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Dokumentenidentifikation DE102005049401A1 03.05.2007
Titel Längsfalzapparat, Verfahren zum Betrieb des Längsfalzapparates sowie Verfahren zum Synchronisieren des Längsfalzapparates
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Ratz, Holger, 67227 Frankenthal, DE
DE-Anmeldedatum 13.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049401
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B65H 45/22(2006.01)A, F, I, 20051013, B, H, DE
Zusammenfassung Einem Längsfalzapparat, dem über eine Förderstrecke ein Produkt zuführbar ist, ist auf der Förderstrecke ein Sensor vorgeordnet, wobei der Sensor als ein die Produktphasenlage erfassender Sensor ausgeführt ist. Der Sensor ist mit einem vom Antrieb der Förderstrecken mechanisch unabhängigen Antriebsmotor eines Falzmessers des Längsfalzapparates über eine Steuereinrichtung verbunden, welche den Antriebsmotor unter Berücksichtigung der durch den Sensor erfassten Produktphasenlage steuert, wobei der Antrieb vom Antriebsmotor auf das Falzmesser über ein Kurvengetriebe ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Längsfalzapparat, Verfahren zum Betrieb des Längsfalzapparates sowie ein Verfahren zum Synchronisieren des Längsfalzapparates gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, 8, 10 bzw. 12.

In Falzapparaten, insbesondere für Produkte einer Rotationsdruckmaschine, werden Produktabschnitte in mehreren aufeinander folgenden und z.T. in alternativ wählbaren Bearbeitungsstufen weiterverarbeitet. Die alternative Zuordnung von Produktabschnitten zu mehreren Bearbeitungsstufen erfolgt über eine Produktweiche. In herkömmlichen Falzapparaten wurden sowohl die Produktweiche als auch die Werkzeuge der nachfolgenden Bearbeitungsstufen zumeist über Getriebe von einen Hauptantrieb des Falzapparates oder dessen Transporteinrichtungen angetrieben und mit diesen synchronisiert. Sind die Produktabschnitte jedoch vor dem Eintritt in die Weiche und/oder vor Eintritt in die nachgeordnete Bearbeitungsstufe nicht immer exakt orientiert, so kann es sowohl bei Durchtritt durch die Weiche als auch bei der späteren Weiterverarbeitung zu Beschädigung des Produktes, zu Qualitätsminderung und/oder gar zum Stillstand der Anlage kommen.

In der DE 198 02 995 C2 ist eine Produktweiche eines Falzapparates mit zwei nachgeordneten Längsfalzapparaten offenbart, wobei der Produktweiche ein Sensor zur Erfassung der Produktphasenlage vorgeordnet und auf jedem der beiden nachfolgenden Produktwege ein Sensor zur Erfassung von Stopfern auf diesem Weg nachgeordnet sind. Die drei Sensoren, ein die Drehzahl des Hauptantriebes erfassender Sensor sowie eine die Produktionsart vorgebende Schalteinrichtung sind zur Steuerung der Produktweiche mit einer Regeleinrichtung verbunden, welche auf einen mit der Achse der Produktweiche verbundenen Schrittmotor wirkt.

Durch die DE 40 20 937 C2 ist ein Längsfalzapparat bekannt, wobei ein Falzmesser über eine Kurvenscheibe auf den Falzspalt zu und weg bewegbar ist.

Die DE 199 43 165 A1 offenbart ein Falzmesser eines Längsfalzapparates, welches über elektromagnetische Kraft erzeugende Spulen in den Falzspalt hinein und wieder heraus bewegbar ist.

Durch die DE 198 28 625 A1 ist eine Querfalzeinrichtung bekannt.

Die EP 12 11 212 A2 zeigt einen Längsfalzapparat, wobei der Antriebsmotor für das Falzmesser dadurch gesteuert wird, dass auf dem Förderweg vor dem Eintritt in den Falzbereich mittels eines dem Längsapparat vorgeordneten Sensors eine Geschwindigkeit der eintreffenden Produkte ermittelt wird. Hieraus wird in einem Rechner eingeeignetes Bewegungsprofil für den Antrieb des Falzmessers berechnet oder ausgewählt.

Längsfalzapparate werden in der Druckindustrie vor allem in der Endfertigung von Druckerzeugnissen eingesetzt, wobei die Druckerzeugnisse vom Falzmesser in den Falzspalt gedrückt und in diesem längs gefalzt werden. Weil die Einlaufrichtung der Druckerzeugnisse in den Längsfalzapparat quer zu ihrer anschließenden Bewegung durch den Falzspalt ist, müssen sie vor dem Durchgang durch den Falzspalt abgebremst werden. Zu diesem Zweck sind in bekannten Längsfalzapparaten Bremsbürsten, welche die einlaufenden Druckerzeugnisse mittels Reibung allmählich abbremsen, sowie ortsfeste Anschläge bekannt, gegen welche die Druckprodukte anstoßen und dadurch abrupt abgebremst werden. Um eine Beschädigung der Druckprodukte am Anschlag zu vermeiden, muss ihre Geschwindigkeit durch die Bürsten auf einen niedrigen Wert verringert werden, doch darf dieser Wert keinesfalls Null sein, denn dann erreichen die Druckprodukte den Anschlag nicht und es kommt zum Stau. Das Ausmaß der Verlangsamung durch die Bürsten ist bestimmt durch die Reibkraft, die sie auf die Druckprodukte ausüben, und damit letztlich durch ihre Stellung. Wenn bei gleichbleibender Stellung der Bürsten Druckprodukte unterschiedlicher Dicke gefalzt werden sollen, so nimmt die Reibung mit der Dicke der Produkte stark zu, so dass ein dickes Produkt eventuell zwischen den Bürsten stecken bleibt und den Anschlag nicht erreicht, während ein dünnes mit so hoher Geschwindigkeit auf den Anschlag prallt, dass es dabei beschädigt wird. Die Stellung der Bürsten muss also an die Dicke der Druckprodukte angepasst werden.

Die Reibung zwischen Druckprodukten und Bürsten hängt auch von der Oberflächenbeschaffenheit der Druckprodukte ab. Produkte aus einem glatten Papier können zu schnell auf den Anschlag treffen, während gleich dicke und gleich schwere Produkte aus einem rauen Papier den Anschlag möglicherweise nicht erreichen.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass die an den Bürsten dissipierte kinetische Energie der Druckprodukte gegeben ist durch das Produkt von Reibkraft und Länge des Bremsweges. Sie ist unabhängig von der Eingangsgeschwindigkeit der Druckprodukte. Änderungen dieser Eingangsgeschwindigkeit, egal ob gewollt oder ungewollt, schlagen daher sehr stark auf die Auftreffgeschwindigkeit der Druckprodukte am Anschlag durch.

Die Stellung der Bürsten muss also praktisch bei jedem Druckauftrag angepasst werden, um ein ordnungsgemäßes Funktionieren des Längsfalzapparats zu gewährleisten. Aufgrund der Vielfalt der Einflussparameter kann die Anpassung oft nur empirisch erfolgen, was mit hohem Aufwand an Zeit und Kosten verbunden ist.

Ein weiteres grundsätzliches Problem, das mit hohen Eingangsgeschwindigkeiten der Druckerzeugnisse selbst dann auftritt, wenn diese so weit abgebremst werden, dass eine Beschädigung beim Anschlagen an den Anschlag ausbleibt, ergibt sich daraus, dass die Druckerzeugnisse ihre Lage und Ausrichtung während des Abbremsvorganges ändern. In vielen Fällen nimmt ein Druckerzeugnis nach dem Abbremsen eine verdrehte Stellung im Längsfalzapparat ein, in der die Vorderkante des Druckerzeugnisses nicht mehr senkrecht auf dem Falzspalt steht. Beim nachfolgenden Falzen, bei dem das Druckerzeugnis vom Falzmesser in den Falzspalt gedrückt wird, wird das Druckerzeugnis daher nicht wie gewünscht mittig quer gefalzt, sondern weist eine schräge Falzung auf.

Auch kann ein vorzeitiges Falzen erfolgen, wenn Produktabschnitte verzögert in den Längsfalzapparat einlaufen und der Antrieb des Falzmessers (Werkzeug der Bearbeitungsstufe) mechanisch gekoppelt von einem Haupantrieb her erfolgt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Längsfalzapparat, ein Verfahren zum synchronen Betrieb des Längsfalzapparates sowie ein Verfahren zum Synchronisieren des Längsfalzapparates zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1, 8, 10 bzw. 12 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Produktqualität auf der einen und die Betriebssicherheit (Verfügbarkeit) des Falzapparates auf der anderen Seite erheblich erhöht wird. Dies ist vorteilhaft durch eine optische Erfassung der Produktlage vor den beiden Längsfalzapparaten und eine Synchronisierung des mechanisch unabhängig vom Fördersystem angetriebenen Falzmessers und/oder eines beweglichen Anschlages und/oder eine optische Erfassung der Produktlage vor der Weiche gewährleistet.

Durch die optische Erfassung der Produktphasenlage direkt vor dem Längsfalzen kann der Falzzeitpunkt ideal synchronisiert und bei Bedarf korrigiert werden. Weiter verbessert wird die Qualität, wenn zusätzlich bewegbare Anschläge ebenfalls über die optische Erfassung synchronisiert werden und den Stoß verringern und für eine exakte Produktausrichtung sorgen.

In vorteilhafter Ausführung wird beim Längsfalzapparat durch den bewegbaren Anschlag ein sanftes Abbremsen der Produkte, z. B. Druckerzeugnisse erreicht, weil die kinetische Energie, mit der die Produkte an den laufenden Anschlag stoßen, gegenüber der kinetischen Energie, die beim Stoß gegen einen ortsfesten Anschlag frei gesetzt wird, vermindert ist. Wird der Unterschied zwischen der Eingangsgeschwindigkeit der Produkte und der Geschwindigkeit des laufenden Anschlages ausreichend klein gewählt, können die genannten ungewollten Auswirkungen in Folge einer freigesetzten kinetischen Energie sogar gänzlich vermieden werden. Dabei können mit dem bewegbaren Anschlag auch sehr hohe Eingangsgeschwindigkeiten der Produkte aufgefangen und die Produkte sanft abgebremst werden. Mit dem bewegbaren Anschlag ist eine von Masse, Dicke und Oberflächenbeschaffenheit der einlaufenden Produkte unabhängige Bremswirkung erzielbar, so dass unterschiedliche Produkte verarbeitet werden können, ohne dass der Längsfalzapparat vorher an diese angepasst werden müsste.

Ganz besonders bevorzugt umfasst der Längsfalzapparat eine Steuereinheit, welche eine Reduktion der Geschwindigkeit des Anschlags auf den Bremsweg steuert. Mit der Steuereinheit ist ein gezieltes Abbremsen der einlaufenden Produkte derart möglich, dass sie an einer vorgegebenen bestimmten Position zum Stillstand gelangen und dabei für den nachfolgenden Falzvorgang optimal ausgerichtet sind, oder dass sie auf einen zweiten, ortsfesten Anschlag, der die gewünschte Position der Produkte für den nachfolgenden Falzvorgang festlegt, mit einer niedrigen Geschwindigkeit auftreffen, bei der keine Beschädigung der Produkte durch das Auftreffen zu erwarten ist.

Insbesondere wenn die Steuereinheit über einen Eingang für ein für die Eingangsgeschwindigkeit der Produkte repräsentatives Signal verfügt, lässt sich über die Steuereinheit die Geschwindigkeit des Anschlags an wechselnde Eingangsgeschwindigkeiten der Produkte bequem anpassen.

Vorteilhafterweise ist ein Sensor zur Erfassung einlaufender Produkte dem Bremsweg vorgelagert und an die Steuereinheit gekoppelt, so dass die Steuereinheit die Bewegung des bewegbaren Anschlags so synchronisieren kann, dass ein erfasstes einlaufendes Produkt am Beginn des Bremsweges auf den mit ungefähr der Eingangsgeschwindigkeit bewegten Anschlag trifft. Die Geschwindigkeit des Anschlags zu Beginn des Bremsweges darf kleiner als die Eingangsgeschwindigkeit sein, solange die Differenz zwischen den Geschwindigkeiten nicht so groß ist, dass eine Beschädigung des Produkts möglich erscheint. Sie kann auch geringfügig größer sein; in diesem Fall kommt es erst an späterer Stelle auf dem Bremsweg, wenn der Anschlag langsamer als das Produkt geworden ist, zum Kontakt zwischen beiden.

Der Anschlag ist bevorzugterweise als umlaufender Nocken ausgebildet, dessen Bewegungsrichtung zumindest auf einem Wegabschnitt einen Bremsweg des Produktes kreuzt. Mithilfe eines auf einem rotierbaren Körper, z. B. einer Scheibe, einer Walze oder einem Exzenter, angeordneten umlaufenden Nockens kann der Anschlag in einer kontinuierlichen Bewegung, ohne Umkehr der Antriebsrichtung, von einem Ende des Bremsweges – d. h. ein Außerkontakttreten mit dem Produkt – zurück zu dessen Beginn – d. h. ein Inkontakttreten – befördert werden, um dort das nächstfolgende Produkt auffangen zu können. Dabei kann der rotierbare Körper entweder über einem den Falzspalt aufweisenden Falztisch als nachrüstbares Modul des Längsfalzapparates vorgesehen sein, oder aber der den Nocken aufweisende rotierbare Körper ist als fest in den Längsfalzapparat integriertes Modul unter dem Falztisch angeordnet. In einer bevorzugten Ausführung handelt es sich bei dem Körper um mehrere axial nebeneinander angeordnete, auf ihrem Umfang jeweils mindestens einen Nocken aufweisende Scheiben.

In einer Variante kann der Nocken auf einem umlaufenden Endlosband angeordnet sein, das einen dem Bremsweg parallelen Abschnitt aufweist.

Vorteilhafterweise ist beiderseits des Falzspaltes wenigstens ein einen Nocken aufweisender rotierbarer Körper bzw. ein Endlosband angeordnet, die jeweils synchron bewegte Anschläge tragen. Bevorzugt werden dabei je zwei rotierbare Körper bzw. Endlosbänder pro Seite des Falzspaltes. Somit ist ein ordnungsgemäßes Ausrichten des abgebremsten Produktes sichergestellt und ein ungewolltes Verdrehen des Produktes bezüglich dem Falzspalt wird zusätzlich erschwert.

Zum Antreiben der rotierbaren Körper bzw. der Endlosbänder kann beiderseits des Falzspaltes wenigstens ein Motor vorgesehen sein. Bei diesem Motor kann es sich um einen hoch dynamischen Servomotor oder einen Elektromotor handeln. Es ist aber auch eine Ausführung möglich, bei der ein einziger Motor mittels einer durchgehenden Welle die rotierbaren Körper bzw. Endlosbänder auf beiden Seiten des Falzspaltes antreibt.

Bevorzugt ist eine Geschwindigkeit des Anschlags zu Beginn des Bremsweges von mindestens 90% der Eingangsgeschwindigkeit der Produkte, weil dann zwischen der Geschwindigkeit des Anschlags und der Eingangsgeschwindigkeit eine genügend kleine Differenz besteht, so dass beim Anstoßen der Produkte an den Anschlag nur wenig kinetische Energie freigesetzt wird.

Es kann vorteilhaft sein, neben dem bewegbaren Anschlag auch Bremsbürsten im Längsfalzapparat vorzusehen, mit denen sich die Abbremsung der Produkte weiter abmildern lässt.

Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 einen Längsfalzapparat in Seitenansicht;

2 den Längsfalzapparat in Draufsicht;

3 den Vorgang des Abbremsens eines Druckerzeugnisses a) bis d);

4 ein Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm für ein Druckerzeugnis in einer ersten Betriebsweise des Längsfalzapparates;

5 ein Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm für ein Druckerzeugnis in einer zweiten Betriebsweise des Längsfalzapparates;

6 einen weiteren Längsfalzapparat in Seitenansicht;

7 den Längsfalzapparat aus 6 in Draufsicht;

8 eine perspektivische Darstellung einer Bremsvorrichtung mit bewegbaren Anschlag;

9 eine perspektivische Darstellung einer Bremsvorrichtung mit Falztisch und Gestell;

10 eine schematische Darstellung eines Systems mit alternativen Bearbeitungsstrecken zur Weiterverarbeitung von Produkten;

11 eine schematische Schnittansicht eines Längsfalzapparates;

12 ein Ausführungsbeispiel für den Antrieb des Falzmessers.

Die 1 und 2 zeigen eine als Längsfalzapparat 01 ausgeführte Bearbeitungsstufe 01 einmal aus seitlicher Sicht (1) und einmal in Draufsicht (2). Der Längsfalzapparat 01 umfasst einen Falztisch 04, in dem ein länglicher Falzspalt 06 vorgesehen ist. Unter dem Falztisch 04 ist auf Höhe des Falzspaltes 06 ein Paar aneinander angestellter Falzwalzen 07, von denen in 1 nur eine sichtbar und die andere verdeckt ist, derart angeordnet, dass sie einen parallel zum Falzspalt 06 orientierten und direkt unterhalb von diesem befindlichen Spalt bilden. Auf dem Falztisch 04 sind schwenkbare Falzhebel 21 vorgesehen, die ein ebenfalls parallel zum Falzspalt 06 orientiertes Falzmesser 03 oberhalb des Falzspaltes 06 halten. Mit Verschwenken der Falzhebel 21 kann das Falzmesser 03 in den Falzspalt 06 eindringen. In einem Endbereich des Falzspaltes 06 ist ein länglicher Anschlag 08 quer zum Falzspalt 06 auf dem Falztisch 04 angeordnet. Am Anschlag 08 sind der Oberseite des Falztisches 04 zugewandte Bremsbürsten 09 befestigt. Das Falzmesser 03 ist – im Gegensatz zu einem rotierenden Messer – bevorzugt in der Art eines bzgl. des Falztisches 04 verschwenkbaren, d. h. relativ zum Falztisch 04 auf- und ab- bewegbaren Messers 04 ausgeführt. Das Messer 04 ist z. B. an Hebeln 43 gelagert, welche ihrerseits bzgl. des Falztisches 04 verschwenkbar um eine Achse 44 (9) gelagert sind. In einer anderen Ausführung kann das Messer jedoch auch als exzentrisch an einem kontinuierlich umlaufenden Rotationskörper angeordnet sein. Es kann auch exzentrisch an einem umlaufenden Planetenrad angeordnet sein. In vorteilhafter Ausführung ist ein mechanisch unabhängiger Antrieb (s.u.) vorgesehen.

In einer bevorzugten Ausführung – in 1 lediglich strichliert angedeutet und in 11 und 12 in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel näher erläutert – ist dem Falzmesser 03 ein eigener, mechanisch von Transport- oder Produktionseinrichtungen unabhängiger Antrieb 05 zugeordnet. Dieser Antrieb 05 kann beispielsweise als Motor 05 ausgeführt sein, welcher über ein Getriebe, z. B. einen Exzenter oder einen Kurbeltrieb, das Falzmesser 03 getaktet zur Lage eines Produktes 02 auf dem Falztisch 04 absenkt bzw. anhebt. In 11 und 12 ist eine vorteilhafte Ausführung näher erläutert. Die Steuerung des Antriebes 05 erfolgt beispielsweise durch eine strichliert dargestellte Steuereinrichtung 10, welche entweder über Informationen zur Geschwindigkeit eines das Produkt 02 befördernden Transportsystems oder aber über ein Signal eines dem Falzspalt 06 vorgeordneten, das Produkt 02, insbesondere dessen Durchgangszeitpunkt an einem dem Falzspalt 06 vorgeordneten Ort, d. h. eine relative Phasenlage, detektierenden Sensor (z. B. unten genannter Sensor 18) die Bewegung des Falzmessers 03 mit dem Produktstrom synchronisiert (eine vorteilhafte Ausführung ist hiezu zu 10, 11 und 12 erläutert).

In einer vorteilhaften, jedoch nicht zwingend erforderlichen Ausführung ist beiderseits des Falzspaltes 06 jeweils ein mit seiner Rotationsachse senkrecht zum Falzspalt 06 verlaufender rotierbarer Körper 15, z. B. Scheiben 15, angeordnet. Am Umfang der Scheiben 15 sind jeweils zwei Anschläge 13; 14, z. B. Nocken 13; 14 angeordnet, z. B. aufgeschweißt, wobei ausgehend von einem beliebigen der Nocken 13; 14 ein Abstand zwischen den Nocken 13; 14 entlang der Länge des Zahnriemens 12 jeweils vorzugsweise gleich groß ist. Die beiden Scheiben 15, die sich auf verschiedenen Seiten des Falzspaltes 06 befinden, sind jeweils mit einem Motor 16, z. B. mit einem winkellagegeregelten Elektromotor 16 verbunden und vorzugsweise synchron angetrieben. In nicht dargestellter Variante sind die beiden Scheiben 15 über eine durchgängige Welle 17 miteinander verbunden und durch einen gemeinsamen Motor 16 angetrieben (vgl. unten zu 7). Ein Bremsweg 24 für Druckerzeugnisse 02 ist einerseits durch die Oberseite des Falztisches 04, andererseits durch eine dieser Oberfläche zugewandte Mantelfläche der zwei Scheiben 15 begrenzt. Der Abstand zwischen der Oberfläche des Falztisches 04 und den Mantelflächen der Scheiben 15 ist kleiner als die Höhe der Nocken 13, 14. Die Motoren 16 werden von einer Steuereinheit 19 bzw. Steuereinrichtung 19 angesteuert, die ferner mit einem Sensor 18 verbunden ist. Der Sensor 18 ist zur Erfassung von mit einer Eingangsgeschwindigkeit v0 (5 und 6) in den von den Zahnriemen 12 und dem Falztisch 04 begrenzten Bremsweg 24 einlaufenden Produkte 02, z. B. Druckerzeugnissen 02 dem Bremsweg 24 eingangsseitig vorgelagert. Die Steuereinheit 19 verfügt ferner über einen Eingang für ein Signal, das die Geschwindigkeit v spezifiziert, mit der Druckerzeugnisse 02 in den Bremsweg 24 eintreten. Dieses Signal kann z. B. von einem Bahngeschwindigkeitssignal einer die Druckerzeugnisse 02 liefernden Rollendruckmaschine abgeleitet bzw. vom Leitstand einer solchen Maschine bereitgestellt sein. Es ist aber auch möglich, die Geschwindigkeit v jedes einzelnen eintreffenden Druckerzeugnisses 02, z. B. mit Hilfe von zwei nacheinander von dem Druckerzeugnis passierten Sensoren 18, zu erfassen und dem Eingang der Steuereinheit 19 zuzuführen.

In einer zur die Nocken 13; 14 tragenden Scheibe 15 alternativen Variante einer vorteilhaften, jedoch nicht zwingend erforderlichen Ausführung des Längsfalzapparates 01 mit bewegbarem Anschlag 13; 14 (6, 7) läuft beiderseits des Falzspaltes 06 jeweils ein dem Falzspalt 06 paralleler Zahnriemen 12 als Endlosband 12 über zwei drehbar gelagerte Zahnräder 11, z. B. Riemenscheiben. Auf den Zahnriemen 12 sind jeweils zwei Anschläge 13; 14, z. B. Nocken 13; 14 aufgeschweißt, wobei wieder ausgehend von einem beliebigen der Nocken 13; 14 ein Abstand zwischen den Nocken 13; 14 entlang der Länge des Zahnriemens 12 jeweils gleich groß ist. Zwei der Zahnräder 11, die sich auf verschiedenen Seiten des Falzspaltes 06 befinden, sind hier über die durchgängige Welle 17 miteinander und mit dem gemeinsamen Motor 16, z. B. mit einem winkellagegeregelten Elektromotor 16 verbunden und synchron angetrieben. Der Bremsweg 24 für Druckerzeugnisse 02 ist einerseits durch die Oberseite des Falztisches 04, andererseits durch einen dieser Oberfläche zugewandten Strang der zwei Zahnriemen 12 begrenzt. Der Abstand zwischen der Oberfläche des Falztisches 04 und den Strängen der zwei Zahnriemen 12 ist geringfügig kleiner als die Höhe der Nocken 13, 14. Der Motor 16 wird von der Steuereinheit 19 angesteuert, die wie zu 1 ausgeführt, mit dem Sensor 18 verbunden ist (siehe oben).

Die Scheiben 15 bzw. die Endlosbänder 12 und Zahnräder 11 können in einer nicht dargestellten Ausführung auf der dem Druckerzeugnis 02 abgewandten Seite des Falztisches 04 angeordnet sein, wobei die Nocken 13; 14 den Falztisch 04 in der Weise durchgreifen müssen, dass sie aus der dem Druckerzeugnis 02 zugewandten Oberfläche zumindest in einem Wegabschnitt als bewegbarer Anschlag für das Druckerzeugnis herausragen.

In den 3a) bis 3d) ist für den Fall des Einsatzes eines bewegbaren Anschlages 13; 14 der Vorgang des Abbremsens des einlaufenden Druckerzeugnisses 02 am Beispiel des rotierbaren Körpers 15 gezeigt, wobei der Übersichtlichkeit halber auf eine Darstellung des Falzmessers 03 und der Falzwalzen 07 verzichtet wurde. Die Ausführung mit Endlosband 12 wurde wo möglich durch Klammerausdrücke berücksichtigt.

Das mit einer Eingangsgeschwindigkeit v0 in den Längsfalzapparat 01 einlaufende Druckerzeugnis 02 wird in 3a) vom Sensor 18 erfasst. Anhand des am Eingang der Steuereinheit 19 anliegenden Signals (Zeitpunkt der Produktdetektion und/oder Geschwindigkeitssignal) synchronisiert die Steuereinheit 19 die Bewegung der Scheiben 15 (Zahnriemen 12) mit der des Druckerzeugnisses 02 so, dass das Druckerzeugnis 02 am Eingang des Bremswegs 24 auf einen Nocken 13 oder 14, in 3b) den Nocken 13, trifft, der sich zu diesem Zeitpunkt geringfügig langsamer als das Druckerzeugnis 02 bewegt und dieses so abbremst, ohne es zu beschädigen. Während des Durchgangs des Nockens 13 durch den Bremsweg 24 in 3b) verlangsamt die Steuereinheit 19 in einer ersten Betriebsweise kontinuierlich die Drehbewegung der Scheiben 15 (die Bewegung der Zahnriemen 12), bis das Druckerzeugnis 02 z. B. die Bremsbürsten 09 erreicht und von diesen weiter abgebremst wird und schließlich mit einer Geschwindigkeit v gegen den Anschlag 08 stößt, bei der es nicht durch den Aufprall beschädigt wird. Für den Fall, dass die Bremsbürsten 09 erst hinter der Stelle angeordnet sind, an welcher das Druckerzeugnis 02 außer Eingriff mit dem Nocken 13 gelangt, bewegt sich das Druckerzeugnis 02 bis zum Aufreffen auf die Bürsten jedoch zunächst noch gleichförmig mit verminderter Geschwindigkeit. Die 3c) zeigt die Situation kurz vor dem Anstoßen des Druckerzeugnisses 02 an den Anschlag 08, die 3d) die Situation kurz nach dem Anstoßen des Druckerzeugnisses 02 an den Anschlag 08. Sobald Nocken 13 und Druckerzeugnis 02 außer Eingriff sind, kann die Scheibe 15 (der Zahnriemen 12) wieder beschleunigt werden, so dass sich die zweiten Nocken 14 rechtzeitig zum Eintreffen eines nachfolgenden Druckerzeugnisses 02 am Eingang des Bremswegs 24 befinden und eine zum Abbremsen dieses Druckerzeugnisses 02 geeignete Geschwindigkeit v aufweisen.

Bei einer vereinfachten Ausgestaltung des Längsfalzapparats 01 mit bewegbarem Anschlag 13; 14 können die Bremsbürsten 09 entfallen. In diesem Fall müssen allerdings die Nocken 13; 14 beim Passieren des Anschlags 08 auf eine niedrigere Geschwindigkeit v abgebremst werden als wenn die Bremsbürsten 09 vorhanden sind, um eine Beschädigung der Druckerzeugnisse 02 am Anschlag 08 und ein Zurückprallen zu verhindern. Es ist daher ein leistungsstärkerer Motor 16 nötig.

Im nachfolgenden Falzschritt wird das nunmehr stillstehende Druckerzeugnis 02 vom Falzmesser 03 durch den Falzspalt 06 in den Spalt zwischen den beiden Falzwalzen 07 gedrückt und dadurch längs gefaltet. In der schematischen Schnittdarstellung der 11 ist ein möglicher, den Falzwalzen 07 nachfolgender Produktweg erkennbar (s. u.).

Die 4 zeigt für die Ausführung des Längsfalzapparates 01 mit bewegbarem Anschlag 13; 14 exemplarisch die zeitliche Entwicklung (t) der Geschwindigkeit v eines Druckerzeugnisses 02 beim Durchgang durch den Bremsweg 24.

Das Druckerzeugnis 02 läuft mit einer Eingangsgeschwindigkeit v0 in den Längsfalzapparat 01 ein. Die Nocken 14 bzw. 13 laufen dem Druckerzeugnis 02 mit einer Geschwindigkeit v0 voraus, die 90% der Eingangsgeschwindigkeit v0 beträgt. Beim Stoß des Druckerzeugnisses 02 an die Nocken 14 bzw. 13 zum Zeitpunkt t0 beträgt die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Druckerzeugnis 02 und den Nocken 14 bzw. 13 also ein zehntel der Eingangsgeschwindigkeit v0. Weil die Relativgeschwindigkeit quadratisch in die kinetische Energie eingeht bedeutet dies, dass beim Stoß des Druckerzeugnisses 02 an die Nocken 14 bzw. 13 zum Zeitpunkt t0 nur ein hundertstel derjenigen kinetischen Energie freigesetzt wird, die bei einem Stoß des Druckerzeugnisses 02 mit der ungebremsten Eingangsgeschwindigkeit v0 gegen den Anschlag 08 freigesetzt werden würde.

Zwischen dem Zeitpunkt t0 und dem Zeitpunkt t1, an dem das Druckerzeugnis 02 in den Wirkungsbereich der Bremsbürsten 09 gelangt, wird die Geschwindigkeit der Nocken 14 von der Steuereinheit 19 kontinuierlich reduziert. Im Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm ergibt sich zwischen diesen Zeiten für die Geschwindigkeit eine fallende Gerade. Die Abbremsung durch die Steuereinheit 19 kann auch einer anderen Kurvenform folgen. Ab dem Zeitpunkt t1 wird das Druckerzeugnis 02 von den Bremsbürsten 09 zusätzlich abgebremst, so dass die Gerade zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 eine Krümmung aufweist. Wenn das Druckerzeugnis 02 zum Zeitpunkt t2 schließlich an den Anschlag 08 anstößt, wobei es vollständig abgebremst wird, hat es die im Vergleich zur Eingangsgeschwindigkeit v0 sehr geringe Geschwindigkeit v2. Somit fällt der Stoß des Druckerzeugnisses 02 an den Anschlag 08 sehr sanft aus, und es wird kaum kinetische Energie freigesetzt. Ab dem Zeitpunkt t1, wenn der Kontakt zwischen dem Druckerzeugnis 02 und den Nocken 14 verloren geht, kann die Steuereinheit 19 den Zahnriemen 12 wieder beschleunigen, um die Nocken 13 bzw. 14 mit dem nachfolgenden Druckerzeugnis 02 zu synchronisieren.

5 zeigt die Entwicklung der Geschwindigkeit v eines Druckerzeugnisses 02 beim Durchgang durch den Bremsweg 24 bei einer weiteren vereinfachten Ausgestaltung des Längsfalzapparates 01 in der Ausführung mit bewegbarem Anschlag 13; 14, wobei die die Nocken 13; 14 tragende Scheibe 15 (bzw. Endlosbänder 12) mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit angetrieben werden. Das Druckerzeugnis 02 läuft hier ebenfalls mit der Eingangsgeschwindigkeit v0 in den Längsfalzapparat 01 ein. Diesmal laufen die Nocken 14 bzw. 13 dem Druckerzeugnis 02 mit einer im Vergleich zur Geschwindigkeit v1 verringerten Geschwindigkeit v3 voraus. Zum Zeitpunkt t0 hat das Druckerzeugnis 02 die Nocken 14 bzw. 13 eingeholt und stößt an diese an, wobei sich seine Geschwindigkeit v von v0 auf v3, die Geschwindigkeit der Nocken 14 bzw. 13, reduziert. Zwischen dem Zeitpunkt t0 und dem Zeitpunkt t1, an dem das Druckerzeugnis 02 in den Wirkungsbereich der Bremsbürsten 09 gelangt, bleibt die Geschwindigkeit v3 der Nocken 14 bzw. 13 und somit die Geschwindigkeit v des Druckerzeugnisses 02 annähernd konstant. Dies gilt im Falle der Scheibe 15 jedoch nur für einen Berührungsbereich innerhalb eines kleine Drehwinkel – z. B. kleiner 20° – näherungsweise. Nach dem Scheitelpunkt des Nockens 13, d. h. am Ort der kürzesten Distanz zum Falztisch 04, welcher sich dadurch auszeichnet, dass die den Mittelpunkt der Scheibe 11 mit der Vorderkante des Nockens 13 verbindende Linie senkrecht zur Ebene des Falztisches 04 steht, läuft der Nocken 13 bei konstanter Drehgeschwindigkeit dem abgebremsten Druckerzeugnis 02 in der Ebene des Falztisches 04 leicht davon (ist nicht in 5 dargestellt).

Von den Bremsbürsten 09 wird das Druckerzeugnis 02 weiter abgebremst, was sich in einer Krümmung des bis dahin geraden Graphen bemerkbar macht, während die Nocken 14 bzw. 13 weiterlaufen, wodurch sie sich von dem Druckerzeugnis 02 wieder trennen. Schließlich stößt das Druckerzeugnis 02 zum Zeitpunkt t2 mit der Geschwindigkeit v4 gegen den Anschlag 08 und wird vollständig abgebremst.

Sieht man zur einfacheren Abschätzung einmal vom Einfluss der Bremsbürsten 09 auf die Geschwindigkeit v des Druckerzeugnisses 02 ab, indem man annimmt, dass keine Bremsbürsten 09 vorhanden wären, und nimmt man weiter an, dass die Geschwindigkeit v3 der Nocken 14 halb so groß ist wie die Eingangsgeschwindigkeit v0 des Druckerzeugnisses 02, so wird beim Stoß des Druckerzeugnisses 02 an die Nocken 14 bzw. 13 und beim Stoß des Druckerzeugnisses 02 an den Anschlag 08 jeweils die gleiche kinetische Energie frei, weil bei beiden Stößen jeweils die gleich große Relativgeschwindigkeit zwischen dem Druckerzeugnis 02 und den Nocken 14 bzw. 13 dem Anschlag 08 vorliegt. Das bedeutet, dass bei beiden Stößen jeweils gerade ein Viertel derjenigen kinetischen Energie frei wird, die freigegeben werden würde, wenn das Druckerzeugnis 02 mit der ungebremsten Eingangsgeschwindigkeit v0 gegen den ortsfesten Anschlag 08 stoßen würde. Sind Bremsbürsten 09 vorhanden, so kann v3 > v0/2 und v4 > v0/2 gewählt werden, und beide Stöße werden abgemildert.

In einer vorteilhaften Ausführung mit der Scheibe 15 liegt der Stoßpunkt vor dem Scheitelpunkt des Nockens 13, d. h. vor dem Ort der kürzesten Distanz zum Falztisch 04, welcher sich dadurch auszeichnet, dass die den Mittelpunkt der Scheibe 11 mit der Vorderkante des Nockens 13 verbindende Linie senkrecht zur Ebene des Falztisches 04 steht.

Der einen bewegbaren Anschlag 13; 14 aufweisende Längsfalzapparat 01 wird in einer Ausführung mit unterhalb des Falztisches 04 angeordneten Scheiben 15 bzw. Endlosbändern 12 insbesondere dann bevorzugt, wenn die Scheiben 15 bzw. Zahnriemen 12 mitsamt Zahnrädern 11 sowie der Motor 16/die Motoren fest in diesem eingebaut vorgesehen sind, während der Längsfalzapparat 01 mit oberhalb des Falztisches 04 angeordneten Scheiben 15 bzw. Endlosbändern 12 in der Praxis dann vorgezogen wird, wenn die Zahnriemen 12 mit den Zahnrädern 11 und dem Motor 16 als abnehmbare Module ausgestaltet sein sollen.

8 zeigt eine vorteilhafte Ausführung einer einen bewegbaren Anschlag 13; 14 aufweisenden Bremsvorrichtung 26. Sie weist zu beiden Seiten des Falzspaltes 06 eine Gruppe von mehreren, hier vier, Scheiben 15 auf, welche je einen Nocken 13 auf dem Umfang tragen, und jede Gruppe durch einen Motor 16 angetrieben ist. Grundsätzlich könnte diese Vorrichtung lösbar oder unlösbar mit einem Rahmen 27 oder Gestell 27 bzw. dem Falztisch 04 (9) verbunden sein. In vorteilhafter Ausführung ist die Bremsvorrichtung 26 jedoch als Modul 26 ausgeführt, welches derart bewegbar gegenüber dem Gestell 27 angeordnet ist, dass der Raum direkt oberhalb des Falztisches 04 freigebbar ist. Hierzu ist die Bremsvorrichtung verschwenkbar in Bezug auf das Gestell 27 gelagert. Die Bremsvorrichtung weist die Gruppen von Scheiben 15 aufnehmende Träger 29 auf, welche entweder drehbar um eine gestellfeste Achse 28 oder drehfest um eine am Gestell 27 drehbar gelagerte Achse 28 verschwenkbar sind. Das verschwenken kann entweder manuell, oder wie dargestellt mit Antriebsmitteln 31, z. B. durch einen oder mehrere mit Druckmittel beaufschlagbare Zylinder, erfolgen. Hierzu ist beispielsweise der Zylinder gestellfest und das Kolbenende an den Trägern 29 angelenkt oder umgekehrt. Gestellfest schließt hierbei ein, dass die Lagerung der Achse 28 bzw. des Zylinders über weitere, in fester Orientierung zum Gestell 27 bzw. dem Falztisch 04 angeordnete Bauteile verbunden sein kann. Soll nun der Falztisch 04 bzw. das Falzmesser 03 zugänglich gemacht werden, so wird über Betätigung der Antriebsmittel 31 (oder manuell) die Bremsvorrichtung abgeschwenkt. Das Modul 26 – ob bewegbar oder gestellfest angeordnet – ist in besonders einfacher Weise zum Nachrüsten herkömmlicher Längsfalzapparate 01 geeignet.

Das Prinzip der bewegbaren Anschläge 13; 14 sowie die speziellen Ausführungen der Vorrichtung sind für sich betrachtet allein, jedoch insgesamt innerhalb eines im Folgenden beschriebenen Systems 32 mit alternativen Bearbeitungsstrecken und/oder mit dem über den Sensor 18 synchronisierten Falzzeitpunkt vorteilhaft einsetzbar. Ebenso ist die Ausführung eines über den Sensor 18 synchronisierten Falzzeitpunktes (s. u.) zwar vorteilhaft i.V.m. den bewegbaren Anschlägen 13; 14 einsetzbar, stellt aber auch für sich allein oder zusammen mit dem Systems 32 mit alternativen Bearbeitungsstrecken betrachtet eine besonders vorteilhafte Ausführung des Längsfalzapparates 01 dar.

10 zeigt schematisch ein Systems 32 mit alternativen Bearbeitungsstrecken zur Weiterverarbeitung von Produkten 02, z. B. von Zwischenprodukten 02, insbesondere zur Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen 02 innerhalb eines Falzapparates. Zwischenprodukte 02, z. B. bereits quergeschnittene und/oder quergefalzte Abschnitte von Druckerzeugnissen, werden entlang einer Strecke 33, z. B. einer Zufuhrstrecke 33, auf eine Weiche 34, z. B. eine Splitteinrichtung 34, zu gefördert, an welcher sich der weitere Transportweg in mehrere (hier zwei) alternative Strecken 36; 37, z. B. Förderstrecken 36; 37, insbesondere Bearbeitungsstrecken 36; 37 zur Weiterverarbeitung der Zwischenprodukte 02, teilt. Die Splitteinrichtung 34 weist beispielsweise eine Zunge 38, z. B. Splittzunge 38, auf, welche in der Weise bewegbar angeordnet ist, dass das einlaufende Produkt 02 je nach Lage der Zunge 38 in die eine oder die andere Förderstrecke 36; 37 geleitet wird. So lässt sich beispielsweise abwechselnd je ein Produkt 02 abwechselnd in die eine und die andere Förderstrecke 36; 37 leiten und zwei verschiednen nachgeordneten Bearbeitungsstufen 01 zuführen. Die Förderung der Produkte 02 auf den Strecken 33; 36; 37 kann prinzipiell in unterschiedlichster Weise durch Transportsysteme, z. B. durch Band- oder Kettenförderer, oder durch die Produkte 02 beidseitig einschließende Band- bzw. Gurtsysteme erfolgen. Die Transportsysteme der Strecken 33; 36; 37 können durch mehrere voneinander unabhängige oder ein gemeinsames Antriebsmittel angetrieben sein.

Eine Taktung bzw. Synchronisierung der Splitteinrichtung 34 bzw. Splittzunge 38 mit dem Produkt 02 erfolgt in herkömmlichen Systemen mechanisch durch Kopplung mit dem Antrieb einer Bearbeitungsstufe oder/und des Transportsystems. Nachteil ist hierbei, dass gegenüber dem Transportsystem verrutschte Produkte 02 oder Produkte 02, welche verspätet oder verfrüht dem Transportsystem zugeführt wurden, die Weiche 34 zu einem falschen Moment passieren und es daher zu Fehlleitungen oder gar zu einem Klemmen und Stillstand der Anlage kommen kann.

Das in 10 dargestellte System 32 ist mit einer optischen Erfassung der Produktlage bzw. der Produktphasenlage, ausgeführt. Hierzu weist das System 32 stromaufwärts der Weiche 34, vorteilhaft in einem kurzen Abstand zur Weiche wie z. B. höchsten fünf Produktlängen, vorteilhaft kleiner gleich zwei Produktlängen, insbesondere kleiner gleich einer Produktlänge, einen Sensor 39 zur Erkennung einer Lage bzw. Phasenlage des Produktes, z. B. einen optischen Sensor 39, auf. Dieser kann den Eintritt des Produktes 02 in das Sichtfeld, den Austritt aus dem Sichtfeld und/oder dessen Transportgeschwindigkeit detektieren und ein entsprechendes Signal ausgeben. Das Signal wird einer Steuereinrichtung 41 zugeführt, welche wiederum einen Antrieb 42 der Weiche 34 steuert. Die Steuereinrichtung 41 ist dazu ausgebildet, mittels des Signals aus dem Sensor 39 die Phasenlage der Weiche 34, insbesondere die Lage bzw. Phase der Splittzunge 38, mit dem eintreffen des Produktes 02 zu synchronisieren.

In einer ersten Variante eines diskontinuierlich betriebenen Antriebes 42 wird beispielsweise die Weiche 34 jeweils infolge eines Signals durch den Antrieb 42 in die geforderte Lage gebracht. D. h. in der Abfolge der detektierten Produkte wird jeweils verursacht durch ein Signal eine Weichenstellung vorgenommen. Eine Anzahl von ggf. auf der Wegstrecke zwischen Weiche 34 und beabstandetem Sensor 39 befindlicher Produkte 02 muss berücksichtigt werden, wenn mehr der Abstand mehr als eine Produktlänge 02 beträgt.

In einer vorteilhaften Variante wird der Antrieb 42, beispielsweise als Motor 42 ausgeführt, kontinuierlich betrieben und treibt über ein Getriebe, z. B. einen Kurbeltrieb, die Splittzunge 38 an. Die Drehzahl und/oder Lage des Motors 42 wird durch die Steuereinrichtung 41 in der Weise synchronisiert zum Produktstrom eingestellt, dass sich die Splittzunge 38 bei Eintritt eines Produktes 02 in die Weiche 34 in der gewünschten Lage befindet. Dies erfolgt beispielsweise unter Berücksichtigung des Abstandes zwischen Sensor 39 und Weiche 34 und der Produktgeschwindigkeit. Letztere kann beispielsweise entweder über den Sensor 39 ermittelt, oder aus Informationen zur Geschwindigkeit des Transportsystems auf der Zufuhrstrecke 33 übernommen werden. Stimmt die Phasenlage und/oder Phasengeschwindigkeit zwischen dem Signal zur Erfassung des Produktes 02 und derjenigen der Splittzunge 38 nicht mehr überein, so erfolgt über die Steuereinrichtung eine Korrektur der Drehlage und/oder Drehzahl des Antriebes 42. Hierdurch ist eine exakte Synchronisierung zwischen Produkteinlauf in die Weiche 34 und Weichenstellung herstellbar.

Die beschriebene optische Erfassung im Vorfeld der Weiche 34 mit entsprechender Steuerung der Weiche 34 ist grundsätzlich vorteilhaft in Systemen mit alternativen Förderstrecken 36; 37 für Produkte 02 einsetzbar. Besonders gilt dies jedoch im Rahmen eines Systems 32 mit alternativen Bearbeitungsstrecken 36; 37 für Zwischenprodukte 02, insbesondere für Druckerzeugnisse 02, dessen Produktstrom nach festgelegten Vorgaben gesplittet bzw. in einen bestimmten Bearbeitungsweg geleitet, und die gesplitteten Produktströme verschiedenen Bearbeitungsstufen zur Weiterverarbeitung zugeführt werden sollen. Derartige Bearbeitungsstufen können grundsätzlich Falz-, Klebe-, Etikettier-, Stanz-, Stapel-, Binde- und/oder Hefteinrichtungen sein.

Eine Taktung bzw. Synchronisierung der Bearbeitungsstufe, z. B. dem Falzmesser 03 eines Falzapparates, mit dem Produkt 02 erfolgt in herkömmlichen Systemen mechanisch durch Kopplung mit dem Antrieb einer vor- oder nachgeordneten Bearbeitungsstufe oder/und mit dem das Produkt 02 befördernden Transportsystem. Nachteil ist hierbei wieder, dass gegenüber dem Transportsystem verrutschte Produkte 02 oder Produkte 02, welche verspätet oder verfrüht dem Transportsystem zugeführt wurden, die Bearbeitungsstufe blockieren können oder zumindest zu einer fehlerhaften Produktbearbeitung – z. B. fehlerhaft liegender Falz – führen können. Des weiteren kann erhöhter Verschleiß am Transportsystem, z. B. am Bandsystem, oder der Bearbeitungsstufe selbst die Folge sein.

Das in 10 dargestellte System 32 ist daher mit einer optischen Erfassung der Produkt(phasen)lage vor der Weiterbearbeitungsstufe ausgeführt. Das dargestellte System 32 weist hier zwei Bearbeitungsstrecken 36; 37 mit jeweils einer als Längsfalzapparat 01 ausgeführten Bearbeitungsstufe mit einem als Falzmesser 03 ausgeführtem Werkzeug auf. Das unten beschriebene Prinzip zur Synchronisierung und die Ausbildung des Antriebes sind jedoch auch vorteilhaft auf einen einzelnen Längsfalzapparat 01 anwendbar. Der Längsfalzapparat 01 kann prinzipiell in einer Ausführung als herkömmliche Längsfalzapparat ohne bewegbaren Anschlag 13; 14 oder aber in einer Weiterbildung als Längsfalzapparat 01 mit bewegbarem Anschlag 13; 14 (s.o.) ausgebildet sein, welcher ein als Falzmesser 03 ausgeführtes – insbesondere mechanisch unabhängig angetriebenes – Werkzeug 03 aufweist.

Vorzugsweise weist im Fall von zwei Längsfalzapparaten 01 der obere und/oder der untere Längsfalzapparat 01 (vorzugsweise beide) einen vom Transportsystem mechanisch unabhängigen Antrieb 05 für das Falzmesser 03 sowie einen dem Falzspalt 06 auf der Förderstrecke 36; 37 vorgeordneten Sensor 18 zur Erfassung der Lage bzw. eines Durchtrittszeitpunktes eines Produktes 02, d. h. der Produktphasenlage, auf. Über die Steuereinrichtung 10 ist die Bewegung des Falzmessers 03 synchronisierbar. Der Sensor 18 erkennt den Zeitpunkt des Durchtrittes eines Produktes 02 worauf hin durch die Steuereinrichtung 10 eine Synchronisierung der Bewegung des Falzmessers 03 bzw. bei Abweichung von einem Sollwert der Falzzeitpunkt korrigiert wird.

Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel für den Antriebes des Falzmesser 03 durch einen von anderen Aggregaten, wie beispielsweise einem vorgeordneten Querfalzapparat und/oder Druckwerk, mechanisch unabhängigen Antriebsmotor 05 sowie ein Ausführungsbeispiel für die Verfahrensweise zur Synchronisierung der Falzmesserbewegung mit dem einlaufenden Produkt.

Wie in 11 zu erkennen, weist der Längsfalzapparat 01 den durch den Falzspalt 06 unterbrochenen Falztisch 04 auf. Das auf dem Falztisch 04 eingelaufenen Zwischenprodukt 02 (nicht dargestellt) wird durch das Falzmesser 03 durch den Falzspalt 06 zwischen die Falzwalzen 06 gedrückt und durch ein Bandsystem 46 entweder zu einem Schaufelrad 47 und von dort auf eine Auslagevorrichtung 48 gefördert oder aber wie strichliert dargestellt anderweitig ausgeschleust.

Das Falzmesser 03 ist vorzugsweise über ein Kurvengetriebe angetrieben. Hierzu ist das Falzmesser 03 am Hebel 43 angeordnet, welcher an einem Drehpunkt, z. B. Achse 44, schwenkbar gelagert ist. Der Hebel 43 kann entweder ein Hebelarm 49 eines als Doppelhebel 43 ausgebildeten Hebels 43 mit einem zweiten Hebelarm 51, oder aber als einarmiger Hebel 44 ausgebildet sein, wobei dann mit der drehbar gelagerten Achse 44 ein zweiter Hebel 51 drehfest verbunden ist. Am drehpunktfernen Ende des zweiten Hebels 51 (zweiten Hebelarm 51) ist ein mit der Kurvenlinie einer Kurvenscheibe 52 zusammen wirkender Anschlag 53, z. B. als drehbar am Hebel 51 gelagerte Rolle 52, angeordnet. Die Kurvenscheibe 52 ist drehfest auf einer Welle 54 gelagert, welche direkt oder aber über ein Getriebe 56 (12) durch den nur schematisch angedeuteten Antriebsmotor 05 rotatorisch antreibbar ist. Die Kurvenscheibe 52 kann eine in Bezug zu ihrer Drehachse unregelmäßig und unsymmetrisch ausgebildete Kurvenlinie aufweisen, welche dann bei Rotation über das Kurbelgetriebe (Hebel 49 und 51) eine entsprechende Bewegung des Falzmessers 03 bewirkt. In der Darstellung der 11 ist die Kurvenscheibe 52 als Kreisscheibe mit kreisförmiger Umfangslinie ausgebildet, welche jedoch auf der Welle 54 exzentrisch angeordnet ist.

Wie auch immer die Kurvenscheibe 52 ausgebildet ist, so bewirkt deren Rotation eine definierte Auf- und Abwärtsbewegung des Falzmessers 03, deren Bewegungsprofil bei konstanter Rotation der Welle bzw. des Antriebsmotors 05 fest vorgegeben, die Geschwindigkeit für den Ablauf dieses festen Bewegungsprofils jedoch in Abhängigkeit von der Antriebsdrehzahl der Welle 54 bzw. des Antriebsmotors 05 veränderbar ist.

12 zeigt ein Ausführungsbeispiel für den rotatorischen Antrieb des Kurvengetriebes (52, 53) durch den Antriebsmotor 05, welcher – beispielsweise über ein Getriebe 56, z. B. ein Riementrieb 56, vorzugsweise ein als Untersetzungsgetriebe ausgebildetes Getriebe 56 – die Welle 54 rotatorisch antreibt. Die Umsetzung der rotatorischen Bewegung in eine Auf- und Ab-Bewegung des Falzmessers 03 erfolgt wie oben beschrieben. In einer vorteilhaften Weiterbildung sind durch den Antriebsmotor 05 über eine mechanische Antriebsverbindung 57, z. B. über eine Zahnradverbindung von der Welle 54 her, die Falzwalzen 06 rotatorisch angetrieben. Zusätzlich könnte auch das Schaufelrad 47 und ggf. sogar die Auslagevorrichtung 48 über entsprechende Antriebsverbindungen vom Antriebsmotor 05 her angetrieben sein. Vorteilhaft weist das Schaufelrad 47 jedoch einen eigenen, nicht dargestellten Antriebsmotor auf. Zur Festsetzung des Längsfalzapparates 01 bzw. dessen Antriebsmotors 05 kann eine Haltebremse 58 vorgesehen sein, welche mit einer drehfest mit einer Motorwelle bzw. dem Falzmesserantrieb (56, 54, 52) verbundenen Bremsscheibe 59 zusammen wirkt.

Der Antriebsmotor 05 ist zumindest bzgl. seiner Drehzahl regelbarer Antriebsmotor 05, z. B. Elektromotor 05, ausgebildet. In einer vorteilhaften Weiterbildung ist er als Schrittmotor 05 oder gar vorzugsweise als bzgl. seiner Drehwinkellage regelbarer Antriebsmotor 05 ausgebildet. Die Ausbildung des Antriebsmotors 05 als zumindest bzgl. seiner Drehzahl oder aber bzgl. einer relativer Lageänderung (definierte Schritte) oder vorzugsweise bzgl. einer absoluten Lage regelbaren Antriebsmotor 05 ist besonders vorteilhaft im Hinblick auf die nachfolgend beschriebene Verfahrensweise zur Synchronisierung von Falzmesserbewegung und Produktlage.

Wie oben bereits dargestellt, ist auf dem Transportweg dem Falzmesser 03 ein Sensor 18 vorgeordnet, welcher das Vorhandensein des Zwischenproduktes 02, z. B. einen Ein- oder Austritt des Zwischenproduktes 02 in das Sichtfeld, detektiert. D. h. durch ihn und/oder eine nachgeordnete Auswerteeinrichtung (z-. B. als Bestandteil der Steuerung 10) wird eine Information darüber erzeugt, wenn und/oder wann sich ein Zwischenprodukt 02 an einem vordefinierten Ort mit festem Abstand zum Längsfalzapparat 01 bzw. zum Ort des Längsfalzens befindet. Bei kontinuierlichem und gleichmäßigem Produktstrom sollten derartige Signal zeitlich äquidistant erfolgen. Die Periodenlänge bzw. die Frequenz korreliert mit der Maschinengeschwindigkeit vorangehender Aggregate, z. B. eines Falzapparates und ist bei konstanter Maschinengeschwindigkeit im störungsfreien Transport konstant. Liegt jedoch eine Störung beim Transport einzelner Zwischenprodukte vor (kurzzeitiges Hängenbleiben etc.) so weicht die Frequenz der o. g. Signale von dieser konstanten Frequenz ab.

Auch der Antriebsmotor 05 wird bei konstanter Maschinengeschwindigkeit mit einer hierzu korrelierten Drehzahl bzw. Winkelgeschwindigkeit betrieben, so dass die o. g. Frequenz des Produktstromes derjenigen der Auf- und Abwärtsbewegung entspricht. Je nachdem, ob die Kurvenscheibe ein oder mehrere Perioden auf ihrer Kurvenlinie enthält. Entspricht eine Scheibenumdrehung einer oder mehreren Perioden.

Weist nun der Produktstrom und die Auf- und Abwärtsbewegung die selbe Frequenz auf, so muss auch die relative Phasenlage aufeinander abgestimmt sein, d. h. Produktstrom und Falzmesserbewegung müssen synchronisiert sein.

Die Grundeinstellung für den synchronen Betrieb erfolgt z. B. während eines Einrichtens des Längsfalzapparates 01 vor Aufnahme des Produktionsbetriebes – beispielsweise während des Einziehens der Bahnen bzw. des Stranges. Hierbei passiert ein Strang beispielsweise einen Querschneideinrichtung (z. B. eines Falzapparates), wobei die entstandenen Produktabschnitte 02 durch ein nachgeordnetes Fördersystem übernommen werden und zum Längsfalzapparat 01 gefördert werden. Dies erfolgt beispielsweise mit einer gegenüber der Produktionsgeschwindigkeit geringeren Einrichtgeschwindigkeit, beispielsweise einer Einziehgeschwindigkeit, z. B. mit 5–10 m/min, insbesondere mit 7–9 m/min Maschinengeschwindigkeit.

Nun wird zum Einrichten des Längsfalzapparates 01 eine Kontaktposition (oder ein Kontaktzeitpunkt) des Zwischenproduktes 02 mit dem Falzmesser 03 eingestellt, indem eines der Produkte 02 durch das vorgeordnete Fördersystem am Sensor 18 vorbei auf dem Falztisch 04 in diejenige Lage gebracht wird (und dort durch Stoppen des Fördersystems zunächst dort verbleibt), in welcher dann bei Produktion eine Erstberührung mit dem Falzmesser 03 stattfinden soll. Dies kann in einer Ausführung die Ruhelage des Produktes 02 bei Anlage am Anschlag 08 sein. In einer vorteilhaften Ausführung kann diese Kontaktposition (Kontaktzeitpunkt) des Produktes 02 jedoch vor dem Ort der Ruhelage, z. B. mit einem Abstand von 10 bis 100 mm, insbesondere 20 bis 50 mm, zwischen der vorlaufenden Produktkante und dem Anschlag 08 liegen. In diesem Fall kann die vorzeitige Kontaktierung des Produktes 02 mit dem Falzmesser 03 ein Abbremsen des Produktes 02 unterstützen, wobei dann ggf. eine Bremsung mit o.g. bewegbaren Abschlägen 13; 14 und/oder eine Bremsung mit Bremsbürsten entfallen kann.

Befindet sich das Produkt 02 nun bei angehaltenem Fördersystem in der beabsichtigten Kontaktposition, so wird der Antrieb des Falzmessers 03, insbesondere der Antriebsmotor 05, derart verdreht, bis das Falzmesser 03 in der Bewegungsphase auf das Produkt 02 zu dieses gerade berührt oder gerade eben noch nicht berührt. Diese Lage bzw. Winkellage des Antriebes, insbesondere des Antriebsmotors 05, welche z. B. irgend einen Wert zwischen 0° und 360° darstellen kann, stellt im Folgenden eine definierte „Nulllage" &PHgr;0 des Längsfalzapparates 01 bzw. dessen Antriebes dar.

Für den Fall, dass bei Erstberührung kein Abstand zwischen dem Produkt 02 und dem Anschlag 08 vorgesehen sein soll, so ist die Nulllage &PHgr;0 des Längsfalzapparates 01 bzw. des Antriebsmotors 05 genau mit Auftreffen des Produktes am Anschlag 08 zu bestimmen.

Für den Fall, dass für das Produkt vor dem Kontakt mit dem Falzmesser 03 eine Verweilzeit größer 0 sec. vorgesehen sein soll, wäre das Falzmesser 03 zur Ermittlung der Nulllage &PHgr;0 des Längsfalzapparates 01 bzw. des Antriebsmotors 05 das Falzmesser 03 in eine Position noch vor dem Berühren des Produktes 02 zu verbringen.

Nach diesem Verdrehen des Antriebsmotors 05 ist im Grunde eine Synchronisierung zwischen dem einlaufenden Produkt 02 und der Falzmesserbewegung erfolgt, solange im nachfolgenden Betrieb der Antrieb des Falzmessers 03 korreliert zur Maschinengeschwindigkeit im richtigen Verhältnis erfolgt. Um jedoch ggf. auftretende Abweichungen (Schwankungen, Hängenbleiben etc.) erkennen und/oder korrigieren zu können wird wie nachfolgend beschrieben weiter verfahren.

Im Folgenden wird das Fördersystem wieder aktiviert, wobei der Antriebsmotor mit einer auf die Fördergeschwindigkeit bzw. Maschinengeschwindigkeit abgestimmten Drehzahl mit betrieben wird, d. h. das Falzmesser 03 wird mit einer Drehzahl betrieben, in welcher die Phasenlänge der Auf- und Abwärtsbewegung mit der Phasenlänge nachfolgender Produkte 02 korreliert. Nun wird bei wieder aktiviertem Fördersystem – z. B. wieder mit Einzuggeschwindigkeit – diejenige Winkellage des Antriebes, insbesondere des Antriebsmotors 05, festgestellt, bei dem das Vorhandensein eines folgenden Zwischenproduktes 02 (vorzugsweise Vorderkante), z. B. mittels o. g. Signal zur Detektion, erkannt wird. Diese Winkellage dient nun als Referenzlage welcher in Bezug zur Nulllage &PHgr;0 bestimmte Winkeldifferenz, z. B. relative Referenzphasenlage, zwischen der Stellung des Produktdurchganges am Sensor 18 und dem Falzbeginn (Berührpunkt) darstellt. Die so ermittelte relative Phasenlage wird nun als Sollwert für den weiteren Betrieb abgespeichert und im weiteren Verlauf für einzelne oder auch sämtliche Produkte 02 mit deren sich für diese Produkte ergebenden relativen Phasenlagen verglichen.

Wird diese relative Referenzphasenlage nun während des weiteren Betriebes eingehalten, d. h. zwischen der Referenzphasenlage und der aktuell gemessenen relativen Phasenlage besteht keine signifikante Differenz, so erfolgt das Längsfalzen immer zum richtigen Zeitpunkt synchronisiert. Vorzugsweise kann ein erlaubtes „Fenster" für eine Abweichung zwischen Aktueller und Referenzphasenlage vorgesehen sein, welches z.B. einen Winkel kleiner oder gleich ±3°, insbesondere kleiner oder gleich ±1° beträgt.

Weicht der gemessene Wert für die relative Phasenlage von der relativen Phasenlage ab oder liegt außerhalb des Fensters, so wird eine Korrektur vorgenommen, so wird durch kurzzeitige Drehzahländerung des Antriebsmotors 05 die Relativwinkellage des Antriebsmotors 05 und somit des Falzmessers 03 geändert. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass der aus der Maschinensteuerung und/oder einem Falzapparat vorgegebenen Motordrehzahl bzw. Winkellage ein Offset überlagert wird. D. h. der Antriebsmotor 05 dreht für eine bestimmte endliche Zeit schneller oder langsamer, so dass nach diesem Korrekturprozess die Referenzphasenlage (ggf. bis auf ein erlaubtes Fenster") wieder erreicht ist.

Die Verarbeitung der Phasenlagen und/oder die Veranlassung einer entsprechenden Korrektur werden z. B. in der in 11 angedeuteten Steuereinrichtung 10 durchgeführt. Vorzugsweise erhält diese Steuereinrichtung (in 11 nicht dargestellt) auch ein die Maschinengeschwindigkeit bzw. Falzapparatgeschwindigkeit repräsentierende Signal, sodass der Antriebsmotor 05 ohne oder mit Korrekturaufschlag/-abschlag durch die Steuereinrichtung 10 betrieben sein kann. Im Fall eines bzgl. seiner Winkellage geregelten Antriebsmotor 05 kann ein nicht dargestellter Regelkreis für die Winkellageregelung vorgesehen sein, dessen Sollwert durch die Steuerung 10 vorgegeben wird.

Durch diese Verfahrensweise wird vom Produkt 02 aus betrachtet der Falzzeitpunkt bzw. Falzort konstant gehalten, jedes Exemplar erhält in einer selben Lage am Falztisch 04 den Längsfalz.

Falls der Sensor 18 einen Abstand von mehreren Produkten 02 zum Falzspalt aufweist, dann kann es vorgesehen sein, dass die Steuerung 10 bei der o. g. Korrektur die Anzahl der zwischen Sensor 18 und Falzspalt 06 liegenden Produkte derart berücksichtigt, dass die Korrektur der Phasenlage zeitverzögert, z. B. erst zu dem der Abweichung zuzuordnenden Produkt 02 erfolgt.

Die Übersetzung zwischen einer vollen Motorumdrehung des Antriebsmotors 05 und einer vollen Periodenlänge der Falzmesserbewegung ist vorzugsweise ganzzahlig, z. B. 1:1, ausgebildet.

Weist der Längsfalzapparat 01 zusätzlich einen bewegbaren Anschlag 13; 14 aus den o.g. Ausführungen auf, so ist auch dieser über die zugeordnete Steuereinheit 19 (siehe 1 bis 3) synchronisierbar. Die Steuereinheiten 10 und 19 können hierbei baulich zusammengefasst, und ggf. Bestandteil einer übergeordneten Steuerung sein.

Ein besonders vorteilhaft ausgeführtes System 32, in welchem ein Produktstrom nach festgelegten Vorgaben gesplittet, und die gesplitteten Produktströme verschiedenen Bearbeitungsstufen zur Weiterverarbeitung, insbesondere Längsfalzapparaten 01 zugeführt werden sollen, sind sowohl vor der Weiche 34 als auch vor oder im Eingangsbereich der Bearbeitungsstufen mit einer o. g. optischen Erfassung der Produktlage ausgeführt.

Die beschriebenen Längsfalzapparate 01 sind vorzugsweise als sog. dritter Falz ausgeführt, dem auf dem Produktweg eine erste Längsfalzeinheit, beispielsweise ein Falztrichter, sowie ein Querfalzapparat, beispielsweise ein mit einem Falzmesserzylinder zusammen wirkender Falzklappenzylinder, vorgeordnet sind.

01
Längsfalzapparat, Bearbeitungsstufe
02
Produkt, Druckerzeugnis, Zwischenprodukt
03
Falzmesser
04
Falztisch
05
Antrieb, Motor
06
Falzspalt
07
Falzwalze
08
Anschlag
09
Bremsbürste
10
Steuereinrichtung
11
Zahnrad
12
Zahnriemen, Endlosband
13
Anschlag, Nocke
14
Anschlag, Nocke
15
Körper, rotierbar, Scheibe
16
Motor, Elektromotor
17
Welle
18
Sensor
19
Steuereinheit, Steuereinrichtung
20
21
Falzhebel
22
Produkt, Druckerzeugnis
23
Längsfalzapparat
24
Bremsweg
25
26
Bremsvorrichtung, Modul
27
Rahmen, Gestell
28
Achse
29
Träger
30
31
Antriebsmittel
32
System
33
Strecke, Zufuhrstrecke
34
Weiche, Splitteinrichtung
35
36
Strecke, Förderstrecke
37
Strecke, Förderstrecke
38
Zunge, Splittzunge
39
Sensor
40
41
Steuereinrichtung
42
Antrieb, Motor
43
Hebel
44
Achse
45
46
Bandsystem
47
Schaufelrad
48
Auslagevorrichtung
49
50
Hebelarm
51
Hebelarm, Hebel
52
Kurvenscheibe
53
Anschlag
54
Welle
55
56
Getriebe, Riementrieb
57
Antriebsverbindung
58
Haltebremse
59
Bremsscheibe
t
Entwicklung, zeitlich
t0
Zeitpunkt
t1
Zeitpunkt
t2
Zeitpunkt
v
Geschwindigkeit
v0
Eingangsgeschwindigkeit (02)
v1
Geschwindigkeit (14; 13)
v2
Geschwindigkeit (02)
v3
Geschwindigkeit (02)
v4
Geschwindigkeit (02)


Anspruch[de]
Längsfalzapparat (01), dem über eine Förderstrecke (36; 37) ein Produkt (02) zuführbar ist, wobei dem Längsfalzapparat (01) auf der Förderstrecke (36; 37) ein Sensor (18) vorgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (18) als ein die Produktphasenlage erfassender Sensor (18) ausgeführt ist, dass der Sensor (18) mit einem vom Antrieb der Förderstrecken (33; 36; 37) mechanisch unabhängigen Antriebsmotor (05) eines Falzmessers (03) des Längsfalzapparates (01) über eine Steuereinrichtung (10) verbunden ist, welche den Antriebsmotor (05) unter Berücksichtigung der durch den Sensor (18) erfassten Produktphasenlage steuert, und dass der Antrieb vom Antriebsmotor (05) auf das Falzmesser (03) über ein Kurvengetriebe (52, 53) ausgebildet ist. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (05) als bzgl. seiner Winkellage regelbarer Antriebsmotor (05) ausgebildet ist. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzmesser (03) als relativ zum Falztisch 04 auf- und ab- bewegbares Messer (04) ausgeführt ist. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (04) an mindestens einem bzgl. eines Falztisches (04) verschwenkbaren Hebel gelagert ist. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Definition einer möglichen Endlage eines in den Längsfalzapparat (01) einlaufenden Produktes (02) ein Anschlag (08) vorgesehen ist. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine relative Phasenlage zwischen der Lage des Produktes (02) und dem Zeitpunk einer Erstberührung durch das Falzmesser (03) so eingestellt ist, dass ein Abstand zwischen vorlaufendem Ende des Produktes (02) und dem Anschlag (08) besteht. Längsfalzapparat (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsfalzapparat (01) einen beweglichen Anschlag (13; 14) aufweist, welcher ein in den Längsfalzapparat einlaufendes Produkt (02) verlangsamt. Verfahren zum Betrieb eines Längsfalzapparates (01) mit einem mechanisch unabhängig von einer vorgeordneten Förderstrecke durch einen Antriebsmotor (05) angetrieben Falzmesser (03), dadurch gekennzeichnet, dass das Falzmesser (05) über ein Kurvengetriebe (52, 53) angetrieben wird, und dass bei Abweichung einer relativen Phasenlage zwischen einer Produktlage auf der Förderstrecke und einer Winkellage des Antriebsmotors von einer zuvor definierten Referenzphasenlage eine Korrektur in der Weise erfolgt, dass der das Kurvengetriebe (52, 53) antreibende Antriebsmotor (05) je nach Abweichung zeitlich begrenzt schneller oder langsamer als eine der Maschinengeschwindigkeit entsprechenden Drehzahl betrieben wird. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines dem Falzmesser (03) vorgeordneten Sensors (18) das Vorhandensein eines Produktes (02) repräsentierende Signale erfasst werden,

– eine zum Zeitpunkt des Signals eingenommene Winkellage des Antriebsmotors (05) erfasst wird,

– aus dieser Winkellage und einer Nullwinkellage des Antriebsmotors (05) eine relative Phasenlage ermittelt wird,

– und diese relative Phasenlage mit einer Referenzphasenlage verglichen wird.
Verfahren zum Betrieb eines Längsfalzapparates (01) mit einem Falzmesser (03), wobei über eine dem Längsfalzapparat (01) vorgeordnete Förderstrecke einem Falztisch (04) des Längsfalzapparates (01) längszufalzende Produkte (02) zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzvorgang derart erfolgt, dass eine Erstberührung des Produktes (02) durch das Falzmesser (02) erfolgt, während sich das Produkt auf dem Falztisch (04) noch in Bewegung befindet. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Erstkontakt noch ohne Berührkontakt des Produktes (02) zu einem den Transportweg begrenzenden Anschlag (08) erfolgt. Verfahren zum Synchronisieren eines Längsfalzapparates (01) mit einem mechanisch unabhängig von einer vorgeordneten Förderstrecke angetriebenen Falzmesser (03) und einem Falztisch (04), wobei

– zunächst bei gegenüber einer Produktionsgeschwindigkeit geringeren Einrichtgeschwindigkeit ein Produkt (02) in eine beabsichtigten Kontaktposition auf dem Falztisch (04) gefördert wird,

– und nach Erreichen dieser beabsichtigten Kontaktposition bei ruhender Förderstrecke ein Antrieb oder Antriebsmotor (05) des Falzmessers (03) derart verdreht wird, bis das Falzmesser (03) in der Bewegungsphase auf das Produkt (02) zu dieses gerade berührt oder gerade eben noch nicht berührt.
Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass,

– die für die Kontaktposition eingenommene Winkellage des Antriebes oder Antriebsmotors (05) als Nulllage (&PHgr;0) festgehalten wird,

– anschließend bei aktiver Förderstrecke ein Durchgangssignal eines Produktes vor dem Falztisch (04) detektiert wird,

– die zum Durchgangszeitpunkt eingenommene Winkellage des Antriebes oder Antriebsmotors (05) als Referenzlage (&PHgr;R) festegestellt wird

– und aus der Nulllage (&PHgr;0) und der Referenzlage (&PHgr;N) eine für den weiteren Betrieb einzuhaltende relative Referenzphasenlage gebildet wird.






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