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Dokumentenidentifikation DE202005021143U1 03.05.2007
Titel Gleitschiene
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
DE-Aktenzeichen 202005021143
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 08.07.2005
File number of patent application claimed 10 2005 032 329.4
IPC-Hauptklasse E05F 3/04(2006.01)A, F, I, 20070109, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gleitschiene gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine derartige Gleitschiene mit einer Führung für ein Gleitstück eines Betätigungsarmes eines Türschließers, mit je einem an den Stirnseiten der Gleitschiene angeordneten mit der Gleitschiene fest verbindbaren Verbindungsstück, das eine Öffnung für ein Befestigungsmittel zur Befestigung der Gleitschiene aufweist, wobei das Befestigungsstück innerhalb der Gleitschiene mittels eines Lappens an dieser festlegbar ist, ist aus der DE 196 42 275 C2 zu entnehmen. Diese indirekte Befestigung der Gleitschiene durch an den Enden einsetzbare Endstücke ist aufwendig, weil darüber hinaus derartige Endstücke noch mit einer entsprechenden Kappe versehen werden müssen.

Aufgrund der hohen Belastungen insbesondere bei längeren Gleitschienen in Verbindung mit einem Türschließer oder einem Türantrieb kann es zu so genannten Ausbeulungen kommen, da die Gleitschiene nur an den Enden gehalten wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Stand der Technik dahingehend zu verbessern, dass eine Vereinfachung der Konstruktion unter Wegfall der zur Befestigung notwendigen Endstücke erreicht wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Lehre der Merkmale des Anspruches 1.

Die Unteransprüche geben eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.

Erfindungsgemäß wird eine direkte Befestigung der Gleitschiene je nach Montageart an einem Türblatt oder an einem Türrahmen gewählt. Dabei befindet sich in einem Schenkel der U-förmig ausgeführten Gleitschiene mindestens ein Durchbruch, der zur direkten Befestigung über Befestigungsschrauben dient. Je nach Länge der Gleitschiene können in dem Schenkel mehrere Durchbrüche vorhanden sein. Dabei ist es möglich, dass die Durchbrüche in gleichem oder ungleichem Abstand zueinander angeordnet sind.

Ein Durchbruch besteht aus einer Bohrung und einem seitlich sich daran anschließenden Langloch. Die Bohrung ist so groß bemessen, dass ein Kopf einer Befestigungsschraube mit entsprechendem Spiel durch die Bohrung passt. Die Breite des sich anschließenden Langloches ist so bemessen, dass der Schaft oder der Gewindeteil der Befestigungsschraube ebenfalls mit entsprechendem Spiel in diesem Langloch bewegt werden kann.

Dabei schließt sich am Ende des Langloches eine weitere Bohrung an, wobei deren Durchmesser geringer bemessen ist als der Kopf der verwendeten Befestigungsschraube. Mit einer derartigen Befestigung kann eine genaue Fixierung der Gleitschiene an dem Montageort erreicht werden, weil sich der Kopf der Befestigungsschraube, die vorzugsweise als Senkschraube ausgeführt ist, dann an den Bohrungsdurchmesser der zweiten Bohrung anschmiegt. Als Befestigungsschrauben können vorzugsweise Inbus-Senkkopfschrauben verwendet werden.

Zur Befestigung wird die Gleitschiene selbst als Schablone benutzt bzw. eine separate Schablone kommt zum Einsatz, um die entsprechenden Durchbrüche auf der Tür bzw. dem Türrahmen anzeichnen zu können. Anschließend werden dort die entsprechenden Bohrungen gebohrt und mit dem entsprechenden Gewinde versehen.

Um die Gleitschiene nun an dem vorbereiteten Montageplatz zu platzieren, werden die Befestigungsschrauben soweit eingedreht, dass die Materialstärke mindestens des Schenkels der Gleitschiene problemlos unterhalb des Kopfes der Befestigungsschraube hindurch kann. Somit ist es möglich die Gleitschiene aufzusetzen, wobei die Köpfe der Befestigungsschrauben durch die große Bohrung des Durchbruches hindurch passen und seitlich bis zum Ende des Langloches bzw. auf eine andere Position verschoben werden. So kann neben einer längenmäßigen Ausrichtung unmittelbar die Befestigung durch Anziehen der Befestigungsschrauben erfolgen.

Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die Einformung einer durchgehenden Nut oder eines Rücksprunges innerhalb des Befestigungsschenkels der U-förmigen Gleitschiene. Hierdurch kann erreicht werden, dass der Schraubenkopf die Bewegung des Gleitstückes innerhalb der Gleitschiene nicht behindert. Durch solch einen Rücksprung würde nämlich der Kopf innerhalb des Rücksprunges liegen und das Gleitstück könnte somit problemlos daran vorbeigleiten.

Alternativ könnte natürlich auch in dem Gleitstück ein Rücksprung vorhanden sein, um einen entsprechenden Platz für den vorstehenden Kopf der Befestigungsschraube zu schaffen.

Es zeigt sich, dass aufgrund der vorherigen Ausführungen eine solche Befestigung einer Gleitschiene, die über mehrere Durchbrüche erfolgen kann, insbesondere bei längeren Gleitschienen neben einem sicheren Halt an der Tür oder dem Türrahmen auch eine einfache Montage möglich ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den nachfolgenden Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Dabei zeigen:

1: Eine vereinfachte Darstellung eines Türblattes mit Türrahmen sowie Gleitschiene mit Türschließer,

2: eine Ansicht auf eine Rückwand einer Gleitschiene mit entsprechenden Durchbrüchen,

3: eine ähnliche Ansicht wie 2 jedoch mit drei Befestigungen,

4: eine Detaildarstellung A gemäß 2,

5: eine Detaildarstellung B gemäß 2,

6: einen Querschnitt des Befestigungsbereiches der Gleitschiene beim Aufsetzen,

7: wie 6, jedoch nach einem seitlichen Verschieben der Gleitschiene bei der Montage,

8: eine Ausführungsform einer Gleitschiene mit einem Rücksprung,

9: eine Ausführung eines Gleitstückes mit einem Rücksprung.

In der schematischen Darstellung der 1 ist ein Türrahmen 1 dargestellt, an dem eine Gleitschiene 2 befestigt ist. Innerhalb der Gleitschiene 2 ist ein Gleitstück 3 beweglich angeordnet. Das Gleitstück 3 ist mit einem Ende eines Betätigungsarmes 4 verbunden, dessen anderes Ende mit einer Abtriebsachse eines Türschließers 5 zusammenwirkt. Der Türschließer 5 befindet sich dabei auf einem Türblatt 6. Es sei angemerkt, dass die Erfindung nicht nur für Türschließer sondern auch für elektromechanische oder elektrohydraulische Türantriebe in Verbindung mit einer Gleitschiene benutzt werden kann. Die Gleitschiene 2 besteht im Wesentlichen aus einem U-förmigen Bauteil, dass eine zur Befestigung vorgesehene Rückwand in Form eines Schenkels 7 aufweist.

Die 2 zeigt diesen Schenkel 7 mit darin eingebrachten Durchbrüchen 9. Während auf der linken Seite der Zeichnung der Durchbruch 9 mit einer Bohrung 10, einem sich daran anschließenden Langloch 15 und einer daran anschließenden kleineren Bohrung 11 darstellt ist, ist in der rechten Darstellung der 2 die Bohrung 10 mit einem anschließenden Langloch 15 dargestellt. Auf diese beiden Ausführungen wird noch nachfolgend im Detail A und B näher eingegangen.

In der 3 wird eine Gleitschiene 2 wiedergegeben, die mit drei Durchbrüchen 9 versehen ist. Dieses zeigt, dass gerade bei längeren Gleitschienen innerhalb des Schenkels 7 mehrere Durchbrüche 9 vorhanden sein können. Dabei kann das Abstandsmaß A zwischen den Durchbrüchen 9 gleichgewählt werden, jedoch ist es auch möglich diese Maß zu variieren.

In der 4 wird ein Detail A aus der 2 in vergrößertem Maßstab dargestellt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass die Blickrichtung aus der Gleitschiene heraus gewählt worden ist. An den Schenkel 7 der Gleitschiene 2 schließt sich oberhalb eine Basis 16 an, die in einen vorgelagerten Schenkel 8, der nicht erfindungsrelevant ist, übergeht. An der unteren Seite der Gleitschiene 2 befindet sich ein Vorsprung 17, um das innerhalb der Gleitschiene 2 verschieblich gelagerte Gleitstück 3 an einem Herausfallen zu hindern.

Die Bohrung 10 hat einen Durchmesser D, der so bemessen ist, dass ein Kopf 12 einer Befestigungsschraube 13 mit entsprechendem Spiel ohne weiteres durch die Bohrung 10 hindurch gehen kann. An die Bohrung 10 schließt sich zur linken Seite hin ein Langloch 15 an, dessen Breite b so bemessen ist, dass mit entsprechendem Spiel der Schaft der Befestigungsschraube 13 verschoben werden kann. Am Ende des Durchbruches 9 befindet sich die Bohrung 11, dessen Durchmesser d zwar größer als die Breite b des Langloches 15 ist jedoch kleiner als der Durchmesser D. Mit einer solchen Maßnahme kann erreicht werden, dass beim Aufsetzen der Gleitschiene 2 auf eine vormontierte Befestigungsschraube 13 durch ein Verschieben der Gleitschiene 2 nach rechts in der 4 der Schaft der Befestigungsschraube 13 in den Bereich der Bohrung 11 kommt. Folglich zentriert sich beim anschließenden Anziehen der Befestigungsschraube 13 deren Kopf 12. Die Befestigungsschraube 13 ist vorzugsweise als Senkkopfschraube in Form einer Inbus-Schraube ausgebildet.

Bei der Ausführung des Durchbruches 9 gemäß der 5 als Detaildarstellung B der 2 schließt sich auf der linken Seite des Durchbruches 9 an die Bohrung 10 das Langloch 15 an. Auch hier wird bei einer entsprechenden Montage die Gleitschiene 2 auf die Befestigungsschraube 13 gesteckt und entsprechend zur rechten Seite verschoben und anschließend mittels eines Werkzeuges die Befestigungsschraube 13 an der richtigen Stelle festgezogen.

Die 7 macht noch einmal in einer Querschnittszeichnung deutlich, dass die innerhalb des Türrahmens 1 vormontierten Befestigungsschrauben 13 durch die Bohrung 10 hindurch gesteckt werden und so eine einfache Montage gewährleistet ist.

Nach dem Aufsetzen der Gleitschiene 2 auf die Befestigungsschrauben 13 muss diese verschoben werden und damit geraten die Befestigungsschrauben 13 in eine andere Position, wie dieses aus der 7 in der Querschnittsdarstellung zu entnehmen ist.

In einer zweiten Ausführungsform weist die Gleitschiene 2 einen Rücksprung 14 in Form einer über die gesamte Länge durchlaufenden Nut auf. In der 8 wird deutlich, dass eine solche Maßnahme die Funktion des Gleitstückes 3 nicht beeinträchtigen würde.

Die 9 zeigt eine Variante zu der 8, in dem dort innerhalb des Gleitstückes 3 ein Rücksprung 18 für den vorstehenden Kopf 12 der Befestigungsschraube 13 ausgebildet ist.

Durch die entsprechenden Ausführungsbeispiele wird deutlich, dass mit der Erfindung eine einfache Montage einer entsprechend auch langausgeführten Gleitschiene gegeben ist. Darüber hinaus werden auch entsprechende Kosten für aufwendig gestaltete Endstücke, wie sie im Stand der Technik dargestellt sind, vermieden.

1
Türrahmen
2
Gleitschiene
3
Gleitstück
4
Betätigungsarm
5
Türschließer
6
Türblatt
7
Schenkel (Rückwand)
8
Schenkel
9
Durchbruch
10
Bohrung
11
Bohrung
12
Kopf
13
Befestigungsschraube
14
Rücksprung
15
Langloch
16
Basis
17
Vorsprung
18
Rücksprung
A
Abstandsmaß
D
Bohrungsdurchmesser der Bohrung 10
d
Bohrungsdurchmesser der Bohrung 11
b
Breite des Langloches


Anspruch[de]
Gleitschiene (2) im wesentlichen U-förmig gestaltet, mit einem innerhalb derselben verschiebbaren Gleitstück (3), das über einen Betätigungsarm (4) mit einem Türschließer (5) oder Türantrieb getrieblich verbunden ist, wobei die Gleitschiene (2) an einem Türblatt (6) oder einem Türrahmen (1) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschiene (2) an dem Türblatt (6) oder dem Türrahmen (1) direkt über mindestens zwei in einem Schenkel (7) vorhandene Durchbrüche (9) befestigt ist und dass der Durchbruch (9) aus einer Bohrung (10) und einem seitlich sich daran anschließenden Langloch (15) besteht, wobei an dem Ende des Langloches (15) eine weitere Bohrung (11) vorhanden ist, deren Durchmesser (d) jedoch geringer ist als der Durchmesser (D) der Bohrung (10) und größer als die Breite (b) des Langloches (15). Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (10) des Durchbruches (9) im Durchmesser (D) geringfügig größer ist als ein Kopf (12) einer zur Befestigung verwendeten Befestigungsschraube (13). Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (15) in seiner Breite (b) geringfügig breiter ist als der Durchmesser der Befestigungsschraube (13). Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungsschraube (13) eine Senkkopfschraube, vorzugsweise eine Inbus-Senkkopfschraube, verwendet wird. Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schenkel (7) mehrere Durchbrüche (9) vorhanden sind. Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (9) untereinander einen gleichen oder ungleichen Abstand aufweisen. Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel (7) der Gleitschiene (2) im Bereich des Durchbruches (9) einen Rücksprung (14) oder eine Nut aufweist. Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücksprung (14) in dem Schenkel (7) über die gesamte Länge der Gleitschiene (2) durchlaufend ausgebildet ist. Gleitschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gleitstück (3) an mindestens einer seiner seitlichen Gleitflächen ein Rücksprung (18) vorhanden ist.






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