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Dokumentenidentifikation DE102006052199A1 03.05.2007
Titel Prüfvorrichtung zum Prüfen von Blechabschnitten
Anmelder Gerhard Flemming & Hermann Pehrsson GmbH, 10969 Berlin, DE
Erfinder Blankenburg, Heinz, 10785 Berlin, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 10178 Berlin
DE-Anmeldedatum 31.10.2006
DE-Aktenzeichen 102006052199
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse G01N 21/88(2006.01)A, F, I, 20061031, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01N 21/95(2006.01)A, L, I, 20061031, B, H, DE   G01N 21/55(2006.01)A, L, I, 20061031, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Prüfvorrichtung für das Prüfen eines Blechabschnittes vor einem materialumformenden Markieren eines Bleches, mit einer Beleuchtungseinheit, einer Sensoreinheit, einer Auswerteeinheit und einer Eingabeeinheit, von denen die Beleuchtungseinheit und die Sensoreinheit im Betrieb derart zusammenwirken, dass die Beleuchtungseinheit einen zu prüfenden Blechabschnitt mit Licht beleuchtet, während die Sensoreinheit die Gesamtintensität des von einem definierten Oberflächenabschnitt des Blechabschnittes reflektierten Lichtes erfasst, während der definierte Oberflächenabschnitt über den zu prüfenden Blechabschnitt bewegt wird, so dass die Sensoreinheit den Verlauf der Gesamtintensität über die Zeit erfassen und ein entsprechendes Intensitätsverlaufssignal ausgeben kann, von denen die Auswerteeinheit mit der Sensoreinheit und der Eingabeeinheit verbunden und ausgebildet ist, von der Sensoreinheit ein Intensitätsverlaufssignal zu übernehmen und von der Eingabeeinheit einen Farbcode aufzunehmen und das Intensitätsverlaufssignal unter Berücksichtigung des Farbcodes derart auszuwerten, dass Schwankungen des Intensitätsverlaufssignals über vom Farbcode abhängige Grenzwerte hinaus zu einem Nicht-OK-Signal der Auswerteeinheit führen.

Beschreibung[de]

Die Anmeldung betrifft eine Prüfvorrichtung für das Prüfen von Blechabschnitten vor einem materialumformenden Markieren eines Bleches.

Ein derartiges materialumformendes Markieren eines Blechabschnittes ist beispielsweise in der DE 198 61 218 beschrieben. Wie dieser Veröffentlichung zu entnehmen ist, geschieht das Markieren eines Blechabschnittes dadurch, dass ein Druckumformwerkzeug, welches beispielsweise auch als Rolliernadel bezeichnet wird, mit einer Werkzeugspitze in ein zu markierendes Blech gedrückt und so geführt wird, dass auf diese Weise beispielsweise Buchstaben und Ziffern in das Blech eingeschrieben werden.

Derartige Markierungen werden insbesondere zum möglichst fälschungssicheren Kennzeichnen von Kraftfahrzeugen in entsprechende Karosseriebleche eines Kraftfahrzeuges eingebracht.

Beim Markieren von Blechen auf die beispielsweise in DE 198 61 218 beschriebene Art und Weise ergibt sich grundsätzlich das Problem, dass ein jeweils zu markierender Blechabschnitt beispielsweise keine Schweißpunkte oder ähnliches aufweisen sollte, damit es beim Markieren nicht zu einem Ausbrechen des Druckumformwerkzeuges oder gar zu einem Abbrechen des Werkzeuges und entsprechenden Fehlmarkierungen kommt. Es ist daher vielfach erforderlich, einen zu markierenden Blechabschnitt vor dem Markieren zu inspizieren.

Aufgabe der Erfindung ist es, das Prüfen eines Blechabschnittes vor dem Markieren zu automatisieren und eine entsprechende Prüfvorrichtung zu schaffen.

Erfindungsgemäß weißt die Prüfvorrichtung eine Beleuchtungseinheit, eine Sensoreinheit, eine Auswerteeinheit und eine Eingabeeinheit auf. Die Beleuchtungseinheit und die Sensoreinheit wirken im Betrieb der Prüfvorrichtung derart zusammen, dass die Beleuchtungseinheit einen zu prüfenden Blechabschnitt mit Licht beleuchtet, während die Sensoreinheit die Gesamtintensität des von einem definierten Oberflächenabschnitt des Blechabschnittes reflektierten Lichtes erfasst. Während des Prüfvorganges wird der definierte Oberflächenabschnitt über den zu prüfenden Blechabschnitt bewegt, sodass über die Zeit der gesamte zu prüfende Blechabschnitt abgetastet wird und die Sensoreinheit ein Intensitätsverlaufssignal als Prüfsignal erzeugt, welches den Verlauf der Gesamtintensität über die Zeit wiedergibt. Die Auswerteeinheit ist mit der Sensoreinheit verbunden und übernimmt das Intensitätsverlaufssignal und wertet dieses in Abhängig eines Farbcodes aus, welcher über die Eingabeeinheit der Auswerteeinheit zuzuführen ist. Die Auswerteeinheit ist ausgebildet, Schwankungen des Intensitätsverlaufssignals zu erfassen, die wenigstens einen vom Farbcode abhängigen Grenzwert über- oder unterschreiten. Falls letzteres der Fall sein sollte, erzeugt die Auswerteeinheit ein Nicht-OK-Signal, welches einen Blechabschnitt kennzeichnet, der möglicherweise nicht geeignet ist, auf die Eingangs erwähnte Weise markiert zu werden.

Drei alternative, bevorzugte Ausführungsvarianten der Prüfvorrichtung unterscheiden sich dadurch, wie bewerkstelligt wird, dass die vom Sensor zu einem jeweiligen Zeitpunkt erfasste Gesamtintensität die Reflektivität eines definierten Oberflächenabschnittes widerspiegelt. In einem Fall ist die Beleuchtungseinrichtung so ausgebildet, dass sie nur den definierten Oberflächenabschnitt beleuchtet. In diesem Fall ist die Beleuchtungseinheit beweglich derart ausgebildet, dass sie den beleuchteten Oberflächenabschnitt über den zu prüfenden Blechabschnitt hinweg bewegen kann. Der beleuchtete, definierte Oberflächenabschnitt ist in diesem Falle ein schmaler Streifen, der von einem Lichtstreifen beleuchtet wird.

Im alternativen Fall beleuchtet die Beleuchtungseinrichtung den zu prüfenden Blechabschnitt über dessen gesamte Fläche möglichst gleichmäßig, während die Sensoreinheit in Verbindung mit einer Optik jeweils nur einen schmalen Streifen des zu prüfenden Blechabschnittes erfasst.

Gemäß einer dritten Ausführungsvariante können auch Beleuchtungseinheit und Sensoreinheit gemeinsam bewegt werden.

Anstelle jeweils einen schmalen Streifen des Blechabschnittes zu prüfen, kann die Beleuchtungseinheit auch ausgebildet sein, einen Lichtfleck auf den zu prüfenden Oberflächenabschnitt zu projizieren und auf diese Weise einen Oberflächenabschnitt zu definieren. Entsprechend kann auch die Sensoreinheit ausgebildet sein, einen annähernd punktförmigen Bereich des zu prüfenden Blechabschnitts zu erfassen. In den zuletzt genannten beiden Fällen wird der Lichtfleck oder der annähernd punktförmige Bereich entlang einer entsprechend der vorgesehenen Markierung vorgegebenen Bahn über den zu prüfenden Blechabschnitt geführt. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Lichtfleck oder der annähernd punktförmige Bereich in Schlangenlinien über den zu prüfenden Blechabschnitt geführt wird, so dass nach und nach der gesamte Blechabschnitt geprüft wird. Genauso gut kann der Lichtfleck oder der annähernd punktförmige Oberflächenbereich oder beides auch nur entlang des vorgesehenen Markierungsweges geführt werden.

Das Führen der Beleuchtungseinheit oder der Sensoreinheit oder von beiden erfolgt vorzugsweise mittels einer Bahnsteuerung. Diese kann im Falle eines auf den zu prüfenden Blechabschnitt zu projizierenden Lichtstreifens, der quer zu seiner Ausdehnungsrichtung fortbewegt wird, ein einfacher Spindelantrieb sein, dessen Spindel die Beleuchtungseinheit antreibt. Im Falle einer exakt der vorgesehenen Markierung geführten Beleuchtungseinheit oder Sensoreinheit kann die Bahnsteuerung auch ein an sich bekannter X-Y-Antrieb sein.

In jedem Fall ist die Auswerteeinheit vorzugsweise dazu ausgebildet, das Erzeugen eines Nicht-OK-Signals nicht nur vom Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes für das Intensitätssignal abhängig zu machen, sondern auch davon, welchem Ort des zu prüfenden Blechabschnittes dieses Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes zuzuordnen ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die jeweilige Position der Beleuchtungseinheit im Falle eines Spindelantriebs über die Anzahl der Spindeldrehungen oder – im Falle einer vorgegebenen Drehzahl der Spindel – anhand der seit Einschalten des Spindelantriebs verstrichenen Zeit ermittelt wird. Falls die Auswertung des Ortes ergibt, dass der Ort, an dem ein Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes für das Intensitätssignal erfolgt, eine Markierung nicht beeinträchtigt, wird kein Nicht-OK-Signal erzeugt, um unnötige Fehlermeldungen und damit unnötigen Ausschuss zu vermeiden. Beispielsweise wird dann kein Nicht-OK-Signal erzeugt, wenn der Ort des Auftretens einer Grenzwertüber- oder -unterschreitung zwischen zwei Ziffern einer vorgesehenen Markierung liegt.

In Bezug auf die Eingabeeinheit ist es vorteilhaft, wenn diese einen Speicher für eine begrenzte Anzahl möglicher Farbcodes aufweist, von denen jeweils genau ein Farbcode für einen jeweiligen Prüfvorgang abzurufen ist.

Der Farbcode hängt von der Lackierung des jeweiligen Blechabschnittes ab und spiegelt dessen Reflektivität wieder. In dem der Farbcode Eingang in die Auswertung des Intensitätsverlaufssignals findet, ist es möglich, einen oder mehrere geeignete Grenzwerte für das Intensitätsverlaufssignals zu definieren, die ein Intensitätsverlaufssignal kennzeichnen, welches für einen Blechabschnitt frei von Störungen kennzeichnend ist.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass Störungen eines Blechabschnittes wie beispielsweise Schweißpunkte, tiefe Riefen, Rückstände von Dichtungsmaterial oder ähnlichem dazu führen, dass auf die Störung fallendes Licht von der jeweiligen Störung derart gestreut, bzw. in eine andere als die Hauptrichtung reflektiert wird, dass das Intensitätsverlaufssignal für den jeweiligen Ort der Störung eine verringerte Gesamtintensität für jenen Ort widerspiegelt. Durch Auswerten des Intensitätsverlaufssignals ist es somit möglich, Blechabschnitte zu erkennen, die möglicherweise eine Markierung behindernde Störungen aufweisen. In diesem Falle erzeugt die Auswerteeinheit ein Nicht-OK-Signal, welches den potentiell gestörten Blechabschnitt kennzeichnet.

Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen in Bezug auf die Figuren näher erläutert werden. Von den Figuren zeigen:

1: eine erste Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung;

2: eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung; und

3a und 3b: Skizzen zur Erläuterung der Arbeitsweise der Prüfvorrichtungen gemäß 1 oder 2.

In 1 ist ein Blech 10 mit einem zu prüfenden Blechabschnitt 12 dargestellt sowie eine Prüfvorrichtung 20 zum Prüfen des Blechabschnittes 12.

Die Prüfvorrichtung 20 umfasst eine Beleuchtungseinheit 22, eine Sensoreinheit 24, eine Auswerteeinheit 26 und eine Eingabeeinheit 28.

Wie 1 zu entnehmen ist, sind die Sensoreinheit 24 und die Eingabeeinheit 28 jeweils Ausgangsseitig mit der Auswerteeinheit 26 verbunden. Die Auswerteeinheit 26 ist ausgangsseitig mit einer Ausgabeeinheit 30 verbunden, die beispielsweise ein Lichtsignalgeber sein kann, um ein Nicht-OK-Signal anzuzeigen.

Die Beleuchtungseinheit 22 ist ausgebildet, einen schmalen Lichtstreifen 14 auf den zu prüfenden Blechabschnitt 12 zu projizieren. Die Beleuchtungseinheit 22ist dabei derart beweglich angeordnet, dass sie den Lichtstreifen 14 im Laufe eines Prüfvorganges über den zu prüfenden Blechabschnitt 12 hinweg bewegt, sodass dieser zu prüfende Blechabschnitt 12 über seine gesamte Länge lichtabgetastet wird. Die Bewegung der Beleuchtungseinheit 22 erfolgt mittels einer Bahnsteuerung 36, die im einfachsten Fall einen Spindelantrieb aufweist, der mit konstanter Drehzahl angetrieben wird. Auf diese Weise wird der beleuchtete Lichtstreifen mit konstanter Geschwindigkeit über den zu prüfenden Blechabschnitt 12 geführt und der jeweils beleuchtete Ort ergibt sich unmittelbar aus der Zeit seit Starten des Spindelantriebes vom Ausgangspunkt.

Die Sensoreinheit 24 erfasst die Gesamtintensität des Lichtes, die von dem zu prüfenden Blechabschnitt 12 reflektiert wird. Die erfasste Gesamtintensität hängt insbesondere von der Intensität des reflektierten Lichtes innerhalb des Lichtstreifens 14 ab. Der Lichtstreifen 14 definiert jeweils einen definierten Oberflächenabschnitt, welcher im Verlaufe der Messung über den gesamten zu prüfenden Blechabschnitt 12 wandert.

Die Sensoreinheit 24 weist einen Sensor 32 und eine davor angeordnete Optik 34 auf, die relativ zueinander so angeordnet sind, dass alles von dem zu prüfenden Blechabschnitt 12 reflektierte Licht von dem Sensor 32 eingefangen wird.

Über die Dauer, während der der Lichtstreifen 14 über den zu prüfenden Blechabschnitt 12 bewegt wird, erzeugt die Sensoreinheit 24 ein Ausgangssignal, welches die Gesamtintensität des zu einem jeweiligen Zeitpunkt von dem zu prüfenden Blechabschnitt reflektierten Lichtes widerspiegelt und deshalb als Intensitätsverlaufssignal bezeichnet wird. Dieses Intensitätsverlaufssignal wird der Auswerteeinheit 26 zugeführt, welche das Intensitätsverlaufssignal unter Berücksichtung eines Farbcodes auswertet, welches der Auswerteeinheit 26 seitens der Eingabeeinheit 28 zugeführt wurde.

Außerdem ist die Auswerteeinheit 26 mit der Bahnsteuerung 36 verbunden, um nicht nur den Intensitätsverlauf für sich alleine sondern unter Berücksichtigung des Ortes des jeweils erfassten Oberflächenabschnitts auswerten zu können.

Die Eingabeeinheit 28 weist vorzugsweise einen Speicher 40 auf, eine grafische Anzeige 42 sowie ein Eingabemittel 44 beispielsweise in Form einer Tastatur, einer Maus oder dergleichen.

In dem Speicher 40 sind verschiedene mögliche Farbcodes gespeichert, die auf der grafischen Anzeige 42 dargestellt werden können und von denen mittels des Eingabemittels 44 jeweils ein Farbcode für die Auswertung des jeweiligen Verlaufssignals auszuwählen ist.

Die in 2 dargestellte Prüfvorrichtung unterscheidet sich von der in 1 dargestellten Vorrichtung im Wesentlichen dadurch, dass bei der Prüfvorrichtung gemäß 2 eine feststehende Beleuchtungseinheit 22' vorgesehen ist, die ausgebildet ist, den gesamten zu prüfenden Blechabschnitt gleichmäßig zu beleuchten. Die Sensoreinrichtung 24' gemäß 2 ist ausgebildet, jeweils nur einen schmalen Streifen 14 des zu prüfenden Blechabschnittes 12 zu erfassen. Dazu kann die Optik 34' ausgebildet sein, das Bild eines entsprechenden schmalen Streifens auf den Sensor 32' zu projizieren. Um den jeweils erfassten schmalen Streifen 14 im Verlaufe eines Prüfvorganges über den zu prüfenden Blechabschnitt 14 wandern zu lassen, kann entweder die gesamte Sensoreinheit 24' oder nur die Optik 34' der Prüfvorrichtung aus 2 entsprechend beweglich angeordnet und mit einer entsprechenden Bahnsteuerung ähnlich der Bahnsteuerung 36 aus 1 verbunden sein.

Die Auswertung des mit der Prüfvorrichtung gemäß 1 oder 2 erzeugten Verlaufsignals ist in beiden Fällen gleich. Das soll mit Bezug auf die 3a und 3b näher erläutert werden.

In 3a ist ein zu prüfender Blechabschnitt 12 mit zwei Schweißperlen 50 als Störungen dargestellt. Außerdem ist der streifenförmige, definierte Oberflächenabschnitt 14 dargestellt, der entweder durch Projektion eines Lichtstreifens (Ausführungsvariante gemäß 1) oder Erfassen eines streifenförmigen Oberflächenabschnitts (Ausführungsvariante gemäß 2) definiert ist. Der streifenförmige Oberflächenabschnitt 14 wird, wie in 3a angedeutet, während eines Prüfvorgangs einmal über den zu prüfenden Blechabschnitt 14 geführt. Während dessen wird von der Sensoreinheit 24 oder 24' die Gesamtintensität des jeweils erfassten Lichtes aufgenommen und ein entsprechendes Intensitätsverlaufssignal 54 erzeugt, wie es in dem Diagramm gemäß 3b schematisch dargestellt ist. Zu dem Zeitpunkt, zu dem der definierte Oberflächenabschnitt 14 auf einen der Schweißpunkte 50 trifft, verringert sich die von der Sensoreinheit 24 erfasste Gesamtintensität, so dass das Intensitätsverlaufssignal 54 ein entsprechendes Minimum 56 aufweist. Da in dem Ausführungsbeispiel gemäß 3a zwei Störungen 50 vorkommen, weist das Verlaufssignal 54 in 3b zwei entsprechende Minima 56 auf. Diese Minima 56 entstehen dadurch, dass die Störungen 50 Licht nicht in eine Hauptrichtung reflektieren, sondern im Ergebnis in verschiedene Richtungen streuen.

Im Übrigen hängt die Amplitude des Intensitätsverlaufsignals 54 dort, wo der zu prüfende Blechabschnitt 12 keine Störungen aufweist, im Wesentlichen von einem Reflexionsgrad ab, der maßgeblich durch die Farbgebung im Bereich des zu prüfenden Blechabschnitts 12 geprägt ist. Um diese Reflektivität zu berücksichtigen, wird der Auswerteeinheit 26 nicht nur das Verlaufssignal 54 zugeführt, sondern außerdem ein Farbcode, der die Lackierung im Bereich des zu prüfenden Blechabschnittes 12 beschreibt und damit dessen Reflektivität. Aus dem Farbcode wird ein Grenzwert 58 für das Intensitätsverlaufssignal 54 abgeleitet, bei dessen Unterschreitung die Auswerteeinheit 26 eine Störung, beispielsweise in Form der Schweißperlen, detektiert. Falls das Intensitätsverlaufssignal 54, wie beispielsweise in 3b mit 56 gekennzeichnet, den Grenzwert 58 unterschreitet, erzeugt die Auswerteeinheit 26 ein Nicht-OK-Signal, welches über die Ausgabeeinheit 30 angezeigt wird.

Da es sein kann, dass die erfasste Störung an einem Ort auftritt, der für die vorgesehene Markierung unkritisch ist, wertete die Auswerteeinheit 26 neben der jeweiligen Intensität auch den Ort aus, an dem eine Unterschreitung des Grenzwertes erfolgt und erzeugt ein Nicht-OK-Signal nur dann, wenn der Ort kritisch für die vorsehen Markierung ist.

Die erfindungsgemäße Prüfvorrichtung erlaubt es somit, einen zu markierenden Blechabschnitt schnell und mit geringem Aufwand zu prüfen.


Anspruch[de]
Prüfvorrichtung für das Prüfen eines Blechabschnittes (12) vor einem materialumformenden Markieren eines Bleches (10),

mit einer Beleuchtungseinheit (22), einer Sensoreinheit 24), einer Auswerteeinheit (26) und einer Eingabeeinheit (28),

von denen die Beleuchtungseinheit (22) und die Sensoreinheit (24) im Betrieb derart zusammenwirken, dass die Beleuchtungseinheit (22) wenigstens einen definierten Oberflächenabschnitt des zu prüfenden Blechabschnitts (12) mit Licht beleuchtet und die Sensoreinheit (24) die Gesamtintensität des von einem definierten Oberflächenabschnitt (14) des Blechabschnittes (12) reflektierten Lichtes erfasst, während der definierte Oberflächenabschnitt (14) über den zu prüfenden Blechabschnitt (12) bewegt wird, so dass die Sensoreinheit (22) den Verlauf der Gesamtintensität über die Zeit erfassen und ein entsprechendes Intensitätsverlaufssignal ausgeben kann,

von denen die Auswerteinheit (26) mit der Sensoreinheit (24) und der Eingabeeinheit (28) verbunden und ausgebildet ist, von der Sensoreinheit (24) ein Intensitätsverlaufssignal zu übernehmen und von der Eingabeeinheit (28) einen Farbcode aufzunehmen und das Intensitätsverlaufssignal unter Berücksichtigung des Farbcodes derart auszuwerten, dass Schwankungen des Intensitätsverlaufssignals über einen vom Farbcode abhängigen Grenzwert hinaus zu einem Nicht-OK-Signal der Auswerteeinheit (26) führen.
Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (24) ausgebildet ist, den gesamten zu prüfenden Blechabschnitt zu erfassen, während die Beleuchtungseinheit (22) ausgebildet ist, einen schmalen Streifen (14) oder einen annähernd punktförmigen Bereich des Blechabschnittes als definierten Oberflächenabschnitt mit einem Lichtstreifen bzw. einem Lichtfleck zu beleuchten und derart beweglich angeordnet ist, dass der Lichtstreifen oder der Lichtfleck während eines Prüfvorgangs entsprechend einer durch die vorgesehene Markierung vorgegebenen Bahn über den zu prüfenden Blechabschnitt (12) zu bewegen ist. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (22) ausgebildet ist, den gesamten zu prüfenden Blechabschnitt zu beleuchten, während die Sensoreinheit (26) ausgebildet ist, einen schmalen Streifen (14) oder einen annähernd punktförmigen Bereich des Blechabschnittes (12) als definierten Oberflächenabschnitt zu erfassen und die derart beweglich angeordnet ist, dass der erfasste schmale Streifen (14) oder der annähernd punktförmige Bereich während eines Prüfvorgangs entsprechend einer vorgegebenen Bahn über den zu prüfenden Blechabschnitt zu bewegen ist. Prüfvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit eine Optik (32) aufweist, die ausgebildet ist, einen erfassten Oberflächenabschnitt auf einen Sensor (30) der Sensoreinheit (24) zu projizieren. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtstreifen während eines Prüfvorgangs quer zu seiner Längsrichtung oder der Lichtfleck entweder in Schlangenlinien oder entlang eines Markierweges, auf dem die markierende Materialumformung stattfinden soll, über den zu prüfenden Blechabschnitt (12) zu bewegen ist. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfvorrichtung eine Bahnsteuerung (36) aufweist, die mit der Beleuchtungseinheit (22) oder der Sensoreinheit (24) oder beiden verbunden ist und die ausgebildet ist, die Beleuchtungseinheit (22) oder die Sensoreinheit (24) oder beide gemeinsam entsprechend einer durch die vorgesehene Markierung vorgegebenen Bahn über den zu prüfenden Blechabschnitt (12) zu bewegen. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteinheit (26) ausgebildet ist, nur dann ein Nicht-OK-Signal zu erzeugen, wenn das Intensitätssignal den vom Farbcode abhängigen Grenzwert über- oder unterschreitet und diese Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes einem in Bezug auf die vorgesehene Markierung kritischen Ort erfolgt. Prüfvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (26) mit der Bahnsteuerung (36) verbunden und ausgebildet ist, den Ort des Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes für das Intensitätssignal durch zeitliche Zuordnung des Intensitätsverlaufs zur Bewegung des Beleuchtungseinheit (22), der Sensoreinheit (24) oder beiden oder anhand von Positionsdaten der Bahnsteuerung zu bestimmen. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Eingabeeinheit (28) einen Speicher (40) für eine begrenzte Anzahl möglicher Farbcodes aufweist, von denen jeweils ein Farbcode für einen Prüfvorgang abrufbar ist.






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