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Dokumentenidentifikation DE102004019395B4 16.05.2007
Titel Drainagevorrichtung zum Einbau in das Erdreich
Anmelder Hewitech GmbH & Co. KG, 48607 Ochtrup, DE
Erfinder Hewing, Bernd, 48607 Ochtrup, DE;
Dirkskötter, Frank, 48607 Ochtrup, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 19.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004019395
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse E02B 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Drainagevorrichtung zum Einbau in das Erdreich.

Eine derartige Drainagevorrichtung ist durch die DE 25 21 374 A1 bekannt.

Zum Auffangen von Oberflächenwasser, wie beispielsweise Regenwasser auf gegenüber dem Untergrund versiegelten Flächen wie Parkplätzen, Fahrbahnen, Flughafenlandebahnen und -vorfeldern ist es bekannt, im Erdreich Hohlräume vorzusehen. Dabei verwendet man Kunststoff-Kastenelemente, die perforierte Seitenwände aufweisen und eine ausreichende Stabilität gegenüber dem allseits anstehenden Erdreichdruck gewährleisten. Grundsätzlich soll das gesammelte Regenwasser im Erdreich versickern. Damit sich die Erdreich-Einbauelemente nicht zusetzen, wird im Regelfall ein Vliesmaterial (sogenanntes Geotextil) um die Anordnung der Elemente herum gelegt. Ein Nachteil der Kastenelemente ist, dass sie keinerlei Strukturen im Innern der Seitenwände aufweisen, was unter dem Gesichtspunkt der Oberflächenvergrößerung bei der Abführung des gesammelten Wassers von Vorteil ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Herstellung der Erdreich-Einbauelemente auf an sich bekannte Komponenten zurückzugreifen, um die Herstellung dieser Einbauelemente zu vereinfachen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Drainagevorrichtung zum Einbau in das Erdreich vorgeschlagen, die versehen ist mit

  • – indestens einem Stapel aus einer Vielzahl von wellenförmigen Kunststofffolien, die zwischen sich, sich vorzugsweise kreuzende, Kanäle bilden und
  • – mehreren auf Druck beanspruchbaren Druckstäben, die sich quer zu den Erstreckungsebenen der Kunststofffolien durch den Stapel erstrecken und in Öffnungen der Kunststofffolien geführt sind.

Der erfindungsgemäße Ansatz besteht darin, als Erdreich-Einbauelement ein Element zu verwenden, wie es für den Einbau in Kühltürmen als Wärmetauscher bereits Anwendung findet. Derartige Kühlturmeinbauelemente sind beispielsweise aus DE 198 19 945 A1 und DE 197 33 480 A1 bekannt. Diese bekannten Einbauelemente umfassen übereinander gestapelte einzelne Kunststofffolien, die wellenförmig ausgebildet sind. Vorzugsweise verlaufen die Wellen winklig sowohl zu den Längs- als auch Querrändern der Folienplatten. Durch wechselweises Verdrehen benachbarter Kunststofffolien entstehen somit sich kreuzende Kanäle. Andere wellenförmige Kunststofffolienplatten sind ebenfalls einsetzbar.

Die Kunststofffolien können entweder durchgängig geschlossen oder perforiert sein. Letzteres wird bevorzugt, wobei die Kunststofffolie als Gittermatte ausgebildet ist.

Die Anordnung mehrerer derartiger Kunststofffolien nebeneinander als Stapel, der auf der Seite liegend im Erdreich angeordnet wird, hat den Vorteil, dass die Pakete begehbar und in der Ebene der Erstreckung der Folien in Vertikalrichtung äußerst druckstabil sind. Allerdings sind sie anfällig gegenüber Seitendruck.

Nach der Erfindung werden daher durch die Stapel von Folien mehrere Druckstäbe geführt, die druckstabil sind. Diese Druckstäbe sind in Öffnungen der Folien geführt, die dafür sorgen, dass es bei Druckbeanspruchung, wie es bei Seitendruck der Fall ist, nicht zu einer Verformung der Druckstäbe kommt. Die Druckstäbe weisen vorteilhafterweise möglichst großflächige Endstücke auf, die den Seitendruck aufnehmen und in die Druckstäbe einleiten und somit die Seitendruckstabilität des Pakets sicherstellen.

Vorteilhafterweise sind die Druckstäbe an ihren Enden mit Endstücken versehen, die eine zu einer Vertiefung der Wellenform der Kunststofffolie im wesentlichen komplementäre Form aufweisen. Mit anderen Worten "verschwinden" die Endstücke in den Vertiefungen der außen liegenden Kunststofffolien. In Abhängigkeit von der Dichte der Druckstabanordnung ist das Paketmehr oder weniger seitendruckstabil.

Bei der Anwendung als Drainagevorrichtung werden zumeist mehrere der zuvor genannten Pakete bzw. Kunststofffolienstapel nebeneinander liegend verwendet. Die Kunststofffolien sind dabei im wesentlichen vertikal angeordnet. An benachbarten Enden der Stapel liegen diese aneinander, wobei die Druckstäbe benachbarter Stapel ebenfalls mit ihren Endstücken aneinander liegen. Damit kommt es zu einer horizontalen Druckübertragung über die Druckstäbe durch mehrere Stapel hindurch.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:

1 eine perspektivische und schematische Darstellung eines Erdreich-Einbauelementes und

2 einen Schnitt durch einen Stapel von Kunststofffolien eines Erdreich-Einbauelements gemäß 1 zur Verdeutlichung der Anordnung der Druckstäbe.

In 1 ist ein Einbauelement 10 gezeigt, wie es für die erfindungsgemäße Drainagevorrichtung Verwendung findet. Dieses Einbauelement 10 weist eine Vielzahl von aufeinander gestapelten wellenförmigen Kunststofffolien 12 auf, die schräg zu den Rändern verlaufende Wellenformen aufweisen, welche schräg verlaufende Erhebungen 14 und schräg verlaufende Vertiefungen 16 aufweisen. Durch wechselweise verdrehte Kunststofffolien 12 bilden sich sich kreuzende Kanäle zwischen benachbarten Kunststofffolien. Das Einbauelement 10 liegt mit einer seiner durch die Längsränder der Kunststofffolien 12 gebildeten Seite auf dem Erdreich-Untergrund auf. In dieser Lage weist das Einbauelement 10 eine äußerst hohe Stabilität gegen Drücke von oben auf, wie sie durch das über dem Einbauelement 10 befindliche Erdreich je nach dessen Höhe erzeugt werden können.

Die Kunststofffolien 12 werden, wie in 1 und 2 gezeigt, durch Druckstäbe 18 gegen ein Zusammendrücken stabilisiert. Jeder Druckstab 18 weist einen Schaft 20 auf, an dessen beiden Enden Kopfstücke 24, 26 angeordnet sind. Wie zu erkennen ist, ist der Schaft 20 durch mehrere miteinander fluchtende Öffnungen 28 in den einzelnen Kunststofffolien 12 hindurchgeführt. Bei Ausübung eines axialen Drucks, wie dies bei Seitendruck auf das im Erdreich eingebrachte Einbauelement 10 der Fall ist, verhindert die Führung des Schafts 12 jedes Druckstabes 18 dessen Verbiegung. Die Endstücke 24, 26 sind im wesentlichen komplementär zur Wellenform der Kunststofffolien 12 geformt. Sie können verrastend oder auf andere Weise kraftschlüssig mit den Enden des Schafts 20 verbunden sein.

Die Kunststofffolien 12 können geschlossen oder perforiert sein. Im letztgenannten Fall werden als Folien Kunststoffgittermatten eingesetzt.


Anspruch[de]
Drainagevorrichtung zum Einbau in das Erdreich mit

– mindestens einem Stapel aus einer Vielzahl von wellenförmigen Kunststofffolien (12), die zwischen sich, sich vorzugsweise kreuzende, Kanäle bilden, und

– mehreren auf Druck beanspruchbaren Druckstäben (18), die sich quer zu den Erstreckungsebenen der Kunststofffolien (12) durch den Stapel erstrecken und in Öffnungen (28) der Kunststofffolien (12) geführt sind.
Drainagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolien (12) als Gittermatten ausgebildet sind. Drainagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstäbe (18) an ihren Enden Endstücke (24, 26) aufweisen, die eine zu einer Vertiefung (16) der Kunststofffolie (12) im wesentlichen korrespondierende Form, insbesondere Trapezform, aufweisen. Drainagevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der beiden Endstücke (24, 26) als getrenntes Teil vorliegt und kraftschlüssig, insbesondere rastend, mit dem übrigen Teil des Druckstabes (18) verbunden ist. Drainagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Stapel mit den die Enden der Druckstäbe (18) aufweisenden Seiten aneinanderliegend vorgesehen sind.






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