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Dokumentenidentifikation DE102005048081B3 03.05.2007
Titel Stehende Korpuspresse
Anmelder HoleTronic GmbH, 32120 Hiddenhausen, DE
Erfinder Birkemeier, Frank, 32052 Herford, DE;
Galle, Harry, 32120 Hiddenhausen, DE;
Kaiser, Hubert, 32584 Löhne, DE;
Heibrock, Bernd, 32549 Bad Oeynhausen, DE
Vertreter Stippl Patentanwälte, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048081
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B27M 3/18(2006.01)A, F, I, 20051007, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage von Seitenteile sowie Querteile umfassende Möbelkorpusse. Zur Gewährleistung eines Verfahrens mit hoher Leistungsfähigkeit bei vergleichsweise einfacher maschinentechnischer Umsetzung werden folgende Arbeitsschritte erfindungsgemäß vorgesehen:
a) Bereitstellung von Seitenteilen über eine erste Zuführbahn in einer Zuführstation,
b) Bereitstellung von Querteilen über eine zweite Zuführbahn in einer Pressstation,
c) Überführung der Seitenteile in vertikaler Ausrichtung quer zur ersten Zuführbahn in eine Übergabeposition (9) oder Übergabestation, die sich zwischen der Pressstation und der Zuführstation befindet,
d) Übernahme der Seitenteile durch Ausfahren der Presswangen der Pressstation in Richtung Übergabeposition (9) oder Übergabestation,
e) Überführung der Seitenteile mittels der Presswangen in die Pressposition sowie
f) Zusammenfügen und Pressen der Seitenteile und Querteile in der Pressstation.
Daneben betrifft die vorliegende Erfindung ein Pressensystem zum Zusammenfügen von Möbelkorpussen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage von Seitenteile sowie Querteile umfassende Möbelkorpusse sowie ein Pressensystem zum Zusammenfügen derartiger Möbelkorpusse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.

In der Möbelindustrie wird zunehmend eine automatisierte d. h. bedienungsfreie oder zumindest bedienungsarme Herstellung von Möbelkorpussen gefordert. Hierzu werden entlang von Montagelinien bereits vorgefertigte, insbesondere vorgebohrte und/oder vorgefräste Seitenteile sowie Querteile z. B. Böden, oberseitige Abschlüsse, unterseitige Abschlüsse in einer in die Montagelinie integrierten, selbsttätig arbeitenden Pressstation zusammengefügt und verpresst.

Aus der DE 103 18 539 B3 ist eine Zusammenfügeeinrichtung für Möbelkorpusse beschrieben. Diese Zusammenfügeeinrichtung umfasst eine erste Transportbahn für Böden, eine oberhalb und parallel zu der ersten Transportbahn verlaufende, zweite Transportbahn für Zwischenböden sowie eine auf der einen Seite der ersten Transportbahn, etwa niveaugleich zu dieser angeordneten Zuführbahn für Seitenteile. Darüber hinaus ist eine zweite Zuführbahn für die Traveren, die Deckplatte oder Zwischenböden auf der anderen Seite der ersten Transportbahn und etwa niveaugleich zu dieser angeordnet. Im Bereich der Zuführbahn für die Seitenteile befindet sich eine Separier- und Aufrichtvorrichtung für die Seitenteile, welche diese in aufgerichteter Positionierung quer zur Zuführbahn in die Zusammenfügevorrichtung überführt. Diese bekannte Zusammenfügeeinrichtung besitzt eine aufwendige Konstruktion und verursacht damit hohe Anschaffungs- sowie Betriebskosten.

Ferner sind aus der DE 199 03 358 C1 ein Verfahren sowie eine Vorrichtung bekannt, dem bzw. bei der ein Möbelkorpus in einer Pressstation liegend verpresst wird. Hierzu werden die Bodenteile in einer zweiten Zuführbahn in einer Zuführstation bereitgestellt, um 90 Grad geschwenkt und daraufhin mittel einer Greifeinrichtung wie beim eingangs genannten Stand der Technik in die Pressstation überführt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein neuartiges Verfahren zur Montage von Möbelkorpussen sowie ein sprechendes Pressensystem zur Verfügung zu stellen, welches einerseits eine besonders schnelle Durchlaufzeit, d. h. Fertigungsgeschwindigkeit ermöglicht, andererseits mittels einer einfachen Konstruktion und vergleichsweise geringen Betriebskosten realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Verfahren durch folgende Arbeitsschritte gelöst:

Überführung der Seitenteile in vertikaler Ausrichtung quer zur ersten Zuführbahn in eine Übergabeposition oder Übergabestation, die sich zwischen der Pressstation und der Zuführstation befindet,

Übernahme der Seitenteile durch Ausfahren der Presswangen der Pressstation in Richtung Übergabeposition oder Übergabestation,

Überführung der Seitenteile mittels der Presswangen in die Pressposition sowie

Durch die Übernahme der in vertikaler Position befindlichen Seitenteile in einer zwischen Pressstation sowie Zuführstation befindlichen Übergabeposition oder Übergabestation wird es möglich, gewisse Verfahrensschritte überlagert durchzuführen, so beispielsweise das Einlaufen der Querteile in die Pressstation, das Auslaufen des gepressten Möbelkorpus in die Nachbehandlung sowie die Übernahme der aufgerichteten Seitenteile von der Übergabeposition oder Übergabestation in die Pressstation. Daraus resultiert eine wirksame Vernetzung der Verfahrensabläufe und damit eine hohe Gesamtleistung.

Insbesondere ist es möglich, dass während der Übernahme der Seitenteile der zusammengefügte Möbelkorpus die Pressstation verlässt und neue Querteile für das Zusammenfügen eines neuen Möbelkorpus in die Pressstation eingebracht werden.

Alternativ oder zusätzlich hierzu ist es ebenfalls möglich, dass während der Überführung der Seitenteile in die Übergabeposition oder Übergabestation neue Seitenteile für das Zusammenfügen eines neuen Möbelkorpus in die Zuführstation eingebracht werden.

Zur Positionierung der in die Pressstation überführten Querteile ist eine Positioniereinrichtung vorgesehen, die es erlaubt, die Querteile in die exakt gewünschte Höhenlage zu bringen. Zweckmäßigerweise handelt es sich hierbei um eine CNC-gesteuerte Vakuumgreifvorrichtung mit einem oder mehreren Vakuumgreifern.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung, ist die Positioniereinrichtung in der Lage, die Querteile auch in ihrer Winkelstellung zu positionieren.

Zusätzlich kann eine Pressvorrichtung vorgesehen sein, die ein Verpressen der Möbelkorpusse von oben ermöglicht, wie dies insbesondere bei Möbelkorpusse mit integrierten Mittelpfosten, wie z. B. bei Spülenunterschränken, zweckmäßig ist.

Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der in der Pressstation zusammengefügte Möbelkorpus von dieser ausgehend in eine Nachpressstation überführt. Hierdurch wird eine hohe Durchsatzleistung bei gleichzeitig ausreichender Aushärtdauer des Leims erreicht.

Zweckmäßigerweise wird im Bereich der Nachpressstation auch die Rückwand des Möbelkorpus z. B. mittels einer insbesondere CNC-gesteuerten Nagel- oder Klammervorrichtung („Tacker") fixiert.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird zur Überführung der Seitenteile zur Übergabeposition die Zuführstation vorab mit Seitenteilen bestückt. Diese werden aufgerichtet und anschließend die gesamte Zuführstation mit den Seitenteilen zur Übergabeposition oder Übergabestation bewegt.

Über die zweite Zuführbahn werden die Querteile im Paket, insbesondere in Form eines Pakets, bei dem die einzelnen Querteile bereits in Presslage sich befinden, der Pressstation zugeführt. Damit kann ein einfacher Verfahrensablauf realisiert werden. Sowohl die Seitenteile als auch die Querteile sind auf den Zuführbahnen derart positioniert, dass sie mit ihrer Längsachse parallel zur Zuführrichtung liegen. Der Möbelkorpus wird sozusagen „stehend" gepresst.

Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren – auch nebengeordnet beansprucht – ein Pressensystem zum Zusammenfügen von Möbelkorpussen mit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11. Erfindungsgemäß ist eine Übergabeposition oder Übergabestation zwischen der Pressstation und der Zuführstation, beispielsweise auf halbem Wege angeordnet. Die Seitenteile sind hierbei im Wesentlichen quer zur Zuführbahn in Richtung Übergabeposition oder Übergabestation überführbar. Gleichzeitig sind die Presswangen der Pressstation quer zur Zuführbahn in Richtung Übergabeposition oder Übergabestation zur Aufnahme und Übernahme der Seitenteile heraus bewegbar. Diese Art der Überführung der Seitenteile in die Pressstation und die Übernahme der Seitenteile in der Übergabeposition oder Übergabestation gewährleisten ein hohes Maß an Flexibilität und demzufolge eine hohe Gesamtleistung des Pressensystem.

Zweckmäßiger Weise erfolgt die Aufrichtung der in die Zuführstation einlaufenden Seitenteile unter Einsatz von mindestens einem Vakuumsauger pro Seitenteil.

Zur Gewährleistung einer schnellen Überführung der aufgerichteten Seitenteile ist erfindungsgemäß weiterhin vorgesehen, dass die Seitenteile aufnehmende Zuführstation als Ganze in Richtung zur Übergabeposition oder Übergabestation überführbar ist. Hierzu ist die Zuführstation auf einem verfahrbaren Tisch oder Schlitten befestigt, wodurch die Konstruktion vereinfacht und die Herstellungskosten reduziert werden können.

Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Seitenteile durch die Übergabestation bei in Position verbleibender Zuführstation von Letzterer den Presswangen der Pressstation zugeführt werden, wobei dann gleichzeitig eine Beschickung der Zuführstation möglich ist. Hierdurch kann die Leistung des Pressensystems zusätzlich gesteigert werden.

Zur Übernahme der Seitenteile sind zweckmäßigerweise bei fixierter Pressstation die Presswangen der feststehenden Pressstation aus dieser herausbewegbar. Das Erfassen der Seitenteile über die Presswangen erfolgt beispielsweise unter Zuhilfenahme herkömmlicher Saugeinrichtungen.

Als erste Zuführbahn für diese Seitenteile in die Zuführstation kann ein Gurtförderer vorgesehen sein. Mittels dieses Gurtförderers werden die Seitenteile zur Zuführstation hin und in Letztere eingebracht. Es handelt sich hierbei um eine einfache und kostengünstig zu realisierende Konstruktion.

In der Zuführstation befinden sich Anschläge für die Seitenteile sowie entsprechende Fixiermittel, um eine exakte Lagepositionierung der Seitenteile zu gewährleisten.

Weiterhin ist die Pressstation über die zweite Zuführbahn mit Querteilen, insbesondere Bodenteile, Zwischenböden sowie Traverteile, beschickbar. Sämtliche Querteile werden somit über ein und dieselbe Zuführbahn zugeführt, während von den Presswangen der Pressstation lediglich Seitenteile im Bereich der Übergabeposition oder Übergabestation übernommen werden.

Die Zentrierung des Pressvorgangs erfolgt über die Mitte.

Zur Positionierung der Querteile in der Pressstation in Höhenposition und/oder Schwenkposition ist eine vorzugsweise automatisch arbeitende CNC-gesteuerte Handlingeinrichtung vorgesehen.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung des vorliegenden Verfahrens bzw. des beanspruchten Pressensystems ist anhand von Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Vorderansicht (1A) sowie Draufsicht (1B) eines Beispiels eines Möbelkorpus;

2 eine stark vereinfachte Draufsicht auf eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bezugsziffer 1 in 1 zeigt ein Beispiel eines Möbelkorpus derart, wie er dem erfindungsgemäßen Verfahren als Bearbeitungsgegenstand zugrunde liegt. Der Möbelkorpus 1 umfasst Seitenteile 3, 5 sowie Querteile 2, letztere in Form eines Oberbodens, eines Bodenteils sowie eines Zwischenbodens, vgl. hierzu 1A. Wie aus 1B deutlich wird, besitzt der dargestellte Möbelkorpus an seiner Rückseite eine Rückwand 4, die es gilt, ebenfalls im Herstellungsprozess zu fixieren.

2 zeigt in Draufsicht die Anlage zum Verpressen eines Möbelkorpus gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Anlage umfasst eine erste Zuführbahn 11, beispielsweise in Form eines Gurtförderers, mittels welcher Seitenteile 3, 5 von einer Bevorratung einer Zuführstation 7 zugeführt werden. Im Bereich der Zuführstation 7 werden die Seitenteile 3, 5 von einem Förderband der Zuführstation 7 übernommen und gegen (nicht dargestellte) Anschläge auf der Zuführstation 7 gefahren.

Die Zuführstation 7 umfasst eine Handlingeinrichtung 16, beispielsweise in Form je einer Saugeinrichtung, mittels welcher jeder der beiden Seitenteile 3, 5 aus der horizontalen Position in die vertikale Position aufgerichtet werden kann. Die beiden einlaufenden Seitenteile liegen mit ihrer Innenfläche nach oben, so dass sie gegenläufig gedreht werden müssen. Wie eingangs erwähnt, umfasst die Zuführstation 7 (nicht dargestellte) Anschläge, d. h. Positionierhilfen.

Parallel zur ersten Zuführbahn 11 ist eine zweite Zuführbahn 12 zur Bereitstellung der Querteile 2 vorgesehen. Diese zweite Zufürhrbahn 12 kann beispielsweise über einen Zahnriemenförderer realisiert werden, wobei die Querteile im Stapel fixiert, z. B. geklemmt, gefördert werden. Dies erfolgt mittels Fixiermittel, die im Bereich der zweiten Zuführbahn 12 vorgesehen sind. Mit der zweiten Zuführbahn 12 verbunden ist eine Pressstation 6, die einzelne Presswangen 10 aufweist, die sowohl in Längsrichtung zur zweiten Zuführbahn 12 als auch in Querrichtung bewegbar sind. Mit der Bezugsziffer 18 ist die Führung der jeweiligen Presswange 10 bezeichnet. Die benötigten Querteile 2 werden vorsortiert, d.h. im Paket bzw. als Gruppe in Presslage von der zweiten Zuführbahn der Pressstation 6 zugeführt und von einer vorzugsweise CNC-gesteuerten Handlingeinrichtung 13 positioniert. Die Presswangen 10 der Pressstation 6 sind in Richtung zur Zuführstation 7 aus der Pressstation 6 heraus verfahrbar und zwar bis zu der mit dem Bezugszeichen 9 gekennzeichneten Übergabeposition, die sich zwischen Zuführstation 7 und Pressstation 6 befindet.

In Verlängerung der Ausrichtung der zweiten Zuführbahn 12 sowie Pressstation 6 ist eine Nachpressstation 8 vorgesehen. In diese Nachpressstation 8 wird der zusammengefügte und vorgepresste Möbelkorpus 1 von der Pressstation 6 aus überführt, nachgepresst versehen und mittels einer Rückwandmontageeinrichtung 15, beispielsweise einem Rückwandnagler, die Rückwand 4 fixiert.

Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform ist die gesamte Zuführstation 7 nach Art eines Schlittens entlang einer Führungseinrichtung 17, die aus mehreren Führungsschienen besteht, aus der Ausgangsposition in die Übergabeposition 9 überführbar. Im Bereich der Übergabeposition 9 werden die auf der Zuführstation 7 befindlichen, um 90°, d.h. vertikal aufgerichteten Seitenteile 3, 5 von den ausgefahrenen Presswangen 10 der Pressstation 6 übernommen und durch Zurückziehen der ausgefahrenen Presswangen 10 in die Pressstation 6 eingezogen.

Bevor die Presswangen 10 mit den übernommenen Seitenteilen 3, 5 zurück in die Pressstation 6 gelangen, wird bereits der in der Pressstation 6 befindliche, vorgepresste Möbelkorpus 1 in die Nachpressstation 8 überführt und gleichzeitig über die zweite Zuführbahn 12 neue Querteile 2 in die Pressstation 6 eingeführt.

Die genaue Lage- bzw. Höhenpositionierung der in der Pressstation 6 befindlichen Querteile 2 erfolgt über die Handlingeinrichtung 13, die beispielsweise über einen Vakuumgreifer mit einer automatischen Ansteuerung verfügt. Die Handlingeinrichtung 13 ist zweckmäßigerweise auch in der Lage, Verschwenkungen des eingeführten Querteils 2 vorzunehmen.

Die aus der 2 ersichtlichen Presswangen 10 der Pressstation 6 sind in ihrer Lage zueinander verfahrbar. Es können daher aufgestellte Seitenteile 3, 5. im Bereich der Übergabeposition 9 an beliebigen Stellen und mit beliebiger Stärke übernommen werden.

Durch den Einsatz der Übergabeposition 9 wird ein in einzelnen Verfahrensschritten überlappender Betrieb der Anlage ermöglicht und damit die Leistungsfähigkeit erhöht. Gleichzeitig ist die Anlage mit vergleichsweise einfachen technischen Mitteln zu realisieren.

Die vorliegende Erfindung stellt daher einen besonderen Beitrag auf dem einschlägigen Gebiet der Technik dar.

1
Möbelkorpus
2
Querteil
3
Seitenteil
4
Rückwand
5
Seitenteil
6
Pressstation
7
Zuführstation
8
Nachpressstation
9
Übergabeposition
10
Presswangen
11
erste Zuführbahn
12
zweite Zuführbahn
13
Handlingeinrichtung
14
Schutzverkleidung
15
Rückwandmontageeinrichtung
16
Handlingeinrichtung
17
Führung
18
Führung der Presswangen


Anspruch[de]
Verfahren zur Montage von Seitenteile sowie Querteile umfassende Möbelkorpusse mit folgenden Arbeitsschritten:

a) Bereitstellung von Seitenteilen über eine erste Zuführbahn in einer Zuführstation,

b) Bereitstellung von Querteilen über eine zweite Zuführbahn in einer Pressstation,

c) Überführung der Seitenteile in vertikaler Ausrichtung quer zur ersten Zuführbahn in die Pressstation,

sowie

d) Zusammenfügen und Pressen der Seitenteile und Querteile in der Pressstation.

gekennzeichnet durch

e) Überführung der Seitenteile in vertikaler Ausrichtung quer zur ersten Zuführbahn in eine Übergabeposition oder Übergabestation, die sich zwischen der Pressstation und der Zuführstation befindet,

f) Übernahme der Seitenteile durch Ausfahren der Presswangen der Pressstation in Richtung Übergabeposition oder Übergabestation sowie

g) Überführung der Seitenteile mittels der Presswangen in die Pressposition
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während der Übernahme der Seitenteile der zusammengefügte Möbelkorpus die Pressstation verlässt und Querteile für das Zusammenfügen eines neuen Möbelkorpus in die Pressstation eingebracht werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während der Überführung der Seitenteile in die Übergabeposition neue Seitenteile für das Zusammenfügen eines neuen Möbelkorpusses in die Zuführstation eingebracht werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querteile in der Pressstation mittels einer Positioniereinrichtung in ihrer Höhenlage positioniert werden. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Querteile mittels der Positioniereinrichtung verschwenkt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammengefügte Möbelkorpus von der Pressstation in eine Nachpressstation überführt wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Nachpressstation die Rückwand des Möbelkorpus fixiert wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Zuführstation mit den Seitenteilen zur Übergabeposition bewegt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile in der Zuführstation jeweils um 90° in die senkrechte Position geschwenkt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die Querteile über die zweite Zuführbahn im Paket, hierbei insbesondere in Presslage, der Pressstation zugeführt werden. Pressensystem zum Zusammenfügen von Möbelkorpussen mit

einer ersten Zuführbahn für Seitenteile,

einer zweiten Zuführbahn für Querteile, insbesondere Bodenteile, Zwischenböden, Oberböden oder Traverteile,

wobei die beiden Zuführbahnen im Wesentlichen getrennt, insbesondere parallel zueinander verlaufen,

einer Zuführstation für die Seitenteile, die im Bereich der Zuführbahn für Seitenteile angeordnet ist,

einer Pressstation mit Presswangen zum Verpressen von Bodenteilen und Seitenteilen,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Übergabeposition (9) oder Übergabestation, zwischen der Pressstation (6) und der Zuführstation (7) vorgesehen ist, die Seitenteile (3, 5) im Wesentlichen quer zur Zuführbahn (11) in die Übergabeposition (9) oder Übergabestation überführbar sind und die Presswangen (10) quer zur Zuführbahn (12) in die Übergabeposition (9) oder Übergabestation zur Aufnahme und Übernahme der Seitenteile (3, 5) bewegbar sind.
Pressensystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Zuführstation (7) eine Handlingeinrichtung mit Vakuumsauger vorgesehen ist, um die waagerecht einlaufenden Seitenteile (5) vertikal aufzurichten und zu fixieren. Pressensystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die die Seitenteile (5) aufnehmende Zuführstation (7) insgesamt in Richtung der Übergabeposition (9) oder Übergabestation überführbar ist. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–13, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (3, 5) von den Presswangen (10) der Pressstation (6) im Bereich der Übergabeposition (9) oder Übergabestation (9) übernehmbar sind. Pressensystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Presswangen (10) zur Übernahme der Seitenteile (3, 5) aus der feststehenden Pressstation (6) herausbewegbar sind. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gurtförderer als erste Zuführbahn (11) für die Seitenteile (3, 5) in die Zuführstation (7) vorgesehen ist. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführstation (7) Anschläge sowie Fixiermittel aufweist. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–17, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressstation (6) über die zweite Zuführbahn (12) mit Querteilen (2) beschickbar ist, während von den Presswangen (10) der Pressstation (6) die Seitenteile (3, 5) im Bereich der Übergabeposition (9) oder Übergabestation (9) übernehmbar sind. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–18, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressstation (6) zentriert über die Mitte arbeitet. Pressensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11–19, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung der Querteile (2) in der Pressstation (6), insbesondere in der Höhenposition, eine Handlingeinrichtung (13) vorgesehen ist.






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