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Dokumentenidentifikation DE202006015655U1 03.05.2007
Titel Aufstellkarte
Anmelder B. MOSS GmbH, 50667 Köln, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 202006015655
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B42D 15/04(2006.01)A, F, I, 20061012, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09F 1/06(2006.01)A, L, I, 20061012, B, H, DE   G09F 23/10(2006.01)A, L, I, 20061012, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufstellkarte.

Aufstellkarten werden dazu verwendet, einem Adressaten bildliche und/oder textliche Inhalte zu vermitteln. Sie bieten dabei den Vorteil, dass durch die Verwendung eines Aufstellelementes ein besonderer optischer Effekt erzielt werden kann. Als Aufstellelement wird dabei ein Element verstanden, dass sich beim Öffnen der Aufstellkarte derart aufrichtet, dass es nicht mehr in der Ebene der Aufstellkarte liegt.

Es ist bekannt, Aufstellkarten durch Aufklappen zu öffnen, so dass beim Aufklappen ein Aufrichten des Aufstellelements erfolgt. Derartige Aufstellkarten werden häufig im Rahmen von Werbeaktionen versendet. Weiterhin erfolgt häufig ein Versand im Rahmen von anderen Maßnahmen bei denen eine besondere Aufmerksamkeit des Adressaten erreicht werden soll. Der Versand von Aufstellkarten erfolgt in der Regel in Umschlägen.

Zum Betrachten der Aufstellkarte wird diese vom Adressaten aus dem Umschlag entnommen und anschließend aufgeklappt. Nachteilig an einer solchen Aufstellkarte ist, dass ein gesonderter Umschlag benötigt wird und der Effekt der Aufstellkarte nicht direkt beim Entnehmen der Aufstellkarte aus dem Umschlag ersichtlich ist. Der Überraschungseffekt durch das Aufstellelement tritt erst ein, nachdem der Adressat die Aufstellkarte aufgeklappt hat.

Weiterhin sind Aufstellkarten bekannt, die ein Aufstellelement aufweisen, das über einen Ausziehmechanismus aufgestellt wird. Das Aufstellen des Aufstellelements erfolgt dabei in die gleiche Richtung, in die das Ausziehelement gezogen wird. Es ist somit für den Benutzer offensichtlich, dass er selbst das Aufstellen des Aufstellelements verursacht. Somit kann mit derartigen Aufstellkarten kein besonderer Überraschungseffekt erzielt werden. Dieser Effekt wird weiterhin geschmälert, da das Aufstellelement bereits vor dem Aufstellen für den Benutzer sichtbar ist. Weiterhin eignen sich derartige Aufstellkarten nicht zum direkten Versenden ohne einen separaten Briefumschlag.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufstellkarte zu schaffen, die für einen einfachen Versand geeignet ist. Weiterhin soll eine Aufstellkarte geschaffen werden, die eine möglichst große Aufmerksamkeit beim Adressaten erregt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Die erfindungsgemäße ausziehbare Aufstellkarte weist eine Tasche und ein Ausziehelement auf. In einer Einschiebeposition ist mindestens ein Teil des Ausziehelements in der Tasche angeordnet. Die Tasche weist an einer Seite eine Öffnung zum Herausziehen des Ausziehelements in eine Ausziehposition auf. Das Ausziehelement weist ein Aufstellelement auf, das durch ein Herausziehen des Ausziehelements in die Ausziehposition selbsttätig in eine Aufstellposition übergeht. Besonders bevorzugt ist das Aufstellelement vor dem Herausziehen des Ausziehelements für den Benutzer nicht sichtbar innerhalb der Tasche angeordnet.

Da die Aufstellkarte über eine eigene Tasche verfügt, ist zum Versand kein separater Umschlag notwendig. Beispielsweise kann die Öffnung an der Seite der Tasche verschlossen werden, um einen sicheren Versand bzw. Transport der Aufstellkarte zu gewährleisten, ohne einen separaten Umschlag verwenden zu müssen.

Nach dem Entfernen des ggf. vorgesehenen Verschlusses an der Seite der Tasche durch den Adressaten erfolgt ein Herausziehen des Ausziehelementes in eine Ausziehposition. Dadurch, dass dabei das Aufstellelement selbsttätig in die Aufstellposition übergeht, kann ein besonderer Überraschungseffekt erzielt werden. Weiterhin können auf dem Aufstellelement oder durch die Form des Aufstellelements Inhalte präsentiert werden, die einer erhöhten Aufmerksamkeit des Adressaten bedürfen. Dadurch, dass ein Aufstellen des Aufstellelementes direkt beim Herausziehen der Aufstellkarte aus der Tasche erfolgt, kann der Überraschungseffekt im Vergleich zu einer aufklappbaren Aufstellkarte gesteigert werden. Bei einer aufklappbaren Aufstellkarte ist es nötig, diese zuerst aus dem Umschlag zu entnehmen, wobei das Aufstellelement erst nach dem Aufklappen der Aufstellkarte sichtbar wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Ausziehelement in einer Längsrichtung der Aufstellkarte aus der Tasche herausgezogen, während das Aufstellen des Aufstellelementes in einer Querrichtung, erfolgt. Die Querrichtung verläuft dabei in einem Winkel ungleich Null zur Längsrichtung und kann besonders bevorzugt senkrecht zur Längsrichtung verlaufen. Beispielsweise ist es möglich, dass ein Benutzer das Ausziehelement nach rechts aus der Tasche hinauszieht und sich das Aufstellelement beim Aufstellen derart bewegt, dass es dem Betrachter entgegenkommt. Eine erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters ist somit sichergestellt. Weiterhin ist ein gesteigerter Überraschungseffekt zu erwarten, weil dem Betrachter nicht bewusst ist, dass er durch das Ausziehen des Ausziehelementes das Aufstellen des Aufstellelementes verursacht hat. Dies liegt daran, dass, wie vorstehend beschrieben, das Aufstellen des Aufstellelementes in eine andere Richtung erfolgt, als das Ausziehen des Ausziehelementes.

Informationen an den Adressaten können sowohl durch ein Bedrucken der Tasche als auch durch ein Bedrucken des Ausziehelementes übermittelt werden. Weiterhin können auf dem Aufstellelement bildliche und/oder textliche Informationen hinterlegt sein. Ferner kann das Aufstellelement durch eine besondere geometrische Form Informationen übermitteln und/oder die Aufmerksamkeit des Adressaten erregen.

Alternativ ist es möglich, die Tasche optisch neutral zu gestalten, so dass der Adressat vor dem Herausziehen des Ausziehelementes aus der Tasche über den Inhalt der Aufstellkarte nicht informiert ist. Der Überraschungseffekt kann somit zusätzlich gesteigert werden, indem erst auf dem Ausziehelement Inhalte präsentiert werden und gleichzeitig beim Herausziehen des Ausziehelementes ein Aufstellen des Aufstellelementes erfolgt, das ebenfalls eine erhöhte Aufmerksamkeit des Adressaten hervorruft.

Besonders bevorzugt ist, das Aufstellelement über ein Zugelement derart mit einem Hebel zu verbinden, dass bei einer Betätigung des Hebels ein Aufstellen des Aufstellelementes erfolgt.

Die Betätigung des Hebels über ein Zugelement bietet den Vorteil, dass es sich um eine einfache und günstige Konstruktion handelt, die wenig anfällig für Defekte oder Störungen ist und mit einer Vielzahl von Materialien realisiert werden kann. So ist es beispielsweise möglich, die komplette Aufstellkarte inklusive des Hebels aus Pappe oder besonders dicken Papier herzustellen. Alternative dazu kann jedoch auch ein anderes Material, beispielsweise ein Kunststoff verwendet werden. Die Verwendung eines Hebels bietet weiterhin den Vorteil, dass der Benutzer auf Grund der Hebelwirkung nicht merkt, dass er durch ein Herausziehen des Ausziehelementes selber die Kraft für das Aufstellen des Aufstellelementes aufbringt. Würde ein Benutzer beim Aufziehen der Aufstellkarte einen Widerstand spüren, würde das den Überraschungseffekt möglicherweise schmälern. Dies kann bei der Verwendung eines Hebels dadurch vermieden werden, dass auf Grund des Hebelgesetztes ein sehr geringe Gegenkraft auf den Benutzer wirkt, die von diesem in den meisten Fällen gar nicht bemerkt wird.

Besonders bevorzugt erfolgt beim Herausziehen des Ausziehelementes in die Ausziehposition ein selbsttätiges Betätigen des Hebels. Beim Betätigen des Hebels kann insbesondere ein Beaufschlagen des Aufstellelementes über das Zugelement mit einer Zugkraft erfolgen.

Ein Betätigen des Zugelementes kann auch mit anderen Betätigungselementen als mit einem Hebel erfolgen. Alternative Betätigungselemente müssen, ebenso wie der Hebel, das Aufstellelement oder das Zugelement mit einer Zugkraft beaufschlagen.

Es ist bevorzugt, dass das Aufstellen des Aufstellelementes nicht sofort beim Ausziehen des Ausziehelementes erfolgt, sondern sich das Aufstellelement erst im letzten Moment aufstellt, wenn das Ausziehelement nahezu vollständig aus der Tasche herausgezogen wurde. Dies bietet den Vorteil, dass der Benutzer anfänglich nicht bemerkt, dass sich das Aufstellelement aufrichten wird, und somit der Überraschungseffekt gesteigert werden kann. Dazu ist es möglich, das Aufstellelement und das Ausziehelement optisch derart zu gestalten, dass das Aufstellelement nicht besonders auffällt, solange es plan auf dem Ausziehelement aufliegt. Das Aufstellelement würde somit erst beim Aufstellen vom Benutzer wahrgenommen, so dass der Überraschungseffekt weiterhin gesteigert werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Ausziehelement mindestens ein Abstützelement auf, gegen das sich mindestens ein Abstützende des Aufstellelements beim Beaufschlagen des Aufstellelements mit einer Zugkraft entgegen der Zugkraft abstützt.

Besonders bevorzugt weist das Ausziehelement ein erstes und ein zweites Abstützelement auf, gegen die sich wie oben beschrieben ein erstes und ein zweites Abstützende des Aufstellelementes abstützen. Das Zugelement kann dabei zwischen dem ersten und dem zweiten Abstützende mit einem Mittelteil des Aufstellelementes verbunden sein. Das Mitteilteil des Aufstellelementes kann dabei sowohl exakt in der Mitte des Aufstellelementes als auch versetzt von der Mitte des Aufstellelementes angeordnet sein.

Es ist bevorzugt, dass das Aufstellelement in einer herunter geklappten Position plan auf dem Ausziehelement aufliegt. Als plan wird hierbei ein Zustand verstanden, in dem das Aufstellelement nicht gebogen ist. In dieser Position befindet sich das Aufstellelement, wenn das Ausziehelement innerhalb der Tasche angeordnet ist. Das kann beispielsweise der Einschiebeposition entsprechen.

Besonders bevorzugt erfolgt ein Aufstellen des Aufstellelementes in eine vertikale Aufstellposition dadurch, dass das Mittelteil des Aufstellelementes durch die Zugkraft und die der Zugkraft entgegen gerichtete Abstützkraft der Abstützelemente in eine erste Richtung gebogen wird. Diese erste Richtung kann der Querrichtung der Aufstellkarte entsprechen. Das erste und zweite Abstützende verbleiben dabei durch die Abstützkraft der Abstützelemente in ihrer ursprünglichen Position. Ein Biegen des Aufstellelementes kann auch durch ein anderes Mittel als durch einen Hebel erfolgen. Wichtig ist lediglich, dass auf das Mittelteil des Aufstellelementes eine Zugkraft aufgebracht wird, die ein Biegen des Aufstellelementes verursacht. Besonders vorteilhaft beim Aufstellen des Aufstellelementes durch Biegen ist, dass das Aufstellen erfolgt, ohne das Elemente der Aufstellkarte jenseits der Ebene der Aufstellkarte angeordnet werden müssen. Dies bedeutet, dass sämtliche Komponenten der Aufstellkarte in der Ebene der Aufstellkarte liegen und dennoch eine Kraft erzeugt werden kann, die im wesentlichen senkrecht zu der Ebene der Aufstellkarte liegt und ein Aufstellen des Aufstellelementes verursacht.

Weiterhin handelt es sich bei einer derartigen Biegevorrichtung um eine sehr einfache Konstruktion, die in optimaler Weise die Eigenschaften des Materials nutzt, aus dem üblicherweise Aufstellkarten hergestellt werden. Dies kann beispielsweise Pappe, dickes Papier oder ein relativ dünner Kunststoff sein. Diese Materialien haben die Eigenschaft gemein, dass sie in ihrer Ebene eine relativ hohe Steifigkeit aufweisen, so dass ein Durchbiegen des Materials in dieser Ebene nur sehr schwer möglich ist, während sie in einer Richtung senkrecht zur Ebene des Materials flexibel sind, so dass ein Biegen des Materials senkrecht zur seiner Ebene einfacher möglich ist, als ein Biegen des Materials in seiner Ebene. Durch diese Eigenschaften kann auf sehr einfache Weise ein Aufstellen des Aufstellelementes realisiert werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass die Tasche das Ausziehelement in der Einschiebeposition vollständig umgibt. Dadurch kann beispielsweise ein sicherer Versand oder Transport der Aufstellkarte ermöglicht werden, ohne dass die Verwendung eines separaten Umschlages notwendig ist. Bei dem Öffnen der Tasche durch den Benutzer kann es sich um einen reversiblen als auch um einen irreversiblen Vorgang handeln.

Bei einem Zurückschieben des Ausziehelementes in die Tasche wird die Aufstellkarte derart von der Ausziehposition in die Einschiebeposition überführt, dass ein selbsttätiges Herunterklappen des Aufstellelementes erfolgt. Auf diese Weise kann die Aufstellkarte wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden, so dass sie weiteren Adressaten erneut präsentiert werden kann.

Das selbsttätige Herunterklappen des Aufstellelementes kann beispielsweise mit Hilfe der Schwerkraft erfolgen. Alternativ ist es möglich, das selbsttätige Herunterklappen des Aufstellelementes durch ein elastisches Rückstellelement, beispielsweise durch einen Gummi, zu realisieren. Weiterhin ist es möglich, dass das Herunterklappen des Aufstellelementes manuell erfolgt.

Eine optimale Funktion der Aufstellkarte wird erreicht, indem die Aufstellkarte sowohl beim Herausziehen als auch beim Zurückschieben des Ausziehelementes aus der Tasche in einer horizontalen Lage gehalten wird. Als horizontale Lage wird hierbei eine Lage senkrecht zur Schwerkraftrichtung verstanden. Weiterhin ist es bevorzugt, dass in dieser horizontalen Lage das Aufstellelement an der in Schwerkraftrichtung oberen Seite des Ausziehelement angebracht ist. Dadurch kann gewährleistet werden, dass das Aufstellelement, sofern es nicht durch den Hebel aufgestellt wird, in der herunter geklappten Position verbleibt.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren erläutert.

Es zeigen:

1a bis 1c eine Schrägansicht der erfindungsgemäßen Aufstellkarte, inklusiv Tasche,

2a bis c eine Schrägansicht des erfindungsgemäßen Ausziehelementes, und

3a bis 3e eine teilweise geschnittene Ansicht des Ausziehelementes in Richtung des Pfeils 48 aus 2a.

Gemäß 1a bis 1c weist eine ausziehbare Aufstellkarte 11 eine Tasche 10 und ein Ausziehelement 12 auf. Die 1a bis 1c stellen das Überführen der Aufstellkarte von der Einschiebeposition (1a) in die Ausziehposition (1c) dar. In 1a ist bereits ein Teil des Ausziehelementes 12 aus der Tasche 10 herausgezogen. In der Einschiebeposition ist mindestens ein Teil des Ausziehelementes 12 in der Tasche 10 angeordnet. Auch ist es möglich, in der Einschiebeposition das Ausziehelement 12 vollständig in der Tasche 10 unterzubringen.

Die Tasche 10 weist an einer Seite eine Öffnung 14 zum Herausziehen des Ausziehelementes 12 in die Ausziehposition auf. Weiterhin weist das Ausziehelement 12 ein Aufstellelement 16 auf, das durch ein Herausziehen des Ausziehelementes 12 in die Ausziehposition in Richtung des Pfeils 13 selbsttätig aufstellbar ist. Das Herausziehen des Ausziehelementes 12 aus der Tasche 10 erfolgt dabei in Richtung des Pfeils 15. Die Richtung des Pfeils 15 entspricht der Längsrichtung 46 der Aufstellkarte. Das Aufstellen eines Aufstellelementes erfolgt dabei in einer Querrichtung 44, die senkrecht zur Längsrichtung 46 verläuft.

Gemäß 2a bis 2c ist das Aufstellelement 16 über ein Zugelement 18 derart mit einem Hebel 20 (siehe 3a bis 3e) verbunden, dass bei einer Betätigung des Hebels 20 ein Aufstellen des Aufstellelementes erfolgt.

Der Hebel 20 wird beim Herausziehen des Ausziehelementes 12 in die Ausziehposition selbsttätig betätigt. Dabei wird das Aufstellelement 16 über das Zugelement 18 mit einer Zugkraft 22 beaufschlagt.

Das Ausziehelement 12 weist ein erstes 24 und ein zweites 26 Abstützelement auf, gegen die sich ein erstes 28 und zweites 30 Abstützende des Aufstellelementes 16 beim Beaufschlagen des Aufstellelementes 16 mit einer Zugkraft 22 entgegen der Zugkraft 22 abstützen.

Das Zugelement 18 ist zwischen dem ersten 28 und dem zweiten 30 Abstützende mit einem Mittelteil 32 des Aufstellelementes 16 verbunden.

Das Aufstellelement 16 liegt gemäß 2a in einer herunter geklappten Position plan auf dem Ausziehelement 12 auf. Dabei verlaufen die untere Kante 31 sowie die obere Kante 27 des Aufstellelementes 16 gerade, d. h. nicht gebogen.

Gemäß den 2b und 2c wird das Mittelteil 32 des Aufstellelementes 16 durch die Zugkraft 22 und die der Zugkraft 22 entgegengerichtete Abstützkraft 56, 58 der Abstützelemente 24, 26 derart in eine erste Richtung 34 gebogen, dass ein Aufstellen des Aufstellelementes 16 in eine vertikale Aufstellposition (siehe 3) erfolgt. In der Aufstellposition sind die untere Kante 31 sowie die obere Kante 27 des Aufstellelementes 16 nicht mehr gerade, sondern gebogen.

In der dargestellten Ausführungsform sind das erste 24 und das zweite 26 Abstützelement als schlitzförmige Ausnehmungen im Ausziehelement 12 ausgebildet. Das erste 28 und das zweite 30 Abstützende des Aufstellelementes 16 sind als Laschen ausgebildet, die in die schlitzförmigen Ausnehmungen 24, 26 eingeführt sind. Es ist im Sinne der Erfindung ebenfalls möglich, andersartige Abstützelemente und Abstützenden vorzusehen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist lediglich, dass die Abstützelemente eine Abstützkraft 56, 58 auf die Abstützenden 28, 30 des Aufstellelementes 16 aufbringen können. Dabei wirkt die erste Abstützkraft 56 auf das erste Abstützende 28 und die zweite Abstützkraft 58 auf das zweite Abstützende 30.

Gemäß 3a bis 3e weist das Ausziehelement 12 eine Befestigungsvorrichtung 36 auf, an der der Hebel 20 schwenkbar befestigt ist. Das Schwenken des Hebels 20 erfolgt dabei beim Herausziehen des Ausziehelementes 12 aus der Tasche 10 in Richtung des Pfeils 25 (siehe 3c) und beim Zurückschieben des Ausziehelementes 12 in die Tasche 10 in entgegen gesetzter Richtung (Pfeil 23, siehe 3d). Das Herausziehen des Ausziehelementes 12 aus der Tasche 10 erfolgt dabei in Richtung des Pfeils 15, während das Zurückschieben in Richtung des Pfeils 17 erfolgt. Weiterhin weist die Tasche 10 eine Betätigungsvorrichtung 38 zum Betätigen des Hebels 20 auf. In der dargestellten Ausführungsform ist die Betätigungsvorrichtung 38 als ein in Längsrichtung 46 verlaufender Schlitz in der Tasche 10 ausgebildet. Der Hebel 20 weist ferner einen Ansatz 40 zum Bestätigen durch die Betätigungsvorrichtung 38 auf. Dieser Ansatz 40 ist in dem in Längsrichtung 46 verlaufenden Schlitz 38 verschiebbar angeordnet.

Bei einem Herausziehen des Ausziehelementes 12 aus der Tasche 10 wird der Ansatz 40 derart gegen das Ende 42 des Schlitzes 38 gedrückt, dass ein Betätigen des Hebels 20 in Richtung des Pfeils 25 erfolgt. Da das Ende des Hebelarms 60 des Hebels 20 mit dem Zugelement 18 verbunden ist, wird das Zugelement 18 hierbei mit einer Zugkraft 22 beaufschlagt. Das Aufstellen des Aufstellelementes 16 erfolgt in Querrichtung 44.

Der Hebel 20 weist gemäß 3c neben dem ersten Ansatz 40 einen zweiten Ansatz 50 auf, der in der Ausziehposition über die untere Kante 62 des Ausziehelementes 12 hinausragt.

Der zweite Ansatz 50 ist im wesentlichen dreiecksförmig ausgebildet, wobei die Spitze 52 des Dreiecks in der Ausziehposition innerhalb der Tasche 10 angeordnet ist. Beim Zurückschieben des Ausziehelementes 12 in die Tasche 10 wird der zweite Ansatz 50 gemäß 3d durch die untere Kante 64 der Tasche 10 in Richtung des Pfeils 54 zurückgedrückt, so dass er nicht mehr über das untere Ende 62 des Ausziehelementes 12 hinausragt. Dadurch erfolgt eine selbsttätige Bewegung des Hebels in Richtung des Pfeils 23 wodurch ein selbsttätiges Herunterklappen des Aufstellelementes 16 erreicht wird.


Anspruch[de]
Ausziehbare Aufstellkarte mit

einer Tasche (10) und einem Ausziehelement (12),

wobei in einer Einschiebeposition mindestens ein Teil des Ausziehelements (12) in der Tasche (10) angeordnet ist,

die Tasche (10) an einer Seite eine Öffnung (14) zum Herausziehen des Ausziehelementes (12) in eine Ausziehposition aufweist, und

das Ausziehelement (12) ein Aufstellelement (16) aufweist, das durch ein Herausziehen des Ausziehelementes (12) in die Ausziehposition selbsttätig in eine Aufstellposition übergeht.
Aufstellkarte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellelement (16) über ein Zugelement (18) derart mit einem Hebel (20) verbunden ist, dass bei einer Betätigung des Hebels (20) ein Aufstellen des Aufstellelementes (16) erfolgt. Aufstellkarte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellen des Aufstellelementes (16) in einer Querrichtung (44) der Aufstellkarte (11) erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehen des Ausziehelementes (12) in einer Längsrichtung (46) der Aufstellkarte (11) erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Herausziehen des Ausziehelementes (12) in die Ausziehposition ein selbsttätiges Betätigen des Hebels (20) erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Betätigen des Hebels (20) ein Beaufschlagen des Aufstellelements (12) über das Zugelement (18) mit einer Zugkraft (22) erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehelement (12) mindestens ein Abstützelement (24, 26) aufweist, gegen das sich mindestens ein Abstützende (28, 30) des Aufstellelements (16) beim Beaufschlagen des Aufstellelements (16) mit einer Zugkraft (22) entgegen der Zugkraft (22) abstützt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehelement (12) ein erstes (24) und ein zweites (26) Abstützelement aufweist, gegen die sich ein erstes (28) und ein zweites (30) Abstützende des Aufstellelementes (16) beim Beaufschlagen des Aufstellelements (16) mit einer Zugkraft (22) entgegen der Zugkraft (22) abstützen. Aufstellkarte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (18) zwischen dem ersten (28) und zweiten (30) Abstützende mit einem Mittelteil (32) des Aufstellelementes (16) verbunden ist. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellelement (16) in einer herunter geklappten Position plan auf dem Ausziehelement (12) aufliegt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelteil (32) des Aufstellelementes (16) durch die Zugkraft (22) und die der Zugkraft (22) entgegen gerichtete Abstützkraft (56, 58) der Abstützelemente (24, 26) derart in eine erste Richtung gebogen wird, dass ein Aufstellen des Aufstellelementes (16) in eine vertikale Aufstellposition erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehelement (12) eine Befestigungsvorrichtung (36) aufweist, an der der Hebel (20) schwenkbar befestigt ist. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (10) eine Betätigungsvorrichtung (38) zum Betätigen des Hebels (20) aufweist. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (20) einen Ansatz (40) zum Betätigen durch die Betätigungsvorrichtung (38) aufweist. Aufstellkarte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (38) als ein in Längsrichtung (46) verlaufender Schlitz in der Tasche (10) ausgebildet ist, in dem der Ansatz (40) verschiebbar angeordnet ist. Aufstellkarte nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Herausziehen des Ausziehelementes (12) aus der Tasche (10) ein Drücken des Ansatzes (40) gegen das Ende des Schlitzes derart erfolgt, dass ein Betätigen des Hebels (20) erfolgt. Aufstellkarte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugkraft (22) in eine Querrichtung (44) senkrecht zur Längsrichtung (46) gerichtet ist. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufstellen des Aufstellelementes (16) in Querrichtung (44) erfolgt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (10) das Ausziehelement (12) in der Einschiebeposition vollständig umgibt. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (14) der Tasche (10) verschließbar ist. Aufstellkarte nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zurückschieben des Ausziehelementes (12) in die Tasche (10) ein Überführen der Aufstellkarte (11) von der Ausziehposition in die Einschiebeposition derart erfolgt, dass ein selbsttätiges Herunterklappen des Aufstellelementes (16) erfolgt. Aufstellkarte nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das selbsttätige Herunterklappen des Aufstellelementes (16) mit Hilfe der Schwerkraft erfolgt. Aufstellkarte nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Herunterklappen des Aufstellelementes (16) das Ausziehelement (12) insbesondere vollständig in der Tasche (10) aufnehmbar ist.






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