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Dokumentenidentifikation DE69834723T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000981308
Titel KATHETER UND FILTERANORDNUNG MIT EINER DRUCKAUSGEGLICHENEN DICHTUNG
Anmelder Embolic Protection,Inc.,, Campbell, Calif., US
Erfinder Gertler, Jonathan, Weston, MA 02193, US;
Kamm, Roger, Weston, MA 02193, US
Vertreter Strohschänk und Kollegen, 81667 München
DE-Aktenzeichen 69834723
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.05.1998
EP-Aktenzeichen 989224258
WO-Anmeldetag 15.05.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/10220
WO-Veröffentlichungsnummer 1998051237
WO-Veröffentlichungsdatum 19.11.1998
EP-Offenlegungsdatum 01.03.2000
EP date of grant 31.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A61F 2/01(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61M 29/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die vorliegende Erfindung betrifft Katheter-Filteranordnungen einschließlich solcher, wie sie bei der Angioplastie und anderen Verfahren Verwendung finden.

Stand der Technik

Bei einer großen Anzahl von medizinischen Verfahren werden Katheter verwendet. Ein Katheter wird in der vorliegenden Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen als schlauchförmiges, flexibles Instrument zum Einführen in einen Körperhohlraum definiert. Katheter können das Abziehen oder das Einführen von Fluiden oder anderen Substanzen ermöglichen bzw. erleichtern und können in Kombination mit anderen verbundenen Komponenten eine Vielzahl von weiteren nützlichen Funktionen durchführen.

Katheter, die mit aufblasbaren Ballons verbunden sind, stellen die Mittel dar, die es ermöglichen, Blockaden von verschiedenen Körperdurchgängen und Gefäßen zu beseitigen bzw. deren Verengung zu vermindern. Solche angioplastischen Verfahren können andere, stärker invasive chirurgische Verfahren ersetzen und stellen annehmbare Lösungen dar, um lebensbedrohliche Zustände zu korrigieren. Diese Verfahren sind jedoch mit der Gefahr ernster Sekundärprobleme verbunden, die mit der Aussendung von unerwünschtem Material stromabwärts der Operationsstelle zusammenhängen. Jedes Material, wie z.B. Plaque, die sich in arteriellen Gefäßen aufgebaut hat und nicht an der Gefäß-Innenwand haftet oder auf andere Weise nach der Behandlung vom Gefäß abgelöst wird, wird eine wahrscheinliche Quelle für eine stromabwärts auftretende Blockierung. Bei der arteriellen Angioplastie ist eine embolische Ischämie-Schädigung distal zur Angioplastie-Stelle die häufigste Komplikation des Verfahrens. Bewegliche arterielle Plaque ist ein Hauptfaktor, der mit einem Ischämie-Schlaganfall oder einem Endorgan/Glied-Infarkt verbunden ist. Insbesondere ist die Angioplastie der Kopfschlagader zur Zeit kein günstiges Verfahren, da es mit dem Risiko einer Embolie und einem hieraus folgenden Schlaganfall verbunden ist.

Es wurden bereits einige Katheter beschrieben, die eine stromabwärts liegende Filter-Einrichtung aufweisen. Einige verwenden Tragmaschenfilter, die im Allgemeinen nicht nachgiebig sind und sich nicht an örtliche Änderungen des Gefäßdurchmessers und der Gefäßform anpassen, die durch die einsetzende Wiederherstellung des Fluidstroms und das Pulsieren des Fluidstroms verursacht sein können. Andere Konstruktionen umfassen Auffaltstrukturen, welche das Einführen vor und das Zurückziehen nach der Beendigung eines Verfahrens problematisch oder unangemessen risikoreich gestalten.

Typische, dem Stand der Technik entsprechende Katheteranordnungen sind in den folgenden US-Patentschriften beschrieben: 4,723,549; 4,794,928; 5,662,671 und 5,695,519. Die Druckschrift WO-A-9505209 beschreibt einen Katheter mit einem Filter gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Zusammenfassung der Erfindung

Verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung lösen die Probleme des Standes der Technik dadurch, dass eine radiale Nachgiebigkeit zur Anpassung an örtliche Änderungen des Gefäßdurchmessers und der Gefäßform geschaffen wird, die durch die fortschreitende Wiederherstellung und das Pulsieren des Fluidstroms verursacht sein können. Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung vermeiden Unebenheiten oder Vorsprünge, welche die Gefäßinnenwände traumatisieren oder auf andere Weise schädigen oder reizen können. In ähnlicher Weise sorgen verschiedene Ausführungsformen für eine Abpolsterung des Filterelementes gegen die Gefäßwand, wenn es entfaltet ist. Dieser Polsterungseffekt ist auch in Übereinstimmung mit dem Erfordernis einer effektiven Abdichtung des Gefäßes, um jeglichen unerwünschten, stromabwärts gerichteten Materialfluss zu verhindern.

Dem gemäß ist bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung eine Katheter-Filteranordnung zur Verwendung in einem Gefäß vorgesehen, durch das ein biologisches Fluid strömen kann. Diese Ausführungsform umfasst ein rohr- bzw. schlauchförmiges Element, das ein in seiner Längsrichtung angeordnetes Lumen und ein Einführende zum Einführen in das Gefäß umfasst. Das Lumen definiert eine Längsachse und eine hierzu senkrechte radiale Richtung. Die Ausführungsform besitzt auch ein Filter, das mit dem rohrförmigen Element verbunden ist und einen Umfang aufweist, um unerwünschte Teilchen einzufangen. (Wenn es sich aus dem Zusammenhang nicht anders ergibt, wird der Ausdruck „Teilchen" in der Beschreibung und in den beigefügten Ansprüchen für Substanzen verwendet, die aus einem Gefäß entfernt werden sollen und die thrombotisches Material umfassen können.) Schließlich umfasst die Ausführungsform ein elastisches Element, das in radialer Richtung nachgiebig ist und umfangsmäßig um das Filter herum angeordnet ist und das dann, wenn es im Gefäß entfaltet wird, eine an der Innenwand des Gefäßes anliegende Dichtung bildet.

Das elastische Element ist ein nicht aufblasbarer O-Ring oder eine nicht aufblasbare Manschette. Die äußere Oberfläche des elastischen Elementes kann die Dichtung mit der Innenwand bilden oder kann auf andere Weise die Dichtung erzeugen.

Bei einer anderen Variante besitzt das Filter eine zusammengelegte Position, in der das Filter radial begrenzt und im Lumen so angeordnet ist, dass die Katheter-Filter-Anordnung in das Gefäß eingeführt und aus ihm herausgezogen werden kann, und eine entfaltete Position, in der das Filter radial expandiert ist.

Die verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung haben einen Bereich möglicher Anwendungsfälle. Die Anwendung von Ausführungsformen auf angioplastische Verfahren ist für den Fachmann offensichtlich. Darüber hinaus ist sowohl bei standardmäßig offenen Operationsverfahren als auch bei laparoskopischen Verfahren das Entfernen von üblichen Steinen im Gallengang durch das Einführen eines Katheters unter Verwendung der hier beschriebenen Ausführungsformen möglich. In ähnlicher Weise wird sowohl bei standardmäßig offenen Operationsverfahren als auch bei cystographischen Verfahren das Entfernen von Harnröhren- und Harnleitersteinen durch das Einführen eines Katheters mit Hilfe von endoskopischen oder chirurgischen Verfahren erleichtert. Die vorliegenden Ausführungsformen schaffen verbesserte Vorrichtungen, um in wirksamer Weise solche Steine zu entnehmen und ihren weiteren Durchgang oder ihre weitere Wanderung stromabwärts zu vermeiden. Die hier beschriebenen Ausführungsformen können auch als vorübergehende Filtervorrichtungen für die Vena Cava verwendet werden. Bei dem Verfahren einer Lysisbehandlung einer tiefen venösen Thrombose besteht das Risiko, dass das Verstopfungsmaterial (Thrombus) sich ablöst und eine pulmonare Embolie verursacht, was möglicherweise tödlich enden kann. Obwohl Filter für eine Verwendung in der Vena Cava existieren, sind dies permanente Strukturen, bei denen eine Langzeit-Morbidität auftreten kann. Hat man ein wirksames und herausziehbares Filter, das sich an seinem Verwendungsort nur für den Zeitraum des signifikante Risikos, d. h. während des Auflösens der Tiefvenen-Verstopfung befindet, so ermöglicht dies einen Schutz gegen eine pulmonare Embolie, die Langzeitfolgen des permanenten Einsatzes eines Filters.

Die Erläuterung der medizinischen Verfahren und der zugehörigen Geräte in dieser Beschreibung kann sich z.B. auf arterielle (Blutkreislauf-), Gallen- und Harnleitersysteme konzentrieren. Dies begrenzt jedoch in keiner Weise die Anwendbarkeit von Ausführungsformen der Erfindung auf irgendwelche oder alle anderen Katheteranwendungen mit Filtermöglichkeit, die dem Fachmann bekannt sind.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

In der Zeichnung zeigen:

1A und 1B Längsansichten eines Teils einer Katheter-Filter-Anordnung im zusammengelegten und im entfalteten Zustand, wobei die Filterentfaltung allgemein gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist, bei der Rippen zur Strukturierung des Filters Verwendung finden,

2A und 2B Längsansichten einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer beim Entfalten mit einer Leine arbeitenden Ausführungsform der Erfindung, wobei der zusammengelegte und der entfaltete Zustand dargestellt sind,

3 eine Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, bei der ein zurückziehbarer O-Ring Verwendung findet,

4 eine perspektivische Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die der Ausführungsform aus 3 ähnlich ist, bei der jedoch anstelle eines O-Rings eine Manschette Verwendung findet,

5A eine perspektivische Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung im entfalteten Zustand, bei der ein mit Leinen versehener O-Ring Verwendung findet, und

5B eine Längsansicht der gleichen Ausführungsform im zusammengelegten Zustand.

Detaillierte Beschreibung spezieller Ausführungsformen

Die hier beschriebenen, verschiedenen Ausführungsformen der Katheter-Filter-Anordnung verbessern eine Reihe von Nachteilen, die bei früheren Konstruktionen vorhanden sind. Einige wünschenswerte Merkmale des Filterteils der Anordnung sind, dass er auf einfache Weise in radialer Richtung zusammengehalten werden kann, um das Einführen und das Herausziehen zu erleichtern, dass er in der Lage ist, alle Teilchen, die in Gefäßen stromabwärts strömen, aufzufangen und sicher zu entfernen, und er sollte darüber hinaus auch so konstruiert sein, dass die Gefahr einer versehentlichen Entfaltung und eines Zusammenfallens in die für das Herausziehen gedachte Position beim Auftreten einer Fehlfunktion minimiert wird. Die Vorrichtung sollte für die eigentlichen Gefäßwände keinerlei Verletzungsgefahr darstellen und soll sich an Änderungen im Gefäßdurchmesser anpassen.

Die 1A und 1B sind Längsansichten eines Teils einer Katheter-Filter-Anordnung im zusammengelegten und im entfalteten Zustand, die allgemein die Filterentfaltung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellen, bei der Rippen 6 verwendet werden, um das Filter 7 zu strukturieren. 1A zeigt die Rippen 6 und das Filter 7, die mit dem Katheter 1 verbunden und unmittelbar an diesem angeordnet sind, in Verbindung mit dem stromabwärts befindlichen Bund 20. In 1B sind die Rippen 6, die elastisch sind, radial vom Katheter 1 weg expandiert, so dass sie eine konvexe Form bilden. Die expandierten Rippen 6 tragen das Filter 7 in der dargestellten Weise. Vorzugsweise sind die Rippen 6 frei von Unebenheiten. Die Rippen 6 können aus irgendeinem elastischen Material mit ausreichender Steifigkeit hergestellt sein, um das Filter 7 zu tragen und dessen Entfaltung zu ermöglichen. Die Anzahl der Rippen 6 kann so gewählt werden, dass sie ausreichend groß ist, um eine Abdichtung zwischen dem Filter 7 und der Innenwand des Gefäßes 2 zu ermöglichen, aber nicht so groß, dass sie in merklicher Weise die Fluidströmung oder den einwandfreien Betrieb der Vorrichtung behindern. Bei der Ausführungsform der 1A und 1B sind die Rippen 6 radial außerhalb des Filters 7 angeordnet. Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung können die Rippen 6 radial innerhalb des Filters 7 angeordnet sein, so dass im zusammengefalteten Zustand die elastischen Rippen 6 direkt neben dem Katheter 1 liegen. Solche abgewandelten Ausführungsformen können eine Entfaltung in einer Weise bewirken, die zum Öffnen eines Schirms analog ist. Die Rippen 6 können, wie in den 1A und 1B gezeigt, ein freies Ende besitzen, oder sie können an beiden Enden mit dem Katheter 1 verbunden sein und sich zum Entfalten in der Mitte ausbiegen. Das Filter 7 kann günstiger Weise aus einem porösen, nachgiebigen Material hergestellt sein, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist. Geeignete Materialien können, ohne hierauf beschränkt zu sein, gewebtes Nylon, Kunstharze wie z.B. PTFE, das von Dupont in Wilmington, Delaware, unter der Marke Teflon verkauft wird, andere gewebte Polymere, poröses Silikon, Gummi oder Latexgummi sein. Geeignete Materialien sind ausreichend porös, um einen kleinen stromabwärts gerichteten Strom von Fluid zu ermöglichen und dennoch in der Lage zu sein, alle gefährlichen Teilchen aufzusammeln. Beispielsweise zeigen Berechnungen, dass für eine arterielle Anwendung ein gewebtes Material mit einer Faserporosität von 90 % und Zwischenräumen von 200 &mgr; nur eine geringe Behinderung für den normalen Blutstrom darstellt, während unerwünschte Teilchen aufgefangen werden.

Die 2A und 2B sind Längsansichten einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer durch eine Leine betätigte Entfaltungs-Ausführungsform der Erfindung, die im zusammengefalteten bzw. entfalteten Zustand dargestellt ist. Wie in 2B gezeigt, sind die Rippen 6 dieser Ausführungsform an beiden Enden am Katheter 1 jeweils durch einen Bund 20 bzw. 21 befestigt. Der am stromaufwärtigen Ende befindliche Bund 21 kann längs des Katheters 1 frei gleiten, während der am stromabwärtigen Ende befindliche Bund 20 festgelegt ist. Der Bund 21 ist über eine Schnur 30 angeleint, so dass eine Bedienungsperson dadurch, dass sie eine stromaufwärts gerichtete Kraft auf die Schnur 30 ausübt, den Bund 21 stromabwärts zum Bund 20 hin verschieben kann. Dies zwingt die Rippen 6, eine konvexe Form anzunehmen und vom Katheter 1 weg radial zu expandieren. Wie die 2A und 2B zeigen, kann die Anleinung dadurch bewerkstelligt werden, dass ein Ende der Schnur 30 am Bund 21 befestigt wird und man die Schnur 30 durch einen im Katheter 1 an einer stromabwärts vom Bund 21 liegenden Stelle vorgesehenen Durchgang 31 führt. Die Schnur verläuft in ein Lumen des Katheters hinein und tritt aus dem Katheter stromaufwärts an dessen Herausziehende aus. Die Rippen 6 können sich auf die volle radiale Weite des Gefäßes 2 ausdehnen. Anderes Material, wie es in Verbindung mit anderen Figuren erläutert wird, ist mit den Rippen 6 in der Nähe ihres ungefähren Mittelpunktes bezüglich ihrer Länge verbunden, um eine bessere Dichtwirkung und eine Polsterung an der Grenzfläche mit der Gefäßwand 101 zu schaffen. (Beispielsweise kann irgendeine geeignete, elastische Manschette oder ein entsprechender O-Ring 18 verwendet werden.) Die Rippen 6 kehren in die zusammengelegte Position aus 2A gemäß der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung zurück, sobald die stromaufwärts gerichtete Kraft von der Schnur 30 weggenommen wird. Dies führt zu einer Baueinheit 100, die so vorgespannt ist, dass sie in der zusammengefalteten Stellung bleibt und zu dieser zurückkehrt. Eine solche Vorspannung sorgt dafür, dass das Zusammenfalten beim Zurückziehen des Katheters sichergestellt ist und liefert ein hohes Maß an Ausfallsicherheit dadurch, dass die Möglichkeit einer versehentlichen Entfaltung minimiert wird.

3 ist eine perspektivische Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, bei der ein zurückziehbarer O-Ring verwendet wird. Das stromabwärtigen Ende des Katheters 1 ist an einer Stelle stromabwärts von einem geeigneten, das Gefäß modifizierenden Element dargestellt. Das Filter 7 ist an einem O-Ring 90 befestigt, der seinerseits mit einer Gruppe von elastischen Rippen 6 verbunden ist (von denen vier dargestellt sind). Wenn sie sich in der entfalteten (dargestellten) Stellung befinden, sind die Rippen 6 aus dem stromabwärtigen Ende des Katheters 1 herausgeschoben. Die Elastizität des O-Rings 90 (optional in Verbindung mit einem Formgedächtnis der Rippen 6) veranlasst die Rippen 6, sich von einander zu trennen, wenn sich der O-Ring 90 in seine normale Kreisform entfaltet und dabei eine Dichtung an der Gefäßwand erzeugt. Bei diesem Vorgang expandiert der O-Rings 90 das Filter 7, so dass es unerwünschte Teilchen einfangen kann, die an einer stromaufwärts liegenden Stelle freigesetzt werden. Das Filter 7 wird dadurch in seine ursprüngliche nicht entfaltete Position zurückgebracht, das die Rippen 6 in den Katheter 1 zurückgezogen werden, wobei sie eine radial nach innen gerichtete Kraft auf den O-Ring 90 ausüben und ihn veranlassen, sich zu einer mehrere Keulen umfassenden Konfiguration zu verbiegen, deren radiale Außenabmessungen wesentlich kleiner sind als in der entfalteten Stellung. Die Rippen 6 können in den Katheter 1 mit Hilfe einer steifen Leine 91 gezogen werden, die an den Rippen 6 an ihrem stromaufwärtigen Ende 92 im Katheter-Lumen befestigt ist. Die Leine 91 muss ausreichend steif sein, so dass sie die Kraft ausüben kann, die erforderlich ist, um das Filter 7 und den O-Rings 90 zu entfalten. Um das Zurückziehen zu erleichtern, kann das Filter 7 von einem zweiten Katheter ummantelt sein, der auf der äußeren Bohrung des Katheters 1 gleitet und über den eingebeulten O-Rings 90 und das Filter geschoben ist.

4 ist eine perspektivische Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die der Ausführungsform aus 3 ähnlich ist, bei der aber eine zylindrische Manschette 93 anstelle des O-Rings 90 verwendet wird. Ein Vorteil der Manschette ist, dass das Filter 7 vollständig in der Manschette 93 enthalten sein kann, wenn sich die Rippen und das Filter in der zurückgezogenen Stellung befinden, wodurch die Notwendigkeit eines zweiten Katheters beseitigt wird.

5A ist eine perspektivische Darstellung einer Katheter-Filter-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, bei der ein angeleinter O-Ring verwendet wird, der in der entfalteten Stellung dargestellt ist. 5B ist eine Längsansicht der gleichen Ausführungsform im zusammengefalteten Zustand. Diese Ausführungsform zeigt, dass ein O-Ring 191 in Situationen verwendet werden kann, in denen das Filter 7 bezüglich des Endes des Katheters 1 stromaufwärts befestigt ist. Das Entfalten wird bei dieser Ausführungsform durchgeführt, wenn die Bedienungsperson die Kraft verringert, die durch die Schnur 121 ausgeübt wird, welche am Punkt 122 durch die Wand des Katheters 1 verläuft. Die Schnur 121 ist an einem Bund 21 befestigt, der längs der Bohrung des Katheters 1 frei verschieblich ist. Wenn die Kraft vermindert oder weggenommen wird, zieht der O-Rings 191, der über eine Vielzahl von Leinenschnüren 200 (von denen zwei dargestellt sind) eine Zugwirkung ausübt, den Bund 21 in einer Richtung stromabwärts. Der O-Ring 191, der so ausgewählt ist, dass er dann, wenn er vollständig ausgedehnt ist, einen äußeren Durchmesser besitzt, der geringfügig größer als der normale Durchmesser des Gefäßes ist, liefert eine flexible Dichtung mit der Wand des Gefäßes, wenn die Zugkraft in den Leinenschnüren 200 vermindert wird. Ein Filter 7 ist um den Umfang des O-Rings 191 befestigt und wird entfaltet, wenn man den O-Ring sich expandieren lässt, um das Gefäß auszufüllen. Der O-Ring 191 ist auch an einer Vielzahl von weiteren Leinen 201 befestigt (von denen zwei dargestellt sind), die starr am stromabwärtigen Bund 20 befestigt sind. Alle Leinenschnüre 200 und 201 sind nicht dehnbar und sind bei dieser Ausführungsform an Punkten befestigt, die ungefähr in gleichen Abständen um den Umfang des O-Rings 191 herum verteilt angeordnet sind. Um das Filter zurückzuziehen und zusammenzufalten, zieht die Bedienungsperson an der Leine 121 und der O-Rings legt sich in die in 5B gezeigte Stellung aufgrund der wechselnden Befestigung der Leinenschnüre 200 und 201 zusammen. Das Zusammenfalten des O-Rings 191 hilft auch, das Filter 7 zusammenzulegen.


Anspruch[de]
Katheter-Filter-Anordnung (100) zur Verwendung in einem Gefäß (2), durch welches ein biologisches Fluid strömen kann, wobei das Gefäß (2) eine Innenwand (101) besitzt und der Fluidstrom eine stromabwärts liegende und eine stromaufwärts liegende Richtung definiert, und die Gefahr besteht, dass unerwünschte Teilchen in dem Fluid vorhanden sind, wobei die Katheter-Filter-Anordnung (100) folgende Bestandteile umfasst:

a. ein rohrförmiges Element (1), das ein in seiner Längsrichtung angeordnetes Lumen und ein Einführende zum Einführen in das Gefäß (2) aufweist, wobei das Lumen eine Längsachse und eine zu dieser senkrechte, radiale Richtung definiert,

b. ein Filter (7), das mit dem rohrförmigen Element gekoppelt ist und einen Umfang aufweist und dazu dient, unerwünschte Teilchen einzufangen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Katheter-Filter-Anordnung (100) weiterhin

c. ein elastisches Element umfasst, das in radialer Richtung nachgiebig ist und umfangsmäßig um das Filter (7) herum angeordnet ist, und das dann, wenn es in dem Gefäß (2) entfaltet ist, dicht an der Innenwand (101) anliegt, wobei das elastische Element ein nicht aufblasbarer O-Ring (90, 191) oder eine nicht aufblasbare Manschette (93) ist.
Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 1, bei der die äußere Oberfläche des elastischen Elementes dicht an der Innenwand (101) anliegt. Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 1, die Rippen (6) zum Strukturieren des Filters (7) umfasst. Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 3, bei der die Rippen (6) ein freies Ende besitzen oder mit dem Katheter (1) an beiden Enden gekoppelt sind. Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 3, bei der die Rippen (6) mit dem Katheter (1) an beiden Enden durch Bünde (20, 21) gekoppelt sind, wobei der am stromaufwärtigen Ende befindliche Bund (21) frei längs des Katheters (1) gleiten kann, während der am stromabwärtigen Ende befindliche Bund (20) festgelegt ist, und der Kragen (21) mit einer Schnur (30) so verbunden ist, dass eine Bedienungsperson dadurch, dass sie eine stromaufwärts gerichtete Kraft auf die Schnur (30) ausübt, den Bund (21) stromabwärts zum Bund (20) hin verschieben kann, wobei diese Einwirkung die Rippen (6) dazu zwingt, eine konvexe Form anzunehmen und sich vom Katheter (1) weg radial zu expandieren, wobei die Rippen (6) zu der zusammengefalteten Position beim Wegnehmen der angelegten, stromaufwärts gerichteten Kraft zurückkehren, und wobei der elastische O-Ring (90, 191) oder die Manschette (93) mit den Rippen in der Nähe ihrer ungefähren Mitte bezüglich der Länge verbunden ist. Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 1, bei der das Filter (7) an dem O-Ring (90, 191) oder der zylindrischen Manschette (93) befestigt ist, der bzw. die mit einem Satz von elastischen Rippen (6) derart gekoppelt ist, dass in der entfalteten Stellung die Rippen (6) aus dem stromabwärts liegenden Ende des Katheters (1) herausgedrückt werden und wobei die Elastizität des O-Ring (90, 191) oder der Manschette (93) die Rippen (6) veranlasst, sich voneinander zu trennen, wenn sich der O-Ring (90, 191) oder die Manschette (93) in seine oder ihre natürliche, kreisförmige Form entfaltet und eine Dichtung gegen die Wand des Gefäßes erzeugt, und der O-Ring (90, 191) oder die Manschette (93) das Filter (7) expandiert, so dass es unerwünschte Teilchen einfangen kann, die an einer stromaufwärts liegenden Stelle freigesetzt werden. Katheter-Filter-Anordnung (100) nach Anspruch 6, bei der die Rippen (6) in den Katheter (1) mit Hilfe einer steifen Leine (91) hineingezogen werden können, die an den Rippen (6) an ihrem stromaufwärts liegenden Ende (91) im Lumen des Katheters befestigt ist. Katheter-Filterset (100) nach Anspruch 7, bei dem das Filter (7) durch einen zweiten Katheter ummantelt ist, der auf der äußeren Bohrung des Katheters (1) gleitet und über den vorgewölbten O-Ring (91, 191) oder die Hülse (93) und das Filter (7) schlüpft.






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