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Dokumentenidentifikation DE102005051527A1 03.05.2007
Titel Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung für eine Sämaschine
Anmelder Güttler, Fritz, 73235 Weilheim, DE
Erfinder Güttler, Fritz, 73235 Weilheim, DE
DE-Anmeldedatum 26.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051527
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A01C 7/04(2006.01)A, F, I, 20051026, B, H, DE
Zusammenfassung Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) für Sämaschinen nach Anspruch 1 und der/oder einem der Unteransprüche, bestehend aus einem Verbund tellerförmig ausgebildeten Einzelelementen (11), die jeweils aus zwei vorzugsweise spiegelbildlich gleichartig und vorzugsweise im Spritzgussverfahren hergestellten, tellerförmig und kreissrunden Halbschalen (1.1) mit ihrer konkaven Seite einander gegenübergestellt zu funktionsfähigen Dosier- und Vereinzelungselementen (11) auf einer Achsdrehwelle (24) entsprechend der Saatreihenzahl der Sämaschine aufgereiht und miteinander axial drehfest zwischen der Drehfestplatte (35) und der Glockenhaube (26-30) auf der Achswelle (24) eingespannt sind, die von einem hier nicht dargestellten, aber bekannten und bewährten wegabhängig Sensor-/Computer-gesteuerten Elektromotor entsprechend der einprogrammierten Vorgabe in Drehung versetzt wird, wobei beim Durchlauf durch ein Körnerbad (3) im Sätank (2) sich am/auf dem schmalen Lufteintrittspalt (15) jedes Vereinzelungselementes (11) durch den in ihren Innenraum (19, 19.1) von einem bekannten und bewährten, hier nicht dargestellten Luft-Unterdruckerzeuger erzeugten Vakuum Korn an Korn anlagert und festgehalten wird bis zum Kornabwerfer (20) in die zugehörende Saatleitung (21).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine pneumatische Sämaschine der vorgenannten Art mit einem Zentral-Kornvorratsbehälter für mindestens eine Saatreihe oder deren mehrere, aus welchem Mittel seiner zugeordneten Unterdruck-Dosier- und Verteilereinrichtung Korn nach Korn einzeln hintereinander in die zum Boden führende/n und in der Saatrille mündende/n Saatleitung/en eingespeißt werden sollen.

Die Erfindung geht aus von dem Stand der Technik, daß von einem Dosierorgan bei jeder Umdrehung eine Volumen bestimmte Körnermenge in einen aufsteigenden Luftstrom eingespeißt und unter einem darüber vertikal, aber horizontal gelegtem Prallteller in dessen ringsumverteilten Saatleitungen aufgeteilt wird, wobei erfahrensgemäß selten Korn hinter Korn in der Saatrille landet, was aber aus pflanzen- und ackerbaulicher, ebenso ökonomischer Sicht höchst wünschenswert wäre, sondern es liegen in der Regel mehrere Saatkörner in der Saatrille pulkartig dicht beieinander, wo die Pflanzen vom Aufgang bis zur Reife einander Standort- und Nährstoffkonkurrenz machen und nicht zur vollen Entfaltung ihres Ertragspotenzials gelangen können. Dieser Mangel ist seit eh und je bekannt, wurde bei Getreide und anderen Saaten, mit Ausnahme von Zuckerrüben, Körnermais, Raps und Gemüsesaaten, für die spezielle Einzelkornmaschinen je Saatreihe Stand der Technik sind, aber toleriert, wenn auch für Erstere ähnliche Entwicklungen versucht wurden, wie z. B. in DE- 270 2418, DE 282 6658, im französischen Patent 1.373.557 und 1.437.984, in EP 0 216 057 sowie in anderen ähnlichen Schriften. Sie weisen einen Zentral-Saatgutbehälter auf und darin drehbar angeordnet einen längeren Zylinderhohlkörper in dessen Mantel und radial deckungsgleich mit zum Boden gerichteten Saatleitungsabgängen, ringsum Lochreihen eingebracht sind. Dem Zylinder ist ein Sauggebläse verbunden, das im Zylinderinneren einen Unterdruck gegeüber dem Außendruck erzeugt, sodaß bei der Führung der Trommel durch ein Körnerbad hindurch infolge der Druckdifferenz auf jedes Loch jeweils ein einzelnes Saatkorn anlagern soll, was aber nie gelingt, weil die unregelmäßige Saatkorn-Körperform kein Saugloch voll abzudichten vermag, so daß freie Saug-Nebenluft Nebenkörner rings um das Hauptkorn pulkartig anzieht. Um die Nebenkörner abzustoßen, aber das Hauptkorn haften zu lassen ist eine diffiziel einzustellende, recht komplizierte Vereinzelungsvorrichtung an jeder Loch-Umreihe vorgesehen, die oft mit den Nebenkörnern auch das haftenbleiben-sollende Einzel-Hauptkorn mit abräumt. Außerdem ist wie bei EP 0 216 057 eine aufwendige und ebenfalls komplizierte Kornabwurfeinrichtung für jede Saatreihe erforderlich, was alles in allem eine solche Maschine gegenüber anderen einerseits sehr verteuert, andererseits doch nicht funktionssicher genug macht. Keine dieser Maschinen konnte bisher im Markt Fuß fassen.

Eine weitere sog. "Einkorn-Sämaschine" ist in DP 2038723 für die Aussaat von Zuckerrüben- und Maiskörner bekannt geworden, die zur Abdichtung der Sauglöcher elastische Einsätze (18, 20) zufolge Anspruch 3 und 36 vorschlägt. Dieses Ansaug-/Vereinzelungsprinzip wurde im Rahmen der gegeständlichen Erfindung versuchsmäßig überprüft und festgestellt, daß sogar um den Stumpfkegel-Dichtungseinsatz (20), 4 und um das Hauptkorn 19 herum ein dichter Pulk Weizenkörner anhängt, die abgestoßen werden müssen, was möglicherweise bei inkrustiertem rundem Pillensaatgut "ohne" funktioniert, nicht aber mit länglich unregelmäßig geformten Saatkörnern. Auch dieser Lösungsvorschlag aus den sechziger Jahren konnte keine Markteinführung finden.

Im Hinblick auf ein steigerungsfähiges Ertragspotential der heutigen Kulturpflanzen, wenn der Konkurrenzdruck von zu eng benachbarten Pflanzen aufgehoben wird, und in Anbetracht der gestiegenen und weiter steigenden Saatgutpreise und allgemein gewachsenem Kostendruck kommt die Forderung aus Wissenschaft und Praxis nach einer Alleinstellung der Pflanzen innerhalb ihrer Saatreihe, bei gleichzeitig exakterer Tiefenablage und besserer Sameneinbettung auf einem rückstandfrei, krümelig ausgehobenen und Kapillarwasser-führenden Saatrillengrund mit Feinkrümeleinbettung und Grobkrümelabdeckung, sowohl bei konventioneller wie bei der schwierigeren und gängige Praxis gewordenen Mulchsaat, als auch bei der viel schwierigeren Direktsaat, was z. B. ein neuartiges Säscharaggregat zufolge DE 197 30 822 C2 erwiesenerweise optimal zu leisten vermag und erfüllt, vermag logischerweise aber nicht die diskussionseinhergehende Einzelkornplatzierung in der Saatrillenreihe.

Es fehlt also noch die Einzelkorn-Alleinstellung in jeder Saatrille, insbesondere bei der Aussaat großer Kornanzahl, z. B. bei Getreide bis zu 400 Körner auf einen m2 Saatfläche. Eine solche Alleinstellung zu realisieren stellt sich die gegenständliche Erfindung als Ziel und Aufgabe, indem sie eine funktionierende Einzelkorn-Dosierungs- und Vereinzelungseinrichtung nach Anspruch 1 vorschlägt und schafft. Es ist zwar von der franz. Fa. Sulky eine Kornvereinzelungseinrichtung bekannt geworden, die je Reihe aus einem kleinen und vom Volumen-Saatmengenverteiler zudosierten Zwischenbehälter mittels zweier V-förmig zueinander gestellten flachkonischer Tellerscheiben die Ifd. angelieferte Körnerzahl in ihrem V-förmigen, drehachsnahem Grund einzeln einklemmen und hintereinander in die zugehörige Saatleitung einsortieren soll. Schwierig ist hierbei, die Kornmengen-Koordination von der volumetrischen Dosiermengen-Zuteilung mit der Kornvereinzelungseinrichtung und dies hat bislang auch noch keinen bemerklichen Markteingang erfahren.

Die gegenständliche Erfindung stellt sich hingegen die Aufgaben anders, nämlich für Sämaschinen eine pneumatische Samen-Dosier- und Kornvereinzelungs-Einrichtung zu schaffen, die beides in Einem ist, die wegabhängig und stufenlos unter- oder übersetzt jedes Korn einzeln erfaßt und in einstellbaren Intervallen Korn nach Korn hintereinander in die jeweils zugehörende Saatleitung einspeißt, so daß Korn nach Korn in dem zugedachten und wegabhängig einstellbaren Annähernd-Abstand, jedenfalls einzelngestellt, in der Saatrille anlangt und Perlschnur-artig platziert ist, um dadurch nicht nur teueres Saatgut einzusparen, sondern vielmehr um jeder keimenden, wachsenden und reifenden Pflanze durch die Alleinstellung und Abstandwahrung gegenüber der benachbarten den Konkurrenzdruck zu nehmen, zumindest wesentlich zu mindern, um so ihr genetisch innenwohnendes Ertragspotenzial voll auszuschöpfen bzw. zu entfalten ermöglichen. Ferner ist zur Aufgabe gestellt, daß damit alle Korn-Arten, Körperformen und Größen in vorangenannter Art und Weise ausbringbar sein sollen, gegebenenfalls mittels praxisgerecht, leicht und schnell wechselbarer Dosier/Vereinzelungskörper. Weiter ist zur Aufgabe gemacht, die aufgabengerechte Funktion bei jedem praxisgerechten Sä-Tempo bis mindestens 14–15 Km/h und gleichzeitig großer Sä-Dichte, z. B. bei Getreide bis zu 400 Körner auf 1 m2 sicherzustellen, andererseits gleichwohl dasselbe bei extrem niedriger Besatzdicht, z. B. 40–60 Saatkörner bei der Körnerraps-Aussaat.

Zwischen beiden Extrem-Ansprüchen liegen für jeden Fachmann erkennbare "WELTEN". Nebenher ist es das erklärte Ziel, die erfindungsgemäße Maschine, d. h. die neuartige Korn-Dosier/Vereinzelungs-Einrichtung einfach, kostenschonend, klar überschaubar für den Anwender zu gestalten und die Gesamt-Vorteilhaftigkeit sowie problemfreie Handbarkeit auf Anhieb erkennen läßt.

In den IVI ist die Erfindung in allen Einzelheiten dargestellt und im zugehörenden Beschrieb im einzelnen mit Bezugszeichen eingehend erläutert.

I zeigt in Seitenansicht und vereinfacht dargestellt eine erfindungsgemäße Einzelkorn-Dosier/Vereinzelungseinrichtung 1 in einem Zentral-Kornvorratskasten 2 mit Körnerbad 3, einer an sich bekannten Sämaschine 4 mit Koppelteilen 5 für die Hebeeinrichtung 6 eines Schleppers, zusammen mit einem Säscharaggregat 7 zufolge DE 197 30 822 C2/EP 0 891 691 und einem Luftabscheider 8, sowie die zu bewirkende Perlschnur-artige Einzelkorn-Ablage 9 Korn vor/hinter Korn.

Die Einzelkorn-Dosier/Vereinzelungseinrichtung 1 ist vorzugsweise quer zur Fahrtrichtung etwa horizontal liegend im Körnersumpfbereich des Körnertanks 2 angeordnet und mit ihrer Hohlachswelle (10, 24) einem bekannten, hier nicht dargestellten Unterdruckerzeuger angeschlossen.

II stellt vergrößert im Axialschnitt ein Einzelkorn-Dosier/Vereinzelungselement 11 der erfindungsgemäßen Einzelkorn-Dosier/Vereinzelungseinrichtung 1 dar, wie es für jede Säreihe vorgesehen ist, z. B. bei 24 Säreihen eben 24 mal, usw. und besteht aus jeweils zwei, vorzugsweise spiegelbildlich identischen tellerartigen Schalen 1.1 die mit ihrer konkaven Offenseite einander gegenüberstellt, axial miteinander und gegenüber den Nachbarelementen eingespannt sind und mit ihrem gegenseitigen und gegenüber der Trennebene 23 geringfügig überhöhten Stützring 12 und gleich hohen Nabenstützring 13 sich gegenseitig so abstützen, daß ihre beiden "Teller-Ränder" 14 sich nicht berühren, sondern erfindungsgemäß rundum einen gleichdünnen Lufteintrittspalt 15 offen lassen, der entsprechend der auszubringenden Körnerart- und Größe bemessen ist. Die Seitenwandungen 1.1 der Tellerschalen 11 sind im Bereich von 16–17 durchbrochen, und dichten im Umkreisbereich 18 luftdicht gegeneinander ab, so dass das vom Unterdruckerzeuger durch die Hohlwelle (10) hindurch in den Innenräumen (19, 19.1) erzeugte Vacuum im Lufteintrittspalt 15 Saugluft zieht, das beim Durchstreichen durch den Körnersumpf Korn hinter Korn lückenlos rundum an/auf ihn anlagert und bis zur Abwurfstelle 20 in der Saatleitung 21 sicher festhält.

Um zu gewährleisten, daß tatsächlich nur Korn hinter Korn einzeln am Lufteintrittspalt 15 anlagert, ist erfindungsgemäß und neuartigerweise jedem Tellerrand 14 ein Spitzlippen-Querschnitt 14 geformt und der Schulterfläche 22 zur Trennebene 23 ein spitzer Winkel gegeben, der den von Nebenluft evtl. dennoch angesaugten Nebenkörnern keine Auflagefläche und somit keinen Halt bietet, die zu Haften-bleiben und Mit-reißen nötig wäre, sondern von alleine abfallen. Es ist im übrigen erfindungskonform die Schulterfläche 22 zur Trennebene 23 bei aufkommendem Bedarf noch spitzwinkeliger vorzusehen und unter Beibehalt des optimalen Lufteintrittspaltes 15 den axialen Innenraum 19, 19.1 ggf. einzuengen, so dass das komplette Einzelkorn-Dosier/Vereinzelungsaggregat 1 schmaler baut, wodurch die zugedachte Funktion in keiner Weise beeinträchtigt würde, dadurch aber die Axial-Baulänge der Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung 1 entsprechend kürzer und beim evtl. vorgesehenen Wechsel gegen eines für eine andere Körenrart- und Größe, leichter und günstiger zu handhaben wäre/ist.

III zeigt im Axialschnitt einen Umkreis-Segmentausschnitt eines Korn-Dosier- und Vereinzelungselements (11) mit modifizierten Lufteintrittlippen (14.1), die aus dünnen, radial schmalen Scheibenringen (14.1) gebildet und mit den Tellerhalbschalen-Rändern 22 fest verbunden sind. Diese Ausgestaltung verspricht, daß um die angelagerten Hauptkörner herum, durch freie Nebenluft angezogene Nebenkörner keinen Halt finden und in den Körnersumpf abrutschen bzw. zurückfallen, also nicht erst wieder einer Rückführeinrichtung in den Sätank bedürfen, was neben anderem die Herstellkosten der Gesamt-Sämaschine um einiges verbilligt.

Bei einem Außendurchmesser z. B. von 255 mm = 800 mm Lufteintrittumfang lagern bei einer mittleren Weizenkorn-Länge von 6–7 mm ca. 120–125 Körner darauf an. Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass im oder über dem Körnersumpf neben jedem Lufteintrittspalt eine elastische Nadel angeordnet ist, die die Körner beim Sumpfdurchlauf bei Anlagerung längs ausrichtet. Bei einem hohen Sätempo z. B. von 4 m/s (= 14.4 Km/h) braucht es nur 1/5 Umdrehung der Säwelle 24 um 25 Körner je m zu dosieren und auszubringen, was bei 8 Reihen je m Säbreite eine Saatdichte von 200 Körner auf den m2 ist. Sollen es 400 Körner sein, dann braucht es eben nur 2/5 Umdrehung. Dies ist langsam genug, um eine lückenlose Kornanlagerung sicherzustellen. Im Extrem-Fall steht erfindungsgemäß nichts dagegen, den wirksamen Durchmesser z. B. auf 300 mm mit 942 mm Umfang und ca. 150 angelagerte Körner zu wählen.

Die Einstellung der Umdrehung pro m Sästrecke, bzw. anderer Messgröße geschieht nach Saat-Tabellenvorgabe und Kornzahl-bezogen, auf einfache Weise dergestalt, daß bei zugeschaltetem Unterdruckerzeuger am Wegstrecken-abmessenden Bodenrad die angegebene Umdrehung gemacht, die der Kontroll-Streckenangabe entspricht und die Körner einer Saatreihe von den anderen separiert aufgefangen und ausgezählt, sodann die Korrektur-Umdrehungszahl, bzw. deren Bruchteilzahl in den Computer eines bekannten, zum Antrieb der Säwelle 24 vorgesehenen E-Motors eingegeben wird.

Es ist fertigungstechnisch und Herstellerkosten senkend in vielfacher Weise vorteilhaft die Bauhöhe des Achsnaben-Stützringes (13), des Stützringes (12) und die der Lufteintritt-Lippe (15.1) der Tellerhalbschale (1.1) erfindungsgemäß auf ein- und dieselbe Trennebene (23) festzulegen bzw. auszuführen und den Lufteintrittspalt (15) durch die Einlage einer entsprechend dünnen/dicken und den Umkreis des Stützringes (12) überdeckenden Scheibe (23.1), vorzugsweise z. B. aus Alublech zwischen die beiden mit ihrer konkaven Seite einander zugekehrten Tellerhalbschalen (1.1) herzustellen, was größere Losgrößen zu günstigeren Preisen gestattet, einfachere Lagerhaltung und Vordisposition ermöglicht, Übersichtlichkeit gestattet, Verwechselungen und Falschlieferungen wesentlich reduzieren hilft.

Es brauchen statt dessen nur wenige Sätze verschieden dünner/dicker Zwischenlage-Scheiben (23.1) vorgehalten werden. Diese sind erfindungsgemäß generell und einheitlich innerhalb ihres Umkreises (23.2), der identisch ist mit dem Umkreis des Stützringes (12), vorzugsweise etwas überragt, ebenbildlich mit den Durchbrüchen (16/17) ausgebildet, so dass in beiden Halbschalenkammern (19, 19.1) gleiche Unterdruckverhältnisse herrschen.

Die Erfindung beschränkt sich keineswegs nur auf die Einzelkorn-Dosierung- und Vereinzelung einer großen Kornzahl in einer Saatrille pro Meter Sästrecke, sondern gestattet mit gleichem Effekt die nur weniger Körner von 4–5 Meter, wie z. B. mit Raps oder Mais zur interessant werdender Biomasse-Erzeugung erforderlich ist und zwar auf kostengünstigste und frappierend einfache Art und Weise, indem in eine etwa gleich dicke Kunstoff-Zwischenlagescheibe (23.1), die selber den Umkreis des Einzelelementes (11) etwas überragt, oder abschließt, in die Röhrchen-Stücke entsprechenden Innen- und Außendurchmessers mit ihrem freien Ende in die Scheibe (23.1) und dies soweit überragend eingebunden/eingegossen sind, dass von Nebenluft um das Hauptkorn herum angezogenen Nebenkörnern jegliche Auflagerungsstütze fehlt und somit nicht anhängen bleiben können, sondern im Körnerbad bleiben. Eine anderer Orts nötige und kostenträchtige Kornrückführeinrichtung erübrigt sich somit. Die sodann dieserart gebildete Einzelkorn-Dosier- und Verteilereinrichtung (1) wird als komplettes Schnellwechselaggregat in der aufgezeigten Weise gegen das andere gewechselt. Anstelle der Röhrchen können natürlich auch dünnwandige und spitzkegelige Saugdüsen eingesetzt sein, in diesem Falle ist es auch denkbar einen durchgehend und geschlossenen Zylinder mit spitzkegelige, dünnwandige Saugdüsen zu versehen und als Wechselaggregat zufolge VI vorzusehen.

IV zeigt in derselben Ansicht wie III einen anders modifizierten Umkreis-Segmentausschnitt vorn (11), bei dem die Lufteintrittlippen gleichen Materials sind, wie die Tellerhalbschalen 1.1 und die Nebenkorn-Anlagerung ebenfalls verhindert, jedoch keinen Mehraufwand verursacht, sofern diese Serien-Gußform gewählt ist.

V zeigt in Draufsicht auf die konkav-offene Seite einer Tellerhalbschale (1.1) mit dem Stützring 12 und dem Nabenstützring (13), daran anschließende Tellerbodenwanddurchbrüche (16, 17), die den Stützring (12) mehrfach durchbrechen, sowie dessen stehen bleiben längeren Abschnitte, die die Durchbruch-Abschnitte (18) der zweiten und zugekehrten Tellerhalbschale (1.1) überbrücken, so dass sie sich gegenseitig vollständig überrücken und abstützen, dabei aber den Unterdruck/Saugluftdurchfluß durch die Wand- und Stützringaussparungen (16/17) und den Lufteintrittspalt (15) hindurch uneingeschränkt offen halten.

VI. zeigt im Axialschnitt eine komplett montierte Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) mit den zugehörenden Montageteilen (2434), der Übersichtlichkeit halber nur für 3 Saatreihen dargestellt, die entsprechend der Saatreihenzahl der Sämaschine nach dem Baukastensystem aufzustocken sind. Die Achswelle (24) ist verbunden und getrieben vorzugsweise von einem hier nicht dargestellten, vorzugsweise wegabhängig Computer/Sensor-gesteuerten Elektromotor, wie er z. B. bei Zuckerrüben-Einzelkornsämaschine je Saatreihe bekannt und bewährt ist. Die Achswelle (24) ist gelagert in einem, entgegen der Arbeitsrichtung U-förmig geöffneten und in bekannterweise schnell zu öffnenden/schließenden Lagerbock (32.1) in einem leichtdrehenden Lager. Ihr ist drehfest eine Scheibe (35) mit nahe ihres Umkreises eingelegten Dichtungsringes (36) zugeordnet, die als Anlage und Abdichtung des ersten Einzelelementes (11) und der folgenden dient. Auf ihrem freien Ende (25) ist ihr ein Gewinde aufgebracht, auf dem eine Gegenscheibe (26) mit eingelassenen Dichtring (27) drehfest stellbar zur axialen und drehfesten Verspannung des Einzelelement-Paketes angeordnet ist und der ein Rohrstutzen (28) formschlüssig verbunden ist und sein freies Ende ebenso formschlüssig mit einer Lochplatte (29) verschlossen ist, in deren Zentrumsloch ein längeres Rohrstück (30) formschlüssig mündet und in einem wie (32.1) gleichartig und schell zu öffnenden/schließenden Lagerbock (32) z. B. ein einem Kugellager (31), axial zu (32.1) ausgerichtet, gegengelagert ist und mit seinem freien Ende in einer drehfest auf einem axial gleichgerichteten Rohrstück (34) gleichen Durchmessers, im Lagerbock (33) gehalterten, bekannten Luft-Drehüberbrückung (37) drehbar gehalten ist. Das Rohrstück (34) ist mit seinem freien Ende unmittelbar oder mittelbar mit einem bekannten und z. B. in Gülle-Vaccumfahrzeugen bewährten Luftunterdruck-Erzeuger verbunden.

Das Einzelkorn-Dosier/Verteileraggregat (2431) ist aus den schnell zu öffnenden/schließenden Lagerböcken (32, 32.1) als komplettes Paket entnehmbar und durch ein ebensolches, z. B. mit anderer Lufteintritt-Spaltenbreite oder Saugbohrungen oder eingesetzten Spitzkegel-Saugdüsen schell austauschbar.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Zuordnung in eine klassische Sämaschine bekannter und üblicher Bauart für den Anbau oder die Anhängung an einen Schlepper, sondern ist auch vorgesehen zum und in Verbund mit gezogenen oder selbstfahrenden Maschinen zur Bodenbearbeitung, Saat oder Ernte, wie z. B. einem Mähdrescher, Rüben/Kartoffel-Vollernter oder ähnlichen Arbeitsmaschinen oder Fahrzeugen.

Die erfindungsgemäße Lösung der Einzelkorn-Dosierungs- und Vereinzelungseinrichtung nach Anspruch 1 und den Unteransprüchen ist NEU, ERFINDERISCH, FORTSCHRITTLICH und ökonomisch VERWERTBAR.


Anspruch[de]
Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) für Sämaschinen aus deren Körnertank (2), bzw. dessen Körnersumpf (3), die die beiden Aufgaben der Kornvereinzelung und der Einzelkorndosierung in sich vereinigt und erfüllt und das Sämaschinen-Herzstück darstellt, wobei die Einrichtung (1) aus Einzelelementen (11) erweiterungsfähig und reduzierbar auf einer in Lagerböcken (32.1) und hilfsweise (32) drehbar gelagerten und schnell lösbaren Achswellen (24) aufgereiht und mittels Montageteilen (2536) in einem Ausführungsbeispiel It. IVI und deren Beschrieb von einem mittelmäßigen Fachmann nachstell und nachvollziehbar ist. Jedes Einzelelement (11) besteht und ist zusammengesetzt aus zwei vorzugsweise spiegelbildlich gleichartig und vorzugsweise im Spritzgußverfahren hergestellten kreisrunden und tellerförmig ausgebildeten Halbschalen (1.1), denen Tellerboden-umkreisnahe ein erhabener Stützring (12) ausgeformt ist und ein gleich hoher Nabenstützring (13). Der Stützring (12) ist im Bereich (18) von in der Tellerbodenwand (1.1) offenen Durchbrüche (16/17) kürzer unterbrochen, als die stehengebliebenen Streckenabschnitte des Stützringes (12). Die Bauhöhe der Stützringsegmente und des Nabenstützringes (13) können um ein Geringes höher oder auch gleichhoch ausgebildet sein, als die Trennebene (23), die mittig den Lufteintrittspalt (15) teilt und dessen Spaltbreite von der anzulagernden und zu dosierenden Korngröße bestimmt ist. Vorzugsweise und vorteilhaft wird die Bauhöhe (12, 13) jedoch planeben mit der Bauhöhe der Lufteintrittlippe (15.1) vorgesehen und ausgeführt. Der Lufteintrittspalt (15) wird durch die Einfügung einer der Korngröße entsprechend dünnen und den Radius des Stützringes (12) nicht oder nur unwesentlich überragenden und analog der Tellerboden-Wanddurchbrüche (16/17) durchbrochenen Scheibe hergestellt, wenn und ehe die zweite Tellerhalbschale (1.1) konkav-seitig gegen die der Ersteren gestellt und zum Einzelelement (11) zusammengefügt montiert wird. Für jede Säreihe der Sämaschinen-Arbeitsbreite ist ein solches Element (11) vorgesehen und radial deckungsgleich mit der zugehörenden Saat-Austragsleitung (21) gestellt. Der drehfest gelagerte Luftansaugstutzen (34) steht einerseits über eine ihm zugeordnete Saugluft-Drehdurchführung (35) mit dem durch einen axialen Spalt getrennten und drehenden Luftsaugstutzen (30) überbrückend in Verbindung und ist in Pfeilrichtung (10) schnell lösbar einem technisch bekannten und praxisbewährten Luftunterdruck-Erzeuger angeschlossen, der über die aus den Teilen (23.130) gebildeten und die Anzahl der Elemente (11) gegen die Drehfestscheibe (35) mit Dichtring (36) festspannende Spannglocke den erforderlichen Luftunterdruck im Innenraum (19, 19.1, 15) der gemeinsamen Elemente (11) aufbaut und einen lückenlosen Einzelkörnerkranz an den/die Lufteintrittspalte (15) anlagert und bis zum Kornabwerfer (20) in die Saatleitung (21) festhält. Die zeitliche Abwurffolge von Korn zu Korn in die Saatleitung wird in bekannter Weise wegabhängig und vorzugsweise über einen der Achswelle (24) verbundenen und in anderen Sämaschinen bekannten und bewährten E-Motor Sensor- bzw. Computer- gesteuert, wodurch der Alleinstellungs Ablageabstand von Korn zu Korn in der Saatreihe in annähernd engen Grenzen wähl- und steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungselement (11) auf seinem Umkreis und vorzugsweise mittig, ein den auszubringenden Korngrößen entsprechend schmal ausgebildeter Lufteintrittspalt (15) angeordnet ist. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lippenquerschnitt (14) am Lufteintrittspalt (15) in einem möglichst sehr spitzen Winkel (14.1, 14.2, 15.1) angeordnet ist, bzw. endet. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lippenquerschnitt (14.1) am Lufteintrittspalt (15) durch den den beiden Tellerhalbschalen (1.1) verbundenen dünnen Kreisringe (14.1) gebildet ist. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1–3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennlinie (23) der Lufteintritts-Lippen (15.1) des Lufteintrittspaltes (15) zusammen mit der Trennlinie des Stützringsegmentes (12) und der des Nabenstützringes (13) auf ein- und derselben Trennebene (23) der Tellerschalen (1.1) angeordnet sind, und daß der Lufteintrittspalt (15) durch die Anordnung einer entsprechend dünnen Distanzscheibe (23.1) zwischen den beiden, mit ihrer konkaven Seite einander zugekehrten Tellerschalen (1.1), gebildet ist. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1–2, dadurch gekennzeichnet, daß deren Tellerhalbschalenwandungen (1.1) von Durchbrüchen (16/17) durchbrochen sind. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne Zwischenleg-Scheibe des Anspruches 4 außen vor bleibt, so daß die Stützringsegmente (12), die Nabenstützringe (13) und die Lufteintritt-Lippen der jeweils beiden Tellerhalbschalen (1.1) gegeneinander anliegen und den Lufteintrittspalt (15) dicht schließen und daß an dessen Stelle nur einige radial gerichtete Durchbohrungen mit dem Durchmesser der sonst benötigten Spaltbreite eingebracht sind, zur Anlagerung und Ausbringung einzelner und nur weniger Körner pro Meter Saatstrecke. Pneumatische Einzelkorn Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 und 6, oder einem anderen, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbohrungen zufolge Anspruch 7 erweitert sind und in ihnen je eine dünnwandige Spitzkegeldüse eingebracht und verankert angeordnet ist. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 4 und 6, oder einem anderen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischen-Einlegescheibe (23.1) mit ihren Umkreis annähernd bündig mit dem Umkreis des Einzelelementes (11) abschließt, innerhalb dessen Innenraumes (19.1) annähernd in den zwischen den Lippen (14, 14.2, 15.1) verbleibenden Umkreisrand von (23.1) Rohrstücke gleichen Außendurchmessers mit entsprechenden Innendurchmesser eingebracht sind; die im Innenraum (19.1) münden und den Umkreisrand (23.1) mindestens soweit überragen, daß um sie herum keine Auflagerungsstütze für Nebenkörner gegeben ist. Pneumatische Einzelkorn-Dosier- und Vereinzelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem anderen, dadurch gekennzeichnet, dass die Tellerhalbschalen (1.1) ganzheitlich aus dünnwandigem Blech, z. B. aus V2A, Alu oder Kupfer hergestellt und ausgebildet sind.






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