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Dokumentenidentifikation DE102005049462A1 03.05.2007
Titel Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Huter, Jürgen, Dipl.-Ing., 71554 Weissach, DE;
Jutz, Bernhard, Dipl.-Ing.(FH), 71576 Burgstetten, DE;
Kwiatkowski, Janusz, Dipl.-Ing., 70329 Stuttgart, DE;
Müller, Christoph, Dipl.-Ing., 70176 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 15.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049462
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse F02M 25/07(2006.01)A, F, I, 20051015, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F02F 7/00(2006.01)A, L, I, 20051015, B, H, DE   F16M 1/026(2006.01)A, L, I, 20051015, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Brennkraftmaschine ist mit einer Abgasrückleitung (18) zur Rückführung des Abgases zur Ansaugseite der Brennkraftmaschine versehen, wobei wenigstens ein Teil der Abgasrückleitung (18) in einem Steuergehäusedeckel (16) der Brennkraftmaschine (10) integriert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die Rückführung von Abgas in den Ansaugtrakt einer Brennkraftmaschine zur Reduzierung von Schadstoffemissionen ist allgemein bekannt. Für eine solche Abgasrückführung werden verschiedene Abgasleitungen und Kühleinrichtungen benötigt, für die bei modernen Brennkraftmaschinen häufig nicht genug Bauraum zur Verfügung steht.

Es ist daher zum Beispiel aus der DE 196 42 685 A1 bekannt, eine Abgasrückleitung in einer Trennebene zwischen Zylinderkopf und Kurbelgehäuse in der Nähe von Kühlmittelräumen vorzusehen.

Die EP 1 063 411 B1 offenbart eine Brennkraftmaschine, bei welcher die Abgasrückleitung in den Zylinderkopf integriert ist, wobei die Abgasrückleitung einen Kühlmittelraum des Zylinderkopfes durchdringt.

Weiter beschreibt die EP 1 134 403 B1 die Möglichkeit, die Abgasrückleitung einer Brennkraftmaschine teilweise in die Zylinderkopfhaube zu integrieren.

Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung vorzusehen, die einen kompakten Aufbau ermöglicht. In einer Weiterbildung soll auch eine Kühlung bzw. Vorkühlung des Abgasstroms in kompakter Weise möglich sein.

Diese Aufgabe wird durch eine Brennkraftmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Brennkraftmaschine weist eine Abgasrückleitung zur Rückführung des Abgases zur Ansaugseite der Brennkraftmaschine auf, wobei wenigstens ein Teil der Abgasrückleitung in einem Steuergehäusedeckel der Brennkraftmaschine integriert ist.

Die Abgasrückleitung kann so bauraumsparend und kostengünstig in den Steuergehäusedeckel integriert werden. Ausfallträchtige und schwer zugängliche Schnittstellen von Rohrleitungen für das Abgas und ein Kühlmittel können auf diese Weise vermieden werden.

Vorzugsweise ist in dem Steuergehäusedeckel auch ein Kühlmittelraum integriert, der mit der Abgasrückleitung in thermischem Kontakt steht. Auf diese Weise erfolgt eine Kühlung bzw. Vorkühlung des Abgasrückstroms in dem Steuergehäusedeckel, sodass ein separater AGR-Kühler kleinerer Kapazität benutzt oder auf einen separaten AGR-Kühler ganz verzichtet werden kann.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind der Steuergehäusedeckel und die Abgasrückleitung in kostengünstiger Weise als ein integrales Gussteil ausgebildet. Vorzugsweise ist der Steuergehäusedeckel zumindest im Bereich der Abgasrückleitung hier zur Reduzierung der Oberflächentemperatur außenseitig mit einer thermischen Isolierung versehen, insbesondere beschichtet.

Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten, nicht-einschränkenden Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:

1 eine Teilperspektivansicht einer Brennkraftmaschine mit Abgasrückführung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und

2 eine aufgeschnittene Teilperspektivansicht einer Innenseite eines Steuergehäusedeckels der Brennkraftmaschine von 1.

In 1 ist ein Teil einer Brennkraftmaschine 10 perspektivisch dargestellt. Die Brennkraftmaschine 10 umfasst in üblicher Weise einen Zylinderkopf 12 und eine Zylinderkopfhaube 14. An einer Seite der Brennkraftmaschine 10 ist ein Steuergehäusedeckel 16 angebracht, der je nach Bauform der Brennkraftmaschine 10 bzw. des Steuergehäuses manchmal auch als Kettenkastendeckel bezeichnet wird.

Wie insbesondere aus 2 ersichtlich, ist in diesen Steuergehäusedeckel 16 ein Teil einer Abgasrückleitung 18 integriert, wobei das Steuergehäuseteil 16 vorzugsweise als ein integrales Gussteil zum Beispiel aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung ausgebildet ist. Die Abgasrückleitung 18 führt dabei durch einen Kühlmittelraum 24 des Steuergehäusedeckels 16. Dieser Kühlmittelraum 24 ist über einen Kühlmittelanschluss 22 mit einer Kühlmittelleitung 20 verbunden und ferner mit einem Kühlmittelkanal (nicht dargestellt) des Zylinderkopfes 12 verbunden.

Neben dem Kühlmittelraum 24 definiert der Steuergehäusedeckel 16 auch einen Schmiermittelraum 26. Außerdem ist der Steuergehäusedeckel 16 mit einer ersten Dichtfläche 28 zum Zylinderkopf 12 und einer zweiten Dichtfläche 30 zur Zylinderkopfhaube 14 versehen.

Die Brennkraftmaschine 10 ist einschließlich der Abgasrückführung kompakt aufgebaut. Ausfallträchtige und schwer zugängliche Schnittstellen von Abgas und Kühlmittel werden vermieden oder zumindest in nur geringerer Anzahl benötigt, wodurch die Brennkraftmaschine auch kostengünstiger zu fertigen, zu montieren und zu warten ist.

Durch den ebenfalls in den Steuergehäusedeckel 16 integrierten Kühlmittelraum 24, der mit der Abgasrückleitung 18 in thermischem Kontakt steht, wird eine effektive Kühlung bzw. Vorkühlung der rückgeleiteten Abgase bewirkt, sodass auf einen separaten AGR-Kühler verzichtet werden kann oder dieser zumindest mit einer kleineren Kühlkapazität konzipiert werden kann.

Die Außenseite des Steuergehäusedeckels 16 ist zumindest im Bereich der Abgasrückleitung 18 bevorzugt thermisch isolierend beschichtet, um so die Oberflächentemperatur des Steuergehäusedeckels 16 zu reduzieren.

Auf die Darstellung und die Beschreibung weiterer Komponenten des Abgasrückführsystems, wie die Anschlüsse der Abgasrückleitung 18 an den Abgastrakt und den Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine, Filtereinsätze in der Abgasrückleitung 18, den separaten AGR-Kühler, ein AGR-ventil zum Steuern der Abgasströmungsmenge durch die Abgasrückleitung, eine Frischluftzufuhr und/oder eine Sekundärluftzufuhr und dergleichen, wurde verzichtet, da sie dem Fachmann wohlbekannt sind und die erfindungsgemäße Brennkraftmaschine unabhängig von ihnen angewendet werden kann.


Anspruch[de]
Brennkraftmaschine (10), mit einer Abgasrückleitung (18) zur Rückführung des Abgases zur Ansaugseite der Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Abgasrückleitung (18) in einem Steuergehäusedeckel (16) der Brennkraftmaschine (10) integriert ist. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Steuergehäusedeckel (16) auch ein Kühlmittelraum (24) integriert ist, der mit der Abgasrückleitung (18) in thermischem Kontakt steht. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Steuergehäusedeckel (16) integrierte Kühlmittelraum (24) über einen Kühlmittelanschluss (22) mit einer Kühlmittelleitung (20) verbunden ist. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuergehäusedeckel (16) und die Abgasrückleitung (18) als integrales Gussteil ausgebildet sind. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuergehäusedeckel (16) zumindest im Bereich der Abgasrückleitung (18) zur Reduzierung der Oberflächentemperatur außenseitig mit einer thermischen Isolierung versehen ist.






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