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Dokumentenidentifikation DE102005041265B4 16.05.2007
Titel Steckverbindung für eine Scheibe
Anmelder Tyco Electronics AMP GmbH, 64625 Bensheim, DE
Erfinder Krull, Andreas, 64295 Darmstadt, DE;
Stjepanovic, Zoran, 64285 Darmstadt, DE;
Jetter, Ralf, 64297 Darmstadt, DE
Vertreter Wilhelm & Beck, 80639 München
DE-Anmeldedatum 31.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005041265
Offenlegungstag 01.03.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse H01R 12/12(2006.01)A, F, I, 20060607, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 12/28(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   H01R 13/627(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   
Zusammenfassung Steckverbindung zum elektrischen Verbinden einer elektrischen Leitung (2), die auf einer Scheibe (1) angeordnet ist, mit einer weiteren elektrischen Leitung (17) eines Kontaktsteckers (15), mit einem Halterahmen (4) und einem Kontaktstecker (15), wobei der Halterahmen (4) auf der Scheibe (1) im Bereich der Leitung (2) befestigbar ist, wobei im Kontaktstecker (15) die weitere Leitung (17) befestigt ist, wobei der Kontaktstecker (15) im Halterahmen (4) lösbar befestigt ist, wobei ein elastisches Kontaktelement (13) vorgesehen ist, das zwischen der Leitung (2) und der weiteren Leitung (17) eingespannt ist, um eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Leitungen (2, 17) herzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass im Halterahmen (4) eine Halteplatte (11) angeordnet ist, und dass in der Halteplatte (11) eine Öffnung (12) vorgesehen ist, dass in der Öffnung (12) das elastische Kontaktelement (13) vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Steckverbindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Steckverbindungen werden beispielsweise bei Kraftfahrzeugen eingesetzt, um eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einem elektrischen Bauteil und dem Kabelbaum herzustellen. Beispielsweise ist es bekannt, eine Leitung einer Antenne einer Heckscheibe eines Kraftfahrzeuges über eine Lötverbindung mit einem Kabel des Kabelbaums elektrisch leitend zu verbinden.

Aus dem US-Patent 3,436,715 ist eine Steckverbindung mit einem Stecker und einem Halterahmen bekannt, wobei der Halterahmen auf einer flexiblen Leiterplatte aufgebracht ist und der Steckverbinder über eine Klemmverbindung schwenkbar in den Halterahmen eingelegt werden kann.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 103 50 233 A1 ist ein Steckverbinder zur elektrischen Kontaktierung von Verbrauchern bekannt, wobei der Steckverbinder ein Gehäuse aufweist, das klappbare Teile beinhaltet, wobei zwischen zwei klappbaren Teilen ein Flachbandkabel einklemmbar ist. Der Steckverbinder wird über eine Schiebe- und Steckverbindung mit einem Halterahmen mit weiteren elektrischen Kontakten kontaktiert.

Aus dem US-Patent US 4,695,258 ist eine Verbinderanordnung bekannt, mit der eine flexible Leiterplatte mit einer festen Leiterplatte verbunden werden kann. Dabei wird der elektrische Kontakt zwischen der flexiblen Leiterplatte und der festen Leiterplatte über ein flexibles Kontaktelement hergestellt, das zwischen die flexible Leiterplatte und die feste Leiterplatte eingespannt wird.

Aus der US-Patentanmeldung US 2003/0017726 A1 ist es bekannt, eine flexible Leiterplatte mit einer festen Leiterplatte über ein elastisches Kontaktelement zu verbinden. Dazu wird das elastische Kontaktelement zwischen die zwei Leiterplatten eingespannt.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 102 29 970 A1 ist ein Adapter für HF-Anschlüsse bekannt. Bei dem HF-Anschluss wird eine gattungsgemäße Steckverbindung eingesetzt. Dabei wird ein Kontaktstecker über einen Halterahmen mit einer elektrischen Leitung lösbar verbunden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Steckverbindung zum elektrischen Verbinden einer elektrischen Leitung einer Scheibe mit einer weiteren elektrischen Leitung bereitzustellen, die einfach aufgebaut ist und eine schnelle und sichere Montage und Demontage ermöglicht.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Steckverbindung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Steckverbindung besteht darin, dass eine sichere elektrisch leitende Verbindung zwischen der elektrischen Leitung der Scheibe und der weiteren elektrischen Leitung des Kontaktsteckers hergestellt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass ein elastisches, elektrisch leitendes Kontaktelement zwischen der elektrischen Leitung und der weiteren elektrischen Leitung in der Steckverbindung angeordnet ist. Zudem ist eine einfache Verbindung zwischen den zwei Leitungen möglich, da die Steckverbindung einen Halterahmen und einen lösbaren Kontaktstecker aufweist. Für eine elektrisch leitende Verbindung wird der Kontaktstecker in den Halterahmen eingesteckt. Zur lösbaren Befestigung des Kontaktsteckers sind am Halterahmen und/oder am Kontaktstecker Halte- und/oder Rastelemente vorgesehen.

In der erfindungsgemäßen Ausführungsform weist der Halterahmen eine Halteplatte auf, wobei in der Halteplatte eine Öffnung vorgesehen ist, in der das elastische Kontaktelement angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine präzise und sichere Justierung des Kontaktelementes erreicht.

In einer Ausführungsform sind weitere elektrische Leitungen in Form eines Flachbandkabels oder einer FFC-Folie angeordnet. Mithilfe der gewählten Steckverbindung kann eine zuverlässige und einfache elektrisch leitende Verbindung zwischen den weiteren Leitungen des Flachbandkabels oder der FFC-Folie und den Leitungen der Scheibe hergestellt werden.

In einer weiteren Ausführungsform der Steckverbindung weist der Kontaktstecker eine Öffnung auf, in der das elastische Kontaktelement angeordnet ist. Auf diese Weise ist eine präzise Ausrichtung des Kontaktelementes auf die weitere Leitung des Kontaktsteckers möglich.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Kontaktstecker ein Gehäuse mit zwei Platten auf, die über ein flexibles Scharnier miteinander verbunden sind. Die zwei Platten und das Scharnier sind vorzugsweise einstückig ausgebildet und zwischen den zwei Platten ist eine weitere Leitung angeordnet, die mit den zwei Platten verbunden ist. Vorzugsweise ist ein Flachbandkabel mit mehreren weiteren Leitungen zwischen den Platten angeordnet.

In einer einfachen Ausbildungsform weist eine der zwei Platten einen Rasthaken auf, der im geklappten Zustand der Platten über die andere Platte greift und die beiden Platten zusammenhält. Auf diese Weise ist die Befestigung der weiteren Leitung zwischen den zwei Platten und ein Festklemmen des Kontaktelements auf einfache Weise möglich.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Kontaktstecker Öffnungen zur Aufnahme von Stiftkontakten als Endstücke weiterer Leitungen auf. Somit ist die Ausbildung der Steckverbindung sowohl für Flachbandkabel als auch für Kabel mit Stiftkontakten geeignet.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Halterahmen einen umlaufenden Seitenrand auf, wobei in einer Seite des Seitenrandes eine Abstufung eingebracht ist. Durch die Abstufung ist ein Teil des Kontaktsteckers oder die weitere Leitung geführt. Auf diese Weise wird ein niedriger Aufbau der Steckverbindung erreicht.

Versuche haben gezeigt, dass eine einfache Montage des Halterahmens auf einer Scheibe, wie z. B. einer Glasscheibe mithilfe einer Klebeverbindung herstellbar ist. Die Klebeverbindung bietet eine ausreichende mechanische Befestigung des Halterahmens auf der Glasscheibe und die Klebeverbindung ist zudem einfach mithilfe eines automatisierten Verfahrens herstellbar.

Weiterhin ist es vorteilhaft, ein elastisches Kontaktelement vorzusehen, das mehrere, elektrische voneinander getrennte Kontaktbereiche aufweist, die jeweils eine Leitung mit einer weiteren Leitung verbinden. Auf diese Weise ist es möglich, mehrere elektrische Leitungen mit mehreren weiteren Leitungen des Kontaktsteckers über ein einzelnes elastisches Kontaktelement zu verbinden. Bei dieser Ausführungsform ist es ausreichend, eine einzige Halteplatte zur Justierung und Befestigung des Kontaktelementes für eine Vielzahl von Leitungen und weiteren Leitungen vorzusehen. Damit ist ein einfacher und kostengünstiger Aufbau der Steckverbindung möglich.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Halterahmen Versteifungsstreben auf, die am Seitenrand ausgebildet sind.

Weiterhin hat es sich gezeigt, dass eine erhöhte Steifigkeit des Kontaktsteckers dadurch erreicht wird, dass wenigstens eine Platte des Kontaktsteckers mit einer Versteifungsstruktur versehen ist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.

1 zeigt eine Steckverbindung mit einem Halterahmen und mit einem Kontaktstecker vor der Montage;

2 zeigt eine montierte Steckverbindung mit einem Flachbandkabel;

3 zeigt die Bauteile des Kontaktsteckers für ein Flachbandkabel;

4 zeigt eine weitere, jedoch nicht erfindungsgemäße Ausführungsform der Steckverbindung;

5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Kontaktsteckers mit Steckkontakten;

6 zeigt die weitere Ausführungsform des Kontaktsteckers von der Kontaktseite;

7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Steckverbindung mit dem weiteren Kontaktstecker;

8 zeigt die weitere Ausführungsform mit dem weiteren Kontaktstecker nach der Montage; und

9 zeigt eine schematische Darstellung des Kontaktelements.

1 zeigt einen Teilausschnitt einer Scheibe 1, die beispielsweise als Glasscheibe eines Kraftfahrzeuges ausgebildet ist. In der Scheibe 1 ist eine elektrische Schaltung, beispielsweise eine Fahrzeugantenne angeordnet, die mit elektrischen Leitungen 2 verbunden ist. Die elektrische Schaltung 3 ist in oder unter der Scheibe 1 angeordnet und steht mit den Leitungen 2 in Verbindung. Die Leitungen 2 sind bis zu einer Oberfläche der Scheibe 1 geführt und sind wenigstens ein Teilstück auf der Oberfläche der Scheibe 1 angeordnet. Beispielsweise können die Leitungen 2 in Form von Metallbahnen auf der Scheibe 1 ausgebildet sein. Die Leitungen 2 sind beispielsweise als Leitungen eines Datenbusses ausgebildet. Auf der Scheibe 1 ist im Bereich der Leitungen 2 ein Halterahmen 4 befestigt. Der Halterahmen 4 weist einen umlaufenden Seitenrand 5 auf, der einen Aufnahmebereich 6 umgrenzt. Der Halterahmen 4 ist in der Weise auf der Scheibe 1 angeordnet, dass der Aufnahmebereich 6 über den Leitungen 2 angeordnet ist. Der Seitenrand 5 weist vier Seiten auf, die vorzugsweise in Form eines Rechteckes angeordnet sind. Der umlaufende Seitenrand 5 ist auf einem Montagerahmen 7 angeordnet, der ebenfalls vier Seiten aufweist und den Aufnahmebereich 6 begrenzt. Der Montagerahmen 7 weist eine breitere Grundfläche als der Seitenrand 5 auf, wobei sich der Seitenrand 5 angrenzend an einen Innenrand am Montagerahmen 7 befestigt ist. Der Seitenrand 5 ist schmäler als der Montagerahmen 7 ausgebildet. Zur Unterstützung der Steifigkeit des Seitenrandes 5 sind an Außenflächen des Seitenrandes 5 Streben 8 ausgebildet, die an der Außenseite des Seitenrandes 5 und an einer Oberseite des Montagerahmens 7 angrenzen. Auf diese Weise wird eine hohe mechanische Steifigkeit des Seitenrandes 5 bei reduziertem Gewicht und reduziertem Material erreicht. Vorzugsweise sind der Montagerahmen 7, der Seitenrand 5 und die Streben 8 einstückig ausgebildet. Die größere Breite der Grundfläche des Montagerahmens 7 bietet eine größere Auflagefläche des Halterahmens 4 auf der Scheibe 1, so dass eine bessere Haftung des Halterahmens 4 auf der Scheibe 1 beispielsweise bei einer Verklebung des Halterahmens 4 mit der Scheibe 1 erreicht wird.

In einer Weiterbildung des Halterahmens 4 weist eine erste Seitenwand 9 des Seitenrandes 5 eine Abstufung 10 auf, in der die Höhe des Seitenrandes 5 nahezu bis zur Höhe des Montagerahmens 7 abgesenkt ist.

Im Aufnahmebereich 6 ist als Halteelement eine Halteplatte 11 innerhalb des Halterahmens 4 angeordnet, die eine erste Öffnung 12 aufweist. Die erste Öffnung 12 ist quer zur Längsrichtung der Leiter 2 angeordnet. In der ersten Öffnung 12 ist ein streifenförmiges elastisches Kontaktelement 13 angeordnet. Das Kontaktelement 13 weist mehrere, voneinander getrennte elektrische Bereiche auf, die im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Scheibe 1 ausgerichtet sind. Die Halteplatte 11 ist beispielsweise über eine Rast- oder Klemmverbindung im Halterahmen 4 eingelegt. Abhängig von der Ausführungsform kann die Halteplatte 11 auch einstückig mit dem Halterahmen 4 ausgebildet sein. Weiterhin weist der Halterahmen 4 zwei Rasthaken 14 auf, die innerhalb des Seitenrandes 5 an der ersten Seitenwand 9 auf gegenüberliegenden Seiten der Ausnehmung 10 (Abstufung) angeordnet sind. Die Rasthaken 14 sind als federnde Haken ausgebildet und fest mit dem Halterahmen 4 verbunden.

Die einzelnen elektrisch leitenden Bereiche des Kontaktelementes 13 kontaktieren die elektrischen Leitungen 2. Das Kontaktelement 13 besteht beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Polymer, das eine elektrische Leitung zwischen der Ober- und der Unterseite des Kontaktelementes 13 herstellt und elastisch ausgebildet ist. Auf diese Weise kann das Kontaktelement 13 zusammengedrückt werden und trotzdem eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den elektrischen Leitungen 2 und elektrischen Kontaktbereichen eines Kontaktsteckers 15 herstellen. Der Kontaktstecker 15 ist mit einem Flachbandkabel 16 verbunden, das weitere elektrische Leitungen 17 aufweist, die von einem Isoliermantel 18 umgeben sind. Ein Endbereich des Flachbandkabels 16 ist in einem Gehäuse 19 des Kontaktsteckers 15 eingeklemmt. Das Gehäuse 19 weist im Wesentlichen eine Rechteckform auf und passt in den Aufnahmebereich 6 des Halterahmens 4. Zudem ist die Breite des Flachbandkabels 16 an die Breite der Ausnehmung 10 angepasst, so dass beim Einlegen des Kontaktsteckers 15 von oben in den Halterahmen 4 das Flachbandkabel 16 in die Ausnehmung 10 eingelegt wird. Auf der Unterseite weist der Kontaktstecker 15 in der 1 nicht erkennbare Kontaktbereiche 38 der weiteren Leitungen 17 auf (3). Beim Einlegen des Kontaktsteckers 15 wird das Gehäuse 19 vom Halterahmen 4 aufgenommen und über die Rasthaken 14 lösbar am Halterahmen 4 befestigt. Dabei werden die Kontaktbereiche der weiteren Leitungen 17 gegen das elastische Kontaktelement 13 gedrückt und mit Vorspannung am Kontaktelement 13 gehalten. Das Gehäuse 19 weist zwei Platten 21, 22 auf, die über zwei elastische Scharniere 23 an einer Frontseite miteinander verbunden sind. Die erste Platte 21 ist unterhalb der zweiten Platte 22 angeordnet und weist an gegenüberliegenden Seitenkanten einen ersten bzw. zweiten Rasthaken 35, 36 auf, die an oberen Seitenrändern 25 der zweiten Platte 22 eingreifen und die zwei Platten 21, 22 in der Klappposition zusammenhalten.

Zudem weist die zweite Platte 22 auf einer Oberseite eine Versteifungsstruktur in Form von Rippen 26 auf. Weiterhin ist an der Oberseite der zweiten Platte 22 in zwei Eckbereichen 27 an einer Rückseite 28 zwei Auflageflächen 29 für die Rasthaken 14 ausgebildet. Im montierten Zustand sind die Rasthaken 14 auf den Auflageflächen 29 der zweiten Platte 22 eingehakt. Diese Montagesituation ist in 2 dargestellt. Im montierten Zustand stellt das elastische Kontaktelement 13 eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Leitungen 2 und den weiteren Leitungen 17 des Flachbandkabels her. Das elastische Kontaktelement 13 ist dabei zwischen den Leitungen 2 und den weiteren Leitungen 17 eingeklemmt, so dass eine zuverlässige, elektrische Kontaktierung ausgebildet ist.

In einer weiteren Ausführung wird der Kontaktstecker 15 mit den Scharnieren 23 in den Aufnahmebereich 6 anliegend an eine Seitenwand des Halterahmens 4 eingesteckt, wobei die Scharniere 23 in eine Ausnehmung des Halterahmens eingreifen. Anschließend wird der Kontaktstecker 15 in den Aufnahmebereich 6 geschwenkt, wobei die Scharniere 23 als Schwenklager dienen, die ein Herausrutschen des Kontaktsteckers 15 verhindern.

3 zeigt den Aufbau des Kontaktsteckers 15 mit dem Gehäuse 19, dem Kontaktelement 13 und dem Flachbandkabel 16. Das Gehäuse 19 besteht aus der ersten und der zweiten Platte 21, 22, die an einer Stirnseite über die zwei Scharniere 23 miteinander verbunden sind. Die Platten 21, 22 und die Scharniere 23 sind vorzugsweise einstückig ausgebildet und bestehen vorzugsweise aus einem spritzfähigen Kunststoffmaterial. In der Grundform weisen die erste und die zweite Platte 21, 22 jeweils eine Rechteckform auf. Die zweite Platte 22 weist Haltenoppen 30 auf der Oberseite auf, die einer Reihe parallel zur Stirnseite in einem konstanten Abstand angeordnet sind. An gegenüberliegenden Seitenbereichen der zweiten Platte 22 sind zwei Halteelemente 31 angeordnet, die zur Justierung und zur Befestigung des streifenförmigen Kontaktelementes 13 dienen. An der Stirnseite ist im Mittenbereich ein nach oben stehender Haken 32 auf der zweiten Platte 22 angeordnet. Seitlich des Hakens 32 sind die zwei Scharniere 23 von der zweiten Platte 22 zur ersten Platte 21 geführt. Die erste Platte 21 weist eine schlitzförmige Ausnehmungen 33 auf. Die Ausnehmung 33 ist parallel zur Stirnseite der ersten Platte 21 ausgerichtet. In gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen sind an der ersten Platte 21 die zwei Rasthaken 35, 36 angeordnet. Parallel zur Ausnehmung 33 ist ein erhöhter Haltestreifen 34 auf einer Innenseite der ersten Platte 21 angeordnet.

Das Flachbandkabel 16 weist einen Isoliermantel 18 auf, der mehrere weitere Leitungen 17 umgibt. In einem Endbereich 37 ist der Isoliermantel 18 entfernt, so dass Kontaktbereiche 38 der weiteren Leitungen 17 freigelegt sind. Zudem weist der Isoliermantel 18 Haltelöcher 39 auf, die in einer Reihe angeordnet sind und zwischen den weiteren Leitungen 17 im Isoliermantel 18 eingebracht sind. Anstelle des Flachbandkabels kann auch eine FFC-Folie vorgesehen sein.

Zur Montage des Kontaktsteckers 15 wird das Flachbandkabel auf die zweite Platte 22 aufgelegt, wobei die Haltenoppen 30 in die Haltelöcher 39 eingeführt werden. Anschließend wird das Kontaktelement 13 mit den gegenüberliegenden Endbereichen in die Halteelemente 31 eingesteckt und auf die abisolierten Kontaktbereiche 38 der weiteren Leiter 17 aufgelegt. Daraufhin wird die erste Platte 21 auf die zweite Platte 22 geklappt, wobei das Kontaktelement 13 durch die erste Ausnehmung 33 geführt wird. Zudem drückt der Haltestreifen 34 auf das Flachbandkabel 16 und hält dieses in der Rastposition, in der die Haltenoppen 30 in den Haltelöchern 39 angeordnet sind. Zugleich schnappen der erste und der zweite Rasthaken 35, 36 über zwei gegenüberliegende Randbereiche der zweiten Platte 22 und halten somit die erste und die zweite Platte 21, 22 im zusammengeklappten Zustand, wie in 1 dargestellt ist.

4 zeigt die Kontaktverbindung mit dem Kontaktstecker 16 der 3 und dem Halterahmen 4, der auf der Scheibe 1 befestigt ist. In dieser Ausführungsform, die nicht unter den Wortlaut des Patentanspruches 1 fällt und lediglich zur Erläuterung der Erfindung dient, ist keine separate Halteplatte 11 am Halterahmen 4 vorgesehen, sondern der Kontaktstecker 15 wird direkt auf die Scheibe 1 und damit direkt auf die frei zugänglichen elektrischen Leitungen 2 aufgelegt. Aufgrund des Fehlens der Halteplatte 11 sind in der 4 im Aufnahmebereich 6 des Halterahmens 4 Endbereiche der elektrischen Leitungen 2 zu erkennen.

In der Ausführungsform der 1, in der das Kontaktelement 13 durch die Halteplatte 11 befestigt und ausgerichtet ist, kann am Kontaktstecker 15 auf die Halteelemente 31 verzichtet werden.

5 zeigt einen weiteren Kontaktstecker 40, der zur Aufnahme von Steckkontakten 41 ausgebildet ist. Die Steckkontakte 41 sind an Enden von weiteren Leitern 17 befestigt. Dazu weist der weitere Kontaktstecker 40 auf einer Einsteckseite Einstecköffnungen auf, durch die die Steckkontakte 41 in das Gehäuse des weiteren Kontaktsteckers 40 eingesteckt werden. Die Steckkontakte 41 weisen Rastlaschen 42 auf, die in einer Endposition an einer Rastfläche des Gehäuses des weiteren Kontaktsteckers 40 verrasten und somit die Steckkontakte 41 in der Endposition halten.

6 zeigt eine Unterseite des weiteren Kontaktsteckers 40 mit eingesteckten Steckkontakten 41. Die Steckkontakte 41 weisen Kontaktstifte 43 auf, die in Kontaktöffnungen 47 des weiteren Kontaktsteckers eingesteckt sind. Die Kontaktstifte 43 der Steckkontakte 41 sind über einen Kontaktschlitz 44, der auf der Unterseite des Gehäuses des weiteren Kontaktsteckers 40 eingebracht ist, in einem Kontaktbereich frei zugänglich. Der Kontaktschlitz 44 ist quer über den weiteren Kontaktstecker 40 geführt und dient zur Aufnahme des elastischen Kontaktelementes 13.

7 zeigt eine Montagesituation, bei der der weitere Kontaktstecker 40 in den Halterahmen 4 mit Halteplatte 11 und eingelegtem Kontaktelement 13 eingesteckt wird. Zur Montage wird der weitere Kontaktstecker 40 in der Weise ausgerichtet, dass das Kontaktelement 13 beim Einstecken in den Kontaktschlitz 44 eingeführt wird und der weitere Kontaktstecker 40 mit den Rasthaken 14 verrastet. Im eingesteckten Zustand, der in 8 dargestellt ist, bildet die Kontaktverbindung mit dem Halterahmen 4 und dem weiteren Kontaktstecker 40 ebenfalls eine niedrig bauende Anordnung, die eine zuverlässige elektrisch leitende Verbindung zwischen den weiteren Leitungen 17 mit den Steckkontakten 41 und den Kontaktstiften 43 über das elastische Kontaktelement 13 mit den Leitungen 2 der Scheibe 1 erstellt. Zudem ist die Kontaktverbindung mittels einfacher Handgriffe lösbar. Auch in dieser Ausführungsform ist der Halterahmen 4 auf der Scheibe 1 befestigt, vorzugsweise verklebt.

9 ist eine schematische Darstellung des Kontaktelementes 13. Das Kontaktelement 13 besteht aus leitenden Bereichen 45, die ein elektrisch leitendes Elastomer aufweisen und über isolierende Wände 46, die senkrecht zur Längsrichtung angeordnet sind, voneinander isoliert sind. Die Abstände zwischen zwei Wänden 46 sind gleich groß und zugleich kleiner als der Abstand zweier benachbarter elektrischer Leitungen 2. Auf diese Weise wird erreicht, dass eine elektrische Leitung 2 im Wesentlichen in senkrechter Richtung nur mit einer weiteren elektrischen Leitung 17 elektrisch kontaktiert wird, wenn die weiteren elektrischen Leitungen 17 im Wesentlichen die Breite der Leitungen 2 aufweisen und annähernd in gleicher Richtung orientiert sind. Das Kontaktelement 13 ist senkrecht zur Längsrichtung, d. h. parallel zu den Wänden 46 elastisch ausgebildet und kann somit zwischen eine Leitung 2 und eine weitere Leitung 17 eingespannt werden. Anstelle eines Kontaktelementes 13 können auch mehrere Kontaktelemente beispielsweise Einzelkontakte vorgesehen sein, die jeweils eine Leitung 2 mit einer weiteren Leitung 17 elektrisch leitend verbinden.

1
Scheibe
2
Leitung
3
elektrische Schaltung
4
Halterahmen
5
Seitenrand
6
Aufnahmebereich
7
Montagerahmen
8
Streben
9
erste Seitenwand
10
Abstufung
11
Halteplatte
12
erste Öffnung
13
Kontaktelement
14
Rasthaken
15
Kontaktstecker
16
Flachbandkabel
17
weitere Leitung
18
Isoliermantel
19
Gehäuse
21
erste Platte
22
zweite Platte
23
Scharnier
25
Seitenrand
26
Rippe
27
Eckbereich
28
Rückseite
29
Auflagefläche
30
Haltenoppen
31
Halteelement
32
Haken
33
Ausnehmung
34
Haltestreifen
35
erster Rasthaken
36
zweiter Rasthaken
37
Endbereich
38
Kontaktbereich
39
Halteloch
40
weiterer Kontaktstecker
41
Steckkontakt
42
Rastlasche
43
Kontaktstift
44
Kontaktschlitz
45
Bereich
46
Wand
47
Kontaktöffnung


Anspruch[de]
Steckverbindung zum elektrischen Verbinden einer elektrischen Leitung (2), die auf einer Scheibe (1) angeordnet ist, mit einer weiteren elektrischen Leitung (17) eines Kontaktsteckers (15), mit einem Halterahmen (4) und einem Kontaktstecker (15), wobei der Halterahmen (4) auf der Scheibe (1) im Bereich der Leitung (2) befestigbar ist, wobei im Kontaktstecker (15) die weitere Leitung (17) befestigt ist, wobei der Kontaktstecker (15) im Halterahmen (4) lösbar befestigt ist, wobei ein elastisches Kontaktelement (13) vorgesehen ist, das zwischen der Leitung (2) und der weiteren Leitung (17) eingespannt ist, um eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Leitungen (2, 17) herzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass im Halterahmen (4) eine Halteplatte (11) angeordnet ist, und dass in der Halteplatte (11) eine Öffnung (12) vorgesehen ist, dass in der Öffnung (12) das elastische Kontaktelement (13) vorgesehen ist. Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Leitungen (17) in Form eines Flachbandkabels (16) vorgesehen sind. Steckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Kontaktstecker (15) eine Ausnehmung (33) vorgesehen ist, und dass das elastische Kontaktelement (13) in der Ausnehmung (33) angeordnet ist. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstecker (15) ein Gehäuse (19) mit zwei Platten (21, 22) aufweist, die über ein flexibles Scharnier (23) miteinander verbunden sind, dass die Platten (21, 22) und das Scharnier (23) einstückig ausgebildet sind und zwischen den Platten (21, 22) wenigstens eine weitere Leitung (17), insbesondere ein Flachbandkabel (16) angeordnet ist. Steckverbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Platte (21) ein Rasthaken (35, 36) ausgebildet ist, dass der Haken (35, 36) im geklappten Zustand der Platten (21, 22) über die andere Platte (22) greift und die beiden Platten (21, 22) zusammen hält. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstecker (15) Kontaktöffnungen (47) zur Aufnahme von Kontaktstiften (43) als Endstück weiterer Leitungen (17) aufweist. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (4) einen Seitenrand (5) mit einer Abstufung (10) aufweist, dass durch die Abstufung (10) ein Teil des Kontaktsteckers (40) oder die weitere Leitung (16) geführt ist. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (4) über eine Klebeverbindung mit der Scheibe (1) befestigbar ist. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Kontaktelement (13) mehrere, elektrisch voneinander getrennte Kontaktbereiche (45) aufweist, die jeweils eine Leitung (2) der Scheibe (1) mit einer weiteren Leitung (17) des Kontaktsteckers (15, 40) verbinden. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (4) einen Aufnahmebereich (6) zur Aufnahme des Kontaktsteckers (15, 40) begrenzt, und dass der Halterahmen (4) Versteifungsstreben (8) aufweist, die die Stabilität des Halterahmens (4) unterstützen. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Platte (22) des Kontaktsteckers (15) eine Versteifung in Form von Rippen (26) aufweist.






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