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Dokumentenidentifikation DE69736518T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000907502
Titel DEKORATIVER VERBUNDSCHICHTSTOFF MIT EINEM PHOTOLUMINESZENTEN MATERIAL
Anmelder Panolam Industries International, Inc., Shelton, Conn., US
Erfinder NELSON, C., Daniel, Old Orchard Beach, ME 04064, US;
DUMOND, A., Robert, Mechanic Falls, ME 04256, US
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER GbR, 10719 Berlin
DE-Aktenzeichen 69736518
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.06.1997
EP-Aktenzeichen 979314002
WO-Anmeldetag 25.06.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/11046
WO-Veröffentlichungsnummer 1998000289
WO-Veröffentlichungsdatum 08.01.1998
EP-Offenlegungsdatum 14.04.1999
EP date of grant 16.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B32B 29/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B32B 27/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B32B 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B44F 1/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf dekorative Laminate, die aus mehreren harzgetränkten Zelluloseblättern gebildet sind. Genauer gesagt, diese Erfindung bezieht sich auf dekorative Hochdrucklaminate, die ein Material enthalten, das sichtbar lumineszierend ist, wenn es Ultraviolettlicht ausgesetzt wird, und auf Verfahren zum Herstellen derselben.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Herkömmlich sind dekorative Hochdrucklaminate aus zwei wesentlichen Schichten hergestellt: einer Kernschicht und einer Oberflächenschicht. Die Kernschicht bildet einen Boden oder eine Stützschicht, auf die die andere Schicht geklebt ist. Bei der Herstellung normaler Hochdrucklaminate besteht die Kernschicht aus mehreren Zelluloseblättern. Die Kernblätter sind im Allgemeinen aus einem Kraftpapier hergestellt, dass mit einem Laminierharz getränkt ist. Laminierharze, die gewöhnlich für die Kernschicht verwendet werden, enthalten Phenol-, Melamin-, Amino-, Epoxid-, Polyester-, Silikon- und Diallylphtalatharze, um einige zu nennen. Das industriell bevorzugte Laminierharz für dekorative Laminate ist ein Phenolharz, das aus der Reaktion von Phenolen mit Formaldehyd hergestellt wird.

Über der Kernschicht ist eine dekorative Schicht angeordnet, die im Allgemeinen aus einem oder mehr Blättern aus pigmentiertem Zellulosepapier gebildet ist, das einen Druck, ein Muster oder Festfarbe enthält, das mit einem transparenten Harz getränkt wurde, wie Melamin-, Amino-, Epoxid-, Polyester-, Silikon- und Diallylphtalatharze, um einige zu nennen. Das bevorzugte und typischerweise verwendete Harz für das Papier der dekorativen Schicht ist Melamin-Formaldehydharz. Die gehärteten Melamin-Formaldehydharze sind farblos, gegen Licht und Wärme beständig sowie beständig gegenüber verschiedenen Lösungsmitteln und Farbstoffen.

Wenn die dekorative Schicht des Laminats ein gedrucktes Muster enthält, ist sie üblicherweise damit bedeckt, was als eine Auflage bezeichnet wird, die typischerweise ein hochqualitatives Alphazellulosepapier ist, das mit einem Melamin-Formaldehydharz getränkt ist. Diese Schicht schützt den dekorativen Druck gegenüber externem Missbrauch wie Abrieb und Bruch, scharfen Chemikalien, Verbrennungen, Verschüttungen und dergleichen. Es ist primär das Melamin-Formaldehydharz, das diese schützenden Eigenschaften des Laminats bewirkt. Das Alphazellulosepapier wirkt als ein durchsichtiger Träger für das wasserdünne Harz, verleiht dem Melamin-Formaldehydharz Festigkeit, hält eine gleichförmige Harzdicke in der Auflage durch Wirkung als eine Füllschicht aufrecht und steuert den Harzfluss.

Die Kernschicht, die dekorative Schicht und die Auflageoberflächenschicht (falls benötigt) werden in einer übereinander liegenden Beziehung angeordnet, zwischen Stahldruckplatten gebracht und während einer Zeit einem Druck und einer Temperatur unterzogen, die ausreichend ist, um die die jeweiligen Schichten tränkenden Laminierharze zu härten. Die erhöhte Temperatur und der Druck bewirken tatsächlich, dass die getränkten Harze innerhalb der Blätter fließen, was das Gesamte in einer integralen Masse verfestigt, die als das Laminat bekannt ist. Diese Laminate werden als Überzüge für Böden, Schalteroberflächen, Tischoberflächen, Möbel, Ladenbefestigungen und dergleichen verwendet. Beispiele für herkömmliche dekorative Hochdrucklaminate sind beispielsweise im US-Patent Nr. 3 418 189 von Grosheim et al., US-Patent Nr. 4 311 748 von Casey et al., US-Patent Nr. 4 473 613 von Jaisle et al., und US-Patent Nr. 4 741 968 von Dion et al. gegeben, von denen jedes hier einbezogen wird.

FR-A-2 122 566 offenbart bereits ein wärme- und druckverfestigtes dekoratives Laminat, das eine Kernschicht enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem wärmeaushärtbaren Harz getränkt sind, eine dekorative Schicht enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem wärmehärtbaren Harz getränkt sind, und eine wahlweise Auflage enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem transparenten Harz getränkt sind, aufweist. Weiterhin ist ein organisches photolumineszierendes Material auf die Oberfläche von einem oder mehr Blätter der dekorativen Schicht oder der Auflage aufgebracht.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß der Erfindung ist ein dekoratives Laminat vorgesehen, das aus einer Kernschicht, einer dekorativen Schicht und einer wahlweisen Oberflächenschicht oder Auflage besteht, die gestapelt und unter Wärme und Druck laminiert werden. Die Kernschicht enthält ein oder mehr mit Melamin- oder Phenolharz getränkte Blätter aus Kraftpapier oder dergleichen; die dekorative Schicht enthält ein oder mehr mit Melamin getränkte, bedruckte Blätter; und die wahlweise Auflage enthält eine oder mehr dünne schützende, mit Melamin getränkte Papierschichten. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Bild oder Muster auf eine oder mehr der dekorativen Papierschichten mit einer Tinte enthaltend ein photolumineszierendes Material gedruckt, um darin ein Bild oder Muster vorzusehen, das sichtbar ist, wenn es einer Quelle für Ultraviolettlicht ausgesetzt wird (d.h., einer Quelle für elektromagnetische Strahlung in dem Bereich von etwa 200–400 nm). Der Begriff "photolumineszierend" wird hier verwendet, um ein Material zu bezeichnen, das entweder sichtbar nachleuchtend (d.h., wenn eine kontinuierliche lumineszierende Strahlung nach Beendigung der Anregungsstrahlung vorhanden ist) oder sichtbar fluoreszierend (d.h., bei dem die lumineszierende Strahlung aufhört, sowie die Anregungsstrahlung entfernt ist) ist. Die dekorativen Papierschichten werden dann jeweils mit einem klaren Harz wie Melamin-Formaldehyd gesättigt und mit einer Kernschicht und wahlweise der Auflage gestapelt und unter Wärme und Druck laminiert.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das photolumineszierende Material sichtbar nachleuchtend, nachdem es Anregungsstrahlung im sichtbaren Bereich ausgesetzt wurde.

Bei einem anderen Ausführungsbeispiel werden eines oder mehr der Auflagepapiere und/oder der Papiere der dekorativen Schicht vor der Laminierung mit einer Mischung aus einem transparenten Harz, vorzugsweise Melamin, und einem photolumineszierenden Material getränkt. Als eine Folge ist de gesamte obere Oberfläche des Laminats in der Anwesenheit von Ultraviolettlicht sichtbar lumineszierend.

Bei noch einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung sind eines oder mehr der Papiere der dekorativen Schicht mit einer Mischung aus Harz und einem photolumineszierenden Material gesättigt oder mit einem Design oder Muster versehen, das mit einer Tinte enthaltend ein photolumineszierendes Material aufgedruckt ist, und wird dann mit niedrigem Druck laminiert oder durch Wärme auf ein Substrat wie ein Teilchenbrett, Faserbrett oder dergleichen geschmolzen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Erfindung verwendet werden kann, um ein einzigartiges und ansprechendes Erscheinen zu erhalten, wenn sie als Oberfläche bei einer großen Verschiedenheit von Anwendungen verwendet wird, enthaltend Bowlingbahnen, Spieltische, Schalterabdeckungen, Tanzböden und Zeichen "Ausgang"-Zeichen. Die Erfindung kann auch verwendet werden, um selektiv sichtbare gedruckte Informationen zu erhalten, wie Herstelleridentifizierer, für anderenfalls herkömmliche dekorative Laminatanwendungen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Die Erfindung ist auf dekorative Laminate gerichtet, die ein photolumineszierendes Material enthalten. Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das dekorative Laminat eine Kernschicht, eine dekorative Schicht und vorzugsweise eine Auflage auf. Die Kernschicht ist von bekannter Ausbildung und besteht aus einem oder mehr Zelluloseblättern, vorzugsweise aus einem Kraftpapier gebildet, getränkt mit einem Laminierharz. Jedes der herkömmlichen Laminierharze, die gewöhnlich für die Kernschicht verwendet werden, wie Phenol-, Melamin-, Amino-, Epoxid-, Polyester-, Silikon- und Diallylphthalatharze, um einige zu nennen, können verwendet werden. Das bevorzugte Laminierharz ist ein Phenolharz, das aus der Reaktion von Phenolen mit Formaldehyd gebildet ist.

Oberhalb der Kernschicht ist eine dekorative Schicht angeordnet, die aus einem oder mehr Zelluloseblättern, vorzugsweise Blättern aus Alphazellulosepapier gebildet ist. Unter Verwendung einer Druckzusammensetzung enthaltend eine wirksame Menge eines photolumineszierenden Materials wird ein Design oder Muster auf die Oberfläche von einer oder mehr der die dekorative Schicht bildenden Zelluloseblätter aufgebracht. Es ist allgemein bevorzugt, das Design oder Muster auf die Schicht oder Schichten aufzubringen, die in dem letzten Laminat am weitesten von der Kernschicht entfernt ist/sind, um die Intensität der von der Oberfläche des Laminats emittierten lumineszierenden Strahlung zu erhöhen. Das Design oder Muster ist vorzugsweise auf das äußerste Papierblatt oder die Papierblätter aufgebracht. Die Art, in der die Druckzusammensetzung auf das Blatt oder die Blätter aufgebracht wird, ist nicht kritisch, und jedes bekannte Druckverfahren wie Siebdrucken, Tiefdrucken oder dergleichen kann verwendet werden.

Die gemäß der Erfindung verwendete Druckzusammensetzung enthält ein photolumineszierendes Material, das in einem geeigneten Lösungsmittel dispergiert ist, welches die für das ausgewählte Druckverfahren gewünschten Fließeigenschaften bietet. Das photolumineszierende Material ist in einer Menge vorgesehen, die wirksam ist, um zu bewirken, dass das gedruckte Design oder Muster in dem fertig gestellten Laminat sichtbar lumineszierend ist. Viele Typen von bekannten ultraviolettlichtempfindlichen Farbstoffen oder Pigmenten können verwendet werden. Zusätzlich können für sichtbares Licht empfindliche nachleuchtende Materialien ebenfalls verwendet werden. Die Auswahl eines besonderen Farbstoffs oder Pigments hängt typischerweise von der gewünschten Farbe ab, die erzeugt wird, wenn das Material luminesziert, und ob Nachleuchten oder Fluoreszenz für eine gegebene Anwendung gewünscht ist. Zusätzlich muss der ausgewählte photolumineszierende Farbstoff oder das Pigment in der Lage sein, der Wärme und dem Druck zu widerstehen, denen die Schichten während des nachfolgenden Laminierungsvorgangs ausgesetzt sind. Ein bevorzugtes photolumineszierendes Material ist Leucophor BCR (eingetragene Marke), erhältlich von Clariant Corp in Charlotte, North Carolina. Leucophor BCR (eingetragene Marke) ist ein Stilben-Material, das als eine Flüssigkeit mit etwa 49% Feststoffen geliefert wird und das bei Lumineszenz eine blaue Farbe erzeugt. Stilben-Materialien sind bevorzugt.

Das photolumineszierende Pigment oder der Farbstoff können mit herkömmlichen Drucktinten kombiniert werden, mit denen das ausgewählte photolumineszierende Pigment oder der Farbstoff kompatibel ist und leicht dispergiert werden kann. Beispielsweise kann das photolumineszierende Pigment oder der Farbstoff mit einem Clear Screen Print Extender (eingetragene Marke) kombiniert werden, der kommerziell von Gotham Ink auf Marlboro, Massachusetts, erhältlich ist. Undurchsichtige gefärbte Pigmente wie Braun oder Weiß können wahlweise enthalten sein. Somit kann abhängig von dem gewünschten Aussehen des fertig gestellten Laminats die Druckzusammensetzung undurchsichtige gefärbte (nichtphotolumineszierende) Pigmente oder Farbstoffe enthalten, so dass das Bild oder Muster unter normalen Lichtbedingungen sichtbar ist. Jedoch kann der photolumineszierende Effekt durch das Hinzufügen von nichtphotolumineszierenden Pigmenten oder Farbstoffen, insbesondere dunkel gefärbten Pigmenten oder Farbstoffen wie Braun reduziert werden. Somit ist der Einschluss von nichtphotolumineszierenden Pigmenten oder Farbstoffen in der Druckzusammensetzung im Allgemeinen nicht bevorzugt, wodurch die Druckzusammensetzung unter normalen Lichtbedingungen im Wesentlichen klar gelassen wird.

Wie für den Fachmann ersichtlich ist, kann die Druckzusammensetzung auch geeignete Mengen anderer Zusätze enthalten, wie Viskositätsmodifizierer, Wärmestabilisierer, Benetzungsmittel, Bindemittel oder dergleichen, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.

Zusätzlich wird in Betracht gezogen, dass eins oder mehr der dekorativen Blätter auch mit einem gedruckten Muster oder Design mit einer herkömmlichen, nichtphotolumineszierenden Tintenzusammensetzung versehen sein kann. Auf diese Weise zeigt das fertig gestellte Laminat eine dekorative Oberfläche mit mehreren Mustern oder Designs, von denen ein Satz unter normalen Licht- oder Tageslichtbedingungen sichtbar ist und ein anderer Satz bei Anwesenheit von ultraviolettem Licht sichtbar ist.

Nachdem das dekorative Blatt oder die dekorativen Blätter mit dem gewünschten Muster oder Design versehen sind, wird jedes Blatt dann in herkömmlicher Weise mit einem transparenten Harz getränkt. Beispiele von transparenten Harzen enthalten Melamin, Polyester, Acryl, Epoxid, Amino, Silikon usw. Ein Melamin-Formaldehydharz ist bevorzugt.

Schließlich wird im Allgemeinen eine Auflage aus einem Zellulosepapier oder -papieren, die mit einem geeigneten transparenten Harz getränkt sind, vorgesehen. Hochqualitative Alphazellulosepapiere sind für die Auflage bevorzugt. Wie bei den dekorativen Schichten ist Melamin-Formaldehyd das bevorzugte Tränkharz. Selbstverständlich kann das Design oder Muster der photolumineszierenden Druckzusammensetzung auf eines der Blätter gedruckt werden, das als eines der "Auflagepapiere" bezeichnet werden kann. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass der Druck auf das Auflagepapier(e) aufgebracht wird, das den Kern und den dekorativen Schichten am nächsten ist.

Die Kernschicht, die dekorative Schicht und die wahlweise Auflageoberflächenschicht werden in einer übereinander liegenden Beziehung zwischen Stahldruckplatten oder dergleichen gestapelt. Wie für den Fachmann offensichtlich ist, können eine zusätzliche dekorative Schicht und wahlweise Auflage auf der entgegengesetzten Fläche der Kernschicht vorgesehen sein, was ein Laminat ergibt, bei dem beide Hauptflächen dekorativ sind. Wie im Stand der Technik bekannt ist, werden die gestapelten Schichten einem ausreichenden Druck und Temperatur während einer ausreichend langen Zeit unterzogen, um die die jeweiligen Schichten tränkenden Laminierharze zu härten. Die Laminiertemperatur beträgt zumindest etwa 96°C (230°F) und liegt gewöhnlich im Bereich von etwa 107°C (250°F) bis etwa 135°C (300°F). Der Druck wird im Allgemeinen auf zwischen etwa 2,1·106 bis 10,3·106 Pa (305 bis 1500 psi) erhöht. Die erhöhte Temperatur und der Druck bewirken, dass die getränkten Harze innerhalb jedes der Blätter fließen, wodurch das Gesamte in eine als das Laminat bekannte integrale Masse verfestigt wird.

Wenn eine Quelle für ultraviolettes Licht vorgesehen ist, durchdringt dieses die Auflage und trifft auf die dekorativen Schichten. Als eine Folge wird bewirkt, dass das auf die die dekorative Schicht umfassenden Blätter gedruckte photolumineszierende Material lumineszierende Strahlung emittiert, so dass das gedruckte Design oder Muster sichtbar ist. Abhängig von dem verwendeten photolumineszierenden Material, der Menge des derartigen verwendeten Materials, der Intensität der Quelle für ultraviolettes Licht und der Farbe des Hintergrunds kann es erforderlich sein, den Pegel des auf das Laminat auftreffenden sichtbaren Lichts herabzusetzen, um die Sichtbarkeit des lumineszierenden Designs oder Musters zu erhöhen.

Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Druckzusammensetzung, die eine wirksame Menge eines photolumineszierenden Materials enthält, auf die gesamte Oberfläche von einem oder mehr der die dekorative Schicht bildenden Zelluloseblätter aufgebracht. Jede herkömmliche Drucktechnik kann angewendet werden. Auf diese Weise kann die gesamte behandelte Oberfläche des sich ergebenden Laminats so ausgebildet sein, dass sie sichtbare lumineszierende Strahlung bei der Anwesenheit von ultraviolettem Licht emittiert.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein ähnliches Ergebnis erhalten, wenn eine Mischung aus dem ausgewählten transparenten Harz, vorzugsweise Melamin-Formaldehyd, und einem photolumineszierenden Material hergestellt wird. Das photolumineszierende Material kann jedes der geeigneten bekannten Materialien, die vorstehend diskutiert wurden, sein. Eines oder mehr der Auflagepapiere und/oder der Papiere der dekorativen Schicht wird in herkömmlicher Weise mit der sich ergebenden Mischung aus Harz und photolumineszierendem Material getränkt. Die Kernschicht, die dekorative Schicht und die wahlweise Auflagenoberflächenschicht werden in einer übereinander liegenden Beziehung gestapelt und wie bei den bekannten dekorativen Hochdrucklaminaten einem Druck und einer Temperatur unterzogen. Wieder wird als eine Folge die gesamte obere Oberfläche des Laminats in der Anwesenheit von ultraviolettem Licht lumineszierend.

Zusätzlich können in dem Fall, in welchem ein photolumineszierendes Material auf im Wesentlichen die Gesamtheit von einem oder mehr der Auflagepapiere und/oder der Papiere der dekorativen Schicht aufgebracht ist, eins oder mehr andere derartige Papiere wahlweise mit einem Bild, Design oder Muster, das mit einer lichtundurchlässigen Tinte gedruckt ist, vorgesehen sein. Das Papier, auf das der lichtundurchlässige Druck aufgebracht ist, befindet sich näher an der äußeren Oberfläche des fertig gestellten Laminats als das Papier oder die Papiere, auf die das photolumineszierende Material aufgebracht ist. Als eine Folge ist bei Anwesenheit von ultraviolettem Licht die gesamte obere Oberfläche des Laminats lumineszierend mit Ausnahme solcher Bereiche, die dem mit einer lichtundurchlässigen Tinte gedruckten Bild, Design oder Muster entsprechen, wodurch ein "negatives" bild geschaffen wird.

Bei noch einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung werden ein oder mehr der Auflagepapiere und/oder oder Papiere der dekorativen Schicht wie vorstehend diskutiert hergestellt, entweder mit einem Druck oder gesättigt mit einem photolumineszierenden Material. Die so behandelten Papiere werden dann in ein Niederdrucklaminat eingefügt. Die mit dem photolumineszierenden Material behandelten Papiere werden in einer übereinander liegenden Beziehung mit einem starren Substrat wie einem Teilchenbrett, Faserbrett oder dergleichen gestapelt. Wenn ein Druck auf ein oder mehr der Papiere aufgebracht wird, ist eine Auflage vorzugsweise enthalten, wie vorstehend diskutiert ist. Jede der Papierschichten wird in derselben Weise mit einem Harz getränkt, wie bei den vorstehend diskutierten Hochdrucklaminaten, obgleich typischerweise, wie dem Fachmann bekannt ist, ein höherer Katalysatorpegel mit einem Niederdruck- oder thermogeschmolzenen Laminat verwendet wird. Ein Melamin-Formaldehydharz ist bevorzugt. Alle diese Schichten werden in einer Heißpresse zwischen Stahldruckplatten angeordnet und einem relativ niedrigen Druck und einer Temperatur während einer Zeit unterworfen, die ausreichend lang genug ist, um die die jeweiligen Schichten tränkenden Laminierharze zu härten, wie bekannt ist.

Es wird weiter in Betracht gezogen, dass photochrome Farbstoffe anstelle von oder in Verbindung mit den photolumineszierenden Materialien bei jeder der vorstehend diskutierten Anwendungen verwendet werden können. Ein photochromer Farbstoff ist ein solcher, der eine Farbe in dem sichtbaren Spektrum bei Anwesenheit von Licht einer ersten Wellenlänge wie sichtbarem Licht reflektiert und eine zweite unterschiedliche Farbe in dem sichtbaren Spektrum bei Anwesenheit von Licht mit einer unterschiedlichen, zweiten Wellenlänge wie ultraviolettem Licht reflektiert.

Die folgenden Beispiele sind veranschaulichend für die vorliegende Erfindung und bewirken keinerlei Beschränkung mit Bezug auf den Gegenstand der Erfindung.

BEISPIEL 1

Eine Lösung wurde hergestellt unter Verwendung von 3000,0 g Clear Screen Print Extender (eingetragene Marke), erhältlich von Gotham Ink of Marlboro, Massachusetts, bei 50% Feststoffen mit 161,1 g Leucophor BCR (eingetragene), erhältlich von Clariant Corp., bei 49% Feststoffen. Die sich ergebende Lösung war Clear Screen Print Extender (eingetragene Marke) mit angenähert 5% Leucophor BCR auf der Grundlage von Feststoffen. Diese Lösung wurde mittels Siebdruck in einem Muster auf mehrere Zellulosepapierblätter aufgebracht, die vorher mit einem Ahornkorndesign versehen wurden. Diese Blätter wurden vor dem Bedrucken mit Melamin-Formaldehydharz getränkt.

Es wurden zwei Laminate hergestellt mit jeweils den folgenden Schichten, die in einer übereinander liegenden Beziehung wie folgt gestapelt wurden: ein mit Melamin-Formaldehyd mit leichtem Basisgewicht getränktes Auflageblatt, wie mit Melamin-Formaldehyd getränkte Auflageblätter hoher Haltbarkeit, eines von den vorstehend erwähnten, durch Siebdruck aufgebrachten, mit Melamin-Formaldehyd getränkten dekorativen Blättern, sechsundvierzig mit Phenol getränkte Kraftpapier-Kernblätter (für Masse und Festigkeit), ein mit Melamin-Formaldehyd getränktes Ausgleichsblatt (um zu helfen, Verwölbungen zu vermeiden), zwei mit Melamin-Formaldehyd getränkte Auflageblätter hoher Haltbarkeit, und ein mit Melamin-Formaldehyd mit geringem Basisgewicht imprägniertes Auflageblatt. Die Blätter wurden zwischen Stahldruckplatten angeordnet und etwa 8,3·106 Pa (1200 psi) bei einer maximalen Temperatur von etwa 135°C (300°F) während einer Gesamtzeit von etwa 35 Minuten unterworfen.

Die durch Siebdruck mit der Lösung von Clear Screen Print Extender (eingetragene Marke) mit Leucophor BCR aufgebrachten Muster waren bei normaler Beleuchtung schwer zu sehen, aber zeigten eine ausgezeichnete Fluoreszenz, wenn sie einer Quelle für ultraviolettes Licht ausgesetzt wurden.

BEISPIEL 2

Die folgende Harzformulierung wurde durch Mischen in einem 22,025 l (5 Gallonen)-Gefäß hergestellt:

  • 1. Ein Melamin-Formaldehydharz, erhältlich von Pioneer Plastics Corporation in Auburn, Maine.
  • 2. Ein Benetzungsmittel erhältlich von Hoechst Celanese.

Auflageblätter (22# Basisgewicht Alphazellulosepapier) wurden imprägniert mit einer Mischung der vorgenannten Formulierung bis zu einem Harzgehalt von 69 Gew.-%. eine Reihe von drei Laminaten wurde hergestellt, jeweils mit einem mit Melamin-Formaldehyd getränkten, dekorativen Ahornkorn-Blatt, zehn mit Phenol getränkten Kraftpapier-Kernblättern, einem mit Melamin-Formaldehyd getränkten Ausgleichsblatt, zwei mit Melamin-Formaldehyd getränkten Auflageblättern hoher Haltbarkeit und einem mit Melamin-Formaldehyd getränkten Auflageblatt mit geringem Basisgewicht. Jedes der drei Laminate wurde mit einer unterschiedlichen Ausbildung der oberen Oberfläche wie folgt versehen:

  • (1) ein 22#-Basisgewicht, mit Melamin-Formaldehyd getränktes Auflageblatt

    ein mit der vorgenannten Harz/Fluoreszenz-Formulierung imprägniertes Auflageblatt

    ein 22#-Basisgewicht, mit Melamin-Formaldehyd getränktes Auflageblatt
  • (2) zwei 22#-Basisgewicht, mit Melamin-Formaldehyd getränkte Auflageblätter

    ein mit der vorgenannten Harz-Fluoreszenz-Formulierung imprägniertes Auflageblatt
  • (3) ein 22#-Basisgewicht, mit Melamin-Formaldehyd getränktes Auflageblatt

    zwei mit der vorgenannten Harz/Fluoreszenz-Formulierung getränkte Auflageblätter.

In jedem Fall wurden die Blätter zwischen Stahldruckplatten angeordnet und etwa 8,3·106 Pa (1200 psi) bei einer maximalen Temperatur von etwa 135°C (300°F) während einer Gesamtzeit von etwa 35 Minuten unterworfen.

Alle drei Laminate zeigten sichtbare Fluoreszenz, wenn sie einer Quelle für ultraviolettes Licht ausgesetzt waren. Bei derselben Ultraviolettlichtquelle zeigt das Laminat (3) die höchste Intensität der Fluoreszenz.

BEISPIEL 3

Drei Proben wurden wie beim Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass das Leucophor BCR (eingetragene Marke) durch ein nachleuchtendes Metalloxidpigment Luminova G300C ersetzt wurde, das kommerziell von United Mineral & Chemical Corporation in Lyndhurst, New Jersey, erhältlich ist. Die drei Proben wurden hergestellt unter Verwendung von 1, 2 bzw. 5 Gewichtsprozent des Luminova G300C, und sie wurden wie im Beispiel 1 laminiert. Jede der drei Proben zeigte ein sichtbares nachleuchtendes "Glimmen" in einem verdunkelten Raum, nachdem sie sichtbarem Licht ausgesetzt waren.

BEISPIEL 4

Eine Harzformulierung wurde wie im Beispiel 2 hergestellt, wobei 0,5 Gewichtsprozent von Day Glow D-282-Pulver anstelle der 5 Gewichtsprozent Leucophor BCR (eingetragene Marke) verwendet wurden. Das Day Glow D-282 ist zusammengesetzt aus organischen Harzteilchen enthaltend Farbstoffe, die in der Lage sind, zu fluoreszieren, während sie in einer festen Lösung sind, und ist kommerziell erhältlich von Day-Glo Color Corp. in Cleveland, Ohio. Die Proben wurden wie im Beispiel 2 hergestellt, und die sich ergebenden Laminate zeigten eine hohe Intensität der Fluoreszenz.


Anspruch[de]
Durch Wärme und Druck vereinigtes dekoratives Laminat, welches aufweist:

eine Kernschicht enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem wärmeaushärtbaren Harz getränkt sind;

eine dekorative Schicht enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem wärmeaushärtbaren Harz getränkt sind;

einen wahlweisen Überzug enthaltend ein oder mehr Zelluloseblätter, die mit einem transparenten wärmeaushärtbaren Harz getränkt sind; und

ein fotolumineszierendes Material;

dadurch gekennzeichnet, dass das fotolumineszierende Material aufgebracht ist durch Tränken im wesentlichen der Gesamtheit eines oder mehr ausgewählter Blätter der dekorativen Schicht oder des Überzugs oder beider, wodurch das eine oder die mehr ausgewählten Blätter mit dem fotolumineszierenden Material gesättigt werden.
Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem das eine oder die mehr ausgewählten Blätter mit einer Mischung des Harzes und des fotolumineszierenden Materials getränkt sind. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem ein oder mehr ausgewählte Blätter der dekorativen Schicht oder des Überzugs oder beider mit einem Bild, Design oder Muster, das mit einer nicht fotolumineszierenden Tinte gedruckt ist, versehen sind. Dekoratives Laminat nach Anspruch 3, bei dem die nicht fotolumineszierende Tinte eine lichtundurchlässige Tinte ist. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem das eine oder die mehr Blätter der dekorativen Schicht mit einem wärmeaushärtbaren Melamin/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt sind. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem die Blätter der Kernschicht mit einem wärmeaushärtbaren Phenol/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt sind. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem der Überzug vorgesehen ist und das eine oder die mehr Blätter von diesem mit einem wärmeaushärtbaren Melamin/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt sind. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem das fotolumineszierende Material einen organischen Farbstoff oder ein organisches Pigment enthält. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem das fotolumineszierende Material ein Stilben-Material enthält. Dekoratives Laminat nach Anspruch 1, bei dem das fotolumineszierende Material nach Bestrahlen mit anregender Strahlung im sichtbaren Bereich sichtbar phosphoreszierend ist. Verfahren zum Bilden eines durch Wärme und Druck vereinigten dekorativen Laminats, welches aufweist:

a) Tränken eines oder mehr Zellulose-Kernblätter mit einem wärmeaushärtbaren Harz;

b) Vorsehen eines oder mehr Zellulose-Dekorblätter und wahlweise eines oder mehr Zellulose-Überzugblätter;

c) Tränken eines oder mehr ausgewählter Blätter, die aus den Dekorblättern und den wahlweisen Überzugblättern ausgewählt wurden, mit einem transparenten wärmeaushärtbaren Harz und einem fotolumineszierenden Material, wodurch das eine oder die mehr ausgewählten Blätter mit dem fotolumineszierenden Material gesättigt wurden;

d) Tränken jeglicher verbleibenden Dekorblätter und wahlweisen Überzugblätter mit einem wärmeaushärtbaren Harz;

e) Bilden einer gestapelten Anordnung aus den Kernblättern, den Dekorblättern und den wahlweisen Überzugblättern; und

f) Vereinigen der sich ergebenden Anordnung durch Wärme und Druck in ein dekoratives Laminat.
Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das eine oder die mehr ausgewählten Blätter mit einer Mischung aus dem Harz und dem fotolumineszierenden Material getränkt werden. Verfahren nach Anspruch 11, weiterhin aufweisend den Schritt des Vorsehens eines lichtundurchlässigen Bildes, Designs oder Musters auf einem oder mehr ausgewählten der Dekorblätter. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das eine oder die mehr Dekorblätter mit einem wärmeaushärtbaren Melamin/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt werden. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das eine oder mehr Kernblätter mit einem wärmeaushärtbaren Phenol/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt werden. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem ein oder mehr Überzugblätter vorgesehen sind und das eine oder mehr Überzugblätter mit einem wärmeaushärtbaren Melamin/Formaldehyd-Reaktionsprodukt getränkt werden. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das fotolumineszierende Material einen organischen Farbstoff oder ein organisches Pigment enthält. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem das fotolumineszierende Material ein Stilben-Material enthält. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das fotolumineszierende Material nach Bestrahlung mit anregender Bestrahlung im sichtbaren Bereich sichtbar phosphoreszierend ist.






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