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Dokumentenidentifikation DE202005021070U1 10.05.2007
Titel Getriebe
Anmelder Kochendörfer & Kiep Stanz- und Feinstanztechnik GmbH, 78467 Konstanz, DE
Vertreter Dr. Weiss, Brecht, Arat, 78234 Engen
DE-Aktenzeichen 202005021070
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.05.2007
Registration date 05.04.2007
Application date from patent application 16.08.2005
File number of patent application claimed 10 2005 038 991.0
IPC-Hauptklasse F16H 63/30(2006.01)A, F, I, 20061117, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe mit einem Gehäuse, in welchem eine Schaltschiene, zum Beispiel für das Bewegen einer Schaltgabel, axial bewegbar gelagert ist.

Stand der Technik

Schaltschienen werden vor allem in Getrieben zur Bewegung von Schaltelementen verwendet. Hierzu ist die Schaltschiene axial bewegbar in Lagern gehalten, wobei die Schaltschiene mit endwertigen Lagerhülsen in axialen Ausnehmungen im Getriebegehäuse eingreift. Derartige Schaltschienen sind beispielsweise in der DE 94 07 975 U1, der DE 201 20 394 U1 oder der DE 196 01 623 A1 gezeigt.

Bei längeren Schaltschienen erfolgt jedoch nicht nur eine zweifache sondern sogar eine dreifache Lagerung. Dieses verhindert, dass sich die Schaltschiene durchbiegt. Eine dreifache Lagerung hat aber den Nachteil, dass ein statisch unbestimmtes System entsteht, was bei Schaltschienen zu Klemmung und Reibung führen kann.

Aufgabe

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Getriebe der o.g. Art zu entwickeln, bei dem die Verwendung einer relativ langen Schaltschiene ohne Schwierigkeiten möglich ist.

Lösung der Aufgabe

Zur Lösung der Aufgabe führt, dass an die Schaltschiene in axialer Richtung nach einem Lager eine Schubstange anschliesst.

Das bedeutet, dass für die Schaltschiene selbst nur noch die zweifache Lagerung verwendet wird, so dass diese Lagerung von dem Gesamtsystem entkoppelt ist. Hierdurch erfolgt auch eine Reduzierung der Lagerkraft, eine Reduzierung der Bauteilgrösse und eine Reduzierung der erforderlichen Genauigkeit. Dem Getriebebauer bleibt eine höher Gestaltungsfreiheit, da die Lagerung nicht ausschlaggebend ist.

Bevorzugt soll die Schubstange mit der Schaltschiene gelenkig verbunden sein, wobei allerdings auch eine starre Verbindung durch beispielsweise Verstemmen der Verbindung möglich ist. Die gelenkige Verbindung kann ebenfalls begrenzt sein, was zum Einen durch das Ineinandergreifen der Elemente, welche die gelenkige Verbindung bewirken, bewerkstelligt werden kann, zum Anderen aber auch durch Hilfsmittel, wie bspw. einen Clip, der auf die gelenkige Verbindung geschoben werden kann.

In einem einfachen Ausführungsbeispiel besteht die gelenkige Verbindung aus einem Plättchen, welches von einer Gabel umfasst wird. Das Plättchen kann beispielsweise Teil der Schaltschiene sein, wobei es mit der Schaltschiene über einen verjüngten Hals verbunden ist. Dieses Plättchen wird von der Seite her in eine Ausnehmung der Gabel eingeschoben, wobei Gabelenden bis zum Hals reichen. Ein Drehen der Gabelenden um das Plättchen herum ist nur in einem begrenzten Ausmass möglich. Ein seitliches Ausschwenken wird durch den oben erwähnten Clip verhindert, der über die Verbindung von Plättchen und Gabel geschoben wird.

Auf das freie Ende der Schubstange kann eine weitere Lagerhülse aufgeschoben sein, die in einer entsprechenden Gehäuseausnehmung geführt ist. Durch eine auf der Lagerhülse aufgesetzte Dichtung kann diese Gehäuseausnehmung ebenfalls abgedichtet werden. Die Lagerhülse unterliegt keiner Beanspruchung, sie hat, wie oben erwähnt, nur noch eine Dichtfunktion.

Figurenbeschreibung

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur eine perspektivische Ansicht einer Schaltschiene 1, an die eine Schubstange 2 angreift, wobei eine Schaltgabel 3 bewegt wird.

Die Schaltschiene 1 besteht im wesentlichen aus einem Schienenstreifen 4, an dem beidends Lagerhülsen 5.1 und 5.2 vorgesehen sind. Mit diesen Lagerhülsen 5.1 und 5.2 ist die Schaltschiene 1 in entsprechenden Ausnehmungen eines Getriebegehäuses axial verschiebbar gelagert, wobei bei der axialen Bewegung der Schaltschiene 1 die Schaltgabel 3 mitgenommen wird, deren Patten 6.1, 6.2 in eine Ringnut einer Schaltmuffe eingreifen. Zwecks Gewichtseinsparung ist die Schaltschiene 1 ferner mit Ausnehmungen 7 versehen.

An einem Ende der Schaltschiene 1 nach dem Lager 5.2 verjüngt sich die Schiene unter Ausbildung eines Halses 8, an den ein Plättchen 9 anschliesst. Das Plättchen 9 besitzt einen grösseren Durchmesser als die Breite des Halses 8, so dass das Plättchen 9 überhalbkreisförmig ausgebildet ist. Dieses Plättchen 9 wird von einer Gabel 10 umfasst, die an einem Ende der Schubstange 2 ausgeformt ist. Auf diese Weise entsteht eine gelenkige Verbindung zwischen Schaltschiene 1 und Schubstange 2. Allerdings ist diese gelenkige Verbindung zum Einen dadurch begrenzt, dass die Gabel 10 von beiden Seiten her tief in den Hals 8 eingreift, so dass ein Drehen des Plättchen 9 in einer Gabelausnehmung 11 nur in einem sehr begrenzten Umfang möglich ist. Ferner ist daran gedacht, der Gabel 10 im Bereich der Gabelausnehmung 11 einen Clip 12 aufzuschieben, so dass ein seitliches Kippen der Schubstange 2 gegenüber der Schaltschiene 1 und ein Herausrutschen des Plättchens 9 aus der Gabelausnehmung 11 unterbunden wird, Soll die Schubstange von der Schaltschiene getrennt werden, so wird der Clip 11 zurückgeschoben und das Plättchen 9 kann aus der Gabelausnehmung 11 geschwenkt werden.

Andererseits der gelenkigen Verbindung zwischen Schaltschiene 1 und Schubstange 2 ist der Schubstange 2 eine weitere Lagerhülse 13 aufgeschoben, mit der die Schubstange 2 ebenfalls in einer entsprechenden Ausnehmung in dem Getriebegehäuse axial verschiebbar ist. Zur Abdichtung kann hier noch zusätzlich eine Dichtung vorgesehen werden. Die Schubrichtung ist im übrigen durch den Pfeil 14 gekennzeichnet.


Anspruch[de]
Getriebe mit einem Gehäuse, in welchem eine Schaltschiene (1), zum Beispiel für das Bewegen einer Schaltgabel (23), axial bewegbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an die Schaltschiene (1) in axialer Richtung nach einem Lager (5) eine Schubstange (2) anschliesst. Gebtriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (2) mit der Schaltschiene (1) gelenkig verbunden ist. Getriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gelenkige Verbindung aus einer Gabel (10), die ein überhalbkreisförmiges Plättchen (9) in der Ausnehmung (9) umfasst, besteht. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung des Plättchens (9) in einer Gabelausnehmung (11) ein Clip (12) über das Plättchen (9) in der Ausnehmung (11) geschoben ist. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (2) starr mit der Schiene, z.B. durch Verstemmen, verbunden ist. Getriebe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubstange (2) andernends eine Lagerhülse (13) mit einer aufgesetzten Dichtung aufgesetzt ist, über welche die Schubstange auch in dem Gehäuse geführt ist.






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