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Dokumentenidentifikation DE202005018447U1 03.05.2007
Titel Schneidwerk einer Zerkleinerungsvorrichtung
Anmelder Krug & Priester GmbH & Co. KG, 72336 Balingen, DE
Vertreter Kohler Schmid Möbus Patentanwälte, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202005018447
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 25.11.2005
IPC-Hauptklasse B02C 18/00(2006.01)A, F, I, 20060104, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B29B 17/04(2006.01)A, L, I, 20060104, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schneidwerk, insbesondere einer Zerkleinerungsvorrichtung für dünnwandige Teile oder Behälter, mit zwei miteinander kämmenden Schneidwellen, wobei die Schneidwellen Schneidblätter mit Zähnen aufweisen.

Um die Verarbeitung, den Transport und das Recyceln von Materialien zu erleichtern, ist es vorteilhaft, diese zu zerkleinern. Insbesondere ist es für das Recyceln notwendig, PET-Flaschen, Getränkedosen oder Tetrapacks in kleinere Stücke zu zerkleinern, da diese Gegenstände ansonsten ein großes Volumen aufweisen. Die derartig zu zerkleinernden Werkstoffe sind relativ zäh und weisen eine dichte Materialstruktur auf.

Schneidwerke zum Zerkleinern von Materialien sind beispielsweise aus Aktenvernichtern bekannt. Bei derartigen Schneidwerken muss ein möglichst großes Höhenverhältnis H/S von Zahnhöhe zu Zahnbreite erreicht werden, um eine gute Schnittqualität herbeizuführen. Das Verhältnis H/S liegt bei Schneidwerken für Aktenvernichter in der Regel im Bereich 1,5 bis 2,5 oder höher.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schneidwerk bereitzustellen, mit dem Leergut aus hohlen, dünnwandigen Teilen und Behältern gut zerkleinert werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Schneidwerk der eingangs genannten Art, bei dem das Verhältnis H/S von Zahnhöhe H zu Zahnbreite S ≤ 1 ist. Mit einem Schneidwerk, das Zähne mit einem derartigen Verhältnis aufweist, können Werkstoffe mit zäher und dichter Materialstruktur besonders einfach zerkleinert werden, ohne dass dabei die Schnittqualität beeinträchtigt wird. Die durch diese Maßnahme bedingte relativ große Zahnbreite S ermöglicht es, den axial projizierten Zahnquerschnitt schlank zu gestalten. Dabei muss die Zahnspitze so ausgebildet sein, dass sie eine große Dauerfestigkeit aufweist, um auch wesentlich festeren Materialien als den eigentlich zu zerkleinernden Materialien widerstehen zu können. Festere Materialien treten beispielsweise bei Manipulation oder Vandalismus auf. Aufgrund der großen Schnittbreite weist der Zahn eine große Stabilität auf.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zähne eine Schneidfase aufweisen. Durch diese Maßnahme wird der Zahn gegen Bruch stabilisiert. Der Winkel der Schneidfase liegt im Bereich 0,5° bis 7°, vorzugsweise im Bereich 2° bis 5°. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Schneidfase 0,4 bis 1 mm breit ist. Besonders stabile Zähne erhält man, wenn die Schneidfase mit einem Radius über eine Strecke, insbesondere über 1 bis 1,5 mm, zu einem Zahnrücken hin ausläuft. Jede einzelne dieser Maßnahmen erhöht die Stabilität des Zahnes.

Eine besonders einfach zu verarbeitende Größe des Schnittgutes erhält man, wenn das Verhältnis von Zahnbreite zu Zahnabstand am Umfang 10/28 beträgt. Der Zahnabstand ist dabei im Wesentlichen der Abstand von zwei benachbarten Zähnen am Umfang derselben Schneidwelle. Zwischen den benachbarten Schneidblättern derselben Schneidwelle kämmt ein Schneidblatt der anderen Schneidwelle. Dadurch erhält man ein Schnittgut mit einer Größe von zirka 10 mm × 15 bis 20 mm. Dieses Verhältnis von Zahnbreite zu Zahnabstand berücksichtigt die relativ großen Gegenkräfte, die das oben beschriebene Leergut aufgrund seiner Form und dadurch hoher Eigenspannung sowie seiner Materialstruktur dem eindringenden Zahn entgegensetzt.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die durch die Achsen der Schneidwellen aufgespannte Ebene einen Winkel E, vorzugsweise 15° ≤ E ≤ 45°, zu einer Zuführebene für das zu zerkleinernde Gut aufweist, und einen Öffnungswinkel G von 50° bis 60° besitzt. Durch diese Maßnahme kann eine durch Abstreifer begrenzte Einzugsöffnung so ausgeführt werden, dass eine maximal mögliche Angriffsfläche für die Schneidwellen besteht.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Abstreifer einen Öffnungswinkel von 50° bis 60° aufweisen und die Messerwellen nicht ganz umschließen. Somit ist es möglich, dass zwischen der Spitze der ersten und dem Zahngrund der zweiten Messerwelle ein besonders großer Raum entsteht. Somit ist es möglich, kompakte und großvolumige Partikel, wie sie beim Zerkleinern von Flaschenverschlüssen und Flaschenböden entstehen können, ohne Gefahr für die Schneidwellen (Zahnbruch, Blockierung) durch diese hindurchzuführen.

Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Zerkleinerungsvorrichtung mit einem Schneidwerk, das insbesondere wie vorher beschrieben ausgeführt ist, wobei die Zerkleinerungsvorrichtung eine Zuführeinrichtung aufweist, die zu zerkleinerndes Material mit einem Anpressdruck gegen das Schneidwerk presst. Mit derartigen Zuführeinrichtungen können zu zerkleinernde Güter, die ein großes Volumen bei kleinem Gewicht aufweisen, vom Schneidwerk problemlos eingezogen werden.

Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Zuführeinrichtung Material mit einem Schlupf gegen das Schneidwerk presst. Das zu zerkleinernde Gut wird durch Reib- oder Kraftschluss gegen das Schneidwerk gepresst. Die Zuführgeschwindigkeit der Zuführeinrichtung und das Einzugsverhalten des Schneidwerks sind dabei derart aufeinander abgestimmt, dass zwischen beiden ein gewisser Schlupf entsteht, der vermeidet, dass das Schneidwerk überlastet wird und deshalb ein Materialstau entsteht. Der Schlupf bewirkt daher, dass ein kontinuierlicher Anpresseffekt auf die Schneidzähne des Schneidwerkes entsteht, der Anpressdruck jedoch nicht zu hoch wird.

Das zu zerkleinernde Gut kann dem Schneidwerk besonders effektiv zugeführt werden, wenn die Zuführeinrichtung zwei Fördermittel aufweist. Durch das Vorsehen von zwei Fördermitteln kann insbesondere eine Zuführeinrichtung, die Material mit einem Schlupf gegen das Schneidwerk presst, besonders gut realisiert werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass beide Fördermittel als Förderbänder ausgebildet sind, wobei das eine Förderband schräg zu dem anderen Förderband angeordnet ist. Mit einem derartigen Doppelförderband kann das zu zerkleinernde Gut besonders einfach dem Schneidwerk zugeführt werden.

Eine besonders effektive Zuführung mittels Reib- oder Kraftschluss kann erzielt werden, wenn die Förderbänder einen Winkel von 28 bis 40° zueinander aufweisen. Dadurch, dass die Förderbänder in einem Winkel zueinander angeordnet sind, also insbesondere nicht parallel, kann das zu zerkleinernde Gut bereits vor Erreichen des Schneidwerkes komprimiert werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest ein Ende eines der Förderbänder federnd gelagert ist. Vorzugsweise ist dies das dem Schneidwerk zugewandte Ende eines oberen Förderbandes, das schräg zu einem unteren horizontal angeordneten Förderband angeordnet ist. Durch diese Maßnahme wird bewirkt, dass das Förderband bzw. die Zuführeinrichtung nicht überlastet wird. Insbesondere, wenn ein Materialstau vor dem Schneidwerk entsteht, kann das eine Förderband nachgeben, so dass mehr zu zerkleinerndes Gut zwischen den Förderbändern aufgenommen werden kann.

Bei einer alternativen Ausführungsform einer Zuführeinrichtung ist das eine Fördermittel als Förderband und das andere Fördermittel als Flügelwelle ausgebildet. Dies ist eine besonders einfache und preisgünstige Möglichkeit der Ausführung einer Zuführeinrichtung.

Eine besonders gute Fördercharakteristik wird erreicht, wenn die Flügelwelle zwei oder mehr Flügel aufweist.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Flügel der Flügelwelle aus elastischem Material ausgebildet sind, insbesondere mit einer Shorehärte von 85 bis 90 ShoreA. Flügelwellen mit elastischen Flügeln sind in der Lage, das zuzuführende Gut so mit Druck zu beaufschlagen, dass es eine gewisse Verpressung erfährt. Durch die dadurch entstehende Kraft auf das sich in Richtung Schneidwerk bewegende Förderband entsteht ein ausreichend großer Anpresseffekt in Richtung der sich drehenden Schneidwellen, wodurch das zu zerkleinernde Gut besonders gut eingezogen wird. Die elastisch ausgelegten Flügel mit einer Shorehärte von vorzugsweise 85 bis 90 ShoreA biegen sich nach Überwindung ihrer Eigenspannung weg, und kehren nach Entlastung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Flügel geschlitzt sind. Dadurch entstehen Flügel mit mehreren Segmenten, die sich dem zu zerkleinernden Gut besser anpassen können.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das schneidwerkseitige Ende des Förderbandes einen Abstand F zur Flügelwelle von etwa 60 bis 85 mm aufweist. Dieser Abstand bewirkt, dass zu zerkleinerndes Gut ab einer bestimmten Größe auf ein gewisses Maß zusammengepresst wird, so dass sich ein ausreichend kleiner Querschnitt ergibt und das Gut vom Schneidwerk eingezogen werden kann.

Vorteilhafterweise ist in Zuführrichtung vor der Flügelwelle ein Niederhalter angeordnet. Ein derartiger Niederhalter verhindert ein Hochkippen des zu zerkleinernden Gutes. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn Kunststoffflaschen zerkleinert werden sollen und der Flaschenhals zuerst zugeführt wird.

Vorzugweise weisen die Förderbänder einen Gleitreibwert &mgr; von etwa 0,7 bis 0,85 auf. Dadurch wird ein gewisser gewünschter Anpresseffekt des Schnittgutes an die Schneidzähne der Schneidwellen sichergestellt. Bei einem derartigen Gleitreibwert wird der Anpresseffekt auch aufrechterhalten, wenn Flüssigkeit aus den zu zerkleinernden Gütern austritt (Schmiereffekt).

Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Antriebsmotor für das Schneidwerk vorgesehen ist, der von einer Steuerung angesteuert ist, wobei die Steuerung bei einer Überlast den Motor stillsetzt und reversiert. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Steuerung derart programmiert ist, dass das Schnittgut mit einer vorher einstellbaren Anzahl von neuen Startversuchen dem Schneidwerk wieder zugeführt wird und ab einer bestimmten erfolglosen Anzahl von Startversuchen der Antrieb stillgesetzt wird. Durch diese Maßnahme wird eine Beschädigung des Schneidwerks verhindert. Das Stillsetzen und Reversieren des Antriebs erfolgt vorteilhafterweise selbsttätig.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schneidwellen des Schneidwerks und die Fördermittel bewegungsgekoppelt sind. Dies bedeutet, dass nur ein einziger Antrieb für die gesamte Zerkleinerungsvorrichtung notwendig ist. Außerdem kann durch diese Maßnahme die Zuführgeschwindigkeit besonders einfach an die Arbeitsgeschwindigkeit des Schneidwerkes angepasst werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:

1 einen Querschnitt durch ein Schneidwerk;

2 eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Schneidblattes;

3 einen Querschnitt durch einen Zahn eines Schneidblattes;

4 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Zerkleinerungsvorrichtung;

5 einen Querschnitt durch die Zerkleinerungsvorrichtung der 4;

6 einen Querschnitt durch eine alternative Ausführungsform einer Zerkleinerungsvorrichtung.

7 einen Querschnitt durch eine weitere alternative Ausführungsform einer Zerkleinerungsvorrichtung.

In der 1 ist ein Schneidwerk 1 im Querschnitt gezeigt. Das Schneidwerk 1 weist zwei Schneidwellen 2, 3 auf, die jeweils mehrere Schneidblätter 4 aufweisen, die in axialer Richtung hintereinander angeordnet sind. Die Schneidwellen 2, 3 kämmen miteinander. Dies bedeutet, dass ein Schneidblatt 4 der einen Schneidwelle 2, 3 in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Schneidblättern der anderen Schneidwelle 2, 3 eingreift. Die Schneidblätter 4 weisen Zähne 5, 6, 7, 8 auf, deren genaue Form noch beschrieben werden wird. Die Zähne von in axialer Richtung hintereinander angeordneten Schneidblättern 4 sind leicht versetzt angeordnet, was beispielsweise anhand der Zähne 6, 7, 8 zu sehen ist. Das Schneidwerk 1 weist weiterhin Abstreifer 9, 10 auf, zwischen denen ein Öffnungswinkel G gebildet ist. Durch den Öffnungswinkel G und die nicht umschließende Form wird der Durchsatzquerschnitt des Schneidwerkes 1 festgelegt.

In der 2 ist ein Ausschnitt eines Schneidblattes 4 gezeigt. Anhand des Zahnes 12 wird das erfindungsgemäße Verhältnis von Höhe zu Breite des Zahnes 12 verdeutlicht. Die Höhe H des Zahnes 12 bemisst von einem Schneidblattgrund 13 zu einer Zahnspitze 14. Die Breite des Zahnes 12 wird durch den Buchstaben S angezeigt.

In der 3 ist der Querschnitt A des Zahnes 12 der 2 gezeigt. Aufgrund des Verhältnisses von Zahnhöhe H zu Zahnbreite S von ≤ 1 ergibt sich ein schlanker Zahn A. Durch diese Zahngeometrie wird ein optimales Angreifverhalten an dem zu zerkleinernden Gut sichergestellt. Somit können die Gebinde von zu zerkleinerndem Gut, die aufgrund ihres geringen Gewichts im Vergleich zum Volumen leicht abgedrängt werden können, gut eingezogen werden. Der Zahn 12 weist eine Schneidfase 15 auf, die einen Winkel C von 2 bis 5° aufweisen kann. Die Schneidfase 15 weist eine Breite D von 0,4 bis 1 mm auf. Sie verläuft dann mit einem Radius B über einen Bereich von 1 bis 1,5 mm zum Zahnrücken 16 hin aus.

In der 4 ist eine Zerkleinerungsvorrichtung 20 gezeigt, die ein Schneidwerk 1, wie es in den 1 bis 3 beschrieben wurde, aufweist. Die Zerkleinerungsvorrichtung 20 weist eine Zuführeinrichtung auf, die zwei Fördermittel 21, 22 umfasst. Die Fördermittel 21, 22 sind im Ausführungsbeispiel der 4 beide als Förderbänder ausgebildet. Die Fördermittel 21, 22 sind mit dem Schneidwerk 1 bewegungsgekoppelt, was durch die Ketten 23, 24 angedeutet ist. Das Schneidwerk 1 wird durch einen Motor 25 angetrieben. Das zu zerkleinernde Gut wird dem Schneidwerk 1 durch die Fördermittel 21, 22 zugeführt, wobei das zu zerkleinernde Gut zwischen den Fördermitteln 21, 22 angeordnet ist. Die Seitenplatinen 26, von denen nur eine dargestellt ist, verhindern, dass das zu zerkleinernde Gut zur Seite hin entweicht. Durch die Fördermittel 21, 22 wird das zu zerkleinernde Gut mit einem gewissen Anpressdruck gegen das Schneidwerk 1 gepresst. Dabei ist jedoch vorgesehen, dass die Fördermittel 21, 22 einen gewissen Schlupf aufweisen. Dies bedeutet, dass bei einem Materialstau zwar ein Anpressdruck an das Schneidwerk 1 aufrechterhalten wird, die Förderbänder der Fördermittel 21, 22 jedoch an dem zu zerkleinernden Gut entlanggleiten können. Das dem Schneidwerk 1 zugewandte Ende des Fördermittels 22 ist über eine Vorrichtung 27 federnd gelagert.

Dies bedeutet, dass bei einem Materialstau das dem Schneidwerk 1 zugewandte Ende des Fördermittels 22 sich nach oben bewegen kann.

In der 5 ist ein Längsschnitt durch die Zerkleinerungsvorrichtung 20 der 4 gezeigt. Um eine möglichst große Angriffsfläche für die Zähne der Schneidwellen 2, 3 zu schaffen, ist das Schneidwerk 1 in einem Winkel E zur Horizontalen angeordnet. Insbesondere wird der Winkel E durch die durch die Achsen der Schneidwellen 2, 3 aufgespannte Ebene und eine Zuführebene, die durch das Fördermittel 21 vorgegeben ist, bestimmt. Das Schneidwerk 1 wird besonders gut ausgenützt, wenn der Winkel zwischen den Fördermitteln 21, 22 im Bereich 28 bis 40° liegt. Dieser Winkel ist veränderlich, insbesondere wenn sich das Fördermittel 22 mit seinem dem Schneidwerk 1 zugewandten Ende nach oben bewegt. Dies ist aufgrund der federnden Vorrichtung 27 möglich.

In der 6 ist eine alternative Ausführungsform einer Zerkleinerungsvorrichtung 30 im Querschnitt dargestellt. Die Zuführeinrichtung umfasst ein als Förderband ausgebildetes Fördermittel 31 und ein als Flügelwelle ausgebildetes Fördermittel 32. Die Flügelwelle umfasst zwei oder mehrere elastische als Segmente ausgeführte Flügel 33, 34, die geschlitzt ausgeführt sind. Der Abstand F zwischen dem Fördermittel 31 und dem Fördermittel 32 ist so bemessen, dass zu zerkleinerndes Gut bereit so weit komprimiert wird, dass es besonders gut durch das Schneidwerk 1 eingezogen werden kann. In Zuführrichtung vor dem Fördermittel 32 ist ein Niederhalter 35 vorgesehen, der ein Hochkippen des zu zerkleinernden Gutes verhindert.

Zum Recyceln kann das Separieren kompletter Gebinde erforderlich sein, deshalb muss eine Flasche einstückig bleiben, um sie z.B. farblich oder materialabhängig zu sortieren, dazu folgende Problemlösung, wie nach 7 beschrieben. Im Unterschied zu den vorher beschriebenen Ausführungen ist diese in der Lage, die Behälter nur teileweise durchzuschneiden, so dass die Gebinde im ganzen noch zusammenhängend sind. Dies geschieht dadurch, dass sie die beiden Kerndurchmesser (37, 38) der sich gegenläufig bewegenden Schneidblätter (4) nicht überlappen, sondern mit einer Massdifferenz von 1–2,5 mm (39) zueinander laufen. Dabei werden die Behälter beim durchlaufen des Aggregates lediglich auf den durch die Maßdifferenz (39) der Wellen vorgegebenen Abstand zusammengepresst, und nur die am Umfang der Messerwellen liegenden Zähne (5) durchstechen die Behälter. Durch das ineinandergreifen der durch das Durchstechen der Behälter entstehenden Segmente entsteht noch ein gewünschter Verhakungseffekt. Die besondere Form der Abstreifer (40, 41) auf der Auslassseite des Schneidaggregates sind dafür da, dass sich der zusammengepresste Behälter nach dem Verlassen des Schneidwerkes nicht wieder aufweiten kann. Die Zähne (5) der Messerwellen (37, 38) können je nach Anforderungen an den Pressgrad oder die verwendeten Materialien in der Zahnhöhe und der Zähnezahl variieren.


Anspruch[de]
Schneidwerk (1), insbesondere einer Zerkleinerungsvorrichtung (20, 30) für dünnwandige Teile oder Behälter, mit zwei miteinander kämmenden Schneidwellen (2, 3), wobei die Schneidwellen (2, 3) Schneidblätter (4) mit Zähnen (58) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis H/S von Zahnhöhe H zu Zahnbreite S ≤ 1 ist. Schneidwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (58) eine Schneidfase (14) aufweisen. Schneidwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidfase (14) einen Winkel C mit 0,5° ≤ C ≤ 7°, vorzugsweise 2° ≤ C ≤ 5°, aufweist. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidfase (15) eine Breite im Bereich 0,4–1 mm aufweist. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidfase (15) mit einem Radius (B) über eine Strecke, insbesondere über 1–1,5 mm, zu einem Zahnrücken (16) hin ausläuft. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Zahnbreite zum Zahnabstand am Umfang etwa 10/28 beträgt. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Achsen der Schneidwellen (2, 3) aufgespannte Ebene einen Winkel E, vorzugsweise 15° ≤ E ≤ 45°, zu einer Zuführebene für das zu zerkleinernde Gut aufweist. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (1) einen Öffnungswinkel G im Bereich 50°–60° aufweist. Zerkleinerungsvorrichtung (20, 30) mit einem Schneidwerk (1), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerungsvorrichtung (20, 30) eine Zuführeinrichtung aufweist, die zu zerkleinerndes Material mit einem Anpressdruck gegen das Schneidwerk (1) presst. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung Material mit einem Schlupf gegen das Schneidwerk presst. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung zwei Fördermittel (21, 22, 31, 32) aufweist. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass beide Fördermittel (21, 22) als Förderbänder ausgebildet sind, wobei das eine Förderband schräg zu dem anderen Förderband angeordnet ist. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbänder einen Winkel im Bereich 28°–40° zueinander aufweisen. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Ende eines der Förderbänder federnd gelagert ist. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Fördermittel (31) als Förderband und das andere Fördermittel (32) als Flügelwelle ausgebildet ist. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelwelle zwei oder mehrere Flügel (33, 34) aufweist. Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (33, 34) der Flügelwelle aus elastischem Material ausgebildet sind, insbesondere mit einer Shorehärte von etwa 85–90 ShoreA. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (33, 34) geschlitzt sind und zwischen den Segmenten Abstreifer (36) positioniert sind (6). Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15–18, dadurch gekennzeichnet, dass das schneidwerkseitige Ende des Förderbandes einen Abstand F zur Flügelwelle von etwa 60–85 mm aufweist. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15–19, dadurch gekennzeichnet, dass in Zuführrichtung vor der Flügelwelle ein Niederhalter (35) angeordnet ist. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12–20, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbänder einen Gleitreibwert &mgr; von etwa 0,7–0,85 aufweisen. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9–21, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor (25) für das Schneidwerk (1) vorgesehen ist, der von einer Steuerung angesteuert ist, wobei die Steuerung bei einer Überlast den Motor (25) stillsetzt und reversiert. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwellen (2, 3) des Schneidwerks (1) und die Fördermittel (21, 22, 31, 32) bewegungsgekoppelt sind. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerndurchmesser (37, 38) der gegenläufigen Schneidblätter (4) einen Abstand (39), insbesondere eine Massdifferenz von 1–2,5 mm, aufweisen. Zerkleinerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifer (40, 41) auf der Auslassseite nahezu parallel zur Durchführungsrichtung des Schnittgutes verlaufen.






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