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Dokumentenidentifikation DE202005017982U1 03.05.2007
Titel Handgehaltene Arbeitsmaschine
Anmelder DOLMAR GmbH, 22045 Hamburg, DE
Vertreter Richter, Werdermann, Gerbaulet & Hofmann, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005017982
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 15.11.2005
IPC-Hauptklasse B27G 19/00(2006.01)A, F, I, 20051115, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine handgehaltene Arbeitsmaschine, insbesondere Motorkettensäge, mit einem Verbrennungsmotor zum Antreiben eines Arbeitswerkzeuges, einer Startvorrichtung zum Starten des Verbrennungsmotors, einer in mindestens zwei Positionen bringbaren Betätigungseinrichtung zur Betätigung einer Bremse, wobei in einer ersten Position die Bremse aktiviert ist, wodurch das Arbeitswerkzeug im Stillstand gehalten wird, und in einer zweiten Position die Bremse deaktiviert ist.

Derartige Arbeitsmaschinen sind in Form von Freischneidern (Motorsensen), Motorsägen, Heckenscheren etc. aus dem Stand der Technik bekannt.

Bei herkömmlichen handgehaltenen Arbeitsmaschinen, insbesondere Motorkettensägen, ist eine Betätigungseinrichtung in Form eines Handschutzes zum Schutz der Hände des Bedieners an der Vorderseite eines Griffes vorgesehen. Zusätzlich ist eine Bremse innerhalb der Arbeitsmaschine angeordnet, um den Betrieb der Arbeitsmaschine zu stoppen. Durch eine Betätigung des Handschutzes, der mit der Bremse in Wirkverbindung steht, kann das Arbeitswerkzeug gestoppt werden. Es hat sich nachteiligerweise gezeigt, dass zumindest bei einem kalten Verbrennungsmotor der handgehaltenen Arbeitsmaschine dieser nur dann anspringt, wenn der Gashebel der Maschine sich in einer Stellung zwischen Leerlauf- und Vollgasdrehzahl befindet. Da zum Starten beide Hände des Bedieners zum Festhalten und zur Betätigung der Startvorrichtung benötigt werden, muss der Gashebel in der betreffenden Drehzahlstellung arretiert werden. Diese Startgasdrehzahl kann dabei über der Einkuppeldrehzahl des Arbeitswerkzeuges liegen, so dass dieses mitläuft, welches unter anderem eine erhebliche Gefährdung für den Bediener darstellt.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine handgehaltene Arbeitsmaschine bereit zu stellen, die die genannten Nachteile verhindert, insbesondere auf einfache und sichere Weise eine Gefährdung der bedienenden Person vermeidet.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Startvorrichtung mit der aufweisenden Betätigungseinrichtung derart in Wirkverbindung steht, dass lediglich in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung die Startvorrichtung betätigbar ist. Befindet sich die vorzugsweise schwenkbar um eine Achse der Arbeitsmaschine ausgebildete Betätigungseinrichtung in der ersten Position, ist die Bremse aktiviert, so dass sich das Arbeitswerkzeug im Stillstand befindet. Die eigentliche Bremsmechanik kann auf unterschiedliche Art bei der vorliegenden Erfindung erfolgen. Beispielsweise kann das Arbeitswerkzeug durch ein getriebenes Antriebskettenrad in Drehung versetzt werden, das mit einer Bremstrommel drehfest verbunden ist. Ein um die Bremstrommel geschlungenes Bremsband kann an seinem einen Ende mit der Betätigungseinrichtung (Handschutz) gekoppelt sein, so dass beim Betätigen des Handschutzes das Bremsband um die Bremstrommel festgezogen wird, wodurch das Arbeitswerkzeug gestoppt ist. Diese Bremsmechanik ist beispielsweise in der DE 43 30 850 A1 beschrieben. Alternative Bremsmechaniken sind selbstverständlich ebenfalls denkbar.

Da eine Bewegung des Arbeitswerkzeuges in der ersten Position der Betätigungseinrichtung nicht möglich ist, ist die handgehaltene Arbeitsmaschine derart ausgebildet, dass die Startvorrichtung zum Starten des Verbrennungsmotors, ohne eine Gefährdung des Benutzers hervorzurufen, wirksam betätigt werden kann. Die Startvorrichtung und die Betätigungseinrichtung sind erfindungsgemäß miteinander gekoppelt, so dass in der ersten Position der Betätigungseinrichtung die Startvorrichtung für den Benutzer freigegeben ist und in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung die Aktivierung der Startvorrichtung blockiert ist. Durch eine Verbindung der Startvorrichtung mit der verschwenkbaren Betätigungseinrichtung kann im Fall der gelösten Bremse (zweite Position der Betätigungseinrichtung) wirkungsvoll und auf einfache Weise die Startvorrichtung blockiert werden, wodurch wirksam verhindert wird, dass das Arbeitswerkzeug, insbesondere Sägekette, beim Starten mitläuft.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein bewegbares Verbindungssystem an der Betätigungseinrichtung angeordnet, welches in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung ein Betätigen der Startvorrichtung blockiert. Das bedeutet, dass die Betätigungseinrichtung mittelbar über das Verbindungssystem mit der Startvorrichtung verbunden ist. In einer möglichen Alternative der Erfindung weist die Startvorrichtung einen aus der Arbeitsmaschine herausziehbaren Haltegriff mit einer Basis auf, die eine Öffnung umfasst, durch die zumindest teilweise das der Betätigungseinrichtung abgewandte Ende des Verbindungssystems führbar ist. Wird die Betätigungseinrichtung in ihre erste Position verschwenkt, wodurch die Bremse aktiviert wird, das bedeutet, dass das Arbeitswerkzeug durch die Bremse im Stillstand gehalten wird, befindet sich das der Betätigungseinrichtung abgewandte Ende des Verbindungssystems nicht im Eingriff am herausziehbaren Haltegriff bzw. seiner Basis. Folglich ist die Startvorrichtung freigegeben, so dass der Haltegriff mit seiner Basis vom Bediener für den Startvorgang herausgezogen werden kann. Wird die Bremse durch ein Bewegen der Betätigungseinrichtung in die zweite Position deaktiviert, befindet sich zumindest ein Teil des Verbindungssystems in der Öffnung der Basis, wodurch ein Herausziehen des Haltegriffes wirkungsvoll blockiert wird.

In einer möglichen Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Arbeitsmaschine umfasst das Verbindungssystem ein Gestänge. Durch ein Verschwenken der Betätigungseinrichtung von der ersten in die zweite Position und umgekehrt wird gleichzeitig das Gestänge im Wesentlichen linear bewegt und befindet sich bei gelöster Bremse (zweite Position der Betätigungseinrichtung) im Eingriff mit dem Haltegriff und/oder der Basis, so dass diese für einen Startvorgang nicht durch den Benutzer betätigt werden können.

Vorzugsweise umfasst das Verbindungssystem ein Blockierungselement an der der Betätigungseinrichtung abgewandten Seite. In einer möglichen Ausgestaltungsform kann das Blockierungselement mit einer Nut ausgebildet sein, wobei in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung die Nut die Basis, dessen dem Haltegriff gegenüberliegendes freies Ende querschnittserweitert ausgeführt ist, zumindest teilweise umgibt. Bei gelöster Bremse befindet sich die Basis der Startvorrichtung innerhalb der Nut des vorzugsweise gabelförmig ausgebildeten Blockierungselementes. In dieser Position kann der Haltegriff nicht aus der Nut für einen Startvorgang vom Bediener herausgezogen werden, da das wulstförmige freie Ende der Basis aufgrund seiner Größe nicht durch die Nutöffnung führbar ist. Das bedeutet, dass die durch die Nut sich bildende Öffnung des Blockierungselementes kleiner ist als der sich ergebende Durchmesser des freien Endes der Basis. Der Haltegriff, der vorzugsweise aus einem Spritzgußteil aus Kunststoff besteht, ist in einer bevorzugten Ausführungsform materialeinheitlich mit der Basis sowie dessen freien Ende verbunden.

In einer weiteren Alternative der Erfindung weist das Verbindungssystem einen Seilzug und ein zwischen dem Seilzug und dem Blockierungselement angeordnetes Federelement auf. In einer möglichen Ausführungsform wird durch eine Bewegung der Betätigungseinrichtung in die erste Position das Blockierungselement durch den Seilzug aus seiner Blockierungslage an der Startvorrichtung bewegt, wobei gleichzeitig die Kraft des Federelementes, das auf das Blockierungselement wirkt, sich erhöht. Wird anschließend die Bewegungseinrichtung in die zweite Position verschwenkt, übt die Druckfeder eine derartige Kraft auf das Blockierungselement aus, dass dieses sich in Richtung Startvorrichtung bewegt und in diese eingreift und somit eine Blockierung für einen etwaigen Startvorgang des Verbrennungsmotors bewirkt.

Zweckmäßigerweise weist die Startvorrichtung ein Seilelement auf, das eine um eine Achse drehbare Seiltrommel mit dem Haltegriff verbindet, wobei in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung das Blockierungselement an der Seiltrommel eingreift. Bei dieser möglichen Ausführungsform kontaktiert das Blockierungselement nicht unmittelbar den Haltegriff bzw. seine Basis, sondern greift in die drehbare Seiltrommel ein. Auch hierdurch wird ein Startvorgang, insbesondere durch ein Ziehen des Haltegriffes, wirksam verhindert, da die Seiltrommel bei gelöster Bremse blockiert ist, das heißt sich nicht mitdrehen kann.

In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann das Blockierungselement mit einem Nocken ausgeführt sein, der in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung in die Seiltrommel eingreift. Hierbei kann das Blockierungselement drehbar um eine Achse gelagert sein. Das Blockierungselement ist über das Verbindungssystem mit dem Verschwenken der Betätigungseinrichtung verbunden. Durch eine Bewegung der Betätigungseinrichtung wird über das Verbindungssystem eine Drehung des Blockierungselementes bewirkt, wodurch das Blockierungselement, insbesondere der Nocken in einen Eingreifpunkt der Seiltrommel gelangt. Die Seiltrommel kann vorzugsweise eine Mehrzahl an Eingreifpunkten aufweisen.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:

1 eine handgehaltene Arbeitsmaschine,

2 eine Betätigungseinrichtung für eine handgehaltene Arbeitsmaschine, die mit einer Startvorrichtung koppelbar ist,

3 eine Ausführungsform gemäß 2, wobei die Startvorrichtung im blockierten Zustand sich befindet,

4 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einer Betätigungseinrichtung, die mit der Startvorrichtung koppelbar ist,

5 die Ausführungsform gemäß 4, wobei die Startvorrichtung im blockierten Zustand ist,

6 eine alternative Ausführungsform der Erfindung mit einer Betätigungseinrichtung und einer Startvorrichtung,

7 eine Ausführungsform gemäß 6, wobei die Startvorrichtung blockiert ist,

8 eine weitere alternative Ausgestaltungsform der Erfindung, wobei die Betätigungseinrichtung über ein Gestänge mit der Startvorrichtung koppelbar ist,

9 eine Ausführungsform gemäß 8, wobei die Startvorrichtung sich im blockierten Zustand befindet,

10 eine weitere mögliche Ausgestaltungsform der Erfindung,

11 eine zusätzliche Ausgestaltungsmöglichkeit der Erfindung und

12 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

1 zeigt eine handgehaltene Arbeitsmaschine 100, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Motorkettensäge 100 ist. Die Motorkettensäge 100 weist einen innerhalb des Gehäuses 12 angeordneten Verbrennungsmotor auf, der explizit nicht dargestellt ist, um das Arbeitswerkzeug 10 anzutreiben. Um den Verbrennungsmotor zu starten, ist die Arbeitsmaschine 100 mit einer Startvorrichtung 20 ausgestattet, die einen Haltegriff 21 aufweist, der über ein Seilelement mit einer Seiltrommel verbunden ist. Durch ein Ziehen des Haltegriffes 21 wird der Verbrennungsmotor, der mit der Seiltrommel gekoppelt ist, gestartet.

Die Arbeitsmaschine 100 ist ferner mit einer Betätigungseinrichtung 11 ausgeführt, die schwenkbar am Außengehäuse 12 befestigt ist. Wie in 1 verdeutlicht ist, ist die Betätigungseinrichtung 11, die als Handschutz für den Bediener dient, schwenkbar an der Achse 13 befestigt. An der dem Arbeitswerkzeug 10 abgewandten Seite des Handschutzes 11 ist ein Haltegriff 14 an der Arbeitsmaschine 100 angeordnet, der sich bügelartig quer zur Längsachse des Gehäuses 12 erstreckt, das heißt senkrecht zur Erstreckung des Arbeitswerkzeuges 10. Der Haltegriff 14 dient als eigentliches Halteelement für den Bediener dieser Arbeitsmaschine 100. Ferner ist im vorderen Bereich eine weitere Griffvorrichtung 15 an der Arbeitsmaschine 100 angeformt, so dass der Bediener mit seiner zweiten Hand die Arbeitsmaschine zuverlässig halten kann. Ferner ist am Griff ein Gashebel 16 positioniert, um bequem den Verbrennungsmotor auf die entsprechende Drehzahl zu bringen. Der Handschutz 11 hat unter anderem die Aufgabe, bei einem Abrutschen der Hand vom Haltegriff 14 ein Bremsen der Kette 10 der Motorsäge 100 zu ermöglichen, damit die Hand nicht in die laufende Kettensäge geraten kann. Die Betätigungseinrichtung 11 ist mit einem Bremssystem innerhalb des Gehäuses 12 verbunden, welches jedoch in den nachfolgenden Figuren nicht explizit erläutert ist. Der Handschutz 11 ist in mindestens zwei Positionen bringbar, wobei in einer ersten Position die besagte Bremse aktiviert ist, so dass das Arbeitswerkzeug 10 sich im Stillstand befindet. Wird der Handschutz 11 in Richtung des Haltegriffes 14 durch den Bediener gezogen, erreicht der Handschutz 11 eine zweite Position, die bewirkt, dass die Bremse deaktiviert ist, das bedeutet, dass bei einer entsprechenden Drehzahl des Verbrennungsmotors das Arbeitswerkzeug 10 sich bewegt und angetrieben wird. Die Arbeitsmaschine 100 ist hierbei in den Ausführungsalternativen derart ausgestaltet, dass in beiden Positionen des Handschutzes 11 dieser einrastend gehalten wird.

Damit bei dem Startvorgang der Arbeitsmaschine es nicht zu der Situation kommt, dass das Arbeitswerkzeug 10 sofort angetrieben wird, das bedeutet, dass die Bremse zur Blockierung des Arbeitswerkzeuges 10 deaktiviert ist, ist erfindungsgemäß der Handschutz 11 mit der Startvorrichtung 20 derart gekoppelt, dass lediglich in der zweiten Position des Handschutzes 11 der Haltegriff 21 der Startvorrichtung betätigt werden kann, welches in den nachfolgenden 212 ausführlich dargestellt ist.

In 2 und 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches ein bewegbares Verbindungssystem 30 aufweist, dass an der Betätigungseinrichtung 11 angeordnet ist. Das Verbindungssystem 30 weist einen Seilzug 34 auf, der am Handschutz 11 befestigt ist. Der Seilzug 34 kann dabei beispielsweise als Bowdenzug ausgeführt sein. An der dem Handschutz 11 gegenüberliegenden Seite des Verbindungssystems 30 weist dieses ein Blockierungselement 32 auf, welches mit einer Nut 33 ausgebildet ist. Auf dieses gabelförmige Blockierungselement 32 wirkt eine Druckfeder 35. Die Startvorrichtung 20 umfasst einen herausziehbaren Haltegriff 21 mit angeformter Basis 22 auf, wobei der Haltegriff 21 über ein Seilelement 25 mit einer Seiltrommel 27, die um eine Achse 26 drehbar gelagert ist und zum Antreiben des Verbrennungsmotors genutzt wird, verbunden ist. Der Handschutz 11 befindet sich in 2 in seiner ersten Position, wobei gleichzeitig die Bremse für das Arbeitswerkzeug 10 aktiviert ist. Wird nun der Handschutz 11 um die Achse 13 nach rechts, das heißt in Richtung des Haltegriffes 21, in eine zweite Position, die in 3 dargestellt ist, verschwenkt, wird ein Herausziehen des Haltegriffes 21 durch das Blockierungselement 32, das die Basis 22 umgibt, wirksam verhindert.

In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Basis 22 mit einem freien Ende 24 ausgebildet, welches wulstförmig ausgeführt ist. Greift das Blockierungselement 32 in den Haltegriff 21 mit Basis 22 ein, ist ein Herausziehen des Haltegriffes 21 aus der Nut 33 nicht möglich, da die Größe des freien Endes 24, insbesondere der Durchmesser des freien Endes 24 derart groß ausgestaltet ist, dass eine Führung des freien Endes 24 durch die Öffnung, die sich durch die Nut 33 bildet, nicht möglich ist.

4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der der Handschutz 11 mit der Seiltrommel 27 über das Verbindungssystem 30 gekoppelt ist. Wie bereits in 2 und 3 beschrieben ist, besteht das Verbindungssystem 30 aus einem Seilzug 34, einer Feder 35 sowie einem Blockierungselement 32. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel aus 2 und 3 wird eine Blockierung bei gelöster Bremse unmittelbar an der drehbaren Seiltrommel 27 über das Blockierungselement 32 erzielt. Bei aktivierter Bremse gemäß 4 ist die Seiltrommel 37 um ihre Achse 26 freigegeben, dass heißt, durch ein Ziehen des Haltegriffes 21 kann ein Startvorgang des Verbrennungsmotors durchgeführt werden.

Wird der Handschutz 11 um die Drehachse 13 nach rechts, das heißt im Uhrzeigersinn in die zweite Position, die in 5 dargestellt ist, verschwenkt, bewegt sich das Blockierungselement 32, das als eine Art Einsteckbolzen 32 ausgeführt ist, in einen entsprechenden Eingreifpunkt 28 der Seiltrommel 27. Der Eingreifpunkt 28 ist hierbei als eine Sacklochbohrung 28 ausgeführt. Im eingeführten Zustand des Einsteckbolzens 32 in der Bohrung 28 wird eine Drehung der Seiltrommel 27 um ihre Achse 26 verhindert. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform kann die Seiltrommel 27 eine Vielzahl an Eingreifpunkten aufweisen, die an ihrem Umfang angeordnet sind. Der oder die Eingreifpunkte 28 können divers als entsprechende Bremsausnehmungen am Umfang der Seiltrommel 27 ausgestaltet sein. Die Bremsausnehmungen können dabei beispielsweise als bogenförmige Ausnehmungen ausgeführt sein. Zudem kann das Blockierungselement 32 unterschiedliche Gestaltungsformen annehmen, beispielsweise eine Ausformung als zugespitzter Stift aufweisen.

Gemäß 6 und 7 ist das bereits in den oben genannten Ausführungsbeispielen beschriebene Verbindungssystem 30 unmittelbar mit dem Haltegriff 21 bzw. seiner Basis 22 koppelbar. Hierbei ist die Basis 22 mit einer Durchbohrung 23 ausgeführt, durch die bei gelöster Bremse gemäß 7 das Federelement 35 das Blockierungselement 32 durch die Öffnung 23 bewegt. Ein Herausziehen des Haltegriffes 21 für den Startvorgang des Verbrennungsmotors ist somit nicht möglich. Bei eingelegter Bremse gemäß 6 ist das Blockierungselement 32 zur Basis 22 beabstandet, wobei bei der Bewegung des Handschutzes 11 entgegen dem Uhrzeigersinn in die erste Position der Seilzug 34 das Blockierungselement 32 entgegen der Federkraft aus der Öffnung 23 bewegt.

In 8 und 9 weist das bewegbare Verbindungssystem 30 ein Gestänge 31 auf, welches in der zweiten Position des Handschutzes 11 ein Herausziehen des Haltegriffes 21 blockiert. Der Handschutz 11 ist somit mit der Startvorrichtung 20 über das Gestänge 31 in Wirkverbindung, wobei die Basis 22 mit einer Öffnung 23 ausgeformt ist, durch die bei gelöster Bremse gemäß 9 das freie Ende des Gestänges 31 sich erstreckt und somit die Startvorrichtung 20 blockiert. Selbstverständlich kann das freie Ende des Gestänges 31 auch andersartig ausgebildet sein, um bei gelöster Bremse ein Herausziehen des Haltegriffes 21 zu blockieren. Das freie Ende des Gestänges 31 kann beispielsweise gabelförmig ausgeführt sein, das in entsprechende Ausnehmungen 29, welches in 10 dargestellt ist, eingreift. Ebenfalls ist es denkbar, dass das Gestänge 31 nicht unmittelbar den Haltegriff 21 mit seiner Basis blockiert, sondern bei gelöster Bremse direkt in einen Eingreifpunkt der Seiltrommel 27 eingreift und somit dort wirkungsvoll einen Startvorgang verhindert, welches explizit nicht gezeigt ist.

Gemäß 11 kann die Seiltrommel 27 mit mehreren Bohrungen 28 ausgeführt sein, die im dargestellten Ausführungsbeispiel im Bereich des Umfanges regelmäßig angeordnet sind. Das freie Ende des Blockierungselementes 32, das gleichzeitig auch das Gestänge sein kann, weist einen definierten Abstand zur Seiltrommel 27 bei aktivierter Bremse auf. Wird nun der nicht dargestellte Handschutz betätigt und somit die Bremse gelöst, bewegt sich das Blockierungselement 32 in Richtung eines der Eingreifpunkte 28, wodurch eine Drehung der Seiltrommel 27 um die Achse 26 durch ein Ziehen des Haltegriffes 21, welcher über das Seilelement mit der Seiltrommel 27 verbunden ist, verhindert.

Gemäß 12 weist das Verbindungssystem 30 ein Blockierungselement 32 auf, welches mit einem Nocken 37 ausgeführt ist, der bei gelöster Bremse in den Eingreifpunkt 28 der Seiltrommel 27 eingreift und somit ein Rotieren der Seiltrommel 27 um ihre Achse 26 verhindert. Bei diesem Ausführungsbeispiel gemäß 12 ist das Blockierungselement 32 drehbar um eine Achse 36 gelagert. Ferner wirkt auf das Blockierungselement 32 eine Feder 35. An der der Feder 35 gegenüberliegenden Seite des Blockierungselementes 32 greift ein Element des Verbindungssystems 30 an, welches beispielsweise ein Seilzug oder auch ein Gestänge sein kann, um das Blockierungselement 32 entsprechend um seine Achse 36 zu schwenken. Wird der nicht dargestellte Handschutz in seine erste Position verschwenkt, wodurch das Arbeitswerkzeug im Stillstand gehalten wird, übt der Bereich 31 des Verbindungssystems eine Zugkraft auf den oberen Bereich des Blockierungselementes 32 aus, so dass sich das Blockierungselement 32 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse 36 dreht. Gleichzeitig bewegt sich der Nocken 37 aus dem Eingreifpunkt 28 der Seiltrommel 27 heraus, so dass eine Bewegung der Seiltrommel 27 durch ein Ziehen des Haltegriffes 21 freigegeben ist. Wird anschließend die Bremse gelöst, das bedeutet, dass der Handschutz in seine zweite Position gelenkt wird, übt insbesondere die Feder 35 über eine Zugkraft ein Moment auf das Blockierungselement 32 in Richtung des Uhrzeigersinnes aus, so dass der Nocken 37 in die Seiltrommel 27 eingreift. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform kann die Seiltrommel 27 gemäß 12 eine Vielzahl an Eingreifpunkten 28 an ihrem äußeren Rand aufweisen, in die der Nocken 37 eingreifen kann.

100
Arbeitsmaschine
10
Arbeitswerkzeug
11
Betätigungseinrichtung
12
Gehäuse
13
Achse
14
Haltegriff
15
Griff
16
Gashebel
20
Startvorrichtung
21
Haltegriff
22
Basis
23
Öffnung
24
freies Ende der Basis
25
Seilelement
26
Achse
27
Seiltrommel
28
Eingreifpunkt
29
Ausnehmung
30
Verbindungssystem
31
Gestänge
32
Blockierungselement
33
Nut
34
Seilzug
35
Federelement
36
Achse
37
Nocken


Anspruch[de]
Handgehaltene Arbeitsmaschine (100), insbesondere Motorkettensäge, mit einem Verbrennungsmotor zum Antreiben eines Arbeitswerkzeuges (10), einer Startvorrichtung (20) zum Starten des Verbrennungsmotors, einer in mindestens zwei Positionen bringbaren Betätigungseinrichtung (11) zur Betätigung einer Bremse, wobei in einer ersten Position die Bremse aktiviert ist, wodurch das Arbeitswerkzeug (10) im Stillstand gehalten wird, und in einer zweiten Position die Bremse deaktiviert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Startvorrichtung (20) mit der Betätigungseinrichtung (11) derart in Wirkverbindung steht, dass lediglich in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung (11) die Startvorrichtung (20) betätigbar ist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (11) schwenkbar an der Arbeitsmaschine (100) angeordnet ist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein bewegbares Verbindungssystem (30) an der Betätigungseinrichtung (11) angeordnet ist, welches in der zweiten Position ein Betätigen der Startvorrichtung (20) blockiert. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Startvorrichtung (20) einen aus der Arbeitsmaschine (100) herausziehbaren Haltegriff (21) mit einer Basis (22) aufweist, die eine Öffnung (23) umfasst, durch die zumindest teilweise das der Betätigungseinrichtung (11) abgewandte Ende des Verbindungssystems (30) führbar ist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (30) ein Gestänge (31) umfasst. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (30) ein Blockierungselement (32) an der der Betätigungseinrichtung (11) abgewandten Seite umfasst. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierungselement (32) mit einer Nut (33) ausgebildet ist, wobei in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung (11) die Nut (33) die Basis (22), dessen dem Haltegriff (21) gegenüberliegendes freies Ende (24) querschnittserweitert ausgeführt ist, zumindest teilweise umgibt. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Nut (33) sich bildende Öffnung des Blockierungselements (32) kleiner ist als der Durchmesser des freien Endes (24) der Basis (22). Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (30) einen Seilzug (34) und ein zwischen dem Seilzug (34) und dem Blockierungselement (32) angeordnetes Federelement (35) aufweist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Startvorrichtung (20) ein Seilelement (25) aufweist, das eine um eine Achse (26) drehbare Seiltrommel (27) mit dem Haltegriff (21) verbindet, wobei in der zweiten Position der Betätigungseinrichtung (11) das Blockierungselement (32) an der Seiltrommel (27) eingreift. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierungselement (32) mit einem Nocken (37) ausgebildet ist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierungselement (32) drehbar um eine Achse (36) gelagert ist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiltrommel (27) zumindest einen Eingreifpunkt (28) für das Blockierungselement (32) aufweist. Handgehaltene Arbeitsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (11) in der ersten und/oder in der zweiter Position im eingerasteten Zustand gehalten ist.






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