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Dokumentenidentifikation DE202005021093U1 03.05.2007
Titel Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit in einem Erdreich
Anmelder Krachtus, Werner, 92718 Schirmitz, DE
Vertreter LangRaible Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 202005021093
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 07.12.2005
File number of patent application claimed 10 2005 058 436.5
IPC-Hauptklasse G01N 33/24(2006.01)A, F, I, 20061201, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01N 27/04(2006.01)A, L, I, 20061201, B, H, DE   A01G 27/00(2006.01)A, L, I, 20061201, B, H, DE   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

STAND DER TECHNIK

Die DE 10 2004 010 059 A1 offenbart ein Verfahren bzw. eine Anordnung zur temperaturkorrigierten Messung der relativen Feuchte in einer Erdkultur, wobei in die Erdkultur zwei leitfähige Elektroden gesteckt werden, zwischen denen eine Wechselspannung angelegt wird. Ein Messwert für die relative Feuchte wird erzeugt, indem der Abfall der Wechselspannung über einen thermisch an das Erdreich angepassten Thermistor und eine Impedanz abgeleitet wird. Die beschriebene Messanordnung ist relativ kompliziert. In der DE 10 2004 010 059 A1 ist zudem kein Vorschlag angegeben, auf welche Weise der Messwert einem Nutzer zugänglich gemacht werden soll.

Aus der DE 200 12 404 U1 ist ein Pflanztopf mit Wasserstands-Anzeiger bekannt. Hierbei ragt ein Wasserstands-Sensor in einen Wasser-Vorratsraum, der im Bodenbereich des Pflanztopfes durch die Anordnung eines Trennbodens ausgebildet ist. Der Wasserstands-Sensor weist mehrere, übereinander angeordnete Messpunkte und einen Referenzpunkt auf, die jeweils über elektrische Leitungen mit einer Schaltung in Kontakt stehen. Da die Messpunkte und der Referenzpunkt jeweils durch Kontakte gebildet sind, werden je nach Wasserstand in dem Wasser-Vorratsraum elektrisch leitende Kontakte zwischen unterschiedlich vielen Messpunkten und dem Referenzpunkt hergestellt. Diese werden über die Schaltung und einen Rechner verarbeitet und an den Wasserstands-Anzeiger weitergegeben, welcher den Wasserstand anzeigt. Der Wasserstands-Anzeiger weist ein Anzeigefeld auf, in dem eine vorprogrammierbare Trockenperiode und ein Signal zum Nachfüllen des Vorratsraums darstellbar sind. Nachteilig an dieser Anordnung ist, dass der Wasserstands-Anzeiger nur in Kombination mit dem speziell dafür gestalteten Pflanztopf verwendet werden kann, da er lediglich einen Wasserfüllstand, nicht aber die Feuchtigkeit des Erdreiches messen kann. Zudem ist der Wasserstands-Anzeiger kompliziert aufgebaut, sehr groß und daher optisch störend.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches bereit zu stellen, die möglichst einfach aufgebaut, universell einsetzbar, gut ablesbar und zudem optisch ansprechend ist. Insbesondere soll eine Vorrichtung zur Feuchtigkeitsmessung in dem Erdreich eines Pflanztopfes zur Verfügung gestellt werden, die einen dekorativen Effekt aufweist.

WESEN DER ERFINDUNG

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Details, Aspekte und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den Figuren.

Eine Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches weist demnach an einem in das Erdreich einsteckbaren Abschnitt wenigstens einen Messfühler und an einem aus dem Erdreich hervorstehenden Abschnitt ein Anzeigegehäuse mit einem Messwertanzeiger auf. Erfindungsgemäß umfasst der Messwertanzeiger wenigstens eine Leuchtdiode. Diese dient der Anzeige der Feuchtigkeit in dem Erdreich. Gemäß vorliegender Erfindung ist, vorgesehen, dass die wenigstens eine Leuchtdiode leuchtet, so lange eine ausreichend hohe Feuchtigkeit in dem Erdreich vorhanden ist. Sinkt der Feuchtigkeitsgehalt in dem Erdreich unter einen Schwellenwert, so erlischt die Leuchtdiode.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Leuchtdiode aufleuchtet, sobald ein Schwellenwert für die Feuchtigkeit im Erdreich unterschritten wird.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches weist bevorzugt ein dekoratives Erscheinungsbild auf. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass das Anzeigegehäuse in dekorativer Weise gestaltet ist. Eine geeignete Form-, Farb- und Materialauswahl kann das Erscheinungsbild der Mess- und Anzeigevorrichtung je nach Anforderung verändern. Bspw. kann das Anzeigegehäuse eine figürliche Gestalt aufweisen, bspw. in Form eines Gartenzwerges, einer Tierfigur, eines Gebäudes, o. Ä. Es kann alternativ eine abstrakte Gestalt aufweisen und bspw. aus Edelstahl gefertigt sein, um sich einer modernen Wohnungseinrichtung anzupassen. In der Gestaltung des Anzeigegehäuses ist der Erfindung keine Grenze gesetzt. Jedes Material, das eine ausreichende Feuchtigkeitsresistenz aufweist, ist für die Gestaltung des Äußeren der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendbar, bspw. können das Anzeigegehäuse und/oder der in das Erdreich einsteckbare Abschnitt Kunststoff, Edelstahl, Kautschuk etc. aufweisen oder aber auch aus einem natürlich vorkommenden kristalliten Material bestehen.

Die wenigstens eine Leuchtdiode kann derart in das Anzeigegehäuse eingebracht sein, dass sie sich in die äußere Erscheinungsform einpasst und/oder den dekorativen Effekt erhöht oder selbst einen dekorativen Effekt vermittelt. Leuchtdioden stehen in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben zur Verfügung und bieten dadurch viele Möglichkeiten, das Erscheinungsbild der Mess- und Anzeigevorrichtung mitzugestalten. Bspw. kann ein Anzeigegehäuse einer erfindungsgemäßen Vorrichtung die Gestalt eines Hauses aufweisen, und eine Leuchtdiode kann so an dem Gehäuse angeordnet sein, dass sie ein Fenster des Hauses erleuchtet.

Eine Gestaltung, die u. a. die Auswahl und Anordnung der an der Anzeigevorrichtung angeordneten Leuchtdioden umfasst, kann hierbei auch funktionelle Zwecke erfüllen. Bspw. kann der Messwertanzeiger eine Mehrzahl von Leuchtdioden aufweisen, die jeweils in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit des Erdreiches leuchten. Diese Leuchtdioden können jeweils identisch und derart verschaltet sein, dass je nach Grad der Feuchtigkeit im Erdreich eine unterschiedliche Anzahl von Leuchtdioden leuchtet.

Alternativ kann jede oder ein Teil der verwendeten Leuchtdioden unterschiedliche Farben und/oder Größen aufweisen, die jeweils in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit des Erdreiches leuchten. Bspw. können je nach Feuchtigkeitsgehalt im Erdreich unterschiedlich farbige Leuchtdioden leuchten.

Die Auswahl und Anordnung der Leuchtdioden an dem Messwertanzeiger kann hierbei so gewählt sein, dass sie eine intuitive Erfassung des Feuchtigkeitsgehaltes erlauben. Bspw. können bei einer hohen Feuchtigkeit viele Leuchtdioden leuchten, während bei einer geringen Feuchtigkeit nur wenige bzw. nur eine Leuchtdiode leuchtet. Als weiteres Beispiel kann bei einer hohen Feuchtigkeit bspw. eine blaue und bei einer niedrigen Feuchtigkeit eine rote Leuchtdiode leuchten.

Der Messfühler der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann unterschiedlich gestaltet sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Messfühler wenigstens zwei leitfähige Elektroden auf. Diese sind bevorzugt voneinander beabstandet an dem in das Erdreich steckbaren Abschnitt der Vorrichtung angeordnet. Der in das Erdreich einsteckbare Abschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist bevorzugt zumindest an seinem Endabschnitt eine Kegel- oder Keilform auf, um eine gute Einsteckbarkeit in das Erdreich zu gewährleisten. Außerdem ist dieser Abschnitt bevorzugt ein Hohlkörper, so dass von den Elektroden ausgehende Leitungen innerhalb der Vorrichtung verlaufen können. Die Elektroden können bspw. elektrisch leitfähige Ringe sein, die in unterschiedlichen Höhen des in die Erde steckbaren Abschnittes angeordnet sind. Diese können über den Kegel- bzw. Keilabschnitt geschoben sein und bspw. über einen Leitungsdraht, der durch eine Aussparung in der Wandung des Abschnittes hindurch verlegt ist, mit einer im Inneren der Mess- und Anzeigevorrichtung angeordneten Schaltung verbunden sein. Die Elektroden können alternativ selbst Teile der Wandung des in die Erde steckbaren Abschnittes bilden. Alternativ können sie die Form von Platten oder Stiften aufweisen.

Das Erdreich weist eine von seiner Feuchtigkeit abhängige Leitfähigkeit auf. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Elektroden derart in einen Schaltkreis eingebunden, dass das Erdreich als variabler elektrischer Widerstand zwischen den beiden Elektroden wirkt, welcher proportional zur Erhöhung der Leitfähigkeit des Erdreiches durch eine Erhöhung der Feuchtigkeit des Erdreiches sinkt. Weitere notwendige Bauelemente im Schaltkreis sind eine Spannungsquelle, bevorzugt eine Batterie oder Knopfzelle, und wenigstens eine Leuchtdiode.

Leuchtdioden weisen Grenzwerte für ihre Durchlassspannung auf, was bedeutet, dass sie erst bei Erreichen eines Spannungsschwellenwertes einen Stromfluss erlauben und zu leuchten beginnen. Die Durchlassspannung von Leuchtdioden ist u. a. von dem verwendeten Halbleitermaterial abhängig. Ein geringer Widerstand zwischen den Elektroden der beschriebenen Anordnung, hervorgerufen durch eine hohe Feuchtigkeit des Erdreiches, hat zur Folge, dass an einer in den Schaltkreis eingebundenen Leuchtdiode eine relativ hohe Spannung anliegt. Erreicht diese Spannung die Durchlassspannung der Leuchtdiode, so leuchtet diese. Sinkt die Feuchtigkeit in dem die Elektroden umgebenden Erdreich, so nimmt die Leitfähigkeit des Erdreiches ab, der elektrische Widerstand steigt, der Stromfluss und die Lichtintensität der Leuchtdiode nehmen ab; der Stromfluss bricht ab und die Leuchtdiode erlischt, wenn die an ihr anliegende Spannung unter den Schwellenwert fällt.

Zum Schutz der wenigstens einen Leuchtdiode vor zu hohen Stromstärken kann es nötig sein, wenigstens einen entsprechenden Vorwiderstand in den Schaltkreis einzubauen.

Die beschriebene Schaltung weist den Vorteil auf, dass sie sehr einfach ist. Aus diesem Grund ist sie wenig störanfällig und beansprucht wenig Raum. Daher ist sie insbesondere für eine Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung geeignet, deren Anspruch ein möglichst ansprechendes Äußeres ist.

Die einfachste Form der beschriebenen Schaltung mit nur einer Leuchtdiode ist hierbei besonders bevorzugt, da sie in der Herstellung, Bedienung und Wartung am einfachsten ist und das Erscheinungsbild der Anzeige wenig beeinflusst. Der gewünschte Trockenheitsgrad, der durch die Vorrichtung angezeigt werden soll, kann durch die Wahl der Leuchtdiode eingestellt sein. Allerdings kann es wünschenswert sein, eine genauere und bspw. abgestufte Anzeige des Feuchtigkeitsgehalts des Erdreiches zur Verfügung zu stellen.

Zu diesem Zweck kann die erfindungsgemäße Vorrichtung bspw. mehrere Schaltkreise gemäß der voranstehenden Beschreibung mit jeweils einer Leuchtdiode aufweisen, die bei unterschiedlichen Feuchtigkeiten im Erdreich, also bei unterschiedlichen Leitfähigkeiten des Erdreiches bzw. unterschiedlich hohen elektrischen Widerständen zwischen den Elektroden, zu leuchten beginnen. Es kommen hierzu insbesondere Leuchtdioden mit unterschiedlichen Durchlassspannungen zum Einsatz. Da der elektrische Widerstand vom Abstand der Elektroden abhängig ist, können auch unterschiedliche Schaltkreise mit identischen Leuchtdioden aber unterschiedlich positionierten Elektroden verwendet werden, um eine abgestufte Feuchtigkeitsanzeige zu erhalten.

Die Verwendung von mehreren Schaltkreisen mit unterschiedlich farbigen Leuchtdioden mit unterschiedlichen Durchlassspannungen, die bei unterschiedlichen Feuchtigkeiten und somit unterschiedlichen elektrischen Widerständen im Schaltkreis leuchten, ist ebenfalls denkbar. Auch die Parallelschaltung unterschiedlicher Leuchtdioden bzw. die Parallelschaltung von unterschiedlichen oder gleichen Leuchtdioden mit oder ohne jeweils unterschiedlichen oder gleichen Vorwiderständen können für eine gewünschte Anzeige sorgen. Die erwähnten Möglichkeiten können in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt werden.

In den bisher beschriebenen Messanordnungen erfolgt eine Messung und Anzeige der Feuchtigkeit in dem Erdreich aufgrund einer Änderung der Leitfähigkeit der Umgebung des Messfühlers. Die Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit im Erdreich umfasst daher eine Einrichtung zur Messung bzw. Anzeige der Leitfähigkeit der Umgebung des Messfühlers. Alternativ kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung eine Einrichtung zur Messung einer Dielektrizität der Umgebung des Messfühlers umfassen. Die beteiligten Elektroden werden hierbei mit einer Spannung beaufschlagt, um als Kondensator zu wirken. Die Kapazität dieses Kondensators ist dabei abhängig von der Dielektrizität des umgebenden Mediums, also des Erdreiches und dessen Feuchtigkeitsgehalts (kapazitive Messung des Feuchtigkeitsgehalts des Erdreiches).

Auch eine Messspitze, die zur Messung eines Wasserfüllstandes geeignet ist und bspw. ähnlich zu dem in der DE 200 12 404 U1 beschriebenen Wasserstands-Anzeiger aufgebaut ist, kann im Rahmen der Erfindung zur Anwendung kommen. Eine derartige Vorrichtung ist bspw. für eine Anwendung in Hydrokulturen oder Seramis-Kulturen geeignet.

Die vorgenannten Messanordnungen können in bevorzugter Weise, insbesondere durch zusätzliche, dem Fachmann geläufige Schaltungen auch so aufgebaut werden, dass die wenigstens eine Leuchtdiode immer dann aufleuchtet, wenn ein Schwellenwert für die Feuchtigkeit im Erdreich unterschritten wird. Die leuchtende(n) LED('s) signalisieren in diesem Fall, dass gegossen werden muss. Die LED('s) kann/können erfindungsgemäß den Grad der Feuchtigkeit im Erdreich auch durch unterschiedliche Blinkgeschwindigkeiten signalisieren.

Als Spannungsquelle einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches wird bevorzugt wenigstens eine Batterie, besonders bevorzugt eine oder mehrere Knopfzellen verwendet. Zu diesem Zweck ist es vorgesehen, dass das Anzeigegehäuse eine Aufnahmeeinrichtung für Batterien oder Knopfzellen umfasst. Diese ist vorzugsweise abgedichtet, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Knopfzellen sind besonders klein und benötigen daher wenig Raum in dem Anzeigegehäuse, wodurch dieses in seiner Größe und Form durch die Aufnahmeeinrichtung für die Knopfzelle nur geringfügig eingeschränkt ist.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches einen Schalter zur Inbetriebnahme bzw. Außerbetriebnahme der Vorrichtung aufweisen kann. Hierdurch kann bei Nichtgebrauch auf einfache Weise Energie gespart werden. Die Vorrichtung kann im ausgeschalteten Zustand auch zu rein dekorativen Zwecken eingesetzt werden.

Eine Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches gemäß vorliegender Erfindung kann beliebig attraktiv gestaltet sein. Die Verwendung von Leuchtdioden als Anzeigemedium ist technisch sehr einfach durchführbar. Das Anzeigegehäuse kann insgesamt sehr klein ausfallen, da es kein Anzeigenfeld aufweisen und keine zusätzlichen Bauteile wie bspw. Rechner etc. beinhalten muss. Da Leuchtdioden einen geringen Energieverbrauch haben, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung durch eine Knopfzelle betrieben werden, was ebenfalls eine geringe Baugröße des Anzeigengehäuses unterstützt. Da Leuchtdioden eine lange Lebensdauer aufweisen sowie unempfindlich gegen Erschütterungen sind, ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung langlebig und muss kaum gewartet werden. Da sich Leuchtdioden kaum aufheizen, ist keinerlei Unfallgefahr gegeben. Die Farb- und Formenvielfalt der zur Verfügung stehenden Leuchtdioden unterstützt die Gestaltungsvariabilität der Vorrichtung.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Gleiche Bauteile weisen dabei grundsätzlich gleiche Bezugszeichen auf und werden teilweise nicht näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches, und

2 eine schematische Querschnittdarstellung eines Pflanztopfes, in dessen Erdreich die Vorrichtung aus 1 eingesteckt ist.

BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM

1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches 12. Die Vorrichtung umfasst einen in ein Erdreich 12 einsteckbaren Abschnitt 14, der einen Messfühler 16 in Form von zwei ringförmigen, leitfähigen Elektroden 161, 162 aufweist. Das untere Ende des in das Erdreich 12 einsteckbaren Abschnittes 14 weist eine Kegelform auf, um ein einfaches Einführen des Abschnittes 14 mit dem Messfühler 16 in das Erdreich 12 zu ermöglichen.

Die Vorrichtung 10 weist weiterhin einen jederzeit oberhalb des Erdreiches 12 liegenden Abschnitt 18 auf. Dieser aus dem Erdreich 12 hervorstehende Abschnitt 18 weist ein Anzeigegehäuse 20 mit einem Messwertanzeiger 22 auf. Im dargestellten Beispiel sitzt das Anzeigegehäuse 20 kopfartig auf dem in das Erdreich 12 einsteckbaren Abschnitt 18 der Mess- und Anzeigevorrichtung 10 auf Das Anzeigegehäuse 20 weist eine Aufnahmeeinrichtung 24 für wenigstens eine Knopfzelle 26 auf. Die Aufnahmeeinrichtung 24 ist verschließbar und gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Das Anzeigegehäuse 20 weist zudem an einer Vorderseite eine Leuchtdiode 28 auf.

Die zwei Elektroden 161, 162 sind mittels innerhalb der Mess- und Anzeigevorrichtung 10 verlaufenden Leitungen (nicht sichtbar) mit der Knopfzelle 26 und der Leuchtdiode 28 zu einem Schaltkreis verbunden. Über den Schalter 30 kann der Kreis geschlossen werden, was bedeutet, dass die Mess- und Anzeigevorrichtung 10 funktionsbereit ist.

In 2 ist in einer schematischen Querschnittdarstellung eines Pflanztopfes 11 verdeutlicht, wie die Mess- und Anzeigevorrichtung 10 aus 1 in ein Erdreich 12 eingesteckt ist, um die Feuchtigkeit dieses Erdreiches 12 zu prüfen und anzuzeigen. Der in das Erdreich 12 einsteckbare Abschnitt 14 der Mess- und Anzeigevorrichtung 10 ist so in das in dem Pflanztopf 11 befindliche Erdreich 12 eingesteckt, dass sein Messfühler 16 in etwa im Wurzelbereich der Pflanze 13 zu liegen kommt. Das Anzeigegehäuse 20 steht aus dem Erdreich 12 hervor und ist somit sichtbar. Ein Leuchten der an dem Anzeigegehäuse 20 angeordneten Leuchtdiode 28 ist ebenso erkennbar.

Damit der sichtbare Abschnitt 18 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 nicht störend in der Gesamtanordnung wirkt, ist er dekorativ gestaltet. Im Beispiel ist das Anzeigegehäuse 20 relativ klein gehalten, was durch die insgesamt einfache Messanordnung, die nur wenige Bauteile umfasst, und die Energieversorgung durch die Knopfzelle 26 möglich ist.

Die Form des Anzeigengehäuses 20 ist im dargestellten Beispiel sehr schlicht und einfach gehalten. Jede andere Gestalt ist jedoch ebenso denkbar und von dem Erfindungsgedanken umfasst.


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zur Messung und Anzeige der Feuchtigkeit eines Erdreiches (12), die an einem in das Erdreich (12) einsteckbaren Abschnitt (14) wenigstens einen Messfühler (16) und an einem aus dem Erdreich (12) hervorstehenden Abschnitt (18) ein Anzeigegehäuse (20) mit einem Messwertanzeiger (22) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwertanzeiger (22) wenigstens eine Leuchtdiode (28) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigegehäuse (20) eine dekorative Gestaltung aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwertanzeiger (22) eine Mehrzahl von Leuchtdioden (28) aufweist, die jeweils in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit des Erdreiches (12) leuchten. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei aus der Mehrzahl von Leuchtdioden (28) eine unterschiedliche Größe aufweisen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei aus der Mehrzahl von Leuchtdioden (28) sichtbare Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge emittieren. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigegehäuse (20) eine Aufnahmeeinrichtung (24) für Knopfzellen (26) zum Betrieb der Vorrichtung (10) umfasst. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Schalter (30) zur Inbetriebnahme bzw. Außerbetriebnahme der Vorrichtung (10) aufweist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Messfühler (16) wenigstens zwei leitfähige Elektroden (161, 162) umfasst. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Messfühler die Leitfähigkeit des den Messfühler umgebenden Erdreichs bestimmt.






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