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Dokumentenidentifikation DE102006003367B3 03.05.2007
Titel Zusammengesetzter Billardstock
Anmelder Kilic, Cuma, 10963 Berlin, DE
Erfinder Kilic, Cuma, 10963 Berlin, DE
Vertreter Kietzmann, M., Dipl.-Ing. Faching. f. Schutzrechtswesen, Pat.-Anw., 10117 Berlin
DE-Anmeldedatum 20.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006003367
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A63D 15/08(2006.01)A, F, I, 20060120, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzten Billardstock bei dem ein Teil (2) einen Stößel (3) aufweist, der in einer Längsbohrung (4) des anderen Teils (1) gleitfähig gelagert ist, wobei zwischen dem Stößelkopf (5) und dem Bohrungsgrund (6) eine spannbare Druckfeder (7) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen zusammengesetzten Billardstock, mit dem eine hohe Stoßsicherheit erreicht wird.

Bereits aus der DE 397 191 A ist ein zerlegbarer Billardstock bekannt. Bei diesem aus zwei Teilen bestehenden Stock ist jeder Teil aus je einem Hohlkörper und einem Gehäuse gebildet, das den betreffenden Hohlkörper umgibt, und deren äußere Umfangsflächen bei zusammengesetztem Stock die bekannte konische Form eines Billardstockes bilden. Der Körper des rückwärtigen Teiles des Stockes ragt nach hinten hin über das zugehörige Gehäuse hinaus und trägt auf dem herausragenden Teil ein Puffergehäuse.

So können Stöße beim üblichen Aufsetzen des Stockes auf dem Fußboden elastisch auf den Stock übertragen werden.

In der EP 0 465 202 B1 wird ausgeführt, dass herkömmliche Billard-Stöcke in zwei Teilen bereitgestellt werden, wobei die Teile im Gebrauch durch die Verwendung einer Schraubgewindeverbindung miteinander gesichert sind. Eine derartige Verbindung besteht aus einer zylindrischen Ausbildung, die eine relative Drehung zwischen den Stockteilen um mehrere Umdrehungen erfordert, um die zwei Teile in eine aneinanderstoßende axiale Beziehung zu bringen. Die zwei Teile müssen dicht zusammengeschraubt werden, um eine stabile Verbindung zu liefern, die auf das Aneinanderstoßen von Flächen, die sich unter rechten Winkeln zu der Längsachse des Stockes erstrecken, und auf das Ineinandergreifen der mit Schraubgewinden versehenen Teile beruht.

In der DE 116 149 A ist ein Billardstock dargestellt, in dem ein beweglicher Bolzen gelagert ist, der durch eine Feder belastet wird und durch eine Feststellvorrichtung in zurückgehaltener Lage in verschiedenen Positionen gehalten werden kann.

Ein Billardstock bestehend aus zwei ineinander schiebbaren Teilen, die mit einer Spannfeder gegeneinander gespannt werden, ist auch aus der US 6,645,081 B1 bekannt.

Im Weiteren wird dann vorgeschlagen, die beiden Teile des Billard-Stockes mit Mitteln zum Sichern der zwei Teile miteinander auszurüsten, wobei die Mittel eine männliche Ausbildung umfassen, die an einem ersten der Stockteile vorgesehen ist, wobei die männliche Ausbildung mit wenigstens einer mit einem Schraubgewinde versehenen Ausbildung auf einer im allgemeinen kegelstumpfförmigen Oberfläche derselben versehen ist, wobei eine weibliche Ausbildung an dem zweiten der Stockteile vorgesehen ist, die von der männlichen Ausbildung an Orten, die über einen Bereich von radialen Entfernungen von der Achse des Stockes verteilt sind, verschraubt eingegriffen werden kann.

Mit der DE 29 18 557 A1 wurde eine Abschlussvorrichtung bekannt gemacht, die auch beim Billardspiel einsetzbar ist, die eine genaue Dosierung der Schusskraft, eine genaue Zielanvisierung ermöglichen und eine möglichst kleine Hubänderung auf dem Spielfeld aufweisen soll. Die Abschussvorrichtung soll im wesentlichen einem Billardstock entsprechen, jedoch wesentlich kleinere Abmessungen aufweisen. Dazu sind vorgesehen ein langer Stab, ein kurzer Stab und eine Zugfeder, die an den beiden Enden der Stäbe befestigt ist und beide Stäbe so miteinander verbindet, dass in entspanntem Zustand der Zugfeder der Abstand der beiden Stäbe zueinander durch die Länge des Mittelteils der Zugfeder bestimmt wird. Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass an dem Ende des kurzen Teils, das mit der Zugfeder verbunden ist, ein Stößel befestigt ist, über den die Zugfeder frei verschiebbar ist. Weiterhin kann eine Hülle vorgesehen sein, die die Abschussvorrichtung umgibt und die am langen Stab befestigt ist.

Das Funktionsprinzip ist folgendes:

Während mit einer Hand der Stab gehalten wird, zieht die andere Hand die Feder mit dem Zusatzgewicht in die Länge. Beim Loslassen prallt der Stößel auf den Stab und überträgt die Beschleunigungskräfte. Der Stab wiederum beschleunigt einen davor liegenden Gegenstand, wie z. B. eine Kugel.

Der Nachteil dieser Lösung ist, dass die vorgesehenen Zielstellungen nicht erreichbar sind, da mit der hinteren Hand gezielt und die Feder gespannt werden muss. Diese vielleicht noch realisierbare Positionierung muss zur Entlastung der Feder dann aufgegeben werden, d. h. der Stock ist vor dem Auftreffen auf die Kugel nicht mehr 2-Punkt-gelagert, damit instabil und zielungenau.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen zweigeteilten Billardstock vorzuschlagen, der bis zur Stoßabgabe auf die Kugel stabil gehalten wird und bei dem die Stoßgröße einstellbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Bei dem aus zwei Teilen zusammengesetzten Billardstock weist erfindungsgemäß ein Teil einen Stößel auf, der in einer Längsbohrung des anderen Teils gleitfähig gelagert ist, wobei zwischen dem Stößelkopf und dem Bohrungsgrund eine spannbare Druckfeder angeordnet ist. Die Druckfeder ist in verschiedenen Spannstadien fixierbar. Dazu wird eine zwischen den beiden Teilen bei gespannter Druckfeder fixierbare und von außerhalb des Billardstockes lösbare Feststelleinrichtung genutzt.

Der so ausgebildete Billardstock kann in festgestellter Position wie ein herkömmlicher Billardstock genutzt werden, indem die Stoßbewegung von der hinteren Hand/Arm ausgeführt wird oder der Stoß erfolgt durch Freigabe der Druckfeder.

Eine erfindungsgemäße Ausführung ist in der Zeichnung dargestellt.

1 zeigt den aus zwei Teilen 1, 2 zusammengesetzten Billardstock bei dem ein Teil 2 einen Stößel 3 aufweist, der in einer Längsbohrung 4 des anderen Teils 1 gleitfähig gelagert ist, wobei zwischen dem Stößelkopf 5 und dem Bohrungsgrund 6 eine spannbare Druckfeder 7 angeordnet ist. Zwischen den Teilen 1, 2 ist eine bei gespannter Druckfeder 7 fixierbare und von außerhalb des Billardstockes lösbare Feststelleinrichtung 8 angeordnet. Die Feststelleinrichtung 8 verfügt über mehrere Feststellpositionen, die unterschiedlichen Druckspannungen der Druckfeder 7 entsprechen.

Durch das Zusammenschieben der beiden Teile 1 und 2 wird die Druckfeder 7 gespannt und bei der gewünschten Stoßkraft erfolgt eine Fixierung der beiden Teile 1 und 2. Der Billardstock kann dann positioniert werden und es erfolgt ein Stoßen der Kugel mit dem Billardstock in herkömmlicher Weise. Alternativ kann die Feststellposition gelöst werden, Teil 1 gleitet unter dem Druck der sich entlastenden Druckfeder 7 durch die Stützfinger der Hand und trifft zum Stoß auf die Kugel.

Um zu verhindern, dass Teil 1 ganz vom Stößel 3 des Teiles 2 gleitet, ist es von Vorteil, wenn die Länge 10 der Bewegungsmöglichkeit durch einen Anschlag begrenzt wird. Dies kann durch einen Stift des Stößels 3 in einem Längsschlitz im Bereich der Längsbohrung 4 erfolgen, einfach oder zweifach gegenüberliegend.

Ebenso kann der Stößel 3 in einem Abschnitt einen Längsschlitz oder eine Nut aufweisen, in die ein Zapfen des Bohrungsmantels greift. Auch dies ist beidseitig möglich.

Sowohl unter dem Aspekt des Stockdesigns als auch des Schutzes des Stößels 3 ist eine längenveränderliche Abdeckung 9 zwischen den Teilen 1 und 2 unter Ummantelung des Stößels 3 in einem Abschnitt vorgesehen. Dies kann ein Faltenbalg sein.


Anspruch[de]
Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock bei dem ein Teil (2) einen Stößel (3) mit einem Stößelkopf (5) aufweist, wobei der Stößel (3) in einer Längsbohrung (4) des anderen Teils (1) gleitfähig gelagert ist und zwischen dem Stößelkopf (5) und einem Bohrungsgrund (6) der Längsbohrung (4) eine spannbare Druckfeder (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem einen Teil (2) und dem anderen Teil (1) des Billardstockes eine längenveränderliche Abdeckung (9) zur Ummantelung eines Abschnitts des Stößels (3) angeordnet ist. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Teilen (1, 2) eine bei gespannter Druckfeder (7) fixierbare und von außerhalb des Billardstockes lösbare Feststelleinrichtung (8) angeordnet ist. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststelleinrichtung (8) über mehrere Feststellpositionen verfügt, die unterschiedlichen Druckspannungen der Druckfeder (7) entsprechen. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die längenveränderliche Abdeckung (9) an dem auf das eine Teil (2) zuweisende Ende des anderen Teiles (1) und am auf das andere Teil (1) zuweisende Ende des einen Teiles (2) befestigt ist Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die längenveränderliche Abdeckung (9) ein Faltenbalg ist. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebbarkeit zwischen den Teilen (1, 2) in der Länge begrenzt ist. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrungsmantel des anderen Teils (1) mindestens einen in der Länge begrenzten Schlitz aufweist, in dem ein Stift des Stößels (3) gleitet. Aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzter Billardstock nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (3) in Längsrichtung einen in der Länge begrenzten Schlitz oder eine Nut aufweist, in der ein Zapfen oder Stift des anderen Teils (1) eingreift.






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