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Dokumentenidentifikation DE60126252T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001265736
Titel PRESSVERFAHREN VON TEILKRISTALLINEN POLYMEREN
Anmelder Sacmi Cooperativa Meccanici Imola Società' Cooperativa, Imola, Bologna, IT
Erfinder PARRINELLO, Fiorenzo, I-40059 Medicina, IT
Vertreter Lorenz und Kollegen, 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 60126252
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.03.2001
EP-Aktenzeichen 019294230
WO-Anmeldetag 06.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/02584
WO-Veröffentlichungsnummer 2001066327
WO-Veröffentlichungsdatum 13.09.2001
EP-Offenlegungsdatum 18.12.2002
EP date of grant 24.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B29C 43/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29C 35/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29C 69/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung halbkristalliner Polymergegenstände.

Zugrundeliegende Technik

Das Merkmal dieser Polymere besteht darin, dass sie vollkommen amorph sind, während sie sich in geschmolzenem Zustand befinden, während der Abkühlung jedoch kristallin sind.

Insbesondere ist bei diesen Werkstoffen der Schmelzpunkt TF, an dem die kristalline Phase zerstört wird, größer als die Kristallisationsbeginntemperatur TIC, bei der die Kristalle während der Abkühlung beginnen sich auszubilden.

Die bekanntesten halbkristallinen Werkstoffe zur industriellen Verwendung sind Polypropylen (nachfolgend als PP bezeichnet), Polyethylen mit hoher Dichte (nachfolgend als HDPE bezeichnet) und Polyethylenterephthalat (nachfolgend als PET bezeichnet), wobei diese gewöhnlich zur Formung von Gegenständen unter Verwendung von Pressformen entweder durch einen Einspritzvorgang oder durch einen Verdichtungsvorgang verwendet werden.

Bei beiden Vorgängen wird der Werkstoff auf eine Betriebstemperatur gebracht, die im Wesentlichen höher liegt als der Schmelzpunkt TF.

Bei dem Einspritzvorgang wird der Werkstoff durch eine oder mehrere Düsen mit einer Temperatur in eine Pressform eingespritzt, die viel höher liegt als der Schmelzpunkt, um sicherzustellen, dass der geschmolzene Werkstoff eine Fluidität aufweist, die ausreichend ist, um die Scherbeanspruchungen auf Grund des Durchganges des geschmolzenen Werkstoffes mit hoher Geschwindigkeit durch Rohrleitungen mit kleinem Durchmesser, die typisch für die bei diesem Vorgang verwendeten Pressformen sind, maximal zu verringern.

Bei dem Verdichtungsvorgang wird eine kleine gemessene Menge an Werkstoff in geschmolzenem Zustand in einem Pressformhohlraum positioniert, wobei ein Stempel zum Eintreten in denselben veranlasst wird, um den Werkstoff zum Aufsteigen in den Zwischenraum zwischen dem Stempel und dem Hohlraum zu zwingen und ihre Form anzunehmen (Pressformfüllung), um dann die Abkühlungsphase innerhalb der Pressform zu beginnen.

Die Temperatur, auf die der Werkstoff bei dem Formpressverfahren gebracht wird, ist immer viel höher als der Schmelzpunkt um sicherzustellen, dass der Werkstoff während der gesamten Pressformfüllzeitdauer ausreichend flüssig bleibt, wobei die Kristallbildung während der Formpressstufe ein nicht wünschenswertes Hindernis ist.

An erster Stelle hat bei gegebener unterschiedlicher Viskosität der amorphen und kristallinen Phasen die Kristallausbildung eine nicht gleichförmige Füllung der Pressform zum Ergebnis.

Zusätzlich stellen die Kristalle, die sich während der Formpressstufe ausbilden, während der nachfolgenden Abkühlung Kristallisationskeime dar, die zu einer nicht gleichförmigen Verteilung der Kristallisation des pressgeformten Gegenstandes führen können.

Als Ergebnis weist der Gegenstand Verzerrungen und Verformungen auf Grund von Schrumpfung gemeinsam mit einer übermäßigen Zerbrechlichkeit auf Grund einer makromolekularen Struktur auf, die sich von einem Bereich zu einem anderen unterscheidet.

In der WO 87/04387 ist ein Verfahren zum Festzustandsstempeln von faserverstärkten halbkristallinen, thermoplastischen Polymerverbundstoffen offenbart, mit einer relativ großen Bandbreite, während die thermoplastischen Verbundstoffe im Festzustand gestempelt werden können.

Der in diesem Dokument offenbarte Temperaturbereich geht von oberhalb der Kristallisationsbeginntemperatur bis zu etwas unterhalb der Spitzenschmelztemperatur.

Das in diesem Dokument offenbarte Verfahren befürwortet nicht die Vermeidung der Kristallisation des Werkstoffes des gestempelten Gegenstandes und ist deshalb nicht zur Formung von Gegenständen aus irgendwelchen halbkristallinen thermoplastischen Polymerverbundstoffen geeignet, die in einem amorphen Zustand sein müssen, um ihre mechanische Festigkeit und ihr Erscheinungsbild vollkommen transparent zu halten.

In der US 4,875,571 ist eine Vorrichtung zur Kalandrierung einer Kunststoffbahn offenbart, die von einer Schlitzmatrize extrudiert ist, sowie ein Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung.

Gemäß dem Verfahren wird die Bahn nach einer ersten Kalandrieraktion zwischen einem ersten Paar von Walzen auf eine Temperatur von weniger als 180°C abgekühlt, wobei kein Bezug auf die Kristallisationsbeginntemperatur und auf Mittel zur Vermeidung der Kristallisation des Endproduktes genommen wird.

Ein halbkristalliner Werkstoff, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist Polyethylenterephthalat, PET, bei dem die Kristallisation, die während der Abkühlung des Werkstoffes von seinem geschmolzenen Zustand erfolgt, sein Erscheinungsbild von vollkommen durchsichtig zu undurchsichtig verändert, was eine Tatsache ist, die bis jetzt die Verwendung von PET bei der Herstellung durchsichtiger Gegenstände begrenzt hat.

Bei beiden bekannten Verfahren wird die Dauer der Pressformzyklen durch die Tatsache bedingt, dass die Zyklusbeginntemperatur TLAV, d. h. die Temperatur des die Pressform füllenden Werkstoffes, immer höher als der Schmelzpunkt TF des Werkstoffes liegt, weshalb die Abkühlungszeiten für den pressgeformten Gegenstand somit sehr lang sind.

Dieses negative Merkmal beeinflusst meistens Einspritzverfahren, stellt jedoch einen bedeutenden Begrenzungsfaktor bei Formpressverfahren dar, insbesondere für Polyethylenterephthalat, wenn es erforderlich ist, dass es seine Durchsichtigkeit behält, wie nachfolgend ersichtlich sein wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Pressformverfahrens für halbkristalline Polymere, insbesondere Polyethylenterephthalat, welches eine relativ kurze Zykluszeit im Vergleich zu dem nach dem Stand der Technik Bekannten aufweist, und die physikalischen und mechanischen Merkmale der pressgeformten Gegenstände beibehält.

Offenbarung der Erfindung

Das Verfahren der Erfindung löst diese Aufgabe kraft der Tatsache, dass die Zyklusbeginntemperatur TLAV nicht auf der Grundlage von Werkstofffluidität, sondern auf der Grundlage der Beibehaltung der amorphen Phase während des Füllens der Pressform bestimmt wird. Diese Aufgabe wird durch das Verfahren gemäß dem beigefügten Anspruch 1 gelöst.

Bei den untersuchten Werkstoffen beginnt die Ausbildung der kristallinen Phase während der Abkühlung bei einer Zyklusbeginntemperatur TIC, die wesentlich niedriger als der Schmelzpunkt TF liegt.

Daher wird der Werkstoff gemäß der Erfindung außerhalb der Pressform auf eine Temperatur gebracht, die höher als der Schmelzpunkt liegt, und wird bei einer Temperatur in die Pressform zugeführt, die niedriger als der Schmelzpunkt und gerade etwas höher als die Temperatur TIC liegt, wodurch die Zykluszeit um die zur Abkühlung des Werkstoffes von TF auf TIC erforderliche Zeit verkürzt wird.

Dadurch wird offensichtlich die Anwendbarkeit der Erfindung alleine auf Pressformverfahren begrenzt.

Die Vorteile der Erfindung sind sogar größer, wenn Gegenstände aus Polyethylenterephthalat PET presszuformen sind, wobei ihre Durchsichtigkeit aufrechterhalten wird. Eines der besonderen Merkmale dieses Werkstoffes besteht darin, dass die Kristallausbildung innerhalb eines gut definierten Temperaturbereiches mit unterschiedlichen Raten erfolgt.

Ausgehend von der amorphen Phase in geschmolzenem Zustand beginnt die Kristallausbildung während der Abkühlung bei einer Zyklusbeginntemperatur, die als TIC definiert ist, und endet bei einer Kristallisationsbeendigungstemperatur, die als TFC definiert ist, und ist ein Maximum in der Mitte des durch TIC und TFC definierten Bereiches, um sich an den Kanten davon fortschreitend auf Null zu verringern.

Daher muss, um vollkommen durchsichtige Gegenstände aus Polyethylenterephthalat PET zu erhalten, die Verweilzeit innerhalb des Bereiches zwischen TIC und TFC drastisch verringert werden, wobei hierfür eine Abkühlungsleistung erforderlich ist, die umso größer ist, je höher die Ausgangstemperatur ist.

Das Diagramm der Kristallausbildungsrate gegen die Temperatur ist in Form einer im Wesentlichen symmetrischen Kurve vorhanden, die sich fortschreitend von Null erhöht und dann in Richtung Null sinkt, und innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches zwischen TIC und TFC angeordnet ist, dessen Position auf einem kartesischen Diagramm, von dem die Horizontalachse die Temperatur darstellt, und die Vertikalachse die Kristallausbildungsrate angibt, von der Abkühlungsrate beeinflusst wird.

Wenn sich die Abkühlungsrate erhöht, neigt die Kurve dazu, sich nach links in Richtung niedrigerer Temperaturen zu verlagern, um eine schmälere Konfiguration anzunehmen.

Als Beispiel wird die Kristallausbildung im Wesentlichen vermieden oder §S. 4, Zeilen 10–11 = or reduced to negligible terms (??) = oder auf vernachlässigbare Größen verringert, und zwar bei einer Abkühlungsrate von mindestens 3,5°C/Sekunde, und vorzugsweise bei einer Abkühlungsrate zwischen 4,0°C/Sekunde und 8,0°C/Sekunde in Abhängigkeit von der Wanddicke des Gegenstandes.

Höhere Abkühlungsraten sind für die Gegenstände mit größeren Dicken notwendig, wie zum Beispiel Vorformen, während für dünnwandige Gegenstände wie zum Beispiel Flaschenkappen niedrigere Abkühlungsraten verwendet werden können.

Geeignete Abkühlungsraten werden Fall für Fall durch Fachleute auf diesem Gebiet innerhalb des zuvor erwähnten Bereiches festgelegt.

Schließlich werden die Vorteile der Erfindung, da bestimmte mechanische Merkmale eines Gegenstandes, der im Allgemeinen aus halbkristallinen Werkstoffen ausgebildet ist, und insbesondere aus PET, auch von der Temperatur abhängig sind, bei welcher der Gegenstand in der Pressform verbleibt, sogar offensichtlicher, indem es ermöglicht wird, gekühlte Pressformen zu verwenden, wodurch es ermöglicht wird, das Kompressionsverfahren sogar zur Herstellung von Gegenständen zu verwenden, für die es zuvor aus technischen Gründen ausgeschlossen war.

So ist es zum Beispiel bei der Herstellung von Verschlusskappen für bekannte PET-Flaschen für Getränke von großer Bedeutung, PET anstatt PP oder HDPE zu verwenden.

Eines der größten Probleme, die es bei bekannten Flaschenkappen gibt, die aus PP oder HDPE hergestellt sind, besteht darin, dass die Kappe nicht gemeinsam mit der Flasche verwertet werden kann, da weder PP noch HDPE mit PET kompatibel ist.

Zusätzlich wirkt PET als eine Sperre gegen Gase wie zum Beispiel O2 und CO2, und zwar auf Grund seiner eigenen Merkmale als auch auf Grund der Möglichkeit der Steigerung der Merkmale durch eine bekannte Plasmabehandlung, die für die anderen halbkristallinen Werkstoffe ungeeignet ist.

Die Verwendung von PET bei der Herstellung von Flaschenkappen war bis jetzt jedoch aus unterschiedlichen Gründen unmöglich, wovon einer der wichtigsten in seinem hohen Elastizitätsmodul besteht, wodurch es sehr schwierig wird, die Kappen von der Spitze des Stempels in einer Axialrichtung ohne Abschrauben zu entfernen.

Die Verwendung von PET zum Pressformen von Verschlusskappen wird durch die Erfindung kraft der Verringerung der Abkühlungszeit und -energie ermöglicht, wodurch es wirtschaftlich wird, unter die Temperatur zu gehen, bei der sich die mechanischen Merkmale des Werkstoffes stabilisieren, wobei dies 80°C sind.

In dieser Hinsicht macht die Abkühlung auf unter 80°C ausgehend von einer Temperatur, die viel höher als der Schmelzpunkt ist, die Einspritzsysteme zum Pressformen dieser Art von Werkstoffen unwirtschaftlich, selbst wenn die Abkühlungsrate nicht kritisch unter TFC liegt.

Die nachfolgende Tabelle stellt bestimmte bedeutende Parameter der von der vorliegenden Erfindung betroffenen halbkristallinen Polymere dar, wodurch die dadurch gebotenen Vorteile sofort offensichtlich werden. Schmelzpunkt Polypropylen PP TF.PP 165°C Schmelzpunkt Polyethylen mit hoher Dichte HDPE TF.HDPE 135°C Schmelzpunkt Polyethylenterephthalat PET TF.PET 270°C Betriebstemperatur PP im Einspritzverfahren TLAV.I.PP 220–230°C Betriebstemperatur HDPE im Einspritzverfahren TLAV.I.HDPE 170–230°C Betriebstemperatur PET im Einspritzverfahren TLAV.I.PET 290–320°C Betriebstemperatur PP im Kompressionsverfahren TLAV.C.PP 160–170°C Betriebstemperatur HDPE im Kompressionsverfahren TLAV.C.HDPE 130–140°C Betriebstemperatur PET im Kompressionsverfahren TLAV.C.PET 220°C Kristallisationsbeginntemperatur PP TIC.PP 125°C Kristallisationsbeginntemperatur HDPE TIC.HDPE 115°C Kristallisationsbeginntemperatur PET TIC.PET 210°C Kristallisationsbeginntemperatur PET TIC.PET 120°C

Die Vorteile und betrieblichen und baulichen Merkmale der Erfindung werden an Hand der nachfolgenden zusammenfassenden Beschreibung offensichtlicher, welche die drei Ausführungsformen derselben veranschaulicht, die mittels eines nicht begrenzenden Beispiels unter Bezugnahme auf die Figuren der dazugehörigen Zeichnungen gegeben ist.

1 ist ein allgemeines Schema der Anlage zur Ausbildung von Gegenständen aus halbkristallinem Polymer.

2 ist ein Diagramm, welches den Schmelzvorgang für PP-Kristalle bei steigender Temperatur darstellt.

3 ist ein Diagramm, welches den Schmelzvorgang für HDPE-Kristalle bei steigender Temperatur darstellt.

4 ist ein Diagramm, welches den Kristallisationsvorgang für PP-Kristalle bei sinkender Temperatur darstellt.

5 ist ein Diagramm, welches den Kristallisationsvorgang für HDPE-Kristalle bei sinkender Temperatur darstellt.

6 ist ein Diagramm, welches den Kristallisationsvorgang für Polyethylenterephthalat PET bei steigender Temperatur darstellt.

7 ist ein Diagramm, welches den Kristallisationsvorgang für Polyethylentherephthalat PET bei sinkender Temperatur darstellt.

In 1 ist ein unterbrechungsfreies Zufuhrelement (1) dargestellt, welches dem Ladefülltrichter (2) eines Extruders (3) Polymerkörnchen zuführt.

Bei Verwendung von PP oder HDPE erreicht der Werkstoff im Inneren des Extruders eine Temperatur, die höher als der Schmelzpunkt TF liegt, die wie erwähnt TF.HDPE = 135°C und TF.PP = 165°C beträgt.

In dem Endteil des Extruders nach der Messpumpe (31) ist ein statischer Wärmetauschmischer (32) angeschlossen, der den Werkstoff schnell auf eine Temperatur TLAV abkühlt, die für PP TLAV.C.PP = 150–160°C und für HDPE TLAV.C.HDPE = 130–140°C beträgt.

Bei dieser Temperatur ist der Werkstoff immer noch frei von Kristallen und verlässt die Düse (33), um sofort in gemessene Mengen unterteilt, und dem Hohlraum (41) einer Pressformmaschine (4) zugeführt zu werden.

In dem veranschaulichten Beispiel ist die Maschine angeordnet, um einen Gegenstand zu schaffen, der keine besonderen Pressformentfernungsprobleme an den Tag legt, wie zum Beispiel Glas, welches in Richtung der Öffnung leicht erweitert und konisch ist.

Nach dem Einführen der gemessenen Menge in die Pressform wird der Gegenstand geformt und anfangs innerhalb der Pressform abgekühlt, ausgestoßen, und schließlich wird seine Abkühlung auf Umgebungstemperatur vollendet.

Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird Polyethylentherephthalat PET zur Erzeugung einer vollkommen durchsichtigen Vorform verwendet, die zum nachfolgenden Blasformen einer Flasche vorgesehen ist.

Innerhalb des Extruders erreicht der Werkstoff eine Temperatur, die höher als der Schmelzpunkt des Polyethylenterephthalats ist, der wie erwähnt TF.PET = 270°C beträgt.

In dem Endteil des Extruders kühlt der statische Mischer (32) den Werkstoff schnell auf die Temperatur TLAV.PET ab, die in der Nähe von 220°C liegt, etwas größer als TIC.PET, die 210°C beträgt.

Bei dieser Temperatur TLAV.PET ist der Werkstoff immer noch frei von Kristallen und verlässt die Düse (33), um sofort in Stücke geteilt zu werden, und durch ein Drehschneidsystem (42) dem Hohlraum (41) einer Kompressions-Formgebungsmaschine (4) zugeführt zu werden.

Während und nach ihrer Formgebung wird die Vorform schnell auf eine niedriger als TFC.PET liegende Temperatur abgekühlt, die 120°C beträgt, unter der sich die Kristallisationsrate Null annähert, wobei die Vorform somit stabil in dem amorphen Zustand, und vollkommen durchsichtig ist. Die Vorform wird dann von der Pressform ausgestoßen, und weiter auf Umgebungstemperatur abgekühlt.

Die dritte Ausführungsform der Erfindung betrifft die Ausbildung von Verschlusskappen für PET-Flaschen.

Innerhalb des Extruders erreicht der zuvor getrocknete Werkstoff eine über dem Schmelzpunkt von PET liegende Temperatur, die wie erwähnt TF.PET = 270°C ist.

In dem Endteil des Extruders kühlt der statische Mischer (32) den Werkstoff schnell auf die Betriebstemperatur von TLAV.PET = 220°C ab.

Bei dieser Temperatur ist der Werkstoff immer noch frei von Kristallen und verlässt die Düse (33), um sofort in Stücke geteilt zu werden, und wie in dem vorangegangenen Fall dem Hohlraum (41) einer Maschine (4) zwecks Kompressionsformung der Kappe zugeführt zu werden.

Während der Kapselausbildung wird die Pressformwand abgekühlt, so dass der Werkstoff der mit der Pressformwand in Kontakt stehenden Teile etwa 25°C beträgt.

Wenn die Kappe vollkommen durchsichtig sein soll, mit ähnlichem Erscheinungsbild wie Glas, muss die Abkühlung auf eine unter TFC.PET liegende Temperatur, die 120°C beträgt, in der kürzestmöglichen Zeit erfolgen, unter der sich die Kristallisationsrate Null annähert, und somit bleibt die Kappe somit stabil in dem amorphen Zustand, und ist vollkommen durchsichtig.

Durch die Abkühlung der Pressform wird die Temperatur unter den Stabilitätsschwellenwert für die mechanischen Merkmale abgesenkt, der wie erwähnt etwa 80°C beträgt, wobei es hierdurch ermöglicht wird, die Kappe mittels axialem Herausziehen von dem Pressformstempel zu entfernen, ohne sie zu drehen, wie dies normalerweise bei bekannten PP- und HDPE-Kappen der Fall ist.

Wenn es erwünscht ist, die Sperrwirkung gegen Gase wie zum Beispiel O2 und CO2 zu erhöhen, kann dies dadurch geschehen, dass die Kappe eine Plasmabehandlung mit dem Verfahren durchläuft, welches normalerweise für PET-Flaschen verwendet wird.

Dieses Verfahren umfasst die Zufuhr eines Plasmadampfes in die Flaschen, der eine Auskleidung erzeugt, deren Dicke typischerweise weniger als 0,1 Mikron beträgt.

Die Werkstoffschicht ermöglicht die Steigerung bestimmter Eigenschaften des Substrates, wie zum Beispiel Undurchlässigkeit gegenüber Gasen.

Die Plasmabehandlung, die Fachleuten auf diesem Gebiet gut bekannt ist, wird im Allgemeinen mittels Ausrüstung durchgeführt, die von der deutschen Firma LEYBOLD GmbH hergestellt wird.

Mittels des zuvor beschriebenen Verfahrens wird eine Kappe erhalten, die eine Sperrwirkung präsentiert, die nicht nur für kohlensäureangereicherte, sondern auch für aromatisierte Getränke wie zum Beispiel Bier geeignet ist.

Darüber hinaus besteht die Kappe aus demselben Werkstoff wie die Flasche, wodurch beide wiederverwertet werden können, ohne dass der Flaschenwerkstoff mit inkompatiblem, nicht zugehörigem Werkstoff verunreinigt wird, zum Beispiel in den Fällen, in denen das Kappensicherheitsband nach dem Öffnen in dem Hals der Flasche eingesetzt bleibt.


Anspruch[de]
Verfahren zum Formpressen halbkristalliner Polymere, welches die folgenden Vorgänge umfasst:

– Zufuhr gemessener Mengen von Werkstoff in eine Pressform, die mittels Pressen bei einer Temperatur TLAV nahe bei, jedoch höher als die Temperatur TIC arbeitet, bei welcher die Kristallisation während der Abkühlung beginnt;

– Formen des Gegenstandes, während die Temperatur nahe bei TLAV aufrechterhalten wird;

dadurch gekennzeichnet, dass

der Werkstoff vor der Zufuhr desselben bei der Temperatur TLAV ZU der Pressform auf eine Temperatur gebracht wird, die den Polymerschmelzpunkt TF überschreitet, und

der Gegenstand nach der Formgebung der Abkühlung auf mindestens unter die Temperatur TFC unterzogen wird, bei der die Polymerkristallisationsrate während der Abkühlung auf Null verringert wird, wobei die Abkühlungsrate mindestens 3,5°C/sec. beträgt, um den Gegenstand in einem amorphen, transparenten Zustand zu halten.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff innerhalb eines Extruders auf eine die Temperatur TF überschreitende Temperatur gebracht wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff innerhalb des Extruders auf die Temperatur TLAV abgekühlt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff unmittelbar nach Verlassen des Extruders auf die Temperatur TLAV abgekühlt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand innerhalb der Pressform gekühl wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand mindestens unter die Temperatur TFC abgekühlt wird, bei der die Polymerkristallisationsrate während der Abkühlung auf Null verringert wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlungsrate innerhalb des Temperaturbereiches zwischen TIC und TFC zwischen 4,0°C/sec. und 8,0°C/sec. liegt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressformwand gekühlt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das halbkristalline Polymer Polypropylen PP ist. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebstemperatur des Polypropylens TLAV.PP zwischen 160 und 170°C liegt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das halbkristalline Polymer Polyethylen hoher Dichte HDPE ist. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebstemperatur des Polypropylens TLAV.HDPE zwischen 130 und 140°C liegt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das halbkristalline Polymer Polyethyleneterephthlat PET ist. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebstemperatur des Polypropylens TLAV.PET 220°C entspricht.






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