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Dokumentenidentifikation DE60120186T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001312255
Titel Nährlösung für Pflanzenzucht und Vorbereitungsverfahren dieser Lösung
Anmelder Hoshizaki Denki K.K., Toyoake, Aichi, JP
Erfinder Achiwa, Nobuo, Tokai-shi, Aichi-ken, JP;
Kobayashi, Rie, Aichi-ken, JP
Vertreter KRAMER - BARSKE - SCHMIDTCHEN, 81245 München
DE-Aktenzeichen 60120186
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.11.2001
EP-Aktenzeichen 011276540
EP-Offenlegungsdatum 21.05.2003
EP date of grant 31.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A01G 31/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C05D 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C05G 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nährlösung für die Pflanzenzucht und ein Verfahren zur Herstellung der Nährlösung.

Eine Nährlösung, die Düngemittelkomponenten enthält, die für eine Wasserzucht von Pflanzen effektiv ist, wird durch Verdünnen eines Gemischs einer Mehrzahl von Düngemittelkomponenten mit gewöhnlichem Wasser, wie z.B. Leitungswasser, hergestellt. Obwohl bei der Wasserzucht von Pflanzen wirksame Komponenten, die in der Nährlösung enthalten sind, für das Wachstum der Pflanze genutzt werden, ist es erforderlich, Nährlösungen mit verschiedenen Eigenschaften gemäß der Zuchtart der Pflanze herzustellen. Beispielsweise ist es erforderlich, eine Nährlösung zur Wachstumsförderung der Pflanze herzustellen, und eine Nährlösung für eine Wachstumsbeschränkung der Pflanze zum Zuführen einer großen Menge an Nährstoffen zu Früchten der Pflanze in ihrem reifen Zustand herzustellen.

Es ist daher eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nährlösung zur Pflanzenzucht und ein Verfahren zur Herstellung der Nährlösung bereitzustellen, welche die vorstehend beschriebenen Anforderungen erfüllen kann.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Bereitstellung einer Nährlösung gelöst, die durch Verdünnen von Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanzenzucht wirksam sind, mit elektrolysiertem Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, hergestellt worden ist.

Bei der Herstellung der Nährlösung ist es bevorzugt, elektrolysiertes alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von 11,0 bis 12,00 als elektrolysiertes Wasser zur Wachstumsförderung der Pflanze zu verwenden. Alternativ kann elektrolysiertes saures Wasser mit einem pH-Wert von 2,0 bis 3,0 als elektrolysiertes Wasser für eine Wachstumsbeschränkung der Pflanze verwendet werden.

In einem Verfahren zur Herstellung der Nährlösung für die Pflanzenzucht wird elektrolysiertes alkalisches Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, mit gewöhnlichem Wasser, wie z.B. Leitungswasser, sechsfach verdünnt, und die Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanze wirksam sind, werden mit dem verdünnten elektrolysierten alkalischen Wasser verdünnt. Alternativ wird das elektrolysierte alkalische Wasser mit dem gewöhnlichen Wasser zwanzig- bis vierzigfach verdünnt und die Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanze wirksam sind, werden mit dem verdünnten elektrolysierten alkalischen Wasser verdünnt.

Für ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung und um zu zeigen, wie die vorliegende Erfindung ausgeführt werden kann, wird nachstehend beispielhaft auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, worin

1(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang des Stieldurchmessers von Tomaten zeigt, die unter Verwendung verschiedener Arten von Nährlösungen in einer ersten experimentellen Zucht von Tomaten kultiviert worden sind;

1(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattlänge der Tomaten in der ersten experimentellen Zucht zeigt;

2(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattbreite der Tomaten in der ersten experimentellen Zucht zeigt;

2(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blatthöhe der Tomaten in der ersten experimentellen Zucht zeigt;

3(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang des Stieldurchmessers von Tomaten zeigt, die unter Verwendung verschiedener Arten von Nährlösungen in einer zweiten experimentellen Zucht von Tomaten kultiviert worden sind;

3(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattlänge der Tomaten in der zweiten experimentellen Zucht zeigt;

4(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattbreite der Tomaten in der zweiten experimentellen Zucht zeigt;

4(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blatthöhe der Tomaten in der zweiten experimentellen Zucht zeigt;

5(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang des Stieldurchmessers von Tomaten zeigt, die unter Verwendung verschiedener Arten von Nährlösungen in einer dritten experimentellen Zucht von Tomaten kultiviert worden sind;

5(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattlänge der Tomaten in der dritten experimentellen Zucht zeigt;

6(a) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blattbreite der Tomaten in der dritten experimentellen Zucht zeigt; und

6(b) ein Graph ist, der einen Wachstumsübergang der Blatthöhe der Tomaten in der dritten experimentellen Zucht zeigt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wurde eine Menge eines Mischdüngers, der Ammoniakstickstoff (AN), Nitratstickstoff (NN), Phosphorsäure (P2O5), Kalium (K2O), Mangan (MnO), Bor (B2O3), Eisen (Fe), Kupfer (Cu) und Molybdän (Mo) enthielt, jeweils mit Leitungswasser mit einem pH-Wert von 7,1, elektrolysiertem alkalischen Wasser mit einem pH-Wert von 11,5 und elektrolysiertem sauren Wasser mit einem pH-Wert von 2,5 verdünnt, um mehrere Arten von Nährlösungen zur experimentellen Zucht von Tomaten (die als Momotaro York-Sorte bezeichnet werden) herzustellen. Das elektrolysierte alkalische Wasser und saure Wasser wurden durch eine Elektrolyse einer wässrigen Lösung von etwa 0,1 Gew.-% Kaliumchlorid in der Kathoden- bzw. Anodenkammer einer Elektrolysezelle hergestellt.

Bei der experimentellen Zucht wurden Tomatensamen in einem Vermiculitboden ausgesät und für sieben Tage auf dem Nährbett aus Vermiculit kultiviert. Danach wurden die Tomatenkeimlinge in einen Zuchtbehälter eingesetzt, der mit Nährlösungen für die Wasserzucht gefüllt war, mit Fluoreszenzlicht belichtet und etwa einen Monat kultiviert (vgl. die später beschriebenen Beispiele 1 und 2). Während der Zucht der Tomatenkeimlinge wurden die Temperatur, die Beleuchtung (Fluoreszenzintensität) und die Feuchtigkeit des Zuchtbehälters alle 24 Stunden kontrolliert, wie es in der folgenden Tabelle 1 gezeigt ist, und jeder Nährlösung in dem Behälter wurde mittels einer kleinen Luftpumpe in einem Intervall von 30 min für fünf Minuten Luft zugeführt.

Nachdem ein vorgegebener Zeitraum der Wasserzucht vergangen war, wurde jeder Wachstumszustand der Tomatenkeimlinge untersucht, um den Stieldurchmesser, die Pflanzenlänge, die Blattlänge und die Blattbreite der Tomaten festgestellt, um die Wachstumsbedingungen der Tomaten zu vergleichen, die in jedem Behälter kultiviert worden sind.

Beispiel 1:

In einer ersten experimentellen Zucht wurden zur Herstellung von Nährlösungen (1) bis (6) Leitungswasser (a), elektrolysiertes alkalisches Wasser (b), das sechsfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, elektrolysiertes alkalisches Wasser (c), das zehnfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, elektrolysiertes alkalisches Wasser (d), das zwanzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, eine Lösung von Kaliumchlorid (e), die zehnfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, und eine Lösung von Kaliumchlorid (f), die zwanzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, verwendet. Die Eigenschaften der Nährlösungen sind in der folgenden Tabelle 2 gezeigt.

Die Nährlösungen (1) bis (6) wurden zur Kultivierung der Tomaten für 27 Tage unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen verwendet. Dann wurden der Stieldurchmesser, die Blattlänge, die Blattbreite und die Pflanzenlänge gewachsener Tomaten gemessen, um jeden Wachstumsübergang der Tomaten zu bestätigen. Das Ergebnis der Messungen ist in den folgenden Tabellen 3 bis 6 gezeigt und jeder Wachstumsübergang der Tomaten ist in den 1 und 2 gezeigt, wobei jeder Wert in den Tabellen einen Durchschnittswert von 12 Pflanzen darstellt.

Aufgrund des Wachstumsübergangs der Tomaten wurde bestätigt, dass die Nährlösung, die aus dem elektrolysierten alkalischen Wasser hergestellt worden ist, zur Förderung des Wachstums der Tomaten wirksamer ist als eine herkömmliche Nährlösung, die mit dem Leitungswasser hergestellt worden ist. Insbesondere wurde gefunden, dass das elektrolysierte alkalische Wasser, das mit dem Leitungswasser sechsfach bis zwanzigfach verdünnt worden ist, zur Herstellung der Nährlösung bevorzugt ist.

Beispiel 2:

In einer zweiten experimentellen Zucht wurden zur Herstellung von Nährlösungen (1) bis (5) Leitungswasser (a), elektrolysiertes saures Wasser (b), das zwanzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, eine Lösung von Kaliumchlorid (c), die zehnfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, eine Lösung von Kaliumchlorid (d), die vierzehnfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, und eine Lösung von Kaliumchlorid (e), die vierzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, verwendet. Die Eigenschaften der Nährlösungen sind in der folgenden Tabelle 7 gezeigt.

Die Nährlösungen (1) bis (5) wurden zur Kultivierung der Tomaten für 28 Tage unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen verwendet. Dann wurden der Stieldurchmesser, die Blattlänge, die Blattbreite und die Pflanzenlänge gewachsener Tomaten gemessen, um jeden Wachstumsübergang der Tomaten zu bestätigen. Das Ergebnis der Messungen ist in den folgenden Tabellen 8 bis 11 gezeigt und jeder Wachstumsübergang der Tomaten ist in den 3 und 4 gezeigt.

Aufgrund des Wachstumsübergangs der Tomaten wurde bestätigt, dass die Nährlösung, die aus dem elektrolysierten sauren Wasser hergestellt worden ist, zur Beschränkung des Wachstums der Tomaten wirksamer ist als eine herkömmliche Nährlösung, die mit dem Leitungswasser hergestellt worden ist.

Beispiel 3:

In einer dritten experimentellen Zucht wurden zur Herstellung von Nährlösungen (1) bis (3) Leitungswasser (a), elektrolysiertes saures Wasser (b), das vierzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, und eine Lösung von Kaliumchlorid (c), die zwanzigfach mit dem Leitungswasser verdünnt worden ist, verwendet. Die Eigenschaften der Nährlösungen (1) bis (3) sind in der folgenden Tabelle 12 gezeigt.

Die Nährlösungen (1) bis (3) wurden zur Kultivierung der Tomaten für 28 Tage unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen verwendet. Dann wurden der Stieldurchmesser, die Blattlänge, die Blattbreite und die Pflanzenlänge gewachsener Tomaten gemessen, um jeden Wachstumsübergang der Tomaten zu bestätigen. Das Ergebnis der Messungen ist in den folgenden Tabellen 13 bis 16 gezeigt und jeder Wachstumsübergang der Tomaten ist in den 5 und 6 gezeigt.

Aufgrund des Wachstumsübergangs der Tomaten wurde bestätigt, dass die Nährlösung, die aus dem elektrolysierten sauren Wasser hergestellt worden ist, zur Beschränkung des Wachstums der Tomaten wirksamer ist als eine herkömmliche Nährlösung, die mit dem Leitungswasser hergestellt worden ist.


Anspruch[de]
Nährlösung für die Pflanzenzucht, die durch Verdünnen von Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanze wirksam sind, mit elektrolysiertem Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, hergestellt worden ist. Nährlösung nach Anspruch 1, bei der elektrolysiertes alkalisches Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, zum Verdünnen der Düngemittelkomponenten verwendet wird. Nährlösung nach Anspruch 2, bei welcher der pH-Wert des elektrolysierten alkalischen Wassers in einem Bereich von 11,0 bis 12,0 liegt. Nährlösung nach Anspruch 1, bei der elektrolysiertes saures Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, zum Verdünnen der Düngemittelkomponenten verwendet wird. Nährlösung nach Anspruch 4, bei welcher der pH-Wert des elektrolysierten sauren Wassers in einem Bereich von 2,0 bis 3,0 liegt. Verfahren zur Herstellung einer Nährlösung für die Pflanzenzucht, das die Schritte des sechs- bis zwanzigfachen Verdünnens von elektrolysiertem alkalischen Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, mit gewöhnlichem Wasser, und des Verdünnens von Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanze wirksam sind, mit dem verdünnten elektrolysierten alkalischen Wasser umfasst. Verfahren zur Herstellung einer Nährlösung für die Pflanzenzucht, das die Schritte des zwanzig- bis vierzigfachen Verdünnens von elektrolysiertem sauren Wasser, das durch eine Elektrolyse einer Lösung von Kaliumchlorid erzeugt worden ist, mit gewöhnlichem Wasser, und des Verdünnens von Düngemittelkomponenten, die für eine Pflanze wirksam sind, mit dem verdünnten elektrolysierten sauren Wasser umfasst.






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