung (15) in der Zwischenscheibe (14b) und die auf der breiteren Seite des Konus dicht anliegende Unterlegscheibe (2) gebildet wird. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die topfförmige Zwischenscheibe (14a) in ihrem Querschnitt auf zwei Seiten Z-förmig gestaltet ist, und in der inneren Hohlkehle der Außenumfang des Kopfteiles (1b) der Mutter (1) als Vorsprung (13) drehbar angeordnet ist, und in der nach außen weisenden Hohlkehle (12') die nach innen weisenden Kanten der Innenkontur (5) der Unterlegscheibe (2) auf wenigstens zwei einander gegenüberliegenden Seiten hineinragen und insbesondere aufgrund ihrer unrunden Ausbildung mit dieser drehfest verbunden sind. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkehle (12) im Außenumfang der Mutter (1), insbesondere am Übergang zwischen deren Flanschteil (1a) und deren Kopfteil (1b), ausgebildet ist und der Vorsprung (13) aus einem Teil der axialen Erstreckung der Innenkontur (5) der Unterlegscheibe (2) ringförmig umlaufend besteht, während ein Fortsatz (5a) der Innenkontur nur im restlichen Teil der axialen Erstreckung der Unterlegscheibe (2) ausgebildet ist. Verbindungselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung betrachtet der Fortsatz (5a) relativ zur unrunden oder exzentrischen Außenkontur (4) der Unterlegscheibe (2) gegenüber der Soll-Relativlage um das zwischen dem Fortsatz (5a) der Unterlegscheibe (2) und der Nut (8) im Schrauben-Schaft (3a) vorhandene Spiel in Drehrichtung versetzt, insbesondere versetzt in Abschraub-Richtung der Mutter, angeordnet ist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur des Schraubenschaftes (3a) möglichst spielfrei mit der Innenkontur (5) der Unterlegscheibe (2) der Mutter (1) zusammenwirkt. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur (5) einen in den Freiraum hineinragenden Fortsatz (5a) aufweist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Flanken des Fortsatzes (5a) einen Zwischenwinkel von weniger als 50°, insbesondere weniger als 40°, insbesondere weniger als 30°, insbesondere weniger als 20° zueinander besitzen. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken des Fortsatzes (5a) gerundet in den Rest der Innenkontur (5) übergehen. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (5a) ein gerundetes freies Ende aufweist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (5a) V-förmig oder rechteckig gestaltet ist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur (5) zwei Fortsätze (5a, 5a') umfasst. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass die Innenkontur (5) abgesehen von dem wenigstens einen Fortsatz (5a) kreisförmig gestaltet ist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur (5) abgesehen vom nach innen ragenden Fortsatz (5a) hufeisenförmig gestaltet ist mit den freien Enden des Hufeisens beidseits neben dem Fortsatz (5a). Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spiel zwischen dem Außendurchmesser des Außengewindes (9) auf dem Schaft (3a) der Schraube (3) maximal 0,4 mm, insbesondere maximal 0,3 mm, insbesondere maximal 0,2 mm kleiner ist als der entsprechende Innendurchmesser der Innenkontur (5) der Unterlegscheibe (2). Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der unrunde Querschnitt des Schraubenschaftes (3a) eine Nut (8) aufweist entsprechend dem Fortsatz (5a), und die Nut (8) einen vom freien Ende in Richtung Schraubenkopf (3b) abnehmende Größe, insbesondere abnehmende Breite, aufweist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur (4, 4') exzentrisch zur Schraubachse (11) liegt, jedoch rund ausgebildet ist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur (4, 4') exzentrisch zur Schraubachse (11) liegt und unrund, insbesondere elliptisch oder sichelförmig mit gleichmäßig zunehmendem Abstand von der Schraubachse (11) ausgebildet ist. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenfläche der Unterlegscheibe (2) und/oder dem Kopf (3b) der Schraube Markierungen, insbesondere nicht entfernbare Markierungen, entlang des Umfanges angeordnet und insbesondere beschriftet sind. Verbindungselement nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (3b) eine Kopfscheibe (3b1) umfasst, die drehfest mit dem Kopf (3b) verbunden, insbesondere verschweißt oder einstückig zusammen mit diesem ausgebildet ist und auf dieser die Markierungen angeordnet sind.






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