PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10154865B4 16.05.2007
Titel Verfahren zum Verwalten von Hyperlinks
Anmelder Siemens Corporate Research, Inc., Princeton, N.J., US
Erfinder Hsu, Liang-Hua, West Windsor, N.J., US;
Shah, Rajan, Lawrenceville, N.J., US
Vertreter Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 08.11.2001
DE-Aktenzeichen 10154865
Offenlegungstag 05.06.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse G06F 17/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
HINTERGRUND 1. Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verwalten von Hyperlinks und insbesondere das Hyperlink-Management zur Unterstützung verallgemeinerter Hyperlinks mit Navigation.

2. Allgemeiner Stand der Technik

Hyperlinks sind zu einem funktionsfähigen Mechanismus zum Abrufen wichtiger technischer Informationen zur Unterstützung industrieller Anwendungen wie zum Beispiel Produktion, Kommissionierung, Operationen, Training, Wartung und alle Arten technischer Dienste, geworden. In der Regel sind technische Daten und Dokumente in verschiedenen Medien (darunter Text, grafische Bilder, Schaltbilder, CAD-Zeichnungen, Audio, Video usw.) in einer hierarchischen Struktur organisiert. Das heißt, die technischen Daten und Dokumente werden gemäß der Produkthierarchie organisiert, um technische Informationen bezüglich verschiedener Aspekte der Produkte bereitzustellen. Um Querverweise relevanter Informationen für die Zwecke der Unterstützungswartung und -dienste zu erleichtern, werden zusätzlich miteinander zusammenhängende technische Informationen identifiziert und manuell oder automatisch miteinander verbunden. Beim Durchsuchen eines Dokuments sind somit alle damit zusammenhängenden Dokumente ohne weiteres verfügbar und können schnell durch „Zeigen" und „Klicken" abgerufen werden. Hyperlink-Informationen bilden eine Hyperlink-Struktur, die der hierarchischen Struktur von technischen Multimedia-Dokumenten überlagert ist; die Hyperlink-Informationen transformieren technische On-line-Dokumentationen in einen leistungsstarken Mechanismus für industrielle Anwendungen.

Eine vorteilhafte Nutzung von Hyperlinks zur Informationsbereitstellung lehrt die EP 0 860 786 A2. In dieser Druckschrift wird eine Vorrichtung und ein Verfahren vorgestellt, in dem eine konventionelle Suche nach thematisch relevanten Objekten dadurch ergänzt wird, dass zu den jeweiligen Objekten auch noch die strukturelle Umgebung dieser Objekte, insbesondere die mit Ihnen verknüpften Objekte auf der nächst höheren bzw. nächst niedrigeren oder auch einer beliebigen Zahl höherer oder niedrigerer Hierarchiestufen ausgegeben werden.

Textdokumente werden im allgemeinen im ASCII-Format oder in einer Markup-Sprache, wie zum Beispiel SGML(Standard Generalized Markup Language), dargestellt. Die Textdokumente können semantisch für einen spezifischen Anwendungsbereich strukturiert werden und können manuell oder automatisch verarbeitet und genauer mit anderen Text- und Nicht-Text-Dokumenten verbunden werden. Obwohl es bei der Verarbeitung von Nicht-Text-Dokumenten (z.B. eingescannte CAD-Zeichnungen, Video), um diese besser zu verwenden, zu Schwierigkeiten gekommen ist, wurden grafische und Bildverarbeitungstechniken angewandt, um relevante Informationen aus diesen Arten von Medien zu manipulieren und zu extrahieren. Informationen, die manuell oder automatisch in Text- oder Nicht-Text-Medien genau identifiziert und extrahiert werden können, werden als AIUs (verankerbare Informationseinheiten) bezeichnet. Man kann Bezüge zwischen AIUs im selben Dokument oder zwischen zwei verschiedenen Dokumenten herstellen.

Die bisherige Forschung in der Hyperlink-Adressierung behandelte nur das statische Erzeugen von Links und das direkte Einfügen der Links in ein Dokument. Im Stand der Technik wurden keine inkrementellen Aktualisierungen von Dokumenten und Links, mehrfache gleichzeitige Anwendungen derselben Dokumente oder dynamische Änderungen der Links behandelt.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Aufgabe der Erfindung ist das Bereitstellen eines Verfahrens, das inkrementelle Aktualisierungen von Dokumenten und Links, mehrfache gleichzeitige Anwendungen derselben Dokumente und dynamische Änderungen der Links ermöglicht.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Insbesondere stellt die Erfindung das Organisieren und Verwalten von Hyperlink-Informationen zur Unterstützung von zum Beispiel allen Arten von technischen Anwendungen bereit. Eine Struktur wird definiert und bereitgestellt, um die Hyperlink-Informationen separat in einer Link-Datenbank zu speichern. Die Struktur unterstützt eine Anwendungsprogrammschnittstelle (API) zum Abrufen und Aktualisieren der Hyperlink-Informationen. Die Hyperlink-Struktur kann alle Arten von Hyperlinks unterstützen, darunter inkrementelle Hyperlinks, dynamische Hyperlinks, gleichzeitige Hyperlinks, ad-hoc-Hyperlinks usw. Außerdem wird eine flexible Hyperlink-Abfragsprache zum Abrufen von Hyperlink-Informationen zur Unterstützung der Navigation durch miteinander zusammenhängende technische Dokumente bereitgestellt. Durch die Erfindung kann ein Benutzer inkrementell eine Navigationsstruktur konstruieren, um die Fehlerbehebung bei wartungs- und dienstbezogenen Aufgaben zu unterstützen. Die Navigationsstruktur wird ebenfalls durch eine Anwendungsprogrammschnittstelle unterstützt.

Ein erster Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zum Verwalten von Hyperlinks. Das Verfahren enthält den Schritt des Herstellens einer Hyperlink-Struktur, einschließlich einer Menge von Link-Wegen von und zu mindestens einem Teil von Objekten in mindestens einem Dokument, wobei jeder Link-Weg mindestens zwei Links enthält. Wenn ein Benutzer auf ein gegebenes Objekt in dem mindestens einen Dokument zeigt und/oder dieses anklickt, wird dem Benutzer mindestens eine Teilmenge der Hyperlink-Struktur bereitgestellt, die auf dem gegebenen Objekt zentriert ist, so daß der Benutzer einen beliebigen der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge auswählen kann, ungeachtet einer Reihenfolge der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge.

Ein zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der weitere Verfahrensschritt des Herstellens einer Hyperlink-Struktur, wobei die Hyperlink-Struktur alle Link-Wege zwischen allen Quellen und allen Zielen einer gegebenen Menge von Dokumenten umfaßt.

Als dritter Aspekt der Erfindung umfaßt der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Struktur den Schritt des Identifizierens aller Objekte in dem mindestens einen Dokument auf der Grundlage eines Adressierungsverfahrens.

Als vierter Aspekt der Erfindung umfaßt der Identifizierungsschritt den Schritt des Zuweisens einer lokalen eindeutigen Kennung und/oder einer globalen eindeutigen Kennung zu mindestens einem Teil der Objekte in dem mindestens einen Dokument.

Als fünfter Aspekt der Erfindung umfaßt der Identifizierungsschritt den Schritt des Zuweisens einer relativen Position zu mindestens einem Teil der Objekte in dem mindestens einen Dokument in bezug auf eine hierarchische Struktur des mindestens einen Dokuments.

Als sechster Aspekt der Erfindung umfaßt der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Struktur weiterhin den Schritt des Erzeugens eines Hyperlink-Informationsdatensatzes für mindestens einen Teil der Links, die in der Hyperlink-Struktur vorhanden sind.

Als siebter Aspekt der Erfindung enthält der Hyperlink-Informationsdatensatz mindestens einen Teil von Link-Kennungs- und Quellen-Verzeichnis-/Dokument-/Datei-Informationen zum kollektiven Indizieren und Identifizieren des Hyperlink-Informationsdatensatzes, ein Zielverzeichnis/-dokument bzw. eine Zieldatei zum Identifizieren eines Zielobjekts in einem Zieldokument, auf das durch ein Hyperlink gezeigt wird, eine Link-Regelkennung zum Identifizieren von Regeln, aus denen Hyperlinks erzeugt werden, einen Anwendungsmodus, einen Medientyp des Zielobjekts, einen Zieltyp bzw. eine Zielkennung, eine Liste von fokussierten Elementen, auf die spezielle Betrachtungseffekte angewandt werden, und ein Etikett zum Identifizieren eines Link.

Als ein achter Aspekt der Erfindung umfaßt das Verfahren weiterhin den Schritt des Speicherns des Hyperlink-Informationsdatensatzes in einer Link-Datenbank.

Als ein neunter Aspekt der Erfindung umfaßt das Verfahren den Schritt des Verwaltens der Link-Datenbank durch eine Link-Anwendungsprogrammschnittstelle zur Unterstützung von dynamischen Hyperlinks.

Als ein zehnter Aspekt der Erfindung umfaßt der Verwaltungsschritt weiterhin den Schritt des Identifizierens von Link-Informationen für eine bestimmte Art von Dokumentobjekt und/oder Dokumentobjekten mit einer bestimmten Art von Link-Informationen zur Unterstützung von inkrementellen Hyperlinks.

Diese und andere Aspekte, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden bei Durchsicht der folgenden ausführlichen Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHUNGEN

1 ist ein Blockschaltbild eines Computerverarbeitungssystems 100, auf das die vorliegende Erfindung angewandt werden kann, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform;

2 ist ein Diagramm von Beispielen der Dokumentenadressierung, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

3 ist ein Diagramm eines Hyperlink-Informationsdatensatzes, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

4 ist ein Diagramm von Hyperlink-Management-Funktionen, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

5 ist ein Diagramm von Beispielen von Ketten von Links, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

6 ist ein Diagramm von Hyperlink-Sprachen-Primitiven, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

7 ist ein Diagramm von Hyperlink-Operationen, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

8 ist ein Diagramm der Syntax der Hyperlink-Abfrage-Anweisung, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

9 ist ein Diagramm spezieller Hyperlinks, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

10 ist ein Diagramm eines Beispiels für eine Hyperlink-Navigationsstruktur, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

11 ist ein Diagramm eines Navigationsinformationsdatensatzes, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

12 ist ein Diagramm von Navigations-Management-Funktionen, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

13 ist ein Flußdiagramm eines typischen Hyperlink-Navigationsprozesses, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung; und

14 ist ein Verfahren zur Verwaltung von Hyperlinks, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die vorliegende Erfindung betrifft das Hyperlink-Management zur Unterstützung verallgemeinerter Hyperlinks mit Navigation. Die Erfindung liefert ein Verfahren zum Organisieren und Verwalten von Hyperlink-Informationen zur Unterstützung von zum Beispiel allen Daten von technischen Anwendungen. Die Erfindung definiert und liefert die Struktur zum Speichern der Hyperlink-Informationen separat in einer Link-Datenbank und unterstützt eine Anwendungsprogrammschnittstelle (API) zum Abrufen und Aktualisieren der Hyperlink-Informationen. Die Hyperlink-Struktur kann alle Arten von Hyperlinks unterstützen, darunter inkrementelle Hyperlinks, dynamische Hyperlinks, gleichzeitige Hyperlinks, ad-hoc-Hyperlinks usw. Die Erfindung umfaßt außerdem eine flexible Hyperlink-Abfragesprache zum Abrufen von Hyperlink-Informationen zur Unterstützung der Navigation durch die miteinander zusammenhängenden technischen Dokumente. Die Erfindung ermöglicht dem Benutzer außerdem die Konstruktion einer Navigationsstruktur.

Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung in vielfältigen Formen von Hardware, Software, Firmware, Spezial-Prozessoren oder Kombinationen dieser implementiert werden kann. Vorzugsweise wird die vorliegende Erfindung in Software als ein Anwendungsprogramm implementiert, das konkret auf einem Programmspeichergerät realisiert wird. Das Anwendungsprogramm kann von einer Maschine, die eine beliebige geeignete Architektur umfaßt, heruntergeladen und ausgeführt werden. Vorzugsweise wird die Maschine auf einer Computerplattform mit Hardware implementiert, darunter zum Beispiel eine oder mehrere zentrale Verarbeitungseinheiten, (CPU), ein Direktzugriffsspeicher (RAM) und Eingangs-/Ausgangs-(E/A-)Schnittstelle(n). Die Computerplattform enthält außerdem ein Betriebssystem und einen Mikrobefehlscode. Die hier beschriebenen verschiedenen Prozesse und Funktionen können entweder Teil des Mikrobefehlscodes oder Teil des Anwendungsprogramms (oder eine Kombination davon) sein, das über das Betriebssystem ausgeführt wird. Außerdem können verschiedene andere Peripheriegeräte mit der Computerplattform verbunden werden, wie zum Beispiel ein zusätzliches Datenspeichergerät und ein Druckgerät.

Weiterhin versteht sich, daß, weil ein Teil der Systemkomponenten und Verfahrensschritte, die in den beigefügten Figuren abgebildet sind, vorzugsweise in Software implementiert werden, die tatsächlichen Verbindungen zwischen den Systemkomponenten (oder den Prozeßschritten) abhängig von der Art und Weise der Programmierung der vorliegenden Erfindung unterschiedlich sein können. Durch Verwendung der Lehren der vorliegenden Erfindung können Durchschnittsfachleute auf dem entsprechenden Gebiet diese und ähnliche Implementierungen oder Konfigurationen der vorliegenden Erfindung in Betracht ziehen.

1 ist ein Blockschaltbild eines Computerverarbeitungssystems 100, auf das die vorliegende Erfindung angewandt werden kann, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform dieser. Das Computerverarbeitungssystem enthält mindestens einen Prozessor (CPU) 102, der wirksam über einen Systembus 104 an andere Komponenten angekoppelt ist. Ein Nur-Lese-Speicher (ROM) 106, ein Direktzugriffsspeicher (RAM) 108, ein Displayadapter 110, ein E/A-Adapter 112 und ein Benutzerschnittstellenadapter 114 sind wirksam an den Systembus 104 angekoppelt.

Durch den Displayadapter 110 ist ein Display-Gerät 116 wirksam an den Systembus 104 angekoppelt. Ein Plattenspeichergerät (z.B. ein magnetisches oder optisches Plattenspeichergerät) 118 ist wirksam durch den E/A-Adapter 112 an den Systembus 104 angekoppelt.

Durch den Benutzerschnittstellenadapter 114 werden eine Maus 120 und eine Tastatur 122 wirksam an den Systembus 104 angekoppelt. Die Maus 120 und die Tastatur 122 dienen zur Eingabe/Ausgabe von Informationen zu/von dem Computerverarbeitungssystem 100. Es versteht sich, daß gemäß der vorliegenden Erfindung andere Konfigurationen des Computerverarbeitungssystems 100 verwendet werden können, während der Gedanke und Schutzumfang der Erfindung beibehalten wird.

Es erfolgt nun eine Beschreibung von Hyperlink-Strukturen der und in bezug auf die vorliegende Erfindung. Im allgemeinen folgt ein Techniker der hierarchischen Struktur- der Produktdokumentation, um technische Informationen zu erhalten; außerdem schaut der Techniker nach Querverweisen auf relevante Informationen, um verschiedene wartungs- und dienstbezogene Aufgaben durchzuführen. Hyperlinks sind der Mechanismus, um die Querverweisbeziehung zwischen Dokumentobjekten in den hierarchischen Strukturen technischer Dokumente zu erfassen. Zusätzlich zu Textdokumenten bestehen Querverweisbeziehungen zwischen allen Arten von Objekten in allen Arten von technischen Multimedia-Dokumenten, solange die Objekte in den Dokumenten identifizierbar sind und zum Beispiel in den SGML- oder AIU-Dateien dargestellt sind.

Obwohl die hierarchische Struktur technischer Dokumente entscheidend für die Bereitstellung von Informationen für den Benutzer ist, konzentriert sich das erfindungsgemäße Verfahren nur auf die Hyperlink-Struktur der Gesamt-Informationsstruktur, die in der technischen Dokumentation vorliegt. Eine Hyperlink-Struktur ist eine Menge von Dokumentobjekten, die durch Links verbunden sind. Jedes Dokumentobjekt kann eine oder mehrere Links aufweisen, die von sich aus auf andere Objekte zeigen, und es können auch ein oder mehrere Links von anderen Objekten auf das Dokumentobjekt zeigen. Eine Folge von Links, die miteinander zusammenhängende Objekte verbindet, kann einen Link-Weg bilden, d.h. eine Kette von Links von dem ersten Objekt zu dem letzten Objekt. Ein Link kann zwei Objekte in demselben Dokument auf derselben Maschine oder über zwei verschiedene Dokumente auf zwei verschiedenen Maschinen über das Netzwerk hinweg verbinden.

Wenn der Benutzer ein Objekt in einem Dokument erreicht, wird dem Benutzer durch den Hyperlink-Mechanismus eine Teilmenge der Hyperlink-Struktur, die an dem Objekt zentriert ist, zur Verfügung gestellt. Wenn ein Link oder ein Linkweg gewählt und ausgeführt wird, führt dies zur Erzeugung einer Hyperlink-Struktur, die als „ausgeführte Hyperlink-Struktur" bezeichnet wird. Nach der Ausführung einer Hyperlink-Struktur ist der Benutzer bereit, dem gewählten Link zu dem Zielobjekt zu folgen, und die Hyperlinks können von dem Zielobjekt aus fortgesetzt werden.

Um auf Dokumentobjekte zum Bilden eines Link Bezug zu nehmen, muß ein Adressierungsmechanismus verwendet werden. Der Bezug auf ein Objekt in einem Dokument kann im allgemeinen durch eine absolute oder eine relative Adresse erfolgen. In der Regel sind absolute Adressen eindeutige Namen oder Kennungen (Ids), die manuell oder automatisch den Objekten zugewiesen werden. Die absoluten Adressen sind innerhalb eines Dokuments oder gegebenenfalls global eindeutig (z.B. Para001, Comp015, N03079420, HL00213 und so weiter). Im Gegensatz dazu beschreiben relative Adressen die relative Positionierung der Objekte in der hierarchischen Struktur eines Dokuments, z.B. bezieht sich das TEI-Adressierungsschema 2/1/3/1 auf ein Objekt, das der erste Abkömmling des dritten. Abkömmlings des ersten Abkömmlings des zweiten Abkömmlings des Wurzelobjekts ist. 2 ist ein Diagramm von Beispielen für die Dokumentadressierung, gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.

Gleichgültig, ob ein absoluter oder relativer Adressierungsmechanismus verwendet wird, muß der verwendete Mechanismus beständig sowohl in der hierarchischen Struktur als auch der Hyperlink-Struktur der technischen Dokumente verwendet werden, so daß alle Objekte in der Gesamt-Informationsstruktur vollständig von einem beliebigen Objekt intern in einem Dokument oder extern in einer beliebigen anderen Umgebung aus adressierbar sind.

Es erfolgt nun eine Beschreibung der Verwaltung von Hyperlink-Informationen gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Ein Hyperlink erfaßt eine Querverweisbeziehung zwischen einem Quellenobjekt und einem Zielobjekt. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren umfaßt ein Hyperlink-Informationsdatensatz die folgenden 14 Felder: Link-Id; Quellenverzeichnis; Quellendokument; Quellendatei; Zielverzeichnis; Zieldokument; Zieldatei; Link-Regel-Id; Modus; Medientyp; Zieltyp; Ziel-Id; fokussierte Elemente; und Etikett. Dies ist in 3 gezeigt, worin ein Diagramm eines Hyperlink-Informationsdatensatzes gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist. Wenn Hyperlink-Informationen in Dokumente eingefügt werden, kann jedes Feld als ein Attribut des Dokumentobjekts dargestellt werden, oder als Alternative können, abhängig von der Implementierung, mehrere oder alle Felder zu einem einzigen Attribut gruppiert werden. Wenn Hyperlink-Informationen separat in einer Link-Datenbank gespeichert werden, kann jedes Feld auf ein Feld in einer Datenbank-Tabelle abgebildet werden, oder es können mehrere oder alle Felder gruppiert werden.

Jeder Hyperlink-Informationsdatensatz wird eindeutig durch eine Link-Id identifiziert. Eine Link-Id wird zusammen mit einem Quellenverzeichnis, einem Quellendokument und einer Quellendatei verwendet, um den Hyperlink-Informationsdatensatz in einer Link-Datenbank zu indizieren und zu identifizieren. Eine Ziel-Id zusammen mit einem Zielverzeichnis, einem Zieldokument und einer Zieldatei bezieht sich auf ein Zielobjekt in einem Zieldokument, auf das ein Hyperlink zeigt.

Bei der Verarbeitung eines Hyperlink ist es notwendig, genau zu wissen, in welcher Art von Medientyp das Zielobjekt in dem Zieldokument vorliegt, damit eine Betrachtungsvorrichtung aufgerufen werden kann, die ein solches Medium behandeln kann. Wenn ein Zieldokument mit einer Betrachtungsvorrichtung wiedergegeben wird, kann man eine wahlweise Liste fokussierter Elemente angeben, damit die Betrachtungsvorrichtung dem relevanten Teil des Objekts spezielle Betrachtungseffekte hinzufügen kann, damit die Aufmerksamkeit des Benutzers auf diese gelenkt wird. Die Betrachtungseffekte können zum Beispiel eine Hervorhebung, Blinken usw. sein.

Wenn mehrere Links von einem Quellenobjekt verfügbar sind, erhält der Benutzer gewöhnlich ein Link-Menü, um ein Zielobjekt zu wählen, zu dem „gesprungen" werden soll. In diesem Fall kann jedes Link ein informatives Etikett bereitstellen, um die Auswahl des richtigen Zielobjekts zu erleichtern.

Auf derselben hierarchischen Struktur von technischen Multimedia-Dokumenten können für verschiedene Anwendungen mehrere Hyperlink-Strukturen überlagert werden. Die Benutzer können von der Menge der ihnen vorgelegten Hyperlink-Informationen überwältigt sein, wenn die Informationen nicht richtig organisiert sind. Ein typisches Verfahren zum Organisieren der Hyperlink-Informationen besteht darin, die Hyperlink-Informationen für verschiedene Anwendungen in verschiedene Mengen aufzutrennen und beim Durchsuchen der Dokumente wird der Modus der Anwendung angegeben und außerdem dazu verwendet, eine spezifische Menge von Hyperlinks auszuwählen, die dem Benutzer angezeigt wird.

Aufgrund der in jedem Hyperlink enthaltenen ausführlichen Informationen werden zwei Arten gleichzeitiger Hyperlinks unterstützt. Die erste Art von gleichzeitigen Hyperlinks wird erzielt durch Miteinschließen vollständiger Verzeichniswege, Dokument-Ids und Objekt-Ids sowohl für die Quelle als auch das Ziel eines Link; danach ist es möglich, dieselbe Menge von Dokumenten zu betrachten, die für verschiedene Projekte oder Kunden mit Hyperlink versehen werden. Die zweite Art von gleichzeitigen Hyperlinks wird durch Umschalten von Anwendungs-Betriebsarten während des Arbeitens erzielt, so daß dem Benutzer abhängig von dem Anwendungsmodus zu einem gegebenen Zeitpunkt verschiedene Mengen von Hyperlinks für dieselbe Menge von Dokumenten vorgelegt werden können.

Um den Prozeß des Erzeugens von Links mitzuverfolgen, verwendet man eine Link-Regel-Id, um die Regel (oder jede beliebige Quelle), aus der Links erzeugt werden, aufzuzeichnen. Wenn die Regel zur Erzeugung der Links verändert wird, dann können alle Links, die aus dieser Regel erzeugt wurden, aktualisiert, gelöscht usw. werden, um die Stimmigkeit der Link-Datenbank in bezug auf die Link-Regeln aufrechtzuerhalten.

Um das Verwalten der Link-Datenbank zu unterstützen, wird eine Anwendungsprogrammschnittstelle (API) bereitgestellt. Dies ist in 4 gezeigt, worin ein Diagramm dargestellt ist, das Hyperlink-Management-Funktionen gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt. Die Link-API kann als eine Menge von C-Datenstrukturen mit Funktionen, Klassen von C++ mit Methoden, Shell-Befehlen mit Argumenten usw. implementiert werden. Bei jeder Implementierung besteht die Link-API aus drei Mengen von Operationen: Link-Datenbank-Operationen; Link-Abfrageoperationen; und Link-Aktualisierungsoperationen. Die Link-Datenbank-Operationen umfassen das Öffnen der Link-Datenbank („Link-Datenbank öffnen") zur weiteren Manipulation und danach das Sichern der Aktualisierungen („Link-Datenbank sichern") in der Link-Datenbank auf permanente Weise.

Die Link-Abfrageoperationen unterstützen zwei verschiedene Verfahren zum Betrachten von Links. Wenn die Aufgabe darin besteht, die Link-Informationen eines bestimmten Typs von Dokumentobjekt zu finden, dann durchsuchen die Link-Abfrageoperationen ein Dokument nach einem Objekt und fragen die Links ("Links abfragen") des gewählten Dokumentobjekts ab. Wenn die Aufgabe andererseits darin besteht, das Dokumentobjekt zu finden, das eine bestimmte Art von Link-Informationen aufweist, dann fragen die Link-Abfrageoperationen Link-Informationen ab und finden daraufhin Quellenobjekte in dem Quellendokument („Quellendokument finden") und Zielobjekte in dem Zieldokument („Zieldokument finden").

Zu den Link-Aktualisierungsoperationen gehören zum Beispiel Links einfügen, Links aktualisieren und Links löschen. Um ein neues Link einzufügen, durchsuchen die Link-Operationen ein Dokument nach einem Quellenobjekt und durchsuchen außerdem das Dokument nach einem Zielobjekt. Danach wird ein neues Link konstruiert und die Link-Datenbank eingefügt. Andererseits ist es auch möglich, ein neues Link zuerst in die Link-Datenbank einzufügen, insbesondere durch Kopieren von einem bestehenden Link. Falls notwendig, kann dann das Quellendokument aktualisiert werden („Quellendokument aktualisieren") und das Zieldokument kann aktualisiert werden („Zieldokument aktualisieren"). Ein einzelnes Link (oder eine Menge von Links), das aus derselben Link-Regel erzeugt wurde, kann aus der Link-Datenbank gelöscht werden. Falls notwendig, kann der Löschung dann ein Aktualisieren des Quellen- und des Zieldokuments wie oben beschrieben folgen.

Da Hyperlink-Informationen als einzelne Datensätze in der Link-Datenbank gespeichert werden, ist es möglich, sie einzeln oder in Gruppen einzufügen, zu aktualisieren oder zu löschen, um Änderungen in einzelnen Dokumenten oder Änderungen in den Regeln (oder jeder beliebigen Quelle) wiederzugeben, die die Grundlage für das Bestehen der Links sind. Somit kann man inkrementelle Hyperlinks erzielen, ohne die gesamte Menge von Dokumenten für alle Link-Regeln neu zu linken.

Diese Hyperlink-Struktur unterstützt außerdem zwei Arten von dynamischen Hyperlinks. Die erste Art von dynamischen Hyperlinks bezieht sich auf den Zeitpunkt der Erzeugung von Link-Informationen. Da die Link-Datenbank von den Dokumenten getrennt ist, kann man zu jedem beliebigen Zeitpunkt Link-Informationen in die Link-Datenbank einfügen, während die Dokumente geöffnet und betrachtet werden. Somit ist es nicht notwendig, die Links im voraus vorzubereiten. Die zweite Art von dynamischen Hyperlinks bezieht sich auf das Zielobjekt eines Link. Da Link-Informationen in der Link-Datenbank nur dann interpretiert und ausgeführt werden, wenn ihr Quellenobjekt angeklickt wird, ist es möglich, das Durchsuchen des Zielobjekts zurückzustellen, bis das Quellenobjekt tatsächlich angeklickt wird. Auf der Grundlage einer minimalen Informationsmenge in dem Link wird eine externe Prozedur aufgerufen, um das Zielobjekt zu berechnen und nach ihm zu suchen.

Es folgt eine Beschreibung der Hyperlink-Abfragesprache gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Wenn ein Objekt in einem Dokument angeklickt wird, kann der Hyperlink-Mechanismus eine Menge von Hyperlink-Informationsdatensätzen wählen, die gemäß den Anforderungen der Anwendungen aus der Link-Datenbank abgerufen werden soll. Insbesondere kann der Hyperlink-Mechanismus einfach alle Links wählen, deren Quellenobjekt das angeklickte Objekt ist, oder der Hyperlink-Mechanismus kann wählen, der Kette von Links so weit wie notwendig zu folgen. 5 ist ein Diagramm von Beispielen für Ketten von Links gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Das Verfahren der Erfindung liefert eine flexible Hyperlink-Abfragesprache (HQL) zum Abrufen einer beliebigen Teilmenge von Links von einem gegebenen Objekt in einem Dokument.

Die Hyperlink-Abfragesprache umfaßt die folgenden fünf Sprachen-Primitive: Modus; Dokument; Objekt; Typ und Link. Dies ist in 6 gezeigt, worin ein Diagramm dargestellt ist, das Hyperlink-Sprachprimitive gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt. Zusätzlich weist ein Objekt oder Link eine Menge von Attributen auf, die durch <Attribut-Name> (<Objekt oder Link>) referenziert werden kann, und Betriebsarten oder Typen können außerdem durch den logischen „OR"-Operator „entbügelt" werden.

Die Hyperlink-Abfragesprache der Erfindung enthält vier Arten von Operatoren zum Manipulieren von Primitiven und ihren Attributen: logische Operatoren; relationale Operatoren; Vergleichsoperatoren; und Kontextoperatoren. Dies ist in 7 gezeigt, worin ein Diagramm von Hyperlink-Operationen gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist. Die logischen Operatoren dienen zum Formulieren logischer Formeln. Die relationalen Operatoren dienen zum Vergleichen der Attribute der Primitive. Die Vergleichsoperatoren dienen zum Vergleichen des Inhalts eines Objekts oder des Werts eines Attributs mit einem Muster in regulären Ausdrücken. Die Kontextoperatoren dienen zur Bezugnahme auf benachbarte Objekte eines Objekts in der hierarchischen Struktur. Mit den hier angegebenen Lehren der Erfindung können Durchschnittsfachleute diese und verschiedene andere Operatoren zum Manipulieren von Primitiven und ihren Attributen in Betracht ziehen, während der Gedanke und Schutzumfang der Erfindung beibehalten wird.

Eine vollständige Hyperlink-Struktur wird durch eine Menge von Link-Wegen von allen Objekten in einem Dokument dargestellt. 8 ist ein Diagramm der Syntax der Hyperlink-Abfrageanweisung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Eine Hyperlink-Abfrageanweisung ergibt eine Liste von Link-Wegen für ein Objekt in einem Dokument. Die Liste von Link-Wegen kann durch den Hyperlink-Mechanismus manipuliert werden. Die Liste von Link-Wegen gibt eine oder mehrere Anwendungsbetriebsarten an, identifiziert ein Quellenobjekt in einem Dokument und schlägt eine mögliche Liste von Typen von Zielobjekten beliebiger Links aus dem angegebenen Quellenobjekt vor. Aus der Liste von Link-Wegen kann man ausführliche Informationen für einzelne Link-Wege, einzelne Links und Zielobjekte, auf die die Links zeigen, zu Navigationszwecken extrahieren und manipulieren.

In einer Hyperlink-Abfrageanweisung kann man als Option außerdem eine Liste von Einschränkungen angeben, um die Anzahl von abzurufenden Links weiter zu begrenzen. Es gibt drei Arten von Abfrageeinschränkungen; Distanzeinschränkungen, Inhaltseinschränkungen und Kontexteinschränkungen. Eine Distanzeinschränkung begrenzt die Reichweite der Links, die eine Abfrage erreichen kann. Eine Inhaltseinschränkung vergleicht den Inhalt einer Menge beteiligter Objekte. Eine Kontexteinschränkung begrenzt den Kontext der beteiligten Objekte in der hierarchischen Struktur. Abfrageeinschränkungen können mit logischen Operatoren kombiniert werden. Mit den hier angegebenen Lehren der Erfindung werden Durchschnittsfachleute auf dem betreffenden Gebiet diese und verschiedene andere Abfrageeinschränkungen in Betracht ziehen, während der Gedanke und Schutzumfang der Erfindung beibehalten wird.

Außerdem gibt es zwei spezielle Mengen von Links aus einem Quellenobjekt: direkte Links; und alle Links. Dies ist in 9 gezeigt, worin ein Diagramm dargestellt ist, das spezielle Hyperlinks gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt. Die Menge direkter Links umfaßt alle Link-Ketten, die ein einziges Link enthalten, oder anders ausgedrückt, alle Zielobjekte direkter Links, die direkt ohne zwischengeschaltete Links mit dem Quellenobjekt verbunden sind. Dies ist die Menge von Links, die ein typischer Hyperlink-Mechanismus gewöhnlich dem Benutzer vorlegt, wenn ein Objekt angeklickt wird. Das andere Extrem ist, wenn die Menge aller Links alle Link-Ketten enthält, die jede beliebige Anzahl von Links enthalten, wodurch der Benutzer die vollständige Reichweite aller relevanten Informationen für ein angeklicktes Objekt erhält. Zusätzlich sind minimale Link-Wege, die die kleinste Anzahl zwischengeschalteter Links von dem Quellenobjekt zu seinen Zielobjekten aufweisen.

Es folgt eine Beschreibung einer Hyperlink-Navigation gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Gemäß der Erfindung wird zur weiteren Unterstützung der Hyperlink-Navigation eine Hyperlink-Navigationsstruktur inkrementell konstruiert, während Hyperlinks abgerufen und befolgt werden. Dies ist in 10 gezeigt, worin ein Diagramm eines Beispiels für eine Hyperlink-Navigationsstruktur gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung gezeigt ist. Eine Hyperlink-Navigationsstruktur stellt die Sequenzen dar, die auftreten, wenn der Benutzer dem Hyperlink folgt, um zum Beispiel nach einer Lösung eines gegebenen Problems zu suchen. Eine Hyperlink-Navigationsstruktur ist ein Netzwerk ausgeführter Hyperlink-Strukturen. Gemäß der beispielhaften Ausführungsform ähnelt eine Hyperlink-Navigationsstruktur einem Entscheidungsbaum und ist ein großartiges Werkzeug für die Fehlerbehebung bei wartungs- und dienstbezogenen Anwendungen.

Für jede Navigationssitzung verwendet man eine Link-Navigationsdatenbank, um die Hyperlink-Informationsdatensätze mitzuverfolgen, die tatsächlich durch den Hyperlink-Mechanismus gewählt und ausgeführt werden. Ein Navigations-Informationsdatensatz ist einfach ein Bezug auf eine Link-Id und eines der Links, das gewählt und tatsächlich ausgeführt wird. Dies ist in 11 gezeigt, worin ein Diagramm eines Navigations-Informationsdatensatzes gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung gezeigt ist. Das Link-Auswahlfeld verbindet alle beteiligten Hyperlink-Strukturen miteinander, um ein Netzwerk zu bilden, wodurch sich der Benutzer vorwärts entlang einer beliebigen Sequenz von Hyperlinks bewegen kann und die Navigationsstruktur zurückverfolgen kann, um falls notwendig alternative Wege zu wählen.

Um das Verwalten der Navigationsdatenbank zu unterstützen, wird ebenfalls eine API bereitgestellt. Dies ist in 12 gezeigt, worin ein Diagramm von Navigations-Managementfunktionen gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung gezeigt ist. Die Navigations-API enthält drei Mengen von Operationen: Navigations-Datenbankoperationen; Navigations-Abfrageoperationen; und Navigations-Aktualisierungsoperationen. Zu den Navigations-Datenbankoperationen gehören das Öffnen einer Navigationsdatenbank („Navigationsdatenbank öffnen") für weitere Manipulationen und anschließend das Sichern der Aktualisierungen der Navigationsdatenbank („Navigationsdatenbank sichern") auf permanente Weise.

Die Navigations-Abfrageoperationen unterstützen zwei verschiedene Verfahren zum Betrachten von Navigationsschritten. Wenn der Zweck darin besteht, die Navigationsinformationen zu finden, an denen eine bestimmte Art von Objekten beteiligt sind, dann durchsuchen die Navigations-Abfrageoperationen das Dokument nach einem Objekt („Suche im Dokument") und fragen als nächstes die Navigationsinformationen des gewählten Dokumentobjekts ab („Navigationen abfragen"). Wenn der Zweck dagegen darin besteht, das Dokumentobjekt zu finden, das während des Navigationsprozesses besucht wurde, dann fragen die Navigations-Abfrageoperationen die Navigationsinformationen ab („Navigationen abfragen") und finden als nächstes die Hyperlink-Struktur („Link-Struktur finden") und das ausgeführte Link („ausgeführtes Link finden").

Zu den Navigations-Aktualisierungsoperationen gehören Navigationen einfügen, Navigationen aktualisieren und Navigationen löschen. Um einen neuen Navigationsschritt einzufügen, beginnt es durch Aktualisieren der Hyperlink-Struktur und Wählen des Link, woraufhin ein neuer Navigationsschritt konstruiert und in die Navigationsdatenbank eingefügt wird. Ähnlich beginnt es, um einen Navigationsschritt zu aktualisieren, mit der Aktualisierung der Hyperlink-Struktur und wählt dann ein verschiedenes Link aus. Außerdem kann man einen einzelnen Navigationsschritt oder eine Menge von Navigationsschritten aus der Navigationsdatenbank löschen.

13 ist ein Flußdiagramm eines typischen Hyperlink-Navigationsprozesses gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Eine Navigationssitzung kann starten, indem ein Benutzer eine interessierende Anwendung identifiziert (Schritt 1305). Es versteht sich, daß zuerst eine interessierende Vorgabe-Anwendung gesetzt werden kann und diese Vorgabe-Anwendung dann im Schritt 1305 durch einen Benutzer übersteuert werden kann.

Danach wird entweder automatisch auf der Grundlage des Schritts 1305 oder manuell durch den Benutzer (Schritt 1310) ein Dokument identifiziert. Danach wird ein Objekt in dem Dokument gefunden (Schritt 1315) und die Hyperlink-Datenbank wird abgefragt, um eine Teilmenge der Hyperlinks abzurufen, die auf die vom Benutzer identifizierte (Schritt 1320), interessierende Anwendung anwendbar ist. Danach wird bestimmt, ob mehrere Links abgerufen wurden (Schritt 1325). Wenn dies nicht der Fall ist, schreitet das Verfahren zum Schritt 1340 voran. Andernfalls gibt es mehrere Wahlmöglichkeiten, denen der Benutzer weiter folgen kann, indem er ein beliebiges der möglichen Links wählt. Wenn ein spezifisches Link gewählt wird (Schritt 1330), wird die Hyperlink-Struktur aktualisiert (Schritt 1335) und die Linkinformationen werden interpretiert und ausgeführt (Schritt 1340), um das Hyperlink-Verhalten zu verursachen. Nach der Ausführung des Hyperlink wird die Hyperlink-Struktur zusammen mit dem ausgeführten Link in der Navigationsstruktur aufgezeichnet (aktualisiert) (Schritt 1345), und danach kann sich der Benutzer entscheiden, sich vorwärts zu anderen Links von dem Zielobjekt zu bewegen oder eine beliebige Hyperlink-Struktur in der Navigationsstruktur zurückzuverfolgen und alternative Wahlen zu treffen, um verschiedenen Link-Wegen nachzugehen. Somit wird im Schritt 1350 bestimmt, ob sich der Benutzer entschieden hat, vorwärts oder rückwärts zu bewegen. Wenn sich der Benutzer entschieden hat, sich vorwärts zu bewegen, dann kehrt das Verfahren zum Schritt 1310 zurück. Wenn sich der Benutzer entschieden hat, sich rückwärts zu bewegen, dann kehrt das Verfahren zum Schritt 1330 zurück. Der Prozeß wird fortgesetzt, bis ein Problem gelöst ist.

14 ist ein Verfahren zum Verwalten von Hyperlinks gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Es wird eine Hyperlink-Struktur hergestellt, die eine Menge von Link-Wegen von uns zu mindestens einem Teil von Objekten in mindestens einem Dokument enthält, wobei jeder Link-Weg mindestens zwei Links enthält (Schritt 1410). Wenn ein Benutzer auf ein gegebenes Objekt in dem mindestens einen Dokument zeigt und/oder dieses anklickt, wird dem Benutzer mindestens eine Teilmenge der Hyperlink-Struktur bereitgestellt, die auf dem gegebenen Objekt zentriert ist, so dass der Benutzer einen beliebigen der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge wählen kann, ungeachtet der Reihenfolge der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge (Schritt 1412).


Anspruch[de]
Verfahren zum Verwalten von Hyperlinks, umfassend den Schritt des Herstellens einer Hyperlink-Struktur (Schritt 1410), die eine Menge von Link-Wegen von und zu mindestens einem Teil von Objekten in mindestens einem Dokument umfasst, wobei jeder Link-Weg mindestens zwei Links umfasst und wobei der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Struktur (Schritt 1410) den Schritt des Identifizierens aller Objekte in dem mindestens einen Dokument auf der Grundlage eines Adressierungsverfahrens umfasst. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin mit dem Schritt des Herstellens einer Hyperlink-Struktur (Schritt 1410), wobei die Hyperlink-Struktur alle Link-Wege zwischen allen Quellen und allen Zielen einer gegebenen Menge von Dokumenten umfasst. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das Bereitstellen mindestens einer Teilmenge der Hyperlink-Struktur (Schritt 1412) nach Anforderung durch Zeigen und/oder Klicken eines Benutzers auf ein Objekt, die auf dem gegebenen Objekt zentriert ist, für den Benutzer, so dass der Benutzer einen beliebigen der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge auswählen kann (Schritt 1330), ungeachtet einer Reihenfolge der Link-Wege in der mindestens einen Teilmenge. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, wobei der Identifizierungsschritt den Schritt des Zuweisens einer lokalen eindeutigen Kennung und/oder einer globalen eindeutigen Kennung zu mindestens einem Teil der Objekte in dem mindestens einen Dokument umfasst. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, wobei der Identifizierungsschritt den Schritt des Zuweisens einer relativen Position zu mindestens einem Teil der Objekte in dem mindestens einen Dokument in Bezug auf eine hierarchische Struktur des mindestens einen Dokuments umfasst. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, wobei der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Struktur (Schritt 1410) weiterhin den Schritt des Erzeugens eines Hyperlink-Informationsdatensatzes für mindestens einen Teil der in der Hyperlink-Struktur vorhandenen Links umfasst. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Hyperlink-Informationsdatensatz mindestens einen Teil von Link-Kennungs- und Quellen-Verzeichnis-/Dokument-/Datei-Informationen zum kollektiven Indizieren und Identifizieren des Hyperlink-Informationsdatensatzes, ein Zielverzeichnis, ein Zieldokument und eine Zieldatei zum Identifizieren eines Zielobjekts in einem Zieldokument, auf das ein Hyperlink zeigt, eine Link-Regelkennung zum Identifizieren von Regeln, aus denen Hyperlinks erzeugt werden, einen Anwendungsmodus, einen Medientyp des Zielobjekts, einen Zieltyp und eine Zielkennung, eine Liste fokussierter Elemente, auf die spezielle Betrachtungseffekte angewandt werden, und ein Etikett zum Identifizieren eines Link umfasst. Verfahren nach Anspruch 6, weiterhin mit dem Schritt des Speicherns des Hyperlink-Informationsdatensatzes in einer Link-Datenbank. Verfahren nach Anspruch 8, weiterhin mit dem Schritt des Verwaltens der Link-Datenbank durch eine Link-Anwendungsprogrammschnittstelle zur Unterstützung dynamischer Hyperlinks. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Verwaltungsschritt weiterhin den Schritt des Identifizierens von Link-Informationen für eine bestimmte Art von Dokumentobjekt und/oder von Dokumentobjekten mit einer bestimmten Art von Link-Informationen zur Unterstützung inkrementeller Hyperlinks umfasst. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 10, weiterhin mit dem Schritt des Einschränkens des Bereitstellungsschritts auf der Grundlage vordefinierter Kriterien. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, wobei der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Struktur (Schritt 1410) den Schritt des Auftrennens von Hyperlink-Informationen, die verschiedenen interessierenden Anwendungen entsprechen, in mehrere Mengen umfasst. Verfahren nach Anspruch 12, weiterhin mit dem Schritt des Abfragens des Benutzers, um mindestens eine interessierende Anwendung zu identifizieren (Schritt 1330), und wobei der Bereitstellungsschritt auf mindestens eine der mehreren Mengen eingeschränkt wird, die der mindestens einen vom Benutzer identifizierten interessierenden Anwendung entspricht, um so gleichzeitige Hyperlinks zu unterstützen. Verfahren nach Anspruch 2, weiterhin mit dem Schritt des Bereitstellens einer Hyperlink-Navigationsstruktur, um Hyperlinks und Navigation durch das mindestens eine Dokument zu verfolgen. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der Schritt des Bereitstellens der Hyperlink-Navigationsstruktur weiterhin den Schritt des inkrementellen Konstruierens eines Netzwerks ausgeführter Hyperlink-Strukturen, während neu ausgeführte Hyperlink-Strukturen hergestellt werden, umfasst. Verfahren nach Anspruch 15, weiterhin mit dem Schritt des Navigierens vorwärts und/oder rückwärts (Schritt 1350) durch das Netzwerk in einer beliebigen Reihenfolge und über mindestens ein Link auf einmal. Verfahren nach Anspruch 15, weiterhin mit dem Schritt des Navigierens vorwärts durch das Netzwerk, um eine Lösung eines Problems zu identifizieren, mit anschließendem iterativen Durchqueren des Netzwerkes in Rückwärts- und Vorwärtsrichtung, um alternative Lösungen des Problems zu identifizieren. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der Schritt des Herstellens der Hyperlink-Navigationsstruktur weiterhin den Schritt des Erzeugens eines Navigations-Informationsdatensatzes für jeden der Link-Wege, die gewählt und ausgeführt werden, umfasst. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Navigations-Informationsdatensatz für einen gegebenen Link-Weg entsprechendes Link, das gewählt und ausgeführt wird, umfasst. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Referenz auf entsprechende Link ausgeführte Hyperlink-Strukturen verbindet, die das entsprechende Link in einem entsprechenden Link-Weg enthalten, um ein Netzwerk von Hyperlink-Strukturen zu bilden. Verfahren nach Anspruch 18, weiterhin mit dem Schritt des Speicherns des Navigations-Informationsdatensatzes in eine Navigationsdatenbank. Verfahren nach Anspruch 21, weiterhin mit dem Schritt des Verwaltens der Navigationsdatenbank durch eine Navigations-Anwendungsprogrammschnittstelle. Verfahren nach Anspruch 22, wobei der Verwaltungsschritt weiterhin den Schritt des Identifizierens von Navigationsinformationen für einen bestimmten Typ von Dokumentobjekt und/oder Dokumentobjekten, die während einer Navigationssitzung besucht wurden, umfasst. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 22, wobei der Bereitstellungsschritt (Schritt 1412) weiterhin den Schritt des Bereitstellens von Verzeichniswegen, Dokumentkennungen und Objektkennungen für eine Quelle und ein Ziel eines Link für den Benutzer umfasst, wobei die Verzeichniswege, die Dokumentkennungen und die Objektkennungen unabhängig und/oder abhängig von einer interessierenden Anwendung sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 24, wobei der Schritt des Bereitstellens (Schritt 1412) mindestens einer Teilmenge für den Benutzer den Schritt des Empfangens einer Abfrage von dem Benutzer, die in einer Hyperlink-Abfragesprache eingegeben wird, umfasst. Verfahren nach Anspruch 25, wobei der Schritt des Bereitstellens (Schritt 1412) der mindestens einen Teilmenge für den Benutzer weiterhin den Schritt des Bereitstellens von den Link-Wegen der mindestens einen Teilmenge entsprechenden Informationen für den Benutzer auf der Grundlage der Abfrage umfasst. Verfahren nach Anspruch 26, wobei die Informationen einzelnen Links, einzelnen Link-Wegen und/oder Zielobjekten, auf die mindestens eines der einzelnen Links und der einzelnen Link-Wege zeigen, entsprechen. Verfahren nach Anspruch 25, weiterhin mit dem Schritt des Einschränkens der Abfrage in Bezug auf eine Reichweite von Links, die eine entsprechende Abfrage erreichen kann, einen Inhalt einer Menge entsprechender Objekte und/oder einen Kontext der entsprechenden Objekte umfasst. Verfahren nach Anspruch 25, weiterhin mit dem Schritt des Manipulierens einzelner Links, der Link-Wege, der Dokumentobjekte und/oder der Attribute, die den Dokumentobjekten entsprechen, durch Hyperlink-Abfragesprache. Speichermedium für Programme, auf dem konkret ein Programm von Befehlen realisiert ist, die von einer Maschine, insbesondere einem Computer geladen und ausgeführt werden können, um ein Verfahren gemäß einem vorstehenden Anspruch zum Verwalten von Hyperlinks durchzuführen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com