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Dokumentenidentifikation DE202006012643U1 03.05.2007
Titel Fahrradbox
Anmelder Dammann, Markus, 04155 Leipzig, DE
DE-Aktenzeichen 202006012643
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 17.08.2006
IPC-Hauptklasse B62H 3/00(2006.01)A, F, I, 20060817, B, H, DE

Beschreibung[de]
Stand der Technik:

Fahrradboxen gehören zu dem großen Bereich der Stadtmöbel und werden hauptsächlich an Bahnhöfen, in Zonen, in denen (Fahrrad-) Pendler auf den städtischen Nahverkehr umsteigen sowie an studentischen Internaten und auch an Freizeiteinrichtungen, wie Freizeitparks u. ä., aufgestellt.

Somit können die Besitzer Ihre Fahrräder so sichern, dass einerseits ein Sichschutz für das Fahrrad besteht und somit ein wichtiger Anreiz für potentielle Diebe fehlt, zudem zusätzliches Gepäck (Fahrradhelm, Regenkleidung etc.) gleichzeitig gelagert und gesichert werden kann.

Zudem unterscheidet man verschiedene Nutzungsarten:

  • • kurzfristige Nutzung: hauptsächlich an Freizeitparks und anderen Einrichtungen anzutreffen, aber auch an Haltepunkten des öffentlichen Nahverkehrs möglich. Dabei wird dann eine Gebühr für einen bestimmten Zeitraum entrichtet und man kann diese Box dann ähnlich einer Gepäckaufbewahrung entsprechend nutzen. Für diese Nutzungsart wird meist ein Münzschloss an der Box direkt montiert.
  • • langfristige Nutzung: hauptsächlich an Internaten und auch Wohnanlagen anzutreffen, aber auch an Haltepunkten des öffentlichen Nahverkehrs möglich. Dabei schliesst der Nutzer dann ein Mietvertrag für einen bestimmten Zeitraum ab und kann diese Box dann entsprechend nutzen. Für diese Nutzungsart können verschiedene Sicherungsmöglichkeiten realisiert werden: Key-Card (also elektronischer Schlüssel) oder auch ein herkömmlicher Schlüssel.

Konstruktionsseitig werden diese Produkte bislang folgendermaßen gefertigt:

  • • Stahlprofilkonstruktion, beplankt mit Blechen (Stahlblech-/Edelstahlblech)
  • • Stahlprofilkonstruktion, beplankt mit Plattenwerkstoffen aus Kunststoff

Problem:

Aufgrund des bisherigen und zumeist rechtwinkligen Aufbaus von Fahrradboxen aus Blech und auch anderen Plattenwerkstoffen ergab sich wegen der Dimensionierung dieser Boxen (auch wegen der berücksichtigten Toleranzen der verschiedenen Größen von Fahrrädern) ein großes Problem mit der Grundfläche.

Dies ist bei der Aufstellung einer Box noch nicht so relevant, aber an Haltepunkten im städtischen Nahverkehr, wo schnell ein Bedarf von 20, 30 und weiteren solcher Fahrradboxen entstehen kann, ist jeder Quadratmeter wertvoll.

Lösung:

Dieses Problem wird durch die im Schutzanspruch 1-6 aufgeführten Merkmale gelöst.

Erreichte Vorteile:

Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß statt einer herkömmlich konstruierten Fahrradbox, die sich auf die Länge eines typischen Fahrrades bezieht – also mit einer Toleranz ergibt dies eine Länge von fast 2,00 m –, diese neuartige Box sich auf die Höhe eines typischen Fahrrades bezieht – dies ergibt inklusive einer Toleranz eine Abmessung von ca. 1,30m bis höchstens 1,40 m –.

Zudem wird dieser Denkansatz durch die neuartige gestaltete Grundfläche formal unterstützt.

Das Fahrrad wird in einem Gehäuse, welches einem Kreissegment – was einem „Tortenstück" mit einem Winkel von 60° entspricht – geparkt.

Somit ergibt sich nicht nur eine grundlegend andere optische Erscheinung der Box, durch diese Konstruktion kann auch eine wichtige Einsparung der benötigten Grundfläche erfolgen.

Bei einer Schenkellänge der Mittelpunktstrahlen, also der Seitenwände dieser Box von 1,40 m ergibt sich ein Bedarf an Grundfläche von 1,03 m2.

Bei einer herkömmlichen Fahrradbox mit den (standardisierten) Abmessungen von 2,00 × 0,80 m werden dagegen 1,60 m2 beansprucht.

Für diese neue Box ergibt dies ein Einsparpotential von rund 36 %.

Zudem ergeben sich aus landschaftplanerischer Sicht durch diese Konstruktion sehr viel interessantere Möglichkeiten, innerstädtischen Raum durch die Bebauung mit diesen neuen Fahrradboxen anders und besser zu gliedern.

Weitere Ausgestaltung der Erfindung:

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Schutzansprüchen 2-9 angegeben.

Beschreibung eines Ausführungsbeispiels:

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen

1 die Draufsicht auf die Fahrradbox mit dem einschliessenden Winkel 60°

2 die Draufsicht auf die Fahrradbox mit dem einschliessenden Winkel 90° gemäß Schutzanspruch 3

3 Frontansicht dieser Box gemäß Schutzanspruch 1 und 2, mit den Flügeltüren gemäß Schutzanspruch 5

4 Frontansicht dieser Box gemäß Schutzanspruch 1 und 2, mit der nach außen und oben zu öffnende Klapptür gemäß Schutzanspruch 6

5 die weitere Ausgestaltung der Erfindung gemäß Schutzanspruch 7

6 die weitere Ausgestaltung der Erfindung gemäß Schutzanspruch 8

7 die weitere Ausgestaltung der Erfindung gemäß Schutzanspruch 9 – die Draufsicht auf die Fahrradbox – als regelmässiges Sechseck

8 die weitere Ausgestaltung der Erfindung gemäß Schutzanspruch 9 – die Draufsicht auf die Fahrradbox – als unregelmässiges Sechseck


Anspruch[de]
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche, dadurch gekennzeichnet,

• dass die Box von der Grundfläche her einem regelmäßigen Segment eines Kreises entspricht,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

• dass dieses Kreissegment einem „Tortenstück" entspricht, d. h., dass die beiden Seitenwände dieser Box in der Draufsicht den Mittelpunktstrahlen des Kreises entsprechen,

• dass diese beiden Strahlen einen Winkel von 60° einschliessen,

• dass diese Box in Verbindung mit weiteren Elementen somit in regelmäßigen Verbünden aufgstellt werden kann,

• dass also Aufstellungen von mehreren solcher Boxen in Kreisformationen (6 Boxen) und in Halbkreisformationen (3 Boxen) möglich ist,

• dass eine Aufstellung in Reihung, die dann durch eine abwechselnde um 180° gedrehte Aufstellung der Boxen realisert werden kann, möglich ist,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß Schutzanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,

• dass diese Strahlen in der Draufsicht einen Winkel von 90° einschliessen,

• dass diese Box in Verbindung mit weiteren Elementen somit in regelmäßigen Verbünden aufgstellt werden kann,

• dass also Aufstellungen von mehreren solcher Boxen in Kreisformationen (4 Boxen) und in Halbkreisformationen (2 Boxen) möglich ist,

• dass eine Aufstellung dieser Fahrradboxen in Reihung, die dann durch eine abwechselnde um 180° gedrehte Auftstellung der Boxen realisiert werden kann, möglich ist,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass die Öffnungsebene auf der – aus der Draufsicht gesehen – Kreislinie platziert wird,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass die Öffnung dieser Box durch zwei symmetrisch angeordnete und nach außen zu öffnende Flügeltüren realisiert wird,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass die Öffnung dieser Box durch eine symmetrisch angeordnete und nach außen und gleichzeitig nach oben zu öffnende Klapptür realisiert wird,

• dass an der Innenseite dieser Klapptür eine Aufnahmevorrichtung/Halterung für die Vorderradgabel des Fahrrades befestigt ist,

• dass diese Halterung/Aufnahmevorrichtung so gestaltet ist, dass eine Fixierung des Fahrrades in zwei Zuständen gewährleistet ist:

• auf dem Boden stehend und

• fast senkrecht mit dem Vorderrad nach oben in der Luft hängend,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass das eingestellte Fahrrad in einer fast vertikalen und gleichzeitig hängenden Position geparkt werden kann,

• dass als Führung für das Fahrrad eine Spurschiene (handelsübliches Produkt aus Blech) eingesetzt wird,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass die Gestaltung des Daches durch ein symbolisiertes Tonnen-, Sattel- oder auch Flachdach realisiert wird,
Fahrradbox mit einer neuartigen Konstruktion und entsprechender Grundfläche gemäß der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

• dass die beschriebene Grundform der Box durch eine Ausbildung von Phasen in den drei Eckbereichen dahingehend abgewandelt wird, dass durch diese drei Phasen ein Sechseck entsteht,

• dass dieses Sechseck ein regelmäßiges Sechseck wird – dahingehend, dass die beiden Hälften dieses Sechseckes durch die Winkelhalbierende gespiegelt werden,

• dass dieses Sechseck ein unregelmäßiges Sechseck wird, als eine Spiegelung dser beiden Hälften über die Winkelhalbierende nicht möglich ist,






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