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Dokumentenidentifikation DE202007001579U1 10.05.2007
Titel Bohrkronenrohr zum Erstellen von kreisförmigen Bohrungen, vorzugweise in Gebäuden
Anmelder T.D.B.S. Handels-GmbH, 42899 Remscheid, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche, 42275 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202007001579
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.05.2007
Registration date 05.04.2007
Application date from patent application 30.01.2007
IPC-Hauptklasse B28D 1/14(2006.01)A, F, I, 20070130, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Bohrkronenrohr zum Erstellen von kreisförmigen Bohrungen, vorzugsweise in Gebäuden, an dem antriebsseitig eine Einrichtung zur Verbindung des Bohrkronenrohres mit der Hohlwelle eines motorischen Antriebes angeordnet ist und dessen zum Gebäude weisende Stirnfläche mit Schneidmitteln versehen ist, welche einen kreisförmigen Freischnitt erzeugen.

Eine derartiges Bohrkronenrohr nach dem Stand der Technik ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift 10 2004 027 396 B3 dargestellt und beschrieben, wobei dieses grundsätzlich vorteilhafte Bohrkronenrohr jedoch hinsichtlich der Lärmbelästigung beim Bohren als verbesserungswürdig angesehen wird.

Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein neues Bohrkronenrohr zum Erstellen von kreisförmigen Bohrungen, vorzugsweise in Gebäuden, zu schaffen, bei dessen Einsatz die Lärmbelästigung vermindert ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach das Bohrkronenrohr ein innen angeordnetes Schutzrohr aufweist und dass in einem Ringraum zwischen Schutzrohr und einem Rohrmantel des Bohrkronenrohres eine schalldämmende Schicht angeordnet ist, die beim Bohren in den Freischnitt gleitet.

Das erfindungsgemäße Bohrkronenrohr hat den wesentlichen Vorteil, dass durch das innen angeordnete Schutzrohr sowie die in dem Ringraum zwischen Schutzrohr und Bohrkronenrohr angeordnete schalldämmende Schicht die Lärmbelästigung beim Bohren verringert wird, da Vibrationen und Schleifgeräusche des Bohrkernes am Bohrkronenrohr deutlich gedämpft werden. Während des Bohrens taucht nämlich das innen angeordnete Schutzrohr nebst der im Ringraum angeordneten schalldämmenden Schicht automatisch in den durch die Schneidmittel erzeugten Freischnitt ein, so dass eine weitgehende Schallentkopplung zwischen dem Bohrkern und dem sich drehenden Bohrkronenrohr stattfindet.

Auf vorteilhafte Weise kann die schalldämmende Schicht aus Kunstharz oder aus Bauschaum gebildet werden, die nach der Erstellung des Bohrkronenrohr in den Ringraum jeweils eingebracht wird.

Letztlich ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Schutzrohr mit dem Deckel schweißverbunden.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Bohrkronenrohres zum Erstellen von kreisförmigen Bohrungen,

2 eine vergrößerte Darstellung eines Bohrkronenrohres und

3 eine vergrößerte Teildarstellung des in den Freischnitt eintauchenden Bohrkronenrohres.

In den Zeichnungen ist ein Bohrkronenrohr insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

In der 1 erkennt man ein auf einem Deckenbereich 11 eines Gebäudes stehendes Bohrgerät 12 in schematischer Darstellung. Das Bohrgerät weist einen Standfuß 13 auf, an dem eine Halterung 14 zur höhenverstellbaren Befestigung des motorischen Antriebes 15, eine hohle Antriebswelle 16, eine Einrichtung zur Verbindung des Bohrkronenrohres 10 mit der Hohlwelle 16 eines motorischen Antriebes 15 sowie das Bohrkronenrohr 10 angeordnet sind. Deckenseitig weist das Bohrkronenrohr 10 Schneidmittel 18 auf, mit denen beispielsweise die dargestellte Decke 11 eines Gebäudes durchbohrt werden kann. Die Schneidmittel 18 können aus Diamant oder beispielsweise auch aus Hartmetall gebildet werden.

In der 2 ist darüber hinaus in vergrößerter Darstellung das Bohrkronenrohr 10 zu erkennen. Dargestellt ist zum einen eine Einrichtung 17 zur Verbindung des Bohrkronenrohres 10 mit der nicht dargestellten Hohlwelle 16 eines motorischen Antriebes 14, welche aus einem Anschlussflansch 19 und einem Deckel 20 gebildet wird.

Darüber hinaus ist zu erkennen, dass das Bohrkronenrohr 10 innen ein Schutzrohr 21 aufweist, welches fest mit dem Deckel 20 vorzugsweise schweißverbunden ist. Ein Ringraum 23 zwischen einem Rohrmantel 24 des Bohrkronenrohres 10 und dem Schutzrohr 21 ist mit einem schalldämmenden Material 22 gefüllt. Dabei kann es sich beispielsweise um Kunstharz oder Bauschaum handeln.

Ausschnittsweise kann man in 3 die Situation beim Eindringen des Bohrkronenrohres 10 in die Decke 11 eines Gebäudes in Bohrrichtung B erkennen.

Zunächst einmal ist dargestellt, dass zwischen dem Deckenausschnitt 11 und einem Bohrkern 25 ein Freischnitt 26 mit der Dicke D angeordnet ist, der durch die mit dem Bohrkronenrohr 10 umlaufenden Schneidmittel 18 erzeugt wird. Da die Dicke d des Bohrkronenrohres 10, gebildet aus Rohrmantel 24, mit schalldämmenden Mitteln 22 gefüllten Ringraum 23 sowie Schutzrohr 21, geringer ist als die Dicke D des Freischnittes 26, gleitet das Bohrkronenrohr 10 während des Bohrens problemlos in den Freischnitt 26 hinein.


Anspruch[de]
Bohrkronenrohr zum Erstellen von kreisförmigen Bohrungen, vorzugsweise in Gebäuden, an dem antriebsseitig eine Einrichtung zur Verbindung des Bohrkronenrohres mit der Hohlwelle eines motorischen Antriebes angeordnet ist und dessen zum Gebäude weisende Stirnfläche mit Schneidmitteln versehen ist, welche einen kreisförmigen Freischnitt erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrkronenrohr (10) ein innen angeordnetes Schutzrohr (21) aufweist und dass in einem Ringraum (23) zwischen Schutzrohr (21) und einem Rohrmantel (24) des Bohrkronenrohres (10) eine schalldämmende Schicht (22) angeordnet ist, die beim Bohren in den Freischnitt (26) gleitet. Bohrkronenrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schalldämmende Schicht (22) aus Kunstharz gebildet wird. Bohrkronenrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schalldämmende Schicht (22) aus Bauschaum gebildet wird. Bohrkronenrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dass das Schutzrohr (21) mit dem Deckel (20) schweißverbunden ist.






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