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Dokumentenidentifikation DE202005017956U1 03.05.2007
Titel Vorrichtung zur Halterung von Fahrzeugtüren
Anmelder Friedr. Fingscheidt GmbH, 42551 Velbert, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Solf & Zapf, 42103 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202005017956
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 15.11.2005
IPC-Hauptklasse E05C 17/22(2006.01)A, F, I, 20051115, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von Fahrzeugtüren, mit einem einendig über eine Schwenklagerung gelenkig an einem Fahrzeugholm oder türseitig zu befestigenden, starren Tür-Fangband und einem türseitig oder am Fahrzeugholm zu befestigenden Halteteil, welches an seiner Stirnseite eine quer zum Fangband ausgerichtete Montageebene aufweist, in der sich entlang einer Achse Befestigungsstellen für das Halteteil befinden, wobei das Fangband in seiner Längsrichtung relativbeweglich durch das Halteteil geführt ist und an seinem der Schwenklagerung gegenüberliegenden freien Ende ein Endanschlagelement aufweist, das durch seinen, durch mindestens einen Anschlagswirkpunkt definierten Anschlag an der Rückseite des Halteteils bei einer definierten Öffnungsstellung der Fahrzeugtür deren Öffnungsbewegung begrenzt, wobei in dieser Öffnungsstellung bei Vorliegen einer, insbesondere auf Zug beanspruchenden, Hauptbelastungsart eine Kraftwirkungsrichtung einer Belastungskraft durch eine Kraftwirkungslinie festgelegt ist, die einerseits durch eine Achse der Schwenklagerung und andererseits durch den Anschlagswirkpunkt verläuft und die die Montageebene unter einem, von einem rechten Winkel verschiedenen Winkel schneidet, wobei die Belastungskraft im Hinblick auf einen auf der Achse auf der Montageebene liegenden Lagerpunkt ein Moment ausübt, wobei das Halteteil an einem in der Montageebene beabstandet von der Achse liegenden Aufnahmepunkt eine senkrecht zur Montageebene gerichtete Lagerkraft aufnimmt.

Eine derartige Vorrichtung, vom sogenannten Typ "Freischwinger", ist in der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung DE 20 2004 013 376 vorgeschlagen worden, deren Anmeldegegenstand das Problem zu Grunde liegt, einen Türhalter auf konstruktiv einfache und herstellungsgünstige Weise funktionell zu optimieren, wobei dieses Problem durch eine besondere Führung und Gestaltung eines bei derartigen Türhaltern vorhandenen Rastelementes erreicht wird. Bei dem genannten Türhalter ist das Fangband relativ zu dem Halteteil innerhalb eines bestimmten Schwenkwinkelbereiches verschwenkbar. Die Schwenkbewegung des Fangbandes relativ zu dem Halteteil erfolgt dabei während eines Öffnens oder Schließen der Fahrzeugtür, wobei das auch Rastelement gemäß der vorgeschlagenen Ausführung unter Verdrehung innerhalb des Halteteils von dem Fangband mitgenommen wird, aber seine Ausrichtung relativ zu dem Fangband beibehält. Die Öffnungsbewegung der Fahrzeugtür wird dadurch begrenzt, dass das Fangband an seinem der Schwenklagerung gegenüberliegenden freien Ende ein Endanschlagelement aufweist, das durch Anschlag an der Rückseite des Halteteils verhindert, dass die Tür weiter als bis zu einer definierten Öffnungsstellung geöffnet wird. Das Endanschlagelement kann verschieden – z. B. mit einer flächigen oder gerippten Anlagefläche für das Halteteil – ausgebildet sein, es läßt sich aber immer mindestens ein – z. B. auf einer Längsachse des Halteteiles liegender – Anschlagswirkpunkt definieren, der für Kräftebilanzen bei einer Dimensionierung des Türhalters herangezogen werden kann.

Die Tür kann in der End-Öffnungsstellung auf verschiedene Art und Weise beansprucht werden, wobei die vorwiegend auftretende Hauptbelastungsart eine Zugbeanspruchung ist. Dabei liegt eine Kraftwirkungsrichtung einer Belastungskraft auf einer Kraftwirkungslinie, die einerseits durch die Schwenklagerung und andererseits durch den Anschlagswirkpunkt verläuft. Der Anschlagswirkpunkt, der entsprechend einer flachen und langgestreckten Ausbildung des Querschnitts des Fangbandes auch zu einer Linie aufgeweitet sein kann liegt dabei auf einem Punkt, in dem eine senkrecht zur Montageebene verlaufende Ebene durch die Achse, auf der sich Befestigungsstellen für das Halteteil befinden, das Halteteil an seiner Rückseite schneidet.

Die Belastungskraft übt unter anderem auf einen auf der Achse auf der Montageebene liegenden Lagerpunkt ein Moment aus, während an einem in der Montageebene beabstandet von der Achse liegenden Aufnahmepunkt eine senkrecht zur Montageebene gerichtete Lagerkraft aufgenommen wird.

Es wurde festgestellt, dass selbst bei einer Ausführung, in der das Halteteil aus einem als Kunststoff-Formteil ausgebildeten Basisteil und einem zur tür- oder holmseitigen Befestigung vorgesehenen, aus Metall bestehenden – und daher höherfesten – die Montageebene bildenden Montageteil besteht, an welchem entlang der mittig verlaufenden Achse an den Befestigungsstellen Verschraubungen vorgesehen sind, Materialschädigungen in der Montageebene auftreten konnten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass sie bei hoher Funktionalität eine höhere Stabilität und Lebensdauer aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Anschlagswirkpunkt des Endanschlagelementes derart angeordnet ist, dass in einer Momentenbilanz um den Lagerpunkt eine senkrecht zur Montageebene gerichtete Komponente der Belastungskraft eine die Lagerkraft minimierende Momentenwirkung aufweist.

Diese erfindungsgemäße Anordnung kann insbesondere darin bestehen, dass der Anschlagswirkpunkt versetzt gegenüber einer senkrecht zur Montageebene verlaufenden Ebene durch die Achse angeordnet ist, dass die senkrecht zur Montageebene gerichtete Komponente der Belastungskraft im vorstehend genannten Sinne momentenwirksam wird.

Wie nachfolgend noch im Detail gezeigt wird, kommt durch den erfindungsgemäßen Versatz des Anschlagswirkpunktes des Endanschlagelementes gegenüber der senkrecht zur Montageebene verlaufenden Ebene durch die Achse in der Montageebene, der auf konstruktiv einfache Weise durch eine Abwinkelung des Montagebandes im Bereich seines freien, mit dem Endanschlagelement verbundenen Endes realisiert werden kann, vorteilhafterweise zu einer Verringung der Belastung in der Montageebene, wodurch sich die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhöht.

Hierbei ist es von besonderem Vorteil, wenn das Halteteil an seiner Rückseite eine konvex geformte, insbesondere bogenförmig verlaufende, Wandungskontur aufweist und wenn die Kraftwirkungslinie der Belastungskraft gegenüber einer Verbindungslinie zwischen der Schwenklagerung und dem Punkt, in dem die senkrecht zur Montageebene verlaufende Ebene durch die Achse, auf der sich die Befestigungsstellen für das Halteteil befinden, das Halteteil an seiner Rückseite schneidet, um einen Winkelbetrag versetzt ist. Es wird damit vorteilhafterweise nicht nur erreicht, dass die senkrecht zur Montageebene gerichtete Komponente der Belastungskraft momentenwirksam wird, sondern es erfolgt auch eine Änderung der Relationen der senkrecht zur Montageebene und parallel zur Montageebene liegenden Komponenten der Belastungskraft, die sich günstig auf das Belastungsbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung auswirkt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung enthalten.

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten, vorteilhaften Ausführungsbeispieles soll im Folgenden die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Halterung von Fahrzeugtüren,

2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Einbauzustand in einer Fahrzeugtür, wobei der erfindungsgemäße Versatz des Endanschlagelementes durch Vergleich mit einem nicht versetzten Endanschlagelement verdeutlicht wird,

3 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts aus 2 mit Bezug auf das nicht versetzte Endanschlagelement,

4 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts aus 2 mit Bezug auf das erfindungsgemäß versetzte Endanschlagelement.

In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal beschrieben.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Halterung von Fahrzeugtüren, mit einem einendig über eine Schwenklagerung 2, d. h. um eine Schwenkachse S-S schwenkbeweglich, gelenkig an einem Fahrzeugholm oder türseitig zu befestigenden, starren Tür-Fangband 3 und einem türseitig oder am Fahrzeugholm zu befestigenden Halteteil 4. Das Halteteil 4 weist an seiner Stirnseite eine quer zum Fangband 3 ausgerichtete Montageebene 5 auf, in der sich entlang einer Achse A-A Befestigungsstellen 6 für das Halteteil 4 befinden. Die Achse A-A, auf der sich die Befestigungsstellen 6 für das Halteteil 4 befinden, kann dabei bevorzugt eine Mittenachse sein, die das Halteteil 4 symmetrisch teilt.

Das Halteteil 4 kann bevorzugt aus einem als Kunststoff-Formteil ausgebildeten Basisteil 4a und einem zur tür- oder holmseitigen Befestigung vorgesehenen, insbesondere aus Metall bestehenden, die Montageebene 5 bildenden Montageteil 4b bestehen. Das Montageteil 4b kann mit dem Basisteil 4a – wie dargestellt – über eine Schiebeverbindung mit quer zum Fangband 3 ausgerichteter Fügerichtung verbunden und in einer Sollstellung auf geeignete Weise – im dargestellten Fall durch Biegezungen 4c – fixiert sein.

Das Fangband 3 ist in seiner Längsrichtung relativbeweglich durch das Halteteil 4 geführt und weist an seinem der Schwenklagerung 2 gegenüberliegenden freien Ende ein Endanschlagelement 7 auf. Das Endanschlagelement 7 begrenzt durch Anschlag an der Rückseite 8 des Halteteils 4 bei einer definierten Öffnungsstellung der Fahrzeugtür deren Öffnungsbewegung.

Das Endanschlagelement 7 kann mit Vorteil im Zusammenwirken mit dem Halteteil 4 für eine Anschlagdämpfung ausgelegt sein, und sich insbesondere durch eine elastische Verformbarkeit auszeichnen, die dadurch erzielt werden kann, dass das Endanschlagelement 7 vorzugsweise aus einem Material einer Kunststoffumhüllung des Fangbandes 3 besteht.

Bei der Relativbewegung des Fangbandes 3 gegenüber dem Halteteil 4 wirkt die beiden Teile 3, 4 über eine nicht dargestellte Rasteinrichtung zusammen, wodurch bestimmte Schwenkstellungen (Vorzugsstellungen) der Fahrzeugtür definiert werden können. Dazu weist das Halteteil 4 mindestens ein wiederum nicht dargestelltes – weil nicht erfindungswesentliches – Rastelement auf welches von einem Kraftspeicher in Richtung zum Fangband 3 hin mit einer Federkraft beaufschlagt ist und mit Raststellen 9 des Fangbandes 3 zusammenwirkt. Das Rastelement bzw. bevorzugt zwei Rastelemente befinden sich insbesondere innerhalb des Halteteils 4 und sind darin um eine Achse B-B drehbar gelagert.

Wie 2 veranschaulicht, die die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 im Einbauzustand in einer Fahrzeugtür 10 zeigt, kann sich das Fangband 3 relativbeweglich durch das Halteteil 4 hindurch mit seinem freien, der Schwenklagerung 6 gegenüberliegenden Ende 10 mit bewegungsbedingt variabler Länge über das Halteteil 4 hinaus in einen Hohlraum 11 der Tür 10 hinein erstrecken. 2 zeigt jedoch eine definierten Öffnungsstellung der Fahrzeugtür 10, bei der deren Öffnungsbewegung durch den Anschlag des Endanschlagelementes 7 an der Rückseite 8 des Halteteils 4 begrenzt ist.

In dieser Öffnungsstellung kann insbesondere eine auf Zug beanspruchende Hauptbelastung auftreten, bei der eine Kraftwirkungsrichtung einer Belastungskraft FRes durch eine Kraftwirkungslinie RF festgelegt ist, die einerseits durch die Achse S-S der Schwenklagerung 2 und andererseits durch einen Anschlagswirkpunkt AP verläuft, der den Anschlag des Endanschlagelementes 7 an der Rückseite 8 des Halteteils 4 definiert. Die Kraftwirkungslinie RF der Belastungskraft FRes schneidet die Montageebene 5 unter einem, von einem rechten Winkel verschiedenen Winkel. Die Belastungskraft FRes, die sich vektoriell in eine senkrecht zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fx und in eine parallel zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fy zerlegen läßt, übt im Hinblick auf einen auf der Achse A-A auf der Montageebene 5 liegenden Lagerpunkt LP ein Moment aus. Weitere Details der auftretenden Kräfte und Momentenverhältnisse zeigen 3 und 4.

2 ist noch zu entnehmen, dass das Halteteil 4 im dargestellten Fall im Bereich eines sogenannten Türkopfes der Fahrzeugtür 10 derart befestigt ist, dass es relativ zur Tür ortsfest angeordnet ist. Über die Schwenklagerung 2 ist es an einem nicht dargestellten Fahrzeugholm befestigt, an dem auch die Tür 10 selbst – über die Befestigungseinrichtung 12 – gelenkig befestigt werden kann.

Das Montageteil 4b ist dabei als Adapterteil zur Anpassung an eine jeweilige Einbau-Geometrie im Fahrzeug ausgebildet ist und an seinen Befestigungsstellen 6 mittels Schrauben mit der Fahrzeugtür 10 verbindbar.

Die Tür 10 – und damit mittelbar das Halteteil 4 – ist dabei um eine, zur Schwenkachse S-S der Schwenklagerung 6 parallele Schwenkachse T-T schwenkbeweglich geführt, wobei die Tür-Schwenkachse T-T gegenüber der Schwenkachse S-S des Fangbandes 2 derart versetzt angeordnet ist, dass beim Öffnen der Tür 10 das Fangband 3 relativ zu dem türseitig befestigten Halteteil 4 aus der Tür herausgezogen und beim Schließen in den Hohlraum 11 hineingeschoben wird.

Grundsätzlich ist aber auch eine kinematisch umgekehrte Anordnung möglich, bei der jeweils das Halteteil 4 ortsfest am Fahrzeugholm befestigt und das Fangband 3 mit einem Ende schwenkbeweglich an der Fahrzeugtür angelenkt wird. Das andere Ende des Fangbandes 3 taucht dann "freischwingend" in einen Holm-Hohlraum ein.

Wie bereits erwähnt, ist in 2 ein erfindungsgemäßer Versatz des Endanschlagelementes 7 in Gegenüberstellung mit einem nicht versetzten Endanschlagelement 7a dargestellt. Die Belastungskraft FRes und deren senkrecht zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fx und parallel zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fy sind dabei an das erfindungsgemäß versetzten Endanschlagelement 7 angetragen.

Weitere Details der auftretenden Kräfte und Momentenverhältnisse zeigen 3 und 4, wobei – wie bereits erwähnt – im Sinne einer besseren Veranschaulichung 3 Bezug auf das nicht versetzte und nicht erfindungsgemäße, sondern den Stand der Technik repräsentierende, Endanschlagelement 7a und 4 Bezug auf das versetzte, erfindungsgemäße Endanschlagelement 7 nimmt.

3 und 4 zeigen jeweils die Belastungskraft FRes und deren senkrecht und parallel zur Montageebene 5 gerichtete Komponenten Fx und Fy. Außerdem ist ersichtlich, das Halteteil 4 in der Montageebene 5, beabstandet (Abstand LYA) von der Achse A-A liegenden Aufnahmepunkt BP eine senkrecht zur Montageebene gerichtete Lagerkraft FA aufnimmt. Der Lagerpunkt LP, um den herum das ein Moment MA wirksam wird, ist dabei schematisiert durch ein Lagersymbol angedeutet. In einer Momentenbilanz, die alle momentenwirksamen Kräfte und Kraftkomponenten berücksichtigt, ist das Moment MA gleich Null.

Bei der Ausführung in 3 wirkt einerseits das Moment Fy·LX, wobei LX den momentenwirksamen Abstand des Kraftangriffs der parallel zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fy der Belastungskraft FRes vom Lagerpunkt LP darstellt. Diesem Moment wirkt anderseits das Moment FA·LYA entgegen, so dass sich in erster Näherung (bei Vernachlässigung übriger möglicher momentenwirksamer Kräfte) die Lagerkraft zu FA = Fy·LX/LYA ergibt. Die senkrecht zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fx der Belastungskraft FRes ist nicht momentenwirksam, da ihr Abstand vom Lagerpunkt LP gleich Null ist.

Bei der erfindungsgemäßen Ausführung in 4 wirkt wiederum das einerseits das Moment Fy·LX, welches durch die parallel zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fy der Belastungskraft FRes hervorgerufen wird. Diesem Moment wirkt anderseits aber nunmehr das Moment FA·LYA – wie in 3 – und ein von der senkrecht zur Montageebene 5 gerichteten Komponente Fx der Belastungskraft FRes hervorgerufenes Moment Fx·LYB entgegen, da die senkrecht zur Montageebene 5 gerichteten Komponente Fx der Belastungskraft FRes durch die erfindungsgemäße Anordnung des Anschlagswirkpunktes AP des Endanschlagelementes 7 momentenwirksam – und zwar im Sinne einer Minimierung der Lagerkraft FA ist. Die Lagerkraft ergibt sich demnach zu FA = (Fy·LX – Fx·LYB)/LYA und ist somit kleiner als bei der in 3 dargestellten Ausführung. Dies kommt zustande, weil der Anschlagswirkpunkt AP des Endanschlagelementes 7 um den Betrag LYB gegenüber einer senkrecht zur Montageebene durch die Achse A-A verlaufenden Ebene E, die in 1 durch Schraffur hervorgehoben ist, versetzt ist, so dass gemäß der Momentenbilanz um den Lagerpunkt LP die senkrecht zur Montageebene 5 gerichtete Komponente Fx der Belastungskraft FRes die beschriebene, die Lagerkraft FA minimierende Wirkung aufweist.

Die erfindungsgemäße Anordnung, insbesondere der im Hinblick auf den Lagerpunkt LP einen Hebelarm bildende Versatz LYB des Anschlagswirkpunktes AP des Endanschlagelementes 7 kann dabei mit Vorteil durch eine Abwinkelung des Montagebandes 3 im Bereich seines freien, mit dem Endanschlagelement 7 verbundenen Endes gebildet sein.

Die vergleichende Darstellung in 2 zeigt dabei, dass es durch die erfindungsgemäße Anordnung des Anschlagswirkpunktes AP auch dazu kommt, dass die Kraftwirkungslinie RF der Belastungskraft FRes gegenüber einer Verbindungslinie RFa zwischen der Achse S-S der Schwenklagerung 2 (vgl. 1) und einem Punkt APa, in dem die senkrecht zur Montageebene 5 verlaufende Ebene E durch die Achse A-A das Halteteil 4 an seiner Rückseite 8 schneidet, um einen Winkelbetrag &Dgr;&agr; versetzt ist. Die Kraftwirkungslinie RF der Belastungskraft FRes steht unter einem Winkel &agr;1 zur Ebene E, die Verbindungslinie RFa steht unter einem Winkel &agr;2 zur Ebene E, wobei der Winkel &agr;1 größer als der Winkel &agr;2 ist und sich von diesem um den Betrag &Dgr;&agr; unterscheidet. Daraus ergeben sich gemäß den Beziehungen Fx = FRes·sin &agr; und Fy = FRes·cos &agr; bei gleicher Belastungskraft FRes bei den beiden Ausführungen unterschiedliche Werte für deren Kraftkomponenten Fx und Fy, wobei durch diese Änderung der Relationen mit Vorteil ebenfalls eine die Lagerkraft FA minimierende Wirkung erzielt werden kann.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es von Vorteil, wenn das Halteteil 4 an seiner Rückseite 8 eine konvex geformte, insbesondere bogenförmige, bevorzugt kreisbogenförmig verlaufende, Wandungskontur aufweist. Das Endanschlagelement 7 kann dabei bei seinem Anschlag mit einer Fläche an dem Halteteil 4 anliegt, wobei der Anschlagswirkpunkt AP zu einer Linie aufgeweitet ist, die insbesondere die bogenförmige rückseitige Wandungskontur des Halteteils 4 tangential berührt.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. So kann es sein, dass die Montageebene 5 nicht parallel, sondern in einem Montagewinkel zu der in 2 bis 4 mit Y-Y bezeichneten Querachse durch das Halteelement verläuft, wie dies auch in einer Ausführung in der eingangs genannten deutschen Gebrauchsmusteranmeldung DE 20 2004 013 376 der Fall ist. Es versteht sich, dass in diesem Fall die Bezugsebene E nicht im rechten Winkel zur Montageebene 5 verläuft, sondern in einem Winkel, der vom rechten Winkel um den Montagewinkel abweicht. Dessen ungeachtet kann der Türhalter erfindungsgemäß ausgeführt werden, indem der Anschlagswirkpunkt AP derart angeordnet ist, dass gemäß der beschriebenen Momentenbilanz eine Minimierung der Lagerkraft FA auftritt. Für den Fall eines von der Senkrechten abweichenden schrägen Angriffs der Lagerkraft FA ist festzustellen, dass auch dann das Halteteil 4 an einem in der Montageebene beabstandet von der Achse liegenden Aufnahmepunkt BP zumindest eine senkrecht zur Montageebene gerichtete Komponente der Lagerkraft FA aufnimmt.

Ferner ist die Erfindung nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet, dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.

1
Türhalter
2
Schwenklagerung
3
Fangband
4
Halteteil
4a
Basisteil von 4
4b
Montageteil von 4
4c
Biegezunge von 4b
5
Montageebene von 4
6
Befestigungsstelle von 4
7
Endanschlagelement an 2, erfindungsgemäß
7a
Endanschlagelement an 2, nicht erfindungsgemäß
8
Rückseite von 4
9
Raststelle von 2
10
Tür
11
Hohlraum in 10
12
Befestigungseinrichtung für 10
AP
Anschlagswirkpunkt von 7
APa
Anschlagswirkpunkt von 7a
A-A
Achse durch 5
BP
Aufnahmepunkt von FA
B-B
Achse von 4
E
Ebene durch A-A, senkrecht zu 5
FA
Lagerkraft
FRes
Belastungskraft
Fx
Komponente von FRes, senkrecht zu 5
Fy
Komponente von FRes, parallel zu 5
LP
Lagerpunkt auf A-A
LX
Abstand zwischen Angriff von Fy und LP
LYA
Abstand zwischen Angriff von FA und LP
LYB
Abstand zwischen Angriff von Fx und LP
MA
Moment
RF
Kraftwirkungslinie von FRes
RFa
Verbindungslinie APa – S-S
S-S
Schwenkachse von 2
T-T
Schwenkachse von 12
&agr;1
Winkel zwischen RFa und E
&agr;2
Winkel zwischen RF und E


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Halterung (1) von Fahrzeugtüren (10), mit einem einendig über eine Schwenklagerung (2) gelenkig an einem Fahrzeugholm oder türseitig zu befestigenden, starren Tür-Fangband (3) und einem türseitig oder am Fahrzeugholm zu befestigenden Halteteil (4), welches an seiner Stirnseite eine quer zum Fangband (3) ausgerichtete Montageebene (5) aufweist, in der sich entlang einer Achse (A-A) Befestigungsstellen (6) für das Halteteil (4) befinden, wobei das Fangband (3) in seiner Längsrichtung relativbeweglich durch das Halteteil (4) geführt ist und an seinem der Schwenklagerung (2) gegenüberliegenden freien Ende (10) ein Endanschlagelement (7) aufweist, das durch seinen, durch mindestens einen Anschlagswirkpunkt (AP) definierten Anschlag an der Rückseite (8) des Halteteils (4) bei einer definierten Öffnungsstellung der Fahrzeugtür (10) deren Öffnungsbewegung begrenzt, wobei in dieser Öffnungsstellung bei Vorliegen einer, insbesondere auf Zug beanspruchenden, Hauptbelastungsart eine Kraftwirkungsrichtung einer Belastungskraft (FRes) durch eine Kraftwirkungslinie (RF) festgelegt ist, die einerseits durch eine Achse (S-S) der Schwenklagerung (2) und andererseits durch den Anschlagswirkpunkt (AP) verläuft und die die Montageebene (5) unter einem, von einem rechten Winkel verschiedenen Winkel schneidet, wobei die Belastungskraft (FRes) im Hinblick auf einen auf der Achse (A-A) auf der Montageebene (5) liegenden Lagerpunkt (LP) ein Moment ausübt, wobei das Halteteil (4) an einem in der Montageebene (5) beabstandet von der Achse (A-A) liegenden Aufnahmepunkt (BP) eine senkrecht zur Montageebene (5) gerichtete Lagerkraft (FA) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagswirkpunkt (AP) des Endanschlagelementes (7) derart angeordnet ist, dass in einer Momentenbilanz um den Lagerpunkt (LP) eine senkrecht zur Montageebene (5) gerichtete Komponente (Fx) der Belastungskraft (FRes) eine die Lagerkraft (FA) minimierende Momentenwirkung aufweist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagswirkpunkt (AP) des Endanschlagelementes (7) derart gegenüber einer senkrecht zur Montageebene (5) durch die Achse (A-A) verlaufenden Ebene (E) versetzt (Versatz LYB) ist, dass in der Momentenbilanz um den Lagerpunkt (LP) die senkrecht zur Montageebene gerichtete Komponente (Fx) der Belastungskraft (FRes) eine die Lagerkraft (FA) minimierende Momentenwirkung aufweist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (4) an seiner Rückseite (8) eine konvex geformte, insbesondere bogenförmige, bevorzugt kreisbogenförmig verlaufende, Wandungskontur aufweist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Endanschlagelement (7) bei seinem Anschlag mit einer Fläche an dem Halteteil (4) anliegt, wobei der Anschlagswirkpunkt (AP) zu einer Linie aufgeweitet ist, die insbesondere die bogenförmige rückseitige Wandungskontur des Halteteils (4) tangential berührt. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftwirkungslinie (RF) der Belastungskraft (FRes) gegenüber einer Verbindungslinie (RFa) zwischen der Achse (S-S) der Schwenklagerung (2) und einem Punkt (APa), in dem eine/die senkrecht durch die Achse (A-A) zur Montageebene (5) verlaufende Ebene (E), auf der sich die Befestigungsstellen (6) für das Halteteil (4) befinden, das Halteteil (4) an seiner Rückseite (8) schneidet, um einen Winkelbetrag (&Dgr;&agr;) versetzt ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung, insbesondere der Versatz (LYB), des Anschlagswirkpunktes (AP) des Endanschlagelementes (7) durch eine Abwinkelung des Montagebandes (3) im Bereich seines freien, mit dem Endanschlagelement (7) verbundenen Endes gebildet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (4) aus einem bevorzugt als Kunststoff-Formteil ausgebildeten Basisteil (4a) und einem zur tür- oder holmseitigen Befestigung vorgesehenen, insbesondere aus Metall bestehenden, die Montageebene bildenden Montageteil (4b) besteht. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageteil (4b) als Adapterteil zur Anpassung an eine jeweilige Einbau-Geometrie in einem Fahrzeug ausgebildet ist und an seinen Befestigungsstellen (6) mittels Schrauben mit einer Fahrzeugtür (10) oder einem Fahrzeugholm verbindbar ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse, (A-AS) auf der sich die Befestigungsstellen (6) für das Halteteil (4) befinden, eine Mittenachse ist, die das Halteteil (4) symmetrisch teilt. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageteil (4b) mit dem Basisteil (4a) über eine Schiebeverbindung mit quer zum Fangband (3) ausgerichteter Fügerichtung verbunden und in einer Sollstellung fixiert ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Endanschlagelement (7) im Zusammenwirken mit dem Halteteil (4) für eine Anschlagdämpfung, insbesondere durch elastische Verformbarkeit, vorzugsweise eines Materials einer Kunststoffumhüllung des Fangbandes (3), ausgelegt ist.






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