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Dokumentenidentifikation DE102004011856B4 16.05.2007
Titel Verdeck für ein Carbiolet
Anmelder Edscha Cabrio-Dachsysteme GmbH, 94491 Hengersberg, DE
Erfinder Schmitt, Gunther, 84359 Simbach, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 11.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011856
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse B60J 7/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verdeck für ein Cabriolet nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der Praxis ist bekannt, in einer abgelegten Lage eines Verdeckes einen flexiblen Verdeckbezug von einem Verdeckgestänge gesteuert gefaltet abzulegen, wobei der optimal gefaltete Verdeckbezug zumindest annähernd quer zu einer Fahrzeuglängsrichtung über die gesamte Breite des Verdeckbezuges verlaufende Falten aufweist. Dabei tritt das Problem auf, daß der gefaltete Verdeckbezug Verwerfungen insbesondere an Seitenbereichen ausbildet, insbesondere dann, wenn die Seitenbereiche des Verdeckbezuges stark vertikal gekrümmt verlaufen und von dem Verdeckgestänge bei der Faltung schlecht mitgeführt und gesteuert werden. Weiter kommen in der abgelegten Lage Teile des Verdeckbezuges übereinander zu liegen und werden aufeinander gepreßt bzw. der Verdeckbezug wird zwischen Teilen des Verdeckgestänges eingeklemmt, so daß sich Kanten in dem Verdeckbezug bilden, die optisch unvorteilhaft sind und eine Beschädigung des Verdeckbezuges bewirken können.

Aus der Praxis ist bekannt, den Verdeckbezug in einer Weise zwangszusteuern, daß er bei der Ablage des Verdeckes in die optimal gefaltete Lage zu überführen ist. Dazu sind an dem Verdeckbezug Zugbänder vorgesehen, mittels derer Teile des Verdeckbezugs zwangssteuerbar sind. Nachteilig hieran ist, daß die Befestigung der Zugbänder sich durch den Verdeckbezug abzeichnet und einen optisch unvorteilhaften Eindruck des Verdeckes bewirkt. Weiter nachteilig ist, daß die Zugbänder mit der Zeit reißen oder zumindest ausleiern, so daß eine dauerhafte Funktion nicht sichergestellt ist. Zugbänder speziell zur Steuerung des Verdeckstoffs an stark gekrümmten Seitenbereichen sind wegen der Nähe des Verdeckgestänges nur schwer anzubringen und behindern eine bündige Anlage des Verdeckstoffs an die Karosserie.

Aus der Praxis ist ferner bekannt, den Verdeckbezug flächig zu versteifen bzw. dicker auszubilden, um eine Bildung von Falten an den nicht-versteiften bzw. verdünnten Abschnitten zu bewirken.

DE 297 07 433 U1 beschreibt einen Verdeckbezug, der über annähend seine gesamte Fläche mit einer Polstermatte versteift ist, wobei die Polstermatte eine schall- und/oder wärmeisolierende Funktion erfüllt. Entlang von Sollknickstellen, an denen sich in der abgelegten Lage des Verdeckbezuges Falten ausbilden sollen, ist die Polstermatte durch Punktschweißung verdünnt ausgebildet. Nachteilig ist dabei, daß auch an den Sollknickstellen der Verdeckbezug immer noch mechanisch verstärkt ausgebildet ist, was bei einer Überführung des Verdeckbezuges in eine abgelegte Lage dazu führt, daß der Verdeckbezug an den Sollknickstellen einen vergleichsweise hohen mechanischen Widerstand gegen Faltung aufweist. Weiter nachteilig ist, daß durch die mechanische Verstärkung der Sollknickstellen bei der Faltung die Falten schlecht definiert und insbesondere schlecht reproduzierbar sind. Nachteilig ist ebenso, daß die Polstermatte an den Sollknickstellen ihre isolierende Funktion zumindest teilweise einbüßt und weiter, daß zur definierten Faltung die Polstermatte sehr materialintensiv und aufwendig anzubringen ist.

DE 199 49 888 A1 beschreibt ein Verdeck für ein Cabriolet mit einem flexiblen Verdeckbezug mit in einer aufgespannten Lage zumindest annähernd parallel zu der Fahrzeuglängsrichtung ausgerichteten seitlichen, annährend senkrechten Bereichen, wobei ein Verdeckgestänge mit einem Spriegel, einem Eckspriegel und einem Spannbügel den Verdeckbezug in der aufgespannten Lage spannt und in einer abgelegten Lage faltet. Der Verdeckbezug umfaßt einen flexiblen äußeren Verdeckbezug, an dessen Innenseite eine aufgeschäumte Kunststoffschicht von wenigen Millimetern Dicke aufgebracht ist, die im wesentlichen zur Wärmedämmung dient und daher die Innenseite des äußeren Verdeckbezugs möglichst vollständig abdecken soll. Die Kunststoffschicht ist nur bereichsweise unterbrochen bzw. in ihrer Dicke vermindert, um Faltlinien ausbilden zu können. Zwischen den seitlichen Bereichen und einem im wesentlichen horizontalen Dachbereich befinden sich Seitenbereiche, in denen der Verdeckbezug eine Krümmung aufweist. Nachteilig ist, daß die Kunststoffschicht in den Seitenbereichen und damit im Bereich der Krümmung ausgespart ist, so daß in den Seitenbereichen für eine definierte Faltenbildung nicht gesorgt ist. Nachteilig ist ferner, daß die Kunststoffschicht als Faltenwerter gerade in den kritischen Seitenbereichen kaum geeignet ist, daß die nicht unerhebliche Dicke der Kunststoffschicht im Vergleich zu dem Verdeckbezug bei der Faltung des Verdecks zu Platzproblemen führt, die gerade eine definierte Faltung verhindern. Nachteilig ist, daß im Bereich der verminderten Dicke der Kunststoffschicht die Faltenbildung durch die immer noch bestehende Verdickung des Verdeckstoffs erschwert wird. Wird die Kunststoffschicht im Bereich der Faltlinien ganz oder teilweise ausgespart, wird damit die Wärmedämmung der Kunststoffschicht verschlechtert und die Funktionalität der Kunststoffschicht deutlich reduziert. Eng aneinander anliegende Abschnitte der Kunststoffschicht behindern die Ablage des Verdeckbezugs, indem die durch die Kunststoffschicht verdickten Abschnitte des Verdeckbezugs nicht mehr gut aufeinander zu liegen kommen können. Wird dagegen der Abstand der Abschnitte der Kunststoffschicht zu groß, wird die Fähigkeit zur Wämedämmung der Kunststoffschicht insgesamt herabgesetzt. Nachteilig ist ferner, daß die Kunststoffschicht, sofern diese ausschließlich zur Erzwingung eines definierten Faltenwurfs vorgesehen sein soll, für diesen Zweck materialaufwendig ausgebildet und zeitraubend anzubringen ist.

DE 199 26 420 A1 beschreibt ein faltbares Verdeck für ein Cabriolet, an dessen äußeren und/oder inneren Verdeckbezug ein Antidröhnbelag vorgesehen ist, der das Verdeck möglichst vollständig überdeckt und zur Schalldämmung dient. Die Dicke des Antidröhnbelags ist stellenweise so weit reduziert, daß an Faltstellen die Faltbarkeit des Verdeckes gewährleistet ist. Auch hier ist nachteilig, daß der Antidröhnbelag gerade in den Seitenbereichen des Verdecks, wo eine nennenswerte Krümmung auftritt, gerade ausgespart ist, so daß in dem für die Faltenbildung kritischen Bereich der Krümmung gerade nicht für eine definierte Faltenbildung gesorgt ist. Nachteilig ist, daß auch bei reduzierter Dicke des Antidröhnbelags die Faltbarkeit des Verdecks an den Faltstellen herabgesetzt und die Dicke des Verdecks insgesamt erhöht wird, was unnötig ist, sofern es nur auf die definierte Faltung des Verdeckbezugs ankommt.

DE 299 22 552 U1 beschreibt ein faltbares Verdeck für ein Cabriolet, dessen Verdeck aus einem faltbaren, schußsicheren Material gebildet ist. Das Verdeck ist zusammenlegbar, zusammenfaltbar, zusammenklappbar oder zusammenrollbar, so daß keine Vorrichtung vorgesehen ist, die speziell eine definierte Faltung des Verdecks ermöglicht. Das schußsichere Material erhöht jedenfalls die Dicke des Verdeckbezugs erheblich.

DE 197 04 173 C1 beschreibt ein Verdeck für ein Cabriolet, an dessen Verdeckstoff Festelemente vorgesehen sind, die das Verdeck abschnittsweise versteifen. Die Festelemente sind an Enden des Verdeckstoffs vorgesehen, das Festelement im wesentlichen in der Mitte des Verdeckstoffs, so daß alle drei Festelemente dem biegsamen Verdeckstoff nach Art von Spriegeln eine definierte Gestalt aufprägen. Nachteilig ist, daß die Festelemente zwar dem aufgespannten Verdeck eine definierte Form geben, aber die zwischen den drei Festelementen gelegene Bereiche des Verdecks bei der Ablage des Verdecks keine definierte Faltenbildung erfahren.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verdeck nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, das auf einfache Weise eine sichere Faltenbildung insbesondere der Randbereiche des Verdeckbezuges gewährleistet.

Diese Aufgabe wird für das eingangs genannte Verdeck erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Ein Vorteil des Verdecks besteht darin, dass die Beschränkung der Zuordnung der flächigen Aussteifungselemente nur auf Abschnitte der Seitenbereiche und damit einen geringen Flächenanteil des Verdeckbezuges eine materialsparende Ausbildung bietet, wobei weiter vorteilhaft der Verdeckbezug in der abgelegten Lage insbesondere platzsparend gefaltet abzulegen ist. Die Falten sind nicht von den Aussteifungselementen überdeckt, so daß eine leichtgängige Faltung ohne zusätzlichen mechanischen Widerstand möglich ist.

Vorteilhaft ist weiter, dass die Aussteifungselemente den Seitenbereichen des Verdeckbezuges zugeordnet sind, um derart die von den Aussteifungselementen überdeckten Abschnitte der Seitenbereiche des Verdeckbezuges gegen eine unkontrollierte Faltung zu sichern und weiter in nicht von den Aussteifungselementen überdeckten Seitenbereichen des Verdeckbezuges eine definierte Faltung in einem Bereich zu bewirken, der durch das Verdeckgestänge nicht oder nur schwer in eine definiert gefaltete Lage überführbar ist.

Das Vorsehen von voneinander beabstandeten Aussteifungselementen weist den weiteren Vorteil auf, daß die Aussteifungselemente zusätzlich und ergänzend zu einer weiteren Dämmschicht vorgesehen sein können, so daß die Funktion der weiteren Dämmschicht, beispielsweise eine Wärme- oder Schalldämmung, ein Schutz des Innern des Fahrzeugs gegen Eindringen durch Auftrennen oder Durchschießen des Verdeckbezuges, unbeeinflußt bleibt und die Aussteifungselemente zusätzlich zu der weiteren Dämmschicht einen definierten Faltenwurf ermöglichen. Insbesondere kann die Dämmschicht durchgehend ausgebildet sein, während die Aussteifungselemente voneinander beabstandet und damit materialsparend voneinander angeordnet sein können.

Vorzugsweise weisen die abschnittsweise angeordneten flächigen Aussteifungselemente Kanten auf, die in Richtung der gewünschten Faltenbildung ausgerichtet sind, wobei sich bei der Ablage des Verdeckbezuges entlang der Kanten Falten bilden, die sich entlang der Kanten der flächigen Aussteifungselemente ausbreiten. Die Kanten führen dabei zumindest abschnittsweise die sich bei der Ablage des Verdeckbezuges ausbildenden Falten. Damit wird die Faltung, die insbesondere durch das Verdeckgestänge dem Verdeckbezug aufgeprägt ist, durch eine geeignete Anordnung der Aussteifungselemente vorteilhaft unterstützt.

Vorzugsweise sind die Kanten der Aussteifungselemente zumindest annähernd senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtet, so dass sich die bildenden Kanten ebenfalls zumindest annähernd senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung und damit in der durch das Verdeckgestänge geprägten Faltenbildung ausbreiten können. Dabei verlängert sich die durch das Verdeckgestänge dem Verdeckbezug aufgeprägte Faltenbildung durch die zwischen den Aussteifungselementen an den Seitenbereichen gelassenen Abstände bis zum Rand des Verdeckbezuges.

Vorzugsweise weisen die Aussteifungselemente eine Erstreckung in Fahrzeuglängsrichtung auf, so dass die durch die Kanten der Aussteifungselemente bewirkten Falten voneinander beabstandet sind. Damit wird die Gefahr verringert, dass benachbarte Falten zu eng aneinander liegen und über die Breite des Verdeckstoffs hinweg ineinander laufen. Weiter setzen sich die flächig versteiften Abschnitte der Seitenbereiche, insbesondere bei einer symmetrischer Anordnung der Aussteifungselemente bezüglich der Fahrzeuglängsrichtung, über den Verdeckbezug zumindest teilweise fort, so daß sich für die zwischen den Aussteifungselementen befindenden Bereiche des Verdeckbezuges die Gefahr der Bildung von Knicken bei der Faltung zumindest herabgesetzt wird.

In einer günstigen, die vorerwähnten Vorteile integrierende Ausgestaltung weisen die Aussteifungselemente eine zumindest annähernd rechteckige Form auf, wobei wenigstens eine der Kanten sich zumindest annähernd senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung erstreckt. Zusätzlich ist günstig, wenn die Aussteifungselemente abgerundete Ecken aufweisen, die sich andernfalls durch den Verdeckbezug abzeichnen bzw. an dem Verdeckbezug scheuern und diesen beschädigen könnten. Günstigerweise decken die dem Verdeckbezug zugeordneten und besonders vorteilhaft in bzw. an einer Dämmlage des Verdeckbezugs angebrachten Aussteifungselemente maximal ca. 10 % der Fläche des gesamten Verdeckbezuges ab.

Vorzugsweise sind die Aussteifungselemente symmetrisch zu der Fahrzeuglängsrichtung angeordnet, so dass die sich bildenden Falten quer zu der Fahrzeuglängsrichtung und damit zu der bevorzugten Faltungsrichtung erstrecken und insbesondere die von zwei gegenüberliegenden Aussteifungselementen gebildeten Falten zumindest annähernd in der Mitte des Verdeckbezuges treffen.

Für eine Faltenbildung ist günstig, wenn die Aussteifungselemente in Fahrzeuglängsrichtung beabstandet sind, wobei ein zu geringer Abstand zweier benachbarter Aussteifungselemente, beispielsweise bei unmittelbar aneinander angrenzende Aussteifungselemente, ein Umbiegen des Verdeckbezuges bei der Faltung behindert, wogegen ein zu weiter Abstand der Aussteifungselemente in Fahrzeuglängsrichtung eine nicht mehr linienartige, sondern flächig und damit schlecht definierte Falte bewirkt. Vorzugsweise beträgt der Abstand ein Mehrfaches, insbesondere ein ca. 3-faches der Dicke des Verdeckbezuges.

Verdeckbezüge weisen in den Seitenbereichen quer zu der Fahrzeuglängsrichtung eine Krümmung auf. Dabei ist für die Aussteifungselemente vorteilhaft, wenn diese sich quer zur Fahrzeuglängsrichtung zumindest annähernd entlang der Krümmung des Verdeckbezuges erstrecken, was den Vorteil bietet, dass gerade der gekrümmte Bereich des Verdeckbezuges, der bei der Faltung durch das Verdeckgestänge nur schlecht gesteuert wird, durch die Aussteifungselemente eine sichere Faltung erhält. Weiter vermeidet eine Anordnung der Aussteifungselemente an der Krümmung des Verdeckbezuges ein Abzeichnen des die Seitenbereiche stützenden Verdeckgestänges durch den Verdeckbezug sowie ein Anliegen und Scheuern des Verdeckbezuges an dem Verdeckgestänge. Durch das Vorsehen von Aussteifungselementen kann das Verdeckgestänge kürzer und damit mit einfacherer Geometrie ausgebildet werden. Zusätzlich ist vorteilhaft, daß bei aufgespanntem Verdeckbezug die Aussteifungselemente den Verdeckbezug zumindest abschnittsweise formstabil halten und damit optisch ansprechend stabilisieren.

Insbesondere bei einem Verdeckbezug mit starker randseitiger Krümmung, bei welcher in der aufgespannten Lage des Verdeckbezuges dieser die Teile des Verdeckgestänges seitlich umgreift, ist eine Anordnung der Aussteifungselemente zumindest überwiegend außerhalb von einander zugewandten Teilen des Verdeckgestänges vorteilhaft, weil für Verdeckbezüge mit starker randseitiger Krümmung eine Mitführung des Verdeckbezuges an den Seitenbereichen durch das Verdeckgestänge bei der Ablage des Verdeckbezuges besonders gering ausgeprägt ist und ebenso deshalb, weil an den Seitenbereichen der Verdeckbezug besonders anfällig für eine unkontrollierte Faltung ist.

Die Aussteifungselemente bestehen vorzugsweise aus einem biegsamen Material und sind beispielsweise als Zuschnitte aus Kunststoffolie oder als Formteile ausgebildet, so daß sie sich der Krümmung des Verdeckstoffs formlich anpassen können, ohne ihre Funktion bei der Faltung der Seitenbereiche des Verdeckstoffs zu verlieren.

Umfaßt der Verdeckbezug eine Dämmlage, sind vorzugsweise die Aussteifungselemente an der Dämmlage bzw. innerhalb der Dämmlage anzubringen. Dabei lassen sich die Aussteifungselemente bei der Herstellung der Dämmlage bereits anbringen und sind bei der lagerichtigen Anordnung der Dämmlage an den verbleibenden Verdeckbezug auf einfache, reproduzierbare Weise ohne zusätzlichen Aufwand bei der Montage der Dämmlage anzubringen. Weiter ist damit sichergestellt, daß sich die angebrachten Aussteifungselemente nicht durch den Verdeckbezug abzeichnen. Vorteilhaft ist ebenfalls, wenn ein Teil des die Dämmlage bildenden Materials von im allgemeinen voluminöser, weicher, komprimierbarer Konsistenz durch lokale Verfestigung, beispielsweise durch Ausgießen mit einem Harz, versteift wird, so daß die Aussteifungselemente Bestandteil der Dämmlage sind.

Umfaßt das Verdeckgestänge quer zu der Fahrzeuglängsrichtung gerichtete Spriegel, die in der aufgespannten Lage einen Fahrgastraum übergreifen und den Verdeckbezug über den Fahrgastraum abstützen, bewirken vor allem die Spriegel bei der Ablage des Verdeckbezuges die Faltung insbesondere in einem mittleren Bereich zwischen den Seitenbereichen des Verdeckbezuges.

Vorzugsweise sind eines oder mehrere der Aussteifungselemente abschnittsweise entlang eines der Spriegel seitlich angeordnet. Eine Anordnung der Aussteifungselemente in Richtung des Spriegels bewirkt dabei vorteilhaft eine Fortsetzung der durch den Spriegel bei der Ablage aufgeprägten Faltung des Verdeckbezuges in Richtung auf die von dem Spriegel nur gering unterstützten Seitenbereiche des Verdeckbezuges. Die Erstreckung in Fahrzeuglängsrichtung der seitlich entlang des Spriegels angeordneten Aussteifungselemente bietet den Vorteil, daß sich bei aufgespanntem Verdeck der Spriegel weniger durch den Verdeckstoff abzeichnet. Zusätzlich lassen sich Druckstellen der Spriegel an dem Verdeckstoff zumindest verringern.

Alternativ oder ergänzend hierzu bietet eine Anordnung von zwei oder mehr Aussteifungselementen zwischen zwei benachbarten Spriegeln den Vorteil, zusätzlich zu den durch die Spriegel bewirkten Falten weitere, durch die Aussteifungselemente unterstütze Falten vorzusehen, so daß sich der Verdeckbezug mit zusätzlichen Falten und daher platzsparender ablegen läßt. Die zwischen den benachbarten Spriegeln angeordneten Aussteifungselemente haben den weiteren Vorteil, in der aufgespannten Lage des Verdeckbezuges den zwischen den Spriegeln befindlichen und nur wenig abgestützten Bereich des Verdeckbezuges zu stabilisieren und bei der Ablage dieses Bereiches die Bildung von Knicken oder unerwünschten Falten zumindest zu unterdrücken.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

1 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verdecks mit einem Verdeckbezug in einer aufgespannten Lage.

1 zeigt einen Verdeckbezug 1 eines Verdecks eines Cabriolets, der einen ersten Bereich 2 und einen zweiten, entgegen die übliche Fahrtrichtung nach hinten stark abfallenden Bereich 3 umfasst. Der zweite Bereich 3 des Verdeckbezuges weist eine Aussparung 4 auf, die eine nicht dargestellte Heckscheibe aufnimmt. Ein äußerer Verdeckbezug 5 überdeckt einen Frontspriegel 6, den ersten Bereich 2, sowie den zweiten Bereich 3, letzteren unter Auslassung der Aussparung 4. Der äußere Verdeckbezug 5 ist von einer Dämmlage 7 unterfüttert, die – an dem Frontspriegel 6 ansetzend – den ersten Bereich 2 und den zweiten Bereich 3 des Verdeckbezuges 1 untergreift.

In der in 1 dargestellten aufgespannten Lage des Verdeckbezuges 1 ist dieser durch ein Verdeckgestänge 30 abgestützt. Das Verdeckgestänge 30 umfasst dabei die in 1 andeutungsweise dargestellten seitlichen Lenkerketten 8, die spiegelsymmetrisch zu einer Fahrzeuglängsrichtung 9 angeordnet sind. Das Verdeckgestänge 30 umfasst ferner einen ersten Spriegel 10 und einen zweiten Spriegel 11, die beide an der Lenkerkette 8 angebracht sind und quer zu der Fahrzeuglängsrichtung 9 einen nicht weiter dargestellten Fahrgastraum übergreifen.

Der zwischen den Lenkerketten 8 aufgenommene mittlere Bereich 12 des ersten Bereiches 2 des Verdeckbezuges 1 ist in der in 1 dargestellten aufgespannten Lage des Verdeckes annähernd horizontal ausgerichtet. An die Berandung 13 des Verdeckbezuges 1 schließen sich Seitenbereiche 14 und 15 an. Zwischen den Lenkerketten 8 sowie der Berandung 13 des Verdeckbezuges fällt der Verdeckbezug, insbesondere auch an den Seitenbereichen 14 und 15, seitlich ab. In einem Querschnitt senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung 9, ausgehend von der Darstellung in 1 beispielsweise entlang des ersten Spriegels 10 oder des zweiten Spriegels 11, zeigt der Verdeckbezug 1 zwischen den Längslenkern 8 und der Berandung 13 und damit auch in den Seitenbereichen 14 und 15 eine Krümmung.

An dem Seitenbereich 14 des ersten Bereiches 2 des Verdeckbezuges 1 sind flächige Aussteifungselemente 16, 17, 18 und 19 angebracht. Bezüglich der Fahrzeuglängsrichtung 9 zu diesen symmetrisch sind an dem Seitenbereich 15 Aussteifungselemente 20, 21, 22 und 23 angeordnet. Die Aussteifungselemente 16 bis 23 sind dabei entlang der Krümmung des Verdeckbezuges 1 und damit zumindest annähernd seitlich an dem Verdeckbezug 1 angebracht. In der in 1 dargestellten aufgespannten Lage des Verdeckbezuges 1 sind die Aussteifungselemente 16 bis 23 damit zumindest überwiegend außerhalb von einander zugewandten Teilen des Verdeckgestänges 30, speziell der Lenkerketten 8, angeordnet, wie insbesondere ein gedachter Querschnitt durch den ersten Bereich 2 des dargestellten Verdeckbezuges 1 veranschaulicht.

Die Aussteifungselemente 16 bis 23 sind als Zuschnitte von jeweils annähernd identischen Abmessungen aus einer Polypropylenfolie von ca. einem Millimeter Dicke ausgeführt und weisen eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken auf. Die Aussteifungselemente 16 bis 23 sind an dem äußeren Verdeckbezug 5 jeweils durch Kleben beziehungsweise Nähen befestigt. Die Aussteifungselemente 16, 17 und 20, 21 sind dabei bis auf 20 mm an die Berandung 13 des Verdeckbezuges 1 angeordnet, wobei die Berandung 13 ein nicht dargestelltes Einfaßband aufweist. Eine noch nähere Anordnung der Aussteifungselemente 16, 17, 20 und 21 an die Berandung 13 wird vermieden, weil die Befestigung des Einfaßbandes beschädigt werden könnte und der Verdeckbezug 1 Dichtungsprobleme aufweisen könnte.

Die rechteckigen flächigen Aussteifungselemente 16 bis 23 weisen lange Kanten 16a, 16b; 17a, 17b; 18a, 18b; 19a, 19b; 20a, 20b; 21a, 21b; 22a, 22b; 23a und 23b auf, die jeweils zumindest annähernd senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung 9 gerichtet sind.

Zwischen der Kante 16b des Aussteifungselementes 16 und der Kante 17a des Aussteifungselementes 17 ist ein Abschnitt 24 des Seitenbereiches 14 des Verdeckbezuges 1 angeordnet. Zu diesem Abschnitt 24 symmetrisch ist ein Abschnitt 25 zwischen der Kante 20b des Aussteifungselementes 20 und der Kante 21a des Aussteifungselementes 21 an dem gegenüberliegenden Seitenbereich 15 angeordnet. Die Abschnitte 24 und 25 sind jeweils mit dem ersten Spriegel 10 im wesentlichen fluchtend ausgerichtet. Weiter sind ein Abschnitt 26 zwischen der Kante 18b des Aussteifungselementes 18 und der Kante 19a des Aussteifungselementes 19 des Seitenbereiches 14 sowie ein Abschnitt 27 zwischen der Kante 22b des Aussteifungselementes 22 und der Kante 23a des Aussteifungselementes 23 des Seitenbereiches 15 erkennbar, die beide in Richtung des zweiten Spriegels 11 orientiert sind. Die Erstreckung der Abschnitte 24, 25, 26 und 27 in Fahrzeuglängsrichtung 9 ist jeweils deutlich geringer als die Erstreckung der Aussteifungselemente 16 bis 23 quer zu der Fahrzeuglängsrichtung 9 und beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. ein Drittel bis die Hälfte der Erstreckung der Aussteifungselemente 16 bis 23 quer zu der Fahrzeuglängsrichtung 9. Die Aussteifungselemente 16 bis 23 sind jeweils seitlich an einem der Spriegel 10 bzw. 11 angeordnet und erstrecken sich zumindest abschnittsweise entlang der Richtung des jeweiligen Spriegels 10 bzw. 11.

Zwischen der Kante 17b des Aussteifungselementes 17 und der Kante 18a des Aussteifungselemtes 18 des Seitenbereiches 14 ist ein Abschnitt 28 angeordnet. Ebenfalls erkennbar ist zwischen der Kante 21b des Aussteifungselementes 21 und der Kante 22a des Aussteifungselementes 22 des Seitenbereiches 15 ein Abschnitt 29 des Verdeckbezuges 1. Die Erstreckung der Abschnitte 28 und 29 in Fahrzeuglängsrichtung 9 beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. 30 mm und entspricht damit zumindest annähernd der Erstreckung der Aussteifungselemente 16 bis 23 in Fahrzeuglängsrichtung 9, ist aber größer als die Erstreckung der Abschnitte 24 bis 27 in Fahrzeuglängsrichtung 9. Den Abschnitten 28 und 29 entspricht kein Spriegel, in dessen Flucht sie angeordnet sind.

Die Erfindung funktioniert nun wie folgt:

Ausgehend von der in 1 dargestellten aufgespannten Lage des Verdeckbezuges 1 wird bei der Ablage des Verdeckes die den Verdeckbezug straffende Spannung aufgehoben. Dazu wird der Frontspriegel 6 stärker als der erste Spriegel 10 und dieser mehr als der zweite Spriegel 11 angehoben und die Spriegel 6, 10 und 11 insgesamt rückwärtig verlagert. Der flexible Verdeckbezug hängt dabei insbesondere zwischen den Spriegeln 6, 10 und 11 leicht durch.

Die Spriegel 10 und 11 prägen insbesondere dem an diese unmittelbar angrenzenden Teilen des mittleren Bereiches 12 des Verdeckbezuges 1 jeweils eine nach oben bzw. außen gerichtete Falte auf. Die jeweilige Falte kann sich nicht in die durch die Aussteifungselemente 16 bis 23 überdeckten Teile der Seitenbereiche 14 bzw. 15 des Verdeckbezuges 1 fortsetzen. Statt dessen verlängern sich die durch die Spriegel 10 bzw. 11 aufgeprägten Falten in die Abschnitte 24 und 25 bzw. 26 und 27 der Seitenbereiche 14 bzw. 15 des Verdeckbezuges 1, so daß sich die durch die Spriegel 10 bzw. 11 dem mittleren Bereich 12 des Verdeckbezuges 1 aufgeprägten Falten jeweils bis an die Berandung 13 des Verdeckbezuges 1 fortsetzen. Damit ergibt sich eine über die gesamte Breite des Verdeckbezuges 1 durchgängige Faltung.

Die Erstreckung des Abschnittes 24 in Fahrzeuglängsrichtung 9 bewirkt eine leichtgängige, annähernd parallel zu den Kanten 16b und 17a ausgerichtete Faltung, wobei in der abgelegten Lage des Verdeckbezuges 1 die von den Aussteifungselementen 16 und 17 überdeckten Teile des Verdeckbezuges 1 zumindest annähernd übereinander zu liegen kommen. Entsprechendes gilt für die Abschnitte 25, 26 und 27.

Zwischen gegenüberliegenden Aussteifungselementen, beispielsweise zwischen den Aussteifungselementen 16 und 20, wird die Bildung von Knicken bzw. unerwünschten Falten in dem mittleren Bereich 12 des Verdeckbezugs 1 zumindest unterdrückt.

Zusätzlich zu den von den Spriegeln 10 bzw. 11 aufgeprägten Falten bildet sich zwischen den Abschnitten 28 und 29 zumindest an den Seitenbereichen 14 und 15 eine weitere Falte aus. Wird der erste Spriegel 10 angehoben und die Spannung in dem Verdeckbezug aufgehoben, wird bei dem Aussteifungselement 17 die Kante 17a gegenüber der Kante 17b angehoben. Ein Anheben des zweiten Spriegels 11 bewirkt ein Anheben der Kante 18b gegenüber der Kante 18a des Aussteifungselementes 18. Der zwischen den Kanten 17b und 18a angeordnete Abschnitt 28 wird dabei nach unten gekrümmt und bildet bei der Ablage des Verdeckbezuges 1 eine nach hinten, entgegen der Fahrtrichtung weisende Falte, die auf dem Seitenbereich 14 von der Kante 17b und der Kante 18a geführt wird. Entsprechend bildet sich in dem Abschnitt 29 zwischen den Aussteifungselementen 21 und 22 eine von den Kanten 21b und 22a geführte Falte auf. Die gegenüberliegenden Falten setzen sich über die Breite des Verdeckbezuges 1 fort und bilden eine gemeinsame Falte, deren Lage durch die Anordnung der Aussteifungselemente 17, 18 und 21, 22 bestimmt ist.

Eine weitere Faltenbildung entlang der Kanten 16a und 20a ist unterdrückt, weil der an dem Frontspriegel 6 anliegende Verdeckbezug 1 dort straft gehalten ist. Allerdings setzen die Aussteifungselemente 16 und 20 die Straffung des Verdeckbezuges 1 teilweise über die Breite des Verdeckbezuges 1 fort, so daß bei der Ablage die Bildung von Knicken verhindert wird.

Bei dem abgelegten Verdeckbezug 1 kommen Abschnitte des zweiten Spriegels 11 zumindest teilweise auf Teilen der Aussteifungselemente 19 und 23 zu liegen. Die Aussteifungselemente 19 und 23 krümmen sich dabei und umgreifen den zweiten Spriegel 11 abschnittsweise. Auf diese Weise setzt sich ebenfalls die von dem zweiten Spriegel 11 bewirkte Faltung des Verdeckbezuges auf die Seitenbereiche 14 und 15 fort. Damit tragen die Kanten 19a, 19b sowie 23a und 23b nicht zur Bildung einer weiteren Falte bei, jedoch verhindern die Aussteifungselemente 19 und 23 zu starkes Andrücken des zweiten Spriegels 11 auf den Verdeckstoff 1, was diesen auf Dauer beschädigen könnte.

Die Erfindung wurde vorstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das acht Aussteifungselemente 16 bis 23 vorsieht, die spiegelsymmetrisch zu einer Fahrzeuglängsachse bzw. der Fahrzeuglängsrichtung 9 angeordnet sind. Es versteht sich, daß bei einem anderen Faltenwurf eine entsprechend andere Anordnung der Aussteifungselemente vorzusehen ist.

Anstelle von Aussteifungselementen 16 bis 23 als Polypropylenzuschnitte können andere Materialien vorgesehen sein, beispielsweise Pappe, dünnes Blech oder andere Kunststoffe.

Die Befestigung der Aussteifungselemente 16 bis 23 an der Innenseite des äußeren Verdeckbezuges 5 ist ebenfalls nicht zwingend. Alternativ hierzu können die Aussteifungselemente 16 bis 23 an der Dämmlage 7 befestigt bzw. innerhalb der Dämmlage 7 aufgenommen sein. Weiter ist möglich, daß die Aussteifungselemente integraler Bestandteil der Dämmlage sind, beispielsweise, indem das weiche, flexible und voluminöse Material der Dämmlage abschnittsweise versteift wird, zum Beispiel durch Anbringen von Lacken, Harzen oder ähnlichen Substanzen, die die Dämmlage an der Oberfläche bzw. in dem Volumen durchsetzen und dann erstarren. Bei der Herstellung der Dämmlage kann dann eine Schablone vorgesehen sein, die die Lage und Form der zu schaltenden Aussteifungselemente vorzeichnet, so daß die Aussteifungselemente nicht mehr nachträglich anzubringen sind, sondern in einem einfachen Verfahrensschritt herstellbar sind.

Das Ausführungsbeispiel zeigt zwar Aussteifungselemente 16 bis 23, die sich auf die Seitenbereiche 14 und 15 des Verdeckbezuges 1 beschränken, es versteht sich aber, daß die Aussteifungselemente sich über die gesamte Breite des Verdeckbezuges erstrecken können, wobei einzelne oder alle der Aussteifungselemente die Seitenbereiche miteinander verbinden.

Es ist weiter klar, daß die Steuerung des Verdeckbezuges durch Zugbänder durch die Anordnung der Aussteifungselemente nicht unbedingt ersetzt wird, sondern vorteilhaft ergänzt ist. Zugbänder können zusätzlich vorgesehen sein und beispielsweise an den Aussteifungselementen und damit indirekt an dem Verdeckbezug befestigt sein, so daß ein Durchprägen der Befestigung der Zugbänder durch den Verdeckbezug zumindest unterdrückt wird.

Die Erfindung wurde vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, bei dem acht Aussteifungselemente 16 bis 23 vorgesehen waren. Es versteht sich aber, die Zahl der Aussteifungselemente variabel sein kann und abhängig beispielsweise von der Anzahl der Spriegel, dem Abstand der Spriegel untereinander sowie der in dem abgelegten Stellung des Verdecks gewünschten Anzahl und Lage der Falten gewählt werden kann.

In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel hatten die Aussteifungselemente 16 bis 23 annähernd identische Abmessungen. Es ist aber klar, daß sich ein weiterer Freiheitsgrad bei der Gestaltung des Faltenwurfs des Verdecks dadurch ergibt, die Abmessungen der einzelnen Aussteifungselemente auf einen als ideal betrachteten Faltenwurf hin zu optimieren, wobei dann nicht mehr alle Aussteifungselemente annähernd identische Abmessungen aufweisen müssen.

Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel waren die Aussteifungselemente 19 und 23 dem zweiten Spriegel 11 derart zugeordnet, daß in der abgelegten Stellung des Verdecks 1 die Aussteifungselemente 19 und 23 nicht zur Ausbildung einer weiteren Falte beitragen, sondern ein zu festes Anliegen des zweiten Spriegels 11 an dem Verdeckstoff derart verhindern, daß sie den zweiten Spriegel 11 abschnittsweise umgreifen. Es versteht sich, daß auf derartige Aussteifungselemente ggf. verzichtet werden kann. Alternativ hierzu ist möglich, die Aussteifungselemente 19 bzw. 23 mit den benachbarten, die Bildung einer Flaggenleine bewirkenden Aussteifungselemente wie den Aussteifungselementen 18 und 22 in dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel einteilig auszubilden.

Die in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehenen Aussteifungselemente 16 bis 23 waren als Zuschnitte einer ca. 1 mm dicken Polypropylenfolie ausgebildet. Es versteht sich, daß die Dicke der Aussteifungselemente sowie die Wahl des Materials in Abhängigkeit von den mechanischen Eigenschaften des Verdeckstoffs zu treffen ist, insbesondere in Abhängigkeit von dem mechanischen Widerstand, den das Material des Verdeckstoffs einer Faltenbildung entgegensetzt. Bei einem leicht faltbaren Verdeck, beispielsweise einem Verdeck ohne oder nur mit einer dünnen Dämmlage bzw. mit einer dünnen äußeren Verdecklage, kann die Dicke der Aussteifungselemente deutlich unter ca. 1 mm bleiben. Entsprechend kann bei einem Verdeck, das einer Faltenbildung einen hohen Widerstand entgegensetzt, beispielsweise wenn das Verdeck mit einer dicken Dämmlage ausgestattet ist, günstig oder notwendig sein, Aussteifungselemente aus Polypropylenfolie mit einer Dicke von deutlich über 1 mm bzw. mehrlagige Aussteifungselemente aus einer dünnen Folie vorzusehen. Alternativ hierzu können in diesem Fall Aussteifungselemente aus einem anderen, steiferen Material als Polypropylenfolie bzw. Kunststoffformteile anstelle von Kunststofffolienzuschnitten günstig erscheinen.


Anspruch[de]
Verdeck für ein Cabriolet, umfassend

einen flexiblen Verdeckbezug (1) mit in einer aufgespannten Lage zumindest annähernd parallel zu einer Fahrzeuglängsrichtung (9) der Fahrzeugkarosserie ausgerichteten Seitenbereichen (14, 15); und

ein Verdeckgestänge (30), das den Verdeckbezug (1) in der aufgespannten Lage spannt und in einer abgelegten Lage faltet, wobei der Verdeckbezug (1) in Seitenbereichen (14, 15) quer zu der Fahrzeuglängsrichtung (9) eine Krümmung aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

daß Abschnitten der Seitenbereiche (14, 15) flächige Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) zugeordnet sind,

daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) sich quer zur Fahrzeuglängsrichtung (9) zumindest annähernd entlang der Krümmung des Verdeckbezuges (1) erstrecken,

daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) in Fahrzeuglängsrichtung (9) beabstandet angeordnet sind, und

daß der Abstand benachbarter Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) ein Mehrfaches der Dicke des Verdeckbezuges (1) beträgt.
Verdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kanten (16a, 16b, 17a, 17b, 18a, 18b, 19a, 19b, 20a, 20b, 21a, 21b, 22a, 22b, 23a, 23b) der Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) zumindest annähernd senkrecht zu der Fahrzeuglängsrichtung (9) ausgerichtet sind. Verdeck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) symmetrisch zu der Fahrzeuglängsrichtung (9) angeordnet sind. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) maximal ca. 10 % der Fläche des Verdeckbezuges einnehmen. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) ein ca. 3-faches der Dicke des Verdeckbezuges (1) beträgt. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) eine Erstreckung in Fahrzeuglängsrichtung (9) aufweisen, und daß die Erstreckung ein Mehrfaches, vorzugsweise ein ca. 3-faches der Dicke des Verdeckbezuges (1) beträgt. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdeckgestänge (30) quer zu der Fahrzeuglängsrichtung (9) gerichtete Spriegel (10, 11) umfaßt, und daß in der aufgespannten Lage die Spriegel (10, 11) einen Fahrgastraum übergreifen. Verdeck nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der Aussteifungselemente (16, 17, 20, 21; 18, 19, 22, 23) abschnittsweise entlang eines der Spriegel (10; 11) angeordnet ist. Verdeck nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Aussteifungselemente (17, 18, 21, 22) zwischen benachbarten Spriegeln (10, 11) angeordnet sind. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) aus biegsamen Material, vorzugsweise aus Kunststoff, ausgebildet sind. Verdeck nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) aus einer Polypropylenfolie gebildet sind, und daß die Polypropylenfolie eine Dicke von ca. 1 mm aufweist. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) zumindest annähernd rechteckige Form aufweisen. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) abgerundete Ecken aufweisen. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdeckbezug (1) eine Dämmlage (7) aufweist, und daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) an der bzw. in der Dämmlage (7) angebracht sind. Verdeck nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23) in der aufgespannten Lage des Verdeckbezuges (1) zumindest überwiegend außerhalb von einander zugewandten Teilen, insbesondere Lenkerketten (8) des Verdeckgestänges (30) angeordnet sind.






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