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Dokumentenidentifikation DE102005052643A1 10.05.2007
Titel Sämaschine
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Dreyer, Heinz, Dipl.-Ing. Dr.Dr.H.c., 49205 Hasbergen, DE
DE-Anmeldedatum 04.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005052643
Offenlegungstag 10.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.05.2007
IPC-Hauptklasse A01C 5/06(2006.01)A, F, I, 20051104, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01B 49/04(2006.01)A, L, I, 20051104, B, H, DE   A01C 7/00(2006.01)A, L, I, 20051104, B, H, DE   A01B 33/00(2006.01)A, L, I, 20051104, B, H, DE   A01B 49/06(2006.01)A, L, I, 20051104, B, H, DE   A01C 7/20(2006.01)A, L, I, 20051104, B, H, DE   
Zusammenfassung Sämaschine mit mehreren in mehrere Querreihen hintereinander und seitlich versetzt zueinander angeordneten Säscharen, die seitlich abstehende und den Boden unterschneidende Scharflügel aufweisen, und mit auf beiden Seiten des Schares angeordneten Niederhalterollen. Um eine Sämaschine dahingehend zu verbessern, dass der von den seitlich abstehenden und den Boden unterschneidenden Scharflügeln angehobenen Boden nicht gewendet wird, ist vorgesehen, dass die Niederhalterollen zumindest oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sämaschine gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Eine derartige Sämaschine ist in der Praxis bekannt geworden. Diese Sämaschine weist einen Rahmen auf, an dem mehrere Säschare in mehreren Querreihen hintereinander und seitlich zueinander versetzt angeordnet sind. Diese Säschare weisen seitlich abstehende und den Boden unterschneidende Scharflügel auf. Hierbei sind die Säschare derart zueinander angeordnet, dass die Scharflügel über die gesamte Bereite der Arbeitsbreite der Sämaschine den Boden unterschneiden, um somit bei dem Sävorgang das Unkraut und die sich auf der zu bestellenden Fläche befindlichen Pflanze abzuschneiden, damit während des Sävorganges eine effektive mechanische Unkrautbekämpfung durchgeführt wird. Bei einer derartigen mechanischen Unkrautbekämpfung während des Sävorganges kann auf eine vorhergehende mechanische oder chemische Unkrautbekämpfung mit speziellen Geräten verzichtet werden. Auf den beiden Seiten des Schares sind beabstandet zu dm Säschar hinter dem Säschar Niederhalterollen angeordnet, die den von den Scharflügeln beim Unterschneiden des Bodens angehobenen Boden niederhalten sollen, so dass dieser Boden nicht gewendet oder aufgeworfen wird. Aufgrund der beanstandeten Anordnung der Niederhalterollen hinter den Säscharen sind diese Niederhalterollen nicht in der Lage ein effektives Niederhalten des Bodens und ein Wenden und Aufwerfen des Bodens beim Unterschneiden des Bodens durch die Scharflügel des Säschares zu verhindern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sämaschine dahingehend zu verbessern, dass der von den seitlich abstehenden und den Boden unterschneidenden Scharflügeln angehobene Boden nicht gewendet wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Niederhalterollen zumindest oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahmen wird durch das nach vorn Versetzen der Niederhalterollen oberhalb der Scharflügel erreicht, dass die Niederhalterollen sich in einem Bereich befinden, in dem der Boden von den Scharflügeln unterschnitten und leicht angehoben wird. Aufgrund der Position der Niederhalterollen oberhalb des Bereiches, in dem der Boden von den Scharflügeln angehoben wird, halten die Niederhalterollen diesen angehobenen Boden nieder und verhindern somit ein Auf- und Umwerfen des von den Scharflügeln unterschnittenen und angehobenen Bodens. Der vordere Bereich der Niederhalterrollen sollte zumindest etwa bis Mitte der Scharflügel reichen.

Eine vorteilhafte Zuordnung der Niederhalterollen zu den Scharflügeln des Säschares ergibt sich dadurch, dass die Drehachse der Niederhalterollen sich oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel befindet.

Damit die Niederhalterollen sich der Bodenkontur anpassen können, ist vorgesehen, dass die Niederhalterrollen gegenüber den Säscharen gegen Federkraft ausweichbar angeordnet sind.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen, der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1 die Scharanordnung einer Direktsämaschine in Seitenansicht und in Prinzipdarstellung und

2 die Zuordnung der Niederhalterollen zu dem Säschar in der Ansicht von vorne und in Prinzipdarstellung.

Die Sämaschine weist den Rahmen 1 auf, an dem mehrere Säschareinheiten 2 in mehreren Querreihen hintereinander und seitlich versetzt zueinander angeordnet sind. Die Säschareinheit 2 weist das Säschar 3 mit den beidseitig des Scharhalters 4 des Säschares 3 abstehenden und den Boden unterschneidenden Scharflügeln 5 auf. Hinter dem Scharhalter 4 enden die Saatleitungen 6, über die den Säscharen 3 von einer nicht dargestellten Dosiervorrichtung aus einem Vorratsbehälter in dosierter und bekannter Weise Saatgut zugeführt wird. Die Säschare 3 sind mit ihrem Scharhalter 4 an einem Zwischenhalter 7 am Rahmen 1 angelenkt. Zwischen dem Zwischenhalter 7 und dem Scharhalter 4 ist ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder 8 angeordnet, mit dem entsprechend der an einer Anschlagleiste 9 eingestellten Endanschläge 10 der Eingriffswinkel der Scharflügel 5 in den Boden eingestellt werden kann. Vor dem Säschar 3 ist an dem Zwischenhalter 7 mittels des Haltearmes 11 die höheneinstellbare Tiefenführungsrolle 12 angeordnet. Zwischen dem Zwischenhalter 7 und dem Haltearm 11 der Tiefenführungsrolle 12 ist die Einstellspindel 13 angeordnet, mittels welchem die Tiefenführungsrolle 12 gegenüber dem Säschar 3 und dem Zwischenhalter 7 eingestellt werden kann. Die Tiefenführungsrolle 12 bestimmt die Eindringtiefe des Säschares 3 bzw. der Scharflügel 5 in den Boden. Hinter dem Säschar 3 kann beabstandet zu dem Säschar 3 und mit dem Säschar 3 fluchtend die Saatandruckrolle 14 angeordnet sein, wie mit gestrichelten Linien angedeutet ist.

Auf beiden Seiten des Schares 3 sind mittels federbelasteter Haltearme 15 die Niederhalterollen 16 angeordnet. Die Niederhalterollen 16 sind, wie 1 zeigt, zumindest oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel 5 angeordnet. Der vordere Bereich der Niederhalterollen 16 reicht etwa bis zur Mitte der Scharflügel 5, wie 1 zeigt. Der Durchmesser der Niederhalterollen 16 entspricht zumindest annähernd der Länge der Scharflügel 5. Die Drehachse 17 der Niederhalterollen 16 befindet sich oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel 5. Der vordere Bereich der Niederhalterollen 16 befindet sich etwa oberhalb der Mitte des Scharflügels 5. Die Säschare 3 sind, wie bereits vor erwähnt, höhenbeweglich am Rahmen 1 der Sämaschine angeordnet und mittels einer nicht dargestellten Aushebevorrichtung aus dem Boden zum Wenden am Feldende und zum Transport der Sämaschine aushebbar.

Die Niederhalterollen 16 sind gegen die Kraft der Feder 18, die zwischen dem Haltearm 15 und dem Zwischenhalter 7 angeordnet ist, gegenüber den Säscharen 3 ausweichbar angeordnet.

Die Funktionsweise der Niederhalterollen 16 ist folgende:

Während des Einsatzes der Sämaschine zum Säen unterschneiden die Säschare 3 mit ihren Scharflügeln 5 den Boden und heben diesen an. Durch das Unterschneiden des Bodens werden die Pflanzenwurzeln durch die Scharflügel 5 abgeschnitten, so dass eine effektive mechanische Unkrautbekämpfung stattfindet. Während des Anhebens des Bodens durch die Scharflügel 5 der Säschare 3 wird eine Säfurche erzeugt, in welche über die Saatleitung 6 das Saatgut im Boden in der Säfurche abgelegt wird.

Wenn die Scharflügel 5 den Boden unterschneiden und die Sämaschine mit Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 10 km und mehr über den Acker gezogen wird, hat der unterschnittene Boden das Bestreben aufzusteigen und sich umzuwerfen. Um das Aufsteigen und Umwerfen des Bodens zu verhindern, sind die Niederhalterollen 16 oberhalb der Scharflügel 5 angeordnet. Diese Niederhalterollen 16 halten den aufsteigenden, unterschnittenen Boden nach unten und drücken ihn quasi gegen die Scharflügel 5, so dass ein Auf- und Umwerfen des Bodens verhindert wird. Nach dem Unterschneiden des Bodens durch die Scharflügel und den Passieren der Scharflügel 5 fällt der Boden, da er von den Niederhalterollen 16 niedergehalten worden ist, wieder zumindest annähernd in seine ursprüngliche Lage zurück, so dass eine effektive Unkrautbekämpfung durchgeführt worden ist.


Anspruch[de]
Sämaschine mit mehreren in mehrere Querreihen hintereinander und seitlich versetzt zueinander angeordneten Säscharen, die seitlich abstehende und den Boden unterschneidende Scharflügel aufweisen, und mit auf beiden Seiten des Schares angeordneten Niederhalterollen, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalterollen (16) zumindest oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel (5) angeordnet sind. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Bereich der Niederhalterollen (16) zumindest etwa bis zur Mitte der Scharflügel (5) reicht. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Niederhalterrollen (16) etwa der Länge der Scharflügel (5) entspricht. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (17) der Niederhalterollen (16) sich oberhalb der hinteren Hälfte der Scharflügel (5) befindet. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Bereich der Niederhalterollen (16) sich etwa oberhalb der Mitte der Scharflügel (5) befindet. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Säscharen (3) zumindest eine Tiefenführungsrolle (12) zugeordnet ist. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Säschar (3) höhenbeweglich am Rahmen (1) der Sämaschine angeordnet ist. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefenführungsrollen (12) jeweils vor dem jeweiligen Säschar (3) angeordnet sind. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass hinter den Säscharen (3) Druckrollen (14) angeordnet sind. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalterrollen (16) gegenüber den Säscharen (3) gegen Federkraft (18) ausweichbar angeordnet sind.






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