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Dokumentenidentifikation DE102005000152A1 16.05.2007
Titel Tragwalzen-Wickelmaschine und Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Hehner, Reinhard, 42781 Haan, DE;
Klupp, Alexander, 41812 Erkelenz, DE;
Koronai, Andreas, 73266 Bissingen, DE;
Maurer, Jörg, Dr., 89555 Steinheim, DE;
Webers, Uwe, 47239 Duisburg, DE;
Schorzmann, Frank, 40789 Monheim, DE
DE-Anmeldedatum 10.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005000152
Offenlegungstag 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse B65H 18/20(2006.01)A, F, I, 20051110, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 19/22(2006.01)A, L, I, 20051110, B, H, DE   B65H 19/30(2006.01)A, L, I, 20051110, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln einer Materialbahn (5), insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, auf mindestens eine Wickelhülse (6, 8) zu mindestens einer Wickelrolle (4), die in einem von zwei Tragwalzen (1, 2, 3) gebildeten Wickelbett liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle (4) in das Wickelbett drückenden Belastungswalze (7) ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwalzen-Wickelmaschine mindestens drei Tragwalzen (1, 2, 3) umfasst, von denen zwei jeweils ein Wickelbett bilden, in dem die mindestens eine auf eine Wickelhülse (6) aufzuwickelnde Wickelrolle (4) während des Wickelvorgangs aufliegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln einer Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, auf mindestens eine Wickelhülse zu mindestens einer Wickelrolle, die in einem von zwei Tragwalzen gebildeten Wickelbett liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle in das Wickelbett drückenden Belastungswalze.

Weiterhin bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, in einer Tragwalzen-Wickelmaschine auf mindestens eine Wickelhülse zu mindestens einer Wickelrolle, die in einem von zwei Tragwalzen gebildeten Wickelbett liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle in das Wickelbett drückenden Belastungswalze.

Materialbahnen müssen, bevor sie versandt werden können, auf Versand- oder Fertigrollen aufgewickelt werden. Als Rollenkerne werden hierfür üblicherweise Wickelhülsen verwendet, die vorzugsweise aus Pappe bestehen. Die Fertigrollen werden dadurch erzeugt, dass so genannte Mutter- oder Tambourrollen, die am Ausgang einer Papiermaschine oder nach der Satinage erzeugt werden, abgewickelt, in Längsrichtung geschnitten und dann jeweils auf Wickelhülsen aufgewickelt werden. Diese Wickelhülsen liegen in einem von zwei Tragrollen einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine gebildeten Wickelbett.

In einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine, wie sie beispielsweise aus der DE 200 13 319 U1, der EP 0 792 245 B1 oder der bekannt ist, liegen entsprechend der Anzahl der aus der ursprünglichen Materialbahn durch Längsschnitte erzeugten einzelnen Materialbahnen mehrere Wickelhülsen nebeneinander in dem Wickelbet, auch wenn nachfolgend aus Gründen der einfachen Darstellung stets nur eine einzige Wickelhülse in Verbindung mit einem auf ihr aufgewickelten Materialbahnwickel angesprochen wird. Es ist jedoch auch möglich, lediglich eine einzige Wickelrolle in einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine zu wickeln.

Aufgabe der Erfindung

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Wickelmaschine zu schaffen, in der Wickelvorgänge mit fliegendem Rollenwechsel bei reduzierter oder voller Maschinengeschwindigkeit realisiert werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Tragwalzen-Wickelmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Tragwalzen-Wickelmaschine mindestens drei Tragwalzen umfasst, von denen zwei jeweils ein Wickelbett bilden, in dem die mindestens eine auf eine Wickelhülse aufzuwickelnde Wickelrolle während des Wickelvorgangs aufliegt.

Gemäß der Erfindung werden zwei Varianten geschaffen, mittels deren sich Wickelrollen aufwickeln lassen und, ohne den Wickelvorgang zu unterbrechen, ein fliegender Wechsel zwischen zwei nebeneinander liegenden Wickelbetten vollzogen wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Von Vorteil ist eine Anordnung, in der die mindestens eine Wickelrolle im Wechsel in dem von einer mittleren und ersten äußeren Tragwalze gebildeten ersten Wickelbett und in dem von der mittleren und einer zweiten äußeren Tragwalze gebildeten Wickelbett aufwickelbar ist.

In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sie zwei Paare von wenigstens im wesentlichen nebeneinander angeordneten Tragwalzen aufweist, wobei ein Paar von Tragwalzen jeweils ein Wickelbett bildet, und dass die mindestens eine Wickelrolle im Wechsel in den beiden Wickelbetten aufwickelbar ist.

Von Vorteil ist es, wenn die Tragwalzen-Wickelmaschine wenigstens eine Belastungswalze aufweist, durch die mindestens eine, jeweils in einem der beiden Wickelbetten aufzuwickelnde Wickelrolle während des Wickelvorgangs belastbar ist. Die Belastungswalze wird in diesem Fall nach Beendigung des einen Wickelvorgangs zu der Position hingeschwenkt, in der eine neue Wickelrolle auf eine Wickelhülse aufgewickelt. Vorzugsweise ist aber für beide der nebeneinander liegenden Wickelbetten jeweils eine Belastungswalze vorgesehen.

Mit Vorteil wird ebenso vorgesehen, dass die Tragwalzen-Wickelmaschine eine Ausstoßvorrichtung, insbesondere in Gestalt einer Ausstoßwalze, umfasst, die zum Ausstoßen einer fertig aufgewickelten Wickelrolle in Richtung zu dieser bewegbar ist.

In vorteilhafter Weise lässt sich die fertig gewickelte Wickelrolle auf eine jeweils seitlich der beiden Wickelbetten angeordnete Bühne oder Haltevorrichtung ausstoßen.

Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Tragwalzen-Wickelmaschine eine Trennvorrichtung zum Trennen der Materialbahn aufweist.

Vorzugsweise umfasst die Trennvorrichtung ein auf einer Walze angebrachtes Trennmesser.

Zur Unterstützung des Aufbringens des beim Trennen entstehenden neuen Bahnanfangs auf die mindestens eine neue Wickelhülse weist die Trennvorrichtung Blasdüsen und/oder Leitbleche aufweist, die, während die fertig gewickelte Wickelrolle in dem einen Wickelbett liegt, in dem anderen Wickelbett liegt.

Mit Vorteil ist zusätzlich vorgesehen, dass die Tragwalzen zur Unterstützung des Anwickelns auf der mindestens einen Wickelhülse Saugzonen umfassen, durch die sich die Materialbahn nach dem Trennvorgang ansaugen lässt.

Das Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine auf eine Wickelhülse aufzuwickelnde Wickelrolle während des Wickelvorgangs im Wechsel in zwei nebeneinander angeordneten Wickelbetten aufgewickelt wird.

In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die mindestens eine fertig aufgewickelte Wickelrolle durch eine Ausstoßvorrichtung seitlich aus der Tragwalzen-Wickelmaschine ausgestoßen wird.

Vorzugsweise wird das Verfahren auch dadurch ausgestaltet, dass wenigstens im wesentlichen gleichzeitig mit dem Ausstoßen der fertig aufgewickelten Wickelrolle die Materialbahn getrennt wird.

Ebenso ist es von Vorteil, wenn die Materialbahn durch ein Trennmesser quer zur Maschinenrichtung geschnitten wird.

Zusätzlich lässt sich mit Vorteil vorsehen, dass der durch den Trennvorgang entstehende Bahnanfang mittels Blasluft und/oder durch Leitbleche und/oder durch Ansaugen mittels einer in einer Tragwalze angeordneten Saugeinrichtung zu mindestens einer Wickelhülse übergeleitet wird.

Gemäß der Erfindung lässt sich eine Vielzahl von jeweils in einem Wickelbett nebeneinander liegenden Wickelhülsen gleichzeitig bewickeln, auch wenn in den nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen immer nur eine einzige Wickelrolle dargestellt und beschrieben ist.

Beispiel

Nachstehend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

14 Seitenansichten einer ersten Doppeltragwalzen-Wickelmaschine in Längsrichtung, die eine zentrale Tragwalze und zwei zu beiden Seiten der zentralen Tragwalze angeordnete äußere Tragwalzen umfasst, in verschiedenen Stadien des Wechsels von vollen Wickelrollen zu noch unbewickelten Wickelhülsen,

510 Seitenansichten einer zweiten Doppeltragwalzen-Wickelmaschine in Längsrichtung, die zwei Paare von jeweils ein eigenes Wickelbett bildenden Tragwalzen umfasst, in verschiedenen Stadien des Wechsels von vollen Wickelrollen zu noch unbewickelten Wickelrollen und

1113 die Funktionsweise einer Trennvorrichtung zum Trennen einer Materialbahn in einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine.

Eine von einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine (14) gebildete Wickelvorrichtung weist drei Tragwalzen 1, 2 und 3 auf, von denen mindestens die mittlere angetrieben ist. Die Tragwalzen 1, 2 bilden ein Walzenbett, in dem mehrere nebeneinander liegende Wickelrollen 4 während des Aufwickelns auf den Tragwalzen 1, 2 aufliegen. Von einer (nicht dargestellten) Längsschneideinrichtung wird eine Materialbahn 5, insbesondere eine Papier- oder Kartonbahn, vor dem Aufwickeln in mehrere Einzelbahnen geschnitten, die anschließend durch den Spalt zwischen den Tragwalzen 1, 2 oder zwischen den Tragwalzen 2, 3 herum in das Walzenbett geführt werden, wo sie auf fluchtend nebeneinander aufgereihte Wickelhülsen 6 aufgewickelt werden. Jedoch ist es möglich, auch lediglich eine einzige Wickelrolle 4 auf eine Wickelhülse 6 aufzuwickeln.

Oberhalb der Wickelrollen 4 ist eine Belastungswalze 7 gelagert, die sich über die gesamte Breite aller nebeneinander liegenden Wickelrollen 4 erstreckt und die diese in das Wickelbett drückt. Während des gesamten Wickelvorgangs ist die Belastungswalze 7 senkrecht oder im wesentlichen senkrecht oberhalb der Wickelrollen 4 angeordnet.

Bevor die Wickelrollen 4 fast vollständig aufgewickelt sind, wird die Ausstoßwalze 9 in eine Position oberhalb des Wickelbettes zwischen den Tragwalzen 2 und 3 gebracht. Anschließend werden die Wickelhülsen 8 in den Zwickel zwischen der noch stillstehenden Tragwalze 3 und der Ausstoßwalze 9 befördert. Sodann wird die Belastungswalze 10 abgesenkt und auf die Scheitellinie der Wickelhülsen 8 aufgesetzt. Die Wickelhülsen 8 befinden sich jetzt also zwischen der Tragwalze 3, der Ausstoßwalze 9 und der Belastungswalze 10 in einer 3-Nip-Halterung. Nunmehr wird die Tragwalze 3 in Drehung versetzt, wobei sie die Wickelhülsen 8, die Ausstoßwalze 9 und die Belastungswalze 10 – all diese Walzen sind nur passiv angetrieben – „mitnimmt". Die Drehgeschwindigkeit der Tragwalze 3 wird nun solange erhöht, bis die Wickelhülsen 8 Synchrongeschwindigkeit erreicht haben. Bereits während des Hochlaufs der Tragwalze 3 beziehungsweise erst nach Erreichen der Synchrongeschwindigkeit wird die Ausstoßwalze 9 in Richtung auf die Wickelrollen 4 zurückgeführt, so dass die Wickelhülsen 8 in das Wickelbett zwischen den Tragwalzen 2 und 3 geraten, und zwar ohne dass der Kontakt zwischen den Wickelhülsen 8 und der Belastungswalze 10 aufgehoben würde.

Sobald die Wickelrollen 4 ihren Soll-Enddurchmesser fast erreicht haben, wird die Ausstoßwalze 9 in Richtung auf die voll bewickelten Wickelrollen 4 zurückgefahren und an diese Wickelrollen 4 angelegt. Die Rückwärtsfahrt der Ausstoßwalze 9 wird solange fortgesetzt, bis die Ausstoßwalze 9 die Wickelrollen 4 von der Tragwalze 2 abgehoben hat. Die Wickelrollen 4 haben dann also nur noch Kontakt zur Tragwalze 1 und zur Ausstoßwalze 9 (2). Nunmehr werden die Tragwalzen 1, 2 auf eine Geschwindigkeit von 0 m/min verzögert. Bei Stillstand der nipbildenden Walzen erfolgt schließlich das Ausstoßen der Wickelrollen 4. Dabei werden die Wickelrollen 4 auf die Bühne 11 abgelegt.

Die nächste Figur (3) zeigt im Grunde den in der 1 bereits beschriebenen Wickelvorgang mit den Wickelrollen 12, den Wickelhülsen 8 und der Belastungswalze 10, lediglich gespiegelt zu der durch das Zentrum der Tragwalze 2 gehenden Vertikalen. Gleiches gilt auch für die darauf folgende Figur (4) in Anlehnung an die 2, wobei die Wickelrollen 12 auf die Bühne 14 abgelegt werden.

Sobald die Wickelhülsen 8 mit Wickelrollen 12 (3) nahezu vollständig bewickelt sind, wird in derselben Weise, wie anhand von 1 dargestellt, ein Satz neuer Wickelhülsen 13 mit Hilfe der Belastungswalze 7 und der Ausstoßwalze 9 in das Wickelbett zwischen den Tragwalzen 1 und 2 eingebracht.

In einer zur Darstellung in den 1 bis 4 alternativen Ausführung der Erfindung (510) sind vier Tragwalzen 15, 16, 17 und 18 vorgesehen, die eine Tandem-Doppeltragwalzen-Wickelmaschine bilden, da sie das völlig voneinander unabhängige Aufwickeln von Wickelrollen 19, 20 entweder in dem von den Tragwalzen 15 und 16 oder in dem von den Tragwalzen 17 und 18 gebildeten Wickelbett ermöglichen. Eine Materialbahn 21 wird an einer im Bereich unterhalb des Spaltes zwischen den Tragwalzen 16 und 17 angeordneten Umlenkwalze 22 vorbeigeführt und zunächst in dem von Tragwalzen 15 und 16 gebildeten Wickelbett zu den Wickelrollen 19 aufgewickelt, die während des Wickelvorgangs durch eine Belastungswalze 23 belastet werden.

Wenn die Wickelrollen 19 vollständig aufgewickelt sind, wird die Materialbahn 21 durch eine (unterhalb näher beschriebene) Trennvorrichtung getrennt und anschließend auf in dem von den Tragwalzen 17 und 18 gebildeten Wickelbett bereit liegende, schon auf Synchrongeschwindigkeit beschleunigte Wickelhülsen 24 aufgewickelt; die Wickelhülsen 24 werden dabei von einer Belastungswalze 25 belastet.

Sodann wird, nachdem die Wickelrollen 19 mit den Tragwalzen 15 und 16 zum Stillstand gebracht worden sind und vorzugsweise auch die Belastungswalze 23 von den Wickelrollen 19 abgeschwenkt ist, eine oberhalb des Spaltes zwischen den Tragwalzen 16, 17 angeordnete und um eine Schwenkachse 26 schwenkbare Schwenkvorrichtung 27 aus dem Wickelbett heraus gestoßen und auf eine seitlich der Tragwalze 15 angeordnete Bühne 28 befördert. Anschließend werden in derselben Weise die Wickelhülsen 24 mit der Materialbahn 21 zu den Wickelrollen 20bewickelt, wobei die Belastungswalze 25 während des Wickelvorgangs auf den Wickelrollen 20 aufliegt. Diese werden, wenn der Wickelvorgang beendet ist, durch eine Schwenkbewegung der Schwenkvorrichtung 27 auf eine Bühne 29 befördert. Nach Beendigung des Wickelvorgangs der Wickelrollen 20 beginnt bereits das Aufwickeln neuer Wickelhülsen 30 in dem von den Tragwalzen 15 und 16 gebildeten Wickelbett, die in dieses nach dem Entfernen der vorherigen Wickelrollen 19 eingebracht wurden (8).

Eine zum Trennen der Materialbahn 21 geeignete Trennvorrichtung 31 (1113) ist unterhalb der mittleren Tragwalzen 16, 17 angebracht und umfasst ein auf einer Walze 32 angebrachtes Trennmesser 33, das die Materialbahn 21 durchtrennt, während es in Richtung zu einer gegenüberliegenden, mit einer elastischen Mantelschicht beschichteten Walze 34 gerichtet ist. Mittels einer von Blasdüsen 35, 36 wird die Materialbahn 22 sodann durch Blasluft auf ein jeweils gegenüberliegendes Leitblech 37, 38 geblasen und schließlich von einer Saugzone 39 in der Tragwalze 17 bzw. in der Tragwalze 16 (hier nicht dargestellt) angesaugt und weiter in Richtung zu den in dem Wickelbett zwischen den Tragwalzen 17 und 18 bereit liegenden Wickelhülsen 24 transportiert.

Je nach Position der neuen Wickelhülsen 24 bzw. 30 wird die Materialbahn 21 mittels der Blasluft entweder in Richtung zu dem Wickelbett zwischen den Tragwalzen 15 und 16 bzw. zwischen den Tragwalzen 17 und 18 umgelenkt (12, 13).

1
Tragwalze
2
Tragwalze
3
Tragwalze
4
Wickelrollen
5
Materialbahn
6
Wickelhülsen
7
Belastungswalze
8
Wickelhülsen
9
Ausstoßwalze
10
Belastungswalze
11
Bühne
12
Wickelrollen
13
Wickelhülsen
14
Bühne
15
Tragwalze
16
Tragwalze
17
Tragwalze
18
Tragwalze
19
Wickelrollen
20
Wickelrollen
21
Materialbahn
22
Umlenkwalze
23
Belastungswalze
24
Wickelhülsen
25
Belastungswalze
26
Schwenkachse
27
Schwenkvorrichtung
28
Bühne
29
Bühne
30
Wickelhülsen
31
Trennvorrichtung
32
Walze
33
Trennmesser
34
Walze
35
Blasdüse
36
Blasdüse
37
Leitblech
38
Leitblech
39
Saugzone


Anspruch[de]
Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln einer Materialbahn (5, 21), insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, auf mindestens eine Wickelhülse (6, 8; 24, 30) zu mindestens einer Wickelrolle (4, 12; 19, 20), die in einem von zwei Tragwalzen (1, 2, 3; 15, 16, 17, 18) gebildeten Wickelbett liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle (4, 12; 19, 20) in das Wickelbett drückenden Belastungswalze (7, 10; 23, 25), dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwalzen-Wickelmaschine mindestens drei Tragwalzen (1, 2, 3; 15, 16, 17, 18) umfasst, von denen zwei jeweils ein Wickelbett bilden, in dem die mindestens eine auf eine Wickelhülse (6, 8; 24, 30) aufzuwickelnde Wickelrolle (4, 12; 19, 20) während des Wickelvorgangs aufliegt. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Wickelrolle (4, 12) im Wechsel in dem von einer mittleren (2) und ersten äußeren Tragwalze (1) gebildeten ersten Wickelbett und in dem von der mittleren (2) und einer zweiten äußeren Tragwalze (3) gebildeten Wickelbett aufwickelbar ist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Paare von wenigstens im wesentlichen nebeneinander angeordneten Tragwalzen (15, 16; 17, 18) aufweist, wobei ein Paar von Tragwalzen (15, 16; 17, 18) jeweils ein Wickelbett bildet, und dass die mindestens eine Wickelrolle (19, 20) im Wechsel in den beiden Wickelbetten aufwickelbar ist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Belastungswalze (7, 10; 23, 25) aufweist, durch die mindestens eine, jeweils in einem der beiden Wickelbetten aufzuwickelnde Wickelrolle (4, 12; 19, 20) während des Wickelvorgangs belastbar ist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Ausstoßvorrichtung (27), insbesondere eine Ausstoßwalze (9), umfasst, die zum Ausstoßen einer fertig aufgewickelten Wickelrolle (4, 12; 19, 20) in Richtung zu dieser bewegbar ist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die fertig gewickelte Wickelrolle (4, 12; 19, 20) auf eine jeweils seitlich der beiden Wickelbetten angeordnete Bühne (11, 14; 28, 29) oder Haltevorrichtung ausstoßbar ist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Trennvorrichtung (31) zum Trennen der Materialbahn (5, 21) aufweist. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung (31) ein auf einer Walze (32) angebrachtes Trennmesser (33) umfasst. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung (31) Blasdüsen (35, 36) und/oder Leitbleche (37, 38) zur Überleitung des durch den Trennvorgang entstehenden Bahnanfangs an mindestens eine Wickelhülse (24, 30) aufweist, die, während die fertig gewickelte Wickelrolle (19, 20) in dem einen Wickelbett liegt, in dem anderen Wickelbett liegt. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwalzen (16, 17) zur Unterstützung des Anwickelns auf der mindestens einen Wickelhülse (24, 30) Saugzonen (39) umfassen, durch die die Materialbahn (21) nach dem Trennvorgang ansaugbar ist. Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn (5, 21), insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, in einer Tragwalzen-Wickelmaschine auf mindestens eine Wickelhülse (6, 8; 24, 30) zu mindestens einer Wickelrolle (4, 12; 19, 20), die in einem von zwei Tragwalzen (1, 2) gebildeten Wickelbett liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle (3) in das Wickelbett drückenden Belastungswalze (5), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine auf eine Wickelhülse (6, 8; 24, 30) aufzuwickelnde Wickelrolle (4, 12; 19, 20) während des Wickelvorgangs im Wechsel in zwei nebeneinander angeordneten Wickelbetten aufgewickelt wird. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine fertig aufgewickelte Wickelrolle (4, 12; 19, 20) durch eine Ausstoßvorrichtung (27) seitlich aus der Tragwalzen-Wickelmaschine ausgestoßen wird. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens im wesentlichen gleichzeitig mit dem Ausstoßen der fertig aufgewickelten Wickelrolle (4, 12; 19, 20) die Materialbahn (5, 21) getrennt wird. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (5, 21) durch ein Trennmesser (33) quer zur Maschinenrichtung geschnitten wird. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Trennvorgang entstehende Bahnanfang mittels Blasluft und/oder durch Leitbleche (37, 38) und/oder durch Ansaugen mittels einer in einer Tragwalze angeordneten Saugeinrichtung (39) zu mindestens einer Wickelhülse (6, 8; 24, 30) übergeleitet wird.






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