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Dokumentenidentifikation DE102005052473A1 10.05.2007
Titel Pneumatische Sämaschine
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Pokriefke, Michael, 27798 Hude, DE;
Hoffmann, Karl-Peter, 27798 Hude, DE
DE-Anmeldedatum 03.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005052473
Offenlegungstag 10.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.05.2007
IPC-Hauptklasse A01C 7/20(2006.01)A, F, I, 20051103, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01C 7/08(2006.01)A, L, I, 20051103, B, H, DE   A01B 73/04(2006.01)A, L, I, 20051103, B, H, DE   
Zusammenfassung Pneumatische Sämaschine mit einem Rahmen, von einem hydraulisch angetriebenen Gebläse mit Druckluft beaufschlagten Förderleitungen, am Rahmen mittels doppeltwirkender Hydraulikzylinder ein- und ausschwenkbar angeordneten Seitensektionen, die mittels der zwischen Rahmen und den Seitensektionen angeordneten Hydraulikzylinder in der ausgeschwenkten Position gegen den Boden gedrückt werden, wobei das Gebläse über einen an eine Hydraulikdruckleitung angeschlossenen Hydraulikmotor antreibbar ist. Um in einfacher Weise dafür zu sorgen, dass trotz Leckverluste in dem Steuerventil, der gewünschte und/oder eingestellte Druck in den Hydraulikzylindern, die zwischen den Seitenrahmen und dem Mittelrahmen angeordnet sind, aufrecht erhalten bleibt, ist vorgesehen, dass die an das Gebläse angeschlossene Hydraulikdruckleitung mit den zu den doppeltwirkenden Hydraulikzylinder führenden Leitungen, über die Hydraulikzylinder zum Drücken der Seitensektionen zum Boden beaufschlagt werden, über eine Zweigleitung verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine pneumatische Sämaschine gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Eine derartige Sämaschine ist durch das DE 92 14 242.7 U1 bekannt. Diese Sämaschine weist einen Mittelrahmen auf, an dessen Außenseite jeweils ein Seitenrahmen mittels eines in eine Fahrtrichtung verlaufende Gelenkachse aufweisenden Gelenkes ein- und ausschwenkbar angeordnet ist. An dem Mittelrahmen und den Seitenrahmen sind Bodenbearbeitungswerkzeuge, Säschare und/oder Walzenelemente angeordnet. Zwischen dem Mittelrahmen und dem jeweiligen Seitenrahmen sind Hydraulikzylinder zum ein- und ausschwenken der Seitenrahmen gegenüber dem Mittelrahmen angeordnet, um die Seitenrahmen in eine Transportstellung einzuklappen und in eine Arbeitsstellung auszuklappen. Mittels der Hydraulikzylinder sind die Seitenrahmen gegen den Boden zu drücken und in der vorgesehenen Stellung zu fixieren.

Des weiteren weisen derartige Sämaschinen häufig ein hydraulisch angetriebenes Gebläse auf, welches das Saatgut, welches über einen Dosierer aus dem Vorratsbehälter in die Förderleitung eindosiert wird, über einen Verteiler und Verteilerschläuche zu den Säscharen fördert.

Das Problem bei dieser bekannten Sämaschine besteht darin, dass die den Hydraulikzylindern zugeordneten Hydraulikventile bauartbedingt einen leichten Leckverlust aufweisen, so dass der auf die Hydraulikzylinder gegebene Druck, wenn die Hydraulikzylinder die Seitenrahmen gegen den Boden drücken, nachlässt. Um den auf die Seitenrahmen einwirkenden und von den Hydraulikzylindern erzeugten Druck in gewünschter Weise aufrecht zu erhalten, muss von Zeit zu Zeit von Hand das Steuerventil betätigt werden, um den durch den Leckverlust entstehenden Druckverlust wieder auszugleichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einfacher Weise dafür zu sorgen, dass trotz Leckverluste in dem Steuerventil, der gewünschte und/oder eingestellte Druck in den Hydraulikzylindern, die zwischen den Seiterahmen und dem Mittelrahmen angeordnet sind, aufrecht erhalten bleibt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Patentanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahmen wird durch den stetig anstehenden Hydraulikölstrom, der den das Gebläse antreibenden Ölmotor, über eine Zweigleitung die zu den Hydraulikzylinder führenden Leitungen mit Druck beaufschlagt. Hierdurch wird der Leckverlust ausgeglichen. Damit die Seitenrahmen ein- und ausgeklappt werden können, ist vorgesehen, dass in der Zweigleitung ein Abschalt- und/oder Absperrventil angeordnet ist. Über dieses Abschalt- und/oder Absperrventil wird die Zweigleitung von den bzw. zu den den Seitenrahmen zugeordneten Hydraulikzylindern führenden Seitenleitungen abgesperrt.

In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass in der Zweigleitung ein Druckregelventil und ein Druckbegrenzungsventil angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahme wird über das Druckregelventil bzw. Druckbegrenzungsventil der auf die Hydraulikzylinder, die den Seitenrahmen zugeordnet sind, einwirkender Druck eingestellt. Hierdurch kann der auf die Seitenrahmen gegen den Boden wirkende und von den Hydraulikzylindern erzeugte Druck in gewünschter Weise eingestellt und konstant gehalten werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1 den Mittelrahmen mit den daran angeordneten Seitenrahmen der Sämaschine in der Ansicht von hinten und in Arbeitsstellung,

2 den Mittelrahmen und den Seitenrahmen der Sämaschine in der Ansicht von hinten, in Prinzipdarstellung und in Transportstellung,

3 einen Hydraulikschaltplan,

4 einen weiteren Hydraulikschaltplan,

5 einen weiteren Hydraulikschaltplan und

6 einen weiteren Hydraulikschaltplan.

In den 1 und 2 ist der, der aus dem Mittelrahmen 1, den an dem Mittelrahmen 1 mittels Gelenken 2, deren Gelenkachsen in Fahrtrichtung weisen, angelenkten Seitenrahmen 3 bestehende Scharrahmen 4 dargestellt. Dieser Scharrahmen 4 ist in bekannter und daher nicht näher dargestellter Weise mittels Verbindungselementen an dem Rahmen einer Sämaschine die einen Vorratsbehälter, ein mittels Hydraulikmotor angetriebenes Gebläse, Verteilorgane und zu den Säscharen 5, die an dem Scharrahmen angeordnet sind, führenden Förderleitungen angeordnet. Die Förderleitungen werden durch das hydraulisch angetriebene Gebläse mit Druckluft beaufschlagt.

Zwischen dem Mittelrahmen 1 und dem jeweiligen Seitenrahmen 3 ist jeweils ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder 6 angeschlossen, um die als Seitensektionen ausgebildeten Seitenrahmen 3 in der ausgeschwenkten Position gemäß 1 gegen den Boden zu drücken und in die in 2 dargestellte Transportstellung einzuklappen sowie aus der in 2 dargestellten Transportstellung in die in 1 dargestellte Arbeitsstellung auszuklappen. Die zu den doppeltwirkenden Hydraulikzylinder 6 führenden Hydraulikleitungen 7 und 8 sind über ein Steuerventil 9 des Schleppers an die Hydraulikanlage des die Sämaschine ziehenden oder tragenden Schleppers angeschlossen. Die Hydraulikpumpe 10, die das Gebläse antreibt, ist ebenfalls über zwei Hydraulikleitungen 11, 12 an die Hydraulikanlage des Schleppers angeschlossen, wobei die druckseitig beaufschlagte Leitung 11 an ein Steuerventil 13 des Schleppers angeschlossen ist, während die Rücklaufleitung 12 über einen sog. freien Rücklauf 14 an die Schlepperhydraulikanlage angeschlossen ist. An der Druckleitung 11, die von dem Steuergerät 13 der Schlepperhydraulikanlage zu dem Ölmotor 10, welches das Gebläse antreibt, ist eine Zweigleitung 15 angeschlossen, die mit den Hydraulikleitungen 8 der Hydraulikzylinder 6, die zwischen dem Mittelrahmen 1 und den Seitenrahmen 3 des Scharrahmens 4 angeordnet sind, welche die Hydraulikzylinder 6 ausfährt, um die Seitenrahmen auszuschwenken und gegen den Boden zu drücken, verbunden ist. In der Zweigleitung 15 ist ein 2/1-Wegeventil 16, welches als Abschalt- oder Absperrventil ausgebildet ist, angeordnet. Des weiteren ist zwischen der von dem Ölmotor 10 zu dem freien Rücklauf 14 führenden Hydraulikleitung 12 und den Hydraulikleitungen 7 der Hydraulikzylinder 6, die zwischen dem Seitenrahmen 3 und dem Mittelrahmen 1 angeordnet sind, welche an den Hydraulikzylindern 6 auf der Seite angeschlossen sind, die die Hydraulikzylinder 6 einfahren und somit die Seitenrahmen 3 einklappen, eine Leitung 17 angeordnet. Auch in dieser Leitung 17 ist ein als 2/1-Wegeventil 18 ausgebildet als Abschalt- und Absperrventil angeordnet.

Die Funktionsweise dieser Anordnung ist folgende:

Über die von der Schlepperhydraulikanlage zu den Ölmotor 10 führende Leitung 11 wird während des Betriebes der Ölmotor 10 mit Druck beaufschlagt, so dass das Gebläse angetrieben wird. Gleichzeitig werden, wenn das Absperrventil sich in der in 3 dargestellten Position befindet, über die Zweigleitung 15 die Hydraulikzylinder 6 mit Druck beaufschlagt, so dass die Seitensektionen 3 gegen den Boden gedrückt werden. Somit ist die an den das Gebläse antreibenden Hydraulikmotor 10 angeschlossene Hydraulikleitung 11 mit den zu den doppeltwirkenden Hydraulikzylindern 6 führenden Leitungen 8, über die die Hydraulikzylinder 6 zum drücken der als Seitensektion ausgebildeten Seitenrahmen 3 gegen den Boden beaufschlagt werden, über die Zweigleitung 15 verbunden. Durch den ständig auf der Zweigleitung 15 somit auch auf den Leitungen 8 anstehenden Druck werden die Hydraulikzylinder 6 mit Druck beaufschlagt und die Seitensektionen 3 ständig gegen den Boden gedrückt. Falls Bodenunebenheiten es erforderlich machen, dass die Seitensektionen 3 auf der Außenseite leicht angehoben werden müssen, das heißt das die Hydraulikzylinder 6 zusammengedrückt werden, fließt das aus den Hydraulikzylindern 6 gedrückte Öl über die Leitungen 7 und die zwischen der Leitung 7 und der Rücklaufleitung 12 angeordneten Zweigleitung in den freien Rücklauf 14 zurück.

Wenn die Seitenrahmen 3 eingeklappt werden sollen, werden die Abschalt- und Absperrventile 16 und 18 umgeschaltet, so dass die Zweigleitungen 15 und 17 gesperrt werden. Anschließend wird über das Steuerventil 9 die Leitung 7 mit Druck beaufschlagt, so dass die Hydraulikzylinder 6 einfahren und die Seitenrahmen 3 einklappen.

Der Hydraulikschaltplan gemäß 4 unterscheidet sich von dem Hydraulikschaltplan gemäß 3 dadurch, dass anstelle der Zweigleitung 17 zwischen den Leitungen 7 und 12 in der Leitung 8 ein über die Leitung 7 entsperrbares Rückschlagventil 19 angeordnet ist. Während des Betriebes muss das schlepperseitige Steuerventil 9 in die sog. Schwimmstellung 9' gebracht werden, damit beim Zusammendrücken der Hydraulikzylinder 6 auf unebenen Bodenoberfläche Öl über die Leitung 7 in die Schlepperhydraulikanlage zurückströmen kann.

Der Hydraulikschaltplan gemäß 5 unterscheidet sich von dem Hydraulikschaltplan gemäß 3 dadurch, dass zwischen den Zweigleitungen 15 und 17 eine weitere Leitung 20 angeordnet ist. In dieser Leitung 20 ist ein Druckbegrenzungsventil 21 angeordnet. Des weiteren ist anstelle des Wegeventils 16 in der Zweigleitung 15 das Druckregelventil 22 angeordnet. Über das Druckregelventil 22 wird der Druck eingestellt, über den die Hydraulikzylinder 6 über die Zweigleitung 15 und die Leitung 8 während des Gebläseantriebs über den Hydraulikmotor 10 mit Druck beaufschlagt werden. Über das Druckbegrenzungsventil 21 wird der max. mögliche Druck für die Hydraulikzylinder 6 eingestellt.

Die Hydraulikschaltung gemäß 6 unterscheidet sich von dem Hydraulikschaltplan gemäß 5 dadurch, dass die Zweigleitungen 17 und das Wegeventil 18 nicht vorhanden sind. Hierfür ist in der Leitung 8 das über die Leitung 7 entsperrbare Rückschlagventil 19 angeordnet.


Anspruch[de]
Pneumatische Sämaschine mit einem Rahmen, von einem hydraulisch angetriebenen Gebläse mit Druckluft beaufschlagten Förderleitungen, am Rahmen mittels doppeltwirkender Hydraulikzylinder ein- und ausschwenkbar angeordneten Seitensektionen, die mittels der zwischen Rahmen und den Seitensektionen angeordneten Hydraulikzylinder in der ausgeschwenkten Position gegen den Boden gedrückt werden, wobei das Gebläse über einen an eine Hydraulikdruckleitung angeschlossenen Hydraulikmotor antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die an den das Gebläse antreibende Hydraulikmotor (1) angeschlossene Hydraulikdruckleitung (11) mit den zu den doppeltwirkenden Hydraulikzylinder (6) führenden Leitungen (8), über die Hydraulikzylinder (6) zum Drücken der Seitensektionen (3) zum Boden beaufschlagt werden, über eine Zweigleitung (15) verbunden ist. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zweigleitung (15) ein Abschalt- und/oder Absperrventil (16) angeordnet ist. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zweigleitung (15) ein Druckregelventil (22) und ein Druckbegrenzungsventil (21) angeordnet sind.






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