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Dokumentenidentifikation DE102005051223A1 03.05.2007
Titel Ölabstreifring
Anmelder Federal-Mogul Burscheid GmbH, 51399 Burscheid, DE
Erfinder Meyer, Klaus, 42929 Wermelskirchen, DE
DE-Anmeldedatum 26.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051223
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse F16J 9/00(2006.01)A, F, I, 20051026, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F02F 5/00(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE   
Zusammenfassung Ölabstreifring, mit zwei beabstandeten Laufstegen sowie einem im Bereich der inneren Umfangsfläche vorgesehenen Federelement, wobei, in Umfangsrichtung gesehen, zwischen den Laufstegen eine Vielzahl von Öldurchtrittsöffnungen vorgesehen ist, deren Querschnitt sich von der äußeren (4) zur inneren Umfangsfläche hin vergrößert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Ölabstreifring mit zwei beabstandeten Laufstegen sowie einem im Bereich der inneren Umfangsfläche vorgesehenen Federelement.

Durch die DE-A 1923095 ist ein Ölabstreifring mit Spreizwendel bekannt geworden, der, in Umfangsrichtung gesehen, voneinander beabstandete Öldurchtrittsöffnungen beinhaltet. Die Gleitfläche des Ölabstreifringes und die Wandung seiner Innenumfangsnut sind verchromt, wobei auf der Chromschicht der Gleitfläche und den Wandungen der Öldurchtrittsöffnungen ein Überzug aus einem thermoplastischen oder duroplastischen Harz vorgesehen ist. Die Öldurchtrittsöffnungen weisen einen nicht zylindrischen Querschnitt auf, dergestalt, dass sie sich von der äußeren Umfangsfläche zur inneren Umfangsfläche hin konisch verjüngen.

Die Entwicklung zweiteiliger Ölabstreifringe geht in Richtung immer kleinerer Ringhöhen (h<1,5 mm). Mit der Ringhöhe nimmt auch der Raum zwischen den Laufstegen und somit der mögliche Durchmesser der Dränagebohrungen ab. Dies führt im motorischen Betrieb bei Verwendung zylindrischer Dränagebohrungen zu einer erhöhten Verstopfungsgefahr derselben durch im Motoröl befindliche Verunreinigungen und/oder Verbrennungsrückstände, wie beispielsweise Ölkohle.

Gleiches gilt auch für den Stand der Technik gemäß DE-A 1923095, da in Folge des sich radial von außen nach innen verjüngenden Querschnittes der Öldurchtrittsöffnungen es auch hier im verjüngten Bereich zu den aufgezeigten Problemen kommen kann.

Das Motoröl durchströmt die Öldurchtrittsöffnungen während des Ölabstreifprozesses radial von außen nach innen. Ablagerungen an den Wandungen der Öldurchtrittsöffnungen führen zu einer Verringerung des Strömungsquerschnittes oder zum vollständigen Verschluss einzelner oder mehrerer der Öldurchtrittsöffnungen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen und auch für Ölabstreifringe mit reduzierten Ringhöhen durch eine optimierte Geometrie der Öldurchtrittsöffnungen Ablagerungen und Verschlüssen weitestgehend entgegen zu wirken.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Ölabstreifring mit zwei beabstandeten Laufstegen sowie einem im Bereich der inneren Umfangsfläche vorgesehenen Federelement, wobei, in Umfangsrichtung gesehen, zwischen den Laufstegen eine Vielzahl von Öldurchtrittsöffnungen vorgesehen ist, deren Querschnitt sich von der äußeren zur inneren Umfangsfläche hin vergrößert.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Der Querschnitt der Öldurchtrittsöffnungen kann alternativ konisch, bauchig oder trompetenartig vorgesehen werden. Der Fachmann wird anwendungsabhängig die jeweils geeignete Querschnittsform auswählen.

Dadurch, dass sich die Geometrie der Öldurchtrittsöffnungen radial von außen nach inner vergrößert, sind auch mögliche Ablagerungen an den Wandbereichen der Öldurchtrittsöffnungen unkritisch, da sich im Motoröl befindliche Verunreinigungen und Verbrennungsrückstände problemlos von außen nach innen transportieren lassen. Somit wird der Verstopfungsgefahr der Öldurchtrittsöffnungen wirksam entgegen getreten.

Die zwischen den Laufstegen eingebrachte Umfangsnut ist, einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß, gerundet ausgeführt, so dass auch hier die Gefahr von Ablagerungen reduziert ist. Das Öl kann somit problemlos in die vorteilhafterweise symmetrisch zwischen den Laufstegen vorgesehenen Öldurchtrittsöffnungen fließen. Die Öldurchtrittsöffnungen werden, einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß, ausgehend von der inneren Umfangsfläche in Richtung der äußeren Umfangsfläche erzeugt. Hier kann jedes bekannte Bearbeitungsverfahren zum Einsatz gelangen. Beispielsweise sei lediglich darauf verwiesen, dass die Öldurchtrittsöffnungen mechanisch, insbesondere durch Formbohren, erzeugt werden.

Soweit aus Entgratungsgründen sinnvoll, können die Ein- und/oder die Austrittsbereiche der Öldurchtrittsöffnungen mit Kantenverrundungen versehen werden. Durch diese Maßnahmen kann bedarfsweise das Strömungsverhalten des abgestreiften Öls positiv beeinflusst werden.

Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

1 Prinzipsskizze eines Ölabstreifringes mit optimierter Öldurchtrittsöffnungsgeometrie

2 und 3 Ölabstreifring mit alternativen Öldurchtrittsöffnungsgeometrien

1 zeigt einen zweiteiligen Ölabstreifring 1 im Querschnitt, der zwei Laufstege 2, 3 aufweist. Im Bereich der äußeren Umfangsfläche 4 des Ölabstreifringes 1 ist eine gerundet ausgebildete Umfangsnut 5 zwischen den Laufstegen 2, 3 vorgesehen. Die Höhen der Laufstege 2, 3 sind in diesem Beispiel identisch. Im Bereich der inneren Umfangsfläche 6 weist der Ölabstreifring 1 eine weitere Nut 7 auf, die zur Aufnahme eines Federelementes 8 dient. Zwischen dem Nutgrund 9 der Umfangsnut 5 und dem Nutgrund 10 der Nut 7 erstrecken sich, in Umfangsrichtung gesehen, eine Vielzahl von Öldurchtrittsöffnungen 11. Die Geometrie der jeweiligen Öldurchtrittsöffnung 11 ist hierbei so vorgesehen, dass im Bereich des Nutgrundes 9 der Umfangsnut 5 ein kleinerer Querschnitt gegeben ist, als im Bereich des Nutgrundes 10 der Nut 7. In diesem Ausführungsbeispiel ist eine konische Form der jeweiligen Öldurchtrittsöffnung 11 dargestellt. Angedeutet sind Ablagerungen 12 an der konisch verlaufenden Wandung 13 der Öldurchtrittsöffnung 11. Ferner angedeutet (Pfeil) ist die Strömungsrichtung des von den Laufstegen 2, 3 abgestreiften Öles, nämlich radial von außen nach innen. Ferner angedeutet ist ein Partikel 14, z. B. gebildet durch eine im Motoröl befindliche Verunreinigung. Erkennbar ist, dass in Folge des sich radial von außen nach innen vergrößernden Querschnittes der Öldurchtrittsöffnung sich das Partikel 14 trotz vorhandener Ablagerungen 12 problemlos durch die Öldurchtrittsöffnung 11 hindurchführen lässt. Somit wird der Verstopfungsgefahr im Bereich dieser Öldurchtrittsöffnung 11 entgegen gewirkt.

In den Eintrittsbereichen 15 sowie den Austrittsbereichen 16 der Öldurchtrittsbohrungen 11 sind aus entgratungstechnischen Gründen leichte Kantenverrundungen vorgesehen.

Die 2 und 3 zeigen den in 1 beschriebenen Ölabstreifring 1, wobei lediglich die jeweilige Öldurchtrittsöffnung 11', 11'' von der Querschnittsform der Öldurchtrittsöffnung 11 gemäß 1 abweicht.

In 2 weist die Öldurchtrittsöffnung 11' eine bauchige Form auf, während die Öldurchtrittsöffnung 11'' gemäß 3 nach Art einer Trompete ausgebildet ist.

Bei allen Varianten der 1 bis 3 findet eine stetige Aufweitung der jeweiligen Öldurchtrittsöffnung 11, 11', 11'' in Strömungsrichtung (Pfeil) statt. Weitere Beispiele durch Kombinationen der gezeigten Varianten sind ebenfalls möglich und vom Schutzumfang mit umfasst.


Anspruch[de]
Ölabstreifring, mit zwei beabstandeten Laufstegen (2, 3) sowie einem im Bereich der inneren Umfangsfläche (6) vorgesehenen Federelement (8), wobei, in Umfangsrichtung gesehen, zwischen den Laufstegen (2, 3) eine Vielzahl von Öldurchtrittsöffnungen (11, 11', 11'') vorgesehen ist, deren Querschnitt sich von der äußeren (4) zur inneren Umfangsfläche (6) hin vergrößert. Ölabstreifring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der Öldurchtrittsöffnungen (11) radial von außen nach innen konisch vergrößert. Ölabstreifring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der Öldurchtrittsöffnungen (11') radial von außen nach innen in bauchiger Form vergrößert. Ölabstreifring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der Öldurchtrittsöffnungen (11'') radial von außen nach innen trompetenartig vergrößert. Ölabstreifring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Laufstegen (2, 3) eine, eine gerundete Form aufweisende, Umfangsnut (5) eingebracht ist. Ölabstreifring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Öldurchtrittsöffnungen (11, 11', 11''), bezogen auf die Umfangsnut (5), symmetrisch zwischen den Laufstegen (2, 3) vorgesehen sind. Ölabstreifring nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- und/oder die Austrittsbereiche (15, 16) mit Kantenverrundungen versehen sind. Ölabstreifring nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öldurchtrittsöffnungen (11, 11', 11''), ausgehend von der inneren Umfangsfläche (6) radial in Richtung der äußeren Umfangsfläche (4) erzeugbar sind. Ölabstreifring nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Öldurchtrittsöffnungen (11, 11', 11'') mechanisch, insbesondere durch Formbohren, erzeugbar sind.






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