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Dokumentenidentifikation DE69834750T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001115835
Titel FESTE REINIGUNGSZUSAMMENSETZUNGEN
Anmelder The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, US
Erfinder HARTSHORN, Timothy, Richard, Wylam, Northumberland NE41 8EY, GB;
ALAM, Zayeed, Newcastle upon Tyne NE3 2XY, GB;
CANCEIL, Sylvestre, Newcastle upon Tyne NE12 0YY, GB;
BROOKER, Thomas, Alan, Newcastle upon Tyne NE3 5NE, GB;
NORWOOD, Kevin, Cincinnati, OH 45217, US;
BOHLEN, Scott, David, West Chester, OH 45069, US;
BAILLELY, Marcel, Gerard, Newcastle upon Tyne NE3 5LS, GB
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69834750
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.09.1998
EP-Aktenzeichen 989485602
WO-Anmeldetag 25.09.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/20220
WO-Veröffentlichungsnummer 2000018873
WO-Veröffentlichungsdatum 06.04.2000
EP-Offenlegungsdatum 18.07.2001
EP date of grant 31.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse C11D 17/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C11D 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C11D 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft Detergenszusammensetzungen, insbesondere Wäschewaschmittel-Zusammensetzungen.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Alle Detergens- bzw. Waschmittel für Wäscheanwendungen enthalten Tenside und Builder. Generell umfassen die meisten Waschmittel ein Grundpulver, das durch Sprühtrocknung oder durch Granulation von Builderbestandteilen und Tensidbestandteilen hergestellt wird, zum Beispiel durch Agglomeration oder Extrusion. Das Grundpulver wird oft mit Nachbehandlungsschritten, wie der Trockenzusetzung zusätzlicher teilchenförmiger Waschmittelbestandteile, der Aufsprühung von weiteren flüssigen Bestandteilen, wie Tensiden, besonders nichtionischen Tensiden, und/oder mit nachträglichen Bestäubungs- bzw. Bepuderungsschritten mithilfe feiner teilchenförmiger, fester Materialien zum Reduzieren von Verbackung und Klebrigkeit der erzeugten festen Waschmittel behandelt.

Umweltschutzauflagen haben zu der Notwendigkeit geführt, Waschmittel herzustellen, die so effizient wie möglich sind. Die Tendenz zum Verwenden geringerer Mengen kompakterer Waschmittel-Zusammensetzungen, zum Beispiel mit einer Dichte über 600 g/l oder 650 g/l oder über 700 g/l oder sogar höher, hat die Notwendigkeit des Gewährleistens voller Leistung von allen der Waschmittelbestandteile in der Wäsche verstärkt.

Jedoch neigen feste Waschmittel dazu, bei Kontakt mit Wasser Klumpen oder Gel zu bilden. Klumpen gelierten Materials können dann in den Sumpf einer Waschmaschine fallen, wo sie nicht durch mechanische Wirkung gestört werden, oder aufgrund ihres Anwendungsverfahrens in einer Maschine lösen sich feste Waschmittel nicht auf, schlechte Abgabe des Produkts aus einem Abgabefach einer Waschmaschine oder aus einer Abgabevorrichtung und/oder in der Maschine selbst ist die Folge. Somit wird eine spärliche Nutzung aller der Waschmittelbestandteile erreicht.

Die Erfinder haben herausgefunden, dass zum Überwinden dieses Problems eine Kombination von Eigenschaften erforderlich ist. Dies kann durch Steuerung des Waschmittels und des Waschmittel-Herstellungsverfahrens erreicht werden, so dass die Kombinationen unterschiedlicher Waschmittelbestandteile, wenn sie zu Teilchen zum Herstellen fertiger Waschmittel ausgebildet werden, modifiziert werden, so dass der maximale Leistungsvorteil für jeden der Waschmittelbestandteile erreicht wird. Dies führt zu Waschmittel-Zusammensetzungen, die gute Löslichkeit und minimale Gelierung und deshalb maximale Abgabe der Waschmittelbestandteile zur Wäsche aufweisen, zum Beispiel durch Minimierung der Wechselwirkung einiger Waschmittelbestandteile und Maximierung der Wechselwirkung zwischen anderen Waschmittelbestandteilen. Diese Vorteile führen zu guter Waschleistung und Minimierung etwaiger Stoffschädigung aufgrund hoher örtlicher Bleichmittelkonzentrationen.

In WO97/02339 wird gute Löslichkeit durch Bereitstellen von Waschmittelteilchen einer bestimmten Kornstruktur erreicht. In EP-A-342043 durch Trennen langsam löslicher Tenside von schnell löslichen Tensiden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine feste Waschmittel-Zusammensetzung, wie in Anspruch 1 definiert, bereitgestellt, die zu 10-60 Gew.-% ein Tensidsystem umfasst und einen maximalen Rückstandsindex von 25 und einen maximalen Sekundärrückstandsindex von 15 aufweist.

Der Rückstandsindex kann folgendermaßen berechnet werden:

1 Liter entionisiertes Wasser wird in ein Tergitometer gegeben (Erweka DT6-R, nachstehend als das 'Sotax'-Gerät bezeichnet) (Auflösungsstandard USP 711). Das Sotax ist mit einem Plexiglasdeckel versehen, um Verdampfung zu vermeiden, und wird auf eine Temperatur von 5 °C geeicht, wobei der Rührer (die Rührschaufel) auf 21 rad/s (200 U/min) eingestellt ist. An der Rührschaufel sind zwei Flügel an der Mittelachse einander direkt gegenüber angebracht, so dass die zwei Flügel die Rührschaufel insgesamt mit einem Durchmesser von 75 mm versehen. Die Rührschaufel ist in der Mitte des Sotax-Geräts angebracht, wobei der Abstand zwischen dem unteren Bereich der Rührschaufel und dem unteren Bereich des Tergitometers 25 mm beträgt. Die Gesamthöhe der Flügel der Rührschaufel beträgt 19 mm. Es wird ein Drahtkorb bereitgestellt, bei dem Seitenwände und Boden aus Siebgewebe aus Edelstahldraht der Maschenweite 20 (850 &mgr;) hergestellt sind und der einen Durchmesser von 25 mm und eine Höhe von 41 mm aufweist. Der Drahtkorb wird mit einem Waschmittelprodukt gefüllt, die Oberfläche des Waschmittelprodukts wird geebnet, und ein undurchlässiger Deckel wird zum Schließen der Oberseite des Drahtkorbs verwendet. Der Drahtkorb wird dann in einer stationären Position mittig zwischen der Mittelachse des Sotax und der Seitenwand aufgehängt, auf einer solchen Höhe, dass der Boden des Drahtkorbs 7 mm über der oberen Oberfläche der Rührschaufel ist.

Nach zwölf Minuten wird die Drahtkorbanordnung aus dem Sotax-Gerät entnommen, und der Rückstand wird in einen vorher abgewogenen Behälter übertragen. Der Übertragungsschritt muss quantitativ sein; ein Spülschritt mit entionisiertem Wasser ist akzeptabel, falls erforderlich. Die Rückstände werden im Ofen bei 70-80 °C getrocknet, bis kein weiterer Gewichtsverlust aufgezeichnet wird. Das Gewicht des trockenen Rückstands wird aufgezeichnet. Danach wird der prozentuale Rückstand aus dem Korb im Verhältnis zur Masse der anfänglichen Probe der Waschmittel-Zusammensetzung, die in das Sotax gegeben wurde, berechnet. Ein Durchschnitt des prozentualen Rückstands, der für zwei identische Proben verbleibt, ergibt die Rückstandsindexzahl.

Der Rückstandsindex für die Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung darf nicht größer als 25, vorzugsweise nicht größer als 20, noch mehr bevorzugt nicht größer als 15 sein.

Der Sekundärrückstandsindex wird folgendermaßen berechnet:

Unter Verwendung desselben Geräts werden 800 ml entionisiertes Wasser in das Sotax-Gerät gegeben, und die Temperatur wird auf 20 °C äquilibrieren gelassen, bei einer Rührergeschwindigkeit von 21 rad/s (200 U/min). 2 Gramm Produkt werden dann zu dem entionisierten Wasser gegeben und mit einer Rührergeschwindigkeit von 21 rad/s (200 U/min) für 20 Minuten gerührt. Nach 20 Minuten wird das entionisierte Wasser, das die Waschmittelprobe enthält, durch ein schwarzes kreisförmiges C70-Tuch (von Empirical Manufacturing Company), das sich in einem Buchner-Trichter befindet, gefiltert, wobei die glatte Seite des Stoffes nach oben zeigt. Das schwarze Tuch wird aus dem Buchner-Trichter genommen und auf ein Blatt Papier gelegt. Das schwarze Tuch kann bei Umgebungstemperatur 24 Stunden lang trocknen. Drei Durchgänge werden für jeden Test durchgeführt, und es wird ein Durchschnitt des prozentualen Rückstands, der auf dem schwarzen kreisförmigen Tuch verbleibt, im Verhältnis zu der gesamten in das Sotax gegebenen Waschmittelprobe berechnet.

Die durchschnittlichen Rückstände von den drei Durchgängen ergeben die Sekundärrückstandsindexzahl, die höchstens 15 betragen darf. Vorzugsweise ist der maximale Sekundärrückstandsindex 10, noch mehr bevorzugt kann der maximale Sekundärrückstandsindex 5 oder weniger sein.

Buildersystem

Die Waschmittel-Zusammensetzungen umfassen ein Buildersystem, das durch einen oder Mischung von mehr als einem Builder bereitgestellt werden kann. Es können wasserlösliche und/oder wasserunlösliche Builder verwendet werden. Das Buildersystem macht generell von 1 bis 90 Gew.-% der Waschmittel-Zusammensetzung, vorzugsweise von 20 bis 80 Gew.-% der Zusammensetzung aus.

Wasserlösliche oder teilweise wasserlösliche Builder

Das Buildersystem in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthält eine wasserlösliche und/oder teilweise wasserlösliche Builderverbindung, die in einer Konzentration von 1 Gew.-% to 80 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von bis zu 50 Gew.-% oder bis zu 40 Gew.-% oder sogar 35 Gew.-% vorhanden ist. Vorzugsweise sind wasserlösliche Builder in Mengen von mindestens 3 Gew.-% oder 8 Gew.-% vorhanden, sie sind jedoch vorzugsweise in Mengen von 6 bis 25 Gew.-% vorhanden.

Die Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung können phosphathaltiges Buildermaterial, wie Tetranatriumpyrophosphat oder mehr bevorzugt wasserfreies Natriumtripolyphosphat, umfassen. Phosphatbuilder können in einer Konzentration von 0,5 Gew.-% bis 60 Gew.-% oder von 5 Gew.-% bis 50 Gew.-% oder sogar von 8 Gew.-% bis 40 Gew.-% vorhanden sein. Es wird jedoch generell bevorzugt, dass die Zusammensetzungen frei von phosphathaltigem Buildermaterial sind.

Kristalline Schichtsilicate sind ebenfalls geeignete teilweise wasserlösliche Builder. Das bevorzugte kristalline Schichtsilicat hierin hat die allgemeine Formel NaMSixO2x+1.yH2Oworin M Natrium oder Wasserstoff ist, x eine Zahl von 1,9 bis 4 ist und y eine Zahl von 0 bis 20 ist. Kristalline Natriumschichtsilicate dieser Art sind in EP-A-0164514 offenbart, und Verfahren für ihre Herstellung sind in DE-A-3417649 und DE-A-3742043 offenbart. Für den Zweck der vorliegenden Erfindung hat x in der allgemeinen Formel oben den Wert 2, 3 oder 4 und ist vorzugsweise 2. M ist vorzugsweise H, K oder Na oder Mischungen davon, vorzugsweise Na. Das am meisten bevorzugte Material ist &agr;-Na2Si2O5, &bgr;-Na2Si2O5 oder &dgr;-Na2Si2O5 oder Mischungen davon, vorzugsweise mindestens 75 %-Na2Si2O5, zum Beispiel erhältlich von Clariant als NaSKS-6. Das kristalline Schichtsilicatmaterial, insbesondere der Formel Na2Si2O5, kann wahlweise andere Elemente umfassen, wie B, P, S, zum Beispiel durch in EP 578986-B beschriebene Verfahren erhalten.

Teilweise wasserlöslicher Builder ist vorzugsweise in einer Konzentration bis zu 40 Gew.-%, mehr bevorzugt bis zu 35 Gew.-% vorhanden. Wenn vorhanden, kann es bevorzugt sein, dass die Zusammensetzung der Erfindung von 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, mehr bevorzugt von 12 Gew.-% bis 35 Gew.-% oder sogar von 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% der Zusammensetzung den teilweise wasserlöslichen Builder umfasst.

Die wasserlöslichen Builder schließen organische Carbonsäuren und Salze davon ein. Geeignete wasserlösliche Builderverbindungen schließen die wasserlöslichen monomeren Polycarboxylate oder deren Säureformen, homo- oder copolymere Polycarbonsäuren oder deren Salze, in denen die Polycarbonsäure mindestens zwei Carboxylreste umfasst, die voneinander durch nicht mehr als zwei Kohlenstoffatome getrennt sind, und Mischungen aller Vorstehenden ein.

Die Carboxylat- oder Polycarboxylatbuilder können monomeren oder oligomeren Typs sein, obgleich monomere Polycarboxylate aus Kosten- und Leistungsgründen im Allgemeinen bevorzugt sind. Zusätzlich zu diesen wasserlöslichen Buildern können polymere Polycarboxylate vorhanden sein, einschließlich von Homo- und Copolymeren von Maleinsäure und Acrylsäure und deren Salzen.

Geeignete Carboxylate mit einer Carboxygruppe schließen die wasserlöslichen Salze von Milchsäure, Glycolsäure und Etherderivaten davon ein. Polycarboxylate mit zwei Carboxygruppen schließen die wasserlöslichen Salze von Bernsteinsäure, Malonsäure, (Ethylendioxy)diessigsäure, Maleinsäure, Diglycolsäure, Weinsäure, Tartronsäure, Äpfel- und Fumarsäure sowie die Ethercarboxylate und die Sulfinylcarboxylate ein. Polycarboxylate, die drei Carboxygruppen enthalten, umfassen insbesondere wasserlösliche Citrate, Aconitrate und Citraconate und Succinatderivate wie die im britischen Patent Nr. 1,379,241 beschriebenen Carboxymethyloxysuccinate, die im britischen Patent Nr. 1,389,732 beschriebenen Lactoxysuccinate und die in der niederländischen Anmeldung 7205873 beschriebenen Aminosuccinate und die Oxypolycarboxylatmaterialien wie die im britischen Patent Nr. 1,387,447 beschriebenen 2-Oxa-1,1,3-propantricarboxylate.

Polycarboxylate, die vier Carboxygruppen enthalten, umfassen die im britischen Patent Nr. 1,261,829 offenbarten Oxydisuccinate, 1,1,2,2-Ethantetracarboxylate, 1,1,3,3-Propantetracarboxylate und 1,1,2,3-Propantetracarboxylate. Polycarboxylate mit Sulfosubstituenten umfassen die in den Britischen Patenten Nr. 1,398,421 und 1,398,422 und im US-Patent Nr. 3,936,448 offenbarten Sulfosuccinatderivate und die sulfonierten pyrolysierten Citrate, die im britischen Patent Nr. 1,439,000 beschrieben sind. Bevorzugte Polycarboxylate sind Hydroxycarboxylate mit bis zu drei Carboxygruppen pro Molekül, genauer Citrate. Die Stammsäuren der monomeren oder oligomeren Polycarboxylat-Komplexbildner oder Mischungen davon mit ihren Salzen, z. B. Citronensäure oder Citrat-/Citronensäuremischungen, werden ebenfalls als nützliche Builderbestandteile betrachtet.

Am meisten bevorzugt können Essigsäure, Citronensäure, Äpfelsäure und Fumarsäure oder deren Salze oder Mischungen davon sein. Es kann bevorzugt sein, dass Mischungen der Salz- und Säureformen vorhanden sind.

Der wasserlösliche Builder ist vorzugsweise in einer Konzentration bis zu 40 Gew.-%, mehr bevorzugt bis zu 35 Gew.-% vorhanden. Wenn vorhanden, kann es bevorzugt sein, dass die Zusammensetzung der Erfindung zu 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, mehr bevorzugt zu 12 Gew.-% bis 35 Gew.-% oder sogar zu 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% der Zusammensetzung den wasserlöslichen Builder umfasst.

Möglicherweise wird bevorzugt, dass die polymeren oder oligomeren Polycarboxylate in Konzentrationen von unter 5 Gew.-%, vorzugsweise unter 3 Gew.-% oder sogar unter 2 Gew.-% oder sogar 0 Gew.-% der Zusammensetzungen vorhanden sind.

Boratbuilder sowie Builder mit boratbildenden Materialien, die unter Waschmittellager- oder Waschbedingungen Borat erzeugen können, sind hierin geeignete wasserlösliche Builder.

Andere geeignete wasserlösliche Buildermaterialien sind polymere Polycarbonsäuren oder Polycarboxylate, einschließlich der wasserlöslichen homo- oder copolymeren Polycarbonsäuren oder deren Salze, in denen die Polycarbonsäure mindestens zwei Carboxylreste umfasst, die voneinander durch nicht mehr als zwei Kohlenstoffatome getrennt sind. Polymere der letzteren Art sind in GB-A-1,596,756 offenbart. Beispiele solcher Salze sind Polyacrylate mit einem MG von 1.000-50.000, vorzugsweise 10.000 oder sogar 7.000 und Copolymere von (Poly-) Acrylat und Maleinsäure oder -anhydrid, wobei solche Copolymere vorzugsweise ein Molekulargewicht von 2.000 bis 100.000, besonders 40.000 bis 80.000 aufweisen.

Die stark wasserlösliche carboxylat- oder carbonsäurehaltige Verbindung liegt in inniger Mischung mit einem oder mehreren Tensiden vor.

Es wurde auch gefunden, dass, wenn die stark wasserlöslichen carboxylat- oder carbonsäurehaltigen Verbindungen in einer innigen Mischung mit einem oder mehreren der Tenside und wahlweise anderen Bestandteilen vorliegen, die Auflösungsgeschwindigkeit der innigen Mischung und auch der Tenside und der anderen Bestandteile erhöht wird. Somit kann insgesamt eine schnellere Abgabe der Tensid und der anderen Bestandteile erreicht werden.

Somit kann ein bevorzugter teilchenförmiger Bestandteil in den Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung hierin, bezogen auf das Gewicht des Bestandteils, eine innige Mischung von vorzugsweise 25 Gew.-% bis 75 Gew.-%, mehr bevorzugt 35 Gew.-% bis 68 Gew.-%, noch mehr bevorzugt 45 Gew.-% bis 62 Gew.-% kristallinem Schichtsilicat oder wasserlöslichem Builder und, bezogen auf das Gewicht des Bestandteils, 25 Gew.-% bis 75 Gew.-%, mehr bevorzugt 32 Gew.-% bis 62 Gew.-%, mehr bevorzugt 38 Gew.-% bis 48 Gew.-% anionischem Tensid umfassen.

Solch ein teilchenförmiger Bestandteil umfasst vorzugsweise weniger als 10 Gew.-% freie Feuchtigkeit, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-% oder sogar weniger als 3 Gew.-% oder sogar weniger als 2 Gew.-%. Der Gehalt an freier Feuchtigkeit, wie hier verwendet, kann bestimmt werden, indem 5 Gramm des teilchenförmigen Bestandteils in eine Petrischale gegeben werden und diese Petrischale für 2 Stunden in einen Konvektionsofen bei 50 °C gestellt wird und nachfolgend der Gewichtsverlust aufgrund von Wasserverdampfung gemessen wird.

Das anionische Tensid umfasst vorzugsweise zu 50 Gew.-% bis 100 Gew.-%, vorzugsweise zu 60 Gew.-% oder sogar 75 Gew.-% bis 100 Gew.-% des anionischen Tensids ein Sulfonattensid, vorzugsweise ein Alkylbenzolsulfonattensid, wie nachstehend beschrieben. Eine Menge wie 50 Gew.-% oder mehr, bezogen auf die Gesamtmenge anionischen Tensids in der Waschmittel-Zusammensetzung, wird vorzugsweise in einen solchen teilchenförmigen Bestandteil aufgenommen.

Vorzugsweise liegt ein solcher teilchenförmiger Bestandteil in der Waschmittel-Zusammensetzung in Mengen von 0,5 Gew.-% bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 50 Gew.-%, mehr bevorzugt von 5 Gew.-% bis 45 Gew.-%, noch mehr bevorzugt in einem Anteil von mindestens 7 Gew.-% der Zusammensetzung vor.

Vorzugsweise beträgt das Gewichtsverhältnis des kristallinen Schichtsilicats und/oder eines wasserlöslichen Builders oder mehrerer wasserlöslicher Builder zu dem anionischen Tensid in der innigen Mischung 4:5 bis 7:3, mehr bevorzugt 1:1 bis 2:1, am meisten bevorzugt 5:4 bis 3:2.

Ein solcher Bestandteil kann auch zusätzliche Bestandteile umfassen, zum Beispiel in Mengen von 0 Gew.-% bis 25 Gew.-%, generell von nicht mehr als 20 Gew.-% oder sogar 15 Gew.-% an teilchenförmigem Bestandteil. Die genaue Art dieser zusätzlichen Bestandteile und der Grad ihrer Eingliederung hängen von der Anwendung des Bestandteils oder der Zusammensetzungen und der physikalischen Form des Bestandteils und der Zusammensetzungen ab. Es kann bevorzugt sein, dass die teilchenförmige Zusammensetzung zu weniger als 15 Gew.-% oder sogar weniger als 10 Gew.-% oder sogar 5 Gew.-% des Granulats nichtionisches Tensid aus ethoxyliertem Alkohol umfasst, vorzugsweise zu weniger als 15 Gew.-% oder sogar weniger als 10 Gew.-% oder sogar weniger als 5 Gew.-% etwaiges nichtionisches Tensid.

Es kann bevorzugt sein, dass die teilchenförmige Zusammensetzung zu weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise zu weniger als 5 Gew.-% ein Alumosilicatmaterial umfasst. Wenn Alumosilicatmaterial vorhanden ist, kann es bevorzugt sein, dass die teilchenförmige Zusammensetzung mit dem Alumosilicatmaterial bestäubt wird.

Der teilchenförmige Bestandteil kann polymeres Bindemittel umfassen, obwohl es bevorzugt ist, so wenig Bindemittel wie möglich zu verwenden. Es kann bevorzugt sein, dass die innige Mischung zu weniger als 25 Gew.-%, vorzugsweise zu weniger als 10 Gew.-%, mehr bevorzugt zu weniger als 5 Gew.-%, am meisten bevorzugt zu 0 Gew.-% Ethylenoxidpolymere umfasst.

Der teilchenförmige Bestandteil hat vorzugsweise eine massegemittelte Teilchengröße von mindestens 50 Mikrometern, vorzugsweise von 150 Mikrometer bis 1500 Mikrometer, oder mehr bevorzugt haben 80 Gew.-% der Teilchen eine Teilchengröße von mehr als 300 Mikrometern (80 Gew.-% auf einem Tyler-Sieb, Maschenweite 48), und weniger als 10 Gew.-% der Teilchen haben eine Teilchengröße von mehr als 1180 Mikrometern oder sogar 710 Mikrometern (auf einem Tyler-Sieb, Maschenweite 24).

Vorzugsweise beträgt die Dichte des teilchenförmigen Bestandteils 380 g/Liter bis 1500 g/Liter oder mehr bevorzugt 500 g/Liter bis 1200 g/Liter, mehr bevorzugt 550 g/Liter bis 900 g/Liter.

Der teilchenförmige Bestandteil kann in den Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung als separates Teilchen vorliegen, oder er kann weiter mit anderen Waschmittelbestandteilen gemischt werden, was weitere Agglomeration, Verdichtung, Tablettierung oder Extrusion einschließt.

Eine solche innige Mischung oder ein solcher teilchenförmiger Bestandteil können durch jedes gut bekannte Verfahren zum Bilden solcher Waschmittelteilchen hergestellt werden, z. B. durch Agglomeration, Sprühtrocknung, Walzenverdichtung und/oder Extrusion oder Kombinationen dieser Verfahrensschritte. Auf solche Verfahren können wahlweise ein Trocknungsschritt oder ein Stäubungsschritt und/oder ein Sprühschritt folgen. Das erzeugte Granulat wird dann vorzugsweise mit den anderen Waschmittelbestandteilen gemischt.

Das kristalline Schichtsilicat und/oder der stark wasserlösliche Builder können auch in einer innigen Mischung mit anderen Materialien vorliegen, einschließlich von einem bzw. einer oder mehreren der wasserlöslichen Builder oder der polymeren Verbindungen, wie Acryl- und/oder Maleinsäurepolymere, anorganischen Säuren oder Salzen, einschließlich von Carbonaten und Sulfaten, oder geringen Anteilen anderen Silicatmaterials, einschließlich von amorphem Silicat, Metasilicaten und Alumosilicaten, wie hierin beschrieben.

Es kann bevorzugt sein, dass ein Teil oder sogar der gesamte wasserlösliche Builder, insbesondere monomere oder oligomere (Poly-) Carbonsäure oder Salz davon, in der Form eines separaten Teilchens vorliegt, wobei es bevorzugt sein kann, dass die durchschnittliche Teilchengröße dieses Buildermaterials dann vorzugsweise weniger als 150 Mikrometer oder sogar weniger als 100 Mikrometer beträgt. Es kann bevorzugt sein, dass ein Teil des wasserlöslichen oder teilweise wasserlöslichen Builders als Stäubemittel verwendet wird, um die Verbackung des Produkts zu verhindern, wenn es notwendig ist.

Insbesondere wenn geringe Mengen unlöslichen Builders in den Zusammensetzungen vorhanden sind, kann ein Polycarboxylatpolymer, wie Polymer und Copolymer von Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure und (Poly-) Acrylsäure und deren Salze, in einer Konzentration von 0,5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 12 Gew.-% oder sogar von 2 Gew.-% bis 8 Gew.-% der Zusammensetzung einbezogen werden. Es kann hierbei bevorzugt sein, dass der wasserunlösliche Builder und das Polymer nicht in einer innigen Mischung miteinander vorliegen.

Die Erfinder haben auch herausgefunden, dass es, wenn ein polymeres Polycarboxylat vorhanden ist, bevorzugt sein kann, dass das Polymer in einer innigen Mischung mit anderen Waschmittelbestandteilen vorliegt, vorzugsweise in einem sprühgetrockneten Teilchen, das zunächst durch Mischen eines Carbonatsalzes und des Polymers und dann Zugabe und inniges Mischen anderer Bestandteile hergestellt wird.

Unlösliche Builder

Die Zusammensetzungen der Erfindung können eine unlösliche Builderverbindung enthalten. Generell sind diese in Mengen von nicht mehr als 30 Gew.-%, bezogen auf die Waschmittel-Zusammensetzung in der Gesamtheit, vorhanden, vorzugsweise nicht mehr als 25 Gew.-%.

Beispiele weitgehend wasserunlöslicher Builder umfassen die Natrium-Alumosilicate.

Geeignete Alumosilicatzeolithe haben die Einheitszellenformel Na2[(AlO2)z(SiO2)y]. XH2O, wobei z und y mindestens 6 sind; das Molverhältnis von z zu y zwischen 1,0 und 0,5 liegt und x mindestens 5 ist, vorzugsweise zwischen 7,5 und 276, mehr bevorzugt zwischen 10 und 264. Die Alumosilicatmaterialien liegen in hydratisierter Form vor und sind vorzugsweise kristallin, wobei sie zwischen 10 % und 28 %, mehr bevorzugt zwischen 18 % und 22 % Wasser in gebundener Form enthalten.

Die Alumosilicat-Zeolithe können natürlich vorkommende Materialien sein, sind aber vorzugsweise synthetischen Ursprungs. Synthetische kristalline Alumosilicat-Ionenaustauschmaterialien sind erhältlich unter der Bezeichnung Zeolith A, Zeolith B, Zeolith P, Zeolith X, Zeolith HS und Mischungen davon. Zeolith A hat die Formel: Na12[AlO2)12(SiO2)12]. xH2Owobei x zwischen 20 und 30 ist, insbesondere 27. Zeolith X hat die Formel Na86 [(AlO2)86(SiO2)106]. 276 H2O.

Ein anderer bevorzugter Alumosilicatzeolith ist der Builder Zeolith MAP. Zeolith MAP ist in EP 384070 A (Unilever) beschrieben. Er ist als ein Alkalimetallalumosilicat des Typs Zeolith P mit einem Verhältnis von Silicium zu Aluminium von nicht mehr als 1,33, vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 0,9 bis 1,33 und mehr bevorzugt innerhalb des Bereichs von 0,9 bis 1,2 beschrieben. Von besonderem Interesse ist Zeolith MAP mit einem Verhältnis von Silicium zu Aluminium von nicht mehr als 1,15 und spezieller nicht größer als 1,07.

Unter einem bevorzugten Gesichtspunkt hat der Reinigungsmittelbuilder Zeolith MAP eine Teilchengröße, als d50-Wert ausgedrückt, von 1,0 bis 10,0 Mikrometer, mehr bevorzugt von 2,0 bis 7,0 Mikrometer, am meisten bevorzugt von 2,5 bis 5,0 Mikrometer. Der d50-Wert gibt an, dass 50 Gew.-% der Teilchen einen kleineren Durchmesser haben als diese Zahl. Die Teilchengröße kann insbesondere durch herkömmliche analytische Verfahren, wie mikroskopische Bestimmung mit einem Rasterelektronenmikroskop oder mithilfe eines Lasergranulometers, bestimmt werden. Andere Verfahren zur Aufstellung des d50-Wertes sind in EP 384070 A offenbart.

Es wurde herausgefunden, dass wasserunlösliche Builder, insbesondere Alumosilicate, zu Problemen hinsichtlich schlechter Gesamtausnutzung von Bestandteilen von Waschmittel-Zusammensetzungen beitragen. Deshalb erfolgt ihre Beimischung in Waschmittel-Zusammensetzungen generell in geringen Konzentrationen oder erfordert spezielle Verarbeitung zur Ermöglichung maximaler Effizienz aller Waschmittelbestandteile in einer Waschmittel-Zusammensetzung.

Somit ist der Alumosilicatbuilder in Mengen von unter 9 Gew.-%, vorzugsweise unter 6 Gew.-% oder 4 Gew.-% vorhanden. Es kann sogar bevorzugt sein, dass im Wesentlichen kein wasserunlöslicher Builder vorhanden ist. Vorzugsweise enthält eine Waschmittel-Zusammensetzung geringe Konzentrationen an amorphen Silicaten, zum Beispiel zu weniger als 5 Gew.-% der Zusammensetzung amorphes Natriumsilicat, am meisten bevorzugt weniger als 2 Gew.-%.

Unter einem bevorzugten Gesichtspunkt umfasst die Waschmittel-Zusammensetzung vorzugsweise ein Buildersystem, das zu weniger als 30 Gew.-% oder sogar weniger als 20 Gew.-% oder sogar weniger als 10 Gew.-% wasserunlöslichen Builder umfasst, wobei in der bevorzugten Ausführungsform der Rest des Buildersystems die wasserlöslichen Builder und/oder teilweise wasserlöslichen Builder sind.

Wenn vorhanden, kann das Alumosilicat in einem Bestandteil enthalten sein, der andere Waschmittelbestandteile, wie Tenside, enthält, zum Beispiel in einem Waschmittelagglomerat, -extrudat oder einem Blaspulver. Es kann sogar bevorzugt sein, dass im Wesentlichen kein Alumosilicat als separater (trocken zugesetzter) teilchenförmiger Bestandteil vorliegt.

Außerdem sind vorzugsweise weniger als 3 Gew.-% oder sogar weniger als 1,5 Gew.-% oder sogar weniger als 0,8 Gew.-% amorphes Silicat vorhanden. Wenn vorhanden, ist das amorphe Silicat vorzugsweise in einem Bestandteil enthalten sein, der andere Waschmittelbestandteile, wie Tensid, enthält, zum Beispiel in einem Waschmittelagglomerat, -extrudat oder einem Blaspulver. Es kann bevorzugt sein, dass im Wesentlichen kein amorphes Silicat als separater teilchenförmiger Bestandteil vorhanden ist.

Wie vorstehend beschrieben, umfassen Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung vorzugsweise mindestens einen teilchenförmigen Bestandteil, der eine innige Mischung von einem oder mehreren der wasserlöslichen oder teilweise wasserlöslichen Builder und einem oder mehreren Tensiden enthält. Vorzugsweise sind mindestens zwei solcher teilchenförmigen Bestandteile in der Waschmittel-Zusammensetzung vorhanden.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, wenn es erwünscht ist, unlöslichen Builder, besonders Alumosilicate in Mengen von zum Beispiel 5 Gew.-% oder mehr einzubeziehen, wenn die Zusammensetzungen auch anionisches Tensid, zum Beispiel in Mengen von 5 Gew.-% oder mehr, umfassen, ist die Waschmittel-Zusammensetzung vorzugsweise so, dass mindestens zwei Waschmittel-(n)-Bestandteile (i) in der Zusammensetzung vorhanden sind und der Vermischungsgrad (M) des anionischen Tensids und Alumosilicatbuilders von 0 bis 0,7 ist, wobei M = &Sgr;in = 1√(&sgr;i . &xgr;i) und

&sgr; die Fraktion des anionischen Tensids der Zusammensetzung, die im Bestandteil (i) enthalten ist, ist;

&xgr; die Fraktion des Alumosilicats der Zusammensetzung, die im Bestandteil (i) enthalten ist, ist.

Um eine besonders gute Waschmittelabgabe zu erreichen, ist es bevorzugt, dass M von 0 bis 0,6 oder sogar von 0 bis 0,5 ist.

In einer solchen Ausführungsform der Erfindung umfasst die Waschmittel-Zusammensetzung hierin mindestens zwei Bestandteile mit mehreren Inhaltsstoffen (d. h. nicht mehr als 95 Gew.-% eines einzigen Inhaltsstoffes in einem Bestandteil), die ein anionisches Tensid oder ein Alumosilicat oder Mischungen davon umfassen, wobei, wenn Mischungen von Alumosilicat und dem Tensid in einem oder mehreren der Bestandteile vorhanden sind, der Vermischungsgrad M weniger als 0,7, wie durch die Formel definiert, beträgt. Somit umfasst jeder Bestandteil einen Teil oder das gesamte Alumosilicat, das gesamte oder einen Teil des anionischen Tensids oder Mischungen davon, mit der Maßgabe, dass M von 0 bis 0,7 ist.

Vorzugsweise ist anionisches Tensid zu mindestens 7 Gew.-% oder mehr bevorzugt mindestens 10 Gew.-% oder sogar mindestens Gew.-% der Zusammensetzung in den Bestandteilen vorhanden. Abhängig von der genauen Formulierung der Zusammensetzung und den Gebrauchsbedingungen kann es bevorzugt sein, Anteile anionischer Tenside von 18 Gew.-% der Zusammensetzung oder mehr zu haben.

Solche Bestandteile werden wie vorstehend beschrieben hergestellt: durch jedes beliebige Granulierungsverfahren, wie Agglomeration, Co-Komprimierung, Sprühtrocknung oder Extrusion.

Sprudelsys

Jedes in der Technik bekannte Sprudelsystem kann in den Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung verwendet werden. Ein bevorzugtes Sprudelsystem zur Einbeziehung in das Teilchen der Erfindung umfasst eine Säurequelle, die in der Lage ist, in Gegenwart von Wasser mit einer Alkaliquelle zu reagieren, um ein Gas zu erzeugen.

Wenn das Sprudelsystem zwei oder mehr Reaktionspartner umfasst, werden diese vorzugsweise in einer innigen Mischung als ein Sprudelbestandteil bereitgestellt. Am meisten bevorzugt umfasst der Sprudelbestandteil eine innige Mischung von im Wesentlichen wasserfreiem Stabilisierungsmittel mit sauren und alkalischen Reaktionspartnern.

Der Säurequellenbestandteil kann jede organische, mineralische oder anorganische Säure oder ein Derivat davon oder eine Mischung davon sein. Vorzugsweise umfasst der Säurequellenbestandteil eine organische Säure. Die Säurequelle ist vorzugsweise im Wesentlichen wasserfrei oder nicht hygroskopisch, und die Säure ist vorzugsweise wasserlöslich. Es kann bevorzugt sein, dass die Säurequelle übertrocknet ist. Geeignete Säurequellenbestandteile schließen Citronensäure, Äpfelsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Asparaginsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure oder Adipinsäure, Mononatriumphosphat, Borsäure oder Derivate davon ein. Citronensäure, Maleinsäure oder Äpfelsäure sind besonders bevorzugt.

Am meisten bevorzugt stellt die Säurequelle saure Verbindungen bereit, die eine durchschnittliche Teilchengröße im Bereich von ungefähr 75 Mikrometer bis 1180 Mikrometer, mehr bevorzugt von 150 Mikrometer bis ungefähr 710 Mikrometer aufweisen, berechnet durch Sieben einer Probe der Aziditätsquelle auf eine Reihe von Tyler-Sieben.

Wie vorstehend erläutert, umfasst das Sprudelsystem vorzugsweise eine Alkaliquelle, für den Zweck der Erfindung sollte es sich jedoch verstehen, dass die Alkaliquelle Teil des Sprudelteilchens sein kann oder Teil der Reinigungszusammensetzung, die das Teilchen umfasst, sein kann oder in der Waschflotte vorhanden sein kann, in die das Teilchen oder die Reinigungszusammensetzung gegeben werden.

Jede Alkaliquelle, die in der Lage ist, mit der Säurequelle zu reagieren, um ein Gas zu erzeugen, kann in dem Teilchen vorhanden sein, was jedes in der Technik bekannte Gas sein kann, einschließlich Stickoxid- und Kohlendioxidgas. Bevorzugt können Perhydratbleichmittel, einschließlich Perborat, und Silicatmaterial sein. Die Alkaliquelle ist vorzugsweise im Wesentlichen wasserfrei oder nicht hygroskopisch. Es kann bevorzugt sein, dass die Alkaliquelle übertrocknet ist.

Vorzugsweise ist dieses Gas Kohlendioxid, und deshalb ist die Alkaliquelle vorzugsweise eine Carbonatquelle, die jede beliebige in der Technik bekannte Carbonatquelle sein kann. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Carbonatquelle ein Carbonatsalz. Beispiele bevorzugter Carbonate sind die Erdalkali- und Alkalimetallcarbonate, einschließlich von Natrium- oder Kaliumcarbonat, -hydrogencarbonat und -sesquicarbonat und jeglichen Mischungen davon mit ultrafeinem Calciumcarbonat, wie in der deutschen Patentanmeldung Nr. 2,321,001 veröffentlicht am 15. November 1973, offenbart. Alkalimetallpercarbonatsalze sind ebenfalls geeignete Quellen für Carbonatarten, die kombiniert mit einer oder mehreren anderen Carbonatquellen vorhanden sein können.

Das Carbonat und das Hydrogencarbonat haben vorzugsweise eine amorphe Struktur. Die Carbonate und/oder Hydrogencarbonate können mit Beschichtungsmaterialien beschichtet sein. Es kann bevorzugt sein, dass die Teilchen von Carbonat und Hydrogencarbonat eine mittlere Teilchengröße von 75 Mikrometern oder vorzugsweise 150 &mgr;m oder größer, mehr bevorzugt von 250 &mgr;m oder größer, vorzugsweise 500 &mgr;m oder größer aufweisen können. Es kann bevorzugt sein, dass das Carbonatsalz so ist, dass weniger als 20 Gew.-% der Teilchen eine Teilchengröße unter 500 &mgr;m aufweisen, berechnet durch Sieben einer Probe des Carbonats oder Hydrogencarbonats auf einer Reihe von Tyler-Sieben. Alternativ oder zusätzlich zu dem vorherigen Carbonatsalz kann es bevorzugt sein, dass weniger als 60 oder sogar 25 % der Teilchen eine Teilchengröße unter 150 &mgr;m aufweisen, während weniger als 5 % eine Teilchengröße von mehr als 1,18 mm aufweisen, mehr bevorzugt weisen weniger als 20 % eine Teilchengröße von mehr als 212 &mgr;m auf, berechnet durch Sieben einer Probe des Carbonats oder Hydrogencarbonats auf einer Reihe von Tyler-Sieben.

Das Molekularverhältnis der Säurequelle zur Alkaliquelle, die in dem Teilchenkern vorhanden sind, ist vorzugsweise von 50:1 bis 1:50, mehr bevorzugt von 20:1 bis 1:20, mehr bevorzugt von 10:1 bis 1:10, mehr bevorzugt von 5:1 bis 1:3, mehr bevorzugt von 3:1 bis 1:2, mehr bevorzugt von 2:1 bis 1:2.

Stabilisierungsmittel

Die bevorzugten Stabilisierungsmittel sind im Wesentlichen wasserfreie Stabilisierungsmittel. Das Stabilisierungsmittel kann einen oder mehrere Bestandteile umfassen. Es kann bevorzugt sein, dass das Stabilisierungsmittel Verbindungen umfasst, die mindestens teilweise wasserlöslich sind.

Vorzugsweise ist das Stabilisierungsmittel unter normalen Lagerbedingungen fest, z. B. hat der Bestandteil vorzugsweise einen Schmelzpunkt über 30 °C, mehr bevorzugt über 45 °C oder sogar mehr bevorzugt über 50 °C, und es kann bevorzugt sein, dass das Stabilisierungsmittel so ist, dass es ohne weiteres über 80 °C eine Schmelze bildet.

Vorzugsweise umfasst das Stabilisierungsmittel einen oder mehrere Bestandteile, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend alkoxylierte Alkohole, einschließlich Polyethylen- und/oder Propylenglycolen, und alkoxylierte Alkoholamide, einschließlich Ethanolamiden, alkoxylierten Ethanolamiden, alkoxylierte Fettsäureamide oder -ethanolamide und spezielle nichtionische Tenside, einschließlich (Polyhydroxy)fettsäureamiden, alkoxylierte Alkoholtenside und spezielle Alkylpolysaccharidtensid und Mischungen beliebiger dieser Verbindungen, wie hierin beschrieben.

Vorzugsweise handelt es sich bei einem oder mehreren der Bestandteile, die in dem Stabilisierungsmittel enthalten sind, um einen Reinigungswirkstoff, der zur Reinigungsleistung des Teilchens oder der Reinigungszusammensetzung, die das Teilchen umfasst, beitragen kann. Stark bevorzugte, im Wesentlichen wasserfreie Bestandteil, die im Stabilisierungsmittel des Teilchens der Erfindung geeignet sind, sind ein oder mehrere nichtionische Tenside, ausgewählt aus der Gruppe von nichtionischen alkoxylierten Tensiden, einschließlich von alkoxylierten Alkoholtensiden, Polyhydroxyfettsäureamidtensiden, Fettsäureamidtensiden, alkoxylierten Fettsäureamiden, Alkylestern von Fettsäuren und Alkylpolysaccharidtensiden und Mischungen davon, wie nachstehend beschrieben.

Unter einem stark bevorzugten Gesichtspunkt der Erfindung umfasst das Stabilisierungsmittel eine Mischung aus Polyhydroxyfettsäureamiden und/oder Polyethylenglycolen und/oder alkoxylierten Fettsäureamiden und/oder Kondensationsprodukten von aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 15 oder mehr bevorzugt 11 Mol Alkylenoxid, wie nachstehend in der Beschreibung geeigneter Tenside ausführlicher beschrieben. Wenn vorhanden, ist das Verhältnis der Polyhydroxyfettsäureamide zu den Kondensationsprodukten aliphatischer Alkohole vorzugsweise von 20:1 bis 1:20, mehr bevorzugt von 10:1 bis 1:10, mehr bevorzugt von 8:1 bis 1:8, mehr bevorzugt von 6:1 bis 1:6, am meisten bevorzugt von 2:1 bis 1:3. Wenn vorhanden, ist das Verhältnis der Polyhydroxyfettsäureamide zu dem Polyethylenglycol vorzugsweise von 20:1 bis 1:8, mehr bevorzugt von 15:1 bis 1:3, mehr bevorzugt von 12:1 bis 1:1, mehr bevorzugt von 10:1 bis 1:1. Wenn vorhanden, ist das Verhältnis der Polyhydroxyfettsäureamide zu den alkoxylierten Fettsäureamiden vorzugsweise von 20:1 bis 1:20, mehr bevorzugt von 15:1 bis 1:10, mehr bevorzugt von 10:1 bis 1:10.

Zum Gebrauch in der Waschmittel-Zusammensetzung geeignete Tenside

Die Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung können ein oder mehrere Tenside, die aus anionischen, kationischen, ampholytischen, amphoteren und zwitterionischen Tensid oder nichtionischen Tensiden, wie nachstehend beschrieben, ausgewählt sind, und Mischungen davon enthalten.

Eine typische Auflistung dieser Tenside ist im US-Patent 3,929,678, erteilt an Laughlin und Heuring am 30.Dezember 1975, angegeben. Weitere Beispiele sind „Surface Active Agents and Detergents" (Bd. I und II, von Schwartz, Perry und Berch) angegeben. Eine Liste geeigneter kationischer Tenside ist in US-Patent Nr. 4,259,217, erteilt an Murphy am 31. März 1981, angegeben. Einige Beispiele sind nachstehend angegeben.

Anionisches Tensid

Jedes anionische Tensid kann in die Zusammensetzungen der Erfindung aufgenommen werden.

Das anionische Tensid hierin umfasst vorzugsweise mindestens ein Sulfattensid und/oder ein Sulfonattensid oder Mischungen davon. Es kann bevorzugt sein, dass das anionische Tensid nur Alkylsulfonattensid umfasst oder dieses wahlweise mit Fettsäuren oder Seifensalzen davon kombiniert ist. Alternativ kann es bevorzugt sein, dass die Zusammensetzung nur Alkylsulfattensid umfasst, hierbei ist es jedoch bevorzugt, dass mindestens ein mittelkettig verzweigtes Alkyltensid vorhanden ist oder mindestens zwei Alkyltenside vorhanden sind.

Abhängig von der genauen Formulierung der Zusammensetzung und ihrer Verwendung kann es bevorzugt sein, dass die Zusammensetzungen hierin einen teilchenförmigen Bestandteil, wie vorstehend beschrieben, umfassen, vorzugsweise in der Form einer Flocke eines Alkylsulfat- oder -sulfonattensids, vorzugsweise eines Alkylbenzolsulfonats, das in einer Konzentration von 85 % bis 95 % des Teilchens oder der Flocke vorhanden ist, wobei der Rest ein Sulfatsalz und Feuchtigkeit ist, wobei das Teilchen oder die Flocke dem anderen Waschmittelbestandteil bzw. den anderen Waschmittelbestandteilen oder Inhaltsstoffen beigemischt wird.

Andere mögliche anionische Tenside schließen die Isethionate ein, wie die Acylisethionate, N-Acyltaurate, Fettsäureamide von Methyltaurid, Alkylsuccinate und -sulfosuccinate, Monoester von Sulfosuccinat (besonders gesättigte und ungesättigte C12-C18-Monoester), Diester von Sulfosuccinat (besonders gesättigte und ungesättigte C6-C14-Diester), N-Acylsarcosinate. Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren sind ebenfalls geeignet, wie Kolophonium, hydriertes Kolophonium und Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren, die in Talgöl vorhanden oder davon abgeleitet sind.

Abhängig von der genauen Formulierung der Zusammensetzung und ihrer Verwendung kann es bevorzugt sein, dass die Zusammensetzungen hierin einen Bestandteil umfassen, der hohe Anteile eines Alkylsulfat- oder -sulfonattensids oder Mischungen davon umfasst, vorzugsweise ein Alkylbenzolsulfonat, das mit einem Sulfatsalz und Feuchtigkeit in inniger Mischung vorliegt. Zum Beispiel umfasst ein solcher Bestandteil zu 85 % bis 95 % ein anionisches Sulfat- oder Sulfonattensid und zu 15 % bis 5 % Sulfatsalz und Feuchtigkeit. Solch ein Bestandteil kann in der Form einer Flocke vorliegen, die den anderen Bestandteilen der Waschmittel-Zusammensetzung hierin beigemischt oder als Trockenzusatz zugegeben werden kann.

Anionisches Sulfonattensid

Die erfindungsgemäßen anionischen Sulfonattenside schließen die Salze von linearen oder verzweigten C5-C20-Alkylbenzolsulfonaten, Alkylestersulfonaten, primären oder sekundären C6-C22-Alkansulfonaten, C6-C24-Olefinsulfonaten, sulfonierten Polycarbonsäuren und jegliche Mischungen davon ein.

Stark bevorzugt ist ein lineares C12-C16-Alkylbenzolsulfonat. Bevorzugte Salze sind Natrium- und Kaliumsalze.

Die Alkylestersulfonattenside sind für die Erfindung ebenfalls geeignet, vorzugsweise jene der Formel R1-CH(SO3M)-(A)x-C(O)-OR2worin R1 ein C6-C22-Hydrocarbyl ist, R2 ein C1-C6-Alkyl ist, A ein C6-C22-Alkylen, -Alkenylen ist, x 0 oder 1 ist und M ein Kation ist. Das Gegenion M ist vorzugsweise Natrium, Kalium oder Ammonium.

Das Alkylestersulfonattensid ist vorzugsweise ein &agr;-Sulfoalkylester der vorstehenden Formel, wobei x somit 0 ist. Vorzugsweise ist R1 eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 10 bis 22, vorzugsweise 16 C-Atomen, und x ist vorzugsweise 0. R2 ist vorzugsweise Ethyl oder mehr bevorzugt Methyl.

Es kann bevorzugt sein, dass das R1 des Esters von ungesättigten Fettsäuren mit vorzugsweise 1, 2 oder 3 Doppelbindungen abgeleitet ist. Es kann auch bevorzugt sein, dass R1 des Esters von einer natürlich vorkommenden Fettsäure, vorzugsweise Palmitinsäure oder Stearinsäure oder Mischungen davon, abgeleitet ist.

Anionisches Alkylsulfattensid

Das anionische Sulfattensid hierin schließt die linearen und verzweigten primären und sekundären Alkylsulfate und -disulfate, Alkylethoxysulfate mit einer durchschnittlichen Ethoxylierungszahl von 3 oder darunter, Fettoleoylglycerolsulfate, Alkylphenolethylenoxidethersulfate, die C5-C17-Acyl-N-(C1-C4-alkyl)- und -N-(C1-C2-hydroxyalkyl)glucaminsulfate und Sulfate von Alkylpolysacchariden ein.

Primäre Alkylsulfattenside sind vorzugsweise aus den linearen und verzweigten primären C10-C18-Alkylsulfaten, mehr bevorzugt den linearen oder verzweigten C11-C15-Alkylsulfaten oder mehr bevorzugt den linearen C12-C14-Alkylsulfaten ausgewählt.

Bevorzugte sekundäre Alkylsulfattenside haben die Formel R3-CH(SO4M)-R4worin R3 ein C8-C20-Hydrocycarbyl ist, R4 ein Hydrocycarbyl ist und M ein Kation ist.

Alkylethoxysulfattenside sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus den C10-C18-Alkylsulfaten, die mit von 0,5 bis 3 Mol Ethylenoxid pro Molekül ethoxyliert worden sind. Mehr bevorzugt ist das Alkylethoxysulfattensid ein C11-C18-, am meisten bevorzugt ein C11-C15-Alkylsulfat, das mit 0,5 bis 3, vorzugsweise mit 1 bis 3 Mol Ethylenoxid pro Molekül ethoxyliert worden ist.

In einem besonders bevorzugten Aspekt der Erfindung werden Mischungen der bevorzugten Alkylsulfat- und Alkylethoxysulfattenside verwendet. Bevorzugte Salze sind Natrium- und Kaliumsalze.

Mittelkettig verzweigte anionische Tenside

Bevorzugte mittelkettig verzweigte primäre Alkylsulfattenside zum diesbezüglichen Gebrauch haben die Formel

Diese Tenside haben eine lineare Hauptkette (d. h. die längste lineare Kohlenstoffkette, die das sulfatierte Kohlenstoffatom umfasst) aus einer primären Alkylsulfatkette, die vorzugsweise 12 bis 19 Kohlenstoffatome umfasst, und deren verzweigte primäre Alkylgruppen vorzugsweise insgesamt mindestens 14, und vorzugsweise nicht mehr als 20, Kohlenstoffatome umfassen. In dem Tensidsystem, das mehr als eines dieser Sulfattenside umfasst, liegt die durchschnittliche Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen der verzweigten primären Alkylgruppen vorzugsweise im Bereich von mehr als 14,5 bis etwa 17,5. Somit umfasst das Tensidsystem vorzugsweise mindestens eine Tensidverbindung aus einem verzweigten primären Alkylsulfat mit einer längsten linearen Kohlenstoffkette von nicht weniger als 12 Kohlenstoffatomen oder nicht mehr als 19 Kohlenstoffatomen, und die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen, einschließlich der Verzweigungen, muss mindestens 14 betragen, und ferner liegt die durchschnittliche Gesamtanzahl an Kohlenstoffatomen der verzweigten primären Alkylgruppe im Bereich von mehr als 14,5 bis etwa 17,5.

R, R1 und R2 sind jeweils unabhängig voneinander ausgewählt aus Wasserstoff und C1-C3-Alkylgruppen (vorzugsweise Wasserstoff oder C1-C2-Alkyl, mehr bevorzugt Wasserstoff oder Methyl und am meisten bevorzugt Methyl), mit der Maßgabe, dass R, R1 und R2 nicht alle Wasserstoff sind. Darüber hinaus ist, wenn z gleich 1 ist, wenigstens R oder R1 nicht Wasserstoff.

M ist Wasserstoff oder ein Salz bildendes Kation, je nach Syntheseverfahren.

w ist eine ganze Zahl von 0 bis 13; x ist eine ganze Zahl von 0 bis 13; y ist eine ganze Zahl von 0 bis 13; z ist eine ganze Zahl von mindestens 1; und w + x + y + z ist eine ganze Zahl von 8 bis 14.

Ein bevorzugtes mittelkettig verzweigtes primäres Alkylsulfattensid ist ein primäres Alkylsulfattensid mit insgesamt 16 Kohlenstoffen, das 13 Kohlenstoffatome in der Hauptkette und 1, 2, oder 3 Verzweigungseinheiten (d. h. R, R1 und/oder R2) mit insgesamt 3 Kohlenstoffatom aufweist (wobei somit die Gesamtanzahl an Kohlenstoffatomen mindestens 16 ist). Bevorzugte Verzweigungseinheiten können eine Propyl-Verzweigungseinheit oder drei Methyl-Verzweigungseinheiten sein.

Ein anderes bevorzugtes Tensid sind verzweigte primäre Alkylsulfate mit der Formel worin die Gesamtanzahl an Kohlenstoffatomen, einschließlich Verzweigung, von 15 bis 18 beträgt, und worin, wenn mehr als eines dieser Sulfate vorhanden ist, die durchschnittliche Gesamtanzahl an Kohlenstoffatomen in den verzweigten primären Alkyleinheiten mit der obigen Formel innerhalb des Bereichs von mehr als 14,5 bis ungefähr 17,5 ist; R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1-C3-Alkyl sind; M ein wasserlösliches Kation ist; x von 0 bis 11 ist; y von 0 bis 11 ist; z mindestens 2 ist; und x + y + z von 9 bis 13 ist; mit der Maßgabe, dass R1 und R2 nicht beide Wasserstoff sind.

Dianionische Tenside

Die dianionischen Tenside sind ebenfalls geeignete anionische Tenside für die vorliegende Erfindung, insbesondere jene der Formel worin R eine, wahlweise substituierte, Alkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkaryl-, Ether-, Ester-, Amin- oder Amidgruppe der Kettenlänge C1 bis C28, vorzugsweise C3 bis C24, am meisten bevorzugt C8 bis C20 oder Wasserstoff ist; A und B unabhängig voneinander aus Alkylen-, Alkenylen-, (Poly-) Alkoxylen-, Hydroxyalkylen-, Arylalkylen- oder Amidoalkylengruppen der Kettenlänge C1 bis C28, vorzugsweise C1 bis C5, am meisten bevorzugt C1 oder C2 oder einer kovalenten Bindung ausgewählt sind und vorzugsweise A und B insgesamt mindestens 2 Atome enthalten; A, B und R insgesamt von 4 bis ungefähr 31 Kohlenstoffatome enthalten; X und Y anionische Gruppen sind, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend Carboxylat und vorzugsweise Sulfat und Sulfonat, z 0 oder vorzugsweise 1 ist; und M eine kationische Einheit, vorzugsweise ein substituiertes oder unsubstituiertes Ammoniumion oder ein Alkali- oder Erdalkalimetallion ist.

Das am meisten bevorzugte dianionische Tensid hat die Formel wie vorstehend, worin R eine Alkylgruppe der Kettenlänge von C10 bis C18 ist, A und B unabhängig voneinander C1 oder C2 sind, sowohl X als auch Y Sulfatgruppen sind und M ein Kalium-, Ammonium- oder ein Natriumion ist.

Zu bevorzugten dianionischen Tensiden hierin gehören:

  • (a) 3-Disulfatverbindungen, vorzugsweise gerad- oder verzweigtkettige 1,3-C7-C23-(d. h. die Gesamtanzahl an Kohlenstoffen im Molekül)-Alkyl- oder -Alkenyldisulfate, mehr bevorzugt mit der Formel: worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe einer Kettenlänge von ungefähr C4 bis ungefähr C20 ist;
  • (b) 1,4-Disulfatverbindungen, vorzugsweise gerad- oder verzweigtkettige 1,4-C8-C22-Alkyl- oder -Alkenyldisulfate, mehr bevorzugt mit der Formel: worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe einer Kettenlänge von ungefähr C4 bis ungefähr C18 ist; bevorzugtes R ist aus Octanyl, Nonanyl, Decyl, Dodecyl, Tetradecyl, Hexadecyl, Octadecyl und Mischungen davon ausgewählt; und
  • (c) 1,5-Disulfatverbindungen, vorzugsweise gerad- oder verzweigtkettige 1,5-C9-C23-Alkyl- oder -Alkenyldisulfate, mehr bevorzugt mit der Formel: worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe einer Kettenlänge von ungefähr C4 bis ungefähr C18 ist;

Es kann bevorzugt sein, dass die dianionischen Tenside der Erfindung alkoxylierte dianionische Tenside sind.

Die alkoxylierten dianionischen Tenside der Erfindung umfassen ein Strukturgerüst von mindestens fünf Kohlenstoffatomen, an das zwei anionische Substitutionsgruppen, die mindestens drei Atome voneinander entfernt sind, gebunden sind. Mindestens eine der anionischen Substitutionsgruppen ist eine alkoxygebundene Sulfat- oder Sulfonatgruppe. Das Strukturgerüst kann zum Beispiel beliebige der Gruppen, bestehend aus Alkyl, substituierten Alkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkaryl-, Ether-, Ester-, Amin- und Amidgruppen, umfassen. Bevorzugte Alkoxygruppen sind Ethoxy, Propoxy und Kombinationen davon.

Das Strukturgerüst umfasst vorzugsweise von 5 bis 32, vorzugsweise 7 bis 28, am meisten bevorzugt 12 bis 24 Atome. Vorzugsweise umfasst das Strukturgerüst nur kohlenstoffhaltige Gruppen und umfasst mehr bevorzugt nur Hydrocarbylgruppen. Am meisten bevorzugt umfasst das Strukturgerüst nur gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppen.

Das Strukturgerüst ist vorzugsweise verzweigt. Vorzugsweise sind mindestens 10 Gew.-% des Strukturgerüsts verzweigt, und haben vorzugsweise eine Länge von 1 bis 5, mehr bevorzugt von 1 bis 3, am meisten bevorzugt von 1 bis 2 Atomen (die Sulfat- oder Sulfonatgruppe, die an die Verzweigung gebunden ist, nicht eingeschlossen).

Ein bevorzugtes alkoxyliertes dianionisches Tensid hat die Formel worin R eine, wahlweise substituierte, Alkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkaryl-, Ether-, Ester-, Amin- oder Amidgruppe der Kettenlänge C1 bis C28, vorzugsweise C3 bis C24, am meisten bevorzugt C8 bis C20 oder Wasserstoff ist; A und B unabhängig voneinander aus, wahlweise substituierter, Alkyl- und Alkenylgruppe der Kettenlänge C1 bis C28, vorzugsweise C1 bis C5, am meisten bevorzugt C1 oder C2, oder einer kovalenten Bindung ausgewählt sind; EO/PO Alkoxyeinheiten sind, die aus Ethoxy-, Propoxy und gemischten Ethoxy-/Propoxygruppen ausgewählt sind, worin n und m unabhängig voneinander innerhalb des Bereichs von ungefähr 0 bis ungefähr 10 sind, wobei mindestens m oder n mindestens 1 ist; A und B insgesamt mindestens 2 Atome enthalten; A, B und R insgesamt von 4 bis ungefähr 31 Kohlenstoffatome enthalten; X und Y anionische Gruppen sind, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Sulfat und Sulfonat, mit der Maßgabe, dass mindestens eines von X oder Y eine Sulfatgruppe ist; und M eine kationische Einheit, vorzugsweise ein substituiertes oder unsubstituiertes Ammoniumion oder ein Alkali- oder Erdalkalimetallion ist.

Das am meisten bevorzugte alkoxylierte dianionische Tensid hat die Formel wie vorstehend, worin R eine Alkylgruppe der Kettenlänge von C10 bis C18 ist, A und B unabhängig voneinander C1 oder C2 sind, n und m jeweils 1 sind, sowohl X als auch Y Sulfatgruppen sind und M ein Kalium-, Ammonium- oder ein Natriumion ist.

Zu bevorzugten alkoxylierten dianionischen Tensiden hierin gehören:

ethoxylierte und/oder propoxylierte Disulfatverbindungen, vorzugsweise gerad- oder verzweigtkettige, ethoxylierte und/oder propoxylierte C10-C24-Alkyl- oder Alkenyldisulfate, mehr bevorzugt mit den Formeln: worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe einer Kettenlänge von ungefähr C6 bis ungefähr C18 ist; EO/PO Alkoxyeinheiten sind, ausgewählt aus Ethoxy-, Propoxy- und gemischten Ethoxy-/Propoxygruppen; und n und m unabhängig voneinander innerhalb des Bereichs von ungefähr 0 bis ungefähr 10 (vorzugsweise von ungefähr 0 bis ungefähr 5) sind, wobei mindestens m oder n 1 sind.

Anionisches Carboxylattensid

Geeignete anionische Carboxylattenside umfassen die Alkylethoxycarboxylate, die Alkylpolyethoxypolycarboxylat-Tenside und die Seifen („Alkylcarboxyle"), besonders bestimmte sekundäre Seifen wie hierin beschrieben.

Geeignete Alkylethoxycarboxylate umfassen die mit der Formel RO(CH2CH2O)x CH2COO-M+, wobei R eine C6- bis C18-Alkylgruppe ist, x im Bereich von 0 bis 10 liegt und die Ethoxylatverteilung so ist, dass die Menge an Material, bezogen auf das Gewicht, unter 20 % liegt, wenn x 0 ist, und M ein Kation ist. Geeignete Alkylpolyethoxypolycarboxylat-Tenside umfassen solche mit der Formel RO-(CHR1-CHR2-O)-R3, worin R eine C6- bis C18-Alkylgruppe ist, x von 1 bis 25 ist, R1 und R2 ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, einem Methylsäurerest, einem Bernsteinsäurerest, einem Hydroxybernsteinsäurerest und Mischungen davon, und R3 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, substituierten oder nichtsubstituierten Kohlenwasserstoffen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und Mischungen davon.

Geeignete Seifentenside umfassen die sekundären Seifentenside, die eine Carboxyleinheit in Verbindung mit einem sekundären Kohlenstoff enthalten. Bevorzugte sekundäre Seifentenside zum diesbezüglichen Gebrauch sind wasserlösliche Vertreter ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus den wasserlöslichen Salzen von 2-Methyl-1-undecansäure, 2-Ethyl-1-decansäure, 2-Propyl-1-nonansäure, 2-Butyl-1-octansäure und 2-Pentyl-1-heptansäure.

Bestimmte Seifen können auch als Schaumunterdrückungsmittel enthalten sein.

Alkalimetallsarcosinattensid

Andere geeignete anionische Tenside sind die Alkalimetallsarcosinate der Formel R-CON (R1) CH2 COOM, worin R eine lineare oder verzweigte C5-C17-Alkyl- oder -Alkenylgruppe ist, R1 eine C1-C4-Alkylgruppe ist und M ein Alkalimetallion ist. Bevorzugte Beispiele sind die Myristyl- und Oleylmethylsarcosinate in Form ihrer Natriumsalze.

Nichtionische alkoxylierte Tenside

Wenn nichtionische Tenside vorhanden sind, kann es bevorzugt sein, dass die Bestandteile der Zusammensetzungen hierin frei von aufgesprühten nichtionischen alkoxylierten Alkoholtensiden sind. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch die Abgabe der Zusammensetzung in die Waschflotte verbessert werden kann und die Verbackung des Produkts reduziert werden kann. Es kann bevorzugt sein, dass die Zusammensetzung ein nichtionisches Tensid umfasst, das bei Temperaturen unter 30 °C oder sogar 40 °C fest ist, das vorzugsweise in einer innigen Mischung mit anderen Inhaltsstoffen vorliegt.

Im Wesentlichen können auch alle alkoxylierten nichtionischen Tenside in den Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung enthalten sein. Die ethoxylierten und propoxylierten nichtionischen Tenside sind bevorzugt. Bevorzugte alkoxylierte Tenside können aus den Klassen der nichtionischen Kondensate von Alkylphenolen, nichtionischen ethoxylierten Alkohole, nichtionischen ethoxylierten/propoxylierten Fettalkohole, nichtionischen Ethoxylat-/Propoxylatkondensate mit Propylenglycol und der nichtionischen Ethoxylatkondensationsprodukte mit Propylenoxid-/Ethylendiaminadditionsprodukten ausgewählt werden.

Stark bevorzugt sind nichtionische alkoxylierte Alkoholtenside, die die Kondensationsprodukte von aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 75 Mol Alkylenoxid, insbesondere etwa 50 oder 1 bis 15 Mol, vorzugsweise 11 Mol, sind, insbesondere Ethylenoxid und/oder Propylenoxid sind stark bevorzugtes nichtionisches Tensid, das in dem wasserfreien Bestandteil der Teilchen der Erfindung enthalten ist. Die Alkylkette des aliphatischen Alkohols kann entweder gerade oder verzweigt, primär oder sekundär sein und enthält in der Regel 6 bis 22 Kohlenstoffatome. Besonders bevorzugt sind die Kondensationsprodukte von Alkoholen mit einer Alkylgruppe, die 8 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, mit 2 bis 9 Mol und insbesondere 3 oder 5 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol.

Nichtionisches Polyhydrofettsäureamidtensid

Polyhydroxyfettsäureamide sind ganz besonders bevorzugte nichtionische Tenside zum Gebrauch in der Erfindung, insbesondere diejenigen, die die Strukturformel R2CONR1Z aufweisen, worin: R1 H, C1-18-, vorzugsweise C1-C4-Hydrocarbyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl, Ethoxy, Propoxy oder eine Mischung davon, vorzugsweise C1-C4-Alkyl, mehr bevorzugt C1- oder C2-Alkyl, am meisten bevorzugt C1-Alkyl (d. h. Methyl) ist; und R2 ein C5-C31-Hydrocarbyl, vorzugsweise ein geradkettiges C5-C19- oder C7-C19-Alkyl oder -Alkenyl, mehr bevorzugt ein geradkettiges C9-C17-Alkyl oder -Alkenyl, am meisten bevorzugt ein geradkettiges C11-C17-Alkyl oder -Alkenyl oder Mischungen davon ist; und Z ein Polyhydroxyhydrocarbyl mit einer linearen Hydrocarbylkette mit mindestens 3 Hydroxylen, die direkt an die Kette gebunden sind, oder ein alkoxyliertes (vorzugsweise ethoxyliertes oder propoxyliertes) Derivat davon ist. Z wird vorzugsweise in einer reduktiven Aminierungsreaktion von einem reduzierenden Zucker abgeleitet; bevorzugter ist Z ein Glycidyl.

Ein stark bevorzugtes nichtionisches Polyhydroxyfettsäureamidtensid zum diesbezüglichen Gebrauch ist ein C12-C14-, ein C15-C17- und/oder C16-C18-Alkyl-N-methylglucamid.

Es kann besonders sein, dass Mischungen eines C12-C18-Alkyl-N-methylglucamids und eines Kondensationsprodukts eines Alkohols mit einer Alkylgruppe, die von 8 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, mit 2 bis 9 Mol und insbesondere 3 oder 5 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol.

Das Polyhydroxyfettsäureamid kann durch jedes geeignete Verfahren hergestellt werden. Ein besonders bevorzugtes Verfahren ist ausführlich in WO 9206984 beschrieben.

Nichtionisches Fettsäureamidtensid

Zu Fettsäureamidtensiden oder alkoxylierten Fettsäureamiden gehören die mit der Formel: R6CON(R7)(R8), worin R6 eine Alkylgruppe mit 7 bis 21, vorzugsweise von 9 bis 17 Kohlenstoffatomen oder sogar 11 bis 13 Kohlenstoffatomen ist und R7 und R8 jeweils einzeln ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl und -(C2H4O)xH, worin x im Bereich von 1 bis 11, vorzugsweise 1 bis 7, mehr bevorzugt von 1-5 liegt, wobei es bevorzugt sein kann, dass R7 anders als R8 ist, wobei bei einem x 1 oder 2 ist und bei einem x von 3 bis 11 oder vorzugsweise 5 ist.

Nichtionische Alkylester von Fettsäuretensid

Zu Alkylestern von Fettsäuren gehören jene mit der Formel: R9COO(R10), worin R9 eine Alkylgruppe mit 7 bis 21, vorzugsweise von 9 bis 17 Kohlenstoffatomen oder sogar 11 bis 13 Kohlenstoffatomen ist und R10 ein C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl oder -(C2H4O)xH ist, worin x im Bereich von 1 bis 11, vorzugsweise 1 bis 7, mehr bevorzugt von 1-5 liegt, wobei es bevorzugt sein kann, dass R10 eine Methyl- oder Ethylgruppe ist.

Nichtionisches Alkylpolysaccharidtensid

Alkylpolysaccharide können ebenfalls in dem wasserfreien Material des Teilchens der Erfindung enthalten sein, wie diejenigen, die in US-Patent Nr. 4,565,647, Llenado, erteilt am 21. Januar 1986, offenbart sind, die eine hydrophobe Gruppe mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und eine hydrophile Polysaccharidgruppe, z. B. eine Polyglycosidgruppe, mit 1,3 bis 10 Saccharideinheiten aufweisen.

Bevorzugte Alkylpolyglycoside haben die Formel R2O(CnH2nO)t(Glycosyl)xworin R2 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkyl, Alkylphenyl, Hydroxyalkyl, Hydroxyalkylphenyl und Mischungen davon, in denen die Alkylgruppen von 10 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten; n 2 oder 3 ist; t von 0 bis 10 ist und x von 1,3 bis 8 ist. Das Glycosyl ist vorzugsweise von Glucose abgeleitet.

Kationisches Tensid

Ein anderer bevorzugter Bestandteil der Zusammensetzungen der Erfindung ist ein kationisches Tensid, das vorzugsweise in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bis 60 Gew.-% der Zusammensetzung vorhanden ist, mehr bevorzugt von 0,4 Gew.-% bis 20 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Zusammensetzung.

Wenn vorhanden, beträgt das Verhältnis des anionischen Tensids zu dem kationischen Tensid vorzugsweise von 25:1 bis 1:3, mehr bevorzugt von 15:1 bis 1:1, am meisten bevorzugt von 10:1 bis 1:1. Das Verhältnis von kationischem Tensid zu dem Stabilisierungsmittel ist vorzugsweise von 1:30 bis 20:1, mehr bevorzugt von 1:20 bis 10:1.

Vorzugsweise ist das kationische Tensid ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus kationischen Estertensiden, kationischen monoalkoxylierten Amintensiden, kationischen bisalkoxylierten Amintensiden und Mischungen davon.

Kationische monoalkoxylierte Amintenside

Das fakultative kationische monoalkoxylierte Amintensid zum diesbezüglichen Gebrauch hat die allgemeine Formel: worin R1 eine Alkyl- oder Alkenyleinheit mit ungefähr 6 bis ungefähr 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 6 bis ungefähr 16 Kohlenstoffatomen, am meisten bevorzugt von ungefähr 6 bis ungefähr 11 Kohlenstoffatomen ist; R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander Alkylgruppen mit einer bis ungefähr drei Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Methyl sind; R4 aus Wasserstoff (bevorzugt), Methyl und Ethyl ausgewählt ist, X- ein Anion, wie Chlorid, Bromid, Methylsulfat, Sulfat oder Ähnliches, ist, um elektrische Neutralität bereitzustellen; A aus C1-C4-Alkoxy, besonders Ethoxy (d. h. -CH2CH2O-), Propoxy, Butoxy und Mischungen davon ausgewählt ist; und p von 1 bis ungefähr 30, vorzugsweise 1 bis ungefähr 15, am meisten bevorzugt 1 bis ungefähr 8 ist.

Stark bevorzugte kationische monoalkoxylierte Amintenside zum diesbezüglichen Gebrauch haben die Formel worin R1 C6-C18-Hydrocarbyl und Mischungen davon, vorzugsweise C6-C14-, besonders C6-C11-Alkyl, vorzugsweise C8- und C10-Alkyl ist und X jedes zur Bereitstellung von Ladungsausgleich geeignete Anion ist, vorzugsweise Chlorid oder Bromid.

Wie erwähnt, umfassen Verbindungen des vorstehenden Typs diejenigen, in denen die Ethoxy- (CH2CH2O-) Einheiten (EO) durch Butoxy-, Isopropoxy-[CH(CH3)CH2O]- und [CH2CH(CH3O]-Einheiten (i-Pr) oder n-Propoxyeinheiten (Pr) oder Mischungen von EO- und/oder Pr- und/oder i-Pr-Einheiten sind.

Kationisches bisalkoxyliertes Amintensid

Das kationische bisalkoxylierte Amintensid zum diesbezüglichen Gebrauch hat die allgemeine Formel: worin R1 eine Alkyl- oder Alkenyleinheit mit ungefähr 6 bis ungefähr 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 6 bis ungefähr 16 Kohlenstoffatomen, mehr bevorzugt 6 bis ungefähr 11, am meisten bevorzugt von ungefähr 8 bis ungefähr 10 Kohlenstoffatomen ist; R2 eine Alkylgruppe mit einem bis drei Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Methyl ist; R3 und R4 unabhängig voneinander variieren können und aus Wasserstoff (bevorzugt), Methyl und Ethyl ausgewählt sind, X- ein Anion, wie Chlorid, Bromid, Methylsulfat, Sulfat oder Ähnliches, ist, das ausreicht, um elektrische Neutralität bereitzustellen. A und A' können unabhängig variieren und sind jeweils aus C1-C4-Alkoxy, besonders Ethoxy (d. h. -CH2CH2O-), Propoxy, Butoxy und Mischungen davon ausgewählt; p ist von 1 bis ungefähr 30, vorzugsweise 1 bis ungefähr 4, und q ist von 1 bis ungefähr 30, vorzugsweise 1 bis ungefähr 4, und am meisten bevorzugt sind sowohl p als auch q 1.

Stark bevorzugte kationische bisalkoxylierte Amintenside zum diesbezüglichen Gebrauch haben die Formel worin R1 C6-C18-Hydrocarbyl und Mischungen davon, vorzugsweise C6-, C8-, C10-, C12-, C14-Alkyl und Mischungen davon ist. X ist irgendein geeignetes Anion zur Bereitstellung von Ladungsausgleich, vorzugsweise Chlorid. Da in einer bevorzugten Verbindung R1 von (Kokos-) C12-C14-Alkylfettsäuren abgeleitet ist, ist mit Bezugnahme auf die vorstehend erwähnte allgemeine kationische bisalkoxylierte Aminstruktur R2 Methyl und sind ApR3 and A'qR4 jeweils Monoethoxy.

Andere hierin geeignete kationische bisalkoxylierte Amintenside umfassen Verbindungen der Formel: worin R1 C6-C18-Hydrocarbyl, vorzugsweise C6-C14-Alkyl ist, unabhängig p 1 bis ungefähr 3 und q 1 bis ungefähr 3 ist, R2 C1-C3-Alkyl, vorzugsweise Methyl ist und X ein Anion, besonders Chlorid oder Bromid ist.

Andere Verbindungen des vorstehenden Typs umfassen diejenigen, in denen die Ethoxy- (CH2CH2O-) Einheiten (EO) durch Butoxy- (Bu), Isopropoxy-[CH(CH3)CH2O]- und [CH2CH(CH3O]-Einheiten (i-Pr) oder n-Propoxyeinheiten (Pr) oder Mischungen von EO- und/oder Pr- und/oder i-Pr-Einheiten sind.

Amphoteres Tensid

Geeignete amphotere Tenside zum diesbezüglichen Gebrauch umfassen die Aminoxidtenside und die Alkylamphocarbonsäuren.

Geeignete Aminoxide umfassen die Verbindungen mit der Formel R3(OR4)xN0(R5)2, worin R3 ausgewählt ist aus einer Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Acylamidopropoyl- und Alkylphenylgruppe mit 8 bis 26 Kohlenstoffatomen oder Mischungen davon; R4 eine Alkylen- oder Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Mischungen davon ist; x 0 bis 5 ist, vorzugsweise 0 bis 3; und jedes R5 eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 3 oder eine Polyethylenoxidgruppe mit 1 bis 3 Ethylenoxidgruppen ist. Bevorzugt sind C10-C18-Alkyldimethylaminoxid und C10-18-Acylamidoalkyldimethylaminoxid.

Ein geeignetes Beispiel einer Alkylamphodicarbonsäure ist MiranolTM C2M Conc., hergestellt von Miranol, Inc., Dayton, NJ.

Zwitterionisches Tensid

Zwitterionische Tenside können auch in das Teilchen der Erfindung oder die Zusammensetzungen, die das Teilchen der Erfindung enthalten, einbezogen werden. Diese Tenside können grob als Derivate von sekundären und tertiären Aminen, Derivate von heterocyclischen sekundären und tertiären Aminen oder Derivate von quartären Ammonium-, quartären Phosphonium- oder tertiären Sulfoniumverbindungen beschrieben werden. Betain- und Sultaintenside sind beispielhafte zwitterionische Tenside zum diesbezüglichen Gebrauch.

Geeignete Betaine sind solche Verbindungen mit der Formel R(R')2N+R2COO-, worin R eine C6-C18-Hydrocarbylgruppe ist, jedes R1 typischerweise ein C1-C3-Alkyl und R2 eine C1-C5-Hydrocarbylgruppe ist. Bevorzugte Betaine sind C12-18-Dimethylammoniumhexansäure und die C10-18-Acylamidopropan- (oder -ethan)-dimethyl- (oder -diethyl)-betaine. Komplexe Betaintenside sind ebenfalls zum diesbezüglichen Gebrauch nützlich.

Zusätzliche Waschmittelbestandteile

Die Waschmittel-Zusammensetzung der Erfindung kann jegliche zusätzlichen Reinigungswirkstoffe oder -bestandteile, die in der Technik bekannt sind, umfassen. Die genaue Art dieser zusätzlichen Bestandteile und der Grad ihrer Einbeziehung hängen von der physikalischen Form der Zusammensetzung und der genauen Art des Waschvorgangs, für den sie verwendet werden sollen, ab.

Andere bevorzugte Bestandteile umfassen einen Duftstoff, einen Aufheller oder einen Farbstoff oder Mischungen davon, die auf den speziellen Bestandteil hierin aufgesprüht werden können.

Die Zusammensetzungen der Erfindung enthalten vorzugsweise einen oder mehrere zusätzliche Waschmittelbestandteile, ausgewählt aus Tensiden, Bleichmitteln, Buildern, Komplexbildnern, (zusätzlichen) Alkalinitätsquellen, organischen Polymerverbindungen, Enzymen, Aufhellern, Schaumunterdrückern, Kalkseifendispergiermitteln, Schmutzsuspendier- und Antiwiederablagerungsmitteln und Korrosionsschutzmitteln.

Schwermetallionen-Sequestriermittel

Schwermetallionen-Sequestriermittel sind ebenfalls geeignete zusätzliche Bestandteile hierin. Mit Schwermetallionen-Maskierungsmittel sind hier Bestandteile gemeint, die so wirken, dass Schwermetallionen maskiert (chelatisiert) werden. Diese Bestandteile können auch Calcium- und Magnesiumchelat bildende Eigenschaften haben, zeigen aber vorzugsweise Selektivität gegenüber der Bindung von Schwermetallionen, wie Eisen, Mangan und Kupfer.

Schwermetallionen-Sequestrier- bzw. Maskierungsmittel sind generell in einer Konzentration von 0,005 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,25 Gew.-% bis 7,5 Gew.-% und am meisten bevorzugt von 0,3 Gew.-% bis 2 Gew.-% der Zusammensetzungen vorhanden.

Geeignete Schwermetallionen-Maskierungsmittel zum diesbezüglichen Gebrauch schließen organische Phosphonate ein, wie die Aminoalkylenpoly(alkylenphosphonate), Alkalimetallethan-1-hydroxydisphosphonate und Nitrilotrimethylenphosphonate.

Bevorzugt unter den vorstehenden Arten sind Diethylentriamin-penta(methylenphosphonat), Ethylendiamin-tri(methylenphosphonat), Hexamethylendiamin-tetra(methylenphosphonat) und Hydroxyethylen-1,1-diphosphonat, 1,1-Hydroxyethandiphosphonsäure und 1,1-Hydroxyethandimethylenphosphonsäure.

Andere geeignete Schwermetallionen-Sequestriermittel zum diesbezüglichen Gebrauch umfassen Nitrilotriessigsäure und Polyaminocarbonsäuren, wie Ethylendiamintetraessigsäure, Ethylendiamindibernsteinsäure, Ethylendiamindiglutarsäure, 2-Hydroxypropylendiamindibernsteinsäure oder beliebige Salze davon.

Andere geeignete Schwermetallionen-Sequestriermittel zum diesbezüglichen Gebrauch sind Iminodiessigsäurederivate, wie 2-Hydroxyethyldiessigsäure oder Glyceryliminodiessigsäure, beschrieben in EP-A-317,542 und EP-A-399,133. Die Iminodiessigsäure-N-2-hydroxypropylsulfonsäure- and Asparaginsäure-N-carboxymethyl-N-2-hydroxypropyl-3-sulfonsäure-Maskierungsmittel, die in EP-A-516,102 beschrieben sind, sind hierin ebenfalls geeignet. Die Maskierungsmittel aus &bgr;-Alanin-N,N'-Diessigsäure, Asparaginsäure-N,N'-diessigsäure, Asparaginsäure-N-monoessigsäure und Iminodibernsteinsäure, beschrieben in EP-A-509,382, sind ebenfalls geeignet.

EP-A-476,257 beschreibt geeignete Maskierungsmittel auf Aminobasis. EP-A-510,331 beschreibt geeignete Maskierungsmittel, die aus Kollagen, Keratin oder Casein abgeleitet sind. EP-A-528,859 beschreibt ein geeignetes Maskierungsmittel aus Alkyliminodiessigsäure. Dipicolinsäure und 2-Phosphonbutan-1,2,4-tricarbonsäure sind ebenfalls geeignet. Glycinamid-N,N'-dibernsteinsäure (GADS), Ethylendiamin-N-N'-diglutarsäure (EDDG) und 2-Hydroxypropylendiamin-N-N'-dibernsteinsäure (HPDDS) sind ebenfalls geeignet.

Besonders bevorzugt sind Diethylentriaminpentaessigsäure, Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure (EDDS) und 1,1-Hydroxyethandiphosphonsäure oder die Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium- oder substituierten Ammoniumsalze davon oder Mischungen davon.

Perhydratbleichmittel

Vorzugsweise umfassen die Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung Sauerstoffbleichmittel, die vorzugsweise eine Wasserstoffperoxidquelle und einen Bleichmittelvorläufer oder -aktivator umfassen. Das die vorliegende Erfindung die Produktabgabe zur Wäsche verbessert, erhöht sie die Bleichwirkung und verringert das Risiko von Stoffschädigung durch Bleichmittel, die in dem Waschmittel vorhanden sind.

Eine bevorzugte Wasserstoffperoxidquelle ist ein Perhydratbleichmittel, wie Metallperborate, mehr bevorzugt Metallpercarbonate, besonders die Natriumsalze. Perborat kann mono- oder tetrahydratisiert sein. Natriumpercarbonat hat die Formel, die 2Na2CO3.3H2O2 entspricht, und ist im Handel als ein kristalliner Feststoff erhältlich.

Insbesondere die Percarbonatsalz sind vorzugsweise beschichtet. Geeignete Beschichtungsmittel sind in der Technik bekannt und schließen Silicate, Magnesiumsalze und Carbonatsalze ein.

Kaliumperoxymonopersulfat, Natriumper- ist ein anderes fakultatives anorganisches Perhydratsalz zum Gebrauch in den Waschmittel-Zusammensetzungen hierin.

Organoperoxysäure-Bleichsystem

Ein bevorzugtes Merkmal der Zusammensetzung hierin ist ein Organoperoxysäure-Bleichsystem. In einer bevorzugten Ausführung enthält das Bleichsystem eine Wasserstoffperoxidquelle und eine organische Peroxysäurebleichmittel-Vorläuferverbindung. Die Herstellung der organischen Peroxysäure verläuft über eine in-situ-Reaktion des Vorläufers mit einer Wasserstoffperoxidquelle. Bevorzugte Wasserstoffperoxidquellen umfassen anorganische Perhydratbleichmittel, wie das Perboratbleichmittel der beanspruchten Erfindung. In einer alternativen bevorzugten Ausführung wird eine vorgeformte organische Peroxysäure direkt in die Zusammensetzung eingebracht. Denkbar sind auch Zusammensetzungen, die eine Mischung einer Wasserstoffperoxidquelle und eines organischen Peroxysäure-Vorläufers in Kombination mit einer vorgeformten organischen Peroxysäure enthalten.

Peroxysäure-Bleichmittelvorstufe

Peroxysäure-Bleichmittelvorläufer sind Verbindungen, die mit Wasserstoffperoxid in einer Perhydrolysereaktion reagieren, um eine Peroxysäure hervorzubringen. Peroxysäure-Bleichmittelvorläufer können im Allgemeinen dargestellt werden als worin L eine Abgangsgruppe ist und X im Wesentlichen jede Funktionalität ist, so dass die durch Perhydrolyse hergestellte Peroxysäure folgende Struktur besitzt: Peroxysäure-Bleichmittelvorstufen-Verbindungen sind vorzugsweise in einer Konzentration von 0,5 bis 20 Gew.-%, mehr bevorzugt von 1 bis 15 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 1,5 bis 10 Gew.-% der Waschmittel-Zusammensetzungen vorhanden.

Geeignete Peroxysäure-Bleichmittelvorläuferverbindungen enthalten typischerweise eine oder mehrere N- oder O-Acylgruppen, deren Vorläufer aus sehr vielen Klassen ausgewählt sein können. Geeignete Klassen umfassen Anhydride, Ester, Imide, Lactame und acylierte Derivate von Imidazolen und Oximen. Beispiele geeigneter Materialien in diesen Klassen sind in GB-A-1586789 offenbart. Geeignete Ester sind in GB-A-836988, 864798, 1147871, 2143231 und EP-A-0170386 offenbart.

Abgangsgruppen

Die Abgangsgruppe, hiernach L-Gruppe genannt, muss ausreichend reaktiv sein, damit die Perhydrolysereaktion innerhalb des optimalen Zeitraums ablaufen kann (z. B. innerhalb eines Waschzyklus). Ist L allerdings zu reaktiv, ist dieser Aktivator für eine Verwendung in einer Bleichmittel-Zusammensetzung schwer zu stabilisieren.

Bevorzugte L-Gruppen sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus: und Mischungen davon ausgewählt ist, wobei R1 eine Alkyl-, Aryl-, oder Alkarylgruppe ist, die 1 bis 14 Kohlenstoffatome enthält, R3 ist eine Alkylkette, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome enthält, R4 ist H oder R3, und Y ist H oder eine lösungsvermittelnde Gruppe. Jedes R1, R3 und R4 kann durch im Wesentlichen jede funktionelle Gruppe substituiert werden, einschließlich beispielsweise durch Alkyl-, Hydroxy-, Alkoxy-, Halogen-, Amin-, Nitrosyl-, Amid- und Ammonium- oder Alkylammoniumgruppen.

Die bevorzugten lösungsvermittelnden Gruppen sind -SO3 -M+, -CO2 -M+, -SO4 -M+, -N+(R3)4X- und O<--N(R3)3 und am meisten bevorzugt -SO3 -M+ und -CO2 -M+, wobei R3 eine Alkylkette mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, M ein Kation ist, das dem Bleichmittelaktivator Löslichkeit vermittelt und X ein Anion ist, das dem Bleichmittelaktivator Löslichkeit vermittelt. Vorzugsweise ist M ein Alkalimetall-, Ammonium- oder substituiertes Ammoniumkation, wobei Natrium und Kalium am meisten bevorzugt sind und X ein Halogenid-, Hydroxid-, Methylsulfat- oder ein Acetatanion ist.

Alkylpercarbonsäure-Bleichmittelvorstufen

Alkylpercarbonsäure-Bleichmittelvorläufer liefern bei Perhydrolyse Percarbonsäuren. Bevorzugte Vorläufer dieses Typs liefern bei Perhydrolyse Peressigsäure.

Bevorzugte Alkylpercarbonsäure-Vorläuferverbindungen des Imidtyps umfassen die N,N,N1N1-tetraacetylierten Alkylendiamine, wobei die Alkylengruppe 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, insbesondere solche Verbindungen, in denen die Alkylengruppe 1, 2 und 6 Kohlenstoffatome enthält. Tetraacetylethylendiamin (TAED) ist besonders bevorzugt. Das TAED ist vorzugsweise in dem agglomerierten Teilchen der vorliegenden Erfindung nicht vorhanden, ist aber vorzugsweise in der Waschmittel-Zusammensetzung, die das Teilchen umfasst, vorhanden.

Andere bevorzugte Alkylpercarbonsäure-Vorläufer umfassen Natrium-3,5,5-Trimethylhexanoyloxybenzolsulfonat (Iso-NOBS), Natriumnonanoyloxybenzolsulfonat (NOBS), Natriumacetoxybenzolsulfonat (ABS) und Pentaacetylglucose.

Amidsubstituierte Alkylperoxysäure-Vorläufer

Amidsubstituierte Alkylperoxysäure-Vorläuferverbindungen sind hierin geeignet, einschließlich solcher mit den folgenden allgemeinen Formeln: worin R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, R2 eine Alkylengruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, R5H oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist und L im Wesentlichen jede Abgangsgruppe ist. Amidsubstituierte Bleichmittelaktivatorverbindungen dieses Typs sind in EP-A-0170386 beschrieben.

Perbenzoesäure-Vorläufer

Perbenzoesäure-Vorläuferverbindungen liefern bei einer Perhydrolyse Perbenzoesäure. Geeignete O-acylierte Perbenzoesäure-Vorläuferverbindungen umfassen die substituierten und unsubstituierten Benzoyloxybenzolsulfonate und die Benzoylierungsprodukte von Sorbit, Glucose und allen Sacchariden mit Benzoylierungsmitteln, und diejenigen des Imidtyps, einschließlich N-Benzoylsuccinimid, Tetrabenzoylethylendiamin und die N-Benzoylsubstituierten Harnstoffe. Geeignete imidazolartige Perbenzoesäure-Vorläufer umfassen N-Benzoylimidazol und N-Benzoylbenzimidazol. Andere geeignete N-Acylgruppen-haltige Perbenzoesäure-Vorläufer umfassen N-Benzoylpyrrolidon, Dibenzoyltaurin und Benzoylpyroglutaminsäure.

Vorgeformte organische Peroxysäure

Die Reinigungsmittel-Zusammensetzung kann zusätzlich oder alternativ zu einer organischen Peroxysäure-Bleichmittelvorläuferverbindung eine vorgeformte organische Peroxysäure enthalten, typischerweise in einer Konzentration von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, mehr bevorzugt von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% der Zusammensetzung.

Eine bevorzugte Klasse von organischen Peroxysäure-Verbindungen sind die amidsubstituierten Verbindungen der folgenden allgemeinen Formeln: worin R1 eine Alkyl-, Aryl- oder Alkarylgruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, R2 eine Alkylen-, Arylen- oder eine Alkarylengruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, R5H oder eine Alkyl-, Aryl- oder Alkarylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist. Amidsubstituierte organische Peroxysäureverbindungen dieses Typs sind in EP-A-0170386 beschrieben.

Andere organische Peroxysäuren umfassen Diacyl- und Tetraacylperoxide, vor allem Diperoxydodecandisäure, Diperoxytetradecandisäure und Diperoxyhexadecandisäure. Mono- und Diperazelainsäure, Mono- und Diperbrassylsäure und N-Phthaloylaminoperoxicapronsäure sind ebenfalls hierin geeignet.

Enzym

Ein weiterer bevorzugter Bestandteil, der hierin nützlich ist, sind ein oder mehrere zusätzliche Enzyme.

Bevorzugte zusätzliche Enzymmaterialien umfassen die im Handel erhältlichen Lipasen, Cutinasen, Amylasen, neutrale und alkalische Proteasen, Cellulasen, Endolasen, Esterasen, Pectinasen, Lactasen und Peroxidasen, die konventionelle in Reinigungsmittel-Zusammensetzung eingearbeitet werden. Geeignete Enzyme werden in den U.S.-Patenten 3,519,570 und 3,533,139 erörtert.

Organische Polymerverbindung

Organische Polymerverbindungen sind bevorzugte zusätzliche Bestandteile der Zusammensetzungen hierin.

Mit organischer Polymerverbindung ist hierin im Wesentlichen jede polymere organische Verbindung gemeint, die üblicherweise als Bindemittel, Dispergiermittel und Antiwiederablagerungs- und Schmutzsuspendiermittel in Waschmittel-Zusammensetzung verwendet wird, einschließlich jeglicher hochmolekularer organischer Polymerverbindungen, die hierin als Tonflockungsmittel beschrieben werden, einschließlich quaternisierten ethoxylierten (Poly-) Amin-Lehmschmutzentfernungs-/Antiwiederablagerungsmittel.

Die organische Polymerverbindung ist in den Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung üblicherweise in einer Menge von 0,01 bis 30 Gew.-% vorhanden, mehr bevorzugt von 0,1 bis 15 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0.5 bis 10 Gew.-% der Zusammensetzungen.

Beispiele organischer Polymerverbindungen umfassen die wasserlöslichen organischen, homo- oder copolymeren Polycarbonsäuren oder ihre Salze, bei denen die Polycarbonsäure mindestens zwei Carboxylreste umfasst, die voneinander durch nicht mehr als zwei Kohlenstoffatome getrennt sind. Polymere des letzteren Typs sind in GB-A-1,596,756 offenbart. Beispiele solcher Salze sind Polyacrylate mit MG 1000-5000 und ihre Copolymere mit Maleinsäureanhydrid, wobei solche Copolymere ein Molekulargewicht von 2000 bis 100.000, insbesondere 40.000 bis 80.000, aufweisen.

Die Polyaminoverbindungen sind hierin nützlich, einschließlich solcher, die aus Asparaginsäure abgeleitet sind, wie diejenigen, die in EP-A-305282, EP-A-305283 und EP-A-351629 offenbart sind.

Terpolymere, die Monomereinheiten, ausgewählt aus Maleinsäure, Acrylsäure, Polyasparaginsäure und Vinylalkohol, enthalten, besonders solche, die ein durchschnittliches Molekulargewicht von 5.000 bis 10.000 haben, sind hierin ebenfalls geeignet.

Weitere organische Polymerverbindungen, die für die Eingliederung in die Waschmittel-Zusammensetzungen hierin geeignet sind, umfassen Cellulosederivate, wie Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose und Hydroxyethylcellulose.

Weitere nützliche organische Polymerverbindungen sind die Polyethylenglycole, insbesondere die mit einem Molekulargewicht von 1.000-10.000, insbesondere 2.000 bis 8.000 und am meisten bevorzugt etwa 4.000.

Stark bevorzugte polymere Bestandteile hierin ist Schmutzabweisepolymer für Baumwolle und andere Stoffe als Baumwolle gemäß US-Patent 4,968,451, Scheibel et al., und US-Patent 5,415,807, Gosselink et al., und insbesondere gemäß US Anmeldungsnr. 60/051517.

Eine andere organische Verbindung, die ein bevorzugtes Tondispergiermittel/Antiwiederablagerungsmittel zum diesbezüglichen Gebrauch ist, können die ethoxylierten kationischen Monoamine und Diamin folgender Formel sein: worin X eine nichtionische Gruppe, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus H, C1-C4-Alkyl- oder -Hydroxyalkylester- oder -ethergruppen und Mischungen davon ist, a von 0 bis 20, vorzugsweise von 0 bis 4 (z. B. Ethylen, Propylen, Hexamethylen) ist, b 1 oder 0 ist; für kationische Monoamine (b=0) n mindestens 16 ist, mit einem typischen Bereich von 20 bis 35; für kationische Diamine (b=1) n mindestens ungefähr 12 ist, mit einem typischen Bereich von ungefähr 12 bis ungefähr 42.

Andere Dispergiermittel/Antiwiederablagerungsmittel zum diesbezüglichen Gebrauch sind in EP-B-011965 und US 4,659,802 und US 4,664,848 beschrieben.

Schaumunterdrückungssystem

Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel-Zusammensetzungen können, wenn sie für die Verwendung in Maschinen-Waschzusammensetzungen formuliert sind, vorzugsweise ein Schaumunterdrückungssystem umfassen, das in einer Konzentration von 0,01 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,02 Gew.-% bis 10 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0,05 Gew.-% bis 3 Gew.-% der Zusammensetzung vorhanden ist.

Geeignete Schaumunterdrückungssysteme zum diesbezüglichen Gebrauch können im Wesentlichen alle bekannten Schaum unterdrückenden Verbindungen umfassen, einschließlich beispielsweise Schaum unterdrückende Siliconverbindungen, Schaum unterdrückende 2-Alkyl- und Alkanolverbindungen.

Schaum unterdrückende Verbindungen bezeichnen hierin jede beliebige Verbindung oder Mischungen von Verbindungen, die zum Unterdrücken der Schäumung oder Seifenlaugenbildung führt, die von einer Lösung einer Waschmittel-Zusammensetzung erzeugt wird, insbesondere beim Hin- und Herbewegen dieser Lösung.

Besonders bevorzugte Schaum unterdrückende Verbindungen zum diesbezüglichen Gebrauch sind Schaum unterdrückende Silikonverbindungen, hierin definiert als eine beliebige Schaum unterdrückende Verbindung, die einen Silikon-Bestandteil enthält. Solche Schaum unterdrückenden Silikonverbindungen enthalten in der Regel auch einen Siliciumdioxid-Bestandteil. Der Ausdruck „Silikon", wie hierin und im Allgemeinen in der Industrie verwendet, umfasst eine Vielzahl von Polymeren mit verhältnismäßig hohem Molekulargewicht, die Siloxaneinheiten und Hydrocarbylgruppe verschiedener Arten enthalten. Bevorzugte silikonhaltige, Schaum unterdrückende Verbindungen sind die Siloxane, insbesondere die Polydimethylsiloxane mit trimethylsilylhaltigen, endblockierenden Einheiten.

Andere geeignete Schaum unterdrückende Verbindungen umfassen die Monocarbonfettsäuren und lösliche Salze davon. Diese Materialien werden im US Patent 2,954,347, erteilt am 27. September 1960 an Wayne St. John. Die Monocarboxylfettsäuren und Salze davon verfügen für die Verwendung als Schaumunterdrücker üblicherweise über Hydrocarbylketten von 10 bis 24 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen. Geeignete Salze schließen die Alkalimetallsalze, wie Natrium-, Kalium- und Lithiumsalze, sowie Ammonium- und Alkanolammoniumsalze ein.

Andere geeignete, Schaum unterdrückende Verbindungen umfassen zum Beispiel Fettsäureester mit hohem Molekulargewicht (z. B. Fettsäuretriglycerid), Fettsäureester aus einwertigen Alkoholen, aliphatische C18-C40 Ketone (z. B. Stearon) N-alkylierte Aminotriazine wie Tri- bis Hexaalkylmelamine oder Di- bis Tetraalkyldiaminchlortriazine, die als Produkte aus Cyanurchlorid mit zwei oder drei Mol eines primären oder sekundären Amins gebildet werden, das 1 bis 24 Kohlenstoffatome, Propylenoxid, Bis-Stearinsäureamid und Monostearyldialkalimetall-(z. B. Natrium, Kalium, Lithium)-phosphate und -phosphatester enthält.

Ein bevorzugtes Schaumunterdrückersystem umfasst:

  • (a) Schaum unterdrückende Verbindung, bevorzugt silikonhaltige Schaum unterdrückende Verbindung, am meisten bevorzugt eine silikonhaltige Schaum unterdrückende Verbindung, die in Kombination enthält:

    (i) Polydimethylsiloxan, in einer Menge von 50 Gew.-% bis 99 Gew.-%, bevorzugt 75 Gew.-% bis 95 Gew.-% der siliconhaltigen, Schaumunterdrückenden Verbindung; und

    (ii) Kieselsäure, in einer Menge von 1 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% der silikon-/kieselsäurehaltigen, Schaum unterdrückenden Verbindung;

    wobei die silikon-/kieselsäurehaltige, Schaum unterdrückende Verbindung in einer Menge von 5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt 10 Gew.-% bis 40 Gew.-% eingegliedert ist;
  • (b) eine Dispergiermittelverbindung, am meisten bevorzugt umfassend ein Silikonglycol-Kammcopolymer mit einem Polyoxyalkylengehalt von 72-78 Gew.-% und einem Ethylenoxid-/Propylenoxid-Verhältnis von 1:0,9 bis 1:1,1, in einer Menge von 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, bevorzugt 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%; ein besonders bevorzugtes Silikonglycol-Kammcopolymer dieser Art ist DCO544, im Handel erhältlich von DOW Corning unter dem Handelsnamen DCO544;
  • (c) eine reaktionsträge Trägerflüssigkeitsverbindung, am meisten bevorzugt umfassend ein C16-C18 ethoxyliertes Alkohol mit einem Ethoxylierungsgrad von 5 bis 50, bevorzugt 8 bis 15, in einer Menge von 5 Gew.-% bis 80 Gew.-%, bevorzugt 10 Gew.-% bis 70 Gew.-%;

Ein stark bevorzugtes partikelhaltiges, Schaum unterdrückendes System wird in EP-A-0210731 beschrieben und umfasst eine silikonhaltige, Schaum unterdrückende Verbindung und einen organischen Trägerstoff mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 50 °C bis 85 °C, wobei der organische Trägerstoff ein Monoester von Glycerin und einer Fettsäure mit einer Kohlenstoffkette, die 12 bis 20 Kohlenstoffatome aufweist, umfasst. EP-A-0210721 offenbart weitere bevorzugte, partikelhaltige, Schaum unterdrückende Systeme, wobei der organische Trägerstoff eine Fettsäure oder ein Alkohol mit einer Kohlenstoffkette, die 12 bis 20 Kohlenstoffatome umfasst, oder eine Mischung davon ist, mit eine Schmelzpunkt von 45 °C bis 80 °C.

Andere stark bevorzugte Schaumunterdrückersysteme umfassen Polydimethylsiloxan oder Mischungen von Silikon, wie Polydimethylsiloxan, Alumosilicat, und Polycarboxylpolymere, wie Copolymere von Lain- und Acrylsäure.

Polymere Farbstoffübertragungshemmer

Die Zusammensetzung hierin können außerdem 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% polymere, farbstoffübertragungshemmende Mittel umfassen.

Die polymeren Farbstoffübertragungshemmer sind vorzugsweise aus Polyamin-N-oxidpolymeren, Copolymeren von N-Vinylpyrrolidon und N-Vinylimidazol, Polyvinylpyrrolidonpolymeren oder Kombinationen davon ausgewählt, wobei diese Polymere vernetzte Polymere sein können.

Optischer Aufheller

Die Zusammensetzungen hierin enthalten wahlweise auch von ungefähr 0,005 Gew.-% bis 5 Gew.-% bestimmte Arten hydrophiler optischer Aufheller, wie in der Technik bekannt.

Polymeres Schmutzabweisemittel

Polymere Schmutzabweisepolymere, nachstehend „SRA" genannt, können wahlweise in den vorliegenden Zusammensetzungen eingesetzt werden. Falls verwendet, umfassen SRAs im allgemeinen 0,01 Gew.-% bis 10,0 Gew.-%, typischerweise 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis 3,0 Gew.-% der Zusammensetzung.

Bevorzugte SRAs besitzen typischerweise hydrophile Abschnitte, um die Oberfläche von hydrophoben Fasern, wie Polyester und Nylon, zu hydrophilisieren, und hydrophobe Abschnitte, um sich auf hydrophoben Fasern abzuscheiden und bis zum Ende der Wasch- und Spülzyklen haften zu bleiben, wodurch sie als Anker für die hydrophilen Abschnitte dienen. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass Flecken, die im Anschluss an die Behandlung mit dem SRA auftreten, in späteren Waschprozessen leichter ausgespült werden können.

Bevorzugte SRAs schließen oligomere Terephthalatester ein, die typischerweise durch Verfahren hergestellt werden, die mindestens eine Umesterung/Oligomerisierung, oftmals mit einem Metallkatalysator, wie einem Titan(IV)-alkoxid, einschließen. Derartige Ester können unter Benutzung zusätzlicher Monomere hergestellt werden, die in der Lage sind, über eine, zwei, drei, vier oder mehr Positionen in die Esterstruktur eingebaut zu werden, ohne natürlich eine dichtvernetzte Gesamtstruktur zu bilden.

Geeignete SRAs schließen ein sulfoniertes Produkt eines im wesentlichen linearen Esteroligomers ein, das aus einem oligomeren Estergrundgerüst aus wiederkehrenden Terephthaloyl- und Oxyalkylenoxy-Einheiten und von Allyl abgeleiteten, sulfonierten, Endgruppen besteht, die kovalent an das Grundgerüst gebunden sind, wie z. B. in US-Patent 4,968,451, 6. November 1990 an J.J. Scheibel und E.P. Gosselink, beschrieben. Derartige Esteroligomere können hergestellt werden durch: (a) Ethoxylieren von Allylalkohol, (b) Umsetzen des Produkts aus (a) mit Dimethylterephthalat („DMT") und 1,2-Propylenglycol („PG") in einem zweistufigen Umesterungs-/Oligomerisierungs-Verfahren, und (c) Umsetzen des Produkts aus (b) mit Natriummetabisulfit in Wasser. Andere SRAs schließen die nichtionischen, endverkappten 1,2-Propylen-/Polyoxyethylenterephthalatpolyester aus US-Patent 4,711,730, 8. Dezember 1987 an Gosselink et al., ein, zum Beispiel solche, die durch Umesterung/Oligomerisierung von Poly(ethylenglycol)methylether, DMT, PG und Poly(ethylenglycol)(„PEG") hergestellt werden. Andere Beispiele für SRAs umfassen: die teilweise oder vollständig anionisch-endverkappten oligomeren Ester von US-Patent Nr. 4,721,580, 26. Januar 1988 an Gosselink, wie Oligomere von Ethylenglycol („EG"), PG, DMT und Na-3,6-Dioxa-8-hydroxyoctansulfonat; die nichtionisch-verkappten Blockpolyester oligomerer Verbindungen von US-Patent Nr. 4,702,857, 27. Oktober 1987 an Gosselink, zum Beispiel hergestellt aus DMT, Methyl-(Me)-verkapptem PEG und EG und/oder PG oder einer Kombination aus DMT, EG und/oder PG, Me-verkapptem PEG und Na-Dimethyl-5-sulfoisophthalat; und die anionischen, besonders sulfoaroyl-, endverkappten Terephthalatestern von US-Patent Nr. 4,877,896, 31. Oktober 1989 an Maldonado, Gosselink et al., wobei das Letztere für SRAs, die sowohl in Wäschewasch- als auch Stoffkonditionierungsprodukten geeignet sind, typisch ist, ein Beispiel dafür ist eine Esterzusammensetzung, die aus m-Sulfobenzoesäuremononatriumsalz, PG und DMT hergestellt ist und wahlweise, aber vorzugsweise weiterhin zugegebenes PEG, z. B. PEG 3400, umfasst.

SRAs umfassen ebenfalls: einfache Copolymerblöcke von Ethylenterephthalat oder Propylenterephthalat mit Polyethylenoxid- oder Polypropylenoxidterephthalat, siehe US-Patent Nr. 3,959,230 an Hays, 25. Mai 1976, und US-Patent Nr. 3,893,929 an Basadur, 8. Juli 1975; Cellulosederivate, wie die Hydroxyethercellulosepolymere, erhältlich als METHOCEL von Dow; die C1-C4-Alkylcellulosen und C4-Hydroxyalkylcellulosen, siehe US-Patent Nr. 4,000,093, 28. Dezember 1976 an Nicol et al.; und die Methylcelluloseether mit einem durchschnittlichen Substitutionsgrad (Methyl) pro Anhydroglucoseeinheit von ungefähr 1,6 bis ungefähr 2,3 und einer Lösungsviskosität von ungefähr 0,08 bis ungefähr 0,12 Pas (80 bis ungefähr 120 Centipoise), gemessen bei 20 °C als 2 %ige wässrige Lösung. Solche Materialien sind als METOLOSE SM100 und METOLOSE SM200 erhältlich, welche die Handelsbezeichnungen von Methylcelluloseether sind, die von Shin-Etsu Kagaku Kogyo KK hergestellt werden.

Zusätzliche SRA-Klassen umfassen: (I) nichtionische Terephthalate unter Verwendung von Diisocyanat-Haftverbesserern zur Verknüpfung polymerer Esterstrukturen, siehe US-Patent 4,201,824, Violland et al., und US-Patent 4,240,918, Lagasse et al., und (II) SRAs mit Carboxylatendgruppen, die durch Zugabe von Trimellithsäureanhydrid zu bekannten SRAs hergestellt werden, um Hydroxylendgruppen in Trimellitatester umzuwandeln. Bei richtiger Auswahl des Katalysators bildet das Trimellithsäureanhydrid Bindungen mit den Endgruppen des Polymers über einen Ester der isolierten Carbonsäure des Trimellithsäureanhydrids, und nicht durch Öffnen der Anhydridbindung. Als Ausgangsmaterialien können entweder nichtionische oder anionische SRAs benutzt werden, sofern sie veresterbare Hydroxylendgruppen aufweisen. Siehe US-Patent 4,525,524, Tung et al. Andere Klassen umfassen: (III) anionische terephthalatbasierte SRAs der urethanverknüpften Variante, siehe US-Patent 4,201,824, Violland et al.;

Andere optionale Inhaltsstoffe

Andere fakultative Bestandteile, die sich zur Aufnahme in die Zusammensetzungen der Erfindung eignen, schließen Duftstoffe, Sprenkel, Färbemittel oder Farbstoffe, Füllsalze, wobei Natriumsulfat ein bevorzugtes Füllsalz ist, ein. Ebenfalls können geringere Mengen (z. B. weniger als ungefähr 20 Gew.-%) Neutralisationsmittel, Puffersubstanzen, Phaseregulierer, hydrotrope Verbindungen, Enzymstabilisierungsmittel, Polysäuren, Schaumregulierer, Trübungsmittel, Antioxidationsmittel, Bakterizide und Farbstoffe, wie die in US-Patent 4,285,841, an Barrat et al., erteilt am 25. August 1981, (durch Bezugnahme hierin eingeschlossen) beschriebenen, vorhanden sein. Stark bevorzugt sind verkapselte Duftstoffe, die vorzugsweise eine verkapselte Stärke umfassen.

In den Zusammensetzungen der Erfindung kann es bevorzugt sein, dass, wenn Farbstoffe und/oder Duftstoffe auf einen anderen Bestandteil gesprüht werden, der Bestandteil kein aufzusprühendes nichtionisches alkoxyliertes Alkoholtensid umfasst.

Form der Zusammensetzungen

Die Zusammensetzung der Erfindung davon kann über eine Reihe von Verfahren hergestellt werden, die das Mischen von Inhaltsstoffen beinhalten, einschließlich Trockenmischung, Verdichtung, wie Agglomeration, Extrusion, Tablettierung oder Sprühtrocknung der verschiedenen Verbindungen, die in dem Waschmittelbestandteil enthalten sind, oder Mischungen dieser Verfahren, wobei die Bestandteile hierin zum Beispiel auch durch Verdichtung, einschließlich Extrusion und Agglomeration, oder Sprühtrocknung hergestellt werden können.

Die Zusammensetzungen hierin können eine Reihe von physischen festen Formen annehmen, einschließlich Formen wie Tabletten-, Flocken-, Pastillen- und Stückform, und vorzugsweise hat die Zusammensetzung die Form von Granalien oder einer Tablette.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch in oder in Kombination mit Bleichmittel-Zusatzzusammensetzungen, die zum Beispiel Chlorbleichmittel umfassen, verwendet werden.

Die Zusammensetzungen haben vorzugsweise eine Dichte von mehr als 350 g/Liter, mehr bevorzugt mehr als 450 g/Liter oder sogar mehr als 570 g/Liter.

Nachstehend sind Beispiele von erfindungsgemäßen Waschmittel-Zusammensetzungen angegeben:

In Beispielen verwendete Abkürzungen

In den nachstehend veranschaulichten Waschmittel-Zusammensetzungen haben die abgekürzten Bestandteilkennungen die folgenden Bedeutungen:

LAS
Lineares C11-13-Natriumalkylbenzolsulfonat
LAS(I)
Flocken, die lineares C11-13-Natriumalkylbenzolsulfonat (90 %) und Natriumsulfat und Feuchtigkeit enthalten
LAS(II)
Lineares C11-13-Kaliumalkylbenzolsulfonat
MES
&agr;-Sulfomethylester von C18-Fettsäure
TAS
Natriumtalgalkylsulfat
CxyAS
C1xC1y-Natriumalkylsulfat
C46SAS
Sekundäres C14-C16-(2,3)-Natriumalkylsulfat
CxyEzS
C1x-C1y-Natriumalkylsulfat, kondensiert mit z Mol Ethylenoxid
CxyEz
Vorwiegend linearer primärer C1x-C1y-Alkohol, kondensiert mit durchschnittlich z Mol Ethylenoxid
QAS
R2.N+(CH3)2(CH4OH) mit R2 = C12-C14
QAS1
R2.N+(CH3)2(C2H4OH) mit R2 = C8-C11
SADS
C14-C22-Natriumalkyldisulfat der Formel 2-(R).C4 H7.-1,4-(SO4-)2, worin R = C10-C18
SADE2S
C14-C22-Natriumalkyldisulfat der Formel 2-(R).C4 H7.-1,4-(SO4-)2, worin R = C10-C18, kondensiert mit z Mol Ethylenoxid
APA
C8-C10-Amidopropyldimethylamin
Seife
Lineares Natriumalkylcarboxylat, abgeleitet von einer 80/20-Mischung aus Talg- und Kokosfettsäuren
STS
Natriumtoluolsulfonat
CFAA
C12-C14-(Kokos)alkyl-N-methylglucamid
TFAA
C16-C18-Alkyl-N-methylglucamid
TPKFA
Getoppte C16-C18-Ganzschnitt-Fettsäuren
STPP
Wasserfreies Natriumtripolyphosphat
TSPP
Tetranatriumpyrophosphat
Zeolith A
Hydratisiertes Natriumalumosilicat der Formel Na12(AlO2SiO2)12.27H2O mit einer primären Teilchengröße im Bereich von 0,1 bis 10 Mikrometer (Gewicht auf wasserfreier Basis ausgedrückt)
NaSKS6 (I)
Kristallines Schichtsilicat der Formel &dgr;-Na2Si2O5 mit einer massegemittelten Teilchengröße von 18 Mikrometern, wobei mindestens 90 Gew.-% eine Teilchengröße unter 65,6 Mikrometer aufweisen.
NaSKS-6 (II)
Kristallines Schichtsilicat der Formel &dgr;-Na2Si2O5 mit einer massegemittelten Teilchengröße von 18 Mikrometern, wobei mindestens 90 Gew.-% eine Teilchengröße unter 42,1 Mikrometer aufweisen.
Citronensäure
Wasserfreie Citronensäure
Borat
Natriumborat
Carbonat
Wasserfreies Natriumcarbonat mit einer Teilchengröße zwischen 200 &mgr;m und 900 &mgr;m
Hydrogencarbonat
Wasserfreies Natriumhydrogencarbonat mit einer Teilchengrößenverteilung zwischen 400 &mgr;m und 1200 &mgr;m
Silicat
Amorphes Natriumsilicat (SiO2:Na2O = 2,0:1)
Sulfat
Wasserfreies Natriumsulfat
Mg-Sulfat
Wasserfreies Magnesiumsulfat
Citrat
Trinatriumcitratdihydrat einer Aktivität von 86,4 % mit einer Teilchengrößenverteilung zwischen 425 &mgr;m und 850 &mgr;m
MA/AA
Copolymer von 1:4 Malein-/Acrylsäure, durchschnittliches Molekulargewicht ungefähr 70.000
MA/AA (1)
Copolymer von 4:6 Malein-/Acrylsäure, durchschnittliches Molekulargewicht ungefähr 10.000
AA
Natriumpolyacrylat-Polymer mit durchschnittlichem Molekulargewicht von 4.500
CMC
Natriumcarboxymethylcellulose
Celluloseether
Methylcelluloseether mit einem Polymerisationsgrad von 650, erhältlich von Shin Etsu Chemicals
Protease
Proteolytisches Enzym, das 3,3 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S unter dem Markennamen Savinase
Protease I
Proteolytisches Enzym, das 4 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, wie in WO 95/10591 beschrieben, vertrieben durch Genencor Int. Inc.
Alcalase
Proteolytisches Enzym, das 5,3 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S
Cellulase
Cellulytisches Enzym, das 0,23 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S unter dem Markennamen Carezyme
Amylase
Amylolytisches Enzym, das 1,6 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S unter dem Markennamen Termamyl 120T
Amylase II:
Amylolytisches Enzym, wie in PCT/US9703635 offenbart
Lipase
Lipolytisches Enzym, das 2,0 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S unter dem Markennamen Lipolase
Lipase (1)
Lipolytisches Enzym, das 2,0 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S unter dem Markennamen Lipolase Ultra
Endolase
Endoglucanase-Enzym, das 1,5 Gew.-% an aktivem Enzym aufweist, vertrieben durch NOVO Industries A/S
PB4
Natriumperborattetrahydrat der nominalen Formel NaBO2.3H2O.H2O2
PB1
Wasserfreies Natriumperboratbleichmittel der nominalen Formel NaBO2.H2O2
Percarbonat
Natriumpercarbonat der nominalen Formel 2Na2CO3.3H2O2
DOBS
Decanoyloxybenzolsulfonat in Form des Natriumsalzes
DPDA
Diperoxydodecandisäure
NOBS
Nonanoyloxybenzolsulfonat in Form des Natriumsalzes
NACA-OBS
(6-Nonamidocaproyl)oxybenzolsulfonat
LOBS
Dodecanoyloxybenzolsulfonat in Form des Natriumsalzes
DOBS
Decanoyloxybenzolsulfonat in Form des Natriumsalzes
DOBA
Decanoyloxybenzoesäure
TAED
Tetraacetylethylendiamin
DTPA
Diethylentriamin-pentaessigsäure
DTPMP
Diethylentriamin-penta(methylenphosphonat), vertrieben von Monsanto unter dem Markennamen Dequest 2060
EDDS
Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure-(S,S)-Isomer in Form seines Natriumsalzes.
Photoaktiviertes Bleichmittel
Sulfoniertes Zinkphthalocyanin, das in löslichem Polymer verkapselt ist oder von diesem getragen wird, oder sulfoniertes Aluminophthalocyanin, das in löslichem Polymer verkapselt ist oder von diesem getragen wird
Aufheller 1
Dinatrium-4,4'-bis(2-sulphostyryl)biphenyl
Aufheller 2
Dinatrium-4,4'-bis(4-anilino-6-morpholino-1.3.5-triazin-2-yl)amino)stilben-2:2'-disulfonat
HEDP
1,1-Hydroxyethandiphosphonsäure
PEGx
Polyethylenglycol mit einem Molekulargewicht von x (typischerweise 4.000)
PEO
Polyethylenoxid mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 50.000
TEPAE
Tetraethylenpentaaminethoxylat
PVI
Polyvinylimidosol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 20.000
PVP
Polyvinylpyrrolidon-Polymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 60.000
PVNO
Polyvinylpyridin-N-oxid-Polymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 50.000
PVPVI
Copolymer von Polyvinylpyrrolidon und Vinylimidazol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 20.000
QEA
Bis((C2H5O)(C2H4O)n)(CH3)-N+-C6H12-N+-(CH3) Bis((C2H5O)-(C2H4O))n, worin n = von 20 bis 30
SRP 1
Anionisch endverkappte Polyester
SRP 2
Diethoxyliertes kurzes Poly(1,2-propylenterephtalat)-Blockpolymer
PEI
Polyethylenimin mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1800 und einem durchschnittlichen Ethoxylierungsgrad von 7 Ethylenoxy-Resten pro Stickstoff
Silikon-Antischaummittel
Polydimethylsiloxan-Schaumregulierungsmittel mit Siloxan- oxyalkylen-Copolymer als Dispergiermittel, mit einem Verhältnis des Schaumregulierungsmittels zu dem Dispergiermittel von 10:1 bis 100:1.
Trübungsmittel
Wasserhaltige Monostyrol-Latex-Mischung, vertrieben durch BASF Aktiengesellschaft unter dem Markennamen Lytron 621
Wachs
Paraffinwachs

Beispiel 1

Es wurde eine Waschmittel-Zusammensetzung gebildet, die Blaspulver, ein Agglomerat, umfassend kristallines Schichtsilicat und anionisches Tensid, ein Sprudelteilchen und ein trocken gemischtes Bleichaktivatorteilchen, Natriumpercarbonat, Natriumcitrat und Schaumunterdrücker umfasste.

Die einzelnen Teilchen wurden hergestellt und durch sanftes Mischen z. B. in einem Nautamischer für einen Zeitraum von mindestens 4 Minuten trocken gemischt.

Herstellung des Blaspulvers

Die Zusammensetzung des fertigen Blaspulvers war wie folgt: Bestandteil % im Blaspulver Lineares Natriumalkylsulfonat (LAS) 20 Copolymer von Acryl-/Maleinsäure 5 Natriumsulfat 16 Natri umcarbonat 31 Natriumcitrat 20 Wasser 8

Das Blaspulver wurde durch ein Standardverfahren der Sprühtrocknung hergestellt. Die vorstehenden Bestandteile wurden mit Wasser zu einer Aufschlämmung gemischt. Die wässrige Aufschlämmung kann durch ein diskontinuierliches oder kontinuierliches Verfahren hergestellt werden. In diesem Fall wurde ein Chargenmischer, oder „Crutcher", verwendet, in dem die verschiedenen Waschmittelbestandteile mit Wasser aufgelöst oder aufgeschlämmt wurden, um eine Aufschlämmung, die 35 % Wasser enthält, bereitzustellen. Der Wassergehalt kann von ungefähr 20 Gew.-% bis ungefähr 60 Gew.-% Wasser variiert werden, vorzugsweise liegt er bei ungefähr 30 Gew.-% bis ungefähr 40 Gew.-% Wasser. In diesem Beispiel wurde die Zugabereihenfolge der Bestandteile zu Wasser zur Bildung der wässrigen Aufschlämmung vorstehend in der Endzusammensetzung des Blaspulvers aufgeführt. Die wässrige Aufschlämmung wurde dann bei hohem Druck durch Zerstäuberdüsen in einen Sprühtrockenturm gepumpt, wo überschüssiges Wasser entfernt wurde, wodurch ein fließfähiges pulverförmiges Produkt (Blaspulver) erzeugt wurde. Feinstoffe wurden durch ein Siebgewebe herausgesiebt.

Herstellung von Teilchen aus kristallinem Schichtsilicat/anionischem Tensid

Ein Agglomerat, das 70 % SKS6 und 30 % LAS umfasste, wurde durch ein herkömmliches Agglomerationsverfahren hergestellt.

Herstellung des Sprudelteilchens

Die Teilchen wurden mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Bestandteil Zusammensetzung% Äpfelsäure 44 Natriumhydrogencarbonat 40 Natriumcarbonat 16

Das Teilchen wurde durch ein Walzenverdichtungsverfahren hergestellt. Die Rohmaterialien in den vorstehend angegebenen Anteilen wurden mit einer Druckkraft von 80 kN in eine Walzenvorrichtung Pharmapaktor L200/50 P gegeben, die mit konkaven glatten Walzen mit einer axialen Wellung von 0,3 mm eingestellt war. Die erzeugten Flocken wurden dann mit einem Flake Crusher FC 200 mit einer so ausgewählten Maschenweite, dass die benötigte Teilchengröße erzeugt wurde, verdichtet. Das Produkt wurde gesiebt, um die Feinstoffe zu entfernen.

Diese drei Bestandteile wurden mit den zusätzlichen, als Trockenzusatz zugegebenen Bestandteilen, die nachstehend aufgelistet sind, in den nachstehend angegebenen Anteilen vermischt, um eine erfindungsgemäße Waschmittel-Zusammensetzung zu bilden. Bestandteil % in Waschmittel-Zusammensetzung Sprühgetrocknet 42 Bleichaktivator 3 Natriumpercarbonat 15 Natriumcitrat 10 SKS6/LAS-Granulat 10 Schaumunterdrückerteilchen 4 (95 % PEG, 5 % Silikon) Sprudelteilchen 16

Beispiel 2

Weitere Beispiele für Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung sind als Formulierungen A-D in der nachstehenden Tabelle aufgeführt, die auch das Verfahren zur Herstellung der Beispiele angibt.


Anspruch[de]
Feste Detergenszusammensetzung, die zu 10 Gew.-% bis 60 Gew.-% ein Tensidsystem umfasst und einen maximalen Rückstandsindex von 25 und einen maximalen Sekundärrückstandsindex von 15 aufweist, wobei die Zusammensetzung frei von phosphathaltigem Buildermaterial ist, wobei die Zusammensetzung zu 1 Gew.-% bis 80 Gew.-% eine wasserlösliche und/oder teilweise wasserlösliche Builderverbindung umfasst, wobei die Zusammensetzung unter 9 Gew.-% Alumosilicatbuilder umfasst, wobei die Zusammensetzung eine stark wasserlösliche carboxylat- oder carbonsäurehaltige Verbindung in einer innigen Mischung mit einem oder mehreren Tensiden umfasst, wobei das Tensid ein anionisches Tensid umfasst, wovon 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% anionisches Sulfonattensid sind. Detergenszusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend amorphes Natriumsilicat in Mengen unter 5 Gew.-% bezogen auf die Detergenszusammensetzung in der Gesamtheit. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend nichtionisches Tensid, das auf vorab gebildete Teilchen, die Tensid und festes Trägermaterial umfassen, gesprüht wurde. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, die außerdem ein kationisches Tensid umfasst. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, die im Wesentlichen frei von Alkylsulfattensid ist. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend einen Sprudelbildungsbestandteil, der eine innige Mischung aus im Wesentlichen wasserfreiem Stabilisierungsmittel und einem Sprudelbildungssystem umfasst. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche, die eine Quelle für Percarbonatbleichmittel umfasst. Detergenszusammensetzung nach einem der vorstehenden Ansprüche in der Form einer Detergenstablette. Verwendung einer Detergenszusammensetzung, wie in einem der vorstehenden Ansprüche definiert, in einem Waschverfahren für verschmutzte Wäsche.






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