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Dokumentenidentifikation DE69933507T2 03.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000963119
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Auswahl von Zuschauerprofilen in einem interaktiven Fernsehsystem
Anmelder Thomson multimedia, Boulogne Billancourt, FR
Erfinder Maillard, Alain, 92100 Boulogne Billancourt, FR;
Patry, Nadine, 92100 Boulogne Billancourt, FR;
Lesenne, Laurent, 92100 Boulogne Billancourt, FR
Vertreter Roßmanith, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 30974 Wennigsen
DE-Aktenzeichen 69933507
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.05.1999
EP-Aktenzeichen 994011500
EP-Offenlegungsdatum 08.12.1999
EP date of grant 11.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse H04N 7/173(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04N 7/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04N 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kommunikationen von Information innerhalb eines interaktiven Multimediasystems und ganz besonders auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Auswahl einer Kategorie von Benutzern in einem Multimediasystem, das für interaktives Fernsehen vorgesehen ist.

Das Austauschen von Information in Übereinstimmung mit einer Umgebung von interaktiven Multimedia-Vorrichtungen erfordert wenigstens einen Rundfunksender und eine Mehrzahl von Multimedia-Endgeräten, die mit dem Rundfunksender durch ein Kommunikationsnetzwerk verbunden sind.

Ein Aufbau zum Austausch audiovisueller Information und Serviceinformation zwischen einem Sender und einem Multimedia-Endgerät schließt generell einen direkten Kanal, über den interaktive Programme und damit verbundene Dienstleistungen übertragen werden, und einen Rückkanal ein, über den ein oder mehrere Endgeräte mit dem Sender interaktiv kommunizieren können. Der direkte Kanal umfasst in dem Fall einer analogen Übertragung einen Modulator, der es ermöglicht, Informationen, zum Beispiel des Typs Teletext, in die Bild-Austastzeilen (VBI: Vertical Blanking Interval/Vertikale Austastlücke) eines analogen Videosignals einzusetzen. In dem Fall einer digitalen Übertragung gestattet eine Dateneinsetz-Vorrichtung das Multiplexen im Zeitbereich von Paketen von Audio- und Videodaten, Servicedaten und privaten Daten zum Beispiel in Übereinstimmung mit dem MPEG-2-Standard.

Eine derartige Umgebung ähnelt der in 1. Die interaktiven Dienstleistungen sind mit audiovisuellen TV-Programmen verbunden.

Nach dem Stand der Technik basiert die Umgebung von interaktiven Multimediavorrichtungen grundsätzlich auf Netzwerkstrukturen, die folgendes erfordern:

  • – einen Rundfunkdatenkanal (120), auch "Rundfunknetzwerk" genannt, der im Multiplexbetrieb mit dem audiovisuellen Rundfunksignal arbeitet; und
  • – einen Rückkanal (140) auf einer Telefonleitung oder einem Kabel, um verbundenen Endbenutzern Interaktivität anzubieten. Wie in dieser 1 gezeigt, kann der Rückkanal eine Telefonleitung oder ein Kabelnetzwerk sein.

Der Rundfunkdatenkanal (120) ist auf einer Seite einfach mit einem Dateneinsetzgerät (110), das Audio/Videosignale und interaktive Daten empfängt, und auf der anderen Seite mit einem interaktiven Endgerät (160) verbunden. In derselben Weise ist der Rückkanal (140) auf der einen Seite mit einem Server (180) und auf der anderen Seite mit einem interaktiven Endgerät (160) verbunden.

Bereitstellung von Interaktivität an alle Zuschauer kann folgende Widersprüche hervorrufen:

  • – Wenn die Option Interaktivität vorgeschlagen wird, und wenn sie für die Zielgruppe der Zuschauer sehr attraktiv ist, kann eine Überlastung oder ein Stau des Rückkanals in dem Rückkanalnetzwerk, wie zum Beispiel dem Telefonnetz, besonders in Hauptzeiten, eintreten;
  • – Umgekehrt tragen während einer Abstimmung oder einer Werbesendung Zuschauer mit einem falschen Profil zu einer Überlastung des Rückkanals bei und blockieren die Teilnahme der Zuschauer der Zielgruppe.
  • – Die Effizienz und die Qualität des interaktiven Dienstes können durch eine große Anzahl von Zuschauern gefährdet werden, deren Profil nicht zu den erwünschten Zielen passt.
  • – Die verfügbare Datenrate für Information, die mit audiovisuellen Signalen im Multiplex gesendet werden kann, ist auf wenige Tausend Bits pro Sekunde begrenzt. Lösungen, die aus durch ihre physische Adresse ausgewählten Endgeräten bestehen, erzeugen eine Datenmenge, die die Datenbandbreite ausschöpft.

Darüber hinaus sollte eine weitere Beschränkung beachtet werden, in der Provider ihre Wünsche ausgedrückt haben, eine bestimmte Nachricht auf eine spezifische Bevölkerungsgruppe zu fokussieren.

Zum Beispiel möchte eine Werbeagentur eine interaktive Werbung konzipieren, möchte aber den Zugang zu der Option der Interaktivität auf eine ausgewählte Bevölkerungsgruppe beschränken. Sie möchte die Interaktivität auf Zuschauer beschränken, die ein soziologisches Profil haben, das Zielpersonen entspricht, auf welche die in der Werbung oder dem audiovisuellem Programm enthaltene Botschaft gerichtet ist.

Eine anhängige Europäische Patentanmeldung mit der Nummer 97 403 044.7, die sich auf "ein Verfahren zur Steuerung des Kommunikationsflusses innerhalb eines interaktiven Netzwerkes" bezieht und im Besitz von Thomson multimedia ist, beschreibt ein Verfahren, wobei während jedes interaktiven Programms eine Gruppe von Daten an jedes Endgerät gesendet wird. Die Gruppe von Daten soll ein Protokoll zur Einrichtung interaktiver Kommunikationen zwischen einer Übertragungsstation und den Endgeräten erstellen. Dieses Verfahren wird in derselben Umgebung wie der vorliegenden Erfindung implementiert.

Ein US Patent 4,602,279 veröffentlicht "ein Verfahren zur Bereitstellung interaktiver CATV-Bildschirme mit gezieltem Profil", um für ein interaktives Kommunikationssystem, wie zum Beispiel für ein interaktives Kabelfernsehsystem verwendet zu werden. Dieses Verfahren hat das Ziel, interaktiv ein Auswahlprofil für einen Abonnenten zu erzeugen und interaktiv in Echtzeit eine aus einer Mehrzahl von Meldungen auf der Basis des Auswahlprofils auszuwählen, wodurch zahlreiche Benutzer eines Einweg-Fernsehsignal-Verteilungsnetzwerkes einen individualisierten oder maßgeschneiderten Programminformations-Inhalt für eine Fernsehprogrammierungsfolge erhalten können. Aber nach dieser Technik wird kein Verfahren geliefert, um es für die Auswahl des Zuschauers auf der Endgeräteseite einzusetzen, was der Hauptnachteil ist. Außerdem sind die angeforderten Daten nicht genau und leicht zu verarbeiten, um die Daten auf den aktuellen Stand zu bringen. Es gibt keine Homogenität des installierten Basis-Endgerätes, keine Quantifizierung des Endgerätes, die das anvisierte Profil und kein beschriebenes Verfahren für eine Auswahl nach vielen Kriterien hat. Zusätzlich ist diese Technik auf die Benutzung von 4-kanaligem Rundfunk ausgerichtet, wogegen die vorliegende Erfindung mit einem einkanaligen Rundfunk ausgeführt werden kann.

Das Dokument W094/13107 legt ein neuartiges fortschrittliches Set-Top-Endgerät offen, das zur digitalen Entkomprimierung, Menü-Erstellung und Interaktivität fähig ist. Die Set-Top-Box kann durch die Benutzung von Erweiterungskarten leicht ausbaufähig sein. Die Erweiterungskarten enthalten eine Zentraleinheit und eine Software zur Verarbeitung von Service- und Programminformation, die von dem Rundfunknetzwerk empfangen wurde. Ein Menu erlaubt das Einführen von demografischer Information durch den Benutzer, um ein persönliches Profil zu erzeugen. Diese demografischen Informationen werden zur Unterstützung der Set-Top-Box bei der Ziellenkung von Anzeigen oder dem Vorschlagen von Programmen an den Zuschauer verwendet.

Ein gibt ein zusätzliches Problem, das in der kurzfristigen Reaktion in dieser interaktiven Auswahl und Antwort liegt. In digitalem Fernsehen gibt es eine Lösung, einen einzelnen Abonnenten anzusprechen. Jedes Multimedia-Endgerät oder jede digitale Set-Top-Box (STB) wird durch eine Adresse referenziert. Jedes Mal wenn eine Nachricht über das Satelliten-Netzwerk an eine beschränkte Anzahl von Set-Top-Boxen gesendet wird, ist die Rundfunknachricht mit Adressen jedes betroffenen STB verkettet. Zum Beispiel ist eine Nachricht, die an eine Million Abonnenten adressiert ist, einer Million Adressen zugeordnet.

In diesem besonderen Beispiel bedeutet eine Million Abonnenten, dass es erforderlich ist, eine Adresse von wenigsten 20 Bits zu haben. Deshalb benötigt man 20 Millionen Bits, die gesendet werden müssen, was einer Datei von 2,5 Mbytes entspricht. Unter Berücksichtung einer Bandbreite von 9600 Bits/s, die für interaktive Daten zur Verfügung steht, dauert es 2083 Sekunden (oder 36 Minuten), um jedes Endgerät zu adressieren.

Im Fall des Benutzerprofils, das durch das Abonnements-Formblatt gegeben ist, ist es ziemlich einfach, die richtigen STB-Adressen aus der Datenbank der Abonnenten oder der Zuschauer zu entnehmen, und sie im Multiplex mit dem audiovisuellen Programm zu senden.

Jedoch erfordern gezielte Anwendungen eine kurzfristige Reaktion von dem Zuschauer, und das betroffene audiovisuelle Programm (wenige Sekunden für eine Werbung) dauert kaum jemals länger als eine Minute. Folglich sind 35 erforderliche Minuten, um alle interaktiven Endgeräte zu adressieren, ungeeignet.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die durch die Zuschauer gelieferte Information durch Anfordern von Informationskriterien entsprechend einem standardisierten Format zu homogenisieren, die in den Endgeräten und in der Zuschauerdatenbank des Dienstleisters gespeichert wird.

Es ist ein anderer Gegenstand der Erfindung, die Informationskriterien zu verarbeiten, um so zu ermöglichen, die Zuschauer in verschiedene Kategorien zu klassifizieren und sie genauer und effizienter als Zielgruppe zu haben.

Es ist demnach ein anderer Gegenstand der Erfindung, ein bestimmtes Endgerät oder eine Kategorie von Zuschauern durch Verwendung ihrer Profile und nicht durch Benutzung ihrer physischen Adressen auszuwählen.

Es ist ein weiterer Gegenstand der Erfindung in einer interaktiven Anwendung hauptsächlich für kommerzielle Zwecke in sehr kurzer Zeit zu reagieren.

Um Zugang zu interaktiven Diensten zu haben, muss sich der Zuschauer selbst bei den interaktiven Dienstleistern anmelden. In der Registrierungsphase füllt der Zuschauer ein Formblatt aus, das einige Kriterien liefert, die seinem Profil entsprechen wie sein Alter, Beruf, allein stehend, verheiratet, Geschlecht, Zahl der Kinder, Alter der Kinder usw.

Die Zuschaueranmeldung kann durch den Zuschauer gemacht werden:

  • – entweder durch Ausfüllen eines elektronischen Formblattes, das auf dem Bildschirm des Endgerätes dargestellt wird, und wenn die diese Anmeldung durch den Zuschauer bestätigt ist, wird die Information über ein Netzwerk an die Zuschauerdatenbank des Dienstleisters übertragen;
  • – oder durch Ausfüllen eines Formblattes aus Papier. Dieses Papier wird mit der Post an den Dienstleister gesandt, der die Zuschauerdatenbank des Dienstleisters aktualisiert;
  • – oder durch Anrufen eines Telefonisten, der das Formblatt direkt nach den durch den Zuschauer gegebenen Informationen ausfüllt und dann die Kriterieninformation an die Zuschauerdatenbank des Dienstleisters sendet.

Das Formblatt und daher die Arten der Kriterien, sind für alle Zuschauer dieselben, was die Homogenität der in den Endgeräten gespeicherten Informationen sicherstellt, welche die Installierte-Endgeräte-Basis bildet. Mit dem Ausfüllen des Formblattes wählt der Zuschauer einen der möglichen Werte jedes vorgeschlagenen Kriteriums aus.

In der Endgeräteinstallation des Benutzers werden ferner die Kriterien in dem Festspeicher des Endgerätes gespeichert. Diese gespeicherten Kriterien können jedes Mal aktualisiert werden, wenn neue Kriterieninformation durch den Zuschauer bereitgestellt werden.

Um spezifische soziologische Profile anzusprechen und um Bandbreite zu sparen, wird an die digitalen Daten, die mit dem audiovisuellen Signal im Multiplex übertragen werden, ein Filter angehängt. Das Filter ist eine Kombination eines Satzes von Kriterien und einem Script. Dann empfängt jedes betriebsbereite interaktive Endgerät die digitalen Daten mit einem angehängten Filter. Jedes interaktive Endgerät trennt digitale Information von dem audiovisuellen Signal unter Verwendung der vorhandenen Verfahren, wie zum Beispiel EPG, Teletext, und liest das an die digitalen Daten angehängte Filter. Das interaktive Endgerät wendet das Script des Filters auf die in dem Filter enthaltenen Kriterien und auf die Kriterien an, die während der Installationsphase programmiert wurden. Wenn das Ergebnis dieses Arbeitsganges positiv ist, trifft das interaktive Endgerät die Entscheidung, den Zugang zu den vorher dem Filter zugeordneten digitalen Daten freizugeben. Anderenfalls bleiben die digitalen Daten unberücksichtigt.

In dem Servicebetrieb haben der Telefonist oder seine Kunden die Möglichkeit, mindestens ein Filter durch eine interaktive Anmeldung zuzuordnen, um auf eine Zielgruppe abzuzielen oder eine vordefinierte Untergruppe registrierter Zuschauer anzusprechen. Ein Filter setzt sich aus einem Satz von Werten zusammen, die dem Kriterienverzeichnis der Zuschauer entsprechen. Das Kriterienverzeichnis ist die Liste vordefinierter Kriterien, welche die Datenbank bilden.

Wenn eine Anmeldung mit wenigstens einem zugeordneten Filter gesendet wird, vergleicht das Endgerät das/die empfangene(n) Filter mit dem im Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil. Dieser Vergleich besteht aus der Anwendung des Scripts des Filters auf die in dem Filter enthaltenen Kriterien mit den im gespeicherten Profil enthaltenen Kriterien. Wenn der Vergleich positiv ist, wird die Anmeldung durch das Endgerät ausgeführt. Auf diese Weise ist die Anmeldung nur durch die vordefinierte Untergruppe zugänglich. Die anderen Untergruppen können keinen Zugang auf die Anmeldung haben. Diese Ausführung betrifft den Fall, wo ein Filter einer einzelnen interaktiven Anmeldung zugeordnet ist.

Nach der vorliegenden Erfindung umfasst deshalb das Verfahren zur Auswahl einer Kategorie von Zuschauern in einem interaktiven Multimediasystem, das eine Mehrzahl von interaktiven Endgeräten umfasst, in denen jedes einen Speicher beinhaltet, der ein Profil des Zuschauers speichert, ein Rundfunknetzwerk und ein Rückkanalnetzwerk, in dem das Rundfunknetzwerk Audio/Videodaten und interaktive Daten empfängt, wobei die interaktiven Daten so ausgeführt werden können, um ein Signal auf dem Rückkanalnetzwerk zurückzuliefern, die folgenden Schritte:

  • – Empfangen von Audio/Videodaten im Multiplex mit Daten eines Filters und interaktiven Daten, die der ausgewählten Kategorie von Zuschauern entsprechen;
  • – Vergleichen der empfangenen Filterdaten mit dem in dem Speicher des interaktiven Endgerätes enthaltenen Profil des Zuschauers; und
  • – als Antwort auf den Vergleich Ausführen der interaktiven Daten, um so eine interaktive Verbindung zuzulassen oder die empfangenen Filterdaten zu verwerfen.

In einer anderen Ausführung wird eine Mehrzahl von Filtern, angenommen eine Anzahl N, einer einzelnen interaktiven Anmeldung zugeordnet. In diesem Falle wird das Vergleichen fortgesetzt, bis eins der N Filter zu dem in dem Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil passt. Wenn eins der Filter zu dem Profil passt, wird die interaktive Anmeldung ausgeführt, im anderen Fall wird die Anmeldung ignoriert.

In einer anderen Verbesserung wird eine Mehrzahl von Filtern einer interaktiven Anwendung mit unterschiedlichen Inhalten, oder deren Inhalte variabel sind, zugeordnet. Jedes Filter ist einem Inhalt angehängt. Einer der Inhalte wird in dem Fall als Standardinhalt betrachtet, wenn kein Filter zu dem Endgerätprofil passt. Jeder der anderen Inhalte hat seine eigene spezifische Bedingung und wird angezeigt, wenn das entsprechende Filter mit dem in dem Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil übereinstimmt.

Nach der vorliegenden Erfindung kann zur Auswahl des Zuschauerprofils in Verbindung mit dem oben erwähnten Verfahren eine Vorrichtung benutzt werden.

Darüber hinaus ist die durch die vorliegende Erfindung eingebrachte Lösung unabhängig vom Typ des Netzwerkes, ganz gleich, ob es ein terrestrisches, ein analoges oder digitales Satellitennetzwerk ist, oder ob ein analoges oder digitales Kabel verwendet wird.

Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung einiger Ausführungsformen hervorgehen, die als nicht einschränkende Beispiele unter Bezugnahme auf die angefügten FIGs angegeben wurden.

1 stellt eine Umgebung dar, worin die vorliegende Erfindung implementiert ist.

2 zeigt eine Auswahl eines Zuschauerprofils aufgrund eines Filters, das dem interaktiven Endgerät zugeordnet ist.

3 zeigt einen Filterungsablauf nach der vorliegenden Erfindung.

4 illustriert eine Verwendung der vorliegenden Erfindung, die in den Werbesendungen für Dienstleister und Werbeagenturen ein Logo (d.h. z.B. ein Namensschild) in den EPG einsetzt.

5 zeigt eine andere Anwendung der vorliegenden Erfindung mit einem modifizierbaren Inhalt, der von dem Profil des TV-Zuschauers abhängt.

Wie in 1 gezeigt wird, erfordert die interaktive TV-Umgebung auf der einen Seite wenigstens eine zu einem Server (150) zugeordnete Sendeanstalt (170) und wenigstens ein interaktives Endgerät (160). Beide Seiten sind über zwei Netzwerke verbunden: das Rundfunknetzwerk und das Rückkanalnetzwerk.

Das Rundfunknetzwerk (120) ist auf einer Seite mit einem Dateneinsetzgerät (110) verbunden, das die Audio/Videosignale (172) von einer Sendeanstalt (170) und interaktive Daten, elektronischen Programmführer (EPG) oder Teletextdaten (152) von einem ersten Server (150) empfängt. Auf der anderen Seite ist das Rundfunknetzwerk mit einer Mehrzahl von interaktiven Endgeräten (160) verbunden, die durch eine Fernbedienung oder eine Tastatur (130) des Zuschauers gesteuert werden.

Umgekehrt setzt sich das Rückkanalnetzwerk (140) aus einer Mehrzahl von Leitungen zusammen, welche die interaktiven Endgeräte (160) mit einem zweiten Server (180) verbinden. Dieser zweite Server (180) verwaltet und steuert eine Zuschauerdatenbank des Dienstleisters (100). Es gibt mehrere Datenbanken, aber eine ist als die Zuschauerdatenbank reserviert.

In digitaler und analoger Umgebung umfasst das Dateneinsetzgerät (110) eine Synchronisierungsfunktion, welche die Synchronisation des Audios, des Videos und der Daten ermöglicht. Genauer aber ist das Dateneinsetzgerät (110) in einer analogen TV-Umgebung ein Gerät, das das Einsetzen von digitalen Daten in ein audiovisuelles Signal durchführt. Ein solches Gerät wird vor allem für das Einsetzen von Teletext oder EPG-Information in Austastzeilen (VBI lines = Video Blanking Interleaves) eines analogen Kanals benutzt. Bei digitalem TV ist das Dateneinsetzgerät (110) ein Gerät, das einfache logische Bitströme in ein Format bündelt (multiplext), welches die Anforderungen des MPEG-2 Transport-Bitstroms erfüllt. Ein einfacher logischer Bitstrom kann zum Beispiel ein Video-, Audio- oder Datenbitstrom sein.

Was das interaktive Endgerät (160) betrifft, ist dieses letztere zum Beispiel ein Multimedia-Endgerät, das die Interpretation und Lieferung audiovisueller Information und digitaler Daten ermöglicht. Dieses Endgerät enthält eine Bildschirmanzeige für visuelle Information, Lautsprecher für Audioinformation, einen Demodulator für Kabel- und/oder für digitale Satelliten- und/oder für terrestrische Netzwerke, der für den Empfang des Rundfunksignals geeignet ist, ein Modem für Kabel- und/oder öffentliches Telefonnetzwerk, das für den Rückkanal geeignet ist, einen Digitalrechner für die Steuerung des Systems, ein OSD für das Einfügen von Nachrichten und grafischer Darstellungen und eine IR-Fernbedienung und/oder eine Tastatur. Die Systemsteuerung des Multimedia-Endgerätes ist der eines PC ähnlich, sie ist zum Beispiel ein Mikroprozessor, dem ein RAM, ein ROM, ein EPROM oder ein Flash-PROM mit einer IR-Peripherie und beliebige andere Peripheriegeräte hinzugefügt wurden.

Das interaktive Endgerät hat einen programmierbaren Speicher, wie z.B. ein Flash-EPROM oder E2PROM, um eine Konfiguration zu sichern. Diese Konfiguration kann entweder durch den Hersteller oder durch die Händler, oder durch die Dienstleister über das Kabel- oder Telefonnetzwerk programmiert werden. Zusätzlich kann nach der vorliegenden Erfindung dieses Endgerät zum Teil durch den Zuschauer selbst durch eine elektronische Darstellung des Registrierungsformblattes auf dem Bildschirm des Endgerätes programmiert werden. Die Registrierung kann jederzeit über das Netzwerk oder durch den Zuschauer selbst, abhängig von der Implementation des Registrierungsablaufs, programmiert und aktualisiert werden. Die Konfiguration enthält wenigstens die Registrierungsnummer des Zuschauers (Zuschauer-ID oder persönliche Kennung genannt) und einen Endgeräte-Kennung. Die Konfiguration muss neben seiner Registrierung durch das Zuschauerprofil vervollständigt werden.

Generell kann dieses interaktive Endgerät oder Multimedia-Endgerät (160) physisch ein PC, ein Fernsehgerät, das mit einer zugeordneten Set-Top-Box verbunden ist, oder ein Fernsehgerät sein, in das alle oben aufgeführten Vorrichtungen, außer der Fernbedienung, eingebaut sind.

Die Fernbedienung ist eine übliche Fernbedienung, die generell mit einem Fernsehgerät mit einer speziellen Taste oder einer Mehrzahl von Tasten geliefert wird, die für die Interaktivität reserviert sind. Während eines interaktiven Programms oder eines Clips erscheint ein Logo oder eine Nachricht auf dem Bildschirm, die den Zuschauer einlädt teilzunehmen und zu reagieren. Durch Drücken einer oder mehrerer dieser Spezialtasten hat der Zuschauer Zugang zu der vorgeschlagenen Funktion der Interaktivität. Die Funktion der Interaktivität ist zum Beispiel ein Votum, eine Spielauswahl, eine Prospektbestellung, eine Umfrage, usw.

Allgemeiner sind die durch ein solches System angebotenen Dienste wie folgt:

  • – Interaktive Werbung (Zusätzliche Information, Wertcoupon per Post, Prospekt per Post usw.)
  • – Spiele, Quiz-Show
  • – Wettbewerb/Wahl: Votum
  • – Um Geld spielen (Zocken)
  • – Anfordern von Zusatzinformation zu einem Programm (Autorennen, Basketball, Filme)
  • – EPG, Spielergebnis, Wetter usw.

Nach der vorliegenden Erfindung ist der zweite Server (180) eine logische Einheit, die einen oder mehrere physische Servercomputer in Kommunikation über ein Datennetzwerk beinhalten kann, und welche die folgenden Hauptfunktionen hat:

  • 1. Der Server verwaltet die Datenbank, wo die Registrierungsformblätter aller Zuschauer gespeichert sind. Ferner wird zu einer Registrierung eines neuen Zuschauers sein Profil in dieser Datenbank gespeichert. Sein Profil kann soziologische Daten und irgendwelche anderen Daten enthalten, die es ermöglichen, die Zuschauer in die geeigneten Kategorien zu klassifizieren. Sobald die von dem registrierten Zuschauer angebenen Kriterien in die Datenbank des Dienstleisters eingetragen sind, werden die Kriterien dem Zuschauer-ID und dem Endgeräte-ID zugeordnet.
  • 2. Der zweite Server (180) verwaltet die von interaktiven Endgeräten empfangenen Nachrichten. Er sammelt die Informationen, wie zum Beispiel Zuschauer-ID oder Endgerät-ID und die zugeordnete Nachricht.
  • 3. In einigen Fällen sendet der zweite Server (180) an das interaktive Endgerät selbständig Information für dessen Konfiguration, zum Beispiel zum Zweck der Aktualisierung oder einfach auf Anforderung des Zuschauers, zum Beispiel zur Registrierung.
  • 4. Abhängig von der Art des Netzwerkes verwaltet der Server das Protokoll der Nachrichtenverbindung, welches DTMF, Sprache, Videotext, Supra-Voice, TCP/IP usw. sein kann.

Die Zuschauer, die Zugang zu den interaktiven Diensten haben, werden durch den Dienstleister in die Datenbank als ein registrierter Zuschauer oder ein Abonnent eingetragen. In das Formblatt zur Registrierung müssen einige Kriterien, die das Profil des Zuschauers darstellen, eingetragen werden und werden von dem Dienstleister gespeichert. Deshalb ist jeder Zuschauer dem Dienstleister bekannt und dank eines in das interaktive Endgerät eingebetteten Identifikators (Zuschauer-ID) identifiziert. Jedes Mal wenn ein Zuschauer auf eine gesendete Nachricht, die auf dem Bildschirm des interaktiven Endgerätes erscheint, durch Drücken einer Taste auf der Fernbedienung reagiert, wird die Anforderung des Zuschauers erledigt, entweder örtlich dank der Daten, die vorher gesendet wurden und in dem Speicher des Endgerätes zur Verfügung stehen, oder dank einer Nachricht, die an den interaktiven Server über das Rückkanalnetzwerk gesendet wird, das dem Zuschauer-ID zugeordnet ist.

Interaktive Dienste, die Interaktivität durch ein Rückkanal-Netzwerk anbieten, setzen in die Rundfunknachricht die Telefonnummer (oder die physikalische Adresse) des entsprechenden zweiten Servers (180) ein. Rundfunknachrichten für Interaktivität oder ein Teil der Nachrichten werden in dem Speicher des Endgerätes gespeichert, und auf Anforderung des Zuschauers, wird die Telefonnummer (oder die Adresse) aus dem Speicher des Endgerätes gelesen und zur Einrichtung einer Nachrichtenverbindung mit dem interaktiven Server benutzt. Wenn die Nachrichtenverbindung mit dem Server errichtet ist, beginnt ein Datenaustausch.

Deshalb wird jedes Mal, wenn ein einzelnes Profil ausgewählt werden muss, eine diesem Typ von Profilen fest zugeordnete Nachricht gesendet. Zum Beispiel wird die Nachricht entsprechend an Eltern, die mehr als 30 Jahre alt sind und zwei Kinder haben, im Multiplex mit den audiovisuellen Signalen gesendet. Diese Nachricht ist einem einzelnen Filter zugeordnet, das die Kriterien 'älter als 30 Jahre mit zwei Kindern' enthält.

Folglich haben nur Familien, die aus Eltern, die älter als 30 Jahre sind und zwei Kinder haben, zusammengesetzt sind, Zugang zu der interaktiven Anwendung, zu den interaktiven Daten usw.

In 2 wird ein grundlegender Ablauf der Auswahl eines Zuschauerprofils oder einer Mehrzahl von Zuschauerprofilen dargestellt, die in der Zuschauerdatenbank registriert sind. Nach der vorliegenden Erfindung ist jedes interaktive Endgerät einem Profil zugeordnet.

Der Auswahlablauf beginnt mit dem Senden der Nachricht im Multiplex mit den audiovisuellen Signalen an alle interaktiven Endgeräte, die auf den entsprechenden 'Kanal' in der analogen Terminologie oder den entsprechenden 'Dienst' in der digitalen Terminologie eingestellt sind. Anschließend entschachtelt jedes interaktive Endgerät die Signale, um die A/V-Signale (204) von der Nachricht zu trennen, damit sie an die Bildschirmanzeige übertragen werden, und das Filter (202) mit dem Profil (226) verglichen wird, das in dem Speicher des interaktiven Endgerätes gespeichert ist.

Dem Ergebnis des Vergleichs entsprechend wird die Nachricht (224) entweder an die Bildschirmanzeige (260) oder verworfen (222) in einen Papierkorb (240) übertragen.

Es sollte daran gedacht werden, dass dieser Auswahlablauf den Fall betrifft, wo eine einzelne Nachricht auf dem Bildschirm des interaktiven Endgerätes angezeigt werden muss. Sollte es eine Mehrzahl von Nachrichten geben, muss eine entsprechende Anzahl von Filtern mit den Nachrichten im Multiplex mit den audiovisuellen Signalen übertragen werden. Nach dem Vergleich mit dem Profil des Endgerätes wird die dem Filter entsprechende Nachricht auf dem Bildschirm angezeigt. Die anderen Nachrichten werden ignoriert.

In einer verbesserten Ausführung kann eine interaktive Anwendung, eine Nachricht oder ein Teil der interaktiven Anwendung oder Nachricht einem oder mehreren Filtern zugeordnet werden. Es gibt drei unterschiedliche Fälle. Der erste und der zweite Fall betreffen den Start der Anwendung unter Bedingungen, das bedeutet, dass nur TV-Zuschauer, deren Profile zu dem/den gesendeten Filter(n) passen, Zugang zu der Rundfunkanwendung haben; und der dritte Fall betrifft die bedingte Zustellung der Information, was bedeutet, dass dieselbe Rundfunkanwendung den TV-Zuschauern entsprechend dem Ergebnis des Vergleichsablaufes zwischen den ausgesendeten Filter(n) und dem gespeicherten Profile unterschiedliche Inhalte darstellt.

Das Starten der bedingten Anwendung

  • Fall 1: Ein Filter für eine interaktive Anwendung. Wenn das Filter nicht zu dem in dem Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil passt, dann wird die interaktive Anwendung ignoriert (siehe 2), andernfalls wird die Anwendung ausgeführt.
  • Fall 2: Alle Filter werden nacheinander geprüft, um so zu bestimmen, ob sie mit dem im Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil übereinstimmen. Diese Prozedur wird fortgesetzt, bis eins der N Filter zu dem im Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Profil passt oder bis alle Filter ohne Erfolg geprüft worden sind.

Wenn zum Beispiel Filter 1 nicht zu dem in dem Endgerät gespeicherten Profil passt, dann prüft das Endgerät Filter 2. Wenn umgekehrt Filter 2 nicht zu dem in dem Endgerät gespeicherten Profil passt, dann prüft das Endgerät Filter 3 usw.

Wenn eins der N Filter zu dem in dem Endgerät gespeicherten Profil passt, wird die Anwendung ausgeführt, andernfalls wird die Anwendung ignoriert.

Der bedingte Informationsversand

  • Fall 3: Eine Mehrzahl von Filtern (N Filter) für eine interaktive Anwendung mit unterschiedlichen Inhalten (N + 1).

Eine interaktive Anwendung kann unterschiedliche Inhalte mit spezifischen Bedingungen, die mit jedem Inhalt verbunden sind, einschließen. Die spezifischen Bedingungen bestehen darin, dass es ein Filter gibt, das an den Inhalt angehängt ist, der dargestellt wird, wenn das Filter zu dem Profil passt, das in dem Endgerät gespeichert ist. Ein Inhalt wird in dem Fall als Standardinhalt betrachtet, in dem kein Filter mit dem Endgerätprofil übereinstimmt. Der zusätzliche Inhalt bezieht sich auf den Standardinhalt. Dieser Fall wird in 5 dargestellt, der später detaillierter beschrieben wird.

Ausführung

Das einfache Beispiel, das in 3 dargestellt wird, kann dazu benutzt werden, um die Effizienz von jeder beliebigen solchen Prozedur zu demonstrieren: das Filter kann als ein gesendetes Script angesehen werden, das zwischen gesendeten Kriterien und gespeicherten Kriterien angewendet wird. Um den Berechnungsgang von 3 "Wenn(Cf1<=Cp1) UND (Cf2 = Cp2) ODER (Cf3! = Cp3)... and(Cfx=Cpx) " zu kodieren, kann man wählen, jedes Kriterium und jeden Operator, das/der benutzt wird, um gesendete und gespeicherte Kriterien (<=, =;! =, usw.) zu vergleichen, auf einem Byte zu kodieren, und den UND- und den ODER- Operator auf einem Bit zu kodieren. Wenn man folglich annimmt, dass 256 Kriterien zu derselben Zeit benutzt werden können (x = 256, was etwas hoch gegriffen ist), und jedes Kriterium 256 verschiedene mögliche Werte hat, kann das Filter mit einer Datei verglichen werden, die 256 Bytes + 256 Bytes + 32 Bytes (255 Bits) = 544 Bytes enthält. Mit einer Bandbreite von 9600 Bits/Sek, dauert es maximal 0.46 Sekunden, um die Kriteriendatei zu senden. Entsprechend der Komplexität des Scripts des Filters kann die erforderliche Bandbreite wegen der gewählten Kodierung zunehmen, aber gleichzeitig nimmt auch die Fähigkeit zu, komplexe Kriterien zu beschreiben.

Wenn ein Filter empfangen wird, macht das interaktive Endgerät während der Initialisierungsphase den Vergleich mit den in dem Festspeicher des Endgerätes gespeicherten Kriterien, und wenn das Ergebnis positiv ist, wird dem Zuschauer der Zugang vorgeschlagen, um ihn wechselweise in der interaktiven Anwendung agieren zu lassen. Um jedoch pragmatisch zu sein, wird das Feld durch eine begrenzte Anzahl von Kriterien (weniger als 10) ausgewählt, was die Anzahl der zu übertragenden Bytes und die erforderliche Bandbreite, um das Filter zu senden, drastisch verringert.

3 zeigt das Filterformat und den Filterungsablauf in dem Fall eines Filters und einer interaktiven Anwendung.

Ein Profil ist eine Liste von Kriterienwerten. Es gibt nur einen Wert pro Kriterium, und ein Kriterium kann nicht innerhalb desselben Profils unterschiedliche Werte haben. Und jedes Kriterium in einem Profil kann in zwei Kategorien klassifiziert werden: ein qualitatives Kriterium und ein quantitatives Kriterium.

  • – Qualitatives Kriterium: kann verschiedene Werte ohne irgendeine mathematische Beziehung annehmen. Zum Beispiel das Kriterium Zeitungslesen kann den Werten zugeordnet werden: New-York Times, Herald Tribune, Washington Post, USA Today, usw. Zwischen diesen Kriterien besteht eine spezifische Ordnungsbeziehung;
  • – Quantitatives oder numerisches Kriterium: kann eine begrenzte Anzahl von Werten annehmen, für die eine Ordnungsbeziehung niedriger als (<), größer als (>), gleich mit (=) angewendet werden kann oder für welche der Begriff einer Zeitspanne sinnvoll ist. Zum Beispiel gehören das Alter, die Anzahl von Kindern zu einer solchen Kategorie von Kriterien. Zwei Kinder zu haben ist größer als ein Kind zu haben.

Für das qualitative Kriterium ist der zwischen dem Filter und dem entsprechenden Wert, der in dem Profil gespeichert ist, verwendete Operator auf einen von beiden beschränkt:

= (gleich mit) <> (unterschiedlich zu).

Für das quantitative Kriterium kann der zwischen dem Filter und dem entsprechenden Wert, der in dem Profil gespeichert ist, anzuwendende Operator entweder/oder sein: = (gleich mit), <> (unterschiedlich zu), > (größer als), < (niedriger als), >= (größer als oder gleich), <= (niedriger als oder gleich), &egr;[] (gehört zum Intervall), &egr;/[] (gehört nicht zum Intervall).

Es wird deshalb eine spezifische Verarbeitung dieser Filterformate ausgeführt. Das Filtern wird durch Anwenden jedes Teils des Filters auf das entsprechende Kriterium des Endgeräteprofils abgearbeitet. Jeder Ausdruck kann zur Ausführung des Filterprozesses verwendet werden, wie zum Beispiel (F1 Op1 P1) UND (F2 Op2 P2) UND (F3 Op3 P3) UND... (Fx Opx Px). Wenn das Ergebnis richtig ist, entspricht das Familienprofil den definierten Kriterien und wird durch den Rundfunk des Servers als Zielgruppe angesprochen. Auf diese Art ist es möglich das Profil der Zuschauer, zum Beispiel für eine Zielfamilie mit wenigstens zwei Kindern UND die ein BMW-Auto besitzt UND kein Boot hat, auszuwählen.

Das Filterformat besteht daraus, dass es pro Filter ein Script irgendeiner Komplexität besitzt, das die Kategorien die Zielgruppen der Zuschauer beschreibt:

(Cf1 Operator1 Cp1) Operator11 (Cf2 Operator2 Cp2) Operator12 (Cf3 Operator3 Cp3)...

wobei:

Cf1 Kriterium1 des Filters bedeutet,

Cp1 Kriterium1 des Profils bedeutet.

Wenn das Ergebnis der Operation 1 ist, heißt es, dass das Ergebnis positiv ist.

Anwendung auf Fall 1: Ein Filter/Eine Anwendung

Der vorherige Algorithmus gilt vollständig wie definiert.

Anwendung auf Fall 2: N Filter/Eine Anwendung

  • [F1][F2]...[FN][Anwendung] werden gemeinsam übertragen. Die eingeschlossen Operation zwischen zwei Filtern ist die ODER-Operation. Diese Kombination von Filtern kann in die folgenden N Gleichungen übersetzt werden:

    (F1:C1 Operator1 P1) Operator11 (F1:C2 Operator2 P2) Operator12...Operator1(n-1)(F1:Cn Operatorn Pn)

    ODER

    (F2:C1 Operator1 P1) Operator21 (F2:C2 Operator2 P2) Operator22...Operator2(n-1)(F2:Cn Operatorn Pn)

    ODER

    ...



    ODER



    (Fn:C1 Operator1 P1) Operatorn1 (Fn:C2 Operator2 P2) Operatorn2...Operator(n-1)(Fn:Cn Operatorn Pn),

    wobei der Operator1, der dem Filter1 zugeordnet ist, unterschiedlich zum Operator1 sein kann, der dem Filtert usw. zugeordnet ist.

Wenn eine der N Gleichungen positiv ist, dann ist das globale Ergebnis der Gleichung positiv.

Anwendung auf Fall 3: N Filter/Eine Anwendung mit N + 1 Inhalten, wobei der zusätzliche Inhalt zu dem Standardinhalt gehört.

  • [Filter1] [Inhalt1] [Filter2] [Inhalt2] [FILTERN] [INHALTN] [Standard] [Standardinhalt]

Die eingeschlossene Operation entspricht der folgenden Gleichung:

IF (F1:C1 Operator1 P1) Operator11 (F1:C2 Operator2 P2) Operator 12...Operator1n-1 (F1:Cn OperatornPn) = 1 dann zeige Inhalt1

ELSE

IF (F2:C1 Operator1 P1) Operator21 (F2:C2 Operator2 P2) Operator22...Operator2n-1 (F2:Cn Operatorn Pn) = 1 dann zeige Inhalt2

ELSE

IF (Fn:C1 Operator1 P1) Operatorn1 (Fn:C2 Operator2 P2) Operatorn2...Operarotn-1 (Fn:Cn Operatorn Pn) = 1 dann zeige Inhaltn

ELSE

Zeige Standardinhalt.

Zur Illustration ist hier ein Beispiel eines Profils, das in 3 gezeigt wird:

  • P1: Zahl der Kinder in der Familie
  • P2: Typ der Autos in der Familie
  • P3: Familieneinkommen
  • P4: Mineralwasser, das in der Familie getrunken wird usw.

4 stellt eine Anwendung der vorliegenden Erfindung in dem Fall des Einsetzens eines Logos Werbung dar, das mit einem elektronischen Programmführer "EPG" angezeigt wird und hauptsächlich Dienstleistern und Anzeigeagenturen zugeordnet ist.

Dieses Logo kann zum Beispiel ein Warenzeichen, eine Bauart oder irgendwelche anderen Symbole darstellen.

Die Inhaltlieferanten, die interaktive Programme liefern wollen, oder die eine spezifische Nachricht an eine Zielgruppe in der Bevölkerung über ein Rundfunknetzwerk (500) senden wollen, können an eine ausgewählte Anzahl von Zuschauern unterschiedliche Nachrichten richten, die von dem Typ des Dienstes abhängen. Zum Beispiel haben Zuschauer mit dem Profil 1 eine EPG-Seite A (520) mit einem kommerziellen Logo, welches das Warenzeichen 1 (522) enthält, und Zuschauer mit dem Profil 2 haben eine EPG-Seite A (530) mit einem kommerziellen Logo, welches das Warenzeichen 1 (532) enthält. Für eine solche interaktive Anwendung ist es in hohem Maße erforderlich, ein spezifisches Endgerät nicht durch eine physikalische Adresse, jedoch vielmehr durch Verwendung eines soziologischen Profils auszuwählen.

Diese Art von interaktiver Anwendung trifft besonders darauf zu, wenn eine interaktive Werbesendung eine Offline-Aktion, zum Beispiel senden einer E-Mail, senden kommerzieller Wertcoupons, die x% Preisnachlass in einem Laden anbieten und einen Prospekt senden, erzeugt. Diese Möglichkeit eine Bevölkerungsgruppe auszuwählen, begrenzt die Anzahl der Personen auf eine Bevölkerungsgruppe, die eine reale Motivation hat. Dann wird die Off-line-Aktion, wie eine Postsendung, eine höhere Effizienz durch Liefern einer Rückmeldung mit hoher Qualität haben und die Kosten abnehmen lassen.

Aus der Sicht des Zuschauers ruft ihn das interaktive audiovisuelle Programm zu einer Aktion nur mit einem Programm auf, auf das er normalerweise reagieren würde. Er wird nicht mit Nachrichten überschüttet, für die er sich nicht interessiert.

In einer anderen interaktiven Anwendung möchten Anzeigeagenturen und/oder Dienstleister eine spezifische Nachricht an eine spezifische Bevölkerungsgruppe senden. Um die gelieferten Dienste zu finanzieren, setzen tatsächlich immer mehr Dienstleister kommerzielle Logos in die Informationsseiten ein. Dienste, wie zum Beispiel EPG (elektronischer Programmführer) und Teletext, verwenden das Einsetzen von kommerziellen Logos um den Dienst zu finanzieren. Aber im Allgemeinen ist der verfügbare Platz für ein solches Logo auf einer Seite beschränkt, und ein Logo wird an alle Zuschauer gesendet. Das beschriebene Verfahren ermöglicht die Präsentation eines kommerziellen Logos in Übereinstimmung mit dem Profil des Zuschauers unter Verwendung einer schmalen Bandbreite für Adressierbarkeit. Zum Beispiel kann ein EPG-Dienst eine EPG-Seite mit einem kommerziellen Bereich durch Rundfunk übertragen, der mit verschiedenen, dem Profil des Zuschauers entsprechenden kommerziellen Logos, ausgefüllt ist.

5 zeigt eine andere Ausführung der vorliegenden Erfindung, wobei die interaktive Anwendung unterschiedliche Inhalte hat, die von dem Profil des TV-Zuschauers abhängen.

Allerdings ist ein Filterungsprozess auf der Basis von Profilen aus der gesammelten Information eingerichtet worden, nachdem die Zuschauer ihre Formblätter zur Anmeldung zurückgeschickt haben.

Entsprechend diesem Filterungsprozess haben die Zuschauer zur selben Zeit Zugang zu derselben Anwendung, deren Inhalt jedoch unterschiedlich sein kann. Ein Teil der durch ein Icon oder einen Text dargestellten Anwendung kann mit Filtern verknüpft werden, und sein Inhalt erscheint in unterschiedlicher Weise entsprechend dem Vergleich zwischen den Filtern und dem Profil des Zuschauers, das in dem Festspeicher des interaktiven Endgerätes gespeichert ist. Dieser Inhalt kann zum Beispiel der Betrag angebotener Wertcoupons in einer kommerziellen Nachricht sein.

Wie in 5 gezeigt wird, kann ein Textfeld auf dem Bildschirm (600) eines interaktiven Endgerätes entsprechend dem in dem Endgerät gespeicherten Profil abgewandelt sein. Zum Beispiel ist dieses Feld wie gezeigt, der Preis oder die Ermäßigung. In diesem einzelnen Fall ist, durch Vergleichen der in dem Endgerät gespeicherten Profile mit den drei Filtern, der Betrag der Ermäßigung unterschiedlich. Für Filter1 (610) ist die Reduktion 5 EUR, für Filter2 (620) ist die Reduktion 10 EUR und für Filter3 (630) ist die Reduktion 15 EUR.

In dieser Ausführung bleibt das kommerzielle Logo "Tak" unverändert. Das Logo kann aber entsprechend dem Filter und dem Profil des Zuschauers abgewandelt werden.

Man sollte im Sinn behalten, dass die Kombination der zwei Funktionalitäten, die in den 3 und 4 dargestellt wird, möglich ist, so dass in diesem Fall sich nicht nur das Logo, das auf dem Bildschirm erscheint, entsprechend dem Zuschauerprofil,

sondern auch der Inhalt eines Teils des auf dem Bildschirm des interaktiven Endgerätes angezeigten Textes ändert.


Anspruch[de]
Verfahren zur Auswahl von wenigstens einer Kategorie von Zuschauern in einem interaktiven Multimediasystem, das eine Mehrzahl von interaktiven Endgeräten (160) umfasst, wobei jedes einzelne einen Speicher, der das Profil eines Benutzers speichert, ein Rundfunknetzwerk (120) und ein Rückkanal-Netzwerkwerk enthält, das Rundfunknetzwerk Audio/Videodaten und interaktive Daten empfängt, die eine Mehrzahl interaktiver Inhalte einschließen, wobei die interaktiven Daten so ausgeführt werden können, dass sie ein Signal auf dem Rückkanal-Netzwerk zurücksenden und das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

– Eingabe eines Benutzerprofils, das durch Ausfüllen eines empfangenen elektronischen Formblattes ausgeführt wird, und das Benutzerprofil in dem interaktiven Endgerätespeicher gespeichert wird;

– Empfang (200) von mit zwei oder mehr Filtern gleichzeitig gesandter Audio/Videodaten, wobei jedes einer ausgewählten Kategorie von Benutzern und einer der interaktiven Inhalte entspricht;

– sequentielles Vergleichen der Filter mit den Benutzerprofilen, die in einem interaktiven Endgerätespeicher gespeichert sind;

– als Reaktion auf den Vergleich Ausführen (260) mit dem interaktiven Endgerät eins der interaktiven Inhalte, wenn das entsprechende Filter zu dem gespeicherten Benutzerprofil passt, um so eine interaktive Verbindung oder Streichen (240) des Filters zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Formblatt durch den Benutzer angefordert wird und über das Rückkanalnetzwerk (140) empfangen wird.
Das Verfahren nach Anspruch 1, wobei der sequentielle Vergleich zwischen den Filtern und den Benutzerprofilen aufhört, wenn eins der Filter zu dem Benutzerprofil passt, um so den korrespondierenden interaktiven Inhalt in Betracht zu ziehen, oder, wenn kein Filter zu dem Benutzerprofil passt, einen Standardinhalt anzunehmen. Das Verfahren nach Anspruch 1, wobei die interaktiven Inhalte unterschiedliche Logos darstellen. Das Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, wobei es auch einen Schritt der Übertragung des ausgefüllten elektronischen Formblattes über den Rückkanal zu dem Dienstleister umfasst. Das Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, wobei das elektronische Formblatt ein vorbestimmtes Format des Benutzerprofils festlegt, das ein qualitatives und/oder ein quantitatives Kriterium enthält, um so unterschiedliche Ordnungsbeziehungen auf jedes einzelne der Kriterien anzuwenden, um den Vergleichsschritt auszuführen. Ein interaktives Endgerät in einem interaktiven Multimediasystem, das eine Mehrzahl von interaktiven Endgeräten (160) umfasst, jedes einzelne einen Speicher, der das Profil eines Benutzers speichert, ein Rundfunknetzwerk (120) und ein Rückkanal-Netzwerk (140) enthält, das Rundfunknetzwerk Audio/Videodaten und interaktive Daten empfängt, die eine Mehrzahl interaktiver Inhalte einschließen, wobei die interaktiven Daten ausgeführt werden können, um ein Signal auf das Rückkanalnetzwerk zurückzusenden, und das interaktive Endgerät umfasst:

– Mittel zur Eingabe eines Benutzerprofils durch Ausfüllen eines empfangenen elektronischen Formblattes;

– Mittel zum Empfang von Audio/Videodaten, die mit zwei oder mehr Filtern gemultiplext sind, wobei jedes einer ausgewählten Kategorie von Benutzern und einem der interaktivenInhalte entspricht;

– Mittel zum sequentiellen Vergleichen der Filter mit dem Benutzerprofil, das in dem Speicher des Endgerätes gespeichert ist; und

– Mittel zur Ausführung eines der interaktiven Inhalte, wenn das entsprechende Filter zu dem Benutzerprofil passt, um eine interaktive Verbindung zu erlauben, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Formblatt durch den Zuschauer angefordert wird und über das Rückkanal-Netzwerk (140) empfangen wird.
Das interaktive Endgerät nach Anspruch 6, wobei es weiter Mittel umfasst, um einen Standardinhalt auszuführen, wenn keines der Filter zu dem gespeicherten Benutzprofil passt. Die Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, wobei das Filter und das Benutzerprofil ein vorbestimmtes Format haben, das eine Mehrzahl von qualitativen oder quantitativen Kriterienwerten umfasst. Die Vorrichtung nach irgendeinem der vorherigen Ansprüche 6 bis 8, wobei die Audio/Videodaten mit einer Mehrzahl von Filtern gemultiplext sind, und wobei die Mittel zum Vergleichen die Mehrzahl von empfangenen Filtern mit jedem der gespeicherten Benutzerprofile vergleichen, die in dem Speicher des interaktiven Endgerätes gespeichert sind.






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