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Dokumentenidentifikation DE202005018395U1 03.05.2007
Titel Spielhandschuh
Anmelder Jako-o Möbel und Spielmittel für die junge Familie GmbH, 96476 Bad Rodach, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005018395
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 24.11.2005
IPC-Hauptklasse A63H 3/14(2006.01)A, F, I, 20051124, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A41D 19/00(2006.01)A, L, I, 20051124, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spielhandschuh mit einem Handflächenabschnitt und mehreren Fingerabschnitten.

Auf dem Markt ist eine Vielzahl von Handschuhen für diverse Einsatzgebiete, z.B. Skihandschuhe, Golfhandschuhe, Arbeitshandschuhe, Laborhandschuhe und dergleichen bekannt. Daneben sind Fingerpuppen und andere Spielfiguren bekannt, die zur Unterhaltung von Kindern dienen.

Insbesondere jedoch für Kleinkinder und Säuglinge sind jedoch keine Einrichtungen bekannt, die für eine längerfristige und abwechslungsreiche Beschäftigung geeignet wären, da Kinder dieser Altersgruppe schnell die Begeisterung an der Beschäftigung mit einem einzelnen Gegenstand verlieren.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Spielhandschuh der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß er eine längerfristige abwechslungsreiche Beschäftigung für Kleinkinder ermöglicht.

Diese Aufgabe wird für einen Spielhandschuh der eingangs genannten Art gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung gelöst durch eine Mehrzahl von, insbesondere unterschiedlichen Spiel- und Beschäftigungsfunktionen.

Insbesondere bei einem solchen Spielhandschuh mit einem Handflächenabschnitt und mehreren Fingerabschnitten wird die Aufgabe gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung dadurch gelöst, daß zumindest zwei, vorzugsweise drei, vier oder fünf der Fingerabschnitte eine unterschiedliche Gestaltung aufweisen.

Schließlich wird insbesondere bei solchen Spielhandschuhen mit einem Handflächenabschnitt und mehreren Fingerabschnitten die Aufgabe gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung dadurch gelöst, daß ein langgestrecktes Spielelement vorgesehen ist, das sich zumindest über einen Teil des Handflächenabschnittes, insbesondere frei von diesem, erstreckt.

Wie beschrieben sind insbesondere mehrere unterschiedliche Spiel- und Beschäftigungsfunktionen in einem erfindungsgemäßen Handschuh vereinigt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Spielhandschuhs unterscheiden sich einzelne der Fingerabschnitte hinsichtlich ihrer optisch, akustisch, haptisch, guestisch und/oder osphrantisch wahrnehmbaren Gestaltung.

Hierdurch ist es möglich, die unterschiedlichen Sinne bereits bei Kleinkindern und Säuglingen gesondert oder gemeinsam anzusprechen und zu fördern.

Vorzugsweise sind bei derartigen Spielhandschuhen fünf Fingerabschnitte vorgesehen, die zumindest an ihrem, vom Handflächenabschnitt beabstandeten Ende voneinander getrennt ausgebildet sind.

Vorzugsweise weist jeder der Fingerabschnitte eine von allen anderen Fingerabschnitten unterschiedliche Gestaltung auf, die so ausgeführt sein kann, daß jeder Finger hauptsächlich einen bestimmten der fünf Sinne fördert.

Bei einer Ausführungsform des Spielhandschuhes ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere ein Daumenfingerabschnitt, mit einem Beißstück versehen, wobei das Beißstück insbesondere scheibenförmig ausgebildet ist, und/oder unterschiedliche Strukturen auf seiner Oberseite, insbesondere auf seiner Vorder- und Rückseite, aufweist. Hierdurch kann besonders der guestische aber auch der haptische und optische Sinn gezielt angesprochen und gefördert werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Spielhandschuhs ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere ein Zeigefingerabschnitt, mit einer Figurengestaltung, insbesondere einem stilisierten Tiefkopf, vorzugsweise einer Giraffe, versehen, wobei einzelne Elemente der Figurengestaltung vorzugsweise über eine übliche Kontur eines Fingerabschnitts eines Handschuhs hinausragen, und/oder wobei einzelne Elemente, insbesondere Nase, Ohren und/oder Hörner der Figurengestaltung gesondert an dem Fingerabschnitt angefügt sind.

Durch diese Ausführungsform eines Fingerabschnittes kann insbesondere der optische, aber auch der haptische Sinn des Kleinkindes gefördert werden.

Selbstverständlich sind, abgesehen von Tierköpfen, auch andere Figuren- und Formengestaltungen denkbar, die auch Phantasiefiguren oder auch gegenständlichen Figuren unähnliche Struktur- und Körperkombinationen beinhalten können. Hierbei ist es beispielsweise denkbar, daß einer oder mehrere Fingerabschnitte einen oder mehrere der räumlichen geometrischen Grundkörper aufweisen. So kann an einem Finger beispielsweise eine Kugel, an einem anderen Finger ein Würfel, ausgebildet sein. Andere Polyeder oder Kombinationen hieraus, auch mit anderen geometrischen Formen, sind denkbar.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere ein Mittelfingerabschnitt, zumindest teilweise mit einem von dem Material der Fingerabschnitte oder des Handflächenabschnitts verschiedenen, insbesondere folienartigen, Material bedeckt. Insbesondere ist dieses Material ein Material, das bei Bewegung oder Verformung Geräusche, insbesondere ein Knistern, erzeugt. Auch ist denkbar, daß das Material ein Material ist, das bei Berührung eine andere taktile Empfindung hervorruft, als das Material der Fingerabschnitte oder des Handflächenabschnitts.

Hierdurch werden insbesondere die aktustischen und haptischen Fähigkeiten des Kleinkindes geschult. Selbstverständlich können auch mehrere unterschiedliche Materialien, entweder an demselben oder an mehreren Fingerabschnitten vorgesehen sein.

Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere der Ringfingerabschnitt, mit einer Figurengestaltung, insbesondere einem (stilisierten) Menschenkopf, vorzugsweise einem Clownkopf, versehen, wobei einzelne Elemente bei der Figurengestaltung über eine übliche Kontur eines Fingerabschnittes eines Handschuhs hinausragen, und/oder wobei einzelne Elemente, insbesondere Nase und/oder Hut, der Figurengestaltung gesondert an den Fingerabschnitt angefügt sind.

Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform, insbesondere im Zusammenhang mit dem zuvor erwähnten Fingerabschnitt, ist der Spielhandschuh derart ausgeführt, daß einer der Fingerabschnitte, insbesondere ein Ringfingerabschnitt, mit einem, insbesondere becher- oder hutförmigen, Element versehen ist, das bei Bewegung und/oder Berührung Geräusche, insbesondere ein Rasseln oder Quietschen, erzeugt.

Durch eine derartige Gestaltung des Fingerabschnittes werden insbesondere die optische und akustische, aber auch die haptische Auffassungsgabe und die entsprechenden Sinne des Kleinkindes trainiert und angeregt.

Selbstverständlich ist es auch möglich, lediglich eine geräuscherzeugende Einheit ohne eine besondere optische Gestaltung an einem Fingerabschnitt vorzusehen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Spielhandschuhs ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere der für die Aufnahme des kleinen Fingers vorgesehene Fingerabschnitt, mit einem taschenförmigen Aufnahmeabschnitt, insbesondere mit einer Aufnahmeöffnung, versehen, und/oder ein Geruch abgebendes Element ist an dem Fingerabschnitt, insbesondere innerhalb des taschenförmigen Aufnahmeabschnittes, vorgesehen oder aufnehmbar.

Bei dieser Ausführungsform werden insbesondere die für den Geruch zuständigen Sinnesorgane, also die osphrantische Wahrnehmung des Kleinkindes, geschult.

Dabei ist der taschenförmige Aufnahmeabschnitt insbesondere auch farbig gestaltet, um gleichzeitig die optische Wahrnehmung zu schulen.

Es können mehrere Aufnahmetaschen zur Aufnahme unterschiedlicher Geruchskörper vorgesehen sein. Auch ist denkbar, daß andersartige Befestigungseinrichtungen für Geruch abgebende Elemente, beispielsweise parfümierte Stoffstücke oder Gewürzkräuter, an dem Fingerabschnitt ausgebildet sind.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an dem Spielhandschuh ein gemeinsamer Handrückenabschnitt zur rückseitigen Bedeckung des Handflächenabschnitts und der Fingerabschnitte vorgesehen, wobei der Handrückenabschnitt vorzugsweise aus dem gleichen Material, insbesondere einem textilen Material, wie der Handflächenabschnitt, gefertigt ist.

Es ist ebenso denkbar, daß die einzelnen Fingerabschnitte jeweils aus einem Fingervorder- und einem Fingerrückenabschnitt oder aus einem zusammenhängenden Fingerabschnitt gebildet sind, die dann jeweils individuell oder in Gruppen mit dem Handrückenabschnitt und dem Handflächenabschnitt zur Bildung des Spielhandschuhs zusammengefügt sind.

Auch ist denkbar, daß die einzelnen Fingerabschnitte bzw. Fingervorder- oder Fingerrückenabschnitte abnehmbar und/oder austauschbar an dem Handrückenabschnitt bzw. Handflächenabschnitt befestigbar sind. Hierdurch kann der Spielhandschuh ständig unterschiedliche und sich wandelnde Gestaltungen erhalten, die zur Verlängerung des Lern- und Spieleinsatzes dienen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Handflächenabschnitt auf einer Seite von mehreren Fingerabschnitten begrenzt und/oder auf einer, insbesondere einer gegenüberliegenden Seite, von einem Handgelenkabschnitt begrenzt. Der Handgelenkabschnitt ist vorzugsweise aus einem elastischen Material, beispielsweise einem Strickbündchen, gefertigt.

Bei einer Ausführungsform des Spielhandschuhs ist ein langgestrecktes Spielelement vorgesehen, das band- oder garnförmig ausgebildet ist, und/oder sich vertikal, horizontal oder diagonal über den Handflächenabschnitt oder den Handrückenabschnitt erstreckt, wobei es vorzugsweise mit beiden Enden an diesem Abschnitt befestigt ist.

Hierdurch wird ein (zusätzliches) Spielelement an dem Spielhandschuh ausgebildet, das gleichzeitig auch als Griff für den Säugling bzw. das Kleinkind dienen kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das langgestreckte Spielelement mit einer Anzahl von darauf verschieblich angeordneten weiteren Spielelementen versehen, insbesondere mit Beißperlen, welche vorzugsweise wiederum unterschiedlich ausgebildet sind.

Der Spielhandschuh ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Einheitsgröße für alle Handgrößen ausgebildet und geeignet. Es sind jedoch auch für unterschiedliche Handgrößen unterschiedliche Ausführungen denkbar.

Auch kann der Spielhandschuh so ausgebildet sein, daß er für Rechts- und Linkshandeinsatz gleichermaßen geeignet ist. Es können aber auch spiegelbildliche Ausführungen für Rechts- und Linkseinsatz vorgesehen sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Handschuh zumindest teilweise aus einem wasseraufnehmenden und/oder -abstoßenden Material, insbesondere einem Frottee oder einen Fließ, gefertigt.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung mit weiteren Einzelheiten und näher erläutert. Darin zeigen:

1 eine Vorderansicht einer bevorzugten Ausführungsform des Spielhandschuhs, und

2 eine Rückansicht des in 1 dargestellten Spielhandschuhs.

Der in den 1 und 2 dargestellte Spielhandschuh 1 ist in seiner hier gezeigten Ausführungsform für die rechte Hand eines Erwachsenen oder eines bereits älteren Kindes gedacht. Wie gezeigt, besteht der Handschuh in seinem Kernbereich aus einem Handflächenabschnitt 2, also einem Bereich, der die Handfläche 2 nach außen hin bedeckt.

Nach unten hin, also im Bereich des Handgelenkes, ist ein Handgelenkabschnitt 3 an den Handflächenabschnitt 2 angesetzt, wobei der Handgelenkabschnitt 3 aus einem vorzugsweise elastischen Material gefertigt ist, beispielsweise einem Strickbündchen, das vornehmlich dafür sorgt, daß der Handschuh selbst dann nicht von der Hand des Trägers abrutscht, wenn diese deutlich kleiner ist als der Innenraum des Spielhandschuhs. Auf diese Weise kann der Spielhandschuh einheitlich für unterschiedliche Handgrößen des Benutzers verwendet werden.

In 2 ist die Rückseite des Spielhandschuhs gezeigt. Wie dargestellt, reicht der Handgelenkabschnitt 3 röhrenförmig um den ganzen Handschuh herum. Oberhalb des Handgelenkabschnittes 3 schließt sich auf der Rückseite des Handschuhs der Handrückenabschnitt 12 an, der sich vorzugsweise bis zu den Fingerspitzen hin erstreckt. Diese können jedoch auch getrennt davon ausgebildet sein.

Auf der Vorderseite des Handschuhs 1 schließen sich einzelne Fingerabschnitte 4 an die dem Handgelenkabschnitt 3 gegenüberliegende Kante des Handflächenabschnitts 2 an.

Wie dargestellt, ist es hierbei möglich, die einzelnen Fingerabschnitte 4 einstückig mit dem Handflächenabschnitt 2 auszubilden, wie anhand des Daumenabschnittes 4a gezeigt. Vorzugsweise ist jedoch jeder einzelne der Fingerabschnitte 4, zumindest jedoch jeder der für Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und den kleinen Finger vorgesehenen Fingerabschnitte, getrennt gefertigt und dann mit dem Handflächenabschnitt verbunden. Eine abnehmbare und/oder austauschbare Gestaltung, auch zwischen den einzelnen Fingern ist denkbar.

Wie dargestellt, kann hierbei jeder Fingerabschnitt 4b, 4c, 4d, 4e aus mehreren einzelnen Teilen bestehen oder auch einstückig gefertigt sein.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist jedem der fünf Finger schwerpunktmäßig ein eigenes Sinnesorgan zugeordnet, dessen Wahrnehmungsfähigkeit durch den entsprechenden Fingerabschnitt besonders gefördert werden soll.

So sind der Daumen für die guestische Wahrnehmung, der Zeigefinger für die optische Wahrnehmung, der Mittelfinger für die akustische Wahrnehmung, der Ringfinger für die haptische Wahrnehmung und der kleine Finger für die osphrantische Wahrnehmung besonders ausgebildet.

Selbstverständlich spricht jeder der einzelnen Finger bzw. Fingerabschnitte neben der primären Wahrnehmung durch das jeweils angesprochene Sinnesorgan auch noch weitere Sinnesorgane an, die gleichzeitig, allerdings in unterschiedlichem Maße, mitgeschult werden.

An dem Daumenfingerabschnitt 4a ist ein Beißstück 14 vorgesehen, das jedoch auch durch ein mit besonderen Geschmacksmitteln versehenes Lutschstück ersetzbar ist. Auch kann eine Einsatzstelle für Dauerlutscher oder ähnliches vorgesehen sein.

Das Beißstück 14 ist in der dargestellten Ausführungsform scheibenförmig ausgeführt und hat auf seiner Vorderseite 14a konzentrische Ringe ausgebildet, und auf seiner Rückseite einzelne Erhebungen, z.B. Noppen 14b. Das Beißstück ist dazu gedacht, einerseits die Zahnentwicklung und Kaumuskulatur zu fördern, andererseits auch die Reflexe beim Zubeißen zu schulen. Alternativ kann auch ein Schnuller (abnehmbar) vorgesehen sein.

Der Mittelfingerabschnitt 4b weist eine Fingerpuppenfigur auf, die in der dargestellten Ausführungsform eine stilisierte Giraffe verkörpert. Von der üblichen, in 2 dargestellten Fingerform 4f eines Handschuhfingers weicht die Giraffe 15 als Beispiel eines stilisierten Tierkopfes nicht nur durch ihre Kopfform, sondern auch durch einzelne Ansatzelemente, insbesondere die Ohren 15a, die Hörner 15b und die Nase 15c ab. Diese und andere, vorzugsweise zusätzlich an den Grundkörper des Fingerabschnittes angesetzten Elemente, sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie von den Händen des Kleinkindes bzw. Säuglings ergriffen und (getrennt) bewegt werden können, was die Bewegungskoordination und Greiffähigkeit schult.

Wie zuvor erwähnt, ist die Figurengestaltung 15 nicht auf einen Giraffenkopf beschränkt. Auch andere Tiefköpfe, beispielsweise Nashörner, Elefanten, Löwen, Katzen und Hunde mit unterschiedlichen Ausbildungen der festen und abstehenden Elemente, sind denkbar. Selbstverständlich sind nicht nur Tierköpfe jeglicher Art, sondern auch andere Lebewesen, insbesondere Pflanzen und Menschen, stilisiert denkbar.

Eine Austauschmöglichkeit der Figurengestaltungen an dem jeweiligen Handschuh, beispielsweise durch Knöpfe, Reißverschlüsse oder Klettverbindungen, ist denkbar.

Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist der Mittelfingerabschnitt 4c an seiner Vorderseite zumindest teilweise mit einem folienartigen Material versehen, das bei Bewegung Geräusche, vorzugsweise ein Knistern oder Rascheln, hervorruft. Dieses Folienelement 16 kann wiederum dauerhaft angebracht oder austauschbar ausgebildet sein. Alle Anbringungsmöglichkeiten, wie z.B. Aufnähen, Aufkleben, Anbinden, Anknöpfen, Ankletten, sind denkbar. Durch den Austausch des Folienelementes 16 können unterschiedliche Geräusche und taktile Wahrnehmungen hervorgerufen werden.

Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist das Ringfingerelement ferner mit einer weiteren Figurengestaltung versehen.

Hierbei handelt es sich bewusst um eine menschliche Figurengestaltung, jedoch kann auch jedes andere Lebewesen oder eine Phantasiegestalt bzw. reine Kunststruktur vorgesehen sein. In der gezeigten Ausführungsform ist die Figurengestaltung 17 als Clownfigur mit aufgesetzter Nase 17a und aufgesetztem „Fingerhut 17b" ausgeführt.

In dem Hut 17b ist ein Rasselelement untergebracht, das bei Bewegung dieses Fingerabschnittes 4d ein rasselndes Geräusch abgibt und somit insbesondere die akustische Sensorik des Kindes neben der durch den Clown angesprochenen optischen Sensorik anspricht.

Selbstverständlich ist anstelle des Rasselhutes 17b auch jede andere, ein Geräusch erzeugende Vorkehrung denkbar. Als Beispiel sei nur eine Hupe, die auch als Nase 17a ausgebildet sein kann, genannt.

Wie ferner in 1 dargestellt, ist einer der Fingerabschnitte, insbesondere der Fingerabschnitt 4e, der für den kleinen Finger gedacht ist, mit einem taschenförmigen Aufnahmeabschnitt 18 versehen, der zur Aufnahme eines Geruchselementes dient.

Dieses Geruchselement kann beispielsweise ein Stück einer natürlichen Kräuterpflanze bzw. eine Samenkapsel oder dergleichen sein. Der Fingerabschnitt 4e ist somit insbesondere für eine osphrantisch wahrnehmbare Gestaltung ausgebildet.

Das Geruchselement 18b kann jedoch auch ein künstliches Aroma oder ein Körper, der ein (künstliches oder natürliches) Aroma ausstrahlt, sein. Zur Aufnahme des Geruchskörpers, sei er künstlich oder natürlich, ist ein taschenförmiger Aufnahmeabschnitt an dem Fingerabschnitt 4e gebildet, der vorzugsweise an seiner dem Handflächenabschnitt 2 zugewandten Seite eine Aufnahmeöffnung 18a aufweist, durch die das Geruchselement 18b eingeschoben werden kann.

Unterschiedliche Anbringungsarten oder Aufnahmearten oder Befestigungsarten für das Geruchselement 18b, das auch einstückig mit dem Aufnahmeabschnitt 18a ausgebildet sein oder diesen ersetzen kann, sind denkbar.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an dem Handflächenabschnitt 2 oder an einer anderen geeigneten Stelle des Spielhandschuhs ein Hinweiselement 7 angebracht. Dieses Hinweiselement kann einen Hinweis auf den Hersteller und/oder auf Bedienungs- bzw. Pflegehinweise für den Spielhandschuh beinhalten.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Spielhandschuhs ist zusätzlich zu den einzelnen unterschiedlichen Gestaltungen der Fingerabschnitte auch der Handflächenabschnitt 2 oder der Handrückenabschnitt 12 mit einer Spiel- oder Beschäftigungsmöglichkeit versehen.

Vorzugsweise ist diese, wie in 1 dargestellt, in Form einer Kordel 5 oder eines Seiles ausgebildet, das sich längs, quer oder diagonal über den Handflächenabschnitt 2 zwischen dem Handgelenksabschnitt 3 und den Fingerabschnitten 4 erstreckt.

Auch auf die Kordel 5 sind mehrere einzelne weitere Spielelemente aufgefädelt, in der gegenwärtigen Ausbildung in der Form von Beißperlen 6a, 6b, 6c, die jeweils wiederum eine unterschiedliche Gestaltung aufweisen. Die erste Beißperle weist Längsrippen, die zweite Beißperle Querrippen, und die dritte Beißperle Noppen auf.

Selbstverständlich sind auch anders geartete Ausbildungen von Spielelementen, die alle gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein können, denkbar. Auch ist eine beliebige Anzahl solcher Spielelemente denkbar. Ebenso sind mehrere Kordeln nebeneinander oder sich kreuzend denkbar.

Derartige Zusatzspielelemente können an jedem Teil des Handschuhs, insbesondere auch an dem Handrückenelement, ausgebildet sein.

Der Spielhandschuh mag weitere Befestigungsmittel für zusätzliche Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten, beispielsweise Knöpfe, an unterschiedlichen Stellen aufweisen.

Der Spielhandschuh mag aus einheitlichen oder unterschiedlichen Stoffen oder Materialien aufgebaut sein. Vorzugsweise ist zumindest der Handflächen- und Handrückenbereich aus einem Frotteematerial gefertigt, oder aus einem anderen geeigneten, leicht waschbaren Material.

Bezüglich der einzelnen Fingerabschnitte kann sich die Ausgestaltung durch die Farbgebung oder auch durch die Materialwahl jeweils geeignet, aber nicht notwendigerweise von der Gestaltung des Hauptabschnittes des Handschuhes, insbesondere des Handflächenabschnitts, unterscheiden.

Es ist denkbar, für Rechts- und Linkshänder getrennte Handschuhe auszubilden. Es ist jedoch bevorzugt, daß der Handschuh so gestaltet ist, daß er auf beide Hände aufgezogen werden kann, also insbesondere der Bereich für Daumen und kleinen Finger, symmetrisch bezüglich der Länge der Fingerabschnitte aufgebaut sind.

Neben Naturfasern können auch Kunstfasern bzw. Materialien für die einzelnen Elemente des Spielhandschuhs Verwendung finden.

Die Farbgebung ist vorzugsweise derart ausgeführt, daß die einzelnen Elemente gefahrlos von den Kleinkindern in den Mund genommen werden können und somit eine zusätzliche sensorische Wahrnehmung und Schulung der entsprechenden Sinnesorgane ermöglichen.

Bezüglich der Farbgebung kann jedes einzelne Fingerelement individuell ein- oder mehrfarbig gestaltet sein, es kann aber auch der gesamte Handschuh, zumindest in dem Bereich, der unterhalb der unterschiedlich gestalteten Fingerabschnitte 4a bis 4e liegt, einfarbig ausgebildet sein.

Insbesondere durch die beschriebene und dargestellte Ausführungsform sowie die entsprechend denkbaren Abwandlungen hiervon, wird ein Spielhandschuh geschaffen, der die Sinnesorgane eines Kleinkindes fördert und somit der frühzeitigen Entwicklung des Kindes zuträglich ist.

Auch können Kinder, beispielsweise wenn sie beim Arzt oder sonst wo warten müssen, während der Wartezeit beschäftigt und unterhalten werden, wobei die Unterhaltung abwechslungsreich gestaltet werden kann.

Es wird eine Vielzahl von Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten in einem Handschuh vereinigt, der gleichzeitig dem Benutzer genügend Bewegungsfreiheit lässt, um das Kind damit bei Bedarf auch festhalten zu können.

Die einzelnen Einsatzelemente, die vorzugsweise aus Kunst- oder Naturstoffen gefertigt sind, können an das jeweils zu stimulierende Sinnesorgan angepaßt werden, und auch auf das Alter des Kindes abgestellt werden.

Da der Handschuh pflegeleicht, widerstandsfähig und von geringem Gewicht ist, kann er überall mitgeführt werden und eine universelle Beschäftigungsmöglichkeit für alle Gegebenheiten bilden.


Anspruch[de]
Spielhandschuh mit einem Handflächenabschnitt (2) und mehreren Fingerabschnitten (4a4e), gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von, insbesondere unterschiedlichen Spiel- und Beschäftigungsfunktionen. Spielhandschuh mit einem Handflächenabschnitt (2) und mehreren Fingerabschnitten (4a4e), insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei, vorzugsweise drei, vier oder fünf der Fingerabschnitte (4a4f) eine unterschiedliche Gestaltung aufweisen. Spielhandschuh mit einem Handflächenabschnitt (2) und mehreren Fingerabschnitten (4a4e), insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein langgestrecktes Spielelement (5) vorgesehen ist, das sich zumindest über einen Teil des Handflächenabschnittes (2), insbesondere frei von diesem, erstreckt. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne der Fingerabschnitte (4a4e) sich hinsichtlich ihrer optischen, akustischen, haptischen, guestischen und/oder osphrantisch wahrnehmbaren Gestaltung unterscheiden. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß fünf Fingerabschnitte (4a4e) vorgesehen sind, die zumindest an ihrem vom Handflächenabschnitt (2) beabstandeten Ende voneinander getrennt ausgebildet sind und/oder daß jeder der Fingerabschnitte (4a4e) eine von allen anderen Fingerabschnitten unterschiedliche Gestaltung aufweist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4a), insbesondere ein Daumenfingerabschnitt, mit einem Beißstück (14) versehen ist, wobei das Beißstück (14) insbesondere scheibenförmig ausgebildet ist, und/oder unterschiedliche Strukturen (14a, 14b) auf seiner Oberfläche, insbesondere auf seiner Vorder- und Rückseite aufweist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4b), insbesondere ein Zeigefingerabschnitt, mit einer Figurengestaltung (15), insbesondere einem stilisierten Tierkopf, vorzugsweise einer Giraffe, versehen ist, wobei vorzugsweise einzelne Elemente (15a, 15b, 15c) der Figurengestaltung (15), über eine übliche Kontur (4f) eines Fingerabschnittes (4) eines Handschuhs hinausragen, und/oder wobei einzelne Elemente (15a, 15b, 15c), insbesondere Ohren, Nase und/oder Hörner, der Figurengestaltung (15) gesondert an den Fingerabschnitt (4b) angefügt sind. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4c), insbesondere ein Mittelfingerabschnitt, zumindest teilweise mit einem von dem Material der Fingerabschnitte (4) oder des Handflächenabschnittes (2) verschiedenen, insbesondere folienartigen, Material (16) bedeckt ist, insbesondere mit einem Material, das bei Bewegung oder Verformung Geräusche, insbesondere ein Knistern, erzeugt, und/oder einem Material das bei Berührung eine andere taktile Empfindung hervorruft, als das Material der Fingerabschnitte (4) oder des Handflächenabschnittes (2). Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4d), insbesondere ein Ringfingerabschnitt, mit einer Figurengestaltung (17), insbesondere einem stilisierten Menschenkopf, vorzugsweise einem Clownkopf, versehen ist, wobei einzelne Elemente (17a, 17b) der Figurengestaltung (17) über eine übliche Kontur (4f) eines Fingerabschnittes (4) eines Handschuhs hinausragen, und/oder wobei einzelne Elemente (17a, 17b), insbesondere Nase und/oder Hut, der Figurengestaltung (17) gesondert an den Fingerabschnitt (4d) angefügt sind. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4d), insbesondere ein Ringfingerabschnitt, mit einem, insbesondere Becher- oder Hut-förmigen, Element (17b) versehen ist, das bei Bewegung Geräusche, insbesondere ein Rasseln oder Quietschen, erzeugt. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Fingerabschnitte (4e), insbesondere ein Kleinfingerabschnitt, mit einem taschenförmigen Aufnahmeabschnitt (18), insbesondere mit einer Aufnahmeöffnung (18a), versehen ist, und/oder daß ein einen Geruch abgebendes Element (18b) an dem Fingerabschnitt (4e), insbesondere innerhalb des taschenförmigen Aufnahmeabschnittes (18), vorgesehen oder aufnehmbar ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Handflächenabschnitt (2) auf einer Seite von mehreren Fingerabschnitten (4a4e) begrenzt ist und/oder auf einer, insbesondere einer gegenüberliegenden, Seite von einem Handgelenkabschnitt (3) begrenzt ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Handrückenabschnitt (12) zur rückseitigen Bedeckung des Handflächenabschnittes (2) und der Fingerabschnitte (4a4e) vorgesehen ist, wobei der Handrückenabschnitt (12) vorzugsweise aus dem gleichen Material, insbesondere einem textilen Material, wie der Handflächenabschnitt (2) gefertigt ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das langgestreckte Spielelement (5) band- oder garnförmig ausgebildet ist und/oder sich vertikal, horizontal oder diagonal über den Handflächenabschnitt (2) erstreckt, wobei es vorzugsweise mit beiden Enden an diesem befestigt ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das langgestreckte Spielelement (5) eine Anzahl von darauf verschiebbar angeordneten weiteren Spielelementen (6a, 6b, 6c), insbesondere Beißperlen, haltert, die vorzugsweise unterschiedlich ausgebildet sind. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Handschuh in Einheitsgröße für alle Handgrößen ausgebildet und geeignet ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Handschuh für Rechts- und Linkshandeinsatz ausgebildet und geeignet ist. Spielhandschuh nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Handschuh zumindest teilweise aus einem Wasser aufnehmenden und/oder abstoßenden Material, insbesondere Frotee oder Flies, besteht.






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