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Dokumentenidentifikation DE202006016662U1 03.05.2007
Titel Kerzenständer
Anmelder Oehlschläger, Friedrich-Wilhelm, 93093 Donaustauf, DE
Vertreter Benninger und Partner, 93047 Regensburg
DE-Aktenzeichen 202006016662
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.05.2007
Registration date 29.03.2007
Application date from patent application 27.10.2006
IPC-Hauptklasse F21V 35/00(2006.01)A, F, I, 20061027, B, H, DE
IPC additional class F21W 121/00  (2006.01)  A,  L,  N,  20061027,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kerzenständer.

Kerzenständer zur Halterung von Kerzen, insbesondere zu Dekorationszwecken, sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt.

Mit der vorliegenden Erfindung soll ein neuartiger Kerzenständer zur Verfügung gestellt werden, der insbesondere in dekorativer Hinsicht eine Alternative zu bekannten Kerzenständern darstellt.

Ein gattungsgemäßer Kerzenständer weist einen Standabschnitt und einen Abschnitt zum Einstecken einer Kerze auf. Der Kerzenständer der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass er (wenigstens zwei) Abschnitte von Bilderrahmenleisten aufweist.

Insbesondere ist der erfindungsgemäße Kerzenständer aus zwei bis vorzugsweise mehreren Abschnitten von Bilderrahmenleisten gebildet, d.h. er weist keine andersartigen Abschnitte auf.

Die Bilderrahmenleisten, die für die Herstellung des Kerzenständers genutzt werden, werden üblicherweise zur Herstellung von Bilderrahmen verwendet. Sie sind vorzugsweise aus Holz, können aber auch aus anderen Materialien, insbesondere Kunststoff oder Verbundmaterialien gebildet sein. Wie von Bilderrahmen bekannt, weisen die Leisten eine glatte Unter- bzw. Hinterseite auf. An ihrer Ober- bzw. Vorderseite können die Leisten ein nahezu beliebig geformtes Profil bzw. Relief aufweisen. Das Relief kann hierbei bspw. aus einem anderen Material gefertigt sein als die Grundleiste.

Zur Verwendung bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Kerzenständers ist es von Vorteil, wenn das Profil der Leiste an seiner Innenkante eine Dicke bzw. Stärke aufweist, die es erlaubt, eine Vertiefung zum Einstecken einer Kerze einzubringen. Insbesondere ist es von Vorteil, wenn die Leiste im Bereich ihrer Innenkante eine größere Dicke bzw. Stärke aufweist als im Bereich ihrer Außenkante, bzw. wenn die Leiste einen mittleren Bereich mit erhöhter Dicke bzw. Stärke aufweist.

Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kerzenständers werden von den ursprünglichen, langgestreckten Bilderrahmenleisten, die das Ausgangsmaterial darstellen, Abschnitte abgelängt, welche, ähnlich wie bei der Herstellung von Bilderrahmen, an beiden Enden mit jeweils einer Gehrung versehen sind, die eine Eckverbindung von derartigen Leistenabschnitten ermöglichen. Zur Herstellung derartiger Eckverbindungen werden die Abschnitte mit ihren Schnittflächen aneinandergefügt. Der Winkel der jeweiligen Eckverbindung entspricht jeweils der Summe der beiden Gehrungswinkel. Werden bspw. zwei Leistenabschnitte, die jeweils einen Gehrungswinkel von 45° aufweisen, aneinander gefügt, so entsteht eine 90° Eckverbindung.

Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kerzenständers sind die Gehrungen an den Endabschnitten der Leistenabschnitte vorzugsweise derart angeordnet, dass sie im Bereich der Innenkanten der Bilderrahmenleisten aneinander stoßen. Die auf diese Weise entstehenden Leistenabschnitte sind kurz, mit einer langen Außenkante, an der das Profil bzw. Relief der Bilderrahmenleiste sichtbar ist. Die Innenkante der Bilderrahmenleiste ist bei einem derartigen kurzen Abschnitt vorzugsweise nicht mehr vorhanden bzw. bildet eine Ecke. Je nachdem, wie die Gehrung genau angesetzt wird, kann der Innenkantenabschnitt der ursprünglichen Leiste auch ganz weggenommen sein; der Kerzenständer wird dann nur aus einem Teil der Bilderrahmenleiste gebildet und ist entsprechend kleiner. In beiden Fällen weisen die Abschnitte, aus denen der Kerzenständer zusammengefügt ist, eine der langen Kante gegenüber liegende Ecke auf. Alternativ kann ein kleiner Teil der Innenkante des Ausgangsmaterials stehen bleiben.

Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kerzenständers sind mindestens zwei, vorzugsweise mehrere, derartige Abschnitte jeweils mit ihren mit Gehrungen versehenen Endabschnitten aneinandergefügt. Die Schnittkanten passen hierbei exakt aufeinander, und die Leistenabschnitte bilden eine Eckverbindung. Vorzugsweise sind die Abschnitte derart gestaltet, dass bei ihrem Zusammenfügen alle Ecken der jeweiligen Abschnitte in der Mitte zusammenstoßen. Bei einer alternativen Ausführungsform, bei der die einzelnen Abschnitte einen kleinen Teil ihrer Innenkanten aufweisen, somit also keine der langen Außenkante gegenüberliegende Ecke aufweisen, stoßen die Abschnitte in der Mitte nicht direkt aneinander. Bei dieser Ausführungsform entsteht in der Mitte ein kleines Loch. Dieses kann bspw. direkt als Abschnitt zum Einstecken einer Kerze verwendet werden. Alternativ kann, ähnlich wie unten beschrieben, m Bereich des kleinen Loches eine Senkbohrung in den Kerzenständer eingebracht sein, in die wiederum eine Kerze einsteckbar ist.

In das Loch kann zusätzlich eine Metallhülse oder Kunststoffhülse o. dgl. eingesetzt werden, die als Distanzstück sowie zur Brandschutzsicherung bei herunter gebrannter Kerze dienen kann.

Die tatsächliche Anzahl von Abschnitten, die einen erfindungsgemäßen Kerzenständer bilden, ist abhängig von den gewählten Gehrungswinkeln der Leistenabschnitte. Weisen bspw. alle Leistenabschnitte Gehrungswinkel von 45° auf, so ist ein erfindungsgemäßer Kerzenständer aus vier derartigen Abschnitten gebildet.

Alle Gehrungswinkel aller einen Kerzenständer bildender Abschnitte können gleich groß sein, es ist alternativ aber auch möglich, dass Abschnitte mit unterschiedlichen Gehrungswinkeln zu einem Kerzenständer zusammengefügt werden. Auch ein einzelner Abschnitt kann entweder zwei gleiche oder zwei unterschiedliche Gehrungswinkel aufweisen. Die Summe aller Gehrungswinkel aller einen Kerzenständer bildender Abschnitte beträgt in jedem Fall 360°.

Die Abschnitte, die einen Kerzenständer bilden, werden an ihren Schnittflächen miteinander verbunden, bspw. mittels kleben, nageln, klammern, schrauben oder anderen Verbindungstechniken. Die Erfindung ist in dieser Hinsicht nicht beschränkt.

Der so entstandene „Bilderrahmenleisten-Block" weist an seiner Unterseite eine glatte, gerade Standfläche auf, die aus den geraden Hinterseiten der Bilderrahmenleistenabschnitte gebildet ist. Ggf. kann an der Unterseite ein Belag, bspw. aus Filz oder Gummi oder einem anderen Material angebracht sein, so dass der Block auch auf empfindlichen Möbeloberflächen keine Kratzspuren hinterlässt.

An der Oberseite des „Bilderrahmenleisten-Blockes" ist das Profil bzw. Relief der Bilderrahmenleistenabschnitte sichtbar. In diese Oberseite ist ein Abschnitt zum Befestigen einer Kerze eingebracht. Dieser kann bspw. durch eine Bohrung gebildet sein, deren Mittelpunkt vorzugsweise mit dem Stoßpunkt der Ecken der Leistenabschnitte zusammenfällt. Die Bohrung ist vorzugsweise eine Senkbohrung und durchstößt das Werkstück nicht vollständig, so dass die Standplatte ununterbrochen ist und eine in die Bohrung eingesteckte Kerze an dem Bohrungsboden abgestützt ist. Die Größe der Bohrung bestimmt die Dicke der Kerze, die in dem Kerzenständer gehalten werden kann. Um eine größere Variabilität zu erreichen, können mehrere Senkbohrungen mit unterschiedlichen Durchmessern weitgehend konzentrisch ineinander in den Kerzenständer eingebracht sein.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers,

2 eine Schnittdarstellung einer Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers,

3 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers,

4 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Kerzenständer, und

5 eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Kerzenständers.

1 zeigt eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers 10. Der Kerzenständer 10 ist in der dargestellten Ausführungsform aus vier Abschnitten einer Bilderrahmenleiste 20 gebildet. Jeder der vier Abschnitte 20 weist an seinen beiden Enden jeweils eine 45°-Gehrung 22 auf. Die beiden Gehrungen 22 eines Abschnittes 20 verlaufen jeweils spiegelsymmetrisch zueinander und derart, dass sie im Bereich der Innenkante 24 des Leistenprofils aneinander stoßen. Ein einzelner Abschnitt 20 weist somit eine lange Außenkante 26 und eine dieser Außenkante 26 gegenüberliegende Innenkante 24 auf, wobei die Innenkante eine Ecke, im dargestellten Fall eine 90°-Ecke, ist. (Die Ecke ist in 1 verdeckt; in der Schnittdarstellung in 2 und in der Draufsicht in 4 gut zu erkennen.)

Die vier Abschnitte 20 sind mit ihren Schnittkanten 23 aneinandergefügt und verklebt und geklammert. Die Innenkanten 26 bzw. Ecken stoßen hierbei im Mittelpunkt des so entstandenen „Leistenblockes" bzw. Kerzenständers 10 zusammen. In diesen Mittelpunkt ist eine Senkbohrung 40 eingebracht, die das Werkstück nicht vollständig durchstößt. Die Bohrung 40 dient als Kerzenhalterungsabschnitt, in den eine Kerze (nicht dargestellt) eingesteckt werden kann. Der Boden 41 der Bohrung 40 stützt eine eingesteckte Kerze nach unten hin ab.

Die Unterseite bzw. der Standabschnitt 12 des Kerzenständers 10 ist durch die Hinterseiten der ursprünglich zur Herstellung von Bilderrahmen gedachten Leisten gebildet. Diese sind glatt und gerade, so dass die Standfläche 12 des Kerzenständers 10 ebenfalls glatt und gerade ist.

Das Oberflächenprofil der Leistenabschnitte 20 und somit die Oberseite des Kerzenständers 10 weist insbesondere im Bereich der Außenkanten 26 eine dekorative Struktur auf. In einem innen liegenden Bereich 21 weisen die Leistenabschnitte 20 eine erhöhte Dicke bzw. Stärke auf. Dies ist für das Einbringen der Bohrung 40, in welche eine Kerze eingesteckt werden kann, von Vorteil.

2, die einen Schnitt einer Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers 10 darstellt, verdeutlicht den zu 1 beschriebenen Aufbau des erfindungsgemäßen Kerzenständers 10 nochmals. Insbesondere ist aus dieser Darstellung ersichtlich, wie die beiden Gehrungen 22 eines jeweiligen Abschnittes 20 im Bereich der Innenkante 24 des jeweiligen Abschnittes 20 zusammenstoßen und eine 90°-Ecke bilden. Diese Ecken werden im oberen Teil des Kerzenständers 10 durch die Senkbohrung 40 zum Einstecken einer Kerze weggenommen, sind aber im Bereich des Standabschnittes 12 des Kerzenständers erhalten, um einen Boden 41 in der Bohrung 40 zu bilden, auf dem eine eingesteckte Kerze abgestützt ist. Aus 2 ist weiterhin ersichtlich, daß die Innenkanten 24 bzw. Ecken der einzelnen Abschnitte 20 im Mittelpunkt des Kerzenständers aneinander stoßen.

Alternativ zur gezeigten Ausführungsform können die beiden Gehrungen jeweils eines Abschnittes so verlaufen, dass sie im Bereich der Innenkanten 24 der Abschnitte nicht zusammenstoßen, somit also keine Ecke bilden sondern ein Teil der Innenkante stehen bleibt. Beim Zusammenfügen derartiger Leistenabschnitte 20 verbleibt in der Mitte ein kleines Loch. Dieses kann entweder groß genug sein, um als Halterung für eine Kerze zu dienen, oder es kann, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, zusätzlich eine Bohrung 40 eingebracht sein. Der Boden 41 dieser Bohrung 40 weist dann ein Loch auf, der Randbereich des Loches kann aber weiterhin eine eingesteckte Kerze abstützen.

2 zeigt weiterhin eine Metallhülse 42, im Ausführungsbeispiel eine Aluminiumhülse, die in die Bohrung 40 eingesetzt wird und als Distanzstück sowie zur Brandschutzsicherung bei herunter gebrannter Kerze dient.

3 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kerzenständers 10 in der bereits in 1 und 2 gezeigten und kommentierten Ausführungsform. Die in 4 gezeigte Draufsicht der selben Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kerzenständers 10 verdeutlicht insbesondere nochmals, wie die einzelnen Leistenabschnitte 20 lückenlos aneinandergefügt sind. In 5 ist die besprochene Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kerzenständers 10 im seitlichen Schnitt dargestellt. Insbesondere ist nochmals die Senkbohrung 40 sichtbar, in die eine Kerze eingesteckt werden kann.

Die Erfindung ist ausdrücklich nicht auf das vorstehende Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen denkbar, die von dem erfindungsgemäßen Gedanken Gebrauch machen und deshalb ebenfalls in den Schutzbereich fallen.

10
Kerzenständer
12
Standabschnitt
20
Abschnitt einer Bilderrahmenleiste
21
Innen liegender Bereich größerer Stärke bzw. Dicke
22
Gehrung
23
Endabschnitte der Bilderrahmenleistenabschnitte/Schnittkanten
24
Innenkante eines Bilderrahmenleistenabschnittes
26
Außenkante eines Bilderrahmenleistenabschnittes
40
Bohrung/Senkbohrung
41
Boden der Bohrung
42
Metallhülse


Anspruch[de]
Kerzenständer (10), insbesondere aus Holz, mit einem Standabschnitt (12) und einem Abschnitt zum Einstecken einer Kerze (42), dadurch gekennzeichnet, dass er wenigstens zwei Abschnitte von Bilderrahmenleisten (20) aufweist. Kerzenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte von Bilderrahmenleisten (20) jeweils an beiden Enden Gehrungen (22) aufweisen. Kerzenständer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an einem der Abschnitte (20) angeordneten Gehrungen (22) im Bereich der Innenkanten (24) der Rahmenleistenabschnitte (20) aneinander stoßen. Kerzenständer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (20) jeweils mit ihren mit Gehrungen (22) versehenen Endabschnitten (23) aneinander gefügt sind. Kerzenständer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Gehrungswinkel gleich sind. Kerzenständer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehrungswinkel jeweils 45° betragen. Kerzenständer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt zum Einstecken einer Kerze (42) durch eine Bohrung (40) gebildet ist.






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