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Dokumentenidentifikation DE202004021197U1 10.05.2007
Titel Selbstklebend ausgerüsteter Streifen für den Transportschutz
Anmelder tesa AG, 20253 Hamburg, DE
DE-Aktenzeichen 202004021197
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.05.2007
Registration date 05.04.2007
Application date from patent application 05.05.2004
File number of patent application claimed 10 2004 064 030.0
IPC-Hauptklasse C09J 7/04(2006.01)A, F, I, 20061212, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstklebend ausgerüsteten Streifen mit einem Stoß absorbierenden Träger wie zum Beispiel Schaumstoff und Filze, der einseitig mit einer Klebebeschichtung versehen ist, sowie die Verwendung desselben als Transportschutz jeglicher Art zur Vermeidung von zum Beispiel Dellen, Beulen und Kratzern sowie insbesondere als Kanten- beziehungsweise Türkantenschutz.

Türkanten von Neufahrzeugen auf dem Transport vom Werk zum Händler, insbesondere auf langen Überseetransporten, und nebeneinander abgestellte Fahrzeuge auf Lagerplätzen sind der Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt.

Es ist unvermeidlich, während des Transports beziehungsweise auch später auf Abstellplätzen, Schiffsdecks, LKWs und Güterzügen die Türen des Fahrzeugs zu öffnen, um dieses umsetzen zu können.

Die lackierten Außenkanten der Türen können während des Öffnungsvorganges leicht irgendwo anstoßen, was zu Lackabsplitterungen führen kann. Diese Absplitterungen verlangen aufwändige und teure Reparaturen, bevor das jeweilige Fahrzeug zum Verkauf angeboten werden kann.

Neben den geschilderten Aufwendungen besteht die Gefahr, dass die Reparaturen dem Kunden nicht verborgen bleiben, so dass dieser entweder geneigt ist, den Preis des Fahrzeugs zu reduzieren, oder er den Austausch der gesamten Tür verlangt, bevor ein Kauf des Fahrzeugs erfolgt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die in der Lage ist, lackierte Kanten, insbesondere an Türen von Kraftfahrzeugen vorübergehend zu schützen, ohne dass der Lack in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch einen selbstklebend ausgerüsteten Streifen, wie er im Hauptanspruch niedergelegt ist. Gegenstand der Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterentwicklungen des Erfindungsgegenstandes. Des Weiteren umfasst die Erfindung die Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Streifens auf lackierten Türen.

Demgemäß betrifft die Erfindung einen selbstklebend ausgerüsteten Streifen mit einem Stoß absorbierenden Träger aus bevorzugt Schaumstoff oder Filz, der einseitig mit einer Klebebeschichtung versehen ist, wobei

  • • zumindest in einer der beiden Längskanten des Streifens zumindest eine Einkerbung vorhanden ist, wobei die äußere Kontur der Einkerbung oder der Einkerbungen durch Trennperforationen vorgestanzt wird und sich die durch die Trennperforationen vorgestanzten Keile innerhalb der Einkerbungen befinden,
  • • das Verhältnis Länge:Breite des Streifens mindestens 2:1, vorzugsweise 5:1 beträgt,
  • • der Streifen auf seiner klebenden Seite gegebenenfalls mit einem Abdeckpapier eingedeckt ist.

In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstands weist der Streifen nur an einer der Längskanten zumindest eine Einkerbung auf.

Die Einkerbungen geben dem Streifen eine sehr hohe Flexibilität in Längsrichtung. Der Streifen kann in Kurvenform aufgeklebt werden. Des Weiteren ist es möglich, einen Knick innerhalb des Streifens nachzustellen.

Der Streifen kann passgenau so verklebt werden, dass der Streifen jeder Kontur der Türkanten exakt folgt und mit dieser abschließt.

Weiter vorzugsweise sind die Einkerbungen keilförmig und/oder in regelmäßigen Abständen an den Längskanten angeordnet.

Die Einkerbungen werden erzeugt, indem in dem Streifen beispielsweise die keilförmigen Stücke vorgestanzt werden. Diese Keile werden später entfernt.

Vorzugsweise werden die Keile jedoch nicht vollständig ausgestanzt, sondern lediglich die äußere Kontur derselben durch Trennperforationen vorgestanzt.

Die Trennperforationen ergeben sich, indem der Streifen abschnittsweise auf einer Linie durchtrennt wird, wobei zwischen den einzelnen Streifen Stege stehen bleiben. Diese Stege können bei Bedarf von Hand durchtrennt werden.

Auf diese Weise verbleiben die Keile bis zum endgültigen Einsatz im Streifen. Dann können je nach Bedarf die entsprechenden Keile aus dem Streifen entfernt werden, indem die Stege durchtrennt werden.

Weiter vorzugsweise sind in dem Streifen in Längs- und/oder Querrichtung Trennperforationen vorhanden, mittels derer Teile des Streifens entfernt werden können. Der Streifen kann so individuell auf den Einsatzzweck in gewünschte Größe gebracht werden.

Diese Trennperforationen können darüber hinaus mit insbesondere keilförmigen Entlastungsfugen versehen sein. Die Fugen entstehen, indem der Träger an den gewünschten Bereichen irreversibel eingedrückt wird oder indem vom Träger entsprechendes Material entfernt wird.

Die Fugen sind bevorzugt auf der klebemassenfreien Seite des Trägers, können aber zusätzlich oder alternativ auf der mit Klebemasse beschichteten Seite vorgesehen sein. Die Fugen dienen zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit an alle möglichen Konturen, weil durch diese die Rückstellkräfte weiter reduziert werden.

Weiter vorzugsweise ist zumindest eine der Längskanten der Streifen klebemassefrei. Dies erleichtert die Applizierung beziehungsweise nach der Applikation das Entfernen des Streifens vom Untergrund.

Der klebmassefreie Teil ragt bei Anwendung insbesondere über die Türkante hinaus und kann sich so beim Öffnen der Tür und beim Anstoßen an ein Hindernis um die Türkante schmiegen und diese schützen. Bei geschlossener Vordertür wird gleichzeitig verhindert, dass der überstehende Teil an der B-Säule beziehungsweise hinteren Tür kleben bleibt.

Bevorzugt ist darüber hinaus, wenn sich das Abdeckpapier über die Klebemasse hinaus in den klebfreien Bereich erstreckt, weil auf diese Weise ein Anfasser am Abdeckpapier entsteht.

Der Stoß absorbierende Träger besteht vorzugsweise aus Schaum, weiter vorzugsweise Polyethylenschaum und/oder weist vorzugsweise eine Dicke von 3 bis 10 mm auf.

Neben Schaum und Filz können auch als Träger aus Krepp, Pappe, Gummi, Vlies, Kork oder einer mehrere Millimeter dicken PU-Folie Verwendung finden.

Bevorzugt werden als Klebemasse rückstandsfrei ablösbare Klebmassen verwendet.

Als Klebemasse findet insbesondere eine Selbstklebemasse Verwendung aus Polyethylenvinylacetat mit einem Vinylacetatgehalt von 40 Gew.-% bis 80 Gew.-% und mit einem Verlustwinkel tan &dgr; von 0,6 bis 1,0, gemessen bei einer Temperatur von 60°C und einer Frequenz von 10–2 Hz, und von 0,4 bis 0,7, gemessen bei einer Temperatur von 60°C und einer Frequenz von 10 Hz.

In einer besonders vorteilhaften Darreichungsform bilden mehrere Streifen (beispielsweise vier oder sechs) zusammenhängend einen Bogen. Hierzu werden aus einem entsprechend breiten Vormaterial vier oder sechs nebeneinander liegende Streifen gestanzt, wobei die Linie zwischen den Streifen wieder als Perforationsstanzung ausgeführt ist und nicht als Durchstanzung.

In typischen Abmessungen weist der Bogen mit sechs Streifen 326 × 270 mm auf, jeder einzelne Streifen 326 × 45 mm.

Die besonderen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Steifens kommen besonders gut zum Tragen, wenn dieser als Transportschutz jeglicher Art, insbesondere als Kantenschutz, weiter insbesondere als Türkantenschutz von Automobilen eingesetzt wird.

Die selbstklebenden Streifen aus vorzugsweise 5 mm dickem, formstabilem PE-Schaum sind vorperforiert und lassen sich schnell und individuell jeder Türkantenkontur anpassen.

Die Klebmasse hält den Streifen zuverlässig von der Werksauslieferung bis zum Händler oder Importeur an seiner Position. Die Streifen sind rückstandsfrei und ohne Beeinträchtigung des Lacks entfernbar.

Im Vergleich zu bekannten Systemen ist der erfindungsgemäße Streifen einfach zu applizieren.

Die perforierten Kantenschutzstreifen werden vom Bogen vereinzelt.

Für eine perfekte Konturenanpassung werden die perforierten Einkerbungen herausgenommen und das Trennpapier abgezogen.

Die Streifen werden entlang der zu schützenden Fläche an die vorgegebene Position geklebt, so dass die klebstofffreie Zone über die Türkante hinaus ragt, schließlich werden diese auf der gesamten Länge fest angedrückt.

Eine Türkante verläuft immer vertikal und kann sowohl einen vertikalen Kurvenverlauf als auch horizontale Knicke sowie Wölbungen nach innen und nach außen vorweisen. Dennoch lassen sich die erfindungsgemäßen Streifen jeder Türkante anpassen, insbesondere wenn zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit Entlastungsfugen vorhanden sind, die die Rückstellkräfte weiter reduziert werden.

Sie bieten sicheren, zuverlässigen Halt während des gesamten Transports und lassen sich leicht und rückstandsfrei Entfernen.

Anhand der nachfolgend beschriebenen Figuren wird eine besonders vorteilhafte Ausführung des erfindungsgemäßen Streifens näher erläutert, ohne damit die Erfindung unnötig einschränken zu wollen. Es zeigen

1 den Streifen im Längsschnitt,

2 einen besonders vorteilhaft gestalteten Streifen,

3 einen Bogen, der aus vier Streifen gebildet wird,

4 den Verlauf eines Türspalts sowie einen Streifen, der dem Knick im Konturverlauf der Türkante angepasst ist, und

5 den Verlauf des Türspalts sowie den Verlauf des darüber aufgebrachten Streifens.

In der 1 ist ein selbstklebend ausgerüsteter Streifen 1 gezeigt. Der Streifen 1 weist einen Schaumstoffträger 2 auf, der einseitig mit einer Klebebeschichtung 3 versehen ist. Das über die Klebemasse 3 befindliche Abdeckpapier 4 erstreckt sich in den klebfreien Bereich. Das überstehende Stück des Abdeckpapiers 4 bildet einen Anfasser, mittels dessen das Abdeckpapier zur Applizierung leicht entfernt werden kann.

Der Streifen 1 weist in Längs- und/oder Querrichtung Perforationen 12, 13 auf, von denen nur die Längsperforationen 13 in der 1 angedeutet sind.

Des Weiteren sind an der Klebemasse 3 freien Seite des Trägers 2 in den Perforationen 12, 13 keilförmige Entlastungsfugen 14 vorhanden.

2 zeigt einen besonders vorteilhaft gestalteten Streifen 1. Der Streifen 1 ist rechteckig geformt.

In diesem sind an einer Längskante keilförmige Einkerbungen 11 vorgestanzt, und zwar durch eine Trennperforation, das heißt, die Keile befinden sich noch innerhalb der Einkerbungen 11. Die Keile können je nach Bedarf entfernt werden.

Des Weiteren sind die Einkerbungen 11 in regelmäßigen Abständen an der Längskante angeordnet.

In dem Streifen 1 sind in Längs- und/oder Querrichtung Perforationen 12, 13 vorhanden. Diese dienen dazu, durch Reduzierung der Rückstellkräfte die Teile flexibel formen zu können. Sodann kann der Streifen 1 individuell auf den Einsatzzweck abgestimmt in die gewünschte Form gebracht werden, indem die Perforationen 12, 13 durchtrennt werden. Die Trennperforationen 12, 13 sind mit keilförmigen Entlastungsfugen 14 versehen. Die Fugen 14 entstehen, indem der Schaumstoffträger 2 an den gewünschten Bereichen irreversibel eingedrückt wird.

In 3 bilden vier Streifen 1 einen Bogen 10. Zwischen den Streifen 1 sind weitere Trennperforationen 15 vorhanden, so dass jeder einzelne Streifen vom Bogen 10 problemlos entfernt werden kann.

In 4 ist der Verlauf eines Türspalts 20, wie zum Beispiel zwischen Vordertür und Holm eines PKWs zu finden ist, sowie der Streifen 1 gezeigt, der erfindungsgemäß dem Knick im Konturverlauf 20 der Türkante angepasst ist. Die Entlastungsfugen 14 sind nicht dargestellt.

Hier sind die Keile 21, 22 und 23 entfernt worden, was die Flexibilität des Streifens 1 so erhöht, dass er passgenau der Kante folgen kann.

Keil 24 ist hingegen noch im Streifen 1.

5 gibt nochmals genau den Verlauf des Türspalts sowie des darüber aufgebrachten Streifens 1 wieder, der so auf dem Türspalt 20 geklebt ist, dass die klebstofffreie Zone des Streifens 1 über die Türkante 20 ins Freie hinaus ragt, schließlich wird dieser auf der gesamten Länge des Streifen 1 fest angedrückt.


Anspruch[de]
Selbstklebend ausgerüsteter Streifen mit einem Stoß absorbierenden Träger aus bevorzugt Schaumstoff oder Filz, der einseitig mit einer Klebebeschichtung versehen ist, wobei

zumindest in einer der beiden Längskanten des Streifens zumindest eine Einkerbung vorhanden ist, wobei die äußere Kontur der Einkerbung oder der Einkerbungen durch Trennperforationen vorgestanzt wird und sich die durch die Trennperforationen vorgestanzten Keile innerhalb der Einkerbungen befinden,

das Verhältnis Länge:Breite des Streifens mindestens 2:1, vorzugsweise 5:1 beträgt, der Streifen auf seiner klebenden Seite gegebenenfalls mit einem Abdeckpapier eingedeckt ist.
Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen nur an einer der Längskanten zumindest eine Einkerbung aufweist. Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkerbungen keilförmig und/oder in regelmäßigen Abständen an den Längskanten angeordnet sind. Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Streifen in Längs- und/oder Querrichtung Trennperforationen vorhanden sind, mittels derer Teile des Streifens abgenommen werden können. Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer der Längskanten des Streifens der Streifen klebemassefrei ist. Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Schaum, vorzugsweise Polyethylenschaum besteht und/oder eine Dicke von 3 bis 10 mm aufweist. Selbstklebend ausgerüsteter Streifen nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Streifen zusammenhängend einen Bogen bilden. Transportschutz, insbesondere als Kanten- beziehungsweise Türkantenschutz von Automobilen, bestehend aus einem selbstklebend ausgerüsteten Streifen nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche.






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