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Dokumentenidentifikation DE60119745T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001315663
Titel ANLAGE UND VERFAHREN ZUR BEHANDLUNG EINER FORMMATERIALBAHN
Anmelder Mixt Composites Recyclables, Tournon sur Rhone, FR
Erfinder GAY, Jean-Louis, F-07300 Tournon, FR;
FOUR, Christian, F-07410 Colombier-le-Vieux, FR
Vertreter Dr. Müller + Partner Patentanwälte, 65597 Hünfelden
DE-Aktenzeichen 60119745
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 05.09.2001
EP-Aktenzeichen 019653831
WO-Anmeldetag 05.09.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FR01/02755
WO-Veröffentlichungsnummer 2002020385
WO-Veröffentlichungsdatum 14.03.2002
EP-Offenlegungsdatum 04.06.2003
EP date of grant 17.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B65H 19/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Vorrichtung bezieht sich auf eine Anlage und ein Verfahren zur Behandlung einer Formmaterialbahn auf Spulen am Ausgang einer Maschine zur Herstellung einer Formmaterialbahn.

Ein solches Material, dass üblicherweise "SMC" (Sheet Moulding Compound) genannt wird, wird kontinuierlich auf einer Maschine hergestellt, die von dem aus der FR-A-2 778 360 bekannten oder jedem anderen Typ sein kann. Eine solche Maschine arbeitet ohne Unterbrechung, und es muss ein System zur Behandlung der erzeugten SMC-Bahn vorgesehen werden, wobei dieses System mit der Vorschubgeschwindigkeit der Bahn am Ausgang der Maschine kompatibel ist. Wenn Spulen, die ausgelegt sind, um etwa 300 bis 700 kg Material aufzunehmen, verwendet werden, ist es möglich, ein System mit Kippvorrichtung zu verwenden, das mit zwei Trägerspindeln für die Spulen versehen ist, wobei das Material dann abwechselnd auf jede der Spindeln aufgewickelt wird.

Zumindest für bestimmte Anwendungen ist es aber notwendig, die Verwendung von Spulen großer Kapazität vorzusehen, wobei diese Spulen aufgrund ihres Gewichts und ihres Platzbedarfs nicht von einem System Kippvorrichtung gehandhabt werden können.

Die vorliegende Erfindung will insbesondere diese Aufgabe lösen, indem sie eine neue Anlage vorschlägt, die mit dem kontinuierlichen Betrieb einer Maschine zur Herstellung von SMC und mit der Verwendung von Spulen mit großer Masse und großem Durchmesser kompatibel ist.

In diesem Sinne betrifft die Erfindung eine Anlage der oben erwähnten Art, die aufweist:

  • – mindestens zwei Stellen zur Positionierung von Spulen zum Aufwickeln der SMC-Bahn, wobei diese Stellen in einer im Wesentlichen waagrechten Richtung aufeinander folgen,
  • – einen Wagen, der aus einem Hauptrahmen und einem Nebenrahmen besteht, mit Führungsrollen für die Bahn versehen ist, und in besagter Richtung translatorisch zwischen einer ersten Position, die sich im Wesentlichen oberhalb einer ersten Stelle befindet, und einer zweiten Position beweglich ist, die sich im Wesentlichen über der zweiten Stelle befindet, und umgekehrt, wobei der Hauptrahmen und der Nebenrahmen in der Lage sind, parallel zur besagten waagrechten Richtung zueinander zu gleiten.

Aufgrund der Erfindung ermöglicht es die Verwendung von zwei aufeinanderfolgenden Stellen, für jede Stelle Stütz- und Antriebsmittel vorzusehen, die an das Band von Formmaterial angepasst sind, während der Wagen es ermöglicht, die Formmaterialbahn abwechselnd bis zu jeder der Spulen zu bringen, die an jeder dieser Stellen installiert sind. Der zweiteilige Charakter des erfindungsgemäßen Wagens ermöglicht es, seine Länge parallel zur waagrechten Vorschubrichtung der Bahn zu variieren. So ist es möglich, eine kompakte Konfiguration dieses Wagens, zum Beispiel, wenn er nicht benutzt wird, und eine ausgestreckte Position vorzusehen, die es ihm ermöglicht, die Formmaterialbahn über eine relativ große Länge zu führen. So kann man die Stützbedingungen der Bahn am Ausgang der Maschine zur Herstellung von Formmaterial optimieren.

Gemäß vorteilhaften Aspekten der Erfindung weist die Anlage eines oder mehrere der folgenden Merkmale auf:

  • – Der Wagen ist mit einer Vorrichtung zum Antrieb der Bahn ausgestattet, wobei diese Vorrichtung gleichzeitig mit der Anwendung von Mitteln zum Schneiden der Bahn zwischen einer Position des Eingriffs mit der Bahn und einer bezüglich der Bahn gelösten Position beweglich ist. Man kann insbesondere vorsehen, dass diese Vorrichtung einen Rahmen aufweist, der eine Antriebsrolle und eine Nachlaufrolle trägt, wobei diese Rollen je auf eine Achse im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung der Bahn zentriert und von einem Antriebsband umgeben sind, während dieser Rahmen auf dem Wagen um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zu dieser Richtung zwischen einer ersten Position, in der das Band mit der Bahn in Kontakt steht, und einer zweiten Position gelenkig ist, in der das Band von der Bahn entfernt ist, und umgekehrt.
  • – Der Wagen ist mit einer Schneidevorrichtung ausgestattet, die auf einen Rahmen montiert ist, der auf dem Wagen um eine Achse im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung der Bahn gelenkig ist. Die Schneidevorrichtung kann also durch Schwenken ihres Rahmens um seine Gelenkachse aktiviert werden.
  • – Der Wagen ist mit einer Endführungsvorrichtung ausgestattet, die sich in der Arbeitsstellung des Wagens und ausgehend vom Wagen in Richtung einer Spule erstreckt, die gerade gefüllt wird, wobei die Führungsvorrichtung auf dem Wagen um eine Achse im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung der Bahn gelenkig ist. Die gelenkige Charakteristik dieser Führungsvorrichtung ermöglicht es, sie einzuziehen, wenn der Wagen nicht genutzt wird.
  • – Der Hauptrahmen und der Nebenrahmen sind mit Rollen ausgestattet, die es ermöglichen, die Bahn bei ihrer Vorschubbewegung zu stützen.
  • – Der Wagen kann zu einer Warteposition verschoben werden, in der er nicht auf den Transport der Bahn einwirkt. Dieser Aspekt der Erfindung ermöglicht es, eine Maschine zur Erzeugung von SMC zu verwenden, um sowohl Spulen von SMC mit großem Gewicht von mehr als 1000 kg, als auch Spulen von SMC mit einem Gewicht in der Größenordnung von 300 bis 700 kg zu erzeugen, wie sie bisher bekannt waren.
  • – Jede Spule ist in ein Hauptgestell montiert, in dem sie über die Umfangsränder ihrer Flansche auf Unterlegkeilen ruhen kann, während das Hauptgestell auf ein Hilfsgestell aufgelegt werden kann, das mit Laufrollen versehen ist, die die Ränder bezüglich der Unterlegkeile anheben können, wenn das Hauptgestell auf das Hilfsgestell aufgelegt ist. Die Verwendung dieser beiden Gestelle ermöglicht es, durch die Verwendung der Unterlegkeile eine Standard-Blockierung einer Spule im Inneren des Hauptgestells vorzusehen, wobei diese Blockierung aufgehoben wird, wenn die Spule und das Hauptgestell auf dem Hilfsgestell angeordnet sind, wobei die freilaufend montierten Laufrollen es ermöglichen, die Flansche der Spule mit einer Möglichkeit der Drehung zu stützen.
  • – Das Hilfsgestell ist mit Rädern ausgestattet, die es ihm ermöglichen, in einer Richtung im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung der Bahn zu gleiten. Dieser Querzugang ermöglicht es, die Vorgänge des Einsetzens und des Entfernens der Spulen in Überlappungszeit durchzuführen.

Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Behandlungsverfahren, das mit der oben beschriebenen Anlage verwendet werden kann, und spezifischer ein Verfahren, das die Schritte aufweist, die darin bestehen, am Ausgang der Maschine zwei Typen von Spulen mit entsprechend der aufzuwickelnden Materialmenge unterschiedlichen Durchmessern zu verwenden, während

  • – wenn Spulen mit einem relativ kleineren Durchmesser verwendet werden,

    diese von einer Kippvorrichtung getragen werden, die gegenüber der Ausgangszone der Maschine angeordnet ist,

    und
  • – wenn Spulen mit relativ größerem Durchmesser verwendet werden,
  • – an mindestens einer von zwei Stellen zur Positionierung von Spulen, die sich in einer Vorschubrichtung der Bahn hinter der Kippvorrichtung befinden, eine Spule installiert wird, die in Drehung angetrieben werden kann;
  • – im Wesentlichen oberhalb der Spule ein beweglicher Wagen angeordnet wird, der mit Führungsrollen versehen ist, auf denen oder gegen die die Bahn vorher angeordnet wurde;
  • – die Bahn ausgehend vom Wagen angetrieben wird, um den Vorderrand dieser Bahn bis in Kontakt mit der Spindel der Spule zu bringen;
  • – die Spule bis zum Aufwickeln der gewünschten Materialmenge in Drehung angetrieben wird;
  • – die Bahn in der Nähe des Wagens abgeschnitten wird und
  • – der Wagen bis über die zweite Stelle verschoben wird, an der vorher eine zweite Spule installiert wurde.

Die Druckschrift DE 3016911 erläutert eine Anlage mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und auch ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 10.

Die Erfindung wird besser verstanden werden und weitere ihrer Vorteile gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform einer ihrem Prinzip entsprechenden Anlage und ihres Betriebsverfahrens hervor, die nur als Beispiel dient und sich auf die beiliegenden Zeichnungen bezieht. Es zeigen:

1 eine schematische Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Anlage in einer ersten Arbeitsstellung;

2 eine Ansicht gleich 1, während die Anlage in einer zweiten Arbeitsstellung ist;

3 eine Draufsicht auf die Anlage in der Stellung der 1;

4 ein Längsschnitt in vergrößertem Maßstab durch einen Teil des Wagens, der in der Anlage der 1 bis 3 verwendet wird;

5 eine Schnitt wie in 4, während die Anlage in einer anderen Arbeitsstellung ist;

6 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebssystems der Spulen, das in der Anlage verwendet wird;

7 eine Ansicht in vergrößertem Maßstab und in Explosionsdarstellung der Elemente, die sich an einer Stelle der Anlage befinden; und

8 eine Ansicht wie in den 1 und 2 in einer anderen Arbeitsstellung der Anlage.

Die erfindungsgemäße Anlage ist am Ausgang einer Maschine 1 zur Herstellung eines Verbundformmaterials vom Typ SMC in Form einer Bahn 2 angeordnet, die gemäß einer Strecke umläuft, die in den Figuren durch die Pfeile F1 dargestellt wird. Die Maschine 1 ist mit einer Gelenkvorichtung 3 versehen, die es ermöglicht, die Längen- und Vorbeilaufgeschwindigkeitsvariationen der Bahn 2 zu kompensieren.

Wie insbesondere aus 8 hervorgeht, kann die Bahn 2 auf die Spindel 4a oder 4'a von Spulen 4 und 4' aufgewickelt sein, die von den Armen einer Kippvorrichtung 5 getragen werden, die vor der Ausgangszone der Maschine 1 angeordnet ist. In der in 8 gezeigten Konfiguration wird die Bahn 2 gerade auf die Spule 4 aufgewickelt, während die Spule 4' entweder auf die Kippvorrichtung 5 geladen oder von dieser entladen sein kann, ehe sie auf einer Transportpalette 6 gelagert wird, die in der Nähe angeordnet ist. Diese Verwendung der Maschine 1 entspricht dem bekannten Stand der Technik.

Wenn Spulen 14 und 14' mit großem Durchmesser d verwendet werden sollen, insbesondere zum Aufwickeln der Bahn 2 in Mengen von mehr als 1000 kg, verwendet man zwei Stellen 15 und 15', die nacheinander hinter der Kippvorrichtung 5 in einer Wesentlichen waagrechten Richtung X-X' des Fortschreitens der Bahn 2 nach ihrem Austritt aus der Maschine 1 angeordnet sind. Diese Stellen 15 und 15' sind in zwei Richtungen Y1-Y'1, Y2-Y'2 im Wesentlichen lotrecht zur Richtung X-X' zugänglich.

Die Richtung X-X' ist im Wesentlichen parallel zur Strecke F1 des Bands 2 in seinem oberen Bereich nach seinem Austritt aus der Maschine 1.

Somit, und wie aus 3 hervorgeht, ist es möglich, eine leere Spule 14' durch eine Translationsbewegung in Richtung des Pfeils F2 in 3 an der Stelle 15' anzuordnen, wobei dieser Pfeil parallel zur Richtung Y2-Y'2 ist. Am Ende des Füllens der Spule 14 ist es möglich, diese wie durch den parallel zur Richtung Y1-Y'1 verlaufenden Pfeil F3 dargestellt zu entnehmen. Ein Eingriff F2 oder F3 auf eine der Spulen 14 oder 14' hat also keinen Einfluss auf die Spule 14' oder 14, die sich an einer benachbarten Stelle 15' oder 15 befindet.

Ein Wagen 20 ruht auf Schienen 21 über der Kippvorrichtung 5 und den Stellen 15 und 15'. Dieser Wagen ist mit mehreren Rollen 22 ausgestattet, die es ermöglichen, die Bahn 2 in ihrer Vorschubbewegung F1 zu tragen, wobei diese Rollen freilaufend auf zwei Rahmen montiert sind, nämlich einem Hauptrahmen 20A und einem Nebenrahmen 20B, die mit Rädern 23A bzw. 23B versehen sind, die es ihnen ermöglichen, entlang der Schienen 21 zu gleiten, wie durch den Pfeil F4 dargestellt ist. Die Räder 23A ruhen auf den Schienen 21, während die Räder 23B, die sich in Höhe des Rahmens 20B befinden, der auf einer tieferen Ebene angeordnet ist als der Rahmen 20A, auf den unteren Flügeln der Schienen 21 ruhen, die einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt haben.

Ein Elektromotor 29 treibt bestimmte Räder 23A zur Verschiebung des Wagens 20 auf den Schienen 21 an. Der Motor 29 wird von der Steuereinheit der Maschine 1 gesteuert.

Ein Arbeitszylinder 24 ist auf den Hauptrahmen 20A montiert. Der Nebenrahmen 20B ist fest mit der Stange 24b des Arbeitszylinders 24 verbunden, so dass der Abstand e zwischen den Rahmen 20A und 20B mit Hilfe des Arbeitszylinders 24 geregelt werden kann.

Die Gesamtlänge L des Wagens 20 ist ausreichend vorgesehen, damit die Bahn 2 wirksam geführt wird, indem sie eine im Wesentlichen waagrechte und ebene endlose Bahn auf den Rollen 22 bildet. So kann die Länge des Wagens 20 mit Hilfe des Arbeitszylinders 24 in Abhängigkeit von den Eigenschaften der Bahn 2 eingestellt werden, wobei diese Eigenschaften aufgrund ihres Verbundcharakters variieren können. Die Einstellung der Länge des Wagens 20 ermöglicht ebenfalls die Einstellung der Aufwickelspannung der Bahn 2.

Wenn dagegen der Wagen 20 nicht benutzt wird, wie in 8 gezeigt ist, wird der Arbeitszylinder 24 zurückgezogen, um die Gesamtabmessung des Wagens 20 parallel zur Richtung X-X' zu verringern.

Der Rand des Wagens 20, der sich lotrecht zur Richtung X-X' entgegengesetzt zur Maschine 1 erstreckt, ist mit 20c bezeichnet.

Wenn die Spule 14 gefüllt werden soll, wird der Wagen 20 derart auf den Schienen 21 positioniert, dass sein Rand 20C sich im Wesentlichen über der Spule 14 befindet. So erstreckt sich der Bereich 2a der Bahn 2, die zwischen dem Wagen 20 und der Spule 14 gespannt ist, gemäß einer bezüglich der Senkrechten wenig geneigten Ebene. Der Bereich 2a der vom Wagen 20 kommenden Bahn 2 kann also leicht um die Spindel 14a der Spule 14 gewickelt werden, die entsprechend in Richtung des Pfeils R in Drehung versetzt wird.

Eine Führungsvorrichtung 25 des Bereichs 2a der Bahn 2 besteht aus einem Rahmen 251, der an den Rahmen 20A um eine Achse Y25 im Wesentlichen lotrecht zur Richtung X-X' angelenkt ist. Dieser Rahmen trägt an seinem der Achse Y25 entgegengesetzten Ende zwei Rollen 252 und 253, die zwischen sich einen Schlitz 254 für den Durchgang der Bahn 2 definieren. Der Rahmen 251 trägt ebenfalls eine Platte 255, die sich über die ganze Breite des Wagens 20 erstreckt. Die Position des Rahmens 251 um die Achse Y25 wird mit Hilfe von zwei Arbeitszylindern gesteuert, die durch ihre Achsstriche 256 dargestellt und an den Rahmen 20A angelenkt sind, und deren Stange fest mit dem Rahmen 251 verbunden ist.

Der Rahmen 251 bleibt in der in den 4 und 5 gezeigten Stellung, außer wenn der Wagen 20 nicht benutzt wird, wie in der Konfiguration der 8, in welchem Fall die Arbeitszylinder 256 zusammengezogen werden, um die Rollen 252 und 253 bis in die direkte Nähe des Rahmens 20A zurückzubringen, um die Abmessung des Wagens 20 zu verringern.

Eine Schneidevorrichtung 26 ist an dem Rahmen 20A um eine Achse Y26 im Wesentlichen parallel zur Achse Y25, d.h. lotrecht zur Richtung X-X', angelenkt. Die Vorrichtung 26 weist einen Rahmen 261 auf, der einen stangenlosen Arbeitszylinder 262 trägt, der ein Messer 263 steuert. Zwei durch ihre Achsstriche dargestellte Arbeitszylinder 266 sind an das Gestell 20A angelenkt und ermöglichen es, das Schwenken des Rahmens 261 um die Achse Y26 zu steuern.

Während des Füllens der Spule 14 ist die Vorrichtung 26 in der Position der 4, in der sie nicht in die Bahn 2 eingreift. Wenn die Spule 14 gefüllt wurde, werden die Arbeitszylinder 266 aktiviert, um den Rahmen 261 in die Konfiguration der 5 zu bringen, in der das Messer 263 mit der Bahn 2 in Kontakt ist. Dann verschiebt der Arbeitszylinder 262 das Messer 263 entlang der Platte 255, wodurch die Bahn 2 zerschnitten wird.

Es ist dann möglich, das Endaufwickeln der Bahn 2 auf die Spule 14 durchzuführen.

Wenn die Bahn 2 geschnitten wurde, unterliegt sie keiner Spannkraft aufgrund der Drehbewegung der Spule 14 mehr. Es muss also vermieden werden, dass die Bahn 2 sich unter der Wirkung der durch die Gelenkvorrichtung 3 ausgeübten elastischen Kraft wieder in Richtung der Maschine 1 bewegt. Hierzu ist der Wagen 20 mit einer Vorrichtung 27 für den Antrieb und das Blockieren der Bahn 2 ausgestattet, die einen Rahmen 271 aufweist, der um eine Achse Y27 am Rahmen 20A angelenkt ist und dessen Verschiebung mit Hilfe von zwei Arbeitszylindern gesteuert wird, die durch ihre Achsstriche 276 dargestellt sind. Der Rahmen 271 trägt eine erste Rolle 272, die sich parallel zu den Rollen 22 und zur Achse Y27 erstreckt, und die von einem Elektromotor 274 angetrieben wird. Der Rahmen 271 trägt auch eine zweite Rolle 273, die freilaufend und parallel zur Rolle 272 montiert ist. Ein aus Metallschlaufen gebildetes Band 275 ist um die Rollen 272 und 273 herum gespannt und kann durch die gesteuerte Drehung der Rolle 272 in Bewegung versetzt werden.

Mit 22a ist die Rolle bezeichnet, die vom Rahmen 20A getragen wird und dem Rand 20C am nächsten angeordnet ist, d.h. die Rolle 22, die die letzte auf der Strecke der Bahn 2 ist.

Gleichzeitig mit der Verschiebung des Rahmens 261 wird der Rahmen 271 durch die Arbeitszylinder 276 derart in Richtung des Rahmens 20A verschoben, dass das Band 275 fest gegen die Bahn 2 gedrückt wird, die auf der Rolle 22a aufliegt. Der Abstand e' der Rollen 272 und 273 wird so gewählt, dass die Rolle 22a teilweise zwischen die Rollen 272 und 273 eingeführt sein kann, wie in 5 dargestellt ist. In dieser Konfiguration wirkt das Band 275 wie eine Bremse bei einer möglichen Rückzugsbewegung der Bahn 2 in zu den Pfeilen F1 entgegengesetzter Richtung. Hierzu kann der Motor 274 blockiert werden. Dieser Motor ist mit einem Untersetzungsgetriebe ausgestattet, wodurch die Größe des Widerstandsmoments erhöht wird, was die Rückkehr der Bahn 2 verhindert.

Wenn die Bahn 2 vom Messer 263 zerschnitten wurde, wird der Wagen 20 so verschoben, dass sein Rand 20C sich im Wesentlichen oberhalb der Spule 14' befindet, die an der Stelle 15' parallel zum Aufwickeln der Bahn 2 auf die Spule 14 angeordnet wurde. Ausgehend von dieser Konfiguration wird der Motor 274 gestartet, so dass die Rolle 272 in Richtung des Pfeils F5 in 5 angetrieben wird, was unter Berücksichtigung des von den Arbeitszylindern 276 ausgeübten Drucks und der festen Auflage des Bands 275 auf der Bahn 2 zur Wirkung hat, die Bahn 2 in Richtung der Pfeile F1 anzutreiben, so dass ihr freier Rand, der sich vorher in Höhe der Platte 255 befand, sich in Richtung der Spindel 14'a der Spule 14' fortbewegt, um die die Bahn 2 dann beginnt aufgewickelt zu werden. Die Spule 14' wird dann in Drehung versetzt, und die Arbeitszylinder 276 werden aktiviert, um das Band 275 von der Bahn 2 zu entfernen.

Man ist dann in der Position der 2, in der das Füllen der Spule 14' stattfinden kann, während die Spule 14 in Richtung des Pfeils F3 in 3 entfernt werden kann.

Während des Füllens der Spule 14' wird die Spule 14 entfernt, und eine neue Spule wird eingesetzt. Wenn die Spule 14' voll ist, geht man wie oben für die Spule 14 angegeben vor und bringt den Wagen 20 über die Stelle 15 zurück.

Dadurch kann ein kontinuierlicher Betrieb der Anlage in Betracht gezogen werden.

Aus Gründen der Klarheit der Zeichnung wurden die Vorrichtungen 25 bis 29 in den 1 bis 3 und 8 weggelassen, mit Ausnahme der Rollen 252 und 253.

Aus Gründen der Klarheit der Zeichnung ist das Antriebssystem 28 der Spulen 14 und 14' nur in 6 dargestellt. Es weist einen Elektromotor mit einem Unteersetzungsgetriebe 281 auf, dessen Ausgangswelle mit einer Platte 282 gekoppelt ist, die mit zwei Fingern 283 versehen ist, die in Öffnungen 141 eingeführt werden sollen, die zwischen Querstäben 142 in der Mitte jedes Flanschs 143 der Spulen 14 oder 14' vorgesehen sind. Wenn die Finger 283 in die Öffnungen 141 eingeführt wurden, und wenn der Motor 281 gestartet wird, kommen die Finger mit zwei Querstäben 142 in Kontakt, auf die sie ein Drehantriebsmoment der betrachteten Spule 14 oder 14' ausüben können.

Das System 28 ist in den Richtungen Y1-Y'1, Y2-Y'2 und X-X' beweglich, so dass es abwechselnd mit der einen oder anderen der Spulen 14 oder 14' in Eingriff gebracht werden kann.

Jede Spule 14 oder 14' wird von einem Gestell 16 oder 16' getragen, das von verschweißten oder miteinander verschraubten Winkeleisen gebildet wird. Die unteren Querstangen 161 der Gestelle 16 haben einen U-förmigen Querschnitt mit Umschlägen großer Dicke, die ihnen eine gute Formbeständigkeit verleihen, einschließlich, wenn sie mit Gabelstaplern relativ rau gehandhabt werden. Jedes Gestell 16 oder 16' definiert vier zylinderbogenförmige Unterlegkeile 162, die vor den Flanschen 143 der Spulen 14 und gleichwertigen angeordnet sind.

Standardmäßig ruht jede Spule 14 für jeden Flansch 143 auf zwei Unterlegkeilen 162, so dass unter Berücksichtigung ihres Gewichts und der Reibungskräfte zwischen den Rändern 144 der Flansche 143 und den Unterlegkeilen 162 die Spule 14 um ihre Mittelachse Y14 in Drehung blockiert ist. Dies entspricht der in 7 gezeigten Position, die diejenige der Spule 14 ist, wenn sie gelagert oder transportiert werden soll.

Wenn die Spule 14 um ihre Achse Y14 gedreht werden soll, insbesondere zur Behandlung der Bahn 2 oder zu deren Ausleeren zum Zweck ihrer Verwendung, wird das Gestell 16, wie durch die Pfeile F6 dargestellt, auf einem Hilfsgestell 17 angeordnet, das aus Querbalken 171 besteht, die sich in im Wesentlichen waagrechten Richtungen erstrecken und von denen Träger 172 nach oben vorstehen, auf die Laufrollen 173 frei laufend montiert sind, von denen es vier gibt und die so angeordnet sind, dass, wenn das Gestell 16 auf das Gestell 17 aufgesetzt ist, die Ränder 144 der Flansche 143 auf den Laufrollen 173 aufliegen, indem sie von den Unterlegkeilen 162 gelöst sind. Hierzu ist die Höhe h1 der Mitten der Laufrollen 173 bezüglich der Oberseite der Querbalken 171 höher als die Höhe h2 des unteren Bereichs des Rands 144 des Flanschs 143 bezüglich der Unterseite der Querbalken 161.

Jedes Hilfsgestell 17 ist mit Rädern 174 versehen, die es ihm ermöglichen, lotrecht zur Vorschubrichtung F1 der Bahn 2 auf Schienen 7 zu gleiten, die im Boden der Anlage in den Richtungen Y1-Y'1 und Y2-Y'2 verlaufen, wie in 3 dargestellt ist.

Der Betrieb ist folgendermaßen: Wenn eine leere Spule 14' an der Stelle 15' angeordnet werden soll, wird das dieser Stelle zugeteilte Hilfsgestell 17' in eine bezüglich der Vorschubzone der Bahn 2 versetzte Position gebracht, wobei diese Position in 3 dargestellt ist. In dieser Position wird eine in ein Gestell 16' eingesetzte Spule 14' auf das Gestell 17' aufgesetzt, was es ermöglicht, die Drehmöglichkeit dieser Spule um ihre Mittelachse freizugeben, während die Spule 14' im Gestell 16' eingeschlossen bleibt. Dann wird der Wagen 17' translatorisch in Richtung der Stelle 15' verschoben, wie durch den Pfeil F2 angezeigt ist.

Wenn eine volle Spule wie die Spule 14 aus der Anlage entnommen werden soll, werden der der Stelle 15 zugeteilte Wagen 17, das Gestell 16 und die Spule 14 in die gestrichelt in 3 dargestellte Position gebracht, und das einfache Anheben des Gestells 16 bezüglich des Gestells 17 ermöglicht es, die Spule 14 innerhalb des betrachteten Gestells 16 in Drehung zu blockieren.

Ein Indexierungssystem für die Position der Gestelle 17 und 17' entlang der Schienen 7 kann mittels eines Fingers 175 vorgesehen werden, der elastisch in Richtung des Bodens belastet ist und sich in Löcher 8 einfügen kann, die im Boden in Höhe der Position der Gestelle 17 und 17' an jeder der Stellen 15 und 15' und in jeder der Lade-/Entladepositionen der Hauptgestelle auf den Hilfsgestellen vorgesehen sind.

Die Erfindung wurde mit Spulen 14 und 14' dargestellt, die an zwei Stellen 15 und 15' angeordnet sind. Sie ist aber mit drei oder mehr als drei Stellen anwendbar, wobei die Anzahl von verwendeten Spulen dementsprechend angepasst wird, ohne den Betrieb der Herstellungslinie, insbesondere der Maschine 1, zu stören.

Die Erfindung wurde bei ihrer Verwendung mit einer SMC-Bahn beschrieben. Sie ist aber mit anderen Formmaterialbahnen wie Spanvliesen oder Faserstoffen anwendbar.


Anspruch[de]
Anlage zur Behandlung einer Formmaterialbahn auf Spulen am Ausgang einer Maschine zur Herstellung von Formmaterialbahnen, die aufweist:

– mindestens zwei Stellen (15, 15') zur Positionierung von Spulen (14, 14') zum Aufwickeln der Bahn (2), wobei die Stellen in einer im Wesentlichen waagrechten Richtung (X-X') aufeinander folgen,

– einen Wagen (20), der aus einem Hauptrahmen (20A) und einem Nebenrahmen (20B) besteht, mit Führungsrollen (22) für die Bahn versehen ist, und in besagter Richtung translatorisch (F4) zwischen einer ersten Position (1), die sich im Wesentlichen oberhalb einer ersten Stelle (15) befindet, und einer zweiten Position (2) beweglich ist, die sich global über der zweiten Stelle (15') befindet, und umgekehrt,

dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptrahmen (20A) und der Nebenrahmen (20B) in der Lage sind, parallel zur waagrechten Richtung (X-X') zueinander zu gleiten.
Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (20) mit einer Vorrichtung (27) zum Antrieb der Bahn (2) ausgestattet ist, wobei die Vorrichtung gleichzeitig mit der Anwendung von Mitteln (26) zum Schneiden der Bahn zwischen einer Position (5) des Eingriffs mit der Bahn und einer bezüglich der Bahn gelösten Position (4) beweglich ist. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Rahmen (271) aufweist, der eine Antriebsrolle (272) und eine Nachlaufrolle (273) trägt, wobei die Rollen je auf eine Achse im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung (F1, X-X') der Bahn (2) zentriert und von einem Antriebsband (275) umgeben sind, während der Rahmen auf dem Wagen um eine Achse (Y27) im Wesentlichen senkrecht zu besagter Richtung zwischen einer ersten Position (5), in der das Band mit der Bahn in Kontakt steht, und einer zweiten Position (4) gelenkig ist, in der das Band von der Bahn entfernt ist, und umgekehrt. Anlage nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (20) mit einer Schneidevorrichtung (26) ausgestattet ist, die auf einen Rahmen (261) montiert ist, der auf dem Wagen um eine Achse (Y26) im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung (F1, X-X') der Bahn (2) gelenkig ist. Anlage nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (20) mit einer Endführungsvorrichtung (25) ausgestattet ist, die sich in der Arbeitsstellung des Wagens und ausgehend vom Wagen in Richtung einer Spule (14, 14') erstreckt, die gerade gefüllt wird, wobei die Führungsvorrichtung auf dem Wagen um eine Achse (Y25) im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung (F1, X-X') der Bahn (2) gelenkig ist. Anlage nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptrahmen (20A) und der Nebenrahmen (20B) mit Rollen (22) ausgestattet sind, die es ermöglichen, die Bahn (2) bei ihrer Vorschubbewegung (F1) zu stützen. Anlage nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (20) zu einer Warteposition (8) verschoben werden kann, in der er nicht auf den Transport (F1) der Bahn (2) einwirkt. Anlage nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Spule (14; 14') in ein Hauptgestell (16, 16') montiert ist, in dem sie über die Umfangsränder (144) ihrer Flansche (143) auf Unterlegkeilen (162) ruhen kann, während das Hauptgestell auf ein Hilfsgestell (17, 17') aufgelegt werden kann (F6), das mit Laufrollen (173) versehen ist, die die Ränder bezüglich der Unterlegkeile anheben können, wenn das Hauptgestell auf das Hilfsgestell aufgelegt ist. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Hilfsgestell (17, 17') mit Rädern (174) ausgestattet ist, die es ihm ermöglichen, in einer Richtung (Y1-Y'1, Y2-Y'2) im Wesentlichen lotrecht zur Vorschubrichtung (F1, X-X') der Bahn zu gleiten. Verfahren zur Behandlung einer Formmaterialbahn auf Trommeln am Ausgang einer Maschine zur Herstellung von Formmassebahnen, dadurch gekennzeichnet, dass es darin besteht, am Ausgang der Maschine (1) zwei Typen von Spulen (4, 4', 14, 14') mit entsprechend der aufzuwickelnden Massemenge unterschiedlichen Durchmessern zu verwenden, dass

– wenn Spulen (4, 4') mit einem relativ kleineren Durchmesser verwendet werden, diese von einer Kippvorrichtung (5) getragen werden, die gegenüber der Ausgangszone der Maschine angeordnet ist,

und dass,

– wenn Spulen (14, 14') mit relativ größerem Durchmesser verwendet werden,

– an mindestens einer von zwei Stellen (15, 15') zur Positionierung von Spulen (14, 14'), die sich in Vorschubrichtung (X-X') der Bahn hinter der Kippvorrichtung befinden, eine Spule installiert wird (F2), die in Drehung angetrieben werden kann (R);

– im Wesentlichen oberhalb der Spule ein beweglicher Wagen (20) angeordnet wird, der mit Führungsrollen (22) versehen ist, auf denen oder gegen die die Bahn (2) vorher angeordnet wurde;

– die Bahn ausgehend vom Wagen angetrieben wird (F5), um den Vorderrand der Bahn bis in Kontakt mit der Spindel (14a, 14'a) der Spule zu bringen;

– die Spule bis zum Aufwickeln der gewünschten Materialmenge in Drehung (R) angetrieben wird;

– die Bahn in der Nähe des Wagens abgeschnitten wird; und

– der Wagen über die zweie Stelle verschoben wird (F4), an der vorher eine zweite Trommel installiert wurde.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
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