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Dokumentenidentifikation DE69834568T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001028677
Titel VORRICHTUNG ZUR GLEICHZEITIGEN AUSTRAGUNG VON WIRKSTOFFEN IN DEN CERVIKAL- UND VAGINALKANAL
Anmelder The Johns-Hopkins University, Baltimore, Md., US;
Reprotect LLC, Baltimore, Md., US
Erfinder MOENCH, R., Thomas, Baltimore, MD 21286-1446, US;
CONE, A., Richard, Baltimore, MD 21217, US;
WHALEY, J., Kevin, Baltimore, MD 21217, US
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69834568
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.11.1998
EP-Aktenzeichen 989593975
WO-Anmeldetag 06.11.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/23868
WO-Veröffentlichungsnummer 1999024085
WO-Veröffentlichungsdatum 20.05.1999
EP-Offenlegungsdatum 23.08.2000
EP date of grant 17.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A61F 6/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61F 6/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung offenbart eine Vorrichtung bzw. Einrichtung und einen Kit bzw. eine Ausrüstung zur gleichzeitigen Abgabe bzw. Verabfolgung bzw. Austragung von mindestens einem Wirkstoff bzw. eines vorteilhaften Mittels Wirkstoffs auf sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina. Die Vorrichtung besteht aus einem flexiblen, kreisförmigen Rand und einer flexiblen Kappe. Die Vorrichtung kann entweder in einem entspannten Zustand oder in einem zusammengedrückten Zustand vorliegen. In dem zusammengedrückten Zustand werden mehrere Taschen zum Auftragen und Abgeben des Wirkstoffs auf sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina gebildet.

Wirkstoffe sind hier als eine medizinische Komponente oder Komponenten zur Abgabe in den weiblichen Genitaltrakt definiert. Derartige Wirkstoffe umfassen Spermizide, Bakterizide, Viruzide, Fungizide, Mittel gegen Protozoen, Hormone, Nukleinsäuren, Proteine, Enzyme, Vakzine, Antikörper oder Cytokine, Peptide, Metallchelatoren, Puffer und dergleichen. Somit umfassen Wirkstoffe, wie hierin verwendet, schützende Mittel bzw. Agenzien und Mittel zur Behandlung, und werden hierin manchmal lediglich als das Mittel oder die Mittel bezeichnet.

Es besteht ein Bedarf für eine vaginale Vorrichtung, die beträchtliche Volumina eines Wirkstoffs in der Form eines Gels, einer Creme, einer Lotion, eines Pulvers oder einer anderen Form abgeben und das/die Mittel an alle Bereiche des weiblichen Genitaltrakts verteilen kann, umfassend den Scheideneingang bzw. Introitus, die Vagina und den Gebärmutterhals, indem eine mechanische Barriere bereitgestellt wird, die den Gebärmutterhals bedeckt (siehe 1). Gegenwärtig verfügbare Vorrichtungen sind für diese Aufgabe nicht gut geeignet.

So enthalten empfängnisverhütende Diaphragmen, wie beispielsweise das Ortho ALLFLEX Diaphragma, die in der EP 0 006 609 diskutierte Vorrichtung und vergleichbare Vorrichtungen sicher auf ihrer konkaven Fläche beträchtliche Volumina (bis zu 10 ml) eines empfängnisverhütenden Spermizids und geben dieses an den Gebärmutterhalsbereich der Vagina ab (siehe 1 und 2). Ein Mittel, das auf diese konkave Fläche aufgetragen ist, wird während eines Einführens in die Vagina nicht weggewischt, da ein Zusammendrücken des Diaphragmas zur Vorbereitung zum Einführen das Spermizid vollständig in einer eingeschlossenen Tasche im Innenbereich des zusammengedrückten Diaphragmas umgibt.

Empfängnisverhütende Diaphragmen und ähnliche Vorrichtungen sind jedoch wenig geeignet zur Abgabe von Spermiziden und anderen Wirkstoffen auf den Rest der Vagina, die dem Vaginalkanal zugewandte Seite der Vorrichtung, den Bereich, der direkt der ejakulierten Samenflüssigkeit ausgesetzt ist. Wenn ein Mittel auf die konvexe Fläche des Diaphragmas aufgetragen ist, wird beim Einführen des Diaphragmas viel von dem Mittel durch den Scheideneingang "weggewischt" (siehe 1 und 2). Der Tonus der circumvaginalen Muskulatur, die gerade innerhalb des Scheideneingangs lokalisiert ist, erhöht diese Wegwisch-Aktion durch ein Zusammenziehen des vaginalen Zylinders. Da dieser Tonus der circumvaginalen Muskulatur zwischen einzelnen Frauen sehr variabel ist, beschränkt er nicht nur eine Abgabe eines Mittels auf diese Seite eines Diaphragmas, sondern bewirkt möglicherweise breite Variationen der Dosis eines Wirkstoffs, die tatsächlich an den vom Gebärmutterhals abgewandten Bereich der Vagina abgegeben wird.

Portiokappen (cervical caps) leiden unter Beschränkungen, die gleichartig zu denen von Diaphragmen sind. Vaginale Schwämme können das Wegwisch-Problem verhindern, bilden jedoch keine sichere Barriere zum Gebärmutterhals, und Schwämme können, insbesondere durch den männlichen Partner, beim Sexualverkehr als Hindernisse des vaginalen Zylinders gefühlt werden. Eine als FemCapTM bekannte Vorrichtung ermöglicht eine bessere Abgabe eines Mittels an beide Seiten, als viele dieser anderen Vorrichtungen. FemCapTM sondert jedoch einen großen Anteil des aufgetragenen Mittels auf die vom Gebärmutterhals abgewandte Seite der Vagina in eine ziemlich unzugängliche Spalte ab, wodurch die Verteilung des Mittels auf die vaginale Schleimhaut beschränkt wird. Außerdem erweitert sich FemCapTM, im Unterschied zur vorliegenden Erfindung, nicht nach einem Einführen, um das Mittel über ein breites Gebiet zu verteilen.

Wenn das Ziel Empfängnisverhütung ist, ist die Notwendigkeit Wirkstoffe auf die dem Gebärmutterhals zugewandte Seite der Vagina abzugeben offensichtlich, wobei ein Halten von Spermizid nahe des Gebärmutterhalses das Spermizid in einer hervorragenden Position platziert, um zu verhindern, dass Sperma den Gebärmutterhals os (Öffnung) hinaufsteigt. Obwohl früher weithin nicht erkannt, ist es auch wichtig ein Mittel auf die vom Gebärmutterhals abgewandten Bereiche der Vagina (zusätzlich zu dem Bereich des Gebärmutterhalses) abzugeben. Wenn das Ziel Empfängnisverhütung ist, wird ein auf die vaginale Seite einer Barrieren-Vorrichtung des Gebärmutterhalses angegebenes Spermizid an dem Ort positioniert, an dem Samenflüssigkeit während des Sexualverkehrs ausgeschieden wird. Somit wird die Samenflüssigkeit direkt dem Spermizid ausgesetzt und mit ihm gemischt. Dieses Ergebnis wird die Inaktivierung von Sperma beschleunigen. Die erhöhte Geschwindigkeit einer Inaktivierung von Sperma wird eine zuverlässigere Empfängnisverhütung bereitstellen und kann dem Nutzer auch die Annehmlichkeit erlauben, in der Lage zu sein die Vorrichtung nach einem Sexualverkehr schneller zu entfernen.

Wenn das Ziel die Vorbeugung einer sexuell übertragbaren Krankheiten ist, ist eine ausreichende Abgabe und Verteilung des Mittels, beispielsweise ein Mikrobiozid, auf den vom Gebärmutterhals abgewandten Bereich der Vagina noch vorteilhafter. Während einige Pathogene, die sexuell übertragbare Krankheiten hervorrufen können, zum Gebärmutterhals Verbindung aufnehmen oder hinaufsteigen müssen, um eine Krankheit hervorzurufen, können viele andere die Zellen der gesamten vaginalen Fläche direkt infizieren, wie beispielsweise ein Herpes Simplex Virus, Haemophilus ducreyi, Treponema pallidum, ein humanes Papilloma-Virus und ein humanes Immundefizienz-Virus. Eine zuverlässige Vorbeugung von dieses Infektionen macht eine Ummantelung der Schleimhaut der gesamten Vagina mit dem schützenden Mittel notwendig, und nicht nur eine Abgabe des Mittels an den Gebärmutterhalsbereich, der durch die Barriere-Vorrichtung bedeckt ist. Wenn schließlich das Ziel die Behandlung eines etablierten Zustands ist, ist es wiederum vorteilhaft alle Bereiche der Vagina mit dem Mittel zur Behandlung zu ummanteln.

Diese Betrachtungen sind noch wichtiger, wenn es nötig oder wünschenswert ist ein relativ großes Volumen eines Mittels an alle Bereiche der Vagina abzugeben. Ein Grund, dass dies notwendig oder vorteilhaft sein kann, ist die Erfordernis eine breite Verteilung und eine vollständige Abdeckung aller Bereiche der Vagina sicherzustellen, um eine wirksame Behandlung oder Vorbeugung für alle Bereiche bereitzustellen. Die Fläche der Vagina weist viele kleine Falten (rugae) auf, und eine Erhöhung des abgegebenen Volumens hilft eine Bedeckung von all diesen gefalteten Flächen sicherzustellen. Ein zweiter Grund ist, dass eine Abgabe eines Mittels mit beschränkter Wirksamkeit es erforderlich macht, dass die Vorrichtung ein großes Volumen abgibt, um eine wirksame Dosis zu erreichen. Wird darüber hinaus ein großes Volumen eingesetzt, ist es von Vorteil nach seiner Verwendung ein Hilfsmittel zum Entfernen dieses großen Volumens zu haben, um eine Aufnahme bzw. Absorption oder einen Ausfluss des Mittels aus dem Scheideneingang zu verhindern.

Die vorliegende Erfindung ist eine vaginale Vorrichtung, die bereits mit einem Mittel beladen und in einer speziell aufgebauten Verpackung versiegelt werden kann, um mit der Vorrichtung verwendet zu werden. Die Erfindung stellt ebenso ein Hilfsmittel zur Abgabe und Verteilung eines beachtlichen Volumens eines Mittels an alle Bereiche der Vagina bereit. Sie stellt ebenso ein wirksames Hilfsmittel zum Entfernen eines Großteils des Mittels zusammen mit der Vorrichtung bereit, wenn diese nach Verwendung aus der Vagina entfernt wird.

Die vorliegende Erfindung offenbart eine Vorrichtung und einen Satz zur gleichzeitigen Abgabe von mindestens einem Wirkstoff auf sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina. Die Vorrichtung weist eine flexible, gewölbte Kappe auf und einem flexiblen kreisförmigen Rand mit einer Innenrandfläche, einer Außenrandfläche und mit einem Querschnittsprofil zur gleichzeitigen Abgabe von mindestens einem Wirkstoff an sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina, dadurch gekennzeichnet, dass:

Die flexible, gewölbte Kappe mehrlagig ist und eine(n) äußere(n) Bereich bzw. Region und einen inneren Bereich aufweist, wobei der äußere Bereich unter dem Rand herausragt und der innere Bereich über dem Rand herausragt, worin die gewölbte Kappe mindestens eine einzelne Tasche über dem Rand und mindestens zwei Taschen unter dem Rand bildet, wenn sich die Vorrichtung in einem zusammengedrückten Zustand befindet.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands größer als ungefähr 1,5 : 1 (Höhe : Breite). In einer noch bevorzugteren Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands weniger als 12 mm hoch. In der am bevorzugtesten Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands weniger als oder gleich 8 mm hoch.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Innenrandfläche geformt einen stabilen Kontakt mit einer gegenüberliegenden Innenrandfläche zu fördern, wenn ein seitlicher Druck angelegt wird, um den Rand zusammenzudrücken. In einer noch bevorzugteren Ausführungsform muss ein Druck zwischen etwa 300 und 1000 Gramm Druckkraft an die gegenüberliegenden Außenrandflächen angelegt werden, um einen stabilen Kontakt mit den gegenüberliegenden Innerrandflächen zu bilden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Außenrandfläche mindestens eine Rille, welche die Tendenz der zusammengedrückten Vorrichtung verringert zwischen den Fingern zu gleiten, und diese die Abdichtung zwischen der Außenrandfläche und der vaginalen Wand verbessert.

Ein Satz zur gleichzeitigen Abgabe von mindestens einem Wirkstoff auf sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina ist in Anspruch 8 definiert. Die Vorrichtung liegt entweder in einem entspannten Zustand oder in einem zusammengedrückten Zustand vor. Wenn der Rand seitlich zusammengedrückt ist, bildet die Kappe eine einzelne Tasche über dem Rand und zwei Taschen unter dem Rand.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands größer als ungefähr 1,5 : 1 (Höhe : Breite). In einer noch bevorzugteren Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands weniger als 12 mm hoch. In der am bevorzugtesten Ausführungsform ist das Querschnittsprofil des Rands weniger als oder gleich 8 mm hoch.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Innenrandfläche geformt einen stabilen Kontakt mit einer gegenüberliegenden Innenrandfläche zu fördern, wenn Druck an die gegenüberliegenden Außenrandflächen angelegt wird. In einer noch bevorzugteren Ausführungsform muss ein Druck zwischen etwa 300 und 1000 Gramm Druckkraft an die gegenüberliegenden Außenrandflächen angelegt werden, um einen stabilen Kontakt mit den gegenüberliegenden Innerrandflächen zu bilden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Außenrandfläche mindestens eine Rille, welche die Tendenz der zusammengedrückten Vorrichtung verringert zwischen den Fingern zu gleiten, und diese die Abdichtung zwischen der Außenrandfläche und der vaginalen Wand verbessert.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des Satzes ist der Wirkstoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Spermiziden, Bakteriziden, Viruziden, Fungiziden, Mitteln gegen Protozoen, Hormonen, Nukleinsäuren, Proteinen, Enzymen, Vakzinen, Antikörpern oder Cytokinen, Peptiden, Metallchelatoren und Puffern.

1 ist eine Schnittzeichnung eines herkömmlichen Diaphragmas zur Empfängnisverhütung (10) eingesetzt in eine obere Vagina (92), wobei es nach vorne bzw. anterior auf der durch das Schambein (82) gebildeten "Leiste" (80) angesiedelt ist und sich nach hinten bzw. posterior gut in das Vaginalgewölbe (90) erstreckt. Der Vaginalkanal (92), die vaginale Wand (93), der Gebärmutterhals (94), die Gebärmutter (96) und die Höhle der Gebärmutter (98) sind ebenfalls in dieser Schnittzeichnung gezeigt. Die dem Gebärmutterhals zugewandte (84) und abgewandte Seite (86) des Diaphragmas (10) sind ebenfalls gezeigt.

2 zeigt ein herkömmliches Diaphragma zur Empfängnisverhütung (10) mit einer dünnen und flexiblen Kappe (20), die an ihrer Grenze an einen flexiblen kreisförmigen Rand (30) angefügt ist. Die innere oder konkave Fläche (40) und die äußere oder konvexe Fläche (50) der Kappe (20) sind ebenfalls gezeigt.

3A und 3B zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung (11) in der offenen oder entspannten (3A) und in der zusammengedrückten Form (3B), wodurch die Bildung von Taschen (12) deutlich wird, die durch seitliches Zusammendrücken des Rands (14) aus Kappenmaterial (13) gebildet und über und unter der Ebene des Rands (14) gehalten werden.

4A-D zeigen teilweise Schnittzeichnungen von Randformen, welche einen stabilen Kontakt bilden, wenn der Rand (14) zusammengedrückt wird.

5A und 5B zeigen teilweise Schnittzeichnungen von alternativen Formen der Außenfläche des Rands (14).

6A-D zeigen Ansichten von oben nach unten (6A und 6C) und Schnittzeichnungen (6B und 6D) der erfindungsgemäßen Vorrichtung (11) in ihrer Verpackung (15), wodurch die Vorrichtung (11) gehalten ohne seitliches Zusammendrücken (6A und 6B) deutlich gemacht ist und eine alternative Verpackungsform, welche die Vorrichtung (11) teilweise zusammengedrückt hält (6C und 6D).

7A zeigt eine Seitenansicht eines zusammengedrückten Rands (14), der über einer Verpackungsablage (16) gehalten ist, um deutlich zu machen, dass seitliches Zusammendrücken zu einer leichten Biegung des Rands (14) nach unten führt, was durch die elastischen Bedingung der Kappe bedingt ist. 7B zeigt, dass der Rand (14) dann nach unten gedrückt wird, wobei der gebogene Rand flach gegen die flache Unterseite der Schale (16) gezwungen wird. Das Biegen der Enden nach unten erhöht die nach unten gerichtete Kraft an diesen Enden, somit wird die Kraft entlang des gesamten Rands ausgeglichen, wodurch ein Mittel von der Unterseite der Schale wirksamer entfernt wird.

Die vorliegende Erfindung offenbart eine Vorrichtung und einen Satz zur gleichzeitigen Abgabe von mindestens einem Wirkstoff auf sowohl die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina. Die Vorrichtung ist aus einem flexiblen, kreisförmigen Rand und einer flexiblen Kappe hergestellt. Die Vorrichtung kann entweder in einem entspannten Zustand oder in einem zusammengedrückten Zustand vorliegen. In dem zusammengedrückten Zustand werden drei Taschen zum Tragen und zur Abgabe des Wirkstoffs sowohl auf die Seite des Gebärmutterhals- als auch des Vaginalkanals einer Vagina gebildet.

VORRICHTUNG:

Die Vorrichtung (11) umfasst einen flexiblen, kreisförmigen Rand (14) mit einer flexiblen Kappe (13), die an ihrer Grenze an den Rand angebracht ist. Ein Wirkstoff ist auf beide Seiten der Kappe aufgetragen. Die Vorrichtung gibt ein großes Volumen an Mittel an alle Bereiche der Vagina ab, wobei während eines Einführens ein Wegwischen des Mittels von beiden Seiten der Vorrichtung verhindert wird. Ein Wegwischen am Scheideneingang wird durch Formung und Positionierung der Kappe verhindert, so dass sie, wenn der Rand zur Vorbereitung für ein Einführen in die Vagina zusammengedrückt wird, beim Falten Taschen oberhalb und unterhalb des Rands bildet (siehe 3A und 3B). Das in diese Taschen abgesonderte Mittel wird beim Einführen ungeachtet des Tonus des circumvaginalen Ringmuskels bzw. Schließmuskels nicht weggewischt. Dies stellt nicht nur die Abgabe der gewünschten Dosis sicher, es verringert auch den Verlust und die resultierende Unordnung von Mittels, das sich am Scheideneingang und an den Fingern ansammelt. Schließlich verhindert die Vorrichtung nicht nur ein Wegwischen des Mittels beim Einführen, sondern der Aufbau breitet das Mittel sowohl auf die dem Gebärmutterhals zugewandte als auch die abgewandte Region der Vagina aus, da sich der Rand erweitert, wenn sich die Vorrichtung in der Vagina befindet. Da sich der Rand nach einem Einführen erweitert, wird das Mittel nicht ständig in eine unzugängliche Falte oder eine Sackgasse abgesondert.

Wenn die Vorrichtung entfernt wird, ist es von Vorteil, wenn die Vorrichtung so viel als möglich von dem "verausgabten" oder aufgebrauchten Mittel entfernt, so dass es nicht absorbiert wird oder aus der Vagina als ein vaginaler Ausfluss austritt. Bei einem empfängnisverhütenden Produkt ist es ebenfalls nützlich, wenn die Vorrichtung so viel Samenflüssigkeit als möglich aus der Vagina entfernen kann, wenn die Vorrichtung nach dem Beischlaf entfernt wird. Dies verringert wiederum einen vaginalen Ausfluss und kann das Risiko einer Empfängnis oder einer Übertagung von in der Samenflüssigkeit enthaltenen Pathogen einer sexuell übertragbaren Krankheit verringern. Diese wünschenswerte Wirkung kann durch Einsatz eines Querschnittsprofils des Rands mit einem gestreckte Seitenverhältnis verbessert werden, das heißt eines bei dem die Höhe größer als seine Breite ist (siehe 3A-3B, 4A-4D und 5A-5B). Das gestreckte Seitenverhältnis des Rands stellt eine Spatel- oder Spachtel-ähnliche Wirkung bereit, die das Mittel und die Samenflüssigkeit behutsam von der vaginalen Schleimhaut wischt, wenn die Vorrichtung entnommen wird.

Ein weiterer Vorteil des in der vertikalen Dimension gestreckten Querschnittsprofils ist die Reduktion der Tendenz des Rands sich beim Zusammenpressen zu biegen (von der Ebene des Rands nach unten). O-Ringe und in gleicher Weise viele empfängnisverhütende Diaphragmen mit einem Rand mit einem kreisförmigen Querschnittprofil biegen sich drastisch, wenn sie seitlich entlang eines Durchmessers von ihrer Ringform zusammengedrückt werden. Diese extreme Biegung macht sie zur Verwendung in dem nachstehend beschriebenen Verpackung wenig geeignet. Ein gestrecktes Profil, das größer als ungefähr 1,5 : 1 (Höhe : Breite) ist, zeigt im Vergleich mit einem kreisförmigen Querschnittsprofil eine verringerte Tendenz sich zu biegen. Um ein überhöhtes Biegen zu vermeiden, ist es ebenfalls notwendig die angebrachte Kappe genügend locker zu formen, um ein Dehnen der Kappe abzuhalten den Rand zu veranlassen sich zu biegen.

Es ist von Vorteil die Innenrandfläche derart zu formen, dass die gegenüberliegenden Randflächen, die zusammenkommen, wenn die Vorrichtung zusammengedrückt wird, einen stabilen Kontakt bilden, im Unterschied zur nicht stabilen Konfiguration, die eintritt, wenn ein Rand mit einem kreisförmigen Querschnitt zusammengedrückt wird. Verschiedene Formen, die eine stabilen Kontakt leisten werden, sind in 4A-4D dargestellt. Diese Konfigurationen verhindern, dass sich der Rand in eine Form einer "8er-Figur" verdrillt, und ermöglichen einen sichereren Griff auf die Vorrichtung. Die Höhe diese Querschnittsprofils sollte 12 mm nicht überschreiten, vorzugsweise 8 mm nicht überschreiten, da anderenfalls die Vorrichtung übermäßig in den vaginalen Zylinder hinausragt und es wahrscheinlicher ist, dass sie behindert und durch den Penis während eines Sexualverkehrs gefühlt wird.

Die Außenrandfläche sollte so geformt sein, dass irgendwelche scharfen Umrandungen vermieden werden. Es kann jedoch von Vorteil sein eine oder mehrere flache Rillen (17) in der äußeren Fläche des Rands (14) bereitzustellen, wie in den in 5A und 5B gezeichneten Beispielen gezeigt. Dies stellt einen sichereren Griff mit den Fingern bereit, während die Vorrichtung aus der Verpackung gehoben wird. Diese sanfte Strukturierung hilft auch die vordere Umrandung der Vorrichtung vom Verrutschen nach unten aus ihrer stabilen Position in der Vagina an der "Schamleiste" (siehe 1) abzuhalten.

Die gesamte Vorrichtung kann durch dem Fachmann offensichtliche Spritzgussverwendende Verfahren hergestellt werden. Eine Metallfeder kann, wie bei herkömmlichen Diaphragmen, während der Formgebung in den Rand eingeschlossen werden. Alternativ kann die Metallfeder weggelassen werden, und es kann sich auf die intrinsische Spannkraft des den Rand bildenden Materials veranlassen werden das erforderliche Ausmaß an Festigkeit bereitzustellen, um ein Einführen in und eine Zurückhaltung durch die Vagina zu ermöglichen. Der Rand kann auch gesondert durch Spritzgießen hergestellt werden, wobei die flexible Kappe durch thermisches Schweißen, Ultraschall oder Radiofrequenz-Schweißen an den Rand angebracht wird. Somit kann eine vorgeformte Kappe angebracht werden, oder ein flacher Film kann angebracht werden und anschließend durch Thermoformen unter Vakuum durch in dem Gebiet wohl bekannte Verfahren geformt werden. Die Vorrichtung weist die vorteilhafte Eigenschaft auf, dass sie große Mengen eines Mittels an alle Bereiche der Vagina abgeben wird, selbst wenn sie fälschlicherweise mit der Oberseite nach unten eingeführt wird.

Die Materialien für den Rand und die Kappe können aus vielen, dem Fachmann offensichtlichen Materialien ausgewählt werden. Diese Materialien umfassen, sind jedoch nicht beschränkt auf, Polyurethan, Silikon, Polyethylen, Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Blockcopolymer (Krayton®) oder Ethylenvinylacetat. Diese und andere Materialien können alleine oder in Kombination und als mehrschichtige Schichtstoffverbunde (laminates) oder als Gemische verwendet werden. Die nötige Festigkeit kann, nach Faktoren wie Einfachheit eines Einführens, Komfort und verlässliche Zurückhaltung in der Vagina während eines Tragens vor und während eines Sexualverkehrs, und Einfachheit eines Entfernens, durch Wahl der Materialien und Materialdimensionen eingestellt werden. Eine Erfahrung mit empfängnisverhütenden Diaphragmen liegt nahe, dass die Festigkeit zwischen 300 und 1000 Gramm benötigter Druckkraft zum Zusammendrücken der Seiten des Randes liegen sollte.

VERPACKUNG:

Die mit der Vorrichtung (11) verwendete Verpackung (15) ist so geformt, dass das Mittel durch beide Seiten der Vorrichtung wirksam zurückgehalten werden kann, während die Vorrichtung zusammengepresst wird und aus der Verpackung gehoben wird (siehe 6A und 6B). Entscheidende Elemente für die Verpackung sind eine im Wesentlichen flache Unterseite, um es dem Mittel zu ermöglichen durch die "Spachtel-Funktion" des Rands der Vorrichtung aufgeschöpft zu werden, und genügend Raum für die Verlängerung der Vorrichtung, die eintritt, wenn der Rand zusammengedrückt wird. Dies ermöglicht, dass die Vorrichtung zusammengedrückt wird, bevor sie aus der Verpackung gehoben wird. Dies ist wiederum von Vorteil beim Verschließen der Kappe in die gefalteten Konfiguration, die ein Wegwischen von Mittel von beiden Seiten der Kappe verhindert.

Die Verpackung hält das Mittel während Transport und Lagerung an den richtigen Orten positioniert, was eine wirksame vaginale Abgabe ermöglichen wird. Die Verpackung verhindert auch, dass das Mittel den äußeren, durch die Finger berührten Bereich des Rands bedeckt. Das Vorliegen von Mittel an dem Rand kann bei der Handhabung der Vorrichtung stören, indem sie rutschig wird. Schließlich ist die Verpackung in einer Art und Weise konfiguriert, die den Nutzer beim Zusammenpressen der Vorrichtung und beim Aufnehmen in einer Orientierung lenkt, die ein einfaches und wirksames Einführen in die Vagina ermöglicht. So können beispielsweise an der Verpackung Finger-Feststellvorrichtungen verwendet werden, um den Nutzer zu lenken die Vorrichtung an der vorgesehenen Stelle zusammen zu drücken. 6A und 6B zeigen die Vorrichtung (11) in ihrer Verpackung (15).

Wenn verwendet, wird die bereits beladene Vorrichtungs-Verpackungs-Kombination durch Entfernen des Oberteils geöffnet, beispielsweise durch ein Ablösen eines Folienlaminierten Films nach hinten, um die Vorrichtung (11) aufzudecken, die in dem unteren, schalenförmigen Verpackungsstück (16) liegt. Der Zeigefinger und der Daumen werden in den Feststellvorrichtungen positioniert. Der Rand wird nach unten gedrückt, um ihn in engen Kontakt mit der Unterseite der Schale zu halten, und wobei dann die zwei gegenüberliegenden Seiten des Randes nach innen zusammengedrückt werden. Während der Rand zusammengedrückt wird, wischt seine untere Umrandung das meiste des Mittels von der Unterseite der Schale auf.

Ein geringes Ausmaß an Biegung des Rands während eines Zusammendrückens (in Richtung der unteren Umrandung des Rands, die gegen das untere schalenförmige Verpackungsstück drückt) unterstützt das Verfahren zum Laden von Mittel von der Verpackung in die Vorrichtung (siehe 7A). Ein leichtes Biegen in dieser Richtung erhöht die Kraft mit der die Enden des zusammengedrückten Rands gegen die Unterseite der Verpackungsschale drücken. Dies verbessert die Kraftverteilung entlang der Unterseite des Rands, wobei sie von der Mitte (an der ihn die Finger nach unten drücken) nach außen in Richtung der Spitzen nahezu gleich wird (siehe 7B). Dies entspricht der Art und Weise wie eine Wölbung in Alpinskiern (in Richtung jedes Endes nach unten gebogen) verwendet wird, um mehr Kraft auf die Spitzen und Enden der Skier auszuüben, als wenn die Skier flach wären. Das Ergebnis ist in beiden Fällen eine gleichmäßigere Kraftverteilung entlang der gesamten Länge der Unterseite der zusammengedrückten Vorrichtung.

Ein nach unten Drücken des Rands vor und während dem Zusammendrücken des Rands stellt auch sicher, dass der mittige, nach oben herausragende Bereich der Kappe innerhalb der gegenüberliegenden Seiten des Rands verschlossen werden (3B), die durch die seitlich zusammendrückende Bewegung zusammen gebracht werden. Dies hält diesen Bereich der Kappe in der oberen Tasche, was während eines Einführens in die Vagina ein Wegwischen des Mittels von der inneren Fläche dieser oberen Tasche verhindern wird.

Der Hohlraum in dem Verpackungsschalenelement kann als Oval geformt sein, was die Vorrichtung in einem teilweise zusammengedrückt halten wird. Dies hat den Vorteil, dass das gesamte Volumen der Verpackung verringert ist, da weniger freier Raum durch die Verpackung eingeschlossen wird (siehe 6B). Dies verringert die Menge an totem Raum innerhalb der Verpackung. (Toter Raum erhöht die Menge an in der Verpackung eingeschlossenen Luft und kann die Haltbarkeit des Wirkstoffs verringern.) Verwendung eines schmaleren, ovalen Schalenhohlraums verringert auch die Spannweite über welche das flexible obere Verpackungsstück gedehnt werden muss, und kann somit die Dicke des Materials verringern, das für dieses Stück eingesetzt werden muss. Schließlich verbessert das schmalere Oval den optischen Anreiz und die einfache Handhabung der Verpackung, da die Sperrigkeit verringert ist, und die Positionen an denen die Vorrichtung seitlich zusammen zu drücken (zusammen zu pressen) ist, offensichtlicher sind.

Das Meiste eines beliebigen Mittels, dass an dem oberen Element der Verpackung anhaftet, kann durch das folgende Manöver nach unten auf die Vorrichtung überführt werden. Bevor die Verpackung geöffnet wird, wird die Unterseite der Verpackung kraftvoll gegen eine harte Fläche oder gegen die Hand eines anderen gestoßen. Die plötzliche Verlangsamung der Verpackung und ihrer Inhalte bewirkt, dass sich das Meiste eines beliebigen Mittels, das an dem oberen Element anhaftet, nach unten auf die Vorrichtung bewegt.

Somit stellt diese Vorrichtungs-Verpackungs-Kombination ein einfaches und wirksames Mittel zum Überführen des Meisten eines Mittels, das entweder an der oberen oder unteren Verpackungskomponente anhaftet, auf die Vorrichtung zur Vorbereitung zum Einführen in die Vagina. Dies minimiert nicht nur Verlust, sondern verbessert eine Reproduzierbarkeit im Auftragen einer speziell gewählten Dosis des Mittels.

Die folgenden Beispiele sind vorgesehen die vorliegende Erfindung mehr praktisch darzustellen, sie jedoch nicht in irgendeiner Art und Weise zu beschränken.

BEISPIEL 1

Beispiel 1 untersucht die Fähigkeit einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform (als RPTcup bzw. RPT-Becher bezeichnet, mit einer Randhöhe von 8 mm, einer Randbreite von 4 mm, und einer wie in 3 dargestellten Kappenform) einen Wirkstoff (BufferGelTM, ein wässriges, vaginales, empfängnisverhütendes und mikrobizides Gel, US-P-5,617,877) abzugeben, nachdem die dem Vaginalkanal zugewandte Seite der Vorrichtung mit dem Mittel beladen wurde. Das Mittel wurde in die große, durch die Ebene des Rands herausragende Schale geladen, der Rand wurde um das Mittel zusammengedrückt, und die zusammengedrückte Vorrichtung wurde in eine künstliche Vagina eingeführt.

Die künstliche Vagina wurde so aufgebaut, dass sie den inneren Druck der menschlichen Vagina und die Verengung an der Öffnung der Vagina durch den Ringmuskel des Scheideneingangs nachahmt. Sie umfasst einen mit Wasser gefüllten Behälter mit einem hohlen Zylinder mit einem inneren Durchmesser von 1,25 Inch (3,175 cm), der in einer Öffnung an einer Seite des Behälters waagerecht angebracht ist, um den Scheideneingang nachzuahmen. Ein Kondom für Frauen (Reality®, Female Health Company) wurde an den Zylinder in den Behälter hinausragend angebracht, um die Vagina mit ihrer flexiblen Wand nachzuahmen. Um das Kondom für Frauen wurde nahe der Anbringungsstelle an den Zylinder ein elastisches Band platziert, um als eine Verengung zu dienen, die den (circumvaginalen) Ringmuskel des Scheideneingangs nachahmt. Der Behälter wurde bis zu einer Tiefe von 4 cm über der Mitte des Zylinders mit Wasser gefüllt. Der Wasserdruck ahmt ein Zusammenziehen der vaginalen Wände nach, das durch den Druck im Unterleib einer Frau verursacht wird.

Die Menge des abgegebenen Gels wurde durch Sammeln und Wiegen des gesamten Gels bestimmt, das nicht in die künstliche Vagina eintreten konnte (Gel, das an den einführenden Fingern und an der Öffnung der künstlichen Vagina verblieb). Das Gewicht dieses nicht eingeführten Gels wurde von dem Gewicht an Gel subtrahiert mit dem die Vorrichtung beladen wurde, um die Menge an Gel zu errechnen, die in das Innere abgegeben wurde. Die Daten in Tabelle 1 wurden wie vorstehend beschrieben erzeugt, wobei jeder gezeigte Wert den Mittelwert aus drei wiederholten Bestimmungen darstellt.

Somit zeigt Tabelle 1, dass ein RPTcup, wenn es auf der dem Vaginalkanal zugewandten Seite des mit 7,2 Gramm an Gel beladen ist, 6,8 Gramm abgibt, und lediglich 0,4 Gramm verliert (nicht abgibt).

BEISPIEL 2

Beispiel 2 untersucht die Fähigkeit von RPTcup beladenes Gel gleichzeitig sowohl auf die Seite des Vaginalkanals als auch die Seite des Gebärmutterhalses abzugeben. Es wurden gleiche Mengen an BufferGelTM auf jede Seite der Vorrichtung geladen, entweder ungefähr 5 Gramm oder ungefähr 7 Gramm auf ein Seite. Abgabe an die künstliche Vagina wurde wie in Beispiel 1 beschrieben untersucht. Die Daten in Tabelle 2 wurden wie vorstehend beschrieben erzeugt, wobei jeder gezeigte Wert den Mittelwert aus drei wiederholten Bestimmungen darstellt.

Somit zeigt Tabelle 2, dass ein RPTcup beladenes Gel wirksam an beide Seiten mit minimalem Verlust abgibt.

BEISPIEL 3

Beispiel 3 untersucht die Fähigkeit der Kombination von RPTcup und seiner Verpackung (15), um eine Abgabe eines Wirkstoffs (BufferGelTM) auf die Seite des Vaginalkanals zu ermöglichen, wenn eine bereits beladene Vorrichtung in einer Verpackung bereitgestellt ist. Wie in Beispiel 1 wurde die dem Vaginalkanal zugewandte Seite der Vorrichtung mit dem Mittel beladen, und jetzt die Verpackung (15) sowohl mit Vorrichtung als auch mit Mittel beladen.

Der Rand der Vorrichtung wurde nach unten gedrückt, um ihn in engem Kontakt mit der Unterseite der Schale zu halten, und wobei dann der Rand seitlich nach innen zusammengedrückt wurde. Während der Rand zusammengedrückt wurde, hat sein unteren Umrandung das Mittel von der Unterseite der Schale aufgewischt. Die Vorrichtung und das in ihr enthaltene Mittel wurden aus der Verpackung (15) gehoben, und wie in Beispiel 1 in eine künstliche Vagina eingeführt.

Die Menge an abgegebenem Gel wurde durch Sammeln und Wiegen des gesamten Gels bestimmt, das nicht in die künstliche Vagina eintreten konnte (Gel, das an der Verpackung, den einführenden Fingern und an der Öffnung der künstlichen Vagina verblieb). Das Gewicht dieses nicht eingeführten Gels wurde von dem Gewicht an Gel subtrahiert mit dem die Vorrichtung beladen wurde, um die Menge an Gel zu errechnen, die ins Innere der künstlichen Vagina abgegeben wurde.

Zwei andere empfängnisverhütende Diaphragmen (Ortho ALL-FLEX®-70, Ortho Pharmaceutical, und Semina-70, Semina Industria e Comercio Ltda.) wurden in der gleichartigen Art und Weise auf ihre Fähigkeit zur Abgabe von Gel an ihrer dem Vaginalkanal zugewandten (konvexen) Seite untersucht, wenn sie in der Verpackung (15) mit Gel beladen wurden. Die Daten in Tabelle 3 wurden wie vorstehend beschrieben erzeugt, wobei jeder gezeigte Wert den Mittelwert aus drei wiederholten Bestimmungen darstellt.

Somit zeigt Tabelle 3, dass ein wie in dem Satz verpacktes RPTcup, wenn es mit 7,1 Gramm Gel beladen ist, 6 Gramm Gel abgibt und lediglich 1,1 Gramm Gel verliert. Im Gegensatz dazu geben herkömmliche Diaphragmen (die keine wirksame "Spachtel-Funktion" zum Entfernen von Gel von der Unterseite der Verpackung ermöglichen) wesentlich weniger Gel ab und verlieren wesentlich mehr.

Obwohl die Erfindung in Verbindung mit dem beschrieben wurde, was gegenwärtig als die am meisten brauchbaren und bevorzugten Ausführungsformen betrachtet werden, muss verstanden werden, dass die Erfindung nicht durch die offenbarten Ausführungsformen beschränkt ist, sondern im Gegenteil vorgesehen ist verschiedene Modifikationen und äquivalente Zusammenstellungen abzudecken, die mit dem Umfang der beigefügten Ansprüche umfasst sind.

Somit muss verstanden werden, dass Variationen der vorliegenden Erfindung gemacht werden können, ohne von den neuen Aspekten dieser Erfindung, wie in den Ansprüchen definiert, abzuweichen.


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) mit einer flexiblen gewölbten Kappe (13) und einem flexiblen kreisförmigen Rand (14), der eine Innenrandfläche, eine Außenrandfläche und ein Querschnittsprofil hat, zur gleichzeitigen Verabfolgung wenigstens eines Wirkstoffs auf die Seiten des Gebärmutterhals- und des Vaginalkanals einer Vagina, dadurch gekennzeichnet, dass:

die flexible gewölbte Kappe (13) mehrlagig ist und eine äußere Region und eine innere Region aufweist, wobei die äußere Region unter dem Rand (14) vorspringt und die innere Region über dem Rand (14) vorspringt, wobei die genannte gewölbte Kappe (13) wenigstens eine einzelne Tasche (12) über dem Rand (14) und wenigstens zwei Taschen (12) unter dem Rand (14) bildet, wenn die Vorrichtung (11) in einem zusammengedrückten Zustand ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenrandfläche gestaltet ist, um stabilen Kontakt mit einer gegenüberliegenden inneren Fläche zu fördern, wenn Druck auf die gegenüberliegende Außenrandfläche ausgeübt wird. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druck zwischen etwa 300 und 1000 Gramm Druckkraft auf einander gegenüberliegende Außenrandflächen ausgeübt werden muss, um stabilen Kontakt zwischen einander gegenüberliegenden Innenrandflächen zu bilden. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil des flexiblen kreisförmigen Randes (14) eine Höhe von weniger als 12 mm hat. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil des flexiblen kreisförmigen Randes (14) eine Höhe von 8 mm oder weniger hat. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenrandfläche wenigstens eine Rille (17) umfasst. Satz (16) zur gleichzeitigen Verabfolgung von wenigstens einem Wirkstoff auf die Seiten des Gebärmutterhals- und des Vaginalkanals einer Vagina, umfassend:

a) Vorrichtung (11) mit

i) einem flexiblen kreisförmigen Rand (14), der eine Innenrandfläche, eine Außenrandfläche und ein Querschnittsprofil hat, und

ii) eine flexible mehrlagige gefaltete gewölbte Kappe (13) mit einer äußeren Region und einer inneren Region, wobei die äußere Region unter dem Rand (14) vorspringt und die innere Region über dem Rand (14) vorspringt, wobei die Vorrichtung (11) entweder in einem kreisförmigen entspannten Zustand oder in einem länglichen, seitlich zusammengepressten Zustand ist und wobei die mehrlagige gefaltete gewölbte Kappe (13) wenigstens eine einzelne Tasche (12) über dem Rand (14) und wenigstens zwei Taschen (12) unter dem Rand bildet, wenn die Vorrichtung (11) in dem zusammengedrückten Zustand ist;

b) eine Packung (15) zum Aufnehmen der Vorrichtung (11) und des Wirkstoffs und für Raum zur Längung der genannten Vorrichtung (11), die stattfindet, wenn der Rand (14) seitlich zusammengedrückt wird; und

c) wenigstens einen Wirkstoff.
Satz (16) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenrandfläche gestaltet ist, um stabilen Kontakt mit einer gegenüberliegenden Innenrandfläche zu fördern, wenn Druck auf einander gegenüberliegende Außenrandflächen ausgeübt wird. Satz (16) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druck zwischen etwa 300 und 1000 Gramm Druckkraft auf einander gegenüberliegende Außenrandflächen ausgeübt werden muss, um stabilen Kontakt zwischen einander gegenüberliegenden Innenrandflächen zu bilden. Satz (16) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil des Randes eine Höhe von weniger als 12 mm hat. Satz (16) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil des Randes (14) eine Höhe von 8 mm oder weniger hat. Satz (16) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenrandfläche wenigstens eine Rille umfasst. Satz (16) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkstoff aus einer Gruppe bestehend aus Spermiziden, Bakteriziden, Viruziden, Fungiziden, Protozoenmitteln, Hormonen, Nukleinsäuren, Proteinen, Enzymen, Vakzinen, Antikörpern oder Cytokinen, Peptiden, Metallchelatoren und Puffern ausgewählt ist.






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