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Dokumentenidentifikation DE102006043911A1 03.05.2007
Titel Verfahren und System zum Warnen vor Gefahren
Anmelder Lear Corporation, Southfield, Mich., US
Erfinder Nathan, John F., White Lake, Mich., US;
Maue, Winston H., Northville, Mich., US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 19.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006043911
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse G08G 1/16(2006.01)A, F, I, 20060919, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60W 30/08(2006.01)A, L, I, 20060919, B, H, DE   B60Q 9/00(2006.01)A, L, I, 20060919, B, H, DE   G08G 1/0965(2006.01)A, L, I, 20060919, B, H, DE   
Zusammenfassung Verfahren und System zum Warnen vor einer Gefahr. Das Verfahren und das System umfassen das Erzeugen eines Warnsignals zum Warnen vor der Gefahr und das Weiterleiten des Warnsignals zu anderen sich nähernden Fahrzeugen über eine von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren und Systeme zum Warnen vor Gefahren.

Kraftfahrzeuge und andere Fahrzeuge können auf verschiedene Gefahren treffen. Die Gefahren können Unfälle, Baustellen, gefährliche Straßenbedingungen (Wetter, Kurven, Gefälle, usw.) und viele andere Gefahren sein. Auf Autobahnen oder anderen Schnellstraßen können sich Fahrzeuge schnell einer Gefahr nähern, wobei Auffahrunfälle und Massenkarambolagen auftreten können, wenn den Fahrern der nähernden Fahrzeuge die bevorstehende Gefahr nicht bewusst ist und sie nicht durch eine Warnung auf dieselbe hingewiesen werden.

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft das Warnen vor einer Gefahr, damit die Fahrer von Fahrzeugen entsprechend auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden und die Wahrscheinlichkeit von Auffahrunfällen und Massenkarambolagen reduziert wird.

Ein Aspekt der vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Warnen vor einer Gefahr. Das Verfahren kann das Erzeugen eines Warnsignals zum Warnen von der Gefahr und das Kommunizieren des Warnsignals zu sich nähernden Fahrzeugen über Kommunikationen von Fahrzeug zu Fahrzeug umfassen.

Das Verfahren kann das Ausführen einer Warnfunktion in einem oder mehreren der das Warnsignal empfangenden Fahrzeuge umfassen.

Das Verfahren kann weiterhin eine Warnfunktion umfassen, die durch eine Musterblinkeinrichtung, die ein bestimmtes Muster in Abhängigkeit von der durch das Warnsignal identifizierten Gefahr blinkt, und/oder eine akustische oder visuelle Anzeigeeinrichtung ausgeführt wird, die eine bestimmte akustische oder visuelle Anzeige in Abhängigkeit von dem durch das Warnsignal identifizierten Gefahr ausgibt.

Das Verfahren kann umfassen, dass die Warnfunktion nur ausgeführt wird, wenn sich das Fahrzeug in einer gewünschten Richtung der Gefahr nähert.

Das Verfahren kann umfassen, dass die Warnfunktion nur ausgeführt wird, wenn sich das Fahrzeug innerhalb einer Gefahrendistanzzone befindet, die relativ zu der Gefahr definiert ist.

Das Verfahren kann das Definieren der Gefahrendistanzzone in Abhängigkeit von der Entfernung zu der Gefahr, der Fahrzeuggeschwindigkeit, dem Typ der Gefahr und/oder der Richtung relativ zu der Gefahr umfassen.

Das Verfahren kann das Empfangen von Befehlen für das manuelle Außerkraftsetzen der Warnfunktion durch einen Fahrzeuginsassen umfassen.

Das Verfahren kann das Zurücksetzen des manuellen Außerkraftsetzen umfassen, wenn das Fahrzeug vor einer neuen Gefahr gewarnt wird.

Das Verfahren kann das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung eines Fahrzeugunfallsensors umfassen.

Das Verfahren kann das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung einer Straßenrand-Warneinrichtung umfassen.

Das Verfahren kann das Erzeugen des Warnung umfassen, um Informationen zu verfolgen, die mit den Fahrzeugen assoziiert sind, die an den von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen beteiligt sind.

Das Verfahren kann das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung eines Notfallwarnsignals durch eine Rettungsstelle umfassen.

Das Verfahren kann das Einschließen einer Vorfallskennzeichnung in das Warnsignal umfassen, wobei die Vorfallskennzeichnung Informationen zu der Gefahr enthält.

Das Verfahren kann das Steuern des Betriebs einer Warnfunktion in einem oder mehreren Fahrzeugen in Abhängigkeit von der Vorfallskennzeichnung umfassen.

Das Verfahren kann das Kommunizieren des Warnsignals von wenigstens einem Fahrzeug zu einer Einrichtung, die kein Fahrzeug ist, umfassen, wobei diese Einrichtung in Reaktion darauf eine Warnoperation ausführt.

Das Verfahren kann das Beschränken der von Fahrzeugs zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von der Richtung des Fahrzeugs umfassen.

Das Fahrzeug kann das Beschränken der von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen des Warnsignals auf Fahrzeugen umfassen, die in einer nicht-gefährlichen Richtung relativ zu der Gefahr fahren.

Das Fahrzeug kann das Beschränken der von Fahrzeugs zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von dem Fahrzeugtyp umfassen.

Das Fahrzeug kann das Beschränken der von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von der Distanz zwischen den Fahrzeugen und der Geschwindigkeit der Fahrzeuge umfassen.

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein System zum Warnen vor einer Gefahr. Das System kann ein Warnsignal, das mit der Gefahr assoziiert ist, und eine Anzahl von Fahrzeugen mit Kommunikationselemente umfassen, die das Warnsignal von Fahrzeug zu Fahrzeug weiterleiten und dadurch die Fahrzeuge vor der Gefahr warnen.

Das System kann eine Warnfunktion zum Erzeugen einer Warnung in Reaktion auf das Warnsignal umfassen, die in den Fahrzeugen vorgesehen und/oder mit Einheit assoziiert ist, die kein Fahrzeug ist.

Das Warnsignal kann eine Richtungsangabe enthalten, um die Warnungen auf eine mit der Gefahr assoziierte gefährliche Richtung zu beschränken.

Das Warnsignal kann eine Distanzangabe enthalten, um die Warnungen auf eine mit der Gefahr assoziierte gefährliche Distanzzone zu beschränken.

Die vorstehenden Merkmale und Vorteile sowie andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende ausführliche Beschreibung der Erfindung mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung verdeutlicht.

Die vorliegende Erfindung wird durch die beigefügten Ansprüche definiert. Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden jedoch durch die folgende ausführliche Beschreibung mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung verdeutlicht.

1 zeigt ein Gefahrenwarnsystem gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung.

1 zeigt ein Gefahrenwarnsystem 10 gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung. Das System 10 wird beispielhaft in Verbindung mit einer Fahrzeugumgebung beschrieben, die mehrere Fahrzeuge 1492 umfasst, die sich relativ zu einer Gefahr 100 bewegen. Die folgende Beschreibung ist lediglich beispielhaft, wobei die vorliegende Erfindung nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt ist. Die vorliegende Erfindung kann vielmehr auf verschiedene Fahrzeugumgebungen angewendet werden, in denen Gefahren auftreten.

Die Fahrzeuge 1492 von 1 sind Kraftfahrzeuge, die auf Autobahnen und/oder anderen Straßen fahren. Die Fahrzeuge 1492 im oberen Teil 102 bewegen sich in einer Richtung, während sich die Fahrzeuge 14-92 in dem unteren Teil 104 in der entgegengesetzten Richtung bewegen. Die Fahrzeuge 1492 könnten sich aber genauso gut einer Kreuzung oder einem anderen Schnittpunkt zwischen Straßen nähern. Die Fahrzeuge 1492 sind als Autos dargestellt, wobei es sich aber auch um Züge, Flugzeuge, Schiffe oder andere Fahrzeuge handeln könnte.

Der in zwei Richtungen erfolgende Verkehr von 1 ist lediglich beispielhaft, wobei der Erfindungsumfang nicht darauf beschränkt ist. Die vorliegende Erfindung kann auf eine beliebige Verkehrssituation angewendet werden, in der verschiedene Richtungen in Bezug auf die Gefahr 100 gegeben sind, also auch auf den Verkehr von Flugzeugen oder Schiffen, die keinen Straßen oder Schienen folgen.

Eines oder mehrere der Fahrzeuge 1492 können ein Kommunikationselement (durch Kästen angedeutet) umfassen, um mit anderen elektronischen Kommunikationseinrichtungen des Systems 10 zu kommunizieren. Die Kommunikationselemente können derart konfiguriert sein, dass sie in Übereinstimung mit verschiedenen Standards und Protokollen und über verschiedene Kommunikationsmedien wie etwa terrestrische oder satellitengestützte Funkverbindungen über kurze und lange Distanzen kommunizieren.

Die Kommunikationselemente können konfiguriert sein, um Funksignale mit anderen in der Nähe befindlichen Fahrzeugen 1492 etwa über eine Signalweiterleitung und ähnliches auszutauschen. Je nach dem verwendeten Kommunikationsstandard und -protokoll können die Kommunikationen verwendet werden, um Netzwerke, Daisy-Chains oder andere Medien zum Austauschen von Signalen zwischen den Fahrzeugen 1492 aufzubauen. Zum Beispiel können Maschen-, Cluster- und Sternnetzwerke zwischen den Fahrzeugen 1492 hergestellt und durch ein oder mehrere Führungsfahrzeuge etwa in Übereinstimmung mit Zigbee- oder IEEE-Standards (z.B. 802.15.4) gesteuert werden.

Die Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug kann verwendet werden, um andere Fahrzeuge 1492 vor der Gefahr 100 oder einem andere Vorfall zu warnen. Wenn die Gefahr 100 zum Beispiel mit einem Verkehrsunfall assoziiert ist, können eines oder mehrere der an dem Umfall beteiligten Fahrzeuge 1492 ein Warnsignal für die anderen sich nähernden Fahrzeuge 1492 erzeugen, um diese vor der Gefahr 100 zu warnen. Die Warnsignale können von Fahrzeug zu Fahrzeug über ein oder mehrere Netzwerke oder andere assoziierte Kommunikationsmedien weitergeleitet werden.

Das Warnsignal kann erzeugt werden, um andere Fahrzeuge 1492 über den Unfall zu informieren, etwa in Reaktion auf einen Unfallsensor an einem der Fahrzeuge 1492 und/oder auf ein anderes Ereignis wie etwa eine rasche Verlangsamung oder ein Anhalten eines oder mehrerer der Fahrzeuge 1492, was über Einrichtungen in den Fahrzeugen und/oder andere Einrichtungen wie etwa GPS-Systeme, Geschwindigkeitssensoren oder Distanzbestimmungseinrichtungen erfolgen kann. Das Warnsignal kann dann zu den anderen Fahrzeugen 1492 über eine von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation gesendet werden.

Jedes Fahrzeug 1492 in der Nähe der Gefahr (des Unfalls) kann das Warnsignal empfangen und über die von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation an die anderen Fahrzeuge weitergeben, wobei jedes Fahrzeug 1492 dafür verantwortlich ist, zu bestimmen, ob es eine Alarmfunktion in Reaktion auf das Warnsignal aktiviert und/oder das Warnsignal weiterleitet.

Die Warnfunktion kann mit einer Musterblinkeinrichtung (Scheinwerfer/Rückstrahler, Innenleuchten, Deckenleuchten, usw.) innen und/oder außen an den Fahrzeugen 1402 assoziiert sein, die in Reaktion auf den Empfang des Warnsignals zu blinken beginnt. Das Blinkmuster, die Frequenz usw. können in Abhängigkeit von den im Warnsignal enthaltenen Vorfallsinformationen bestimmt werden. Entsprechend kann die Warnfunktion mit akustischen und/oder visuellen Anzeigeeinrichtungen an oder in Verbindung mit den Fahrzeugen assoziiert sein, die ebenfalls in Abhängigkeit von den Vorfallsinformationen variiert werden können.

Optional können die Fahrzeuge 1492 eine Funktion zum manuellen Außerkraftsetzen umfassen, mit der eine aktive Warnfunktion deaktiviert und die Blinkeinrichtungen und/oder die akustische Warnung ausgeschaltet werden können. Dies kann hilfreich sein, wenn fortgesetzte Warnungen unnötig sind, etwa weil sich der Verkehr langsam auf eine Gefahr wie etwa einen Verkehrsstau zu bewegt. Das Warnsignal kann Informationen enthalten, die die Bedingungen für ein automatisches Außerkraftsetzen definieren, wobei etwa die Einhaltung einer Mindestfahrgeschwindigkeit, eine Distanz relativ zu den anderen Fahrzeugen oder andere Parameter spezifiziert werden. Das Kommunikationselement kann eine zusätzliche Rücksetzfunktion zum Außerkraftsetzen einer manuellen Deaktivierung umfassen, die etwa in Reaktion auf das Auftreten einer weiteren Gefahr oder eine Änderung in dem Status der bekannten Gefahr aktiv wird.

Das Warnsignal kann eine Richtungsfunktion umfassen, die durch das Kommunikationselement verwendet wird, um zu bestimmen, ob sich die Fahrzeuge 1492 der Gefahr aus einer gefährlichen oder nicht-gefährlichen Richtung nähern. Wie in 1 gezeigt, tritt die Gefahr 100 in der einen Richtung auf, sodass die Gefahren 1492 in der anderen Richtung nicht unbedingt eine Warnfunktion in Reaktion auf den Unfall aktivieren müssen. Die relevante (gefährliche) Richtung kann in Abhängigkeit von dem Warnsignal bestimmt werden. Zum Beispiel kann das Kommunikationselement für das bzw. die an dem Unfall beteiligten Fahrzeug (e) 1492 einen Magnetkompass/Chip zum Verfolgen der Fahrstrecke umfassen. Diese Information kann zusammen mit der Fahrgeschwindigkeit und/oder anderen Betriebsparametern durch die Kommunikationseinrichtung verwendet werden, um die Fahrrichtung vor dem Unfall zu bestimmen.

Derartige Vor-Vorfallsinformationen und Nach-Vorfallsinformationen können in dem Warnsignal enthalten sein, um andere Fahrzeuge 1492 zu warnen, die in einer ähnlichen Richtung in Bezug auf die bevorstehende Gefahr fahren. GPS-Einrichtungen, Richtungsantennen und andere Einrichtungen können in ähnlicher Weise verwendet werden. Die Richtung kann dann durch die empfangenden Kommunikationselemente verwendet werden, um zu bestimmen, ob sich die Fahrzeuge der Gefahr aus einer gefährlichen Richtung nähern (Warnung ein) und/oder ob sie die Gefahr passiert habe bzw. sich dieser aus einer nicht-gefährlichen Richtung nähern (Warnung aus).

Das Warnsignal kann auch eine Zeit- oder Ortungsfunktion umfassen, um die Distanz relativ zu der Gefahr 100 anzugeben. Dies kann hilfreich sein, um entgegenkommende Fahrzeuge 1492 bezüglich der Distanz zu der Gefahr 100 zu warnen und um zu verfolgen, ob die Fahrzeuge 1492 die Gefahr 100 passiert haben, wobei in diesem Fall die Warnfunktion automatisch durch die assoziierte Kommunikationseinrichtung deaktiviert werden kann. Auf diese Weise müssen die Kommunikationselemente nur eine einzelne Kommunikation von der Gefahr 100 empfangen, um die Warnung zu überwachen und deren Deaktivierung zu steuern. Die Kommunikationseinrichtung kann jedoch auch konfiguriert sein, um ein periodische Abfrage durchzuführen oder in anderer Weise einen kontinuierlichen Empfang des Warnsignals erfordern, um die entsprechende Warnung aufrechtzuerhalten.

Die Kommunikationselemente können auch konfiguriert sein, um eine Begrenzung der Weiterreichung des Warnsignals von der Gefahr 100 über die von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation vorzusehen. Zum Beispiel kann das Kommunikationselement auf der Basis der Richtung angewiesen werden, eine Weitergabe des Warnsignals in der nicht-gefährlichen Richtung zu unterbinden. Entsprechend können die Kommunikationselemente eine Weitergabe der Warnsignale in Abhängigkeit von der Distanz zu der Gefahr und/oder davon begrenzen, ob die Distanz einer gefährlichen Distanzzone entspricht.

Zum Beispiel kann die gefährliche Distanzzone in Abhängigkeit von der Vorfallsinformation, von der Fahrgeschwindigkeit der Fahrzeuge oder von anderen Parametern definiert sein. Wenn die Fahrzeuge 1492 mit einer relevanten schnellen Geschwindigkeit fahren und/oder wenn der Vorfall extrem und/oder biologisch gefährlich ist, kann es erforderlich sein, dass das Warnsignal über größere Distanzen von der Gefahr 100, d.h. über mehr Fahrzeuge, weiterzuleiten, um Fahrzeuge 1492 zu warnen, die sich in einer größeren Distanz zu der Gefahr 100 befinden.

Optional kann die gefährliche Zone eine gefährliche Richtungskomponente umfassen, wobei die Kommunikationselemente das Warnsignal nur dann weiterleiten, wenn das Fahrzeug 1492 innerhalb der gefährlichen Distanzzone und in der Richtung auf die Gefahr fährt. Dabei kann die Ausbreitung des Warnsignals kontrolliert werden, indem das Weiterleiten der Warnsignale verwaltet wird und/oder in Abhängigkeit davon erfolgt, wie das Warnsignal durch die empfangenden Fahrzeuge 1492 zur Erzeugung von Warnungen verwendet wird, d.h. ob zum Beispiel eine Weiterleitung des Warnsignals gestattet wird, aber eine entsprechende Reaktion unterbunden wird.

Die oben beschriebenen Warnfunktionen beziehen sich auf in den Fahrzeugen untergebrachte Elemente, die verwendet werden können, um den Fahrer (akustisch, visuell) und/oder andere Fahrer (Blinkmuster) über die Gefahr zu warnen. Entsprechend kann das Warnsignal von einem oder mehreren Fahrzeugen zu Notrufeinheiten wie etwa Polizei-, Feuerwehr-, Notarzt- oder anderen Notrufeinheiten gelangen. Zum Beispiel kann eine Straßenrandeinrichtung 110 wie etwa ein Leitsystem, ein Funkturm oder eine andere nicht-fixierte Markierung Kommunikationselemente enthalten, die die von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation erfassen und entsprechende Rettungsstellen warnen.

Es kann eine beliebige Anzahl von entlang des Straßenrands installierten Einrichtungen 110 verwendet werden, um mit einer beliebigen Anzahl nicht in den Fahrzeugen untergebrachten Einheiten wie etwa den oben genannten Notrufeinheiten zu kommunizieren. Außerdem können über die Einrichtungen oder direkt von den Fahrzeugen kommunizierte Warnsignale verwendet werden, um andere Warnungen vorzusehen, indem etwa elektronische Meldungen auf elektronischen Anzeigetafeln angezeigt werden, Ampeln entsprechend eingestellt werden, die Straßenbeleuchtung entsprechend gesteuert wird (Blinken) usw.

Eine derartige Weiterleitung der Warnsignale gestattet die Kommunikation zwischen mehreren Fahrzeugen 1492 und den Empfang durch nicht in Fahrzeugen untergebrachte Einrichtungen in der Nähe der Gefahr oder in Entfernung zu derselben, sodass die nicht in den Fahrzeugen untergebrachten Einrichtungen eine beliebige Anzahl von Warnfunktionen ausführen können. Dies kann auch vorteilhaft sein, um spezifische Fahrzeuge innerhalb der Daisy-Chain zu verfolgen und zu lokalisieren. Zum Beispiel kann jedes durch die Kommunikationselement weitergeleitete Signal eine Kennzeichnung wie etwa eine Fahrzeugkennnummer (VIN) enthalten, die verwendet werden kann, um das Fahrzeug zu lokalisieren und zu verfolgen. Diese Informationen können dann zu Rettungsstellen übertragen und für Sicherheitsmaßnahmen verwendet werden.

Eine weitere Anwendung der Weiterleitung des Warnsignals von Fahrzeug zu Fahrzeug betrifft das Assoziieren von entlang des Straßenrands installierten Einrichtungen mit Funktionselementen, um zum Beispiel das Schalten von Ampeln (nicht-Fahrzeugwarnungen) und das Warnen von Fahrern von Rettungsfahrzeugen wie etwa Polizeifahrzeugen, Krankenwägen usw. (Fahrzeugwarnungen) zu unterstützen. Ähnlich wie zuvor mit Bezug auf den Unfall beschrieben, kann das Warnsignal von dem Rettungsfahrzeug kommuniziert werden, wobei das Rettungsfahrzeug als Gefahr 100 aufgefasst wird.

Das Warnsignal kann von Fahrzeug zu Fahrzeug in der Richtung, in der das Rettungsfahrzeug fährt, jedoch mit einer viel größeren Geschwindigkeit weitergeleitet werden, um die Fahrtrichtung des Rettungsfahrzeugs als Gefahr zu identifizieren und dabei den Verkehr in beiden Richtungen vor dem Rettungsfahrzeug zu warnen (in diesem Fall handelt es sich um eine Gefahr in mehreren Richtungen und um eine dynamische Gefahrendistanzzone). Das Warnsignal kann Vorfallskennzeichnungen mit Befehlen zum Ändern des Zustands von Ampeln und/oder zum Anzeigen von Notfallmeldungen auf elektronisch steuerbaren Leitsystemen enthalten, um die Art der Gefahr und/oder anzugeben, dass die anderen Fahrzeuge an den Straßenrand ausweichen müssen, um die Durchfahrt des Rettungsfahrzeugs zu ermöglichen.

Die Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug kann in Verbindung mit anderen Gefahren wie etwa dem Vorhandensein von gefährlichen Straßenbedingungen (Wetter, Kurven, Gefälle, usw.), Straßenarbeiten, Verkehrsstaus und ähnlichem verwendet werden, wobei die assoziierten Warnsignale zu sich nähernden Fahrzeugen kommuniziert werden. Auf diese Weise kann die Gefahr mit einem der Fahrzeuge 1492 oder einer anderen Quelle assoziiert werden und von nicht in Fahrzeugen untergebrachten Einheiten wie etwa einem Straßenschild 110 erzeugt werden.

Zum Beispiel können Straßenschilder 110, die gefährliche Straßenbedingungen, Straßenarbeiten usw. angeben, das Warnsignal von einer halb-fixen Position zu sich nähernden Fahrzeugen kommunizieren, sodass die Warnsignale danach über von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikationen zu weiteren Fahrzeugen weitergeleitet werden. Das Weiterleiten der Warnsignale und die in Reaktion darauf ausgelösten Warnungen können ähnlich wie oben beschreiben gesteuert werden, d.h. auf der Basis der Distanz, der Richtung, des Typs des Vorfalls usw.

Vorstehend wurden verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben, wobei jedoch zu beachten ist, dass die beschriebenen Ausführungsformen lediglich beispielhaft sind und dass die Erfindung durch verschiedene alternative Ausführungsformen realisiert werden kann. Die Zeichnung ist nicht notwendigerweise maßstabsgetreu, wobei einige Komponenten vergrößert oder verkleinert dargestellt sein können, um bestimmte Details zu verdeutlichen. Die hier gezeigten und beschrieben Aufbau- und Funktionsdetails sind nicht einschränkend, sondern sind lediglich als beispielhafte Basis für die Ansprüche und/oder als beispielhafte Basis für den Fachmann zu verstehen, der die vorliegende Erfindung auf verschiedene Weise realisieren kann.


Anspruch[de]
Verfahren zum Warnen von einer Gefahr, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Erzeugen eines Warnsignals, das vor der Gefahr warnt, und Kommunizieren des Warnsignals über eine von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgende Kommunikation zu sich nähernden Fahrzeugen.
Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Ausführen einer Warnfunktion in einem oder mehreren der das Warnsignal empfangenden Fahrzeuge. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnfunktion durch eine Musterblinkeinrichtung ausgeführt wird, die in Abhängigkeit von dem durch das Warnsignal identifizierten Typ der Gefahr mit einem bestimmten Muster blinkt. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnfunktion durch eine akustische oder visuelle Anzeigeeinrichtung ausgeführt wird, die in Abhängigkeit von dem durch das Warnsignal identifizierten Typ der Gefahr eine bestimmte akustische oder visuelle Anzeige ausgibt. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnfunktion nur ausgeführt wird, wenn sich das Fahrzeug der Gefahr in einer bestimmten Richtung nähert. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnfunktion nur ausgeführt wird, wenn sich das Fahrzeug in einer Gefahrendistanzzone befindet, die relativ zu der Gefahr definiert ist. Verfahren nach Anspruch 6, weiterhin gekennzeichnet durch das Definieren der Gefahrendistanzzone in Abhängigkeit von der Distanz zu der Gefahr, der Fahrzeuggeschwindigkeit, dem Typ der Gefahr und/oder der Richtung relativ zu der Gefahr. Verfahren nach Anspruch 2, weiterhin gekennzeichnet durch das Empfangen von Befehlen zum manuellen Außerkraftsetzen der Warnfunktion von einem Fahrzeuginsassen. Verfahren nach Anspruch 8, weiterhin gekennzeichnet durch das Rücksetzen des manuellen Außerkraftsetzens, wenn das Fahrzeug vor einer neuen Gefahr gewarnt wird. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung eines Fahrzeugunfallsensors. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung einer Straßenrand-Warneinrichtung. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Erzeugen der Warnung, um Informationen zu verfolgen, die mit den Fahrzeugen assoziiert sind, die an den von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen beteiligt sind. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Erzeugen des Warnsignals in Reaktion auf die Aktivierung eines Warnsignals durch eine Rettungseinheit. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Einfügen einer Vorfallkennzeichnung in das Warnsignal, wobei die Vorfallkennzeichnung Informationen zu der Gefahr enthält. Verfahren nach Anspruch 14, weiterhin gekennzeichnet durch das Steuern des Betriebs einer Warnfunktion in einem oder mehreren der Fahrzeuge in Abhängigkeit von der Vorfallskennzeichnung. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet, durch das Kommunizieren des Warnsignals von wenigstens einem der Fahrzeuge zu einer nicht in einem Fahrzeug untergebrachten Einrichtung, sodass die nicht in einem Fahrzeug untergebrachte Einrichtung eine Warnfunktion ausführt. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Beschränken der von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von der Richtung der Fahrzeuge. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschränken der von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen das Verhindern von Kommunikationen des Warnsignals von Fahrzeugen umfasst, die in einer nicht-gefährlichen Richtung relativ zu der Gefahr fahren. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Beschränken des von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von dem Fahrzeugtyp. verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Beschränken der von Fahrzeug zu Fahrzeug erfolgenden Kommunikationen in Abhängigkeit von der Distanz zwischen den Fahrzeugen und der Geschwindigkeit der Fahrzeuge. System zum Warnen vor einer Gefahr, wobei das System umfasst:

ein Warnsignal, das mit der Gefahr assoziiert ist, und

eine Anzahl von Fahrzeugen mit Kommunikationselementen zum Weiterleiten des Warnsignals von Fahrzeug zu Fahrzeug, sodass die Fahrzeuge vor der Gefahr gewarnt werden.
System nach Anspruch 21, weiterhin gekennzeichnet durch eine Warneinrichtung zum Erzeugen einer Warnung in Reaktion auf das Warnsignal. System nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Warneinrichtung in dem Fahrzeug untergebracht ist. System nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Warneinrichtung mit einer Einheit assoziiert ist, die kein Fahrzeug ist. System nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnsignal eine Richtungsangabe umfasst, um die Warnungen auf eine mit der Gefahr assoziierte gefährliche Richtung zu beschränken. System nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnsignal eine Distanzangabe umfasst, um die Warnungen auf eine mit der Gefahr assoziierte Gefahrendistanzzone zu beschränken. Kommunikationselement in einem Fahrzeug, wobei das Kommunikationslement konfiguriert ist, um folgende Schritte auszuführen:

Empfangen eines Warnsignals, das mit einer Gefahr assoziiert ist, und

Weiterleiten des Warnsignals zu einem anderen Fahrzeug, um das andere Fahrzeug vor der Gefahr zu warnen.
Kommunikationselement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Element weiterhin konfiguriert ist, um eine Warnfunktion in Reaktion auf das Warnsignal zu aktivieren. Kommunikationselement nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Element weiterhin konfiguriert ist, um die Warnfunktion innerhalb des Fahrzeugs zu aktivieren. Kommunikationselement nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Element weiterhin konfiguriert ist, um die Warnfunktion innerhalb einer Einheit zu aktivieren, die kein Fahrzeug ist. Kommunikationselement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Element weiterhin konfiguriert ist, um das Warnsignal auf eine Richtungsangabe abzufragen, um eine mit der Gefahr assoziierte gefährliche Richtung in Abhängigkeit von der Richtungsangabe zu bestimmen und die Weitergabe des Warnsignals auf die mit der Gefahr assoziierte gefährliche Richtung zu beschränken. Kommunikationselement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Element weiterhin konfiguriert ist, um das Warnsignal auf eine Distanzangabe abzufragen, um eine mit der Gefahr assoziierte Gefahrendistanzzone in Abhängigkeit von der Distanzangabe zu bestimmen und eine weitere Kommunikation des Warnsignals auf die Gefahrendistanzzone zu beschränken.






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