PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006045002A1 03.05.2007
Titel Intelligente Lichtversorgung
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Andersen, Mads, Odense SV, DK;
Schmidt, Claus, Odense NV, DK;
Bachmann, Ole, Soenderborg, DK;
Thomsen, Rune, Loegumkloster, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 23.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006045002
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse H02J 4/00(2006.01)A, F, I, 20060923, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H05B 37/02(2006.01)A, L, I, 20060923, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Verfahren und eine Steuereinheit (4) zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises mit einem Schalter (3). Eine Ausgangsspannung einer ersten Energiequelle (5), die mit dem Schaltkreis verbunden ist, wird gemessen und mit einer vorgegebenen Schwellspannung verglichen. Wenn die gemessene Spannung kleiner ist als der Schwellwert, wird festgestellt, dass der Schalter (3) geschlossen ist, und, wenn die Spannung höher ist als der Schwellwert, wird festgestellt, dass der Schalter (3) offen ist. Die Energieversorgung wird in Übereinstimmung mit dem offenen/geschlossenen Zustand des Schalters (3) gesteuert. Vorzugsweise wird der elektrische Schaltkreis mit einer zweiten Energiequelle (9) verbunden, wenn der Schalter (3) geschlossen ist. Energie wird gespart, während sichergestellt wird, dass bei Bedarf ausreichend Energie vorhanden ist.
Die Erfindung ist besonders geeignet als Energieversorgung einer Lampe (1), die im Inneren einer Kühlkammer (2) angordnet ist, insbesondere wenn die Anlage batteriebetrieben ist.

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises. Die Erfindung betrifft auch eine Steuereinheit zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises, und eine Kühlanlage mit einer solchen Steuereinheit. Im Besonderen betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Steuereinheit zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises in einer solchen Weise, dass Energie im größt möglichen Umfang gespart wird. Die vorliegende Erfindung ist besonders anwendbar für batteriebetriebene Kühlanlagen, z.B. tragbare Kühlanlagen in Landfahrzeugen, wie z.B. Autocamper, oder in Wasserfahrzeugen, wie z.B. Booten u.s.w.

Hintergrund der Erfindung

Wenn batteriebetriebene Kühlanlagen in Fahrzeugen wie oben beschrieben angeordnet werden, kommt es mitunter vor, dass der Motor des Fahrzeuges nicht läuft, es aber trotzdem notwendig ist die Kühlanlage laufen zu lassen. In solchen Fällen ist Energie für die Kühlanlage nur von einer begrenzten Quelle verfügbar, wie z.B. einer Batterie des Fahrzeugs. Es ist von großer Bedeutung, so wenig Energie wie möglich für das Betreiben der Kühlanlage zu verwenden, um eine so lange Kühlperiode wie möglich zu gewährleisten, bevor ein Wiederaufladen der Batterie notwendig wird.

Eine solche Kühlanlage umfasst meistens eine Steuereinheit und einen Verdichter mit zugehörigem Kältekreislauf zur Kälteversorgung einer Kühlkammer. Die Kühlkammer ist oft eine isolierte Kiste mit einer abnehmbaren oder schwenkbaren Tür oder einem Deckel, die einen gelegentlichen Zugang zum Inhalt der Kühlkammer erlaubt. Sie kann außerdem ein Beleuchtungsgerät enthalten (z.B. eine elektrische Lampe) zur Beleuchtung des Inneren der Kühlkammer.

Eine Möglichkeit zur Energieeinsparung ist die Abschaltung aller unnötigen elektronischen Schaltkreise. Zum Beispiel können die Energiewandlerschaltkreise, die den Verdichter mit Energie versorgen, abgeschaltet werden, wenn der Verdichter nicht gebraucht wird (d.h. wenn keine weitere Kühlung benötigt wird).

Solche Energieversorgungen können auch zur Energieversorgung von anderem Zubehör angewandt werden, z.B. einer Lampe im Inneren der Kühlkammer. Wenn eine Lampe vorhanden ist, ist es wichtig, dass Energie für diese Lampe verfügbar ist, wenn die Tür offen ist, auch wenn der Verdichter nicht läuft.

Das Standardverfahren zur Steuerung der Beleuchtung in Kühl- und Gefrieranlagen weist einen elektrischen Schalter auf, der schließt, wenn die Tür geöffnet wird, so dass die Lampe nur dann leuchtet, wenn die Tür offen ist. Ein solches Beleuchtungssystem wird in 1 gezeigt, wobei eine Lampe 1 in einer Kühlkammer 2 angebracht ist. Die Lampe 1 ist zwischen einer Energieversorgung (nicht dargestellt) und Masse mit einem Schalter 3 verbunden. Der Schalter 3 ist mit einer Tür oder einem Deckel verbunden, und zwar so, dass der Schalter 3 offen ist, wenn die Tür oder der Deckel geschlossen ist (wodurch eine Verbindung zwischen der Energieversorgung und der Lampe 1 verhindert wird), und der Schalter 3 ist geschlossen, wenn die Tür oder der Deckel offen ist (dadurch wird die Lampe 1 mit der Energieversorgung verbunden). In 1 ist der Schalter 3 offen, und entsprechend wird die Lampe 1 nicht mit Energie versorgt.

Um die oben beschriebene Maßnahme anwenden zu können, muss die Energieversorgung dauernd vorhanden sein, damit eine Spannung am Lampenversorgungsausgang aufrechterhalten wird, auch wenn die Lampe nicht gebraucht wird. Da die Energieversorgungsschaltkreise in diesem Modus einen gewissen Energieverbrauch haben, auch wenn keine Energie von der Lampe verbraucht wird, ist dies ein Nachteil. Eine mögliche Lösung ist die Anwendung von zwei Schaltkreisen, einen, der zum Schalter führt (um zu überwachen, ob er offen oder geschlossen ist) und einen zweiten, der zum Beleuchtungsgerät selbst führt und Energie aus einer Energieversorgung bezieht, die nur läuft, wenn die Tür offen ist. Diese Lösung ist nicht optimal, da sie eine zusätzliche Verkabelung braucht (und damit zusätzliche Kosten verursacht). Da die Lösung nicht auf einen industriellen Standard baut, müssen die Hersteller von Kältesystemen ihre Produkte ändern, um sie an das neue Steuersystem anzupassen.

Wenn der Verdichter gebraucht wird (d.h. wenn Kühlung benötigt wird), verursacht der Betrieb der Energieversorgung für die Lampe nur kleine zusätzliche Kosten, auch wenn die Lampe nicht an ist. Wenn aber keine Kühlung gebraucht wird, wird es vorteilhaft sein den Türzustand unter Anwendung von sehr wenig Energie und ohne Anwendung von zusätzlicher Verkabelung zur äußeren Steuereinheit zu überwachen.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises anzugeben, die im größt möglichen Umfang Energie spart.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises anzugeben, die keine zusätzliche Verkabelung oder andere Änderungen von Standardprodukten fordert.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist das Bereitstellen eines Verfahrens zur Überwachung eines Schalters für eine Lampe, die in der Kühlkammer einer batteriebetriebenen Kühlanlage angeordnet ist, und zwar so, dass Energie im größt möglichen Umfang gespart wird, ohne dass zusätzliche Verkabelung oder andere Änderungen im Verhältnis zu einer standardmäßig batteriebetriebenen Kühlanlage erforderlich sind.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist das Bereitstellen einer Steuereinheit zur Steuerung einer Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises, die im größt möglichen Umfang Energie spart.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist das Bereitstellen einer Steuereinheit zur Steuerung einer Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises, deren Herstellung kostengünstig ist, und die zur Anwendung in standardmäßig batteriebetriebenen Kühlanlagen passt.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist das Bereitstellen einer batteriebetriebenen Kühlanlage, mit der Energie im größt möglichen Umfang gespart wird, und zwar unter Sicherstellung, dass die einzelnen Komponenten der Kühlanlage bei Bedarf mit Energie versorgt werden.

Nach einem ersten Aspekt der Erfindung werden die obigen und andere Aufgaben durch das Bereitstellen eines Verfahrens zur Steuerung einer Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises mit einem Schalter gelöst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

  • – Messung einer Ausgangsspannung einer ersten Energiequelle und Vergleich der gemessenen Ausgangsspannung mit einer vorgegebenen Schwellspannung,
  • – wenn die gemessene Ausgangsspannung kleiner als die vorgegebene Schwellspannung ist, feststellen dass der Schalter geschlossen ist und wenn die gemessene Spannung größer als oder gleich dem vorgegebenen Schwellwert ist, feststellen, dass der Schalter offen ist, und
  • – Steuerung der Energieversorgung nach der festgestellten Stellung des Schalters.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung werden die oben erwähnten und anderen Aufgaben durch das Bereitstellen einer Steuereinheit erfüllt, die eine Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises mit einem Schalter steuert, wobei die Steuereinheit folgendes umfasst:

  • – Eine erste Energiequelle verbunden mit dem elektrischen Schaltkreis,
  • – Mittel zum Messen einer Ausgangsspannung der ersten Energiequelle,
  • – Mittel zum Vergleichen der gemessenen Ausgangsspannung mit einer vorgegebenen Schwellspannung und zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals,
  • – Mittel zum Bestimmen, ob der Schalter offen oder geschlossen ist, basierend auf dem erzeugten Ausgangssignal, und
  • – Mittel zur Steuerung der Energieversorgung nach der festgestelltem Stellung des Schalters.

Die Energieversorgung des elektrischen Schaltkreises sollte vorzugsweise genügen um sicherzustellen, dass die Komponenten des Schaltkreises in passender Weise arbeiten können. Wenn also die Energieversorgung nach der festgestellten Stellung des Schalters gesteuert wird, bedeutet dies vorzugsweise, dass die Steuereinheit sicherstellt, dass dem elektronischen Schaltkreis bei Bedarf ausreichend Energie zugeführt wird, und gleichzeitig wird gesichert, dass keine überflüssige Energie zugeführt wird, wenn die Komponenten des elektrischen Schaltkreises keine Energie benötigen. In den meisten Fällen wird Energie dann benötigt, wenn der Schalter geschlossen ist, während keine Energie benötigt wird, wenn der Schalter offen ist. Eine umgekehrte Situation wäre aber denkbar.

Die erste Energiequelle wird mit dem elektrischen Schaltkreis verbunden, vorzugsweise über den Schalter, d.h. vorzugsweise so, dass eine Verbindung zwischen der ersten Energiequelle und den Komponenten des elektrischen Schaltkreises hergestellt wird, wenn der Schalter geschlossen ist, während eine solche Verbindung unterbrochen ist, wenn der Schalter offen ist.

Die Ausgangsspannung der ersten Energiequelle, d.h. die Spannung die von der ersten Energiequelle geliefert wird, wird vorzugsweise direkt über eine Ausgangsklemme der ersten Energiequelle gemessen.

Die gemessene Ausgangsspannung wird mit einem vorgegebenen Schwellwert verglichen. Die Konfiguration der ersten Energiequelle und die Stellung des Schalters im Verhältnis zur ersten Energiequelle sollten so sein, dass die gemessene Ausgangsspannung auf einem relativ hohen Niveau, z.B. im Intervall 9,6 V bis 31,5 V, gehalten wird, wenn der Schalter offen ist. Dies könnte z.B. die von der Fahrzeugbatterie gelieferte Standardspannung sein. Wenn aber der Schalter geschlossen ist, wird eine Energie von der ersten Energiequelle zu Komponenten des elektrischen Schaltkreises fließen, und dies verursacht eine Reduzierung der gemessenen Ausgangsspannung auf ein niedrigeres Niveau, z.B. einige wenige mV. Der Schwellwert sollte irgendwo zwischen diesen beiden Spannungsniveaus gewählt werden. Dadurch wird eine gemessene Ausgangsspannung über dem Schwellwert andeuten, dass der Schalter offen ist, wogegen eine gemessene Ausgangsspannung unter dem Schwellwert angeben wird, dass der Schalter geschlossen ist.

Der Abfall des Spannungsniveaus, wenn der Schalter geschlossen wird, kann durch den Einbau einer relativ hohen Impedanz, vorzugsweise eines hohen Widerstands, in die erste Spannungsquelle erzielt werden. Dies wird unten näher beschrieben.

Es ist vorteilhaft, dass die Stellung des Schalters und damit der Bedarf des elektrischen Schaltkreises an Energieversorgung einfach durch Messung der Ausgangsspannung der ersten Energiequelle und Vergleich der Messung mit einem Schwellwert erfolgt, da dies nur sehr wenig Energie bedarf, so lange der Schalter offen ist. Dadurch verbraucht das System nur in dem notwendigen Maß Energie, d.h. Energie wird in dem größt möglichen Maß gespart. Wenn auf der anderen Seite Energie gebraucht wird, wird die Energieversorgung entsprechend gesteuert, wobei die Komponenten des elektrischen Schaltkreises mit der notwendigen Energie versorgt werden. Außerdem kann die Überwachung der Schalterstellung bei Standardgeräten ausgeführt werden, wie z.B. standardmäßig batteriebetriebenen Kühl- oder Gefrieranlagen, ohne dass zusätzliche Verkabelung oder andere wesentliche Änderungen erforderlich sind.

Der Steuerschritt kann den Anschluss des elektrischen Schaltkreises an eine zweite Energiequelle umfassen, die eine Spannung liefert, die messbar verschieden von der gemessenen Ausgangsspannung der ersten Energiequelle ist. In diesem Fall kann die Steuereinheit zusätzlich eine zweite Energiequelle aufweisen, und die Steuermittel können Mittel zum Anschluss der zweiten Energiequelle an den elektrischen Schaltkreis aufweisen. In dieser Ausführung wird die Energieversorgung vorzugsweise so gesteuert, dass, wenn festgestellt wird, dass der Schalter geschlossen ist und dass deshalb für die Komponenten des elektrischen Schaltkreises Energie gebraucht wird, die zweite Energiequelle mit dem elektrischen Schaltkreis verbunden ist, um die erforderliche Energie zu liefern. Andererseits bleibt die zweite Energiequelle mit dem elektrischen Schaltkreis unverbunden, so lange der Schalter offen ist, und die Komponenten des elektrischen Schaltkreises deshalb keine Energie benötigen. Dadurch wird so viel Energie wie möglich gespart, während sichergestellt wird, dass bei Bedarf genügend Energie geliefert wird.

Die von der zweiten Energiequelle gelieferte Ausgangsspannung ist messbar verschieden von der gemessenen Ausgangsspannung der ersten Energiequelle, egal ob der Schalter offen oder geschlossen ist. Dadurch wird eine messbar verschiedene Spannung dem elektrischen Schaltkreis geliefert, wenn die zweite Spannungsquelle damit verbunden ist. Im vorliegenden Zusammenhang soll der Ausdruck „messbar verschieden, so verstanden werden, dass der Unterschied zwischen den beiden Spannungsniveaus ausreicht um mit Standardausrüstung problemlos gemessen zu werden. Z.B. soll sich der Unterschied leicht messen lassen, und er muss bedeutend größer sein als die statischen und systematischen Fehler der Messausrüstung. Z.B. kann die von der ersten Energiequelle gelieferte Spannung ungefähr 20–25 V sein, während die von der zweiten Energiequelle gelieferte Spannung bei etwa 12 V liegt.

Das Verfahren kann außerdem die Schritte einer im Wesentlichen kontinuierlichen Messung einer dem elektrischen Schaltkreis gelieferten Eingangsspannung umfassen, wobei auf Grund dieser Messung bestimmt werden kann, ob der Schalter offen oder geschlossen ist. In dieser Ausführung wird die Stellung des Schalters zumindest im Wesentlichen kontinuierlich durch Überwachung der dem elektrischen Schaltkreises gelieferten Eingangsspannung überwacht. In einer bevorzugten Ausführung wird dies wie folgt gemacht:

Wenn sich der Schalter von offen zu geschlossen bewegt, erfolgt eine wesentliche Reduzierung der gemessenen Spannung. Dadurch wird die Steuereinheit „wissen", dass der elektrische Schaltkreis Energie benötigt, und die zweite Energiequelle wird entsprechend mit dem elektrischen Schaltkreises verbunden, um die benötigte Energie zu liefern. Wenn der Schalter nachfolgend auf offen zurückbewegt wird, steigt die gemessene Spannung drastisch an und als Antwort darauf wird die Steuereinheit die Verbindung zwischen der zweiten Energiequelle und dem elektrischen Schaltkreis unterbrechen um Energie zu sparen, solange er nicht gebraucht wird.

Das Verfahren kann außerdem die folgenden Schritte aufweisen:

  • – Messung einer Temperatur in einer Kühlkammer und Vergleich der gemessenen Temperatur mit einer vorgegebenen Schwelltemperatur, und
  • – wenn die gemessene Temperatur die vorgegebene Schwelltemperatur überschreitet wird dem Verdichter, der mit einem Kühlkreislauf verbunden ist, um Kälte zu einer Kühlkammer zu liefern, Energie zugeführt.

In dieser Ausführung wird das Verfahren vorzugsweise zur Steuerung der Energieversorgung zu einem oder mehreren elektrischen Schaltkreisen einer Kühlanlage mit einer Kühlkammer angewandt. Eine solche Kühlanlage könnte vorzugsweise eine tragbare und batteriebetriebene Kühlanlage sein, z.B. angeordnet in Fahrzeugen wie oben beschrieben. Nach dieser Ausführung wird die Temperatur in der Kühlkammer gemessen und der Verdichter wird geregelt (ein-/ausgeschaltet) um die gewünschte Zieltemperatur in der Kühlkammer zu erreichen. Wenn das Verfahren gemäß dieser Ausführungsform ausgeführt wird, wird es möglich sein die Energieversorgung des elektrischen Schaltkreises, der den Schalter aufweist, zu steuern, und auch zum Verdichter, und die Steuerung kann mit gebührender Rücksicht auf den Bedarf an Energie für Komponenten des elektrischen Kreislaufs (der z.B. eine im Inneren der Kühlkammer angebrachte Lampe umfassen kann) und auf den Energiebedarf des Verdichters erfolgen. Die gleichen Energiequellen können sogar für beide Zwecke angewandt werden.

In einer Ausführung kann die erste Energiequelle eine interne Impedanz haben, die ausreichend hoch ist um eine messbare Reduzierung der gemessenen Ausgangsspannung zu bewirken, wenn der Schalter geschlossen wird. Vorzugsweise existiert die interne Impedanz in der Form eines internen Widerstands. In dieser Ausführung ist der Schalter vorzugsweise so angeordnet, dass in seinem geschlossenen Zustand eine Verbindung zwischen der ersten Energiequelle und einer oder mehreren Komponenten des elektrischen Schaltkreises zustande kommt. Auf Grund der relativ hohen internen Impedanz wird die Ausgangsspannung der ersten Spannungsquelle erheblich reduziert, wenn der Schalter geschlossen wird, wobei die erste Energiequelle mit den Komponenten des elektrischen Schaltkreises verbunden wird. Die interne Impedanz muss ausreichend groß sein um eine messbare Spannungsreduzierung zu bewirken. Der Spannungsabfall sollte mindestens groß genug sein um sicher zustellen, dass die gemessene Ausgangsspannung von einem Niveau gut über den Schwellwert auf ein Niveau gut unter dem Schwellwert abfällt, wenn der Schalter geschlossen wird. Dadurch wird die gemessene Ausgangsspannung deutlich angeben, ob der Schalter offen oder geschlossen ist.

Die erste Spannungsquelle kann eine interne Impedanz, vorzugsweise einen internen Widerstand, im Bereich von 100 k&OHgr; bis 1000 k&OHgr;, wie z.B. im Bereich von 150 k&OHgr; bis 700 k&OHgr;, wie z.B. im Bereich von 200 k&OHgr; bis 600 k&OHgr;, wie z.B. etwa 500 k&OHgr;, wie z.B. etwa 510 k&OHgr;, oder wie z.B. im Bereich von 500 k&OHgr; bis 100 k&OHgr; aufweisen.

Die Steuermittel können einen Microcontroller (Mikroregler) umfassen. Der Microcontroller kann ausschließlich zur Steuerung der Energieversorgung des elektrischen Schaltkreises verwendet werden, z.B. einer Lampe die im Inneren der Kühlkammer einer Kühlanlage angeordnet ist. Der Microcontroller kann aber auch zur Steuerung anderer Teile einer solchen Kühlanlage verwendet werden, z.B. die Energieversorgung zu einem Verdichter u.s.w. Solche Teile können unabhängig gesteuert werden, können aber alternativ mit gebührender Rücksicht auf einander geregelt werden, z.B. so, dass Informationen darüber, ob der Verdichter läuft oder nicht, für die Steuerung der Energieversorgung einer Lampe, die im Inneren der Kühlkammer angeordnet ist, u.s.w. angewandt werden.

Der elektrische Schaltkreis kann also eine mit dem Schalter in Reihe verbundene Lampe umfassen.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung werden die obigen und andere Aufgaben gelöst durch das Bereitstellen einer Kälteanlage mit einer Steuereinheit nach dem zweiten Aspekt der Erfindung und einem Kühlkreislauf zur Lieferung von Kälte an eine Kühlkammer, wobei der Kühlkreislauf einen Verdichter und einen Verdampfer umfasst und der Verdichter mit der Steuereinheit verbunden ist.

Es muss bemerkt werden, dass ein Experte schnell erkennen wird, dass jedes in Verbindung mit dem ersten Aspekt der Erfindung beschriebene Kennzeichen auch mit den zweiten und dritten Aspekten der Erfindung kombiniert werden kann, dass jedes in Verbindung mit dem zweiten Aspekt der Erfindung beschriebene Kennzeichen auch mit den ersten und dritten Aspekten der Erfindung kombiniert werden kann, und dass jedes in Verbindung mit dem dritten Aspekt der Erfindung beschriebene Kennzeichen auch mit den ersten und zweiten Aspekten der Erfindung kombiniert werden kann.

Der Verdichter der Kühlanlage ist mit der Steuereinheit verbunden. Damit ist die Steuereinheit vorzugsweise sowohl für die Steuerung des Verdichters als auch für die Energieversorgung des elektrischen Schaltkreises vorgesehen.

Die Kühlanlage kann außerdem eine Lampe, angebracht im Inneren der Kühlkammer, aufweisen, wobei die Lampe Teil des elektrischen Schaltkreises ist. Eine solche Lampe wird oft verwendet um Licht im Inneren des Kühlraums zu erzeugen, wenn die Tür geöffnet wird, um Sachen in der Kühlkammer unterzubringen oder Zugang zu dort gelagerten Sachen zu bekommen.

In einer Ausführung kann die Kühlanlage außerdem einen Temperaturfühler aufweisen, der zwecks Messung der Temperatur im Inneren der Kühlkammer angebracht ist. In diesem Fall kann die Steuereinheit zur Regelung des Verdichters in Abhängigkeit einer Temperaturmessung des Temperatursensors vorgesehen sein. In dieser Ausführung wird der Verdichter geregelt (ein-/ausgeschaltet) auf Grund des Bedarfes an Kälte für die Kühlkammer, und zwar so, dass die Temperatur in der Kühlkammer innerhalb eines gewünschten Temperaturintervalls bleibt. Die Temperatur in der Kühlkammer wird also überwacht, und wenn sie unter eine untere Grenze abfällt, wird der Verdichter ausgeschaltet. Wenn die Temperatur eine obere Grenze überschreitet, wird der Verdichter eingeschaltet und liefert Kälte.

Die Kühlkammer weist vorzugsweise ein Zugangsmittel auf, das in einem offenen Zustand einen Zugang zwischen dem Inneren der Kühlkammer und der Umgebung bietet und im geschlossenen Zustand den Zugang sperrt, wobei der Schalter offen ist, wenn das Zugangsmittel im geschlossenen Zustand ist und der Schalter geschlossen ist, wenn das Zugangsmittel im offenen Zustand ist. Die Zugangsmittel sind meistens ein Deckel oder eine Tür, z.B. eine Schwenktür, wie es in Verbindung mit gewöhnlichen Kühlgeräten bekannt ist. Der Schalter ist also vorzugsweise mit dem Deckel oder der Tür so verbunden, dass der Schalter geschlossen ist, wenn die Tür offen ist und umgekehrt.

Vorzugsweise ist die Kühlanlage batteriebetrieben. Die Erfindung kann aber auch in Kühlsystemen angewandt werden, die nicht batteriebetrieben sind, wo es aber trotzdem gewünscht wird so viel Energie wie möglich zu sparen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:

1 Schematische Ansicht einer Kühlkammer mit einer Lampe, die ein Verfahren zur Energieversorgung der Lampe aus dem Stand-der-Technik veranschaulicht,

2 Schematische Ansicht einer Kühlkammer mit einer Lampe, die ein anderes Verfahren zur Energieversorgung der Lampe aus dem Stand-der-Technik veranschaulicht,

3 Schematische Ansicht einer Kühlkammer mit einer Lampe und einer Steuereinheit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform,

4 zeigt eine Ausgangsspannung als Funktion der Zeit und gemessen in der Steuereinheit der 3,

5 Schematische Ansicht einer Kühlkammer mit einer Lampe und einer Steuereinheit einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform,

6 Flussdiagramm eines Verfahrens zur Bedienung einer Steuereinheit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform,

7 Schematische Ansicht einer Kühlkammer mit einer Lampe und einer Steuereinheit nach einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform,

8 zeigt eine Ausgangsspannung als Funktion der Zeit und gemessen in der Steuereinheit der 7,

9 Flussdiagramm eines Verfahrens zur Bedienung einer Steuereinheit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.

Nähere Beschreibung der Zeichnungen

Die 1 und 2 zeigen den Stand der Technik und sind oben beschrieben.

3 ist eine schematische Ansicht einer Kühlkammer 2 mit einer Lampe 1 und einer Steuereinheit 4 nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform. Die Steuereinheit 4 weist eine erste Energiequelle 5 und einen Lampenversorgungsausgang 6 auf. Das von der ersten Energiequelle 5 über den Lampenversorgungsausgang 6 gelieferte Spannungsniveau kann am Messpunkt 7 gemessen werden.

Die erste Energiequelle 5 und die Lampe 1 sind über einen Schalter 3 verbunden. In 3 ist der Schalter 3 offen und es gibt deshalb keine Verbindung zwischen der ersten Energiequelle 5 und der Lampe 1. Entsprechend wird die Lampe 1 nicht mit Energie versorgt und leuchtet nicht. Die Lampe 1 ist vorzugsweise von dem Typ, der das Innere der Kühlkammer 2 mit Licht versorgt. Der Schalter 3 ist vorzugsweise mit einer Tür oder einem Deckel der Kühlkammer 2 so verbunden, dass der Schalter 3 offen ist, wenn die Tür oder der Deckel geschlossen ist, und geschlossen ist, wenn Tür oder Deckel offen ist, so dass die Lampe 1 leuchten muss.

Die erste Energiequelle 5 hat einen relativ hohen inneren Widerstand, und die Steuereinheit 4 in 3 arbeitet deshalb vorzugsweise wie folgt:

Wenn der Schalter 3 offen ist, wird das Spannungsniveau, das am Punkt 7 gemessen wird, im Wesentlichen konstant und relativ hoch sein, V1. Wenn der Schalter 3 geschlossen wird, bewirkt der hohe interne Widerstand der ersten Energiequelle 5 eine erhebliche Reduzierung der gemessenen Spannung auf ein niedrigeres Niveau, V2. Einfach durch Messen des Spannungsniveaus am Messpunkt 7 ist es also möglich zu bestimmen, ob der Schalter 3 offen oder geschlossen ist, was mit einem Mindestmaß an Energieverbrauch durchgeführt werden kann. Dies wird in 4 gezeigt.

4 zeigt eine Spannung als eine Funktion der Zeit, die am Messpunkt 7 im Schema in 3 gemessen ist. Am Zeitpunkt 8 wird der Schalter 3 geschlossen und entsprechend fällt die Spannung drastisch von einem Niveau V1 auf ein Niveau V2. Wenn also ein Schwellwert zwischen V2 und V1 gewählt wird, kann lediglich durch einen Vergleich der gemessenen Spannung mit dem Schwellwert gemessen werden, ob der Schalter 3 offen oder geschlossen ist.

5 ist eine schematische Ansicht einer Kühlkammer 2 mit einer Lampe 1 und einer Steuereinheit 4 gemäß einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform. Die Ausführung nach 5 hat eine Anzahl von Komponenten gemeinsam mit der Ausführung nach 3 und diese Komponenten haben die gleichen Bezugszeichen. Zusätzlich zur ersten Energiequelle 5 hat die Steuereinheit 4 in 5 eine zweite Energiequelle 9, die auch über den Schalter 3 mit der Lampe 1 verbunden werden kann.

Die erste Energiequelle 5 arbeitet jetzt wie oben in Verbindung mit 3 beschrieben. Wenn festgestellt worden ist, dass der Schalter 3 geschlossen ist, und die Lampe 1 entsprechend eine Energieversorgung benötigt, die ausreicht um die Lampe 1 einzuschalten, wird die zweite Energiequelle 9 mit dem Lampenversorgungsausgang 6 verbunden. Die zweite Energiequelle 9 sollte folglich so konfiguriert sein, dass sie der Lampe 1 die erforderliche Energie liefern kann, wenn diese Situation entsteht. Die zweite Energiequelle 9 wird selbstverständlich nicht augenblicklich mit der Lampe 1 verbunden, wenn die Tür oder der Deckel der Kühlkammer 2 geöffnet wird. Es wird aber ziemlich schnell geschehen, typisch innerhalb von 0,5 s, d.h. schnell genug um einer Person wie augenblicklich vorzukommen, die die Tür oder den Deckel der Kühlkammer 2 öffnet.

Gemäß der Ausführungsform in 5 ist also bei Bedarf immer eine ausreichende Energieversorgung für die Lampe 1 gesichert, während der Energieverbrauch des Gerätes so niedrig wie möglich gehalten wird, wenn die Lampe 1 nicht leuchten muss.

6 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Bedienung einer Steuereinheit, z.B. die Steuereinheit 4 in 3 oder die Steuereinheit 4 in 5.

Der im Flussdiagramm der 6 gezeigte Prozess beginnt bei Schritt 10. Zuerst wird in Schritt 11 untersucht, ob die Spannung Vs, die am Messpunkt (7 in 3 und 5) gemessen wird, kleiner ist als 1 V. Wenn dies nicht der Fall ist, wird festgestellt, dass der Schalter immer noch offen ist, und der Prozess kehrt zu Schritt 10 zurück. Wenn aber Vs kleiner als 1 V ist, wird festgestellt, dass der Schalter geschlossen worden ist. Entsprechend wird die Steuereinheit in Schritt 12 in den ,RUN' Modus geschaltet, d.h. die Steuereinheit muss sicherstellen, dass der Lampe genügend Energie geliefert wird damit das Innere der Kühlkammer beleuchtet werden kann.

Während die Steuereinheit im ,RUN' Modus ist, wird in Schritt 13 untersucht, ob die Spannung Vs, die am Messpunkt (7 in 3 und 5) gemessen wird, größer ist als 20 V. Wenn dies nicht der Fall ist, wird festgestellt, dass der Schalter noch geschlossen ist und dass eine Beleuchtung des Inneren der Kühlkammer immer noch erforderlich ist. Entsprechend muss die Steuereinheit im ,RUN' Modus bleiben, und der Prozess kehrt deshalb zu Schritt 12 zurück. Wenn andererseits Vs größer als 20 V ist, wird festgestellt, dass der Schalter geöffnet worden ist, und dass eine Beleuchtung des Inneren der Kühlkammer nicht mehr erforderlich ist. Entsprechend wird die Steuereinheit in den ,SHUTDOWN' Modus versetzt, d.h. sie wird in einen Modus eingestellt, in dem nur die minimal notwendige Energie zu den Komponenten der Steuereinheit geliefert wird. Nachfolgend wird der Prozess auf Schritt 10 zurückgesetzt um die Überwachung der Schalterstellung fortzusetzen.

Nach dem in 6 gezeigten Verfahren wird also die maximale Energiemenge gespart, weil die Steuereinheit sofort in den ,SHUTDOWN' Modus versetzt wird, wenn die Lampe keinen Energie mehr benötigt. Es wird aber weiterhin sichergestellt, dass der Lampe ausreichend Energie zugeführt wird, wenn dies erforderlich ist, d.h. wenn der Schalter geschlossen wird.

7 zeigt ein Kühlkistensystem 15 mit einer Kühlkammer 2, die eine Lampe 1 und eine Steuereinheit 4 aufweist. Die Steuereinheit 4 kann über einen Lampenversorgungsausgang 6 und einen Schalter 3 die Lampe 1 mit Energie versorgen, ähnlich wie oben in Verbindung mit 3 und 5 beschrieben. Die Steuereinheit 4 weist eine erste Energiequelle 5 und eine zweite Energiequelle 9 auf, die in einer Energieversorgungseinheit 16 angeordnet sind. Die Energieversorgungseinheit 16 ist wiederum mit einer Fahrzeugbatterie 17 verbunden. Die Spannung der Fahrzeugbatterie liegt typisch im Bereich von 9,6 bis 31,5 V.

Das Kühlkistensystem 15 weist außerdem einen Kühlkreislauf 18 mit einem Verdichter und einem Verdampfer zur Lieferung von Kälte zur Kühlkammer 2 auf. Der Verdichter wird von einem Verdichterregler 19 so geregelt, dass der Verdichter dann startet, wenn Kälte im Inneren der Kühlkammer 2 benötigt wird, und der Verdichter gestoppt wird, wenn keine Kälte mehr benötigt wird. Der Verdichterregler 19 und der Verdichter sind mit der Energieversorgungseinheit 16 verbunden und werden so versorgt. In den meisten Fällen werden aber die Lampe 1 und der Verdichter von separaten Energieversorgungen versorgt, und die Energieversorgungseinheit 16 wird deshalb zwei separate Energieversorgungen enthalten, d.h. eine zur Versorgung der Lampe 1 und eine zur Versorgung des Verdichters.

Die Steuereinheit 4 weist außerdem einen Microcontroller 20 auf. Der Microcontroller erhält Daten von der Spannungsmessung am Messpunkt 7 und von einer Temperaturmessung einer Temperatursonde 21, die in der Kühlkammer 2 angeordnet ist. Der Microcontroller erhält also Informationen in Bezug auf das Spannungsniveau am Messpunkt 7, die dann den Zustand des Schalters 3 betreffen, und er erhält Informationen über die Temperatur im Inneren der Kühlkammer 2, die den Bedarf an Kälte betreffen. Als Reaktion auf diese Informationen sendet der Microcontroller 20 Steuersignale zur Energieversorgungseinheit 16 und zum Verdichterregler 19. Wenn also die Temperaturmessung andeutet, dass Kälte in der Kühlkammer 2 entweder gebraucht wird oder nicht mehr gebraucht wird, wird der Mikroregler 20 dem Verdichterregler ein Signal senden, dass der Verdichter entsprechend ein- oder ausgeschaltet werden muss. Er wird auch ein Signal zur Energieversorgungseinheit 16 senden, entweder ausreichend Energie an den Verdichter zu liefern oder mit der Energieversorgung des Verdichters aufzuhören. Zusätzlich, wenn die Spannungsmessung ergibt, dass der Schalter 3 entweder geöffnet oder geschlossen worden ist, wird der Microcontroller 20 der Energieversorgungseinheit 16 mitteilen, dass die zweite Energiequelle 9 entsprechend mit dem Lampenversorgungsausgang 6 verbunden oder von ihm getrennt werden muss. In dem Fall, dass die Energieversorgungseinheit 16 wie oben beschrieben zwei separate Energieversorgungen aufweist, ist der Microcontroller 20 vorzugsweise im Stande mit beiden zu Kommunizieren.

Da der Microcontroller 20 Informationen sowohl über den Bedarf an Kälte als auch über den Zustand des Schalters 3 erhält und deshalb imstande ist sowohl den Betrieb des Verdichters als auch die Energieversorgung zu steuern, kann er auch diese Parameter in einer gegenseitig abhängigen Weise steuern. Wenn der Verdichter arbeitet, ist die zweite Energiequelle 9 bereits mit dem Lampenversorgungsausgang 6 verbunden. Wenn der Schalter 3 in dieser Situation geschlossen ist, wird schon Energie genug vorhanden sein für das Betreiben der Lampe 1, und zusätzliche Maßnahmen sind daher nicht erforderlich. Dies kann z.B. in einer der folgenden Weisen geregelt werden. Der Schwellwert kann so gewählt werden, dass das Schließen des Schalters 3 nicht eine Reduzierung der gemessenen Spannung unter den Schwellwert bewirkt, und der Microcontroller 20 wird daher nicht bemerken, dass der Schalter 3 geschlossen worden ist, und entsprechend wird nichts weiteres geschehen.

Alternativ oder zusätzlich verfügt der Microcontroller 20 schon über die Information, dass der Verdichter arbeitet, und er „weiß„ deshalb, dass die zweite Energieversorgung 9 bereits mit dem Lampenversorgungsausgang 6 verbunden ist. Auch wenn der Microcontroller 20 also entdeckt, dass der Schalter 3 geschlossen worden ist, wird er nichts Weiteres unternehmen.

8 zeigt die Ausgangsspannung als eine Funktion der Zeit und gemessen in der Steuereinheit der 7. 8 zeigt also den Betrieb der Steuereinheit in 7. Unter der Kurve sieht man die Stellung des Schalters und den Energieversorgungsmodus während entsprechender Zeitintervalle. Eine niedrige Position der Schalterstellung entspricht einem offenen Schalter, d.h. einer geschlossenen Tür, während eine hohe Position einem geschlossenen Schalter, d.h. einer offenen Tür, entspricht. Gleichermaßen entspricht eine niedrige Position des Energieversorgungsmodus dem ,SHUTDOWN' Modus, während eine hohe Position des Energieversorgungsmodus dem ,RUN' Modus entspricht. Der Übersicht halber wird angenommen, dass der Verdichter während dem ganzen in 8 gezeigten Zeitintervall nicht arbeitet.

Während des Zeitintervalls A bis B ist der Schalter offen und die Energieversorgung ist im ,SHUTDOWN' Modus. In diesem Fall sollte der Energieverbrauch auf einem minimalen Niveau gehalten werden. Entsprechend wird die am Messpunkt (7 in 7) gemessene Spannung auf einem relativ hohen Niveau, V1, gehalten, erzeugt von der ersten Energiequelle wie oben in Verbindung mit 4 beschrieben. Zum Zeitpunkt B wird die Tür der Kühlkammer geöffnet, und folglich wird der Schalter geschlossen. Dadurch fällt das Spannungsniveau drastisch auf V2 ab, auf Grund des hohen internen Widerstands der ersten Energiequelle wie oben beschrieben. Da die Ausgangsspannung gemessen wird und das Ergebnis der Messung dem Microcontroller zugeführt wird, stellt der Microcontroller fest, dass die Tür geöffnet worden ist. Der Microcontroller sendet entsprechend ein Signal zur Energieversorgungseinheit, durch dass er angibt, dass die Steuereinheit in den ,RUN' Modus gestellt werden sollte, d.h. dass der Lampe ausreichend Energie zugeführt werden muss. Dies geschieht zum Zeitpunkt C, und die Spannung wird entsprechend auf das höhere Niveau V3 erhöht. Dies wird beibehalten bis zum Zeitpunkt D die Tür wieder geschlossen wird und den Schalter öffnet. Dabei wird die Spannung weiter auf das Niveau V4 erhöht. Diese Erhöhung wird auch vom Microcontroller erfasst und bewirkt, dass der Microcontroller der Energieversorgungseinheit ein Signal sendet um anzugeben, dass die Steuereinheit in den ,SHUTDOWN' Modus versetzt werden sollte. Dies erfolgt zum Zeitpunkt E, wo die Spannung wieder auf das Niveau V1 abfällt. In einer bevorzugten Ausführung können die Werte von V1 bis V4 wie folgt sein: V1 ungefähr 9V, V2 einige wenige mV, V3 ungefähr 12 V und V4 ungefähr 20–25 V.

9 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben einer Steuereinheit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform. Das in 9 gezeigte Verfahren ist besonders geeignet für das Betreiben eines Kühlkistensystems wie in 7 gezeigt.

Der Prozess beginnt in Schritt 22. In Schritt 23 wird die Steuereinheit in den ,SHUTDOWN' Modus versetzt. In Schritt 24 wird untersucht, ob die Spannung, Vs, gemessen am Messpunkt (7 in 7) kleiner als 1 V ist, und, aufgrund einer Temperaturmessung, ob Kälte in der Kühlkammer gebraucht wird. Wenn Vs nicht kleiner als 1 V ist und keine Kälte gebraucht wird, sollte der Energieverbrauch auf einem Minimum gehalten werden, d.h. die Steuereinheit sollte im ,SHUTDOWN' Modus verbleiben. In diesem Fall geht der Prozess zu Schritt 23 zurück.

Wenn andererseits Vs kleiner als 1 V ist oder Kälte gebraucht wird, wird entweder der Verdichter oder die Lampe oder beide zusätzliche Energie benötigen. Um sicherzustellen, dass sie ausreichend Energie erhalten, wird die Steuereinheit in Schritt 25 in den ,RUN' Modus versetzt.

Nachfolgend, in Schritt 26, wird mit Hilfe einer Temperaturmessung untersucht ob Kälte gebraucht wird. Wenn dies der Fall ist, sollte die Steuereinheit im ,RUN' Modus verbleiben, und der Prozess kehrt deshalb zu Schritt 25 zurück. Wenn keine Kälte gebraucht wird, wird in Schritt 27 untersucht, ob die gemessene Spannung, Vs im Bereich 20–25 V liegt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist der Schalter noch geschlossen und die Lampe benötigt weiterhin Energie. Entsprechend muss die Steuereinheit im ,RUN' Modus verbleiben und der Prozess kehrt deshalb zu Schritt 25 zurück.

Wenn aber Vs im Bereich 20–25 V liegt, kann festgestellt werden, dass der Schalter geöffnet hat, und die Lampe benötigt deshalb keine Energie mehr. Entsprechend sollte die Steuereinheit in den ,SHUTDOWN' Modus versetzt werden und der Prozess kehrt deshalb zu Schritt 23 zurück.


Anspruch[de]
Ein Verfahren zur Steuerung einer Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises mit einem Schalter, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

– Messung einer Ausgangsspannung einer ersten Energiequelle und Vergleich der gemessenen Ausgangsspannung mit einer vorgegebenen Schwellspannung,

– wenn die gemessene Ausgangsspannung kleiner als die vorgegebene Schwellspannung ist, feststellen dass der Schalter geschlossen ist und wenn die gemessene Spannung größer als oder gleich dem vorgegebenen Schwellwert ist, feststellen dass der Schalter offen ist, und

– Steuerung der Energieversorgung nach dem festgestellten Stand des Schalters.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Steuerschritt das Verbinden des elektrischen Schaltkreises mit einer zweiten Energiequelle aufweist, die eine Spannung abgibt, die messbar verschieden von der gemessenen Ausgangsspannung der ersten Energiequelle ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die außerdem die Schritte einer zumindest im wesentlichen kontinuierlichen Messung der Eingangsspannung, die zum elektrischen Schaltkreis geliefert wird und Feststellen auf Grundlage dieser Messung, ob der Schalter offen oder geschlossen ist, aufweist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das außerdem die folgenden Schritte aufweist:

– Messung einer Temperatur in einer Kühlkammer und Vergleich der gemessenen Temperatur mit einer vorgegebenen Schwelltemperatur, und

– in dem Fall, in dem die gemessene Temperatur höher als die vorgegebene Schwelltemperatur ist, Energie zu einem Verdichter liefern, der mit einem Kältekreislauf verbunden ist, der die Kühlkammer mit Kälte versorgt.
Steuereinheit (4) zur Steuerung der Energieversorgung eines elektrischen Schaltkreises mit einem Schalter (3), wobei die Steuereinheit (4) folgendes aufweist:

– eine erste Energiequelle (5) verbunden mit dem elektrischen Schaltkreis,

– Mittel zur Messung einer Ausgangsspannung der ersten Energiequelle (5),

– Mittel zum Vergleich der gemessenen Ausgangsspannung mit einer vorgegebenen Schwellspannung und zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals,

– Mittel zur Bestimmung, ob der Schalter (3) offen oder geschlossen ist, basierend auf dem erzeugten Ausgangssignal, und

– Mittel zur Steuerung der Energieversorgung nach der bestimmten Stellung des Schalters (3).
Steuereinheit (4) nach Anspruch 5, die zusätzlich eine zweite Energiequelle (9) aufweist, und in der die Steuermittel Mittel zur Verbindung der zweiten Energiequelle (9) mit dem elektrischen Schaltkreis aufweisen. Steuereinheit (4) nach Anspruch 6, in der die erste Energiequelle (5) eine interne Impedanz aufweist, die hoch genug ist um eine messbare Reduzierung der gemessenen Ausgangsspannung zu bewirken, wenn der Schalter (3) geschlossen wird. Steuereinheit (4) nach Anspruch 7, in der die erste Energiequelle (5) eine interne Impedanz im Bereich 100 k&OHgr; bis 1000 k&OHgr; aufweist. Steuereinheit (4) nach einem der Ansprüche 5–8, in der das Steuermittel einen Microcontroller (20) aufweist. Steuereinheit (4) nach einem der Ansprüche 5–9, in der der elektrische Schaltkreis eine mit dem Schalter (3) in Reihe verbundene Lampe (1) aufweist. Eine Kühlanlage (15) mit einer Steuereinheit (4) nach einem der Ansprüche 5–10 und einem Kältekreislauf (18) zur Versorgung einer Kühlkammer (2) mit Kälte, wobei der Kältekreislauf (18) einen Verdichter und einen Verdampfer aufweist, und der Verdichter mit der Steuereinheit (4) verbunden ist. Kühlanlage (15) nach Anspruch 11, die zusätzlich eine Lampe (1) im Inneren der Kühlkammer (2) aufweist, wobei die Lampe (1) Teil des elektrischen Schaltkreises ist. Kühlanlage (15) nach Anspruch 11 oder 12, die zusätzlich einen Temperatursensor (21) aufweist, der im Inneren der Kühlkammer (2) zur Messung der Temperatur im Inneren der Kühlkammer (2) angeordnet ist, wobei die Steuereinheit (4) zur Steuerung des Verdichters auf Grund einer Temperaturmessung des Temperatursensors (21) angepasst ist. Kühlanlage (15) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Kühlkammer (2) ein Zugangsmittel aufweist, das in einem offenen Zustand einen Zugang zwischen dem Inneren der Kühlkammer (2) und der Umgebung bietet und im geschlossenen Zustand den Zugang sperrt, wobei der Schalter (3) offen ist, wenn das Zugangsmittel im geschlossenen Zustand ist und der Schalter (3) geschlossen ist, wenn das Zugangsmittel im offenen Zustand ist. Eine Kühlanlage (15) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die Kühlanlage (15) batteriebetrieben ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com