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Dokumentenidentifikation DE69836339T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001015715
Titel SEITLICHE SCHALUNGSANORDNUNG ZUR HERSTELLUNG DER VERSCHALUNG EINES BAUPANEELS AUS BETON
Anmelder Tiltform Pty Ltd, Dulwich, AU
Erfinder VINET, Joseph, Alexander, Campbelltown, S.A. 5074, AU;
SLADOJEVIC, Radovan, Robert, Campbelltown, S.A. 5074, AU
Vertreter Patentanwälte Lang & Tomerius, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69836339
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.04.1998
EP-Aktenzeichen 989166632
WO-Anmeldetag 28.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/AU98/00307
WO-Veröffentlichungsnummer 1998049415
WO-Veröffentlichungsdatum 05.11.1998
EP-Offenlegungsdatum 05.07.2000
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse E04G 17/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seitenschalungsanordnung für Bauschalungen gemäß Beschreibung im Oberbegriff von Anspruch 1.

Die Erfindung ist anwendbar auf die Herstellung von Bauwerken, die Schalungen aus Beton und anderen härtbaren nichtfesten Materialien verwenden. Insbesondere ist die Erfindung – ohne allerdings ihren Geltungsbereich einschränken zu wollen – an die Bauindustrie gerichtet und betrifft die Formung von Bauelementen aus Beton. Anhand der Bauindustrie und der Formung von Bauwerken wird die Erfindung hier zwar beschrieben, dies jedoch nur zu exemplarischen Zwecken.

In der Bauindustrie wird oft gewünscht, eine Konstruktion zu bilden, indem eine temporäre Schalung errichtet wird, in die anschließend Beton gegossen wird. Nach dem Abhärten bzw. Abbinden des Betons wird die Schalung entfernt. Bauwerke wie Wände, Bordkanten, hängende Platten, Rampen und Stiegen sind Beispiele für in situ gegossene Strukturen.

Andere Bauwerke, einschließlich Gebäude, werden aus großen Betonplatten errichtet. Diese Platten können an einem anderen Ort hergestellt und zur Baustelle transportiert oder vor Ort an der Baustelle gegossen und nach dem Abbinden aufgerichtet und in ihre Position eingesetzt werden.

Bauwerke wie Stiegen können aus Beton gemacht werden, der in Spezialschalungen eingegossen wird. Zur Herstellung der Schalung wird typischerweise Bauholz und Sperrholz verwendet. Die Schalung wird mit Nägeln zusammen gehalten und vor Ort verankert. Die Anfertigung der Schalung kann ziemlich lange dauern. Nach Verwendung der Schalung wird sie entfernt und zum Großteil entsorgt. Entsprechend entsteht der Aufwand an Material und Arbeit für den Bau der Schalung. Und die Baustelle kann mit Holzabschnitten und Nägeln belastet werden, die eine Gefahr für die Arbeiter darstellen.

Bei der Herstellung rechteckiger Betonbauplatten kommen in der Bauindustrie unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Solche Platten können vor Ort oder an einem anderen Ort (offsite) hergestellt werden.

Die offsite hergestellten Platten müssen mit mindestens zwei Sätzen Hubankern ausgestattet sein. Ein Satz zum Laden auf ein Transportfahrzeug und ein weiterer Satz zum Entladen am Aufstellungsort. Dies deshalb, weil die meisten Hersteller solcher Verankerungen ihre Anker nur für eine einzigen Hebevorgang garantieren. Da dies zusätzliche Verankerungen und Schwertransporte bedingt, werden die Platten oft vor Ort gemacht. Offsite gemachte Platten werden in der Regel genauer hergestellt, was ihre Maßstabgerechtheit, Konformität und Rechtwinkeligkeit betrifft, als die vor Ort produzierten Platten.

Bei den meisten Vor-Ort-Plattenherstellungsprozessen werden mehrere Platten in Stapeln von vier oder sechs Stück hergestellt, die waagrecht übereinander liegen. Diese Stapel werden typischerweise auf einem Betonboden auf der Baustelle produziert. Die einzelnen Platten werden hintereinander gegossen. Nach dem Abhärten wird die Platte mit einer Substanz überzogen, die allgemein als Trennmittel (Bond Breaker) bekannt ist, um ein Aneinanderhaften des Betons zu verhindern. Dann wird eine weitere Platte gegossen und der Vorgang wie gewünscht wiederholt. Wenn sie fertig sind, werden die Platten angehoben und vertikal aufgestellt.

Ein erstes bekanntes System für die Plattenherstellung ist das Schaltafelsystem ("Shutter"-System). Es funktioniert auf Basis vorfabrizierter Schaltafeln, die in der Regel aus Sperrholztafeln gefertigt sind, die von einem Bauholzrahmen zusammen gehalten werden. Die Schaltafeln und Rahmen werden normalerweise vor Ort vorfabriziert; dies erfordert das Schneiden von Tafeln und Latten sowie das Zusammennageln derselben. Jede Tafel wird an einen Bauholzlattenrahmen genagelt, der im Normalfall den Außenumfang der Tafel – mit unterstützenden Zwischenlatten – umfängt. Die Tafeln werden ausreichend hoch gemacht, dass ein Plattenstapel von normalerweise bis zu sechs Stück Höhe hergestellt werden kann.

Die Plattengröße wird am Betonboden der Baustelle markiert. Die Rahmenunterseite der einzelnen Tafeln wird mit gebohrten Löchern unter Verwendung von Betonankern am Baustellenboden befestigt und am Boden festgeschraubt. Die Tafeln werden dann gelotet und fixiert, indem Holzklammern an den Rahmen und an Holzklammerplatten genagelt werden, die mit Hilfe von Betonankern am Baustellenboden befestigt werden.

Nach Errichtung der Schaltafeln Bremszylinder. der Verschalung werden die gewünschten Plattendicken auf der Schalungsfläche markiert. Dann werden Leisten an die Schalungsfläche in diesen Dicken genagelt, um eine abgeschrägte Plattenkante zu formen. Die Präzision der Plattendicke ist von der Präzision der Markierung abhängig. Dieser Markierungsvorgang ist fehleranfällig beim Ablesen des Bandmaßes oder einer Teleskopwaage und bei der Übertragung der gewünschten Markierungen auf die Schalungsseiten.

Zusätzlich werden die erwähnten Probleme mit der Genauigkeit der Plattendicke verschärft durch die Art und Weise, in der Beton verarbeitet werden muss. Der vergossene Beton muss abgezogen werden. Allgemein werden Schalungen so hergestellt, dass ihre oberste Kante der gewünschten Betonhöhe entspricht. Dann wird das Abziehwerkzeug entlang der Schalungskante geführt und der Beton auf diese Weise auf das erforderliche Niveau gebracht. Beim Schaltafelsystem müssen aller außer der letzten Platte nach einer Linie anstatt nach einer Kante abgezogen werden, was wesentlich schwieriger ist und oft zu unterschiedlichen Plattendicken führt.

Nachdem die Schalung gebaut ist, werden Verstärkungsstangen und Gitter darin angebracht, je nach den Ansprüchen der Platten. Da die Schalung für einen kompletten Stapel nötig ist, wird die Installation der Verstärkungsstangen und Gitter von der Schalung behindert. Es muss darauf geachtet werden, die Schalung nicht zu beschädigen bzw. Verletzungen der Arbeiter zu vermeiden, da die Verstärkungsteile über die Kante der Schalung geführt werden.

Das Gießen und Verarbeiten von Beton führt zu seitlichem Druck auf die Schalung. Dies gilt besonders in dem Fall, in dem eine Maschine zum Rütteln und Verdichten des Betons vor Ort benützt wird. Da die Holzklammern in der Regel nur provisorisch und kostengünstig sind, geben sie vielfach unter dem seitlichen Druck nach und geraten aus dem Lot. Ist ein Stapel erst einmal aus dem Lot, ist es unmöglich oder jedenfalls sehr schwierig, die Schalung neu zu loten, ohne die Schalung abzumontieren und neu zusammen zu bauen. Auch wenn die Schalung abgebaut und neu zusammen gefügt wird, ist es sehr schwierig, diese wieder lotgerecht und winkelgerecht aufzustellen. Die Wirkung einer aus dem Lot geratenen Schalung ist eine Änderung der Plattendimensionen, einschließlich der Dicke.

Aus dem Gesagten geht hervor, dass das Schaltafelsystem sehr arbeitsintensiv ist. Die Schalung ist unhandlich, schwer und erfordert große Materialmengen. Zudem wird der Plattenherstellungsvorgang durch die Schalung behindert.

Ein weiteres bekanntes System ist die Bretterrandverschalung. Bei diesem System werden Holzbretter oder Dielen hochkant als Seitenschalungen eingesetzt. Die Breite der Holzdielen entspricht der beabsichtigten Dicke der Platte.

Auf einer Betonoberfläche werden die beabsichtigten Plattendimensionen markiert. Dann werden Holzträger hergestellt und ausgelegt. Die Träger umfassen normalerweise eine Holzbasis, ein Holzsteigteil und eine Klammer zwischen Steigteil und Basis. Die Verbindung zwischen Basis und Steigteil wird im allgemeinen mit Hilfe einer Stahlwinkelplatte verstärkt, die an Basis und Steigteil genagelt wird. Der Träger ist von der markierten Platte zurück versetzt, so dass der Steigteil die Dicke der Dielen von der markierten Platte weg ist. In dieser Position werden die Träger an der Betonoberfläche mittels Betonankern und Schrauben befestigt.

Um die markierte Platte werden eine Reihe von Trägern positioniert. Dann werden die Bretter geschnitten und zusammengenagelt, um die Seitenschalung der Platte zu bilden. Diese verbundenen Bretter werden an die Steigteile der Träger genagelt, und der ganze Rahmen wird gelotet und im Winkel ausgerichtet. Leistenränder werden an die Innenseite der Seitenschalbretter genagelt. Dann werden die Verstärkungsstangen und Gitter installiert und der Beton eingegossen und abgezogen. Nach Abhärten des Betons wird ein weiterer Satz Seitenschalbretter an den Steigteilen befestigt, die hochkant auf der Oberkante der Bretter des ersten Brettersatzes aufliegen. Die neue Seitenschalung wird gelotet und winkelausgerichtet, und die nächste Platte wird hergestellt. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Anzahl Platten im Stapel erreicht ist.

Es ist zu beachten, dass bei diesem System die Seitenschalungen, die Bretter, nicht von einer Breite zur Formung vieler Platten sein müssen. Die Breite der Bretter ist vielmehr die der gewünschten Plattendicke. So kann der eingegossene Beton praktischer Weise an der Oberkante der Seitenschalung abgezogen werden, ausgenommen in der Nähe der Steigteile. Was die Steigteile betrifft, ist große Sorgfalt erforderlich, die Steigteile, welche die Seitenschalung tragen, nicht zu beschädigen. Auch sind die Probleme im Zusammenhang mit dem Transport des Verstärkungsmetalls in die Schalung viel geringer als beim Schaltafelsystem.

Da jede Platte ihre eigenen Seitenschalungsbretter besitzt, kann die Schalung für jede Platte nivelliert, gelotet und winkeleingerichtet werden. Auf diese Weise können die Probleme im Zusammenhang mit Seitenkräften auf die Seitenschalungen korrigiert werden. Dieser Vorgang dauert allerdings eine Weile und erfordert Geschick.

Aus dem Gesagten geht hervor, dass jede Platte ihre eigenen Seitenschalungen besitzt, die in situ bleiben, bis der Stapel demontiert und die Platten errichtet sind. Folglich ist das System teuer insofern als es zahlreiche Seitenschalungsbretter benötigt.

Angesichts der Notwendigkeit, die Kosten zu minimieren und im Sinne einer Flexibilität und Arbeitsbequemlichkeit sind die Bretter aus ungehobeltem Sägeholz. Ungehobeltes Sägeholz wird in Normgrößen mit einer signifikanten Dimensionstoleranz geliefert. Die Breite und Dicke solcher Bretter kann um einige Millimeter variieren. Diese Variationen werden auf die hergestellten Platten übertragen und in der Regel noch vergrößert. Beispielsweise kann eine rechteckige Platte, die mit Holz-Seitenschalungen hergestellt wurde und typischerweise um bis 5 mm variiert, angesichts der Tatsache, dass zwei parallele Seitenschalungen vorliegen, eine Platte ergeben, die von der beabsichtigten Breite um 10 mm abweicht.

Zusätzlich zu dem genannten Problem sind die Wirkungen des Wetters und der Bedingungen vor Ort auf die Holzbretter zu berücksichtigen. Ein Brett kann schrumpfen, anschwellen, sich verdrehen und verwerfen, wodurch sich die genannten Probleme noch zusätzlich verkomplizieren.

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit ungehobeltem Sägeholz – zumal gehobeltes Holz unwirtschaftlich wäre – liegt in dessen ausgeprägter Maserung. Diese Maserung prägt sich in die Betonoberfläche der Brettkanten ein. Wo dies sichtbar ist, wie etwa rund um ein Fenster, sind zusätzliche Arbeiten und Materialien nötig, um die gemaserte Oberfläche zu verbergen.

Ein weiteres bekanntes System ist das TILT-FAST System. Dieses System nützt Rohrstahlrahmen mit rechteckigem Querschnitt, die horizontal übereinander gestapelt werden, um Steigteile und Pfeiler zu bilden. Die Querschnitthöhe eines Rahmens entspricht jener der gewünschten Brettdicke.

Die Rahmen werden auf einer Arbeitsfläche aus Beton ausgelegt und an dieser mittels Betonankern befestigt. An der plattenzugewandten Seite des Rahmens jedes Steigteils ist horizontal an der Kante ein Sperrholzbrett mit einer Breite entsprechend der Höhe des Rahmens befestigt. Die Sperrholzbretter werden mit einem Dorn-Keil-System befestigt. Unter Anwendung einer Wasserwaage auf der Fläche des Sperrholzbretts, das zur Seitenschalung wird, gemeinsam mit dem Dorn-Keil-Befestigungssystem, kann die Seitenschalung gelotet werden. Nach Auslotung der Seitenschalungen werden an den Ober- und Unterkanten Leisten angenagelt. Dann kann der Beton eingefüllt und die Platte abgezogen und geformt werden.

Nachdem die Platte ausgehärtet ist, werden die Rahmen von der Arbeitsfläche abgeschraubt, und die Seitenschalungen werden von der Platte weggezogen. Ein Rahmen wird in jeder Steigteilposition neu angeschraubt, und ein weiterer Rahmen auf jedem Rahmen befestigt, so dass jedes Steigteil zwei Rahmen umfasst. Die Sperrholzbretter werden – ohne Leisten – am obersten Rahmen jedes Steigteils wieder befestigt und neu ausgelotet. Dann werden die Leisten wieder angenagelt und die nächste Platte wird produziert. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Anzahl Platten im Stapel erreicht ist.

Die erforderliche Neuausrichtung der Rahmen nach deren Demontage zur Entfernung der Seitenschalung ist zeitaufwendig. Sie kann zudem die Verankerung der den Rahmen am Boden fixierenden Betonanker beschädigen.

Der Prozess des ständigen Annagelns, Entnagelns und Neuvernagelns der Leisten ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Zudem werden die Sperrholzbretter rasch so beschädigt, dass sie unbrauchbar werden.

Obwohl das System relativ kleine und leichte Komponenten benützt, sind deren doch viele. Es gibt all die Rahmen, Keile und Dorne, die angeordnet, ausgerichtet und korrekt befestigt werden müssen, um Abweichungen der Plattenabmessungen zu vermeiden.

Das System hat ein weiteres Problem, das die anderen nicht haben, wenn eine Teleskopwaage oder eine Laserwaage zum Ansetzen der Leisten verwendet werden. Das Problem besteht darin, dass die Rahmen am Boden befestigt sind. Wenn deshalb der Boden nicht eben ist, was leicht der Fall ist, geraten die Bretter verdreht oder verzerrt anstatt rechteckig im Querschnitt über die verlangte Länge, so wie gewünscht.

In US 4,846,437 wird ein Formherstellungsapparat zum Formen von Betonplatten offenbart. Er umfasst ein längliches Formkantenelement mit einem Paar gegenüber angeordneter Flansche, die sich rückwärts von der Formflächenseite erstrecken und einen Verriegelungskanal bilden, der sich mit Stützklammern verbindet, die das längliche Formkantenelement in einer festgelegten Position halten. Die Klammern sind durch Eingriff in beide gegenüber liegenden Flansche lösbar mit dem Verriegelungskanal verbunden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Seitenschalungsanordnung zu schaffen, um eine Schalung zum Formen einer Betonbauplatte herzustellen, die einfach in der Handhabung ist und ein wirtschaftliches Formen der Betonplatten ermöglicht.

Dieses Ziel wird erreicht gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Es lässt sich behaupten, dass die Erfindung – nicht notwendigerweise in ihrer breitesten oder einzigen Form – auf einer Schalungsträgeranordnung beruht, umfassend ein verschiebbares Steigteil zur Unterstützung einer Seitenschalung an einem Schalungsort und einen zurück versetzten Pfeiler zur Befestigung einer Arbeitsunterlage in einer Position, die vom Schalungsort zurück versetzt ist, und zur sicheren Unterstützung des verschiebbaren Steigteils für die Gleitbewegung in einer ersten Ebene quer zum Schalungsort, der hier zur Unterstützung der Seitenschalung und Gleitbewegung in der ersten Ebene weg vom Schalungsort zur Lösung der Seitenschalungsunterstützung befestigt ist. in einigen Anwendungen ist die Arbeitsplatzunterlage typischer Weise eine Betonplatte, und Maurerhaken und Schrauben werden verwendet, um den zurück versetzten Pfeiler zu befestigen. In anderen Ausführungsbeispielen können andere Befestigungsformen benützt werden, einschließlich aber nicht beschränkt auf Pfähle, die in den Boden getrieben werden, um den zurückversetzten Pfeiler festzuhalten.

In einer Form widersteht der zurück versetzte Pfeiler im wesentlichen der Bewegung des verschiebbaren Steigteils in anderen Ebenen als der ersten Ebene. Dies ist zwar bevorzugt, aber nicht unbedingt notwendig. Durch Einschränkung der verfügbaren Bewegung der verschiebbaren Steigteile wird die Konstruktion der zurück versetzten Pfeiler vereinfacht. Auch wird allgemein die Benutzung der Anordnung vereinfacht. Sollte dies jedoch erwünscht sein, kann auch eine größere Bewegungsfreiheit der verschiebbaren Steigteile gewährleistet werden, doch dies kompliziert wohl die erforderlichen Sicherungsmittel für eine selektive Befestigung der verschiebbaren Steigteile in Relation zu einem zurück versetzten Pfeiler und der Schalung. Offensichtlich können die verschiebbaren Steigteile im allgemeinen die Schalung nur stützen, wenn sie in Relation zum zurück versetzten Pfeiler gesichert sind, der mit Bezug auf den Arbeitsort fixiert ist.

Nach einer Form der Erfindung stützt der zurück versetzte Pfeiler eine Mehrzahl von unabhängigen verschiebbaren Steigteilen, die einer über dem anderen angeordnet sind. In einigen Anwendungen wird ein einzelner verschiebbarer Steigteil von einem zurück versetzten Pfeiler gestützt, doch in anderen Anwendungen, wie in Stapelkonstruktionen mit mehreren Platten oder Stufenkonstruktionen, trägt ein zurück versetzter Pfeiler mehrere verschiebbare Steigteile.

In einem alternativen Ausführungsbeispiel umfasst die Schalungsanordnung:

mindestens einen verschiebbaren Steigteil zur Unterstützung einer Seitenschalung an einem Schalungsort;

mindestens einen zurück versetzten Pfeiler, umfassend:

eine Ankerplatte, die an einer Arbeitsplatzunterlage fixierbar ist, wobei die Ankerplatte dazu dient, den zurück versetzten Pfeiler auf der Arbeitsplatzunterlage in einer vom Schalungsort zurück versetzten Position zu halten;

einen Steigteilstützrahmen, der von der Ankerplatte aufwärts vorsteht, wenn die Ankerplatte an der Arbeitsplatzunterlage anliegt, wobei der Steigteilstützrahmen mindestens einen der verschiebbaren Steigteile für eine Gleitbewegung quer zum und vom Schalungsort in einer ersten Ebene trägt, und einen Steigteilstützrahmen, der im wesentlichen der Bewegung der verschiebbaren Steigteile in anderen als der ersten Ebene widersteht; und

Verriegelungsmittel zur selektiven Sicherung des/der verschiebbarer Steigteil(e) in einer Festkonfiguration mit Bezug zum Steigteilstützrahmen und um eine Bewegung des verschiebbaren Steigteils (der Steigteile) relativ zum Steigteilstützrahmen selektiv zu erlauben; und

damit kann jeder verschiebbare Steigteil so bewegt und gesichert werden, dass er die Seitenschalung am Schalungsort trägt und von der Seitenschalung gelöst und weg bewegt wird. Normalerweise ist das herzustellende Bauwerk aus Beton, ohne damit aber die Erfindung einschränken zu wollen. Mit den zurück versetzten Pfeilern in einem Abstand zur Schalung und ohne Notwendigkeit für die verschiebbaren Steigteile, sich an die Oberkante der Schalung zu halten, wird das Abziehen infolge der Abwesenheit behindernder Vorsprünge erleichtert.

In einer bevorzugten Ausführung ist mindestens eine Seitenschalung für die Anbringung am Schalungsort zur Formung einer Schalung vorgesehen, die durch verschiebbare Steigteile festgehalten wird, welche mit Verriegelungsmitteln gesichert sind. Es ist zu beachten, dass die Größe und Form der Seitenschalung oder Schalungen von der Art des zu errichtenden Bauwerks abhängig sind. Beispielsweise können Platten unter Verwendung relativ schmaler, länglicher Seitenschalungen geformt werden, und eine Wand kann unter Anwendung einer breiten Seitenschalung geformt werden. Zudem erlaubt die Anwendung mehrerer verschiebbarer Steigteile übereinander der Seitenschalung ein komplexes Profil, das dazu verwendet werden kann, Bauwerke wie Stiegen, konkave oder konvexe Wände und Rampen zu bilden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst der zurück versetzte Pfeiler bzw. jeder zurück versetzte Pfeiler Mittel, die zwischen dem zurück versetzten Pfeiler und der Arbeitsplatzunterlage wirksam sind, um die Ankerplatte im wesentlichen zu nivellieren. Auf diese Weise wird jeder zurück versetzte Pfeiler nivelliert und ausgelotet, wodurch er Steigteilstützrahmen die verschiebbaren Steigteile in bestimmten Verhältnissen in Relation zu den einzelnen zurück versetzten Pfeilern stützen kann.

In einer bevorzugten Anordnung zur Herstellung von Platten sind die verschiebbaren Steigteile länglich und im wesentlichen von rechteckiger Form, mit einer Dicke, die im Vergleich zu einer Breite klein ist, wobei die verschiebbaren Steigteile im wesentlichen die selbe Breite aufweisen wie die Seitenschalung, und wobei die Seitenschalungen and die verschiebbaren Steigteile hochkant verwendet werden. Dass die Seitenschalungen dieselbe Höhe aufweisen wie die Dicke der Platte erleichtert das Abziehen des Betons.

In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst der zurück versetzte Pfeiler bzw. jeder zurück versetzte Pfeiler Mittel, die zwischen dem zurück versetzten Pfeiler und einem der verschiebbaren Steigteile wirksam werden, um den verschiebbaren Steigteil zu nivellieren und seine relative Position mit Bezug zum zurück versetzten Pfeiler anzupassen. Auf diese Weise können alle verschiebbaren Steigteile ausgelotet und bezüglich der selben horizontalen Ebene nivelliert werden.

In einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel ist eine Schalungsanordnung für die Vor-Ort-Formung von Betonbauplatten vorgesehen, wobei die Anordnung eine Mehrzahl von verschiebbaren Steigteilen, eine Mehrzahl von Seitenschalungen und eine Mehrzahl von zurück versetzten Pfeilern aufweist, wobei jeder zurück versetzte Pfeiler Folgendes umfasst:

eine Ankerplatte, die an einer Arbeitsplatzunterlage befestigt werden kann, wobei die Ankerplatte dazu dient, den zurück versetzten Pfeiler auf der Arbeitsplatzunterlage in einer Position zu stützen, die von einem Schalungsort zurück versetzt ist;

einen Steigteilstützrahmen, der von der Ankerplatte aufwärts vorsteht, wenn die Ankerplatte an der Arbeitsplatzunterlage anliegt, wobei der Steigteilstützrahmen einen oder mehrere der verschiebbaren Steigteile für eine Gleitbewegung quer zum Schalungsort in einer ersten Ebene und von diesem Weg unterstützt, und wobei der Steigteilstützrahmen im wesentlichen der Bewegung der verschiebbaren Steigteile in anderen als der ersten Ebene widersteht;

Verriegelungsmittel zur selektiven Sicherung des verschiebbaren Steigteils oder der Steigteile in einer festen Konfiguration mit Bezug zum Steigteilstützrahmen und um eine selektive Bewegung des verschiebbaren Steigteils oder der Steigteile in Relation zum Steigteilstützrahmen zu ermöglichen; und

wobei jede Seitenschalung jeweils quer an einem Ende von mindestens einem der verschiebbaren Steigteile befestigt werden kann und in Schalungsposition abstützbar ist.

Nach einem Ausführungsbeispiel ist die Anordnung für die Vor-Ort-Formung eines mehrschichtigen Stapels getrennter Betonbauplatten geeignet, wobei jede Platte auf der anderen geformt wird und die Anordnung so ausgeführt ist, dass für jede Schicht die verschiebbaren Steigteile und die Seitenschalungen jeweils eine Vertikaldimension besitzen, die im wesentlichen der Dicke einer in dieser Schicht zu formenden Platte entspricht, und dass die verschiebbaren Steigteile anschließender Schichten eines zurück versetzten Pfeilers innerhalb des Steigteilrahmens durch die verschiebbaren Steigteile vorhergehender Schichten gestützt werden.

In einem Ausführungsbeispiel sind die Seitenschalungen jeder Schicht zuerst Ende an Ende und zweitens Ende zu Schalungsfläche anschließbar, wodurch unter Verwendung der Seitenschalungen eine durchgehende Schalungsperipherie hergestellt werden kann.

Im Falle einer Plattenherstellung können die Platten ohne große Abweichungen in der Dicke und ohne Verwerfungen oder Verdrehungen in den Platten gefertigt werden. Wie erwähnt, ist ein Betonarbeitsboden kaum vollkommen eben, da dies in der Praxis sehr schwer zu erreichen ist. Bei großen Plattengrößen und ohne Mittel zur Sicherstellung, dass alle verschiebbaren Steigteile in der selben Horizontalebene liegen, kann eine Bodenunebenheit zu verworfenen oder verdrehten Platten führen. Durch Einstellung der Höhe der verschiebbaren Steigteile an den einzelnen zurück versetzten Pfeilern, so dass sich alle auf der selben Ebene befinden, kann nur die erste Platte von der Bodenunebenheit betroffen sein; dabei ist in Erinnerung zu rufen, dass das Abziehen einer relativ kleinen Platte im Vergleich zu großen Platten wesentlich einfacher präzise zu verwirklichen ist. Die unterste Platte in einem Stapel kann an einem Ort verwendet werden, wo Unregelmäßigkeiten nicht von Bedeutung sind, oder es kann zunächst ein dünnes, später zu entsorgendes Bett gelegt werden, mit dem allfällige Bodenunebenheiten ausgeglichen und die nachfolgenden Platten hergestellt werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat jede Seitenschalung zwei integrierte Leisten zu beiden Längsseiten, ausgerichtet an den Kanten ihrer Breite. Vorzugsweise hat mindestens eine der Seitenschalungen ein Ende mit einer Konfiguration, die ein Anschließen der Seitenschalung an der anderen Seitenschalung ermöglicht, um so eine durchgehende Schalung zu ermöglichen.

Alternativ dazu kann auch gesagt werden, die Erfindung beruhe – wiederum nicht unbedingt in ihrer breitesten oder einzigen Form – in einer Methode zur Herstellung von Bauwerken aus härtbarem, nicht festem Material, einschließlich der folgenden Schritte:

  • i. Markierung der Struktur auf einer Arbeitsplatzunterlage, wo die Schalung errichtet werden soll;
  • ii. Markierung der Orte zurück versetzter Pfeiler an festgelegten Mittelpunkten und in Abständen von der markierten Struktur;
  • iii. Befestigung der zurück versetzten Pfeiler an der Arbeitsplatzunterlage, so dass ein von einem zurück versetzten Pfeiler gestützter, verschiebbarer Steigteil sich zum und von dem Ort der markierten Schalung bewegen kann;
  • iv. Nivellieren und Ausloten der zurück versetzten Pfeiler;
  • v. Einfügen von mindestens einem verschiebbaren Steigteil in jeden zurück versetzten Pfeiler;
  • vi. Abdecken der Arbeitsplatzunterlage, auf der die Struktur gebaut werden soll, mit Ablösemitteln, um im wesentlichen ein Haften des härtbaren, nicht festen Materials an der Arbeitsplatzunterlage zu verhindern;
  • vii. Anbringen von Seitenschalungen an den markierten Seiten der Struktur;
  • viii. Verschieben der verschiebbaren Steigteile vom zurück versetzten Pfeiler zu den Seitenschalungen und Befestigen der Seitenschalungen an den verschiebbaren Steigteilen;
  • ix. Betätigung von Verriegelungsmitteln zum Verriegeln der verschiebbaren Steigteile am Ort in Relation zum zurück versetzten Pfeiler;
  • x. Installation von Verstärkungsmaterial in der Schalung;
  • xi. Herstellen der Struktur;
  • xii. Nachdem die Struktur ausreichend ausgehartet ist, Lösen der Verriegelungsmittel;
  • xiii. Ablösen der Seitenschalungen von den verschiebbaren Steigteilen und Zurückschieben des verschiebbaren Steigteils von der Struktur weg; und
  • xiv. Wegziehen der Seitenschalung von der Struktur.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Methode dazu verwendet, Strukturen als Bauplatten einschließlich folgender weiterer Schritte herzustellen:

  • i. Bereitstellen von Mitteln zur Bestimmung einer flachen Ebene und Einstellen der Einstell- und Nivelliermittel für den verschiebbaren Steigteil, so dass die verschiebbaren Steigteile alle plan in der selben Ebene sind;
  • ii. Anbringen von Seitenschalungen entlang der markierten Seiten der Strukturen, deren jede mit ihrem Ende an eine Schalungsfläche einer angrenzenden Seitenschalung anstößt;
  • iii. Nach ausreichendem Abbinden der letzten vergossenen Platte Abnehmen der Seitenschalungen von den befestigten verschiebbaren Steigteilen und Zurückschieben der verschiebbaren Steigteile weg von der Platte;
  • iv. Wegziehen der Seitenschalung von der Platte;
  • v. Neuformung der Seitenschalung über der letzten vergossenen Platte;
  • vi. Verschieben von verschiebbaren Steigteilen zu den Seitenschalungen und Befestigen der Seitenschalungen an den verschiebbaren Steigteilen
  • vii. Abdecken der obersten Oberfläche der letzten vergossenen Platte mit Ablösemitteln, um ein Haften des härtbaren, nicht festen Materials an der obersten Oberfläche im wesentlichen zu verhindern; und
  • viii. Wiederholen des Vorgangs, bis ein Stapel von Platten gebildet ist.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Zum besseren Verständnis der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung werden diese nunmehr unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.

1 ist eine Draufsicht einer Anordnung zur Plattenherstellung;

2 ist eine Skizze einer Seitenansicht einer Platte;

3 ist eine Skizze der Querschnitt-Draufsicht einer Basis eines zurück versetzten Pfeilers;

4 ist eine Skizze ähnlich 3, in der die Nivellierung des zurück versetzten Pfeilers in Relation zu einer geneigten Arbeitsplatzunterlage dargestellt ist;

5 ist eine Skizze der Seitenansicht einer Basis eines zurück versetzten Pfeilers;

6 ist eine Skizze der Draufsicht einer zwischen zwei Seitenschalungen gebildeten Ecke;

7 ist eine Skizze der Seitenansicht, von A-A in 6 aus gesehen;

8 ist eine Skizze der Seitenansicht, von B-B in 7 aus gesehen;

9 ist eine Skizze der Seitenansicht eines verschiebbaren Steigteils, einer Seitenschalung und eines zurück versetzten Steigteils;

10 ist eine Skizze der Draufsicht der in 9 dargestellten Anordnung;

11 ist eine Skizze einer Platte mit einer geformten Lippe;

12 ist eine Skizze eines Bodens mit Formung der abfallenden Seite;

13 ist eine Skizze der Draufsicht der Formung einer gebogenen angehobenen Struktur;

14 ist eine perspektivische Darstellung, die einen zurück versetzten Pfeiler, verschiebbare Steigteile und eine Seitenschalung zeigt;

15 ist eine Skizze eines Mittels, mit dem eine Seitenschalung mit einem verschiebbaren Steigteil verbunden wird;

16 ist eine Skizze eines Ausführungsbeispiels des verschiebbaren Steigteils;

17 ist eine Skizze eines Verbindungselements zur Verbindung einer Seitenschalung mit einem verschiebbaren Steigteil und zur Verbindung zweier verschiebbarer Steigteile des in 16 illustrierten Typs zur Formung längerer verschiebbarer Steigteile;

18 ist eine Skizze eines Ausführungsbeispiels der Seitenschalung;

19 ist eine Querschnittansicht der Seitenschalung der 18;

20 ist eine Skizze eines anderen verschiebbaren Steigteils; und

21 ist eine Skizze des verschiebbarer Steigteils der 16, eines Verbindungselements der 17 und der Seitenschalung der 18 in zusammengestelltem Zustand.

In allen Figuren werden die selben Bezugszeichen zur Bezeichnung der selben Merkmale verwendet, Die Absicht der Figuren besteht darin, die Konzepte der Erfindung zu illustrieren. Sie sind deshalb möglicherweise nicht maßstabgetreu, und möglicherweise wurden auch einige Merkmale weggelassen, um ein besseres Verständnis der Erfindung zu ermöglichen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ILLUSTRIERTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Die Anordnung umfasst eine Anzahl von Komponententeilen, einschließlich zurück versetzter Pfeiler, verschiebbarer Steigteile und Seitenschalungen. Diese Teile werden vor der gesamten Anordnung beschrieben. Es ist zu beachten, dass die verwendeten Teile in gewissem Maße von der besonderen Anwendung abhängig sind. Ohne die Erfindung beschränken zu wollen, sind die beschriebenen Teile zur Herstellung von Konstruktionsplatten geeignet, aber ihre Anwendung oder Modifikation für andere Anwendungen ist für einschlägige Fachleute einleuchtend.

Eine Seitenschalung (1) wird in beschränkter Zahl von Standardlängen und Breiten geliefert. Wie nachstehend noch besser ersichtlich wird, beseitigt die Anordnung zurück versetzter Pfeiler und verschiebbarer Steigteile die Notwendigkeit des Entfernens der Leisten nach Herstellung der einzelnen Platten. Sämtliches Nivellieren und Ausloten der Seitenschalung erfolgt durch Nivellieren und Positionieren der verschiebbaren Steigteile. Die verschiebbaren Steigteile besitzen ein Ende, das an der Seitenschalung anschließt, die im rechten Winkel zur Nivellierkante des verschiebbaren Steigteils steht.

Ferner hat der Steigteil der Seitenschalung ohne die wiederholte und unvermeidliche Beschädigung von Sperrholz oder Bauholz infolge Annagelns und Entnagelns von Leisten eine wesentlich längere Lebensdauer. Der Steigteil der Seitenschalung kann viele Male wiederverwendet werden und muss nicht als Verbrauchsgegenstand betrachtet werden, sondern vielmehr als Werkzeug. Es ist folglich wirtschaftlich, die Seitenschalungen in Normgrößen aus Materialien wie Aluminium oder Stahl oder Kunststoff zu machen. Andere Materialien können nach Bedarf ebenso verwendet werden, wenngleich damit einige der nachstehend aufgeführten Vorteile möglicherweise nicht in vollem Ausmaß wahrgenommen werden können.

Materialien wie Aluminium oder Kunststoff, die zwar anfänglich mehr kosten als das früher verwendete Sperrholz, sind stärker, weshalb die verschiebbaren Steigteile und zurück versetzten Pfeiler in größeren Mittelabständen angeordnet werden können. Ferner sind die klimatischen Auswirkungen auf die Seitenschalungen geringer und es kommt und keinen Verwerfungen, Verdrehungen und Wasserschäden. Bei minimaler Pflege und Wartung können die Seitenschalungen über lange Zeiträume verwendet werden, ohne erhebliche Beeinträchtigung der Qualität der geformten Platten. Auch wenn Platten in Normgröße hergestellt werden, besteht keine Notwendigkeit, Holz zu schneiden und Nagelwerkzeug zu verwenden. Es fallen keine Holzabschnitte an und auch die Gefahren abstehender Nägel in weggeworfenen Holzteilen oder dergleichen sind beseitigt. Ferner ist die Anzahl der benötigten Werkzeuge sehr gering, und deren Einsatz ist. relativ einfach und unkompliziert, weshalb eine schnellere Vorbereitung und Aufrichtung der Schalung möglich wird.

Die in 1 bis 14 illustrierte Seitenschalung (1) besteht aus einem Aluminiumrohr mit 150 × 50 × 3 mm, das die Schalung oder Kantenform (2) bildet. Dreieckige Aluminiumleisten (3 und 4) an den oberen und unteren Kanten der Schalungsfläche (5j sind in die Kantenform (2) integriert. Die Leisten werden an die Kantenform geschraubt, könnten aber bei der Extrusion des Rohrs auch einstückig integriert in die Kantenform ausgebildet werden. An jedem Ende, etwa am Ende (6) der Seitenschalung (1), sind die zwei Leisten (3 und 4) und die Kantenform so wie an (7 und 8) abgewinkelt, so dass das Ende (6) gut passend an die Schalungsfläche einer anderen Seitenschalung (9) anschließen kann.

Der zurück versetzte Pfeiler (10) dient der Herstellung von bis zu sechs Platten in einem Stapel. Der zurück versetzte Pfeiler kann aus unterschiedlichen Materialien einschließlich Aluminium und Stahl bestehen. In diesem Ausführungsbeispiel wird Stahl verwendet. An der Basis des zurück versetzten Pfeilers ist eine Ankerplatte (11) von annähernd 280 × 130 × 10 mm vorgesehen.

Von der Ankerplatte ansteigend ist ein verschiebbarer Steigteilrahmen (12). Dieser besteht aus vier an die Ankerplatte geschweißten Pfeilerbeinen (13, 14, 15 und 16), jede aus einem 25 × 25 × 3 mm Winkel. Die Pfeilerbeine sind etwa 950 mm lang. Diese Länge erlaubt die Stapelung sechs verschiebbarer Steigteile in einer Breite von 150 mm.

Die Pfeilerbeine sind in beabstandeten Paaren zur Ausbildung eines Kanals (17) mit einer Länge von annähernd 200 mm und einer Breite von 19 mm angeordnet. In diesen Kanal passen die verschiebbaren Steigteile genau hinein und gleiten darin wie vom Pfeil (18) angezeigt. Die Pfeilerbeine verhindern im wesentlichen die Bewegung eines verschiebbaren Steigteils quer zum Pfeil (18).

An der Oberseite des verschiebbaren Steigteilrahmens befindet sich ein Steg (19), der an die Enden der Pfeilerbeine geschweißt ist. Der Steg (19) misst 75 × 200 × 10 mm. In seiner Mitte ist ein Loch (20), das an einer an den Steg geschweißten 18-mm-Schraubmutter ausgerichtet ist. Das Loch (20) schafft einen Freiraum, in den eine Verriegelungsschraube (21) mit einem T-Griff (22) passt, um das Festziehen mit der Hand zu ermöglichen. Am anderen Ende der Verriegelungsschraube befindet sich eine Verriegelungsplatte (23), die im Kanal ruht. Die Verriegelungsschraube, Verriegelungsplatte und Mutter bilden gemeinsam ein Verriegelungsmittel, das gegen die Oberkante des verschiebbaren Steigteils (24) hält, welcher der oberste verschiebbare Steigteil des Stapels verschiebbarer Steigteile (24, 25, 26, 27, 28 und 29 ist. Das Verriegelungsmittel wird selektiv betätigt, um eine Kompressionsverriegelung für die verschiebbaren Steigteile zwischen der Verriegelungsplatte und der Ankerplatte zu schaffen.

Die Ankerplatte besitzt ein Mittelloch (30), das einen Freiraum für eine 18-mm-Ankerschraube (31) bietet. Diese Schraube dient der Befestigung des zurück versetzten Pfeilers an einer Beton-Arbeitsplatzunterlage (32) mittels eines 18 mm Maurer- oder Betonankers (33).

Zu beiden Seiten des Kanals befinden sich zwei Paar 18-mm-Gewindelöcher (34 und 35). Diese werden mit den Pfeilernivellierschrauben (36 und 37) dazu benützt, die zurück versetzten Pfeiler zu nivellieren. Mit Hilfe einer Wasserwaage wird die Ankerplatte am und quer zum Kanal gefluchtet. Dann wird die Ankerschraube festgezogen, um den zurück versetzten Pfeiler zu befestigen. 3 und 4 illustrieren dies, wo sich die Schrauben (37) unter der Ankerplatte (31) weiter als die Schrauben (36) erstrecken. Es ist zudem zu beachten, dass unterschiedliche Einstellungen zwischen Schrauben jedes Schraubenpaars (3b oder 37) die Ankerplatte quer zu den Einstellungen nivellieren können, die mit der Einstellung von Schrauben anderer Schraubenpaare bewirkt wurden.

Mit dem Kanal fluchtend, aber an gegenüberliegenden Enden der Ankerplatte befindet sich ein Paar Durchgangslöcher (38 und 39). An diesen ausgerichtet sind die angeschweißten 18-mm-Schraubmuttern (40 und 41), die mit den 18-mm-Schrauben zusammenwirken, um Nivellier- und Einstellbeine (42 und 43) für den verschiebbaren Steigteil zu bilden. Ein verschiebbarer Steigteil, beispielsweise der verschiebbare Steigteil (29), ruht auf den Nivellier- und Einstellbeinen des verschiebbaren Steigteils.

Durch Verstellen der Beine kann der verschiebbare Steigteil (29) relativ zur Ankerplatte bewegt und mit Hilfe einer Wasserwaage nivelliert werden. Bei Kombination mit einer Teleskopwaage oder einer Laserwaage, die die Festlegung einer horizontalen Ebene ermöglicht, kann der unterste verschiebbare Steigteil jedes zurück versetzten Pfeilers unter Verwendung der Nivellier- und Einstellbeine des verschiebbaren Steigteils so bewegt werden, dass er sich auf der selben horizontalen Ebene befindet. Damit können Unregelmäßigkeiten in der Arbeitsplatzunterlage integriert werden.

Die verschiebbaren Steigteile sind aus Sperrholz. Jeder ist annähernd 1000 mm lang und 150 × 18 mm. Der unterste verschiebbare Steigteil jedes zurück versetzten Pfeilers, etwa der verschiebbare Steigteil (29), hat einen Ausschnitt (44) als Aussparung für die Ankerplatte und die Nivellier- und Einstellbeine des verschiebbaren Steigteils. Die oberen verschiebbaren Steigteile benötigen diesen Ausschnitt nicht, können ihn aber bei Bedarf haben. Alle verschiebbaren Steigteile werden so hergestellt, dass ihre Enden im rechten Winkel mit den Kanten der verschiebbaren Steigteile sind.

Entlang der Rückseite der Seitenschalungen sind in bestimmten Mittelabständen 50 × 50 × 3 mm Stahlwinkel vorgesehen, wie etwa (45), die jeweils 150 mm lang sind. Diese sind an der Seitenschalung mit Schrauben befestigt. Die verschiebbaren Steigteile, wie etwa (46), schließen an die Seitenschalung an und sind mit Schrauben an dieser befestigt.

Ebenfalls entlang der Rückseite befinden sich Gewindelöcher. Entlang der Schalungsfläche in bestimmten Mittelabständen sind versenkte Gewindelöcher. Diese Löcher auf der Vorder- und Rückseite ermöglichen die Befestigung einer 100-mm-Winkelklammer (47) an der Schalungsfläche der Seitenschalung, wie nachstehend erklärt. Wen sie nicht in Verwendung sind, können die Frontlöcher Schrauben enthalten, damit eine glatte Oberfläche gewährleistet ist.

14 bietet eine perspektivische Darstellung des zurück versetzten Pfeilers mit fünf verschiebbaren Steigteilen. Aus Gründen der Deutlichkeit werden hier die selben numerischen Bezugszeichen verwendet wie in 2. In diesem Fall erstrecken sich die verschiebbaren Steigteile über dieselbe Distanz vom verschiebbaren Steigteilrahmen, aber in vielen Anwendungen erstrecken sich die oberen verschiebbaren Steigteile weniger weit in Richtung der Seitenschalung als die unteren verschiebbaren Steigteile.

Eine Draufsicht der allgemeinen Anordnung zur Herstellung eines Stapels von sechs Platten 8 m × 4 m × 150 mm ist in 1 gegeben. Auf einer Beton-Arbeitsplatzunterlage (48) sind die gewünschten Plattendimensionen, der Ort der Schalung und die Positionen der zurück versetzten Pfeiler markiert. Die zurück versetzten Pfeiler (einer davon ist als 49 markiert) sind vom gewünschten Schalungsort um 250 mm beabstandet und in 1-m-Mittelabständen um den Ort der Plattenschalung angeordnet. Die 1-m-Mittelabstände sind in diesem praktischen Beispiel zweckmäßig, doch können die Abstände auch vergrößert werden. In der Regel können 1,5-m-Mittelabstände verwendet werden. Zwei abschließende Seitenschalungen (50 und 51) mit einer Länge von 5 m und zwei Seitenschalungen (52 und 53) mit 9 m Länge, alle 150 mm breit, werden zur Bildung der gesamten Schalungsstruktur benützt.

Die zurück versetzten Pfeiler werden nivelliert und auf der Betonfläche verankert. Die Ausrichtung der Kanäle der zurück versetzten Pfeiler ist im wesentlichen normal zur nächsten Schalung. Dann werden mit Hilfe einer Laserwaage oder einer Teleskopwaage die untersten verschiebbaren Steigteile relativ zu den entsprechenden Ankerplatten in der Höhe angepasst, so dass die Oberkante sich in der horizontalen Ebene befindet, die von der Teleskopwaage oder der Laserwaage angezeigt wird.

Die Seitenschalungen (50, 51, 52 und 53) werden grob am markierten Schalungsort aufgestellt. Jede Seitenschalung schließt an eine andere an, wie detaillierter anhand der Seitenschalungen (1 und 54) illustriert. Diese werden von den Schrauben und einer 50 × 50 × 3 Winkelklammer (47) mit 100 Länge zusammen gehalten. Die Schrauben werden in die oben genannten Löcher an der Rückseite der Seitenschalung (1) und der Frontseite der Seitenschalung (54) geschraubt. Es ist zu beachten, dass der Winkel sich außerhalb der Schalung befindet. Auf diese Weise werden die Seitenschalungen (50, 51, 52 und 53) zusammen gehalten.

Die untersten verschiebbaren Steigteile werden gegen die Seitenschalungen (50, 51, 52 und 53) zu verschoben und daran mit Hilfe der genannten Winkelklammern befestigt, wie anhand des Winkels (45) und des verschiebbaren Steigteils (46) demonstriert. Andere verschiebbare Steigteile werden in den verschiebbaren Steigteilrahmen der einzelnen zurück versetzten Pfeiler geschoben, so dass jedes der Verriegelungsmittel verriegelt werden kann und die verschiebbaren Steigteile damit befestigt werden. Diese zusätzlichen verschiebbaren Steigteile werden in Entfernung von den Seitenschalungen gehalten. Die Schalung wird geprüft, und die verschiebbaren Steigteile eingestellt, bis die Schalung rechteckig ausgerichtet und korrekt positioniert ist. Es ist einsehbar, dass es sich dabei um eine unkomplizierte Arbeit handelt.

Nach Aufrichten der Schalung können die Verstärkung installiert, die Trennmittel aufgebracht und der Beton eingegossen werden. Der Beton wird bis zur Spitze der Seitenschalungen eingegossen und abgezogen. Da die zurück versetzten Pfeiler und andere verschiebbare Steigteile von den Seitenschalungen beabstandet sind, steht dem Abziehen oder Rütteln des Betons kein Hindernis im Wege.

Nachdem der Beton ausreichend abgehärtet hat, wird das Verriegelungsmittel gelöst, die verschiebbaren Steigteile von den Seitenschalungen abgenommen und zurück geschoben. Die Seitenschalungen werden losgemacht, so dass die einzelnen Seitenschalungen von der Platte weggezogen werden können. Dann werden die unteren verschiebbaren Steigteile vorwärts geschoben, bis sie an den Plattenkanten anschließen. Als nächstes werden die Seitenschalungen grob für die nächste Platte eingesetzt, die auf den unteren verschiebbaren Steigteilen steht.

Die oben geschilderten Schritte zur Herstellung der Schalung werden wiederholt. Die nächste Platte wird gegossen und der Prozess wiederholt, bis der fertige Stapel ausgebildet ist.

Die bestimmten Mittelabstände der Winkelklammern werden passend nach Plattennormgrößen ausgewählt. Sollte jedoch die Herstellung einer Platte mit außerhalb der Norm liegender Größe hergestellt werden müssen, kann Holz entsprechend zugeschnitten und unter Zuhilfenahme der oben erwähnten Löcher entlang der und an den Seitenschalungen angebracht werden. Dann können Winkel benützt werden, um die Holzlatten unterschiedlicher Seitenschalungen aneinander zu befestigen. Auf diese Weise müssen die Seitenschalungen für Platten außerhalb der Normgrößen nicht gebohrt und nicht mit Gewinden versehen werden.

Innerhalb der Grenzen der verschiebbaren Steigteil ahmen können Platten unterschiedlicher Dicken in einem einzigen Stapel hergestellt werden. Für eine Platte mit unterschiedlicher Dicke werden verschiebbare Steigteile und Seitenschalungen geeigneter Größen benützt.

Es ist auch zu beachten, dass für den Fall, dass Platten mit Dicken außerhalb der Norm benötigt werden, verschiebbare Steigteile und Seitenschalungen geeigneter Breite aus Bauholz und Sperrholz mit Holzleisten hergestellt werden können.

Die Beschreibung oben ist auf rechteckige Betonplattenkonstruktionen bezogen. Es versteht sich, dass auch Platten anderer Linearformen mit geeigneten Modifikationen und Anpassungen geformt werden können. Insbesondere können die Ecken zwischen den Seitenschalungen zweckmäßig gefüllt werden, um eine ausreichend glatte Schalung zu erzielen. Dies kann mit Einfügungen geeigneter Profile erfolgen, oder wenn der Eckenwinkel kein Normwinkel ist, kann ein formbarer härtbarer Füllstoff wie eine Dichtmasse oder dergleichen zwischen den Seitenschalungen verwendet werden.

Die Anordnung kann dazu verwendet werden, Platten unterschiedlicher Größen innerhalb eines Stapels herzustellen. Da die Platten getrennt gemacht werden, können die verschiebbaren Steigteile einer höheren Platte in einem Stapel weiter in die Mitte des Schalungsraums versetzt werden. Dies ist in 2 dargestellt.

Wie zu sehen ist, ist die Platte in 11 und 12 teilweise im Querschnitt dargestellt.

Wie in 11 dargestellt, kann eine Platte (55) mit einer Lippe (5b) konstruiert werden. Hier stützen die verschiebbaren Steigteile (57 und 58) die Seitenschalung (59) unter Formung der Plattenkante (60). Der verschiebbare Steigteil (61) unterstützt eine Seitenschalung (62), die unter den verschiebbaren Steigteil (61) hängt, um die Plattenlippe auszubilden.

Ein weiteres Beispiel ist in 12 illustriert, wo der verschiebbare Steigteil (63) eine Seitenschalung in einem schiefen Winkel stützt, um eine Rampe (64) zur Struktur (65) zu bilden.

Es ist zu beachten, dass die Schalung für andere Strukturen einfach durch Einhaltung der hier offenbarten Grundsätze angeordnet werden kann. Beispielsweise können dank der oberen verschiebbaren Steigteile, die sich weiter vom zurück versetzten Pfeiler erstrecken, Stiegen oder Stufen gebildet werden. Auch können komplexe Strukturprofile, etwa konkave oder konvexe oder überhängende Wandseiten mit unterschiedlichen verschiebbaren Steigteilen hergestellt werden, sie sich in unterschiedlichen Abständen erstrecken und alle eine geeignete Seitenschalung unterstützen. Ferner lässt sich durch die zweckmäßige Anbringung der zurück versetzten Pfeiler und durch Anwendung einer geeigneten Seitenschalung auf einfach Weise die Konstruktion einer Schalung für gebogene Bauwerkstrukturen herstellen. Dies wird illustriert in 13, wo das Bauwerk (66) von einer Schalung (67) eingefasst ist, die von zurück versetzten Pfeilern gestützt. wird, deren einer als (68) bezeichnet ist.

Es ist auch zu beachten, dass die wichtigsten erforderlichen Werkzeuge eine Bohrmaschine zum Bohren von Löchern für die Maureranker, geeignete Schraubenschlüssel oder Steckschlüssel und ein Schraubendreher sind. Wenn keine Platten mit außerhalb der Norm liegenden Größen gemacht werden, sind weder Nägel noch Sägen nötig, wodurch die erwähnten Probleme im Zusammenhang mit einer Holzschalung eliminiert werden.

In 15 ist eine andere Art der Befestigung eines verschiebbaren Steigteils (69) an einer Seitenschalung (70) illustriert. Die Seitenschalung besitzt hier einen Schwalbenschwanzkanal (71) an ihrer Rückseite. In diesem Kanal kann ein Verbindungselement (72) verschoben werden, das einen vertikalen Schlitz (73) zum Aufnehmen des Endes (74) des verschiebbaren Steigteils besitzt. Innerhalb des verschiebbaren Steigteils und des Verbindungselements sind die Löcher (75, 76, 77 und 78), die bei korrekter Positionierung des verschiebbaren Steigteils und des Verbindungselements aneinander ausgerichtet sind. Ein Riegel (79) mit zwei beabstandeten Stiften (80 und 81) dient der Befestigung des verschiebbaren Steigteils am Verbindungselement, wobei die Stifte in die gefluchteten Löcher einzuführen sind.

In 16 bis 19 und 21 sind ein verschiebbarer Steigteil (82), eine Seitenschalung (83) und ein Verbindungselement (84) dargestellt, sämtlich aus extrudiertem Polypropylen-Copolymerkunststoff gefertigt. Der verschiebbare Steigteil hat zwei weibliche (85 und 86) Enden. Die Enden (87 und 88) des Verbindungselements können in die weiblichen Enden eingeschoben werden, wodurch zwei verschiebbare Steigteile des in 16 illustrierten Typs miteinander verbunden werden können. Auf diese Weise können die verschiebbaren Steigteile in Standardlänge und längere verschiebbare Steigteile nach Bedarf für eine bestimmte Anwendung hergestellt werden, indem eine Anzahl dieser verschiebbaren Steigteile in Standardlänge zusammengefügt werden. Ferner kann das Verbindungselement auch an der Rückseite der Seitenschalung in den Kanal (89) eingeführt werden. Auf diese Weise kann das Verbindungselement dazu verwendet werden, den verschiebbaren Steigteil mit der Seitenschalung zu verbinden (wie in 21 illustriert), und auch zur Verbindung verschiebbarer Steigteile in Standardlänge, um längere verschiebbare Steigteile zu bilden.

Der in 20 dargestellte verschiebbare Steigteil (90) ähnelt Jenem in 16. Der Unterschied besteht darin, dass dieser verschiebbare Steigteil ein männliches (91) und ein weibliches Ende (92) besitzt. Das weibliche Ende ist identisch mit den oben erörterten Enden (85 und 86), und das männliche Ende entspricht den Enden (87 und 88). So können die verschiebbaren Steigteile dieses Typs und mit Standardlänge zusammengefügt werden. Zwei verschiebbare Steigteile werden größte Fläche an größter Fläche zusammen gebracht, so dass das männliche Ende das weibliche Ende überlappt. Dann wird ein verschiebbarer Steigteil auf den anderen zu bewegt, um das männliche in das weibliche Ende einzuschieben. Für verschiebbare Steigteile dieser Art wird das genannte Verbindungselement verwendet, um sie zu einer Seitenschalung des erwähnten Typs zu verbinden.

Es ist ebenfalls festzuhalten, dass zur illustration der Erfindung zwar Beton verwendet wurde, doch auch andere härtbare nichtfeste Materialien mit der Erfindung geformt werden können.


Anspruch[de]
Seitenschalungsanordnung für Bauschalungen (2) zum Formen einer Betonbauplatte, wobei die Seitenschalungsanordnung Folgendes umfasst:

ein längliches Seitenschalungselement (1, 70) mit einer Außenfläche und einem sich auswärts öffnenden Verriegelungskanal (71), der längs an der Außenfläche verläuft, wobei das Seitenschalungselement (1, 70) im Gebrauch horizontal in einer vorbestimmten Schalungsposition gehalten wird, und

eine Mehrzahl horizontal ausgerichteter Seitenschalungsträger (26, 69), die so angeordnet sind, dass sie das Seitenschalungselement (1, 70) seitlich in beabstandeten Intervallen entlang dieser in ihrer Schalungsposition halten, wobei jeder Seitenschalungsträger (26, 69) mit einem Verbindungselement (72) versehen ist, das zu einer lösbaren Verriegelung mit dem Verriegelungskanal (71) geeignet ist, während das Seitenschalungselement (1, 70) sich in seiner horizontal unterstützten Schalungsposition befindet, um seinerseits den Seitenschalungsträger (26, 69) und das Seitenschalungselement (1, 70) lösbar zu verbinden,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Seitenschalungsträger (26, 69) mit Bezug auf das Seitenschalungselement (1, 70) quer verschiebbar sind, wobei jeder Seitenschalungsträger (26, 69) für eine horizontale Querbewegung zu und von der Schalungsposition unterstützt wird und wobei Mittel (10, 20, 21, 22, 23) zur lösbaren Befestigung der verschiebbaren Seitenschalungsträger (26, 69) gegen die horizontale Querbewegung vorgesehen sind, und

die Seitenschalungsanordnung zum Formen der Betonbauplatte unmittelbar auf einer zuvor betonierten Platte geeignet ist, wobei die obere zu formende Platte kleiner ist als die zuvor betonierte Platte und wobei die vorbestimmte Schalungsposition des Seitenschalungselements (1, 70) sich auf der zuvor betonierten Platte nahe einer Außenkante derselben befindet.
Seitenschalungsanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die verschiebbaren Seitenschalungsträger (26, 29) und das Seitenschalungselement (1, 70) je eine vertikale Ausdehnung aufweisen, die annähernd der Dicke der zu formenden Platte entspricht. Seitenschalungsanordnung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das Verbindungselement (72) von seinem zugehörigen quer verschiebbaren Seitenschalungsträger (26, 69) abnehmbar ist.






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