PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005043335A1 16.05.2007
Titel Anordnung mit einem Tachographen
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Kimmich, Franz, 78713 Schramberg, DE;
Lindinger, Andreas, 78658 Zimmern, DE;
Näther, Horst, 78052 Villingen-Schwenningen, DE;
Salm, Michael, 78112 St. Georgen, DE
DE-Anmeldedatum 12.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005043335
Offenlegungstag 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse G07C 5/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01P 1/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anordnung (1) mit einem Tachographen (DTCO) und mit einem Datenspeicher (13, 14), insbesondere einem Datenspeicher (13, 14) einer Datenkarte (4, 5), wobei der Tachograph (DTCO) eine Schnittstelle aufweist, die dem Datenaustausch zwischen dem Tachographen (DTCO) und dem Datenspeicher (13, 14) dient, welcher Tachograph (DTCO) logische Funktionsmodule (FM) und mindestens einen Speicher (DMEM) aufweist. Daneben ist ein Verfahren zum Betrieb des Tachographen (DTCO) Gegenstand der Erfindung. Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen ist die Datenübertragung zwischen dem Datenspeicher (13, 14) und dem Tachographen (DTCO) sehr zeitintensiv. Hier schafft die Erfindung Abhilfe, indem zu Beginn der Datenübertragung zunächst ein virtuelles Abbilds (VI) des Datenspeichers (13, 14) in dem Speicher (DMEM) des Tachographen (DTCO) angelegt wird und folgende Schreib- und Lesezugriffe der logischen Funktionsmodule (FM) zunächst auf das virtuelle Abbild (VI) in dem Speicher (DMEM) erfolgen und regelmäßig ein Schreibvorgang unter Zugriff auf den Datenspeicher (13, 14) der Datenkarte (4, 5) erfolgt, währenddessen die Unterschiede zwischen dem virtuellen Abbild (VI) und dem Datenspeicher (13, 14) abgeglichen werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem Tachographen und mit einem Datenspeicher, insbesondere einem Datenspeicher einer Datenkarte, wobei der Tachograph eine Schnittstelle aufweist, die dem Datenaustausch zwischen dem Tachographen und dem Datenspeicher dient, welcher Tachograph logische Funktionsmodule und mindestens einen Speicher aufweist.

Gemäß der EWG-Verordnung Nr. 3821/85 werden zukünftig die in Nutzfahrzeugen einzusetzenden Tachographen zur Aufzeichnung von Betriebsdaten nicht mehr, wie herkömmlich, analog eine papierne Diagrammscheibe beschriften, sondern die Geschwindigkeit über die Zeit digital in einem Datenspeicher speichern, nämlich einem Datenspeicher einer Datenkarte. Die EWG-Verordnung enthält umfassende Angaben dazu, wie die aufzuzeichnenden Daten, welche unter anderem den Anforderungen an gerichtliche Nachweise genügen müssen, abzuspeichern und gegen Manipulation abzusichern sind. Um den strengen Anforderungen der Verordnung zu genügen, sind sehr aufwendige kryptologische Sicherungsmechanismen und Authentisierungsverfahren zu implementieren. Besonderes Augenmerk ist hierbei der Datenübermittlung zwischen dem Datenspeicher der Datenkarte und dem Tachographen zu gewähren. Mit einer Datenkartenaufnahmevorrichtung beschäftigt sich bereits die deutsche Offenlegungsschrift DE 103 21 252 A1, welche eine manipulationssichere Aufnahme einer Karte in einen oben beschriebenen Tachographen beschreibt. Insbesondere die Datenübertragung zwischen dem Datenspeicher der Datenkarte und einem Speicher des Tachographen ist gegen Manipulationen abzusichern, da in diesen Bereich derartige Eingriffe erfahrungsgemäß zu befürchten sind. Aus diesem Grund sehen einschlägige Tachographen und Datenkarten jeweils eine Verschlüsselungseinheit als integralen Bestandteil vor, mittels welcher die Datenübertragung ausschließlich mittels eines Sitzungsschlüssels kryptologisch gesichert erfolgt. Diese Absicherung ist jedoch höchst aufwendig und fordert dem Benutzer viel Geduld ab, da sich Zugriffszeiten aufgrund der Absicherung der Datenübermittlung zwischen dem Tachographen und der Datenkarte nahezu unerträglich verlängern. Gemäß ISO 7816 ist darüber hinaus der Schreib-Lese-Zugriff auf den Datenspeicher der Datenkarte auf eine Länge von 256 Byte beschränkt, so dass die Kommunikation über die an dieser Stelle genutzte serielle Verbindung gemäß EWG-Verordnung sehr langsam erfolgt.

Ausgehend von den Problemen und Nachteilen des Standes der Technik hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, die Zugriffszeiten im Umgang mit dem Tachographen ohne Sicherheitseinbußen, insbesondere bezüglich der Kommunikation zwischen den Tachographen und der Datenkarte, zu verkürzen.

Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, dass die logischen Funktionsmodule derart ausgebildet sind, dass zu Beginn der Datenübertragung zunächst ein virtuelles Abbild des Datenspeichers in dem Speicher des Tachographen angelegt wird, folgende Schreib- und Lesezugriffe der logischen Funktionsmodule zunächst auf das virtuelle Abbild in dem Speicher erfolgen und regelmäßig ein Schreibvorgang unter Zugriff auf den Datenspeicher der Datenkarte erfolgt, währenddessen die Unterschiede zwischen dem virtuellen Abbild und dem Datenspeicher abgeglichen werden.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt in der Einsparung vieler Datenübertragungszyklen zwischen dem Tachographen und dem Datenspeicher bzw. der Datenkarte. Da einschlägige Tachographen regelmäßig zwei Aufnahmevorrichtungen für zwei Datenkarten aufweisen, fällt die Einsparung dieses Aufwandes nahezu doppelt ins Gewicht. Da der Tachograph aufgrund der hochfrequent anstehenden regelmäßig interrupt-gesteuerten Aufzeichnungssignale aus dem Geschwindigkeitssensor hinsichtlich seiner Recheneinheit während des Betriebes eine verhältnismäßig hohe Auslastung der zentralen Recheneinheit aufweist, stellt die erfindungsgemäße Entlastung einen großartigen Vorteil dar. Ein regelmäßiger Abgleich kann vergleichsweise selten, beispielsweise in Abständen von jeweils 12 Stunden erfolgen. Bei einer Entnahmeanforderung der Datenkarte aus dem Tachographen bzw. bei einer Trennung des Datenspeichers von dem Tachographen ist ein Abgleich erforderlich zwischen dem virtuellen Abbild in dem Speicher und dem Datenspeicher der Datenkarte. Die Entnahmeanforderung erfolgt jedoch regelmäßig im Stillstand des Nutzfahrzeuges, so dass das hochfrequente Geschwindigkeitssignal nicht ansteht und die zentrale Recheneinheit ohnehin entlastet ist. Auf diese Weise lassen sich trotz des erforderlichen Abgleichs bei der Trennung des Datenspeichers von dem Tachographen akzeptable Zugriffszeiten realisieren.

Alternativ oder zusätzlich zu einem regelmäßigen Schreib- und Lesezugriff in periodischen zeitlichen Abständen des Tachographen auf den Datenspeicher, insbesondere der Datenkarte, vorzugsweise alle 12 Stunden, kann ein derartiger Datenaustausch auch dann erfolgen, wenn ein bestimmtes Datenvolumen zwischen dem virtuellen Abbild und dem Datenspeicher aufgrund von Veränderungen des Abbildes anzugleichen ist. Ein Minimalstandard, der dennoch einschlägigen Sicherheitsbestimmungen genügen würde, liegt in der Möglichkeit, vor der Trennung des Datenspeichers von dem Tachographen einen Abgleich des virtuellen Abbilds mit dem Datenspeicher vorzunehmen. Mit Vorteil ist der Tachographen derart ausgebildet, dass die Datenkarte vollständig von der Datenkarteaufnahmevorrichtung des Tachographen aufgenommen wird und nicht direkt aus dem Gerät entnommen werden kann, sondern der Benutzer teilt dem Gerät eine Entnahmeanforderung mittels Knopfdrucks mit, woraufhin nach einem entsprechenden Datenaustausch die Datenkarte aus dem Tachographen ausgegeben wird. Obwohl regelmäßig bei einem modernen Tachographen schon sämtliche mechanisch möglichen Sicherheitsmechanismen vorgesehen sind, die die Datenübertragung zwischen dem Datenspeicher und dem Tachographen gegen Manipulation absichern, erfolgt die Datenübertragung zwischen dem Datenspeicher und dem Tachographenregelmäßig verschlüsselt. Auf dem Datenspeicher werden insbesondere die Geschwindigkeitsdaten des Nutzfahrzeuges und die Aktivitäten des Fahrzeugführers aufgezeichnet. Hierzu ist der verfügbare Speicherplatz der Datenkarte verhältnismäßig begrenzt, so dass ein Teil des Datenspeichers zweckmäßig als Ringspeicher ausgebildet ist und auf diese Weise stets die ältesten Aufzeichnungen mit den neusten überschrieben werden. Dies berücksichtigend, kann das Abbild des Ringspeichers vorteilhaft als linearer Speicher ausgebildet sein, mit einer Anfangsadresse für den ersten Eintrag und einer Endadresse für den letzten Eintrag, wobei eine festgelegte Adressierungsreihenfolge nach dem Aufruf der Endadresse nachfolgend den Aufruf der Anfangsadresse vorsieht. Hierbei ist es zweckmäßig, wenn das virtuelle Abbild des Datenspeichers zwar die Architektur des Datenspeichers abbildet, die in dem Ringspeicher gespeicherten Daten jedoch nur teilweise in dem Abbild abgebildet werden. Eine vollständige Übertragung des gesamten Inhalts des Datenspeichers beispielsweise beim Einstecken der Karte in den Tachographen, dauert unter Umständen unakzeptabel lange, wobei den alten Daten hierbei nicht unbedingt ein praktischer Nutzen zukommt. Daher ist es sinnvoll, wenn das virtuelle Abbild nach anfänglicher Erzeugung zunächst nur die Daten des letzten Eintragungsblocks des Ringspeichers des Datenspeichers abbildet.

Um einen Zuvielaufwand bei der Datenübertragung zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn dem virtuellen Abbild zumindest ein Änderungszeiger zugeordnet ist, nämlich in dem Datenspeicher des Tachographen die Stelle des virtuellen Abbildes des Ringspeichers gespeichert ist, an der die erste Änderung seit dem letzten Abgleich erfolgte.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei einem von der Endadresse zu der Anfangsadresse des Abbildes sich erstreckenden Schreibvorgang in dem virtuellen Abbild zumindest ein Änderungszeiger die Stelle vor der Endadresse markiert, an der die Änderungen nach dem letzten Abgleich begonnen haben und mindestens ein zweiter Änderungszeiger die Stelle markiert, an der der Schreibvorgang nach der Endadresse fortgesetzt wurde. Eine derartige Markierung über den Adressensprung des Ringspeichers hinweg stellt einen konfliktfreien Abgleich zwischen dem Datenspeicher und dem Speicher des Tachographen sicher. Die Zuverlässigkeit dieses Vorgangs lässt sich zusätzlich erhöhen, wenn die Änderungszeiger zusätzlich noch Informationen über die Anzahl der Bytes umfassen, die seit dem letzten Abgleich in dem Ringspeicher beginnend ab der angezeigten Stelle gespeichert wurden.

Viel Zeit kann verloren gehen, wenn verschiedene logische Funktionsmodule Schreib- oder Lesezugriff auf das Abbild ausführen und hierzu feste Zeitfenster vorgegeben sind. Derartige Vorgänge können zwar auch interrupt-gesteuert geführt werden, dies destabilisiert jedoch Vorgänge der zentralen Recheneinheit. Besonders zweckmäßig ist daher eine Koordination der logischen Funktionsmodule, die Schreib- oder Lesezugriffe auf das Abbild ausführen mittels einer zentralen Statusvariablen. Hierbei ist es sinnvoll, wenn die Funktionsmodule die Statusvariable regelmäßig abfragen und bei einem bestimmten Wert der Statusvariablen, der dem jeweils abfragenden Funktionsmodul zugeordnet ist, anstehende Schreibvorgänge einleiten. Gleichsam als Fertigmeldung kann vorgesehen sein, dass die logischen Funktionsmodule, welche die Schreibzugriffe auf den Speicherbereich des Abbildes ausführen nach Abschluss der anstehenden Aufgaben die Statusvariable ändern. Eine konfliktfreie Koordination dieser Zugriffe auf den Datenspeicher ist insbesondere dann gewährleistet, wenn die logischen Funktionsmodule ein Abbildstatusmodul umfassen, welches regelmäßig die Statusvariable abruft und dieser einen neuen Wert zuweist, wenn zuvor ein anderes Funktionsmodul den Wert geändert hat, welcher neue Wert einem bestimmten Funktionsmodul zur Zuteilung des Schreibzugriffs zugeordnet ist.

Besondere Laufzeitvorteile entfaltet die Erfindung, wenn die Funktionsmodule eine Verschlüsselungseinheit umfassen, mittels derer Elemente der Datenübertragung zwischen dem Tachographen und dem Datenspeicher verschlüsselt werden. Hierzu kann der Datenspeicher ebenfalls eine Verschlüsselungseinheit aufweisen.

Aufgrund der besonderen erfindungsgemäßen Markierung der abzugleichenden Daten des virtuellen Abbilds entfaltet die Erfindung weitere Vorteile im Falle eines Ausfalls der elektrischen Spannungsversorgung. Die Anordnung kann hierbei vorsehen, dass nach Ausfall der Spannungsversorgung vor jedem anderen Zugriff auf den Datenspeicher zunächst Identifizierungsdaten des Datenspeichers mit denen des virtuellen Abbilds des Datenspeichers verglichen werden. Diese Gestaltung ist daher sinnvoll, weil bei einem Fortfall der Versorgungsspannung ein Manipulationsversuch möglicherweise einen Austausch des Datenspeichers vorsehen kann. Der Vorteil der Erfindung liegt an dieser Stelle vor allem darin, dass bereits das virtuelle Abbild des Datenspeichers einschließlich der Identifizierungsdaten vorliegt und somit lediglich ein Vergleich erfolgen muss. Tritt ein Spannungsausfall direkt vor Eintritt in eine Datenübertragung auf, oder direkt nach Abschluss einer derartigen Datenübertragung, so muss lediglich der Datenspeicher nach Wiederkehr der Spannung authentisiert werden. Ein Spannungsausfall während eines Lesevorgangs von dem Datenspeicher hat nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig den Effekt, dass die Funktionsmodule in dem aktuellen Zustand verharren bis zur Wiederkehr der Spannung und anschließend aus diesem Zustand den Lesevorgang fortsetzen, nachdem zunächst Identifizierungsdaten vorzugsweise wechselseitig miteinander verglichen wurden.

Sofern es ist nicht ausdrücklich erwähnt wurde, betreffen die funktionellen Merkmale stets eine Ausbildung der Anordnung demgemäß, dass die beanspruchte Funktion mittels der erfindungsgemäßen Anordnung ausführbar ist. Neben der erfindungsgemäßen Anordnung ist auch ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betrieb einer Anordnung nach mindestens einem oder einer Kombination der Ansprüche Gegenstand der Erfindung. Hierbei sind insbesondere die beanspruchten Merkmale der Erfindung auch bei Fehlen eines ausdrücklichen entsprechenden Rückbezuges Gegenstand eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

Im Folgenden ist die Erfindung anhand eines speziellen Ausführungsbeispiels ohne Einschränkungswirkung zur Verdeutlichung näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung,

2 eine schematische Darstellung des Ablaufes der grundlegenden Prozesse beim Betrieb einer erfindungsgemäßen Anordnung,

3 eine schematische Darstellung der Umsetzung einer Ringspeichers einer virtuellen Abbildung nach der Erfindung,

4 eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens logischer Funktionsmodule mit dem Speicher koordiniert mittels einer erfindungsgemäßen Statusvariablen.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung 1 mit einem Tachographen DTCO, der mit einem ein Geschwindigkeitssignal n gebenden Sensor S in Verbindung steht und Datenkartenaufnahmen 3 aufweist, in welche Datenkarten 4, 5 eingebbar sind. Der Tachographen DTCO weist verschiedene logische Funktionsmodule FM auf, welche unter anderem eine zentrale Verarbeitungseinheit CPU, ein Schnittstellenverwaltungsmodul IF, ein Verschlüsselungsmodul KRY einen Speicher MEM und einen Druckercontroller PRN umfassen. Daneben weist der Tachographen DTCO noch eine Anzeigeeinheit 6, verschiedene Bedienelemente 7 eine Spannungsversorgung U und ein Druckmodul 8 auf. Die einzelnen Funktionsmodule FM stehen untereinander in signalübertragender Verbindung. Die Datenkarten 4, 5 weisen jeweils eine Schnittstelle 11, 12 auf, die mit einer nicht näher dargestellten Schnittstelle des Tachographen DTCO in datenübertragende Verbindung gehen kann. Mittels dieser Schnittstelle 11, 12 können die Datenkarten 4, 5 jeweils in einem Datenspeicher 13, 14 der Datenkarte 4, 5 abgelegte Informationen an den Tachographen 2 übermitteln, wobei Verschlüsselungsmodule KRY sowohl der Datenkarten 4, 5 als auch des Tachographen DTCO für eine kryptologisch gesicherte Übermittlung sorgen.

2 zeigt den schematischen Ablauf der Erzeugung eines virtuellen Abbilds VI in einem Speicher DMEM des Tachographen DTCO basierend auf dem Datenspeicher 13 der Datenkarte 4. In der 2 sind die Bezugszeichen der Elemente, die denjenigen des tatsächlichen Datenspeichers 13 entsprechen, mit einem kleinen Strich versehen. In einem ersten Schritt (1) treten der Tachographen DTCO und der Datenspeicher 13 der Datenkarte 4 miteinander in signalübertragende Verbindung und automatisch wird ein Authentisierungsvorgang (Auth.) zwischen diesen beiden Teilnehmern der Kommunikation eingeleitet. Nach erfolgreicher Authentisierung (Auth.) erstellt der Tachographen DTCO ein virtuelles Abbild VI in seinem Speicher DMEM von dem Datenspeicher 13 der Datenkarte 4. Hierbei wird der Gesamtaufbau des Datenspeichers in dem virtuellen Abbild VI abgebildet. Dies umfasst einen ersten Speicherteil 16, 16' üblicher Beschaffenheit und einen zweiten Speicherteil 17, 17', der als Ringspeicher RNG, RNG' ausgebildet ist. Nach Erzeugung des virtuellen Abbilds VI in dem Speicher des DMEM des Tachographen DTCO erfolgt in Schritt (3) im Wesentlichen der Erfassungsbetrieb des Tachographen 2, währenddessen das Geschwindigkeitssignal n in dem virtuellen Abbild VI aufgezeichnet wird. In nicht dargestellter Weise erfolgt alle 12 Stunden ein Abgleich des virtuellen Abbilds VI mit dem Datenspeicher 13 der Datenkarte 4. Bei diesem Abgleich werden im Wesentlichen die Einträge des Ringspeichers RNG miteinander abgeglichen. Kommt es, wie in Schritt (4) dargestellt, zu einer Entnahmeanforderung (EJECT) an dem digitalen Tachographen DTCO wird zunächst das virtuelle Abbild VI mit dem Datenspeicher 13 abgeglichen und anschließend die Datenkarte 4 ausgegeben.

In 3 ist der Abgleich des virtuellen Abbilds VI, insbesondere des Ringspeichers RNG' mit dem Datenspeicher 13 bzw. des dortigen Ringspeichers RNG dargestellt. Entscheidend ist hierbei der Aufbau des Ringspeichers RNG des virtuellen Abbilds VI, welcher eine eigentlich lineare Struktur aufweist, wobei eine vorgegebene Adressierungsreihenfolge SEQADR auf eine Adressierung des letzten Speicherplatzes Xst dieses linearen Speichers die Adressierung eines ersten Speicherplatzes 1st folgen lässt. In dem Ringspeicher RNG der Datenkarte entspricht dies dem Speicherplätzen 1strng bzw. Xstrng.

Der Ringspeicher RNG' des Tachographen DTCO bzw. des Speichers DMEM weist Änderungszeiger p1, p2 auf, mittels derer die nach dem letzten Abgleich des virtuellen Abbilds mit dem Datenspeicher 13 entstandenen Änderungen markiert werden. Hierbei wird der Beginn des geänderten Eintrages mittels des mit p1 bezeichneten Zeigers festgehalten, wobei die in 3 dargestellte Situation einen Eintrag zeigt, der mit d head und act. bezeichnet ist, der sich über die Endadresse Xst und Anfangsadresse 1st des virtuellen Abbildes VI erstreckt und neben dem ersten Änderungszeiger p1 noch ein zweiter Änderungszeiger p2 die Stelle markiert, an der der Schreibvorgang nach der Endadresse Xst fortgesetzt wurde, nämlich an der Anfangsadresse 1st. Der Eintrag besteht aus einem Header und den abgespeicherten Betätigungsarten des Fahrzeugführers act.. Den Änderungszeigern p1, p2 sind jeweils noch Informationen in n1, n2 über die Anzahl der Bytes beigefügt, die seit dem letzten Abgleich in dem Ringspeicher beginnend ab der angezeigten Stelle gespeichert sind. Demgemäß sind jeweils der Anfangspunkt der abzugleichenden Daten und die Länge mittels des Änderungszeigers angezeigt.

In 4 ist die Koordinierung der Funktionsmodule FM beim Schreiben auf das virtuelle Abbild VI mittels eines Kartendatenstatusses CDS schematisch dargestellt. Verschiedene Funktionsmodule FM, beispielsweise die zentrale Recheneinheit CPU, ein aktiver Hardwareschutz AH, eine Schnittstellenverwaltung IF, ein Druckmodul PRN oder ein Sensor Sen schreiben weitestgehend autonom in den Speicher DMEM bzw. dessen virtuelles Abbild VI. Damit es hierbei nicht zu Konflikten kommt, ist eine zentrale Statusvariable CDS vorgesehen, die wechselseitig von den Funktionsmodulen FM und einem Abbildstatusmodul CDSA mit einem Wert belegt wird. Das Abbildstatusmodul CDSA belegt hierbei die Statusvariable CDS jeweils mit einem Wert, der einem Funktionsmodul FM zugeordnet ist. Die Funktionsmodule FM fragen den Wert der Statusvariablen CDS regelmäßig ab und leiten anliegende Schreibvorgänge auf das Abbild VI ein, wenn der Wert demjenigen entspricht, der dem entsprechenden Funktionsmodul zugeordnet ist. Nach Abschluss der Schreiboperation belegt das Funktionsmodul die Statusvariable CDS mit einem neuen Wert, der dem Abbildsstatusmodul den Abschluss der Schreiboperation anzeigt, so dass der Statusvariablen CDS ein neuer Wert zugewiesen werden kann.

1
Anordnung
2
Tachograph
3
Datenkartenaufnahmen
4, 5
Datenkarte
6
Anzeigeeinheit
7
Bedienelement
8
Druckmodul
11
Schnittstelle
12
Schnittstelle
13, 14
Datenspeicher
IF
Schnittstellenverwaltungsmodul
FM
Funktionsmodul
DMEM
Speicher
VI
virtuelles Abbild
KRY
Verschlüsselungsmodul
RNG
Ringspeicher
1st
Anfangsadresse
xst
Endadresse
SEQ, ADR
Adressierungsreihenfolge
n1, n2
Änderungszeiger
n1, n2
Anzahl der Bytes
CDS
Statusvariable
S
Sensor
CPU
zentrale Verarbeitungseinheit
IF
Schnittstellenverwaltungsmodul
PRN
Druckercontroller
n
Geschwindigkeitssignal
CDSA
Abbildstatusmodul
U
Spannungsversorgung


Anspruch[de]
Anordnung (1) mit einem Tachographen (DTCO) und mit einem Datenspeicher (13, 14), insbesondere einem Datenspeicher (13, 14) einer Datenkarte (4, 5), wobei der Tachograph (DTCO) eine Schnittstelle aufweist, die dem Datenaustausch zwischen dem Tachographen (DTCO) und dem Datenspeicher (13, 14) dient, welcher Tachograph (DTCO) logische Funktionsmodule (FM) und mindestens einen Speicher (DMEM) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die logischen Funktionsmodule (FM) derart ausgebildet sind, dass zu Beginn der Datenübertragung zunächst ein virtuelles Abbilds (VI) (VI) des Datenspeichers (13, 14) in dem Speicher (DMEM) des Tachographen (DTCO) angelegt wird, folgende Schreib- und Lesezugriffe der logischen Funktionsmodule (FM) zunächst auf das virtuelle Abbilds (VI) (VI) in dem Speicher (DMEM) erfolgen und regelmäßig ein Schreibvorgang unter Zugriff auf den Datenspeicher (13, 14) der Datenkarte (4, 5) erfolgt, während dessen die Unterschiede zwischen dem virtuellen Abbilds (VI) (VI) und dem Datenspeicher (13, 14) abgeglichen werden. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der regelmäßige Schreib- und Lesezugriff in periodischen zeitlichen Abständen erfolgt, vorzugsweise alle 12 Stunden. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der regelmäßige Schreib- und Lesezugriff erfolgt, wenn ein bestimmtes Datenvolumen zwischen dem virtuellen Abbilds (VI) und dem Datenspeicher (13, 14) aufgrund von Veränderungen des Abbildes abzugleichen ist. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Trennung des Datenspeichers (13, 14) von dem Tachographen (DTCO) ein Abgleich des virtuellen Abbilds (VI) mit dem Datenspeicher (13, 14) erfolgt. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung zwischen dem Datenspeicher (13, 14) und dem Tachographen (DTCO) verschlüsselt erfolgt. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenspeicher (13, 14) einen Ringspeicher (RNG) aufweist. Anordnung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbilds (VI) des Ringspeichers (RNG') als linearer Speicher (DMEM) ausgebildet ist, mit einer Anfangsadresse (1st) für den ersten Eintrag und einer Endadresse (xst) für den letzten Eintrag, wobei eine festgelegte Adressierungsreihenfolge (ADRSEQ) nach dem Aufruf der Endadresse (xst) nachfolgend den Aufruf der Anfangsadresse (1st) vorsieht. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das virtuelle Abbilds (VI) des Datenspeichers (13, 14) die Architektur des Datenspeichers (13, 14) abbildet und die in dem Ringspeicher (RNG) gespeicherten Daten nur teilweise in dem Abbilds (VI) abgebildet werden. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass das virtuelle Abbilds (VI) nach anfänglicher Erzeugung zunächst nur die Daten des letzten Eintragungsblocks des Ringspeichers (RNG) des Datenspeichers (13, 14) abbildet. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass dem virtuellen Abbilds (VI) mindestens ein Änderungszeiger (p1, p2) zugeordnet ist, nämlich in dem Datenspeicher (13, 14) des Tachographen (DTCO) die Stelle des virtuellen Abbilds (VI) des Ringspeichers (RNG) gespeichert ist, an der die erste Änderung seit dem letzten Abgleich erfolgte. Anordnung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem von der Endadresse (xst) zu der Anfangsadresse (1st) des Abbilds (VI) sich erstreckenden Schreibvorgang in dem virtuellen Abbilds (VI) mindestens ein erster Änderungszeiger (p1) die Stelle vor der Endadresse (xst) markiert, an der die Änderungen nach dem letzten Abgleich begonnen haben und mindestens ein zweiter Änderungszeiger (p2) die Stelle markiert, an der der Schreibvorgang nach der Endadresse (xst) fortgesetzt wurde. Anordnung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderungszeiger (p1) zusätzlich noch Informationen über die Anzahl (n1, n2) der Bytes umfassen, die seit dem letzten Abgleich in dem Ringspeicher (RNG') beginnend ab der angezeigten Stelle gespeichert wurden. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einige der logischen Funktionsmodule (FM) Schreib- oder Lesezugriffe auf das Abbilds (VI) ausführen und hierbei mittels einer zentralen Statusvariablen (CDS) koordiniert sind. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einige der logischen Funktionsmodule (FM) Schreibzugriffe auf Speicherbereiche des Abbildes (VI) ausführen und hierbei mittels einer zentralen Statusvariablen koordiniert sind, wobei die Funktionsmodule (FM) die Statusvariable (CDS) regelmäßig abfragen und bei einem bestimmten Wert der Statusvariablen (CDS), der dem jeweils abfragenden Funktionsmodul (FM) zugeordnet ist, anstehende Schreibvorgänge einleiten. Anordnung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die logischen Funktionsmodule (FM), welche die Schreibzugriffe auf einen Speicherbereich des Abbildes (VI) ausführen nach Abschluss der anstehenden Schreibzugriffe die Statusvariable (CDS) ändern. Anordnung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die logischen Funktionsmodule (FM) ein Abbildstatusmodul (CDSA) umfassen, welches regelmäßig die Statusvariable (CDS) abruft und dieser einen neuen Wert zuweist, wenn zuvor ein anderes Funktionsmodul (FM) den Wert geändert hat, welcher neue Wert einem bestimmten Funktionsmodul (FM) zur Zuteilung des Schreibzugriffs zugeordnet ist. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (1) eine elektrische Spannungsversorgung (U) umfasst und derart ausgebildet ist, dass nach deren Ausfall vor jedem anderen Zugriff auf den Datenspeicher (13, 14) zunächst Identifizierungsdaten des Datenspeichers (13, 14) mit denen des virtuellen Abbilds des Datenspeichers (13, 14) verglichen werden. Anordnung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgebildet ist, dass sie bei einem Spannungsausfall direkt vor Eintritt in einen Lese- oder Schreibvorgang von dem bzw. auf den Datenspeicher (13, 14), nach Wiederkehr der Spannung zunächst Identifizierungsdaten des Datenspeichers (13, 14) mit denen des virtuellen Abbilds des Datenspeichers (13, 14) verglichen werden und anschließend der Lese- bzw. Schreibvorgang gestartet wird. Anordnung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Spannungsausfall während eines Lesevorgang von dem Datenspeicher (13, 14), die Funktionsmodule (FM) in dem aktuellen Zustand verharren bis zur Wiederkehr der Spannung und anschließend aus diesem Zustand den Lesevorgang fortsetzen nachdem zunächst Identifizierungsdaten des Datenspeichers (13, 14) mit denen des virtuellen Abbilds (VI) des Datenspeichers (13, 14) verglichen worden sind. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Spannungsausfall direkt nach Abschluss eines Lese- oder Schreibvorgangs von dem bzw. auf den Datenspeicher (13, 14), nach Wiederkehr der Spannung zunächst Identifizierungsdaten des Datenspeichers (13, 14) mit denen des virtuellen Abbilds des Datenspeichers (13, 14) verglichen werden. Verfahren zum Betrieb einer Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com