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Dokumentenidentifikation DE102005037755B4 03.05.2007
Titel Rollladenkasten zur außenseitigen Montage oberhalb eines Fensters
Anmelder roma Rolladensysteme GmbH, 89331 Burgau, DE
Erfinder Maier, Wilfried, 89189 Neenstetten, DE;
Pfaudler, Volker, 89349 Burtenbach, DE
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Anmeldedatum 10.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005037755
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/17(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rollladenkasten zur außenseitigen Montage oberhalb eines Fensters, insbesondere oberhalb eines nach außen ausschwenkbaren Dachfensters gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen mit dem Rollladenkasten ausgestatteten Rollladen.

Bei Dachfenstern, aber auch bei anderen Fenstern, die nicht von einer Fensterlaibung eingeschlossen werden, erfolgt die Montage von an den Fenstern anzubringenden Rollläden nicht im Mauerwerk der Fensterlaibung oberhalb des Fensters, sondern als Aufsatz von außen, im Falle eines in einer Mauer vorgesehenen Fensters beispielsweise als Überputzaufsatz auf entsprechende Haltekonsolen am Mauerwerk bzw. an der Fasadenkonstruktion oberhalb des Fensters.

Bei anderen bekannten Konstruktionen ist dagegen eine Montage des Rollladenkastens direkt am Fensterrahmen vorgesehen, insbesondere bei Dachfenstern. Dazu sind herkömmlich an den beiden Stirnseiten des Rollladenkastens Blechplatten angeschraubt, die einen Befestigungsabschnitt zum Verschrauben mit dem Fensterrahmen bzw. der Fassadenkonstruktion aufweisen, der entsprechend den geometrischen Gegebenheiten abgekantet ist.

Die Montage eines solchen, von außen aufzubringenden Rollladenkastens an einem Fensterrahmen bzw. oberhalb eines Fensterrahmens erfordert daher einen ersten Arbeitsgang, in dem die Halter (Haltebleche oder -konsolen) an dem Fensterrahmen bzw. der Fasadenkonstruktion angeschraubt werden und dann einen zweiten Arbeitsgang, in dem der Rollladenkasten an die Halter angeschraubt wird. Dabei muss der Rollladenkasten in Position gebracht und dort gehalten werden, wodurch ein zweiter Monteur nötig ist.

Bei heutigen Rollläden werden darüber hinaus vom Verbraucher keine von außen zu sehenden Haltebleche oder dergleichen akzeptiert. Daher sind die Haltebleche bei modernen Rollladenkästen zum Verschrauben mit der Unterseite des Rollladenkastens ausgebildet oder in das Innere des Rollladenkastens hineingeführt. In diesem Fall ist dabei keine Montage des Rollladenkastens in einem Stück möglich. Denn um an die vorgesehene Verschraubung des Rollladenkastens mit den Halteblechen heranzukommen, muss das Oberteil des Rollladenkastens abgenommen werden, so dass die Verschraubung zugänglich ist. Erst in diesem zerlegten Zustand kann die Verschraubung durchgeführt werden, woraufhin dann das Oberteil mit dem an die Haltebleche angeschraubten Unterteil wieder zu verbinden ist. Insbesondere beim Anbringen von Rollladenkästen an Dachfenstern auf der schiefen Ebene des Daches erfolgt die Montage unter schwierigen Bedingungen.

Der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 20 2005 000 943 U1 ist ferner ein an einem Fensterrahmen eines Dachfensters montierbarer Rollladenkasten zu entnehmen, an dessen Stirnseiten Haltebleche bzw. Lagerböcke mittels Lagerzapfen schwenkbeweglich befestigt sind. Die Haltebleche weisen dabei jeweils eine Stützwand auf, mit der sie sich auf der Oberseite des Fensterrahmens abstützen, sowie in ihrem unteren Bereich einen Hintergriffssteg, welcher beim Aufsetzen des Rollladenkastens auf den Fensterrahmen entlang einer an dem Fensterrahmen vorgesehenen schiefen Ebene nach unten gleitet, wobei sich das Halteblech elastisch aufweitet und bei Erreichen der vorgesehenen Montagestellung in eine Aufnahmevertiefung im Fensterrahmen einschnappt. Dadurch wird der Rollladenkasten in der Montagestellung fixiert, wonach der Monteur die Lagerböcke an dafür vorgesehenen Stellen an dem Fensterrahmen anschrauben kann.

Zwar wird mit dieser Anordnung eine einfache Montage des Rollladenkastens an einem Dachfenster erreicht. Es ergeben sich hier jedoch, wie obenstehend angesprochen, aus ästhetischen Gründen Akzeptanzprobleme beim Verbraucher, da die Haltebleche von außen zu sehen sind und den optischen Gesamteindruck einer glatten Außenkontur des Rollladenkastens beeinträchtigen. Ferner ist nach dem Einrasten der Hintergriffsstege der Lagerböcke in die Aufnahmevertiefungen am Fensterrahmen ein zusätzlicher Arbeitsgang, nämlich ein Verschrauben der Lagerböcke mit dem Fensterrahmen nötig. Nachteilig ist ferner, dass das Dachfenster schon vorher auf den Rollladenkasten abgestimmt sein muss, d.h. dass es für jeden Hintergriffssteg eine schiefen Ebene und eine entsprechende Aufnahmevertiefung aufweisen muss. Ein Nachrüsten von bereits bestehenden Fenstern ist damit nicht mehr möglich.

Hiervon ausgehend ist es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rollladenkasten zur außenseitigen Montage oberhalb einer Fensteröffnung zu schaffen, der sowohl bei Neubauten als auch bei Altbaurenovierungen auf einfache Weise montiert werden kann und einen ästhetischen Gesamteindruck aufweist, sowie einen Rollladen mit dem Rollladenkasten.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Rollladenkastens mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, hinsichtlich des Rollladens mit den Merkmalen des Anspruchs 11.

Erfindungsgemäß weist der Rollladenkasten eine Kastenhalterung auf, die zumindest einen fenster- bzw. gebäudeseitigen befestigbaren Halter hat, der mit einer Einstecköffnung versehen ist. Der Einstecköffnung ist ein am Rollladenkasten vorgesehener, zur Wickelwellenachse achsparalleler Arretierbolzen zugeordnet, der in axialer Richtung verschiebbar und von außen betätigbar im Rollladenkasten aufgenommen ist.

Bei der Montage des erfindungsgemäßen Rollladenkastens entfällt daher der Arbeitsgang des Verschraubens des Rollladenkastens mit dem Halter. Der Halter muss lediglich an dem Fensterrahmen oder der Fassaden- bzw. Dachkonstruktion befestigt werden, woraufhin der Rollladen als Ganzes aufgesetzt wird und durch Einschieben des Arretierbolzens in die Einstecköffnung an dem Halter eingehängt wird. Es erfolgt somit eine wesentliche Erleichterung der Montage des Rollladenkastens.

Dabei kann die Verbindung des Kastens mit dem Halter über die Einstecköffnung und den komplementären Arretierbolzen lediglich auf einer Stirnseite des Rollladenkastens vorgesehen sein, wohingegen auf der anderen Stirnseite beispielsweise ein Einschub für den Rollladenkasten vorgesehen ist. Vorzugsweise ist jedoch auf beiden Stirnseiten des Rollladenkastens ein Halter mit einer Einstecköffnung sowie ein dazu komplementärer Arretierbolzen am Rollladenkasten vorgesehen.

Vorteilhaft ist der Arretierbolzen ferner zu einer Verriegelungsstellung hin vorgespannt, d. h. dass er zur Einstecköffnung hin gedrängt wird. Der Monteur muss dann den Arretierbolzen lediglich beim Einlegen des Rollladenkastens zurückziehen, woraufhin er selbsttätig in die Einstecköffnung einschnappt, wenn der Arretierbolzen in eine fluchtende Stellung mit der Einstecköffnung gelangt. Danach ist eine sichere Verbindung des Kastens mit dem Halter sichergestellt, da der Arretierbolzen durch die Vorspannkraft in der verriegelten Stellung gehalten ist. Alternativ oder ergänzend dazu kann auch ein Sicherungssplint auf der der Aufnahme des Bolzens im Rollladenkasten gegenüberliegenden Seite der Einstecköffnung vorgesehen sein, mit dem der Bolzen in seiner Position gesichert ist. Auch eine Sicherung per Sicherungsmutter wäre denkbar.

Vorteilhaft ist die Aufnahme des Arretierbolzens im Rollladenkasten so gestaltet, dass eine eingezogene Montagestellung des Arretierbolzens definiert ist, in der der Rollladenkasten in die Halterung eingesetzt werden kann, sowie eine ausgefahrene Verriegelungsstellung des Arretierbolzens, in der der Arretierbolzen gesichert in der Einstecköffnung steckt.

Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der Arretierbolzen einen sich in Radialrichtung erstreckenden Betätigungszapfen aufweist, der durch eine sich in Axialrichtung erstreckende Nut in der Wand der Aufnahme des Arretierbolzens aus dem Rollladenkasten herausgeführt ist, wobei die Nut ferner quer zur axialen Richtung verlaufende Nutabschnitte hat, in die der Betätigungszapfen durch Drehbewegung des Arretierbolzens eingelegt werden kann. In dieser verriegelten Stellung wird der Arretierbolzen dann durch den von der Vorspanneinrichtung ausgeübten Druck gehalten.

Der Monteur muss beim Aufsetzen des Rollladenkastens somit lediglich den Arretierbolzen über den Betätigungszapfen verdrehen, woraufhin der Arretierbolzen über die Vorspanneinrichtung in die Verriegelungsstellung einschnappt, wenn der Arretierbolzen zur fluchtenden Anlage mit der Einstecköffnung kommt. Dort kann der Monteur den Arretierbolzen über den Betätigungszapfen wieder in den dortigen Quernutabschnitt verschieben, so dass der Arretierbolzen plötzlich gegen Verschieben aus der in die Einstecköffnung eingeführten Stellung gesichert ist.

Als Vorspanneinrichtung hat sich dabei insbesondere eine sich auf der der Einstecköffnung gegenüberliegenden Seite des Bolzens gegen den Bolzen und den Rollladenkasten abstützende Spiralfeder als günstig erwiesen. Dabei kann der Arretierbolzen als zur Seite der Feder hin hohl gestalteter Bolzen vorgesehen sein, sodass die Feder in dem Bolzen geführt ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.

Im Rahmen der Erfindung lassen sich die Merkmale der Ansprüche, soweit es sinnvoll erscheint, beliebig kombinieren.

Dabei ist der erfindungsgemäße Rollladenkasten sowohl für eine feste, als auch eine schwenkbare Halterung an dem Fenster bzw. an dem Fassadenabschnitt oberhalb des Fensters geeignet. Im Falle einer festen, nicht schwenkbaren Anordnung können sowohl Arretierbolzen als auch zugeordnete Einstecköffnung einen nicht runden Querschnitt aufweisen, sodass der Rollladenkasten alleine durch die Verbindung Arretierungbolzen-Einstecköffnung gegen Verschwenken gesichert ist. Im Falle einer schwenkbaren Aufhängung des Rollladenkastens, wie diese beispielsweise bei Dachfenstern mit ausschwenkbaren Fensterflügeln nötig ist, um den Rollladen so anzubringen, dass ein Öffnen des Fensters möglich ist, können der Arretierbolzen und die Einstecköffnung dagegen einen runden Querschnitt aufweisen, sodass der Rollladenkasten in der Aufhängung über den Arretierbolzen schwenkbar ist.

Im Folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an einem Dachfenster unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Rollladens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, der ein Dachfenster abschattet;

2 eine perspektivische Ansicht des in 1 gezeigten, auf einem Dachfenster montierten Rollladens bei geöffneter Stellung des Dachfensters;

3 den in 2 gezeigten Rollladen in einer teilgeöffneten Lüftungsstellung des Fensters;

4 eine perspektivische Detailansicht des an den ausgeschwenkten Fensterflügel eingehängten Seitenprofils des Rollladens;

5 eine perspektivische Detailansicht der Aufhängung des Rollladenkastens an einem mit dem Fensterrahmen verbindbaren Halteblech bei um 90° ausgeschwenkter Stellung des Rollladenkastens, in der der Rollladenkasten auf dem Dach montiert wird;

6 eine schematische Schnittansicht der Aufhängung des Rollladenkastens an dem Halteblech in der teilausgeschwenkten Lüftungsstellung;

7 eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII in 6 in einer zur Blattebene senkrechten Ebene; und

8 eine der 5 entsprechende Ansicht in einem Zustand bei der Montage auf dem Dach, in dem der Rollladenkasten noch nicht in das Halteblech eingehängt ist.

Zunächst wird Bezug genommen auf 1, in der ein an einem Dachfenster 2 angebrachter Rollladen 1 dargestellt ist. Das Dachfenster 2 hat dabei eine Verglasung, die von einem Fensterflügel 10 eingefasst ist, welcher in einem Fensterrahmen angeordnet ist, über den das Dachfenster an dem Dach des Gebäudes befestigt ist, dessen Gebäudeöffnung es abdeckt. Der Rollladen 1 weist einen im dargestellten Beispiel jalousierbaren Rollladenbehang 3 auf, sowie eine Einfassung des Rollladenbehangs 3, die durch einen Rollladenkasten 4, Seitenrahmenprofile 9 und eine Abschlussblende 13 gebildet ist, wobei die Seitenrahmenprofile 9 über an ihren Enden vorgesehene Steckverbindungsstücke 11 mit der Abschlussblende 13 verbunden sind (vgl. 2 und 3) und an ihren anderen Enden in entsprechende Aufnahmen am Rollladenkasten 4 eingesteckt sind.

Der Rollladenbehang 3 ist dabei in voll ausgefahrenem und aufjalousiertem Zustand dargestellt. Er weist einen Abschnitt mit schwenkbaren Lamellen 5 auf, die den größten Teil des Dachfensters 2 abschatten, sowie einen wickelwellenseitigen Abschnitt mit nicht schwenkbaren Lamellen 6. Zudem ist eine nicht schwenkbare, unterste Lamelle 66 vorgesehen, die bis unter die Abschlußblende 13 abgelassen ist.

Der Rollladen 1 ist dabei von außen auf das Dachfenster 2 montiert, und zwar so, dass das Dachfenster 2 weiterhin geöffnet werden kann. D.h. so, dass der Fensterflügel 10 vom Bediener im Dachzimmer in Schwenkrichtung S nach außen aufgeschwenkt werden kann.

2 zeigt Rollladen und Dachfenster bei vollständig geöffneter Fensterstellung. Man erkennt, dass der Fensterflügel 10 in etwa auf halber Höhe gelenkig im Fensterrahmen 7 aufgenommen ist, so dass seine untere Hälfte nach außen aufgeschwenkt wird, während seine obere Hälfte nach innen schwenkt, wenn das Fenster geöffnet wird. Der Rollladen 1 ist dabei auf seiten des Rollladenkastens 4 jeweils über ein stirnseitig an dem Kasten 4 angelenktes Halteblech 12 mit den beiden Seitenlatten des Fensterrahmens 7 verschraubt. Ferner sind die beiden Seitenprofile 9 des Rollladens 1 verschiebbar und gelenkig mit dem nach außen augeschwenkten Abschnitt des Fensters 2 verbunden, und zwar im Bereich der beiden unteren Ecken des Fensterflügels 10, wie im Folgenden unter Bezugnahme auf 4 näher erläutert werden wird.

4 zeigt einen Ausschnitt im Bereich einer der beiden unteren Ecken des Fensterflügels 10. Dort ist ein Winkelstück 31 an dem Fensterflügel 10 befestigt, welches über eine Führungsrolle 35 in einem Führungsschienenabschnitt 33 des Seitenprofils 9 des Rollladens geführt ist. Dabei sei noch herausgestellt, dass das Seitenprofil 9 des Rollladens gleichzeitig als Führung für den Rollladenbehang 3 dient, wobei bei der dargestellten Variante mit jalousierbarem Rollladenbehang 3 auch die Jalousiermechanik zumindest zum größten Teil in dem Seitenprofil 9 untergebracht sein kann.

3 zeigt den auf dem Dachfenster 2 angebrachten Rollladen 4 in einer Lüftungsstellung, in der er, wie weiter unten stehend noch erläutert werden wird, selbsttätig gehalten wird, indem die entgegen der Aufschwenkrichtung S wirkende Gewichtskraft des Rollladens durch eine in Aufschwenkrichtung S wirkende Federkraft ausgeglichen wird. Aus den 2 und 3 erkennt man, dass der Fensterflügel 10 eine wesentlich größere Schwenkbewegung als der Rollladen 3 ausführt. Denn der Hebelarm vom Anlenkpunkt des Fensterflügels 10 im Fensterrahmen 7 bis zur Führungsrolle 35 in dem Seitenprofil 9 des Rollladens 1 ist wesentlich kürzer als der Hebelarm von der Aufhängung des Rollladenkastens 4 bis zur Führungsrolle 35. Deshalb muss der Fensterflügel 10 über die Führungsrolle 35 gelenkig und verschiebbar in dem Rollladenprofil 9 geführt sein.

Der Rollladenkasten besteht dabei aus mehreren Einzelteilen, nämlich einem Unterteil 18 (siehe 5), einer oberen Abdeckblende 15, sowie stirnseitig daran angebrachte Seitenteile 16, welche wiederum mit Seitenabdeckblenden 17 verkleidet sind. Der Rollladenkasten ist dabei über die zu seinen Stirnseiten angelenkten Haltebleche 12 mit dem Fensterrahmen 7 verbunden, wobei die beiden Gelenke in den Seitenteilen 16 des Rollladenkastens 4 verkleidet untergebracht sind, wie im Folgenden unter Bezugnahme auf die 5 und 6 erläutert werden wird.

5 zeigt eine perspektivische Detailansicht des Rollladenkastens im Bereich eines der beiden Gelenke mit dem angelenkten Halteblech 12 in einer um 90° ausgeschwenkten Stellung. 6 zeigt eine skizzierte Schnittansicht durch eines der Seitenteile 16 des Rollladenkastens 4 mit dem angelenkten Halteblech 12 in der in 3 gezeigten, selbst tragenden Lüftungsstellung des Rollladens 1.

Wie der 6 zu entnehmen ist, weist das Halteteil 12 dabei an seinem am Rollladen angelenkten Ende einen Abschnitt mit einem Gelenkauge 22 auf, in welches ein am Seitenteil 16 des Rollladenkastens 4 angebrachter Gelenkbolzen 21 eingeführt ist. Querstege 27 und 29 dienen dabei zur Fixierung der axialen Lage des Rollladenkastens auf der Schwenkachse um den Arretier- bzw. Gelenkbolzen 21.

Am anderen Ende des Halteblechs 12 befindet sich ein abgekanteter Befestigungslaschenabschnitt 20, in dem Durchgangsbohrungen 19 vorgesehen sind, über die das Halteblech im oberen Bereich der beiden Seitenlatten des Fensterrahmens 7 befestigt werden kann. Dabei weist das Halteblech 12 zwischen dem Befestigungslaschenabschnitt 20 und dem Gelenkaugenabschnitt 22 eine solche Länge auf, dass der Rollladenkasten oberhalb des Fensters positioniert werden kann und das Fenster nicht abdeckt, wenn er mit dem Halteblech an dem Fensterrahmen angeschraubt wird.

Ferner weist das Halteblech auf seiner dem Rollladenkasten zugewandten Oberseite drei spitz zulaufende Vorsprünge 14, 14a, 14b auf. Im dem Halteblech 12 gegenüberliegendem Abschnitt des Seitenteils 16 ist eine Nut 28 vorgesehen, in die das Halteblech 12 beim Zuschwenken des Rollladens 1 teilweise eintaucht. In einem gegenüber den spitz zulaufenden Vorsprüngen 14, 14a, 14b liegenden Bereich dieser Nut sind durch Querstege separierte Kammern 25, 25a, 25b vorgesehen, in welche je nach gewünschter Vorspannungskraft jeweils eine Spiralfeder 23 eingeführt sein kann.

Im dargestellten Beispiel ist dabei nur die mittlere Kammer 25 mit einer Spiralfeder 23 belegt, so dass lediglich der dieser Spiralfeder 23 gegenüber liegende, spitz zulaufende Vorsprung 14 als Fangzapfen wirkt, der beim Schließen des Fensters in die stirnseitige Öffnung der Spiralfeder 23 eingreift, so dass diese auf Position gehalten wird. Die beiden anderen Kammern 25a, 25b sind dagegen in der dargestellten Ausführungsform nicht mit Spiralfedern bestückt. Für den Fall, dass auch dort Spiralfedern eingeführt sind, dienen die beiden spitz zulaufenden Vorsprünge 14a, 14b als Fangzapfen für diese Spiralfedern. Mit 23a, 23b sind dabei Innengewinde angedeutet, die in den Kammern 25, 25a, 25b vorgesehen sind. In die Innengewinde 23a, 23b kann bzw. können die jeweilige(n) Spiralfeder(n) 23 soweit eingeschraubt werden, dass sich die gewünschte Vorspannkraft ergibt. Dazu weisen die Spiralfeder(n) 23 eine nach innen gezogene letzte Windung auf, an der die Feder(n) gegriffen werden können.

Wenn das geschlossene, d.h. gegen die Vorspannkraft verriegelte Fenster 2 geöffnet, also entriegelt wird, wird daher die Federkraft der Feder 23 auf das Halteblech 12 aufgebracht, wobei durch den Fangzapfen 14 ein Abrutschen der Feder verhindert wird. Dabei ist die Feder 23 so dimensioniert, dass der Rollladen 1 bzw. der Fensterflügel 10 bis in die in 3 und gezeigte Lüftungsstellung geöffnet wird, in der sich die Gewichtskraft des Rollladens und die Federkraft aufheben.

Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung auch andere Ausführungsformen der federabgestützten Aufhängung des Rollladenkastens möglich. So wäre es beispielsweise auch denkbar, den Rollladenkasten über eine Torsionsfeder auf dem Halteblech abzustützen, wobei anstatt der Fangzapfen und der Federaufnahmekammern entsprechende Öffnungen in dem Halteblech und der Außenwand des Rollladenkastens vorgesehen sein könnten, in die die beiden Federenden der Torsionsfeder eingehängt sein könnten.

Im weiteren wird mit Bezugnahme insbesondere auf die 5, 7 und 8 die Montage des Rollladenkastens 4 an dem Halteblech 12 erläutert. In 8 ist der Rollladenkasten 4 dabei in einem ersten Montageschritt gezeigt, in dem der Rollladenkasten 4 an dem Halteblech 12 angesetzt wird. Der Rollladenkasten 4 befindet sich dabei in einer um 90° gedrehten Stellung, so dass der Monteur eine auf der Unterseite des Rollladenkastens 4 bzw. auf der Unterseite des mit dem Unterteil 18 verbundenen Seitenteils 16 zugängliche Bedienmimik des Arretierbolzens 21 betätigen kann. Der Arretierbolzen 21 befindet sich dabei in einem in seine Aufnahmeöffnung zurückgezogenen Zustand, so dass der Rollladenkasten 4 mit der Nut 28 an dem Halteblech 12 angesetzt werden kann.

Als Bedienmimik weist der Arretierbolzen 21 dabei einen in Radialrichtung abstehenden Betätigungszapfen 24 auf, der in einer sich in Axialrichtung des Bolzens 21 erstreckenden Nut 26 verschiebbar durch die Wand des Rollladenkastens 4 durchgeführt ist. Die Nut 26 hat dabei zwei quer zur Axialrichtung verlaufende Arretierabschnitte 26a, 26b, in die der Betätigungszapfen 24 durch Drehbewegung gebracht werden kann.

In der in 8 gezeigten Montagestellung mit zurückgezogenem Arretierbolzen 21 befindet sich der Betätigungszapfen 24 dabei in dem Arretierabschnitt 26b, wohingegen er sich in dem in den 5 und 7 gezeigten, am Halteblech 12 eingehängten Zustand des Rollladenkastens 4 in dem Arretierabschnitt 26a befindet. Wie dabei aus 7 hervorgeht ist der Arretierbolzen 21 über eine Spiralfeder 20 zum Halteblech 12 hin vorgespannt. Auf diese Weise ist einerseits sichergestellt, dass der Arretierbolzen 21 auch in der verschwenkten Stellung des Rollladenkastens 4 nicht aus dem jeweiligen Arretierabschnitt 26a, 26b herausrutscht.

Andererseits gelingt damit eine selbsttätige „Lochfindung" bei der Montage des Rollladenkastens 4: Nachdem der Monteur den Rollladenkasten 4 auf das Halteblech aufgesetzt hat, entriegelt er über den Betätigungszapfen 24 den Arretierbolzen 21, der durch die Vorspannkraft der in seinem Inneren geführten und gegen eine der Einstecköffnung bzw. dem Gelnkauge 22 gegenüberliegende Wand abgestützte Feder 20 zur Einstecköffnung 22 hin gedrückt wird. Sobald eine fluchtende Stellung des Bolzens 21 mit der Einstecköffnung 22 erreicht wird schnappt der Bolzen 21 ein. Um den Bolzen 21 in dieser Stellung zu sichern dreht der Monteur den Betätigungszapfen 24 wiederum in den zugeordneten Arretierabschnitt 26b. Zur Unterstützung der „Lochfindung" ist der Bolzen 21 dabei stirnseitig konisch angefast.

Die Aufnahme des Bolzens 21 in dem Rollladenkasten 4 kann dabei als eine zu dem Innenraum, in dem die Wickelwelle untergebracht ist, vollständig abgedichtete Kammer ausgebildet sein, so dass eintretende Feuchtigkeit und die damit verbundene Korrosion zuverlässig ausgeschlossen werden können. Da keine Verschraubung des Rollladenkastens 4 mit dem Halteblech 12 nötig ist kann er als Ganzes montiert werden.

Im Rahmen der Erfindung sind weitere Ausführungsformen, Abwandlungen und Weiterbildungen denkbar.


Anspruch[de]
Rollladenkasten (4), zur außenseitigen Montage oberhalb einer Fensteröffnung (2), in dem die Wickelwelle eines Rollladenbehangs (3) drehbar gelagert ist, mit einer fenster- bzw. gebäudeseitig befestigbaren Kastenhalterung, in der der Rollladenkasten (4) oberhalb der Fensteröffnung (2) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kastenhalterung zumindest einen fenster- bzw. gebäudeseitig befestigbaren Halter (12) mit einer Einstecköffnung (22) für einen komplementär dazu am Rollladenkasten (4) vorgesehenen, zur Wickelwellenachse achsparallelen Arretierbolzen (21) aufweist, der in axialer Richtung verschiebbar und von außerhalb des Rollladenkastens betätigbar im Rolladenkasten (4) aufgenommen ist. Rollladenkasten (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Aufnahme des Arretierbolzens (21) in dem Rollladenkasten (4) eine eingezogene Montagestellung des Arretierbolzens (21) vorgesehen ist, in der der Rollladenkasten (4) in die Halterung eingesetzt werden kann, und eine ausgefahrene Verriegelungsstellung, in der der Arretierbolzen (21) in der Einstecköffnung steckt. Rollladenkasten (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorspanneinrichtung (20) vorgesehen ist, mit der der Arretierbolzen (21) zur Verriegelungsstellung hin vorgespannt ist. Rollladenkasten (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierbolzen (21) einen sich in Radialrichtung erstreckenden Betätigungszapfen (24) aufweist, der durch eine sich in Axialrichtung erstreckende Verschiebenut (26) in einer Wand der Aufnahme des Arretierbolzens (21) aus dem Rollladenkasten (4) heraus geführt ist. Rollladenkasten (4) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebenut (26) auf Höhe der Montagestellung und auf Höhe der Verriegelungsstellung jeweils einen sich quer zur Axialrichtung erstreckenden Arretierabschnitt (26a, 26b) aufweist. Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Stirnseiten des Rollladenkastens (4) ein Halter (12) mit einer Einstecköffnung (22) und ein dazu komplementärer Arretierbolzen (21) am Rolladenkasten (4) vorgesehen ist. Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollladenkasten (4) eine auf seiner Unterseite ausgenommene, sich in Ausfahrrichtung des Rollladenbehangs (3) erstreckende Nut (28) aufweist, in der der Halter (12) zumindest mit seinem der Einstecköffnung (22) zugeordneten Abschnitt aufgenommen ist. Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung (22) und der dazu komplementäre Arretierbolzen (21) im Querschnitt rund sind. Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollladenkasten (4) geeignet zur außenseitigen Montage oberhalb eines nach außen ausschwenkbaren Dachfensters (2) ausgebildet ist. Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollladenkasten (4) über den Arretierbolzen (21) um eine zur Wickelwellenachse achsparallele Achse schwenkbar gehalten ist. Rollladen (1) mit einem Rollladenkasten (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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