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Dokumentenidentifikation DE202006011030U1 03.05.2007
Titel Fahr- und lenkbare Einrichtung zum Kontrollieren der portionierbaren Entleerung von Gebinden mit portionierbarem flüssigen Inhalt, insbesondere bei Zapfanlagen in der Gastronomie
Anmelder Fischer, Hans-Jürgen, 76829 Landau, DE
DE-Aktenzeichen 202006011030
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 14.07.2006
IPC-Hauptklasse B67D 5/08(2006.01)A, F, I, 20060714, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine fahr-und lenkbare Einrichtung zum Kontrollieren der portionsweisen Entleerung von Gebinden mit portionierbarem Inhalt, insbesondere von Getränken, welche über eine Schankanlage ins Glas gelangen, insbesondere in der Gastronomie.

In der Gastronomie bedient man sich zur Aufbewahrung, Bereitstellung und Kühlung der Bierfässer und sonstiger Getränke in den meisten Fällen eines begehbaren Kühlraumes oder eines Faß-Kühlschrankes, auch Faßbox genannt. In diesen Fällen kann die Erfindung Anwendung finden. Das Getränk gelangt über eine Schlauchleitung durch die Wand oder die Decke zur Zapfstelle. Den Höhenunterschied bewältigt man mit einer Druckleitung.

Beim Ausschenken von Faßbier in einem gastronomischen Betrieb gibt es für die Betreiber ein allerorts auftretendes personalbezogenes Problem. Dies ist der hohe Schankverlust. Man sucht nach einer Möglichkeit, die aus den Fässern entnommenen Getränkemengen den tatsächlich erwirtschafteten Einnahmen gegenüber stellen zu können. In Betrieben, wo mit viel Fremdpersonal gearbeitet wird ergibt sich bekanntermaßen eine Verlustquote, die nicht nur auf übergelaufenen Schaum oder Tropfverluste zurück zu führen ist, sondern vielfach auf die Unehrlichkeit gewisser Mitarbeiter. Dieser Verlust kann für den Betreiber ruinös werden, deshalb möchte er dies mit allen Mitteln verhindern. Die Erfindung kann ihm den notwendigen Überblick verschaffen. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit auf zu zeigen, mit relativ geringem Aufwand eine gezielte Überwachung eines Getränkeausschanks durchführen zu können.

Es sind Meß-Systeme zum Kontrollieren des Faßbier-Ausschanks etc. Bekannt, bei denen der Durchfluß induktiv oder kapazitiv in der Leitung gemessen wird. Der technische Aufwand ist hier verhältnismäßig hoch. Zum Unterschied zu diesen bekannten Methoden stellt die Erfindung eine vereinfachte Kontrollmöglichkeit dar welche mit Hilfe einer Wiegeeinheit funktioniert. Die entnommenen Getränkemangen werden aufgrund der Gewichtsabnahme nach gewiesen.

Diese Art der Kontrolle wird bekanntermaßen vereinzelt mit einer herkömmlichen Bodenwaage durchgeführt, auf welche das schwere Bierfaß mühevoll und nicht ungefährlich hoch gestemmt werden muß. Hierbei ist ein nicht unerheblicher Kraftaufwand erforderlich. Sollte es sich also bei dem Kontrolleur nicht um eine besonders kräftige Person handeln, ist die Durchführung der Kontrolle praktisch nicht möglich.

Dieses Problem wird durch die Erfindung hinfällig.

Eine fahrbare, durch zwei feststehende Rollen vorne und eine lenkbare Rolle hinten, dreieckige Einrichtung, ist in Fahrtrichtung offen und an den Seiten durch einen Metallrahmen geschlossen. Somit kann die Einrichtung in das zu kontrollierenden Faß eingefahren werden, ohne dieses zu berühren. Das Faß wird durch die Einrichtung praktisch teilweise umrahmt. Eine am oberen Teil der Einrichtung angebrachten Aufhängung kann über mehrere Übersetzungen unter extremer Ausnutzung der Hebelwirkungen mittels eines an der Hinterseite der Einrichtung angebrachten Bedienungshebels über eine kurze Strecke nach oben und nach unten bewegt werden. Ein am unteren Teil der Einrichtung angebauter Stoppanschlag bewirkt, dass das Herunterdücken des Bedienungshebels in dem Moment gestoppt wird, wenn das zu kontrollierende Gebinde den notwendigen Höhenunterschied zurückgelegt hat, dass das im oberen Teil der Einrichtung integrierte Wägesystem seine Funktion ausüben kann. Durch diese nun einsetzende Funkion eines elektronischen Dehn-Meß-Streifens (DMS genannt) erscheint auf der Anzeige das Gewicht. Dies geschieht über verschiedene Gelenke und Achsen unter mehrfacher Anwendung der Hebelwirkung.

Da heutzutage annähernd alle Bierfässer mit zwei am oberen Wulst eingearbeiteten Trageöffnungen versehen sind, wird die bereits genannte Aufhängung durch Nach-oben-führen des Bedienungshebels soweit nach unten bewegt, dass zwei bewegliche Greifarme von außen in die Trageöffnungen am Faß einrasten können. Da nun im Inneren der Einrichtung unter mehrfacher Ausnutzung der Hebelwirkung ein Lift-Mechnismus beim Herunterdrücken des Bedienungshebels das ca. 63 Kg. schwere Faß (in fast vollem Zustand) mit einem Gegendruck von nur ca. 6,2 Kg. Drei bis fünf Zentimeter an zu heben vermag, ist der Effekt erzielt.

Bei diesem Anheben des Gebindes setzt nun wie schon erwähnt eine im oberen Teil der Einrichtung eingebaute Wiegetechnik die gestellte Aufgabe fort. Durch eine automatische Subtrahierung der Tara-Werte wird auf 0,1 Liter genau der Fassinhalt angezeigt.

Da nun beispielsweise nach Beendigung eines Tagesbetriebes die Gesamtmenge der ausgeschenkten Getränke festgestellt werden muß, ist diese durch erneutes Einfahren und wie beschrieben Hochheben des Gebindes auf der Anzeige ablesbar. Die Gewichtsdifferenz wird ebenfalls angezeigt.

Der Betreiber kann durch die Erfindung die entnommenen Getränkemengen seinen tatsächlich erwirtschafteten Einnahmen gegenüber stellen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.

1 eine schematische Darstellung einer Einrichtung nach der Erfindung.

2 eine Frontansicht einer Einrichtung nach der Erfindung

3 eine Darstellung einer Einrichtung nach der Erfindung aus der Vogelperspektive.

In 1 sind die wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Einrichtung in einer Seitenansicht dargestellt.

Die Einrichtung besteht aus einem fahrbaren, dreieckigen Metallrahmen (11), der zwecks Einfahren in das Gebinde vorne offen ist. 3 (10)

Weiter zeigt 1 wie in das Faß eingefahren, bzw. wie das Faß von der Einrichtung teilweise in sich aufgenommen wurde. Dargestellt in Strichlinien sind die beiden Hebelübersetzungen H1 und H2 in der Stellung, wo das Faß am Boden steht. Die Aufhängevorrichtung (5) ist bereits in die beiden Trageöffnungen (6) des Fasses (4) eingerastet, mittels zweier beweglicher Greifarme (12).

Die Darstellung der Hebelkonstruktion in durchgehenden Linien zeigt die Stellung, in der das Faß (4) angehoben ist und mittels des Dehn-Meß-Streifens DMS (13) gewogen wird. Auf diese Art kann ein ca. 63 Kg. schweres Faß mit einem Gegendruck von nur ca. 6,2 Kg auf den Bedienungshebel (7) hoch genommen werden. Somit wird erreicht, dass mit geringstem Kraftaufwand das zu kontrollierende Faß (4) einen Höhenunterschied (8) von ca. 40mm überwindet, und am Ende einer Arbeitsschicht die im Faß verbleibende bzw. entnommene Getränkemenge per Gewichtsabnahme ermittelt werden kann, ohne dass der Kontrolleur das Faß überhaupt berührt und ohne es mühevoll auf eine Bodenwaage stemmen zu müssen.

Der jeweilige auf der Anzeige (9) erscheinende Wert kann gespeichert und somit als Vergleich zwischen Anfangs-und Endbestand verwendet werden. Somit kann durch die Erfindung auf einfache Weise kurzfristig eine korrekte Kontrolle der ausgeschenkten Getränkemengen durchgeführt werden.


Anspruch[de]
Fahr- und lenkbare Einrichtung zum Kontrollieren der portionsweisen Entleerung von Gebinden mit portionierbarem flüssigem Inhalt, insbesondere von Getränken, durch Bestimmung der Gewichtsabnahme, mittels eines lenkbaren Fahrgestells, mit dem an das zu kontrollierende Gebinde, welches am Boden steht, gefahren wird, und das Gebinde seitlich umrahmt wird. In der Position des Kontrollvorganges ragen zwei Greifarme (12), die sich am unteren Ende einer Aufhängevorrichtung (5) befinden, in die beiden Trageöffnungen (6) des Fasses (4) ein. Durch einen Lift-Mechanismus unter mehrfacher Ausnutzung der Hebelwirkung wird durch Betätigen des Bedienungshebels (7) das gesamte Gebinde zum Wiegen angehoben. In den Liftmechanismus ist ein Wägesystem (13) integriert, welches in der Lage ist, die Gewichte mehrerer Gebinde zu speichern und bei Bedarf auf der Anzeige (9) die Gewichtsabnahme und somit die ausgeschenkten Getränkemengen an zu zeigen. Ein problemloses Rangieren der Einrichtung auch in kleineren Kühlräumen ist durch die Anbringung einer lenkbaren Rolle (R1) hinten und zweier starren Rollen (R2) vorne gewährleistet. Durch das Zusammenwirken zweier Hebelwirkungen (H1) und (H2) im Inneren der Einrichtung ist eine Gesamthebelübersetzung dahingehend wirksam, dass beispielsweise ein Gebinde von 50 Litern Inhalt mühelos und ohne großen Kraftaufwand kontrolliert und das Entleeren überwacht werden kann. Jeder Betrieb benötigt zum Kontrollieren beliebig vieler Gebinde nur eine einzige Einrichtung, da diese fahrbar und beweglich ist und somit problemlos zu allen zu kontrollierenden Gebinden gefahren werden kann.






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