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Dokumentenidentifikation DE202006016640U1 03.05.2007
Titel Transportanhänger für Kraftfahrzeuge zum Transport von Motorrädern und anderen Sportgeräten, kombiniert mit einem Zeltaufbau
Anmelder Seifert, Enrico, 02681 Schirgiswalde, DE
Vertreter Patentanwälte Ilberg und Weißfloh, 01309 Dresden
DE-Aktenzeichen 202006016640
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 25.10.2006
IPC-Hauptklasse B62D 63/06(2006.01)A, F, I, 20061025, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60P 3/06(2006.01)A, L, I, 20061025, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Transportanhänger für PKW zum Transport und Aufbau eines Zeltes, sowie dem Transport eines oder mehrerer Motorräder, Quads, Gokarts, Jetski, Fahrräder, Rollstuhl, Surfbrett etc.

Transportanhänger sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Allgemein bekannt sind insbesondere Lastenanhänger, PKW-Transportanhänger, Wohnwagen und "Klappfix"-Anhänger mit Faltzelt.

In DE 85 00 709.9 U1 wird ein Transportanhänger gezeigt, der ein auffaltbares Zelt enthält, dass durch wenige Handgriffe als Zelt nutzbar gemacht werden kann. Er ist insbesondere als Anhänger für Zweiradfahrzeuge vorgesehen.

In DE 195 32736 C2 wird ein Transportanhänger beschrieben, der insbesondere für den Fahrradtransport auf zwei Ebenen geeignet ist. Für ein erleichtertes Be- und Entladen ist eine Hubvorrichtung integriert.

In DE 9015174 U1 wird ein Transportanhänger beschrieben, der eine verschiebbare Ladeflächeneinheit vorsieht, die das Be- und Entladen insbesondere von Fahrzeugen und mit Sackkarren, Schubkarren erleichtert.

Nachteilig bei diesen Ausführungen ist, dass sie jeweils nur für die entsprechend vorgesehenen Bestimmungszweck verwendbar sind. Prinzipiell sind keine Transportanhänger bekannt, die die Möglichkeiten einer Unterkunft und Transportmöglichkeiten insbesondere für Motorräder und andere Sportgeräte nutzerfreundlich in sich vereinigen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen PKW-Transportanhänger zu schaffen, der einerseits den Transport eines leicht aufklappbaren Zeltes und den Transport von Motorrädern und anderen Sportgeräten ermöglicht. Die Abmessungen des Anhängers sollen dabei die notwendige Größe nicht überschreiten. Zugleich soll der Anhänger möglichst leicht sein und eine gute Straßenlage aufweisen. Die Motorräder etc. sollen leicht und gut handhabbar auf den Anhänger gebracht bzw. entladen werden können. Der Anhänger soll für verschiedene Beladungen nutzbar und entsprechend gut anpassbar sein.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass auf dem Anhänger ein leicht entfaltbares Zelt transportiert werden kann. Das Zelt kann auf dem Anhänger errichtet werden. Zugleich sind bei zusammengefaltetem Zelt ein oder mehrere Motorräder bzw. Quads, Gokarts, Fahrräder und Krankenfahrstühle transportierbar. Ebenso kann er auch mit Ladefläche und Bordwänden verwendet werden. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Anhänger für die entsprechenden Verwendungszwecke herrichten.

Vorteilhafte Weiterbildungen werden in den Unteransprüchen beschrieben. Mit Weiterbildung nach Anspruch 2 werden die Haltevorrichtungen für Motorräder im Bereich der Deichsel angeordnet. Der Schwerpunkt wird dadurch nach vorn verlagert.

Damit wird ein vorteilhaftes Fahrverhalten des Anhängers gewährleistet. Die Ausgestaltung nach Anspruch 3 beschreibt die zur Deichsel hin klappbare Haltevorrichtung. Damit wird der in Anspruch genommene Platz der Haltevorrichtung, wenn diese nicht benötigt wird, durch das Umklappen für andere Verwendungen wie z.B. den Zeltaufbau nutzbar. Gemäß Weiterbildung nach Anspruch 4 sind Haltevorrichtung und Standschienen verschiebbar und/oder drehbar angeordnet. Damit ist eine flexible Nutzung, ein leichteres Be- bzw. Entladen der Motorräder, Quads etc. sowie größtmögliche Freiheit bei der Positionierung der Motorräder etc. auf dem Transportanhänger erzielbar. Mit Anspruch 5 wird die Erfindung weitergebildet, indem die Standschiene verschiebbar und zweiteilig ausgeführt und mit einem Scharnier verbunden ist. Diese Weiterbildung ermöglicht ein einfacheres Be-/Entladen dadurch, dass zuerst die Standschiene etwa zur Hälfte über den Rand des Anhängers verschoben wird und dann der überragende Teil als geneigte Ebene bis zum Boden abgesenkt wird. Durch die geneigte Ebene lässt sich beispielsweise ein Motorrad leicht hinauf bzw. hinunter bewegen. Gemäß Ausgestaltung nach Anspruch 6 sind Stellvorrichtungen so angebracht, dass die Verschieb- und Drehbewegungen erleichtert werden. Dies können z.B. Kurbeln oder gemäß Weiterbildung nach Anspruch 7 hydraulische bzw. motorische Stellvorrichtungen sein. Damit wird der Kraftaufwand verringert und zugleich Be- bzw. Entladevorgänge sicherer gemacht. Mit Weiterbildung nach Anspruch 8 ist das Zelt zweiteilig ausgeführt, wobei beide Teile separat aufbaubar und zugleich ineinander verschiebbar sind. Dadurch wird erreicht, dass z.B. ein Zeltaufbau mit kleiner Grundfläche möglich ist, ohne dass beispielsweise die Motorräder vom Anhänger entladen werden müssen. Diese Variante ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn man nur eine Zwischenübernachtung beabsichtigt. Der zweite Teil des Zeltes ermöglicht eine größere Grundfläche und entsprechend mehr Komfort. Dieses zweite Zelt wird nutzbar, wenn die Motorräder sich nicht auf dem Anhänger befinden und die Haltevorrichtung mit den Standschienen z.B. nach vorn umgeklappt wird.

Durch Weiterbildung nach Anspruch 9 ist das verschiebbare Zelt mit einer Bodenplatte verbunden und mit dieser verschiebbar. Dadurch wird die Vergrößerung des Zeltes vereinfacht und das Zeltinnere bleibt abgeschlossen.

Mit Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 10 wird einen Stufe bzw. Treppe herunterklappbar. Dadurch wird der Ein- bzw. Ausstieg in das Zelt erleichtert. Die Weiterbildung nach Anspruch 11 gewährleistet durch höhenverstellbare Stützen eine optimale Standsicherheit des Anhängers gerade auch ohne Verbindung zum Fahrzeug. Mit Ausgestaltung nach Anspruch 12 sind die Haltevorrichtung mit Standschienen und das Zelt leicht vom Transportanhänger lösbar und Bordwände anbringbar.

Dadurch kann der Anhänger leicht in einen Lastenanhänger umfunktioniert werden. Mit Weiterbildung nach Anspruch 13 ist durch das an der Deichsel angebrachte Stützrad der Anhänger auch ohne Fahrzeug verschiebbar und weitgehend gegen Kippen gesichert. Die Weiterbildung nach Anspruch 14 sieht Verzurrösen am Transportanhänger vor. Damit können einerseits die transportierten Fahrzeuge und Güter gesichert und andererseits der Zeltaufbau abgespannt werden. Mit der Weiterbildung nach Anspruch 15 ist der Transportanhänger mit einer Auflaufbremse versehen. Auf diese Weise wird der Anhänger gebremst, wenn das Zugfahrzeug seine Geschwindigkeit verringert.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht des Anhängers mit zwei Motorrädern und zusammengeklapptem Zelt,

2 eine Seitenansicht des Anhängers mit errichtetem Zelt und umgeklappter Haltevorrichtung und Standschienen,

3 eine Ansicht von vorn mit heruntergeklappter Standschiene,

4 eine Ansicht von vorn mit aufgebautem zweiteiligen Zelt und demontierter Haltevorrichtung,

5 die Ausführung des Transportanhängers mit Bordwänden und

6 das Detail der Befestigung der Motorräder.

Der Transportanhänger 1 für Kraftfahrzeuge zum Transport von Motorrädern 5 und anderen Sportgeräten, kombiniert mit einem Zeltaufbau 2 ist wie folgt realisiert.

Der Anhänger 1 basiert auf den Grundelementen eines allgemein bekannten PKW-Transportanhängers 1. Im vorderen Bereich des Anhängers 1 zur Deichsel 6 hin ist eine Haltevorrichtung 3 mit einer oder mehreren Standschienen 4 angeordnet. Die Standschienen 4 sind zur Aufnahme der Räder, mehrerer Motorräder 5 oder Quads, Rollstühle etc. vorgesehen. Zur Befestigung werden Klammern 17 bzw. Gurte 17 verwendet. Außerdem sind die Abstände der Standschienen 4 zur Einstellung der Spurweite variierbar.

Die Haltevorrichtung 3 dient der Befestigung der Motorräder 5. Sie kann, wenn nicht benötigt, ganz oder teilweise demontiert werden. Außerdem kann die gesamte Haltevorrichtung 3 mit den Standschienen 4 zur Deichsel 6 hin umgeklappt werden. Dies ist durch die Befestigung mit Scharnieren 7 am Transportanhänger 1 möglich. Seitlich sind die Standschienen 4 durch Führungsschienen 8 mit der Haltevorrichtung 3 beweglich verbunden. Dadurch lassen sich die Standschienen 4 verschieben. Durch das Verschieben wird die Be- und Entladung des Transportanhängers 1 mit Motorrädern 5 etc. erleichtert. Insbesondere dadurch, dass die Standschienen 4 in der Mitte geteilt und durch ein Scharnier 7 verbunden sind, kann ein Teil der Standschiene 4 zum Boden heruntergeklappt werden. Durch Anordnung von Stellvorrichtungen 9 an der Haltevorrichtung 3 bzw. den Standschienen 4 können diese bewegt werden. Die Stellvorrichtungen 9 können z.B. motorisch oder hydraulisch angetrieben werden.

Im hinteren Teil des Anhängers 1 befindet sich ein Zelt 2, dass vorzugsweise im zusammengeklappten Zustand auf dem Anhänger 1 transportiert wird.

Das Zelt 2 kann auf dem Anhänger 1 aufgebaut und benutzt werden. In einer Ausführung besteht das Zelt 2 aus zwei Teilen, wobei das kleinere Zelt 2a im Inneren des größeren Zeltes 2b errichtet wird und aus diesem hinausbewegt werden kann. Dazu ist es mit Führungsschienen 8, die z.B. an der Bodenplatte 10 angeordnet sind, verbunden.

Der Platz auf dem Anhänger 1 wird dadurch bereitgestellt, dass die Haltevorrichtung 3 mit den Standschienen 4 nach vorn herumgeklappt werden kann.

Um den Einstieg in das Zelt 2 zu erleichtern, ist eine mit Scharnieren 7 befestigte und dadurch klappbare Stufe/Treppe 11 am Anhänger 1 angeordnet.

Der Anhänger 1 ist durch einfachen Umbau als Lastenanhänger verwendbar. Dazu wird das Zelt 2 und die Haltevorrichtung 3 demontiert. Die am Anhänger 1 angeordneten Rungenaufnahmen 13 ermöglichen das Einstecken von mit den Bordwänden 14 verbundenen Rungen 18. In einer anderen Ausführung können teilbare Scharniere 7 zur klappbaren Befestigung der Bordwände 14 verwendet werden.

Für die Standsicherheit und Beweglichkeit des Anhängers 1 ohne Fahrzeug ist an der Deichsel 6 ein höhenverstellbares Stützrad 15 angeordnet.

Gleichfalls zur Verbesserung der Standsicherheit, insbesondere für die Nutzung mit aufgebautem Zelt 2 sind jeweils an den Ecken des Anhängers 1 höhenverstellbare Stützen 12 angeordnet.

Zur Abspannung des Zeltes 2 und ggf. der mitgeführten Motorräder 5 etc. sind an verschiedenen Stellen des Anhängers 1 Verzurrösen 16 angeordnet.

Bei einem Transport von zwei Motorrädern 5 ist eine starre Verbindung zwischen beiden Motorrädern vorgesehen.

1
Transportanhänger, Anhänger
2
aufklappbares Zelt
2a
kleines Zelt
2b
großes Zelt
3
Haltevorrichtung
4
Standschiene
5
Motorrad
6
Deichsel
7
Scharniere
8
Führungsschienen
9
Stellvorrichtungen
10
Bodenplatte
11
Stufe, Treppe
12
Stützen
13
Rungenaufnahmen
14
Bordwände
15
Stützrad
16
Verzurrösen
17
Klammern, Gurte
18
Rungen


Anspruch[de]
Transportanhänger für Kraftfahrzeuge zum Transport von Motorrädern und anderen Sportgeräten, kombiniert mit einem Zeltaufbau, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Transportanhänger (1) ein aufklappbares Zelt (2) und eine Haltevorrichtung (3) mit mindestens einer Standschiene (4) für mindestens ein Motorrad (5) bzw. Fahrrad, Gokart oder Quad angeordnet ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) zur Aufnahme des Motorrads (5) oder eines anderen Fahrzeugs im Bereich der Deichsel (6) des Transportanhängers (1) angeordnet ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) mit Scharnieren (7) zur Deichsel (6) hin klappbar befestigt ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) mit den Standschienen (4) drehbar oder verschiebbar angeordnet ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standschiene (4) aus zwei miteinander durch ein Scharnier (7) verbundenen Teilen besteht und die Standschiene (4) durch Führungsschienen (8) verschiebbar mit dem Transportanhänger (1) verbunden ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Haltevorrichtung (3) Stellvorrichtungen (9) so angeordnet sind, dass die Haltevorrichtung (3) entsprechend dadurch verschiebbar bzw. drehbar ist und ein Teil der Standschiene (4) herunterklappbar ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorichtungen (9) motorisch oder hydraulisch betrieben werden. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das aufklappbare Zelt (2) im zusammengelegten Zustand in einem Kasten aufbewahrt wird, aus zwei Teilen besteht, und im aufgeklappten Zustand das kleinere Zelt (2a) durch seitliche Anordnung von Führungsschienen (8) zum großen Zelt (2b) verschiebbar angeordnet ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das kleinere Zelt (2a) gemeinsam mit einer Bodenplatte (10) verschiebbar ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stufe bzw. Treppe (11) mit dem Transportanhänger (1) durch ein Scharnier (7) herunterklappbar verbunden ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ecken des Transportanhängers (1) klappbare und höhenverstellbare Stützen (12) angeordnet sind. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Haltevorrichtung (3) und des Zeltes (2) leicht lösbar ist und am Tansportanhänger (1) Rungenaufnahmen (13) bzw. durch die Entfernung der Stifte teilbare Scharniere (7) zur Befestigung von Bordwänden (14) angeordnet sind. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deichsel (6) ein höhenverstellbares Stützrad (15) angeordnet ist. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Haltevorrichtung (3) und am Transportanhänger (1) Verzurrösen (16) angebracht sind. Transportanhänger für Kraftfahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportanhänger (1) ein- oder zweiachsig und mit einer Auflaufbremse versehen ist.






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