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Dokumentenidentifikation DE102005050536A1 03.05.2007
Titel Stütze für ein Streckwerk einer Textilmaschine und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Texparts GmbH, 70736 Fellbach, DE
Erfinder Schlegel, Jürgen, 70734 Fellbach, DE
Vertreter Hamann, A., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., Pat.-Ass., 41068 Mönchengladbach
DE-Anmeldedatum 21.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005050536
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse D01H 5/56(2006.01)A, F, I, 20051021, B, H, DE
Zusammenfassung Stütze (1), die zur Aufnahme eines Trägers für die Oberwalzen eines Streckwerkes dient und an mindestens einer Haltestange an einem Maschinengestell einer Textilmaschine fixierbar ist, wobei die Stütze (1) eine im Wesentlichen U-förmige Kontur aufweist, die sich aus einer Stirnfläche (3) und sich senkrecht zur Stirnfläche (3) erstreckenden, zueinander parallelen Seitenwänden (2) ergibt, wobei die Stütze (1) zur Stabilisierung senkrecht zur Stirnfläche (3) und den Seitenwänden (2) abgewinkelte Abschnitte (5, 6) aufweist, die formschlüssig miteinander verbunden sind, und dass die räumliche Form der Stütze (1) durch Biegen hergestellt ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stütze für ein Streckwerk einer Textilmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Stütze gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 6.

Aus der DE 39 02 859 A1 ist eine Stütze für einen Träger eines Streckwerkes bekannt, der durch das Zusammenmontieren zweier Platten, die für die am Streckwerk auftretenden Belastungen entsprechend dimensioniert sind, gefertigt wird. Hierbei werden die beiden identisch geformten und parallel zueinander angeordneten Platten durch Abstandshalter miteinander verbunden.

Des Weiteren ist eine einteilig ausgebildete Stütze mit einer U-förmigen Kontur bekannt, die sich aus einer Stirnfläche und sich senkrecht zur Stirnfläche erstreckenden, zueinander parallelen Seitenwänden ergibt. Die Stütze wird durch den Einsatz eines Tiefziehwerkzeuges hergestellt. Die Seitenwände sind auf ihrer der Stirnfläche abgewandten Seite durch Abstandshalter miteinander verbunden. Dies dient dazu, die auf der der Stirnfläche abgewandten Seite offene Stütze zu stabilisieren.

Als nachteilig am vorgenanten Stand der Technik erweist sich der Aufwand zur Stabilisierung der Stütze, der durch den vermehrten Material- und Monatageaufwand entsteht sowie der Einsatz kostenintensiver Tiefziehwerkzeuge.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stütze für einen Träger eines Streckwerkes bereitzustellen, die einfach und kostengünstig herstellbar ist sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Stütze, das werkzeugfallend durchführbar ist.

Dies wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Stütze durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 6 gelöst.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß Anspruch 1 wird vorgeschlagen, dass die Stütze zur Stabilisierung senkrecht zur Stirnfläche und den Seitenwänden abgewinkelte Abschnitte aufweist, die formschlüssig miteinander verbunden sind und dass die räumliche Form der Stütze durch Biegen hergestellt ist. Durch die sich zumindest abschnittsweise über die Länge der Seitenwände erstreckenden, formschlüssig miteinander verbundenen Abschnitte wird die Stütze stabilisiert, ohne dass die Verwendung von Abstandshaltern oder dergleichen erforderlich wird, wie es im Stand der Technik der Fall ist.

Die während des Betriebes des Streckwerkes über den Träger auf die Stütze übertragenen Drehmomente können auf Grund der höheren Verwindungssteifigkeit der Stütze besser aufgenommen werden. Durch die einteilige Ausführung der Stütze wird der Aufbau vereinfacht. Zudem ist die erfindungsgemäße Stütze kostengünstiger herstellbar, da der Einsatz von teuren Tiefziehwerkzeugen, die bei der Herstellung einer Stütze gemäß dem Stand der Technik starkem Verschleiß ausgesetzt sind, beziehungsweise die Verwendung von Abstandshaltern oder dergleichen, zur Stabilisierung nicht erforderlich ist.

Insbesondere können einige der formschlüssig ineinander fügbaren Abschnitte ein geringes Übermaß aufweisen. Die Verbindung der Abschnitte kann somit durch eine Presspassung erfolgen, wodurch auf die Verwendung von zusätzlichen Verbindungsmitteln, wie Schrauben oder Nieten, beziehungsweise die Anwendung von anderen Verbindungsverfahren, wie Schweißen oder Löten, verzichtet werden kann. Dies trägt zu einer Reduzierung der zur Herstellung benötigten Arbeitsschritte bei, wodurch die Herstellung der Stütze kostengünstiger wird. Insbesondere kann durch eine geeignete Formgebung der formschlüssig ineinander fügbaren Abschnitte in Kombination mit der Presspassung eine kraftformschlüssige Verbindung der Seitenwände erzielt werden, durch die verhindert wird, dass sich die Seitenwände auf Grund einer senkrecht zu diesen gerichteten Kraft gegeneinander verschieben können.

Weiterhin kann an der durch die abgewinkelten Abschnitte ausgebildeten Oberseite eine Durchbohrung zur Aufnahme eines Einstellmittels zur Höhenverstellbarkeit des Trägers angeordnet sein. Das Einstellmittel kann als Schraube ausgeführt sein, welche sich an der Oberseite der Stütze abstützt.

Des Weiteren kann an einem der Abschnitte zumindest eine Umkantung vorgesehen sein, die sich in einer Ausnehmung an der anderen Seitenwand abstützt. Auf diese Weise wird erreicht, dass sich bei der Höhenverstellung des Trägers die Oberseite der Stütze durch auftretende Kräfte, die normal zur Oberseite gerichtet sind, nicht nach innen durchbiegt.

Vorzugsweise kann die Stirnfläche durch mindestens eine Ausnehmung unterbrochen sein, die die mindestens eine Haltestange abschnittsweise formschlüssig umschließt.

Gemäß Anspruch 6 wird vorgeschlagen, dass das vorgeformte Werkstück durch zweimaliges rechtwinkliges Umbiegen im Bereich der Stirnfläche seine U-förmige Gestalt mit parallelen Seitenwänden erhält und dass dann der formschlüssigen Verbindung dienende Abschnitte des vorgeformten Werkstückes teilweise aufeinander zu umgebogen werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine werkzeugfallende Herstellung der Stütze ermöglicht, bei der die Verwendung zusätzlicher Verbindungsmittel, wie Nieten oder Schrauben, beziehungsweise die Anwendung zusätzlicher Verbindungsverfahren, wie Schweißen oder Löten, entfallen. Durch die verfahrensgemäße Herstellung wird eine vergleichbare Stabilität erzielt, wie sie bei Stützen gemäß dem Stand der Technik erreichbar ist.

Vorteilhafterweise kann das vorgeformte Werkstück durch Stanzen hergestellt werden. Die Herstellung des vorgeformten Werkstückes durch Stanzen ist kostengünstig und in großer Stückzahl durchführbar.

Des Weiteren kann die Stütze durch einen Stirnflächenabschnitt stabilisiert werden, der beim Ausstanzen von Ausnehmungen aus dem Bereich des vorgeformten Werkstückes, aus dem die Stirnfläche erzeugt wird, entsteht und durch Umbiegen parallel zur Stirnfläche angeordnet wird. Vorzugsweise erfolgt dies in dem der Oberseite abgewandten Bereich der Stirnfläche, der der Verbindung zweier Stützen miteinander dienen kann. Dadurch wird eine Verdoppelung der Wandstärke und somit eine Erhöhung der Stabilität in diesem Bereich der Stirnfläche erreicht.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend einem anhand der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel zu entnehmen.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Stütze;

2 eine teilweise geschnittene Detailansicht A der Stütze gemäß 1.

Der Darstellung in 1 ist eine erfindungsgemäß ausgeführte Stütze 1 für ein Streckwerk einer Textilmaschine zu entnehmen. Die Stütze 1 dient der Aufnahme eines nicht dargestellten Trägers des Streckwerkes. Der Träger ist um eine an der Stütze 1 in Durchbohrungen 10 angeordnete, nicht dargestellte Schwenkachse schwenkbar gelagert. Zur Anbringung des Trägers wird dieser mittels der Stütze 1 an nicht dargestellten Haltestangen des Maschinengestells der Textilmaschine fixiert.

Die einteilig ausgeführte Stütze 1 weist eine im Wesentlichen U-förmige Kontur auf. Außerdem besitzt die Stütze 1 eine Stirnfläche 3, die durch Ausnehmungen 9 unterbrochen ist, die der formschlüssigen Aufnahme der Haltestangen dienen. An die Stirnfläche 3 schließen sich senkrecht zu dieser erstreckende Seitenwände 2 an, die parallel zueinander angeordnet sind. Die der Aufnahme der Schwenkachse dienenden Durchbohrungen 10 sind zueinander fluchtend an den Seitenwänden 2 der Stütze 1 angeordnet. Weiterhin weist die Stütze 1 eine sich senkrecht zur Stirnfläche 3 und zu den Seitenwänden 2 erstreckende Oberseite 4 auf, die durch rechtwinklig umgebogene Abschnitte 5, 6 der Seitenwände 2 ausgebildet ist. Die Abschnitte 5, 6 erstrecken sich dabei im Wesentlichen über die Länge der Seitenwände 2, wodurch die U-förmige Stütze 1 nach oben hin zumindest teilweise verschlossen wird.

Auf der Oberseite 4 der Stütze 1 ist eine Durchbohrung 7 vorgesehen, die der Aufnahme eines nicht dargestellten Einstellmittels zur Höhenverstellung des Trägers dient. Weiterhin ist eine Umkantung 8 am Abschnitt 6 vorgesehen, die sich senkrecht zum Abschnitt 6 erstreckt. Die Umkantung 8 stützt sich in einer entsprechend geformten Ausnehmung 11 der Seitenwand 2 ab. Dies dient der Aufnahme der bei der Höhenverstellung des Trägers auftretenden, normal zur Oberseite 4 gerichteten Zugkraft, um zu verhindern, dass die Oberseite 4 eingedrückt wird.

2 zeigt eine Detailansicht A gemäß 1 der Stütze 1. Der Darstellung ist ein umgebogener Stirnflächenabschnitt 12 zu entnehmen, der sich parallel zur Stirnfläche 3 erstreckt und an dieser anliegt. Der Stirnflächenabschnitt 12 ist mit einer Durchbohrung 13 versehen, die der Aufnahme eines Verbindungsmittels zur Fixierung der Stütze 1 an einer weiteren, nicht dargestellten Stütze in ihrer an den Haltestangen montierten Position dient. Dazu liegen zwei Stirnflächen 3 gegenüberliegender Stützen 1 aneinander und sind mittels einer nicht dargestellten Spannhülse und des Verbindungsmittels miteinander verbunden. Hierzu erstreckt sich die Spannhülse durch jeweils im Bereich der Oberseite 3 der Stützen 1 angeordnete Vorsprünge 14, die zur Aufnahme der Spannhülse fluchtend angeordnete Durchbohrungen 15 aufweisen. Durch die Verdoppelung der Wandstärke in dem der Oberseite 4 abgewandten Bereich der Stirnfläche 3 wird eine zusätzliche Verstärkung und Stabilisierung der Stütze 1 erreicht.

Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass zur Herstellung der Stütze 1 ein vorgeformtes Werkstück, welches beispielsweise durch Stanzen hergestellt und partiell symmetrisch ausgebildet ist, verwendet wird. Das Werkstück weist durch das Ausstanzen bereits entsprechend vorgeformte Konturen der Abschnitte 5, 6, der Umkantung 8, des Stirnflächenabschnittes 12 beziehungsweise der Ausnehmungen 9, 11 auf. Der Stirnflächenabschnitt 12 wird dabei beim Ausstanzen des Werkstückes innerhalb der Ausnehmung 9 stehen gelassen.

Erfindungsgemäß wird das Werkstück zunächst zu einem im Wesentlichen U-förmigen Profil umgebogen, so dass sich die Seitenwände 2 senkrecht zur Stirnfläche 3 erstrecken und parallel zueinander verlaufen. Im Anschluss daran werden die Abschnitte 5, 6 der Seitenwände 2 durch Biegen derart umgeformt, dass sie fluchtend zueinander angeordnet sind, wobei die Abschnitte 5, 6 formschlüssig ineinander gefügt werden. Auf diese Weise wird die räumliche Form der Stütze 1 hergestellt.

Des Weiteren wird die Umkantung 8 der einen Seitenwand 2 mit der Ausnehmung 11 der anderen Seitenwand 2 formschlüssig in Eingriff gebracht. Die formschlüssig ineinander gefügten Abschnitte 5, 6 weisen dabei ein geringes Übermaß auf, so dass sie sich wie eine Presspassung ineinander fügen.


Anspruch[de]
Stütze (1), die zur Aufnahme eines Trägers für die Oberwalzen eines Streckwerkes dient und an mindestens einer Haltestange an einem Maschinengestell einer Textilmaschine fixierbar ist, wobei die Stütze (1) eine im Wesentlichen U-förmige Kontur aufweist, die sich aus einer Stirnfläche (3) und sich senkrecht zur Stirnfläche (3) erstreckenden, zueinander parallelen Seitenwänden (2) ergibt,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Stütze (1) zur Stabilisierung senkrecht zur Stirnfläche (3) und den Seitenwänden (2) abgewinkelte Abschnitte (5, 6) aufweist, die formschlüssig miteinander verbunden sind, und

– dass die räumliche Form der Stütze (1) durch Biegen hergestellt ist.
Stütze (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einige der formschlüssig ineinander fügbaren Abschnitte (5, 6) ein geringes Übermaß aufweisen. Stütze (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der durch die abgewinkelten Abschnitte (5, 6) ausgebildeten Oberseite (4) eine Durchbohrung (7) zur Aufnahme eines Einstellmittels zur Höhenverstellbarkeit des Trägers angeordnet ist. Stütze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Abschnitte (5, 6) zumindest eine Umkantung (8) vorgesehen ist, die sich in einer Ausnehmung (11) an der anderen Seitenwand (2) abstützt. Stütze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (3) durch mindestens eine Ausnehmung (9) unterbrochen ist, die die mindestens eine Haltestange abschnittsweise formschlüssig umschließt. Verfahren zur Herstellung einer Stütze (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zur Herstellung der Stütze (1) zunächst ein zweidimensionales Werkstück vorgeformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgeformte Werkstück durch zweimaliges rechtwinkliges Umbiegen im Bereich der Stirnfläche seine U-förmige Gestalt mit parallelen Seitenwänden erhält und dass dann der formschlüssigen Verbindung dienende Abschnitte (5, 6, 8) des vorgeformten Werkstückes teilweise aufeinander zu umgebogen werden. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgeformte Werkstück durch Stanzen hergestellt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (1) durch einen Stirnflächenabschnitt (12) stabilisiert wird, der beim Ausstanzen von Ausnehmungen (9) aus dem Bereich des Werkstückes aus dem die Stirnfläche (3) erzeugt und durch Umbiegen parallel zur Stirnfläche (3) angeordnet wird.






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